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Die Orsons – Ode an die Fans

10.12.2009 18:34 - Audiovideo, Money and Fame by Daniel Drungels - Kommentieren

Heute möchte ich ein dickes, fettes “O” in die Runde schmeißen und ihnen Die Orsons, die wahrscheinlich sympathischste Deutschrap-Combo seit der Erfindung der sympathischen Deutschrap-Combos, mit ihrer “Ode an die Fans” vorstellen. Beste!

Climategate und nun auch Treibhausgate?

14:48 - dagny's tags by dagny t. - 10 Kommentare

Bereits vor zwei Jahren veroeffentlichten die beiden Physiker Gerhard Gerlich und Ralf D. Tscheuschner ein Papier unter dem Titel Falsification Of The Atmospheric CO2 Greenhouse Effects Within The Frame Of Physics auf dem Pre-Printserver arxiv, welches mittlerweile im International Journal of Modern Physics B (IJMPB), einem anerkannten und peer reviewed Journal, veroeffentlicht wurde.

Freie Welt.net greift nun in einem Artikel diese und andere Arbeiten auf, welche nahe legen, dass die elementaren Grundlagen der IPCC-Klimaforschung und -Modellierung auf falschen Annahmen beruhen koennten. Auch wenn es der “Atmospheric CO2 Greenhouse Effect” schon vor 15 Jahren in die Schul-Lehrbuecher geschafft hat, bedeutet das nicht, dass neue oder genauere Untersuchungen diesen nicht obsolet machen koennen:

„Die Erde hat ein „Kühlsystem“ – es strahlt ständig Wärme ins Weltall ab. Jeder Anstieg der Erdtemperaturen erhöht automatisch diese Abstrahlung. Die Kühlleistung steigt. „Erderwärmung“ (allgemeiner Anstieg der Temperaturen) ist nur möglich, wenn die resultierende zusätzliche Kühlung durch eine erhöhte Heizleistung ausgeglichen wird. Um „Erderwärmung“ zu bewirken, müsste CO2 also die Zufuhr von Heizenergie zum Erdboden verstärken. Das aber kann es nicht. CO2 kann daher keine „Erderwärmung“ herbeiführen. IR-aktive Gase („Treibhausgase“) kühlen die Erde. Der „Natürliche Treibhauseffekt“ (also die Erwärmung) ist ein Mythos. Klimaschwankungen gab und gibt es, aber ihre Ursachen liegen nicht im CO2-Gehalt der Luft. Entscheidender Einflussfaktor neben der Sonne ist die schwankende Wolkenbedeckung.“

Wissenschaft ist nicht frei von Irrtuemern. Trial and Error gehoeren untrennbar zum wissenschaftlichen Fortschritt hinzu. Die Politik sollte diese Entwicklung antizipieren und sich nicht auf das Dogma vom boesen Kohlenstoffdioxid, einem sehr vielseitigen Molekuel, festlegen.

Video: Lord Monckton vs. IPCC

08.12.2009 08:59 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 9 Kommentare

Dieses Video, von mir für CFACT geschnitten, zeigt einen hochexzentrischen und unterhaltsamen Lord Christopher Monckton, der sich die Unsympathen vom IPCC vornimmt. Eine Präsentation mit einer solch farbenfrohen CI zu verwenden, zeugt vom außergewöhnlichen Mut des Lords.

Climategate Files – kein Hack, sondern Insider Job?

07.12.2009 23:54 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 9 Kommentare

Climategate [pol.]:

Conspiracy, collusion in exaggerating warming data, possibly illegal destruction of embarrassing information, organised resistance to disclosure, manipulation of data, private admissions of flaws in their public claims and much more.

Die Veröffentlichung von Emails und Dokumenten vom Server der Climatic Research Unit (CRU) an der University of East Anglia im Vorfeld des Kopenhagener “Klimagipfels” war ein PR-GAU und hat die Glaubwürdigkeit der Klimakatastrophisten in der Öffentlichkeit nachhaltig beschädigt.

Nach kurzer Sprachlosigkeit und dem Rücktritt des Institutsleiters Phil Jones stehen nun die Verteidigungslinien: Russische Hacker (Sie wissen schon – die mit den Kinderpornos) seien mit krimineller Energie im Dienste der “fossilen Industrien” am Werk gewesen. Ergo: “Die eigentliche Geschichte ist, wer diese Leute sind und warum sie es machen.”

Als wenn die Art der Beschaffung irgendetwas an der inhaltlichen Brisanz der Daten ändern würde.

Aber selbst dieses Ablenkungsmanöver der blamierten Wissenschaftler scheint sich nun in heisse Luft (ach nehmen wir lieber CO2 *LOL*) aufzulösen. Der Netzwerkanalytiker Lance Levsen hat sich auf wattsupwiththat.com mit der Datenstruktur der “Climategate Files” befasst – und kommt zu dem Ergebnis, dass ein Hackerangriff äusserst unwahrscheinlich sei:

Occam’s razor concludes that “the simplest explanation or strategy tends to be the best one”. The simplest explanation in this case is that someone at UEA found it and released it to the wild and the release of FOIA2009.zip wasn’t because of some hacker, but because of a leak from UEA by a person with scruples.

Climategate – “Insider Job” eines frustrierten (oder skrupulösen) UEA-Mitarbeiters anstatt der grossen kriminellen Verschwörung des fossil-industriellen Komplexes gegen die Klima-Robin-Hoods? Vielleicht auch nur ein inkompetenter Sysop, der ein Backup auf öffentlichen FTP-Space ausgelagert hat?

Grosses Theater in jedem Fall! Bleiben Sie dran und freuen Sie sich auf den übernächsten Akt (Rahmstorf erklärt die “Klimapause”).

Gottschalk macht Integrationsbemühungen zunichte

08:22 - Money and Fame by Daniel Drungels - 26 Kommentare

Sonntag gegen 22.30 Uhr. Ich zappe durch die Kanäle und kann mich nicht recht entscheiden, bleibe dann aber im ZDF bei „Menschen 2009“ hängen. Thomas Gottschalk präsentiert die bewegendsten Momente 2009 im Jahresrückblick. Germany’s Next Topmodel Sara Nuru sitzt neben Schwiegermutters Liebling auf dem Sofa. Sie erzählt von ihrem Engagement als Jugendbotschafterin für Menschen für Menschen. Endlich mache sie mal etwas sinnvolles. Ein Einspieler zeigt BIlder von Nurus Besuch in einem äthiopischen Dorf. Das sei ihr eine Herzensangelegenheit gewesen, schließlich kämen ihre Eltern ja auch aus Äthiopien. Gottschalk mimt den Interessierten und fragt:

„Haben Dich die Dorfbewohner denn gleich als eine der ihren erkannt?“

Ich habe Sara Nurus Antwort leider nicht mehr gehört, weil sie von meinem schallenden Gelächter verschluckt wurde. Aber hier ein paar mögliche Antworten:

a) Sicher, Du weißt doch wie das ist, Thommi. Du kriegst den Neger aus der Wildnis, doch die Wildnis nicht aus ihm.

b) Na klar. Sie wissen doch, wir Schwarzen sehen alle gleich aus und schließlich war ich in einem äthiopischen Dorf und nicht in einer Blindenschule.

c) Natürlich haben die Dorfbewohner mich als eine der ihren erkannt. Wir Äthiopier erkennen uns gegenseitig am Körpergeruch.

d) Herr Gottschalk, ich verstehe nicht, worauf ihre Frage abzielt. Ich bin in Grünbach geboren und in Erding aufgewachsen und arbeite mittlerweile weltweit als Model. Bis auf die Hautfarbe habe ich nichts mit diesen Menschen gemein, woran sollten sie mich als eine der ihren erkennen?

e) Sparen Dir deinen rassistischen Blödsinn, Goldlöckchen. Ich frage Dich schließlich auch nicht, ob man Dich in Californien am Sauerkrautgestank erkennt.

2 Grad im Mittelalter: Climategate

06.12.2009 23:18 - dagny's tags by dagny t. - 11 Kommentare

Wuerde die Durchschnittstemperatur in Mitteleuropa um 4 Grad sinken, dann gaebe es eine neue Eiszeit. Diese Faustregel aus dem Erdkundeunterricht dient zum Verdeutlichen der Groessenordnung wenn es um Klimazonen, Durchschnittstemperaturen oder neuerdings global warming geht.

2 Grad Erwaermung hingegen wuerde die Durschnittstemperatur auf das Niveau der Mittelalterlichen Warmzeit heben. Zwischen 900 und 1300, im Hochmittelalter wurde in Schottland und Ostpreussen Wein angebaut, Weizen in Mittel- und Nordnorwegen, die Baumgrenze in den Alpen lag bei rund 2000 Metern, in Regensburg konnte dank Niedrigwasser das Fundament der Steinernen Bruecke gelegt werden.

Die Mittelalterliche Warmzeit war, wie neuere Forschungen nahelegen, ein globales Phaenomen. Es gibt Untersuchungen in Nordamerika, Asien und Neuseeland, welche dies nahelegen. Wie bei Arlesheim Reloaded bereits vor einigen Tagen zu lesen war, geht es bei Climategate wohl um genau diese Frage: War die Mittelalterliche Warmzeit ein lokaler Ausrutscher, den zu vernachlaessigen erlaubt ist? Oder war diese Warmzeit mit Wachstum und Aufschwung im Hochmittelalter verbunden, eine Erwaermung, die ganz ohne industrielles Kohlendioxid vonstatten ging? Und am Ende sich noch positiv auf den Lebensstandard der Menschen auswirkte?

(Siehe auch die Diagramme bei Marc Sheppard im American Thinker. Wissenschaftliches zur Mittelalterlichen Warmzeit: Evidence for a ‘Medieval Warm Period’ in a 1,100 year tree-ring reconstruction of past austral summer temperatures in New Zealand, in: Geophysical Research Letters 29, 2002, S. 1667.
Wallace S. Broecker, Was the Medieval Warm Period Global?, in: Science, Vol. 291. Nr. 5508, S. 1497 – 1499, 23. Februar 2001)

Otto Graf Lambsdorff †

Die unmittelbare Bedrohung ist leicht zu erkennen, wenn eine totalitäre Diktatur im Nahen Osten zynisch das Gewaltprinzip anwendet. Einer so erkannten Gefahr können wir entschieden und mit Geschlossenheit erfolgreich begegnen. Bedrohlicher sind aber die nicht spektakulären Gefährdungen von Freiheit und Frieden, die weitgehend unbemerkt wirken. Davor sind wir kaum geschützt, wenn wir nicht mehr auf die Freiheit, Initiative und Leistungsfähigkeit des einzelnen setzen, sondern eine politische Strategie verfolgen, die den Bürger der vollständigen staatlichen Fürsorge anvertraut, ihm die Eigenentscheidung und Verantwortung abnimmt und ihn letztlich entmündigt. Wenn sich so die Gesellschaft schließlich in ihr Schicksal fügt, dann ist dies der “Weg zur Knechtschaft”

Otto Friedrich Wilhelm Freiherr von der Wenge Graf Lambsdorff 1990 in seiner Einführung zur Neuauflage von Hayeks Weg zur Knechtschaft. Worte wie ins Stammbuch der Weinbauverordnungsgestalter, Apothekenwettbewerbsverhinderer und Appeaseniks in der Partei geschrieben, deren Ehrenvorsitzender er war. Kein Beliebigkeits- und/oder Klientel-Liberaler, aber Pragmatiker der Macht – und trotzdem, vielleicht gerade deshalb, immer einer mit einer klaren Vision: mehr Freiheit wagen.

Nicht zuletzt als Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit von 1995 bis 2006 hat der überzeugte Marktwirtschafter viel zur Öffnung der Stiftung auch für radikal liberale und libertäre Politikansätze beigetragen. Das wird, wie so vieles was er erreichte, lange wirken.

Gestern ist er mit 82 Jahren in Bonn gestorben.

Shop Closing Time: Gin Tonic jenseits des Ladenschluss

14:16 - dagny's tags by dagny t. - 5 Kommentare

Im Gegensatz zu England ist es in Schottland erlaubt, ein Geschaeft 24/7 zu oeffnen. 24 Stunden an 7 Tagen die Woche. Ein kleiner Gemischtwarenladen ums Eck bietet das an. Das Sortiment ist uberschaubar, aber alles was Samstag abends unerwartet im Hause ausgeht ist dort erhaeltlich. Klopapier, Butter, Tonic Water, Kekse.
Die Shops auf der High Street, die grossen Geschaefte auf der Haupteinkaufsstrasse schliessen und oeffnen unter der Woche etwa so, wie man das aus dem Deutschland der 90er Jahre kennt. Von 8 oder 9 morgens bis 6 oder 6.30 abends, am Donnerstag bis 7 oder 8. Am Sonntag hingegen ist fuer einige Stunden geoeffnet, etwa von 10 bis 4. Der Lidl bei mir ums Eck hat Montag bis Sonntag von 8 ( am Sonntag 9) a.m. bis 10 p.m. geoffnet. An der Kasse fast nur fleissige, freundliche und hoefliche Inder.

Auf den stark protestantisch – freikirchlich gepraegten noerdlichen Inseln der ausseren Hebriden, etwa Eilean Leòdhas, ist der Sonntag ein sehr strikter Ruhetag. Ahnlich dem juedischen Sabbat wird auf alle Taetigkeiten verzichtet, die man auch an den anderen Tagen erledigen koennte. Kochen, aufs Festland reisen, einkaufen. Geschaefte haben bis auf wenige Ausnahmen geschlossen.

Das Rund um die Uhr – Einkaufserlebnis wird in Edinburgh, Glasgow oder Aberdeen getruebt, wenn man zur falschen Uhrzeit auf der Suche nach Alkoholischem ist. Die Regel, wonach Sonntags vor Ende des Gottesdienstes, vor 12 Uhr, kein Schnapps verkauft werden darf, wurde juengst verschaerft und nun darf man auch Abends nach 10 kein uisge beatha mehr erwerben.
Ist fuer die Dagny aber nicht so wichtig. Single Malts und Gin stehen in ausreichender Menge in der Hausbar. Nur Tonic Water geht Samstag abends zur Neige.

Ihr seid die Leute, vor denen Eure Eltern Euch immer gewarnt haben

08:38 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 5 Kommentare

Strenggenommen ist Greenpeace keine Organisation des Umweltschutzes, sondern ein profitorientierter Lifestyle- und Goodfeel-Provider für die Mittelklasse der Industriestaaten und mit einer adrenalinsüchtigen Außenwerbungs-Abteilung gesegnet.

Bayern wollen Tyrannei der Mehrheit

Genau so läuft das oftmals auch in der Schweiz:

Lektion für die Politik: Der Erfolg des bayerischen Volksbegehrens “für echten Nichtraucherschutz” ist nicht nur eine weitere bittere Niederlage für die CSU. Er zeigt auch: Die Wähler haben genug von den faulen Kompromissen der Politiker.

In der Schweiz wird derzeit in fast allen Kantonen über ein Rauchverbot abgestimmt. In allen aufgrund von Bürgerbegehren.

Möglich, dass die Bayern genau so borniert wie die Schweizer sind und eine Tyrannei der Mehrheit einführen wollen.

Also wehret den Anfängen, denn:

Die Demokratie ist eine hundsgefährliche Staatsordnung!

Standardsituation der Technologiekritik

02.12.2009 17:30 - dagny's tags by dagny t. - 8 Kommentare

Leseempfehlung, die gerade uber Twitter (dank RT von zeitonline) reinkam und die ich an unsere Leser dringend weitergebe: Die Standardsituationen der Technologiekritik.

  • Wofuer soll es gut sein?
  • Wer will denn so was?
  • Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.
  • Aber vielleicht geht es ja auch einfach wieder weg?
  • Statt der Existenz des Neuen kann man danach noch eine Weile dessen Auswirkungen leugnen. Etwa weil sich mit der neuen Technik kein Geld verdienen liesse.
  • Das Neue ist nicht gut genug und nicht 100% zuverlaessig.
  • Es ist unglaublich was das Neue in den Köpfen von Kindern, Jugendlichen, Frauen, der Unterschicht und anderen leicht zu beeindruckenden Mitbürgern anrichtet.
  • Es tauchen Etikettefragen auf, bei denen es sich strenggenommen nicht um Fragen handelt, denn sie werden weniger gestellt als ungefragt beantwortet. Unausgesprochen geht es letztlich darum, dass Gegner einer Neuerung nicht ungefragt mit ihr konfrontiert werden wollen.
  • Argument neun: ganz sicher aendern sich unsere Denk-, Schreib- und Lesetechniken zum Schlechteren.

Ob man den von Kathrin Passig aufgezeichneten Ausweg des Vergessens teilen will oder nicht sei dahingestellt. Die immer gleichen Argumentationsmuster der Technologiekritik sollte man als Fortschrittsoptimist jedenfalls nicht vergessen, auch wenn einzelne Punkte berechtigte Stolpersteine fuer Neues sind, welches es nicht in den Olymp des Anerkannten Klassikers schafft.

Genosse Platzeck auf dem richtigen Weg

30.11.2009 22:59 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 48 Kommentare

Lieber Genosse Platzeck!

Ich schreibe Dir heute ein Solidaritäts-Kommuniqué, denn ich bin stolz auf Dich! Du hast Dich weiterentwickelt – vom bürgerlichen Deichgraf zum kämpferischen internationalistischen Genossen! Jetzt endlich schreiten wir wieder Seit an Seit!

Und vor allem haben wir gelernt, dass wir uns nicht alles gefallen lassen sollen: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

Du, lieber Genosse Platzeck, Du wehrst Dich gegen die imperialistisch-kolonialistischen Angriffe und nimmst folgerichtig unsere Besten mit in Dein Bündnis. Die Geschichte wird es Dir danken, dass Du die Genossin Fraktionschefin IM Kathrin, die Genossen Landtagsabgeordneten IM Schwalbe und IM Hans-Jürgen und den Genossen Landesparteichef IM Mark Schindler mit in Dein Boot nimmst. Und bis heute war ja auch diese HVA-Genossin mit im Boot.

Dass unsere Genossin Vizepräsidentin des Brandenburger Landtages IM Marisa auch mit dabei sein darf, ehrt Dich besonders. Du beherzigst mein Motto: Die Biografien jener, die die DDR aufgebaut und gestärkt haben, dürfen nicht in den Schmutz gezogen werden.

Das sind schon sechs, eine Fraktion sozusagen, die ihre MfS-Erfahrung bei Dir, lieber Genosse Platzeck mit einbringen können. Wir sind auf dem richtigen Weg.

PS: Falls Du noch eine Bildungsministerin brauchst: Nimm doch Genossin Margot mit auf in Dein Kabinett, die hat Zeit und wartet doch schon sooo lange auf ihre Rückkehr in den real existierenden Sozialismus!

Mit sozialistischem Gruß
Dein Egon Krenz

Die Solidaritätsadresse hat sich Helmuth Frauendorfer von mdr FAKT ausgedacht, die Links auf Hintergrundinformationen zu dem Pack sind von mir.

Der Tag nach der Abstimmung

Die Schweiz hat die Initiative für ein Verbot von Minaretten mit einer Deutlichkeit angenommen, wie sie von niemanden erwartet worden war.

Vergessen wir mal diesen Verfassungszusatz über eine Bauvorschrift, von dem ich noch immer der Meinung bin, es sei absurd, einen solchen in der Verfassung zu verankern. Nehmen wir das, was passiert ist zum Nennwert: Hier fand und findet eine intensive Diskussion über die eigenen und die Werte von anderen statt.

Was bitte ist daran so schlecht?

Schirrmacher: Blumenvasen machen dumm

Eigentlich hätte ich noch genügend Zeit gehabt, vor dem Kauf des neuesten Schirrmachers auf die Bremse zu treten. Die Schlange vor mir war ziemlich lang.

Denn ich las, während ich wartete, unter dem grossen Titel “Payback” auch das Kleingedruckte, was ja bei jedem Versicherungsvertrag das eigentlich Wichtige ist:

Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen.

Dieser Satz ist nun wahrlich keine Offenbarung. Der läuft unter der Kategorie “Hund schifft an Laternenpfahl”. Delete “Informationszeitalter”, paste “Kapitalismus”, zum Beispiel.

Auf Nummer siCHer

26.11.2009 22:24 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - Kommentieren

Kuvert mit Sicherheitsinnendruck..

Viva Helvetia! Die Botschaft der Eidgenossen in Berlin versendet einfachste Veranstaltungseinladungen im Kuvert mit Sicherheitsinnendruck. Es riecht nach Tresorraum und unbedingter Geborgenheit.

(crosspost)

Real Existierende Bildungsrepublik Deutschland

23.11.2009 20:46 - dagny's tags by dagny t. - 10 Kommentare

Lebenslaufverschoenerungsprogramm für Streber, von wirtschaftsnahen Stiftungen und Grosskonzernen unterstützt mit der Motivation handverlesene Nachwuchskräfte heranzuziehen.

Mit diesem gewerkschaftlich – betriebsratlichen Ritterschlag wird in der ZEIT – Chancen (pdf) auf Seite 93 am 12. November die Kritik eines Lehrerkollegiums einer Berliner Schule an Teach First zusammengefasst.

A.C.A.B. – All Co…iffeurs Are Bastards

21.11.2009 18:30 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 15 Kommentare

Mit einer Schere haben Polizisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten die öffentliche Ordnung wieder hergestellt. Sie verpassten einigen Jugendlichen eine neue Frisur […] Die Jugendlichen waren in einem Einkaufszentrum des Emirats Ras al-Chaima wegen ihrer Frisuren und ihrer unanständigen Kleidung aufgefallen.

So werden bei der dpa (in diesem Fall via Welt) die menschenverachtenden Sprachregelungen der Diktaturen des mittleren Ostens unkritisch übernommen.

Enge Tshirts und Jungs mit langen Haaren sind genau so (un)anständig wie jede Burka, jedes Kopftuch, Adiletten, Anglerhüte, Tennissocken und Karottenjeans. Wenn die dpa statt auf journalistischer Distanz zu bleiben, mit den Gottesstaatlern kuschelt, mutiert die Unmoral dieser Unmenschen zum universellen Maßstab. Wir geben zurück in die Voraufklärung.

(crosspost)

Eat the rich

19.11.2009 16:38 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 70 Kommentare

Und hier stellt sich eben schon die „soziale“ Frage, warum ausgerechnet jene Arbeiter, die schon frühzeitig in das Arbeitsleben und damit die Steuerpflicht einsteigen, ausgerechnet jene Bildungsdienstleistung finanzieren sollen, die weder sie selbst noch – aller Erwartung nach – ihre Kinder je in Anspruch nehmen werden?

Christian Hoffman – Aufstand der Asozialen

Sie haben das Recht, nicht mehr schweigen zu dürfen

18.11.2009 12:34 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 36 Kommentare

Handschellen klicken, der Cop drückt den Übeltäter auf die Rückbank des Polizeiwagens und liest ihm seine Rechte vor:

Sie haben das Recht zu schweigen. Alles, was Sie sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden. Sie haben das Recht auf einen Anwalt.

Das Gute hat gesiegt. Abspann. Eine klassische Szene in US-Krimis.

Hierzulande brauchen diese Rechte nicht verlesen werden. Das Recht von Zeugen oder Festgenommenen, die Aussage gegenüber Ermittlungsbeamten zu verweigern, gilt aber aus gutem Grund auch in Deutschland, selbst wenn das nicht jedem klar ist. Polizeilichen Vorladungen kann man folgen – oder eben auch nicht. Lediglich die Personalien müssen gegenüber der Polizei angegeben werden; eine Verweigerung wird als Ordnungwidrigkeit geahndet.

Aber vielleicht sollte man bald schreiben, dass dieses Aussageweigerungsrecht galt?

Auszug aus der schwarz-gelben-Koalitionsvereinbarung – etwas versteckt zwischen Änderungen bei der Wiederaufnahme von Strafverfahren und der Reform des Transsexuellenrechts ab Zeile 5007:

Erscheinenspflicht von Zeugen vor der Polizei
Wir werden eine gesetzliche Verpflichtung schaffen, wonach Zeugen im Ermittlungsverfahren nicht nur vor dem Richter und dem Staatsanwalt, sondern auch vor der Polizei erscheinen und – unbeschadet gesetzlicher Zeugenrechte – zur Sache aussagen müssen.

Es geht also um nicht weniger als die komplette Abschaffung der obengenannten Rechte. Ich kann mir das aus liberaler Sicht nur als handwerklichen Patzer erklären: die Annahme, dass eine Justizministerin, die sich einen Ruf als Verteidigerin von Bürgerrechten erworben hat, die Rechte von Zeugen bewusst derart beschneiden lässt, erscheint doch absurd. Oder?