antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

A Letter to Scholz & Friends

jo@chim, 14.12.2016

Stefan Wegner, Geschäftsführer der Werbeagentur Scholz & Friends, hat in einem Beitrag zum Shitstorm, der angesichts der Werbeboykottkampagne des s&f-Mitarbeiters Gerald Hensel gegen die liberal-konservativen Netzmedien Achse des Guten und Tichys Einblick tobt, Stellung genommen.
Ich erlaube mir, das zu beantworten:

Sehr geehrter Herr Wegner,

danke erstmal für Ihre Stellungnahme, die aus meiner Sicht über-fällig war. Allerdings… Sie schreiben: “Aber dennoch: Im Rahmen der Meinungsfreiheit ist diese Aktion legitim und muss auszuhalten sein.“. Ja natürlich. Als Aktion des Privatmannes Gerald Hensel. Legitim, auszuhalten – aber aus meiner Sicht auch (scharf) kritikwürdig. Henryk Broder hat in seiner Replik zwar keinen “Hitler-Vergleich” gezogen, wie kolportiert. Sondern, durchaus pointiert, wie das seine Art ist, auf das besondere “Gschmäckle” von Boykottkampagnen hierzulande hingewiesen. Und das ist mehr als berechtigt.

Wichtiger jedoch: Was Ihr Chefstratege (so hat er sich dargestellt) getan hat, ist seine berufliche Reputation und den Namen seines Arbeitgebers für sein privates politisches Engagement zu nutzen. Wenn das einer meiner Mitarbeiter getan hätte – nun gut zumindest hätte das ein sehr, sehr ernsthaftes Personalgespräch gegeben. Wenn ich selbst so handeln würde als politisch exponierter Blogger mit libertärer Agenda, der nebenberuflich :-) noch 40+x Wochenstunden in einem internationalen Unternehmen als Führungskraft tätig ist… hätte es mich mit ziemlich grosser Sicherheit den Arbeitsplatz gekostet.

Ich kann und will Ihnen nicht in Ihre Geschäftspolitik hinein reden Herr Wegner. Aber die “Opferrolle” für die vielen schlechten Bewertungen hat s&f aus meiner Sicht selbst verschuldet, indem Sie Ihren Mitarbeitern (bzw. zumindest Herrn Hensel) bisher nicht vermitteln konnten, Politik und Beruf auseinanderzuhalten bzw. etwas was ihnen nicht gehört (den Ruf ihres Arbeitgebers) nicht für private Zwecke zu nutzen.

Die perfide Wirksamkeit der “Guilt by Association”-Methodik, die Herr Hensel gegenüber der “Achse des Guten” und “Tichys Einblick” angewendet hat, kam ja erst durch die Einbeziehung von Scholz & Friends zustande. Sonst… wäre es eine der üblichen Henseleien (verzeihen Sie mir den Kalauer) im Netz geblieben.

Dass jetzt einige ziemlich erbost darauf reagieren, leider auch partiell mit üblen Beschimpfungen gegen s&f: nun gut. Nicht unbedingt legitim. Aber auszuhalten. Meine Art ist das nicht. Aber man sollte nicht Ursache und Wirkung verwechseln. In my humble opinion.

Mit freundlichen Grüssen,
Achim Hecht
antibuerokratieteam.net

Nachtrag 1: Ich selbst schreibe – so weit es mein derzeit durchaus nicht üppiges Zeitbudget zulässt – gelegentlich für die Achse des Guten als “ständiger Gastautor”. Dies trotz manches allzu “wutbürgerlichen” Elaborats, das dort veröffentlicht wird. Ich schmiere nun mal als Libertärer allzu gerne meinen liberal-konservativen Freunden ihre kollektivistischen Trugschlüsse auf die Fettbämme. Aber, viel wichtiger noch: Rechtsstaat lebt von Meinungsvielfalt. Wer Schreibverbote und Werbegebote verteilen möchte, hat das nicht so richtig begriffen. Oder will es nicht begreifen, weil er eine ganz andere Agenda als “nur” lobenswertes Engagement gegen “Hass im Netz” hat.

Nachtrag 2: Wer unter unseren Lesern gerne die “Achse”, die nun erhebliche, existenzbedrohende, Verluste an Werbeeinnahmen durch Gerald Hensels Kampagne #keingeldfuerrechts zu verarbeiten hat, unterstützen möchte – für den mein Tag: #supportmeinungsvielfalt. Google Streisand Effekt.

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