
„You say that everything sounds the same“ (Quelle: Udo Leuschner via bluthilde)
You say that everything sounds the same
Then you go buy them
There’s no excuses my friend
Let’s Push Things Forward
Der ziemlich geile Titel „Let‘s push things forward“ von The Streets wird immer wieder durch linksextreme Gruppen verg… verhackstückt. So auch in einer aktuellen Kampagne, deren Ziel die ideologische Kiosk-Hygiene ist.
Das Ziel der Kampagne ist es durch Druck auf Verkaufs- und Vertriebsstellen zu verhindern, dass folgende (rechte bis rechtsextreme) Publikationen nicht mehr offen an Kiosken etc. verkauft werden: Zuerst!, Junge Freiheit, Deutsche Militärzeitschrift, Deutsche Stimme, Preußische Allgemeine Zeitung und die National-Zeitung.
Zu den inkriminierten Druckerzeugnissen ist zu sagen: Die Junge Freiheit ist schon arg daneben und man sollte die den Rest nicht lesen, wenn man auf geistige Unversehrtheit wert legt. Ein Zeitschriftenregal verlöre nicht unbedingt an Qualität wenn diese Publikationen verschwänden.
Problematisch ist an der Kampagne dass der offenen Gesellschaft ausgerechnet von ihren linksextremen Feinden vorgeschrieben werden soll, wer zu ächten ist. Wenn der Präzedenzfall der erfolgreichen Verdrängung dieser Publikationen aus den Regalen geschaffen ist, kann der nächste Schritt gemacht werden.
Dann werden andere, ganz und gar nicht in das nationalsozialistische Raster passende, demokratische Medien kurzerhand zu „Rechten“ erklärt und ebenfalls aus dem öffentlichen Raum verbannt. Ein Magazin wie unser Kooperationspartner Novo ist mit seinem unbekümmerten Fortschritts-Optimismus ein geeigneter Kandidat für eine zweite Runde.
Dass es darum geht, die Realität nach linksextremer Schablone zurechtzustutzen, verhehlen die Campagneros und Campagneras nicht:
Wir wollen eine andere Welt, eine Welt, in der es um die Bedürfnisse der Menschen geht
Ich habe ein akutes Bedürfnis, folgender Brechreizerzeuger nicht mehr ansichtig zu werden, wenn ich einen Kiosk betrete.: Junge Welt, Neues Deutschland, konkret und das Greenpeace-Magazin
Diese gehen mir ebenso auf den Sack wie die weiter oben aufgeführten rechten (bzw. nationalsozialistischen) Papierverschwendungen. Aber eine Kampagne gegen diese Sudelblättchen? Keineswegs.
Sie alle eignen sich nach dem käuflichen Erwerb (vom selbst erarbeiteten Einkommen) hervorragend als CO2-intensive Anzündhilfen für die dicke Kapitalisten-Zigarre oder den fetten (vom selbst erarbeiteten Einkommen erworbenen) Joint die/den man zur gepflegten E Pluribus Unum Lektüre qualmt. Let’s get lifted!