Zu viel Schutz für Politiker
This paper argues that politicians are overprotected. The costs of political assassination differ systematically depending on whether a private or a public point of view is taken. A politician attributes a very high (if not infinite) cost to his or her survival. The social cost of political assassination is much smaller as politicians are replaceable. Conversely, the private cost of the security measures is low for politicians, its bulk — including time loss and inconvenience — is imposed on taxpayers and the general public. The extent of overprotection is larger in dictatorial than in democratic countries.
schreibt Bruno Frey. Na gut, die Theorie in dem Papier ist, ähm, nicht besonders elaboriert, aber trotzdem ist das eine interessante Aussage. Die Frage ist nur, ob der volkswirtschaftliche Schaden des übermäßigen Schutzes von Politikern wirklich bemerkenswert groß ist.







Der Autor verkennt, dass der Personenschutz nicht nur das private Überlebensinteresse des Politikers schützt, sondern auch das Interesse der Öffentlichkeit an einer sicheren Arbeit der politischen Organe und damit die Funktion und den Bestand des (hoffentlich demokratischen) Staats und seiner Einrichtungen. Etwas einfacher ausgedrückt: Wie sehen wohl die politischen Eliten aus, wenn diese jederzeit damit rechnen müssen, ihr Leben zu verlieren? Aus dieser Perspektive sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung dann gleich ganz anders aus.
Allgemein würde ich sagen, ist er fast irrelevant. Allerdings könnte ich mir eine Situation vorstellen, die mich schon immer gewurmt hat.
Wenn man sich die Effizienz von FEMA anschaut, dann hab ich sogar noch mehr Grund die Sicherheit von Politikern als letztrangig anzusehen. Dennoch wird, wie in so ziemlich jedem Hollywoodfilm zu sehen, der über Katastrophen geht, als erstes der Präsident und sein Stab in Sicherheit gebracht, als ob ohne ihn plötzlich nichts mehr gehen würde…
Gerade wenn man so Filme, wie Indpendence Day, nimmt, sieht es doch so aus, dass unglaublich aufwendige Rettungsmissionen für ein paar Elitäre unternommen werden, die diese sich nur leisten können, weil “Wir” normalen Menschen mal gearbeitet haben. Und gleichzeitig wird nur sehr wenig unternommen um Otto-Normal-Bürger zu helfen. Im Gegenteil, er ist sogar auf seine beschränkten Mittel alleine angewiesen…
Für mich ein Totschlagargument, warum mir die Sicherheit von ein paar Politikern so ziemlich am A**** vorbei geht =)
HAHA – grossartig! Ich sehe hier schon einen völlig neuen Zweig der Public Choice Schule im Entstehen. “Deathometrics” oder “Assassonomics” oder so…