Europas asymmetrische Moral

16.08.2007 09:50 - Statler & Waldorf by Statler

Einen wütenden und treffenden Kommentar über die gewaltsame Abschottung der EU an ihren südlichen Außengrenzen, und über das Schweigen der angeblich kritischen Öffentlichkeit angesichts der Opfer des Grenzregimes, gibt es hinter diesem Link.

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7 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

T. Albert, 16.08.2007 13:17

nee, ich war als angeblich kritische öffentlichkeit immer gegen diesen zaun. hinter diesem link verbirgt sich aber auch, wenn ich das sagen darf, argumentatives zusammenrühren referierter positionen. wenn ich verständnis für den israelischen zaun habe, heisst das nicht automatisch, dass ich gegen den europäischen zaun zu sein hätte.und umgekehrt. und ich muss den zaun nach mexiko auch nicht toll finden, nebenbei, während ich den israelischen zaun als schlimmer linker richtig finde.

 
Klaus, 16.08.2007 13:46

Besser eine asymmetrische Moral als asymmetrische Kriege. Wobei dies ja einfach zu lösen wäre: die Aufgabe dieser imperialistischen Überbleibsel wie Ceuta, dann braucht man auch keinen Zaun mehr.

Dalayah, 16.08.2007 16:43

Wobei es natürlich viel einfacher wäre, nur den Zaun abzubauen, statt ganz Ceuta :-)

 
 
R.A., 16.08.2007 15:53

Die Kritik an den Heuchlern ist berechtigt, die am Zaun nicht.

Ob es nun Israel ist oder die EU oder die USA oder ich Reihenendhausbesitzer - es ist grundsätzlich legitim, seinen Grund einzuzäunen und vor ungebetenen Besuchern zu schützen.

 
Llarian, 16.08.2007 17:35

Der Zaun ist doch nix weiter als ein blöder Aufhänger, der nirgendwo im Text wirklich Verwendung findet. Worum es geht ist die Diskussion um Armutseinwanderung, nix weiter. Kann man sicher drüber diskutieren, aber der Titel ist eine reine Mogelpackung.
Und auch wenn man Heuchler nicht mag, heucheln kann man schlecht, wenn es um Äpfel und Birnen geht. Dient der israelische Zaun vor allem dem Schutz vor Anschlägen, geht es bei dem europäischen um illegale Einwanderung. Man kann eins ohne Probleme ablehnen und das andere befürworten, ohne auch nur im Mindesten zu heucheln.

 
Daddeldu, 18.08.2007 01:38 Subscribed to comments via email

Jetzt denken wir doch noch mal gemeinsam nach: Was GENAU wird denn am von Israel errichteten Zaun kritisiert? Warum hat der Internationale Gerichtshof diesen Zaun für völkerrechtswidrig erklärt? Na?

Ein Tipp: man kann darauf kommen, wenn man über diese Worte von R. A. nachdenkt: „es ist grundsätzlich legitim, seinen Grund einzuzäunen“. Das dürfte auch der IGH so sehen. Trotzdem wurde Israel verurteilt. Warum?

Na, jetzt müsste aber jemand drauf kommen!

Daddeldu

 
Daddeldu, 20.08.2007 12:33 Subscribed to comments via email

Was denn, keiner weiß, was genau am von Israel errichteten Zaun kritisiert wird? Na, dann will ich es Euch sagen:

Am von Israel gebauten Grenzzaun wird international kritisiert, dass er zu einem großen Anteil nicht auf israelischem Gebiet steht. Teilweise geht er mitten durch besetztes Gebiet.

Deshalb erklärte der Internationale Gerichtshof ihn für völkerrechtswidrig.

Auf dem eigenen Land darf jeder Staat soviel Grenzanlagen errichten wie er mag. „Es ist grundsätzlich legitim, seinen Grund einzuzäunen“ (R. A.). Der spanische Grenzzaun liegt vollständig auf unstrittig spanischem Gebiet. Der israelische nicht. Er dient dazu, weitere Palästinensergebiete unerklärt zu annektieren und die bisherigen Besitzer zu vertreiben.

Der verlinkte Blogbeitrag auf „Die Waisen von Zion“ von motta ist ziemlich manipulativ, wenn er versucht, dies vergessen zu machen, indem er die Grenzanlagen vergleicht und den Europäern Doppelmoral vorwirft.

Daddeldu

 

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