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Klopft den Chinesen auf die Finger

27.08.2007 18:08 - Eidgenössisch Eigensinniges by M.M.

BMW und DaimlerChrysler erwägen, juristisch gegen chinesische Autohersteller vorzugehen. Die Deutschen wollen verhindern, dass auf der Internationalen Automobil-Ausstellung im September asiatische Modelle präsentiert werden, die ihren eigenen Karossen zum Verwechseln ähnlich sehen.

Plagiate sind auch ein gravierendes Problem für die Schweizer Uhrenindustrie. Die weltweite „Fälschungsindustrie“ wird auf fünf bis sieben Prozent des Gesamtumsatzes geschätzt.

An der weltweit grössten Uhren- und Schmuckmesse, der Baselworld, wird seit über zwanzig Jahren rigoros gegen Uhrenfälscher aus Fernost vorgegangen. Mit Erfolg.

Alle 2186 Aussteller der Baselworld müssen sich verpflichten, die Richtlinien des Panel einzuhalten. Wer mit kopierten Produkten in der Vitrine erwischt wird, muss diese sofort entfernen und sich verpflichten, den Vertrieb der Plagiate einzustellen. Schon die öffentliche Blossstellung ist für die meist asiatischen Aussteller ein harter Schlag.

Seit 1985 gab es 617 Beschwerden, davon mussten 527 von der Jury entschieden werden. In 457 Fällen wurde die Verletzung eines Schutzrechtes festgestellt.

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3 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

twex, 27.08.2007 22:30

Ich finde das fehlgeleitet. Es ärgert mich, wenn ich manchmal sehe, wie ganze Berge von brauchbaren Gütern vernichtet werden, nur weil sie angeblich gegen diese erfundenen Rechte verstoßen. Es gibt genug Arme, die sich freuen würden über solche Waren (Kleidungsstücke sind ja auch oft dabei), selbst wenn die Qualität nicht ganz so großartig ist. Stattdessen vernichten die Behörden sie im Namen einer abstrakten Ideologie.

 
David, 28.08.2007 03:14

Patentrechte einführen ist wie sich ins Knie schießen: Einmal machen, für immer damit leben müssen. Glaube ich.

 
David, 28.08.2007 03:16

Wobei natürlich Fälschungen schon noch was anderes sind, das muß man sagen.

 

[...] ein Jahr vor den olympischen Spielen gehen Zensur und Verfolgung von Regimekritikern unvermindert weiter. Mit dem Internetaktivisten Lu Gengsong ist jetzt [...]

 
fpk, 29.08.2007 04:35

Und da ich schon mal dabei bin den Advocatus Diaboli zu spielen.
Man möge sich mal die Schimpftiraden britischer Unternehmer des 19. Jh. über die unverfrorene Kopiererei britischer Produkte im damaligen Deutschland anschauen. “Made in Germany” war zu der Zeit kein Gütesiegel. Ganz im Gegenteil.
Und die USA waren im 19. Jh. für massenhafte Raubkopien europäischer Bücher berühmt berüchtigt. Die wenigsten der dort erschienenen Bücher waren lizensierte Ausgaben.
Diese Geschichte scheint sich im Falle China zu wiederholen.

 

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