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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Weltgrösstes Gefängnis für Journalisten und Cyber-Dissidenten

jo@chim, 28.08.2007

Peking 2008Weil wir schon bei China sind (und Merkel dort weilt): ein Jahr vor den olympischen Spielen gehen Zensur und Verfolgung von Regimekritikern unvermindert weiter. Mit dem Internetaktivisten Lu Gengsong ist jetzt, wie heise.de berichtet, ein weiterer prominenter Dissident wegen “Angriffen auf die Kommunistische Partei” und unter dem Vorwurf der “Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt” festgenommen worden.

Die Reporters sans frontières führen unter dem Motto China – the worlds biggest prison for journalists and cyber dissidents eine Kampagne gegen die andauernde Repression. Hier können Sie eine Petition an Liu Qi, den Präsidenten des Pekinger Organisationskomitees der Spiele (und Sekretär der KP in Peking) mitunterzeichnen, die die Freilassung der politischen Gefangenen und ein Ende der Zensur der Massenmedien und des Internet fordert.

Ich glaube zwar nicht, dass sich die Chinesen tatsächlich auf die Finger klopfen lassen werden – aber mehr öffentliche Aufmerksamkeit dürfte gerade im Vorfeld der Spiele eine nicht unerhebliche Unterstützung für die Repressionsopfer bedeuten.



6 Kommentare zu “Weltgrösstes Gefängnis für Journalisten und Cyber-Dissidenten”

  1. Alrik

    ich mag die Kommentare im Heiseforum.
    Die bringen meinen Kreislauf besser in Schwung als ein doppelter Espresso.

    Wer keinen Aufregung verträgt, sollte dort nicht in die Kommentarsektion schauen, denn dort ist klar:

    “Ohne die Ausbeutung Chinas durch die westlichen Industrienationen würde es dort auch Repression geben…”

    Deswegen glaube ich auch nicht, das ein Artikel im Heiseforum viel dazu beitragen wird das die Öffentlichkeit den Chinesen auf die Finger klopft.

  2. jo@chim

    Heise.de berichtet im redaktionellen Teil idR durchaus kompetent, IMHO. Das zugehörige Forum ist wirklich unter aller Kanone, so eine Art Bahnhofsklo des Internets. Du gehst da wirklich hin? Mit Espresso assoziiere ich anderes. Tsts.

  3. Max

    Aufmerkamkeit erregen ist wohl das Beste, was man machen kann. Nicht das man damit die chinesische Regierung zu etwas zwingt, aber man weckt auch Aufmerksamkeit bei den nicht-staatlichen Eliten in China und wenn man eins aus der Mut- und MOtivationslosigkeit (und vor allem der schlechten Ausreden das man doch nichts wusste) im 3. Reich erkennen kann, dann das eben Aufmerksamkeit schüren etwas ist was man braucht.

    Es ist in einem totalitären Staat nur allzu leicht seine Augen zu verschließen, dass war in der DDR so und es ist auch jetzt auf dem Weg den die BRD eingeschlagen hat so.
    Es ist so einfach Problemstellungen, die nur eine Minderheit betreffen, einfach auszublenden und zu überspielen, da sie ja nur ein kleines Problem sind das einen nicht betrifft.

    Von daher hoff ich, dass diese Kampagne zumindest teilweise wahrgenommen wird und wenn schon nicht sie, dann doch wenigstens Merkel’s Worte…

  4. medicus

    ein boykott der olympischen spiele von peking wäre das richtige signal gegen die chinesische tyrannei!!

  5. fpk

    Bei aller berechtigten Kritik an der chinesischen Führung, ein Boykott wäre dumm und kontraproduktiv. Die Öffnung des Landes, der Kontakt zur Aussenwelt hat den Menschen hier den Grad an Freiheit gebracht, den sie heute genießen.

  6. Protest gegen Peking

    [...] wird dieser Tage wieder vermehrt auf chinesische Missstände hingewiesen. In einem Blog zum Beispiel darauf, dass „mit dem Internetaktivisten Lu Gengsong jetzt, wie heise.de berichtet, [...]

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