Hintergründe

09.09.2007 13:13 - Statler & Waldorf by Statler - 9 Kommentare

Mit den ausländerfeindlichen oder auch antisemitischen Motiven von Gewalttaten, die in Deutschland verübt werden, ist es glaube ich so: Einen ausländerfeindlichen oder antisemitischen Hintergrund muß der Täter fristgemäß vor Verübung der Gewalttat notariell beurkundet lassen. Tut er das nicht, dann gilt stets: Für einen antisemitischen (oder ausländerfeindlichen) Hintergrund liegen keine Hinweise vor.

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9 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Marco, 09.09.2007 13:44

Statler begreift einfach nichts. Das darf gar kein Antisemitismus sein, weil ja scheinbar der/die Täter nicht Deutsche waren. Sonst wäre doch jetzt schon der Staatsnotstand ausgerufen worden. Es geht hier im Kern also um Rassismus gegen Deutsche, der Motivation für die Art und Weise des Umgangs mit Straftaten und deren Berichterstattung ist. Statler tut so, als würden hingegen deutsche Rassisten und Antisemiten geschützt. Das ist ja wohl Käse.

P.S. Auch hier gilt, zumindest bis zum Abschluss des pol. Ermittlungsverfahrens, das Vorveruteilungen fehl am Platz sind.

 
dagny, 09.09.2007 13:59

Gibt es zwischen Mord aus ‘ausländerfeindlichen’ Motiven und ‘Mord ohne ausländerfeindliches Motiv’ einen Unterschied?

(Und persönlich finde ich es ein wenig schade, dass das A-Team mit Stattler und Waldorf fusioniert hat – sind die liberalen Blogs so unter Druck der Globalisierung, dass aus Angst vor chinesischen Billigbloggern aus 2 Blogs unbedingt eines gemacht werden muss?)

 
Marco, 09.09.2007 15:08

Und persönlich finde ich es ein wenig schade, dass das A-Team mit Stattler und Waldorf fusioniert hat

Ich auch. Keine Ahnung, warum die unbedingt fusionieren mussten, aber seit dem jedenfalls nimmt die Qualität des A*teams ab. Bei S&W darf man den Libertarismus mit der Lupe suchen.

 
Gast, 10.09.2007 16:32

Ja, ich kann mir auch keinen vernuenftigen Grund zur Fusion vorstellen. S&W war sicherlich nicht so Maintenance aufwendig (WordPress…) und wenn man etwas weniger Zeit hat, dann postet man halt ewas weniger…

Das A Team is ein netter Blog, aber nichts was ich regelmaessig lesen will oder moechte da hier nichts gesagt wird welches meiner Meinung nach irgendeine Relevanz hat. Das ist/war bei S&W oft anders… Schade…

 
Franklin D. Rosenfeld, 10.09.2007 20:24

@ All

Wenn Marco sagt, das sei kein Antisemitismus, dann wird er das wissen. Vor kurzem hat er die schoene Gleichung “Auserwaehltes Volk = Herrenrasse” aufgestellt. Gegen den ist boche der reinste Humanist…

Statler, 10.09.2007 20:28

“…ist boche der reinste Humanist”

Daran hätte ich ohnehin nie gezweifelt, aber schön, daß Du es langsam auch einsiehst.

 
Libero, 10.09.2007 20:37

@Franklin
Was Marco meint, ist etwas anderes. Wäre der Täter ein Deutscher gewesen, wäre es Antisemitismus gewesen.

Das darf gar kein Antisemitismus sein, weil ja scheinbar der/die Täter nicht Deutsche waren

so aber eben nicht.

 
 
Libero, 10.09.2007 20:42

Bevor der blitzgescheite Franklin nun meint, ich bin ein Antisemit. Dieses Verbrechen war natürlich antisemitisch motiviert, auch wenn der Täter kein Deutscher ist.

 
Libero, 11.09.2007 06:29

Man sollte vielleicht mal über den deutschen Zaun sehen. Gerade ein liberal und offen denkender Mensch sollte einen offenen Blick haben und sich ansehen, ob Vorgänge in Deutschland auch in Ländern zu beobachten sind, wo man sie am wenigsten erwartet.

Has immigrant absorption failed? – Haaretz – Israel News
http://www.haaretz.com/hasen/spages/902489.html

VIDEO: NEONAZI ATTACK IN ISRAEL
http://pogrom.org.il/eng_articles.php?art_id=29

Nettes Video, weil es bestätigt, das immer der gleich Mechanismus und die gleichen Reaktionen zu beobachten sind. Ob in USA, Deutschland, Frankreich oder Israel.

Anti-Semitism in Israel
http://pogrom.org.il/eng_articles.php?cat_id=1

Der Betreiber der website hat natürlich ein Interesse, die Einwanderung aus Russland nach Israel zu beeinflußen. Im Augenblick reicht aus, wenn ein Vorfahr zwischen 1941 und 1945 nach den Nürnberger Rassegesetzen als Jude angesehen wurde.

Das Muster ist immer vergleichbar. Menschen immigrieren und schaffen es nicht, sich zu integrieren. Sie fühlen sich zurückgesetzt und reagieren darauf mit Selbstabschottung und Aggressivität gegen die Integrierten. Alles was sie ausmacht, sehen sie mit Hochachtung, alles was die Integrierten ausmacht, verachten sie.

Sie identifizieren sich mit dem Denken, das in der Gesellschaft der Integrierten am meisten verachtet wird, dem Rassismus oder dem Antisemitismus. Sie identifizieren sich mit der Muttersprache und der Religion, die man aus dem Heimatland mitgenommen hat.

Diese Abschottungen findet man nicht nur in der deutschen Gegenwart, sondern auch in der deutschen Vergangenheit. Im 19. Jahrhundert immigrierten polnische Arbeitsimmigranten in den Bergbau des Ruhrgebietes. Ihr seht uns als Polen und nicht als Mitbürger an, also sind wir zu 200 % Polen, beharren auf unseren polnischen Katholizismus und unsere polnische Sprache.

Eine andere Gruppe verhält sich ähnlich. Ihr seht uns als Sinti und Roma, also verhalten wir uns so, wie ihr es von Sinti und Roma erwartet, ja wir übertreiben dieses Verhalten auch noch.

 

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