Achim Hecht von INSM-Watchblog als Neoliberaler geoutet!!!

28.09.2007 16:20 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 39 Kommentare

Nein, der Beitrag Wenn Neoliberale lügen oder: Achim Hecht von Antibürokratieteam.net auf dem “INSM-Watchblog” war natürlich kein “Outing” – in Gegensatz zu dem anonymen INSM-Watchblog-Hetzer schreiben wir hier, wie gesetzlich vorgeschrieben, mit gültigem Impressum – sondern der platte Versuch, mich zu beleidigen und Kritiker der selbst ernannten Anti-INSM Lobby-Kontrolleure einzuschüchtern. Der Name Achim Hecht soll in den Schmutz gezogen und die Beschimpfungen nach bester SEO-Manier “hochge-google-t” werden.

Sei’s drum, nachdem mein Adrenalin-Pegel wieder gesunken ist, will ich mich abregen und die trockene Bemerkung eines Schweizer Freundes zu der Angelegenheit beherzigen: Viel Feind, viel Ehr’ :-) Ich habe mir ja in den letzten zweieinhalb Jahren in dieser Hinsicht – bis hin zum ebenfalls suchmaschinenoptimierten Vorwurf, ich sei als FDP-Mitglied ein “Rechtsradikaler” – schon einiges bieten lassen müssen.

Nur soviel zur Schmähkritik, ich sei ein “Lügner”: ich hatte mich in meinem Beitrag Anti-INSM-Hassblogger gesperrt in der Tat getäuscht. Wordpress.com hat das Blog insm.wordpress.com nicht wegen der Hasspropaganda der “INSM-Watchblogger” gesperrt, sondern weil es sich um einen – strafbaren – Versuch handelte, sich eine Subdomain mit fremden Namensbestandteilen zu sichern (dies noch dazu nicht einmal “auf eigene Rechnung”, sondern auf Kosten einer Open-Source-Initiative wie Wordpress.com!). Ich hatte meinen Irrtum schnell erkannt und weiter unten in einem Kommentar zum Beitrag klargestellt.

Die Anti-INSM-Hassblogger bezeichnen andere als “Spamschweine und Linkhuren”… und benehmen sich selbst umso mehr als virtuelle Dreckschleudern und Manipulatoren. Das Selbstverständnis, aus dem heraus das geschieht, hat einer unserer Kommentatoren auf meine Feststellung, dass die INSM-Watchblogger “gröhlen, hetzen, beleidigen und verdrehen” würden, mit entwaffnender Offenherzigkeit dargelegt:

Was bei der INSM oder anderen Wirtschaftsvertretern wie der FDP auch völlig okay und von Nöten ist.

Na dann. Willkommen im Wahrheitsministerium.

Der plumpe Agitprop der “INSM-Watchblogger” fügt einer (notwendigen!) kritischen Öffentlichkeit zu Lobby-Organisationen grossen Schaden zu, IMHO. Sie ziehen die eigentlich gute Idee des Watchblogs, wie es die Macher von bildblog.de vorexerzieren, mit ihren hässlichen Tiraden in den Schmutz: Hetzt Stefan Niggemeier über die Bildzeitung? Nein, er informiert! Den Unterschied begreifen die schlichten INSM-Watchblog Gemüter, die einem Troll-Thread im Heise-Forum entsprungen sein könnten, offensichtlich nicht. Oder wollen ihn nicht begreifen: es geht den Machern wohl eher darum, linksextreme anti-marktwirtschaftliche Sülze in angeblicher Kritik am INSM verpackt loszuwerden.

Ich denke, wir werden uns hier zukünftig öfter mit den Lügen und Beleidigungen dieses “INSM-Watchblogs” auseinandersetzen.

P.S.: ich würde weiterhin gerne unter meinem Netnick jo@chim bloggen. Wer aber meinen Realnamen Achim Hecht verwenden möchte, soll dies meinetwegen tun, sofern er selbst keinen Wert auf anonymes Bloggen legt. Mit der Verwendung meines RN in fremden Blogs gehe ich davon aus, dass der Autor mir ausdrücklich gestattet, seinen RN adäquat zu verwenden.

Danke für die Aufmerksamkeit, stay tuned,
Achim jo@chim Hecht

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39 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

David, 28.09.2007 16:31

“Ich denke, wir werden uns hier zukünftig öfter mit den Lügen und Beleidigungen dieses “INSM-Watchblogs” auseinandersetzen.”

Wieso?

jo@chim, 28.09.2007 16:54

Weil Typen, die Realnamen anderer Blogger suchmaschinenoptimiert in URL’s und Header setzen eine Schande für die Blogosphäre sind, David…

David, 28.09.2007 17:08

Ja, aber wird man die denn los, wenn man sich ständig mit ihnen beschäftigt?
Allerdings: Daß Du auf deren Quark eingehst, ist wahrscheinlich eine der wenigen Freuden, die sie im Leben haben. Ich werte das dann einfach als menschliche Geste ;-)

 
 
 
Rayson, 28.09.2007 16:34

Lieber Achim,

dich mit dieser Randerscheinung zu beschäftigen, halte ich für verlorene Zeit. Schade übrigens, dass du die Kommentarfunktion zu deinem vorigen Beitrag deaktiviert hast – da wetteiferten Jubelperser doch geradezu darum, deine Einschätzung noch als vornehmes Understatement aussehen zu lassen.

Und was den Klarnamen der Person angeht, die den Beitrag geschrieben hat, auf den du dich beziehst – nun, der ist, wenn man einige Querverbindungen herstellt, so schwer auch nicht rauszukriegen.

jo@chim, 28.09.2007 16:51

Kommentarfunktion zu deinem vorigen Beitrag

Dafür ist ja hier noch offen :-)

 
 
MegaVolt, 28.09.2007 17:24

Meiner Meinung nach sind solche blog-Kriege sehr kleinkariert. Der tolle “watchblog” selbst ist schon lächerlich genug, ihm auch noch Aufmerksamkeit zu schenken …

 
Gernot Kieseritzky, 28.09.2007 18:11

, ich musst auf dem INSM-Watchblog lesen, dass Du in Wahrheit ein Neoliberaler bist. Stimmt das? Und wenn ja, wie konntest Du uns nur solange täuschen??!?? OMG! ;-) Hoffen wir nur, dass aus dem INSM-Watchblog nicht jetzt auch noch ein Ateam-Watchblog wird. Und falls, könnte man ja als Antwort eine INSM-Watchblog-Watchblog-Kategorie einführen.

 
DDH, 28.09.2007 18:24

Ein sarkastisch begabter Zeitgenosse sagte einmal, Weblogs seien im Grunde genommen die Klowände des Internet. Das kann man nun vom INSM-Watchblog nicht sagen, der ist das Urinal der Bloggosphäre!

 
Udo Ehrich, 28.09.2007 18:24

Lustig: Auf meinen doch sachlichen Beitrag im ersten Beitrag dieses Blogs zum INSM-Watchblog wird nur mit pöbelei geantwortet insbesondere von jenen, die Linken Unsachlichkeit vorwerfen. Besser kann man sich nicht enttarnen, und das wird mir auch einen Beitrag auf meiner Homepage wert sein.

jo@chim, 28.09.2007 18:50

Könnte nicht erkennen, wo jemand Sie angepöbelt hätte, mein lieber Udo. Und nicht einmal mit gültigem Impressum arbeiten Sie – wo doch jeder weiss, dass es Bielefeld nicht gibt! Das heisst, ich hätte ja nicht einmal die Chance, etwas zu unternehmen, wenn Sie Unwahrheiten verbreiten würden… :-(

Udo Ehrich, 28.09.2007 18:57

Tatsächlich? Und für was halten Sie das hier:

»micha42, 28.09.2007 12:42

> “Also das finde ich wirklich lustig, wie hier … die Verschwörungstheorien befördert werden bis hin zu der … dümmlichen Bielefeld-Verschwörung.”

Bitte justieren Sie so bald wie möglich Ihren Ironiedetektor. Danke.
Kommentar beantworten

Marco, 28.09.2007 12:50 Subscribed to comments via email

> Bitte justieren Sie so bald wie möglich Ihren Ironiedetektor. Danke.

Marxisten verstehen keinen Spaß. Das ist so lange nicht weiter tragisch, wie sich nicht “an der Macht” sind. Sonst säßen wir jetzt nämlich im Gefängnis, stünden aber zumindest unter Beobachutng.«

Sachlich sieht anders aus. Aber ich habe auch gerade im INSM-Watchblog geschrieben, daß Leute wie Sie an einer echten Diskussion in der Regel nicht interessiert sind. Sie bestätigen das hier noch mal. Nachdem ich mit meinem Klarnamen schreibe und auch ein vollständiges Impressum auf meiner Seite habe kommen Sie mit solchen Kalamitäten. Wer soll Sie eigentlich noch ernst nehmen?

micha42, 28.09.2007 19:29

Den Hinweis auf Ironie hältst du bereits für Pöbelei? Im Ernst? Dann ist es also gar nicht so, dass du die diversen Kommentare über Verschwörungstheorien drüben für bare Münze gehalten hast? Dann muss ich dich wohl falsch verstanden haben. Muss also ich vielmehr meinen Ironiedetektor justieren. Ich bitte vielmals um Entschuldigung.

Ernsthaft: dein Kommentar dort war schlicht ein Fall von “Thema verfehlt, setzen, 6″. Denn wie bereits dem Beitrag zu entnehmen war, richtete sich die Kritik überhaupt nicht per sé gegen Kritik an der INSM – deshalb u.a. auch der Hinweis auf die ZEIT. Sondern gegen den beim Watchblog üblichen Stil. Worauf dich übrigens auch zwei Kommentatoren aufmerksam machten (und zwar durchaus sachlich), was du aber, jedenfalls dem Anschein nach, aus unbekanntem Grund nicht wahrhaben willst.
.

 
David, 28.09.2007 19:31

Marco hat die Angewohnheit, gegen alles zu motzen, das nicht Marco ist oder wenigstens seinen straffen konservativ-libertären Ansprüchen genügt. Sie sind bei Weitem nicht der einzige in dieser Kategorie. Daß sie aber Micha42s Kommentar, die einzig angemessene Antwort auf den zitierten ihrigen, für unsachliche Pöbelei halten, gibt amüsanterweise wiederum Marco wenigstens zum Teil Recht.

Sachlich genug?

 
 
 
 
Udo Ehrich, 28.09.2007 18:30

Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Impressum übrigens nur bei gewerblichen Seiten. Dazu zählt das INSM-Watchblog jedoch nicht. Ein Blick ins Gesetz hilft!

 
Rayson, 28.09.2007 18:38

Ein Blick ins Gesetz hilft!

Und warum guckst du dann nicht rein?

 
Udo Ehrich, 28.09.2007 18:48

Habe ich doch. In § 6 TDG heißt es:

»Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige Teledienste mindestens folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten:«

Geschäftsmäßige, also nicht private. Und das INSM-Watchblog ist ganz sicher kein geschäftsmäßiger Teledienst.

David, 28.09.2007 18:54

Geschäftsmäßige, also nicht gewerbliche.

 
 
Rayson, 28.09.2007 18:53

Ich glaube, du unterliegst einem kleinen Irrtum, was das Wort “geschäftsmäßig” betrifft.

Nach der überwiegenden Ansicht ist der Begriff der Geschäftsmäßigkeit allerdings sehr großzügig auszulegen und erfasst alle Angebote, die mit einer gewissen Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit betrieben werden, ohne dass es etwa auf gewerbliches Handeln oder Handeln zum Zwecke der Einnahmenerzielung ankäme. Wird demnach ein privates Weblog über Wochen und Monate hinweg betrieben, ist hiernach ein nachhaltiges und dauerhaftes Handeln gegeben, sodass die weitaus meisten privaten Weblogs geschäftsmäßig betrieben werden und damit – ungeachtet der Einordnung als Tele- oder Mediendienst – in jedem Fall unter die Impressumspflicht fallen, die gemäß § 10 Abs. 2 MdStV bzw. § 6 TDG für alle geschäftsmäßigen Dienste gilt.

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2005/09/30/private-blogs-impressumspflicht/

 
Udo Ehrich, 28.09.2007 19:05

Naja, das ist in der Tat recht weit ausgelegt, betrifft mich aber nicht wirklich. Auch wenn ich es bei privaten Seiten für überflüssig halte habe ich ein Impressum. Die Anmerkung von Achim Hecht zu meinem Impressum weiter oben bestärkt mich aber in der Auffassung, daß hier man nicht an sachlichen Diskussionen interessiert ist. Vermutlich will man sich hier nur unter gleichgesinnten beweihräuchern, und dafür ist mir ehrlich gesagt meine Zeit zu schade.

Ansonsten Danke, Achim Hecht, für diese grandiose Selbstenttarnung. Von anderen Sachlichkeit fordern und selbst nur Kalauern ist eine echte Heldentat!

jo@chim, 28.09.2007 19:18

Udo Ehrich, nehmen Sie sich nicht so wichtig. Die Diskussion (weder um die Impressumspflicht, noch um das was sachlich ist oder nicht) geht überhaupt nicht um Sie. btw: wie lebt es sich eigentlich so völlig ohne Ironiefähigkeit? Schmerzt das, Udo?
Besorgt! Ihr Achim Hecht :-)

P.S.: Aber dass Sie den “Europäischen Computerführerschein” geschafft haben, finde ich toll. Weiter so!

Udo Ehrich, 28.09.2007 19:26

Herr Hecht,

ich nehme mich ganz gewiß nicht so wichtig wie Sie sich. Nur im Gegensatz zu Ihnen bin ich gewohnt, in den Foren, die ich betreue, auch Andersdenkenden mit Höflichkeit zu begegnen. Daß Sie dazu nicht in der Lage zu sein scheinen, ist mir nun inzwischen aber doch aufgefallen. Insofern ist dies kein Forum für mich. Insofern brauchen Sie nicht zu fürchten, das, was Sie für Ironiefähigkeit halten, weiter unter Beweis zu stellen.

Nachdem Sie mir nicht vorwerfen können, kein Impressum zu haben, kommt diese Dümmlichkeit mit Bielefeld. Sie können sich vielleicht vorstellen, daß man als Bielefelder von diesem Mist auch nach einigen Jahren mal die Nase voll hat. Nein? Ihr Pech.

Mit freundlichen Grüßen,

Udo Ehrich

David, 28.09.2007 20:24

Haben Sie etwa auch dieses unheimliche Funkeln in den Augen?

 
 
 
 
Rayson, 28.09.2007 19:20

Vermutlich will man sich hier nur unter gleichgesinnten beweihräuchern

Was den Typen im fraglichen Blog natürlich völlig abgeht, schon klar. Die “formulieren nur scharf”. Kommt immer wieder gut, wenn Vernagelte anderen vorwerfen, sie seien vernagelt.

 
Markus Oliver, 28.09.2007 20:15

Ach Joachim, diese Typen sind doch die Luft nicht wert, die Du während des Schreibens zum Atmen brauchst.

Wer nichts kann – dafür aber jede Menge Wut als Verlierer in einer aus in immer höherem Maße selbstverantwortlichen Individuen bestehenden Gesellschaft verspürt – braucht eben ein Ventil zum Ablassen seines Frustes. Früher konnten solche Leute davon leben anderen zu diktieren was für Bedürfnisse sie zu haben haben;
heute müssen sie arbeiten gehen. Das ist bei 7,5 Euro brutto in der Stunde in einem Unternehmen für Zeitarbeit natürlich nicht besonders lustig. Und wenn es noch nicht soweit ist, droht dieses Schicksal angesichts der offen gezeigten Inkompetenz. Dieses Klientel versucht natürlich noch einen der begehrten, sicheren und sinnlosen geisteswissenschaftlichen Posten im öffentlichen Dienst zu ergattern, was nur leider – dank Einsparungen – immer schwerer wird.

Da kommt dann natürlich schon eine Menge Frustration auf.

Nur noch eine kleine Anmerkung zum Medienrecht (so ein ganz klein wenig verstehe ich nämlich davon ;-) ):

Das unberechtigte (nicht unbedingt nur geschäftsmäßige) Verwenden Deines Namens kann übrigens teuer werden. Nur mal so ein kleiner Hinweis am Rande… ;-)

 
Christian Hoffmann, 29.09.2007 01:17

Na der Vorwurf der Neoliberalität ist ja das eine… aber “Schmuddelblog”?? Darunter hätte ich mir jetzt etwas anderes vorgestellt ;-)

jo@chim, 29.09.2007 01:37

Also sag bloss Neoliberalismus ist für Dich kein Vorwurf Christian? :P “Schmuddelblog”… nun ja, da hätte ich ebenfalls eher auf dr.dr.chaos getippt… obwohl, dem seine MädelZ sind ja gar nicht schmuddelig *fg* Apropos: wo sind die MädelZ überhaupt?

Christian Hoffmann, 29.09.2007 15:35

Es gibt schlimmere Beleidigungen ;-)
Ausserdem habe ich das ja dem A-Team auch schonmal pauschal unterstellt – also kann ich an der Stelle wohl kaum wiedersprechen :-D

jo@chim, 29.09.2007 15:57

Christian, ich weiss nicht, ob sich Bodo damit anfreunden kann ;-) Pauschalisieren würde ich das deshalb nicht. Für mich selbst tu ich mich in der Tat nicht schwer damit, die Kategorie anzunehmen (und darüber hinaus zu versuchen, diesen Begriff von den Linksextremisten “wiederzuerobern”). Die “Neoliberalen” Hayek und Friedman (weniger Röpke oder Rüstow) beschreiben ziemlich genau mein politisches Koordinatenfeld. Wobei ich Neoliberalismus auch als modernen radikalen Liberalismus verstehen würde, der aus dem klassischen L. des 19.Jahrhunderts und den libertären und antiautoritären Bewegungen des 20. neue Impulse für das 21.Jahrhundert zieht…

Dietmar-Dominik Hennig, 29.09.2007 17:33

Ich halt’s mit den alten Meistern – ohne Präfix “neo”! :-)

 
Christian Hoffmann, 30.09.2007 01:25

Nach meinem Verständnis steht Neo-Liberalismus für einen halbherzigen, kompromisslerischen, “vorsichtigen”, teil-etatistischen Liberalismus. Das ist für mich kein Erfolgsrezept.
Ich habe gestern in Vaduz einen interessanten Vortrag über die Wirtschaftsentwicklung Chiles gehört. Der Redner stellte darin dar, wie Chile mehr oder minder schnell in den Sozialismus abrutschte – bis das Militär eingriff. Die darauf erfolgenden Reformen der Chicago Boys (ganz nach Friedman) wurden durch den Referenten lobend hervorgehoben. Und tatsächlich hat das stellenweise Zurückdrängen des Staates das Land deutlich wohlhabender gemacht (von einigen “institutionellen Fehlern” der Reformen abgesehen).
Nur hat sich seitdem das Rad wieder ein ganzes Stück zurückgedreht – Chile marschiert jetzt wieder fröhlich in Richtung Wohlfahrtsstaat. Der Neo-Liberalismus hat also nur eine “Verschnaufpause” verschafft.
Auch die Reförmchen der “neo-liberal” inspirierten Thatcher und Reagan waren von nur kürzester Dauer.
Meine Schlussfolgerungen daraus: Hayek und Friedman bieten gute Ansätze, zum Teil sehr intelligente Ideen. Aber mit dem Staat kann es einfach keine Kompromisse geben. Ein halbherziger Liberalismus ist dazu verdammt, eher früher als später von seinem staatlichen siamesischen Zwilling absorbiert zu werden.
Hinzu kommt: Der semi-staatliche Liberalismus führt tatsächlich ständig zu Ungerechtigkeiten. Da haben die Gegner des Neo-Liberalismus sogar Recht. Nur ist es halt der im Neo-Liberalismus unweigerlich enthaltene Zwang, der zu diesen Schieflagen führt. Daher liegt es mir fern, den Neo-Liberalismus gegen seine Gegner zu verteidigen. Ich will ihn ja auch nicht. Ich will echte Freiheit.

jo@chim, 30.09.2007 01:39

“Das stellenweise Zurückdrängen des Staates” … in die Fussballstadien? Is mir schlecht: Ni Allende, ni Pinochet!

Christian Hoffmann, 30.09.2007 02:58

Der Referent, Manfred Bräuchle, bezog sich nur auf die Staatsquote – und auch auf die Zeit nach dem Rücktritt der Junta. Die Tatsache, dass die radikalen Wirtschaftsreformen so aber wohl nur unter dem Druck der Militärjunta durchgeführt werden konnten, wurde durchaus auch problematisiert.

Aber genau genommen ist die unrühmliche Zusammenarbeit Friedmans & Co. mit Pinochet ja nur ein weiteres Argument gegen den Neo-Liberalismus…

 
 
 
 
 
drchaos, 01.10.2007 22:11 Subscribed to comments via email

“Schmuddelblog”… da hätte ich ebenfalls eher auf dr.dr.chaos getippt…

Moooment. Ich betreibe ein sauberes Schmuddelblog mit nackten Mädels und so Zeugs. Mit Hassblogs hab ich nix am Hut. Mit der INSM übrigens auch nicht, aber das ist ein ganz anderes Thema.

Im Übrigen gebe ich mich nicht mit Leuten ab, die eine Initiative nur deswegen bekämpfen, weil sie vorgibt, das zu bekämpfen, was sie in Wirklichkeit fördert und am Leben erhält, und somit das bekämpft, wofür die Erstgenannten kämpfen würden, wenn sie denn begriffen hätten, wie die Frontlinie wirklich läuft, denn das lohnt sich einfach nicht, die steigen schon beim Parsen dieses Satzes aus, obwohl der gerade mal sechs Zeilen hat. Da gibt es wahrlich lohnenswertere Ziele, als denen Aufmerksamkeit für ihr trotz Trafficinjektionen via Blogbar zu Recht völlig unwahrgenommenes Verliererprojekt zu verschaffen.

Rayson, 01.10.2007 22:40
 
 
 
 
Alrik, 29.09.2007 19:16

Ja Ja, die bösen Neoliberalen.
Neoliberal scheint ja ein neues, beliebtes Schimpfwort gewesen zu sein.

Ich persönlich verwende es auch gerne.
Da sind z.B. die neoliberalen Studenten welche die Kosten ihres Studiums sozialisieren und die Gewinne daraus privatisieren.

Oder die neoliberalen Ärzte und Apotheker, die in typischer neoliberaler Manier, unter dem Vorwand des freien Unternehmertums Monopole schaffen und Konkurenten von diesen Märkten fern halten.

Nun mag es ja sein das hinter der INSM die Arbeitgeber stecken, was nur von Eingeweihten (oder Zeitungslesern) erkannt werden kann.

Aber was ist mit den Neosozialisten ?

Diese Leute erkennt man daran, daß sie die bösen Neoliberalen verteufeln und noch immer das Märchen von den Arbeitgeberanteilen erzählen.

Nun könnte man ja milde sein und einfach annehmen, daß diese Leute nicht rechnen können oder tatsächlich der Vorstellung anhängen, daß der Arbeitgeber am Samstag Zeitung austrägt, um mit dem Erlös daraus die Arbeitgeberanteile an der Sozialversicherung seiner Arbeitnehmer zu bezahlen.

Aber schauen wir uns doch mal diese Neosozialisten an. Sie hetzen gegen Fremdarbeiter, verdammen den Individualismus, freunden sich mit Diktatoren wie Chavez oder dem Irren aus Teheran an. Hakennasige Blutsauger mit Stars & Stripes saugen auf den Titelbildern ihrer Veröffentlichungen der Deutschen Wirtschaft das Geld aus.
Sie sitzen in den Aufsichtsräten der großen deutschen Konzerne und lassen es mit den Nutten auch mal richtig krachen oder leisten sich das eine oder andere Insidergeschäft.
Sie haben sogar eine Partei gegründet, die vor allem mit ihren Funktionären besetzt ist.

Nein, die Leute sind nicht so dumm, daß sie nicht erkennen, daß der Arbeitgeberanteil in Wahrheit geraubter Lohn ist, der dem Arbeitnehmer vorenthalten wird.
Ihre Ziele sind weiterhin, einen Großteil des Lohnes unter staatliche Kontrolle zu bringen um sich Pfründe und Einkommen zu sichern.

Alrik, der bewundert wie das INSM Watchblog es schaftt aus dem wirren Posting eines Forums den Beweis zu machen, daß alle Neoliberalen Faschisten sind.
Das ist eine Spitzenleistung des Handwerks und hätte den fetten Ami in Gold verdient ;-)

 

[...] A-Team-Leser Alrik hat das INSM-Watchblog für den fetten Ami in Gold (links) nominiert. Glückwunsch nach Köln! [...]

 
R.A., 01.10.2007 11:00

Und passend zu dieser Diskussion: spiegel.de/wissenschaft/mensch/…
Linke sind einfach unglückliche Typen, die ihren Frust dann in INSM-Watchblog-ähnlichen Elaboraten in die Welt setzen müssen. Arme kleine Meerschweinchen – nicht ernst nehmen.

 
Sven, 02.10.2007 08:33

1. diese neue Kommentaransicht ist scheisse. wenn Ihr nicht in der Lage seid, wie z.B. imdb.com, verschiedene Ansichten zu ermoeglichen, dann belasst es bitte bei der traditionellen “flat” oder hierarchischen Ansicht.

2. wen interessiert es hier eigentlich, was diese beschissenen deutschen Gesetze bezueglich “Impressum-Pflicht” vorschreiben. hat ja wohl bei Statler und Waldorf auch keinen gestoert, warum auch? sollte ja wohl jeder das Recht haben, im Internet anonym zu posten. Sich darueber aufzuregen und gleichzeitig oben rechts in der Ecke so ein nerviges Anti-Schaeuble Flash (oder was auch immer) Ding einzubauen ist ja wohl laecherlich.

 
jo@chim, 02.10.2007 09:20

Mich als Webmaster interessiert das, mein lieber Sven, da ich für das Angebot hier haftbar bin. Und zum Thema “anonymes Posten” (oder anonymes Pöbeln?): warum nicht konsequent sein und gleich fordern, anonyme Leserbriefe an Zeitschriften – die dann selbstverständlich ohne Angabe des Verantwortlichen erscheinen – zuzulassen…

 

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