Tiere, die ich bisher noch nicht gegessen hatte
Statler, 30.09.2007
antibuerokratieteam.netSektion der neoliberalen Weltverschwörung
Statler, 30.09.2007
Bei Ted’s Montana Grill gibt es Bison-Steaks und Bison-Burger. Zum Niederknien gut.
Team Blog Kategorie: Statler & Waldorf - Tags: Reisen
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Ich wohne in Frankfurt und plane nicht zwingend eine USA-Reise. Daher meine Frage: Lohnt sich der Weg um des Fleisches Willen … (oder willen)?
Eine USA-Reise lohnt sich immer, und für das Fleisch erst recht.
Übrigens: Keine Angst. Ich hatte heute schon wieder keinerlei Schwierigkeiten mit dem Immigration-Officer, der jedenfalls freundlicher war, als der Lufthansa-Mensch beim check-in. Ich frage mich so langsam wirklich, wo dieser urbane Mythos von den angeblich unwürdigen Verhältnissen bei der USA-Einreise herkommt.
Immigration-officer? Nennt der sich wirklich so? JETZT übertreiben es die Amis aber mit ihrem “alle-wollen-sein-wie-wir”! Dabei wollt ich doch nur kurz reinschneien und was essen und nicht gleich einwandern… ;-)
Und auf Ihrer Stirn steht wahrscheinlich “neoliberal” und nicht “USA-kritisch”… (hier ein ganz Dickes “das-ist-ironisch-gemeint-Grinsegesicht!”) Aber danke für den Tipp.
Naja, Statler, vielleicht gehörst du eben vom Aussehen her nicht zu den Personen, die man kritisch beäugt, aber versuch es mal als ein Mensch der nicht so in das gute Einheitsbild passt. Mein Onkel hatte da schon ganz andere Probleme, da er mit Bart aussieht wie gewisse Middle East Terrorgruppenmitglieder und das bedeutet jedesmal eine wirklich eingehende Untersuchung.
Meiner Meinung nach ist das ein ähnliches Problem, wie zum Beispiel die Verfolgung von Haschisch-Rauchern, nur weil man selbst nicht zu der verfolgten Minderheit gehört, hält man es für übertrieben und nicht so schlimm. Leider sind solche vergolten Minderheiten erst der anfang und irgendwann gibt es auch eine Minderheitengruppe, iin der man selbst steckt… Spätestens dann sieht man es anders…
Gerade hat sich bei der anstehenden Entscheidung für meinen nächsten Frühjahrsurlaubsort die Waagschale “Arizona” vs. “Florida” ein weiteres gutes Stück Richtung Florida gesenkt!
Schwachsinn. Ich fliege sehr oft beruflich in die USA, sehr oft mit Kollegen aus Indien und Pakistan. Meistens fliegt man auch nicht im Anzug. Probleme mit Immigration hatte ich noch nie. Und ja, das heisst Immigration Officer aber einfach deshalb weil die Bedeutung des Wortes etwas anderes gefasst ist als die des deutschen Pendants. Das ist uebrigens in allen englischsprachigen Laendern so.
Statler hatte bei der Einreise keine Probleme, da er als Grund “Das neue Album von Bruce Springsteen!” angab. Da wurde er freundlich durchgewunken.
@Gast
Nach dem Subtext sei mir erlaubt zu sagen: Danke für die Nachhilfe in Englisch. Wenn Sie das nächste mal kommen, dann revanchiere ich mich – und Sie bekommen eine Nachhilfe in Alltagshumor.
Und meine Mutter – arg dunkel geraten und das noch aus Deutschland – wird kritisch beäugt. Aber versuche ich deswegen mir die Welt durch Lebenserfahrung zu erklären? Nö!
Sehe ich das richtig, dass Ted’s Montana Grill in Montana keine Filliale unterhält?
Mal off-topic, was sagt man hier bei s&w den zu den so gar nicht liberalen Toenen im schweizerischen Wahlkampf?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,507481,00.html
Da fühle ich mich bestätigt.
http://www.antibuerokratieteam.net/2007/09/09/falsche/
Ob das unbedingt “braun” ist, was die SVP da so an Positionen vertritt, wage ich zu bezweifeln.
Die Berichterstattung im Spiegel wird mit zunehmender temporärer Entfernung vom Holocaust auch zusehends schlechter, weil der neuen Generation von Autoren einfach der Bezug zu dieser Zeit fehlt.
Ganz nebenbei werten sie die Leiden der Opfer des NS-Regimes durch solch lächerliche Vergleiche geradezu infam ab. Das ist unverschämt, unerzogen und zeugt von grenzenloser Dummheit und Kulturlosigkeit. Der Autor sollte sich etwas schämen. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass er dazu charakterlich in der Lage ist.
Positive Charaktereigenschaften und Bildung sind nämlich nicht unabhängig von einander. Das Gegenteil ist der Fall: Bildung ist zwar keine Garantie, aber eine Bedingung für positive Charaktereigenschaften.
Der Artikel beweist das totale Unverständnis aller Funktionszusammenhänge von Recht, Herrschaft und politischer Meinungsbildungsprozesse. Er zeugt also von erheblichen Mängeln in der Bildung.
Das solche Artikel beim Spiegel erscheinen können war nur möglich durch die Aufweichung der Lehrinhalte in den Schulen. Die Absenkung des journalistischen Niveaus ist direkt auf die Verdummung in den Schulen durch eine linkssozialistische Kulturpolitik zurückzuführen, die sich darauf beschränkte mehr Kinder auf die Gymnasien zu bringen, ganz gleich ob man dafür die Gymnasien abwerten musste oder nicht.
Mit dem Nationalsozialismus hat so eine Politik überhaupt nichts zu tun. Da war die Kritik von Eva Herman in Bezug auf eine “gleichgeschaltete” Presse gar nicht so verkehrt. Gleichschaltung war genau das richtige Wort dafür: Die Presse schaltet sich zwangsweise durch kollektive Verblödung gleich. Schlechte Redaktionen stellen unfähige Mitarbeiter ein; die Abwärtsspirale nimmt ihren Lauf. Die Gleichschaltung der Verblödung und der Kulturlosigkeit, der Unerzogenheit.
Faschismus mal anders herum: Durch maßlose Übertreibungen und unhaltbare Vergleiche. Durch Denkverbote, Denunziationen, durch Lügen und rechtswidrige Handlungen. Und das alles von einer sog. “freien Presse”. Lächerlich.
Jetzt sind sogar schon schwarze Schafe braunes Gedankengut.
Mal sehen, wann Eigentumsschutz zum braunen Gedankengut erhoben wird. Mit den Heuschrecken waren wir schon einmal knapp davor.
“Kultur ist Sache der Kultur”, “Gegen Staatskinder” und “Bildung ist ein privates Gut” – solche und ähnliche programmatische Aussagen findet man in SVP-Broschüren. Kannste bei der FDP (diesseits wie jenseits des Rheinfalls) aber lange warten!
Bin ja in CH nicht wahlberechtigt und für einen Libertären ist Nicht-Wählen grundsätzlich die sauberste Option. Aber für die SVP als second-best-Lösung nach dem Nichtwählen spräche wohl 1.) ihr ordnungspolitisch anständiges Profil, auch gegen
Bildungsetatismus und Kultursubventionen, was mir sehr gefällt und 2.) ihr klarer Kurs in Sachen NEIN zur EU und ihre Ablehnung einer Einbindung in supranationale Institutionen mit der Tendenz zu Zentralismus, Gigantomanie und imperialem Gehabe .
Kritisch sehe ich gewisse Tendenzen in der Ausländerpolitik, wo durch Verkürzung in der Argumentation Assoziationen geweckt werden, die die traditionelle Schweizer Weltoffenheit schmälern könnten, wobei mir andererseits die glasklare Durchsetzung
von Recht und Ordnung und Respekt vor Privateigentum im Zusammenhang mit der Kriminalitätsbekämpfung durchaus behagt. Der Schönheitsfehler in der liberalen Ausrichtung auf Markt und Wettbewerb ist in meinen Augen die Agrarpolitik.
Absoluter Pluspunkt ist aber, daß der entschiedenste Widerstand gegenüber Einschränkungen der Meinungsfreiheit immer von der SVP kommt.
Na gut, mit der Qulitaet der Spiegel.de Berichterstattung ist es so eine Sache, da gebe ich dir Recht. Allerdings gab es heute dazu auch einen kurzen Kommentar auf BBC Radio 4 die eigentlich eine ordentliche, ruhigere Berichterstattung haben.
War ja auch nur eine Frage, kenne die politische Landschaft der Schweiz nicht wirklich und war nur an Meinungen interessiert.
Nein Dominik, da machst Du Dir was vor. Bilder wie das von mir zitierte zeigen, dass es sich beim SVP-Wahlkampf offensichtlich um einen dumpfpopulistischen Appell an fremdenfeindliche Stimmungen handelt.
Nein , da machst Du Dir was vor, wenn Du Minimalstaatler bist. Denn dann gilt (frei nach Hoppe und Habermann) daß Du als Staats-Bürger Eigentümer Deines Landes bist und nach Herzenslust gegen Einwanderer frei von der Bierzelt-erprobten Leber weg diskriminieren darfst.
Wie einer der “neoliberalen” Meister mal trefflich formulierte:
«was die Masseneinwanderung betrifft, so besteht zweifellos nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht jeder Nation, sie einer qualitativen Kontrolle zu unterwerfen, die das geistige Patrimonium, die politische Tradition, den ethnisch-sprachlichen Charakter und die soziale Struktur des Landes vor einer unter diesen Gesichtspunkten unerwünschten Einwanderung schützt.»
Wilhelm Röpke, Internationale Ordnung, 1979
Eine liberale Einwanderungspolitik unter den Bedingungen des Staates ist genauso eine Chimäre wie eine liberale Außenpolitik. Welche Kriterien man für das Gewähren des Zutritts zu einer “Staatsgemeinschaft” auch immer anwendet, sie müssen willkürlich sein – und häßliche Züge tragen. Das Zwangs-induzierte Unrecht kann nicht hinweggedacht werden ohne daß die Staatlichkeit entfiele.
Deutsche Rechte klatschen dem Hoppe Beifall für seine Theorie von der “erzwungenen Integration”. Sie übersehen dabei, daß auch völkische Schicksalsgemeinschaftszwänge mitsamt ihren Solis und Solidarpakten in die gleiche Kategorie gehören. Was hat ein Rheinländer mit einem Uckermärker zu schaffen, daß er ihm Teile seines Einkommens überlassen muß?
Wie man es dreht und wendet, an der Anarchie führt kein Weg vorbei!
Aber da auch ich durchaus pragmatisch sein kann, würde ich eben wegen des übergeordneten Interesses des Kampfes gegen Brüsseler Anschluß-Gelüste trotzdem im Zweifel (falls ich mich bei der Metawahl zu “wählen gehen” durchzuringen imstande sähe) SVP wählen. Und habe bei Blocher mehr Vertrauen in dessen Liberalismus-Fähigkeit als bei Dr. Westerwelle!