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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Weiche von der FAZ, Satan!

Statler, 04.10.2007

Von diesem Freitag an wird täglich ein Foto auf der Titelseite erscheinen. Statt der Frakturschrift “Fette Gotisch” wird eine “Times”-Schrift über den Kommentaren stehen.

Populismus. Schämen sollten sie sich, die Layoutopportunisten. Schämen!



35 Kommentare zu “Weiche von der FAZ, Satan!”

  1. Thomas Wolf

    Wiewiewie? Wowowo?? Waswaswas???

  2. Rayson

    Ich habe mit meinem Abo keinen Tag zu früh aufgehört. Die F.A.Z. als MeToo – das hätte ich mir vor zehn Jahren noch nicht vorstellen können.

    Jetzt gibt es endgültig keinen Grund mehr, im Hauptteil CSU und im Feuilleton irgendwas diffus Marxistisches ertragen zu müssen.

  3. Daniel

    Wenn ich mir die klassische Schwarz-Rot-Gelb Aufteilung der FAZ vorstelle, dann geht das schäbige BILD ja auf Kosten des “Schwarz”. Da ist es um kaum eine Zeile schade. Dass die Fraktur abgeschafft wird und jetzt jeden Tag ein Titelbild glänzen soll ist dennoch widerlich!

  4. Bernie

    Als Abonnent freue ich mich schon seit Tagen darauf! Die Leserbriefspalten waren zuletzt so lustig, als sie die neue Rechtschreibung eingeführt haben. Erst in den FAZ-Leserbriefen erfährt man, was das Abendland wirklich ausmacht (und wie bald es untergehen wird).

  5. Sven

    Das reaktionaere Drecksblatt sollte man sowieso nicht lesen, egal ob mit Photo auf der Titelseite oder nicht.

  6. Markus Oliver

    Hahaha, ich habe es geahnt! Eben gerade war ich zum ersten Mal seit langer Zeit mal wieder auf http://www.faz.net und entdecke natürlich sofort die Ankündigung des neuen Layouts.
    Erster Gedanke: Was wohl Statler dazu schreibt?

  7. CptCR

    Nur welche Alternative bleibt, abgesehen von der NZZ?

  8. Markus Oliver

    Wohl leider keine. Traurig, aber wahr.

  9. DDH

    Die FAZ gibt damit ihre Identität preis.

    Das Schlimmste daran ist, daß dieses Cover-Bild in aller Regel kein schöner Mensch/keine schöne Menschin sein wird, sondern erwartungsgemäß eine schäbige Demokratenhackfresse!

  10. Daniel

    Unterschätzen Sie den subtilen Sexismus der FAZ-Fotoredakteure und Blattmacher nicht. Spätestens zum nächsten Beachvolleyball-Turnier blitzt der wieder auf.
    Schade finde ich noch dass ich jetzt nie herausfinden werden wann etwas wirklich wichtiges passiert. Denn die FAZ hat ja jetzt immer ein Titelbild.

  11. dagny

    …Fast so schlimm wie die s-w & a-team fusion *grins*

  12. jo@chim

    Dagny, ich hoffe, Du träumst nachts nicht schlecht davon? Vielleicht hilft Yoga?

  13. FG

    Ob die Herrschaften heute schön sind, will ich nicht beurteilen, der zweite Teil der Befürchtung scheint sich dann aber ausweislich des heutigen Titel nicht zu bewahrheiten.

    Im Übrigen ist Layout total überbewertet.

  14. Markus Oliver

    Fazit von heute morgen: Drüftig. Obwohl mich dieses neue Layout irgendwie an die NZZ erinnert.
    Ich hatte keine Vergleichsmöglichkeit: Ist die FAZ kleiner geworden?

  15. Bernie

    Nein, nur schöner!

  16. dagny

    , Sorry, aber DIE Steilvorlage ins leere Tor konnte man garnicht mehr versemmeln ;)

  17. jo@chim

    Dagny, das war aber nicht der Ball, mit dem Du getroffen hast. Es war eine zufällig herumliegende Banane.

  18. dagny

    Die FAZ aendert ihr Erscheinungsbild und Statler ist damit unzufrieden.

    Zuvor hat das A-Team sein Erscheinungsbild geaendert und Dagny ist damit unzufrieden.

    Die Parallele ist doch offensichtlich, ausgenommen dass vielleicht die FAZ nicht an das A-Team heranreicht. :)

  19. FAB.

    Als Reaktionär verbitte ich mir, mit der FAZ in ihrer mittlerweile erreichten Form identifiziert zu werden. Dieses sozialdemokratisierte, wachsweich-zeitgeisthörige, traditionsverleugnende Blättchen mit Ambitionen auf die Auszeichnung “Illustrierte des Jahres” sei mir ferne. (Das Abonnement habe ich selbstverständlich schon aus Anlaß des zweiten Einknickens vor den Orthographielemuren gekündigt…)
    ;-)

  20. FAB.

    Nun ja, es hat halt Symbolwert. Hier handelt es sich auch bloß um eine Anpassung der Äußerlichkeiten an längst vollzogene inhaltliche Entwicklungen. Schade auch. Aber der Tag ist im Grunde eh zu kurz zum Zeitunglesen. (Jedenfalls, wenn man schon die tägliche Blogrunde machen und nebenher auch noch arbeiten muß.)
    Ade, FAZ, die Zeit war schön, aber alles geht einmal zuende…

  21. jo@chim

    Danke Dagny, ich sehe, da besteht doch eine Kommunikationsbasis, auf die wir aufbauen können 8)
    Die FAZ bleibt aber gleich Scheisse (unabhängig vom Layout), während das A’Team immer besser wird (nicht nur das Layout)…

  22. CptCR

    Ja, doch, sie wirkt zumindest kleiner, aber vielleicht kommt das durch den Wegfall der Spalten. Wenn man wenigstens auf das Titelbild verzichten würde … man kann doch nur den Kopf schütteln wenn Werner D’Inka sagt, dass eben jeden Tag ein “besonderes Ereignis” präsentiert wird, mit “besonderen Bildern”. Irgendwann sind die Titelbilder so beliebig wie auf der Süddeutschen.

    Was ich allerdings nicht verstehen kann ist der Vorwurf, dass Feuilleton der FAZ sei “links”. Leiter ist doch kein geringerer als Frank Schirrmacher, der viel eher offene Ambitionen in die andere Richtung hat. Und davor? Joachim Fest! (der Theater von Fassbinder mal als “Faschismus von links” abkanzelte)
    Bis auf Dath, der damals von Spex kam, fällt mir auch niemand ein, der nicht über Literatur (von der Kanzel hinab), Theater oder Klassik schreibt.
    Das Feuilleton der FAS ist allerdings etwas ganz anderes.

  23. Rayson

    Der Leiter des Feuilletons scheint bei der FAZ nicht als Oberzensor zu fungieren…

    Dath ist zwar der einzige, der seinen Marxismus wie eine Monstranz vor sich herträgt, aber linke Positionen werden auch von anderen dort hin und wieder vertreten. Nicht von Schirrmacher, das ist natürlich richtig.

  24. CptCR

    Nicht unbedingt als Oberzensor, aber er diktiert die Debatten und gibt die Richtung vor (Walser; Genom-Entschlüsselung; Grass). Es gibt kein konservativeres Feuilleton, vor allem seitdem Dath das Blatt verlassen hat.

  25. Rayson

    Das wäre die Sicht von Außen. Diese Debatten werden meist auf der ersten Seite geführt, danach kommen aber noch ein paar mehr Seiten, mit anderen Themen und mit anderen Autoren.

    Dass das Feuilleton der FAZ das konservativste ist, will ich allerdings nicht ausschließen – was aber mit dem Vergleichsmaßstab zu tun hat.

  26. CptCR

    Naja – was kommt denn auch großartig nach den ersten Seiten? Ein paar Rezensionen für Bühne und Leinwand, längere Texte über historisches (Goethe, Herder, Fontane, whatever), dann schon die Medienseite. Ich lese das Feuilleton der FAZ allerdings auch nur sporadisch. Könntest Du auf einen Text deuten (gerne jüngeren Zeitalters), in dem Du “diffus Marxistisches” ertragen musstest? In welchen Texten schleicht sich das ein?

    Stimmt, ja. taz, SZ, FR – alle sehr deutlich links, Die Welt hat kein Feuilleton, eher einen “Kulturteil”

  27. Rayson

    So empört, dass ich mir die einzelnen Anlässe gemerkt hätte, war ich nun doch nicht. Aber da ich über einen vor nicht allzu langer Zeit mal was in unseren Blog gestellt habe, kann ich noch mit dem dienen: Michael Hanfeld klärt z.B. mitunter auch mal über “die Entfremdung von Frauen wie Männern von ihren Familien” wegen des “vollständigen, wenn nicht totalitären Anspruchs der Arbeitswelt im Zeitalter des globalen Finanzkapitalismus” auf.

    In Erinnerung geblieben sind mir auch noch die Versuche einzelner Autoren, den Aufstand in Ungarn 1956 zu einer faschistischen Konterrevolution umzuschreiben.

    Tja, und dann gab es noch den Dath. Dessen Abgang hat mein Abo nicht mehr erlebt.

  28. Statler

    Du liest inzwischen (nur noch) die NZZ? Zufrieden damit?

  29. Bernie

    Aber ist es nicht schöner, man hat eine Zeitung, über die man sich auch mal aufregen kann? Ich war jahrelang SZ-Abonnent, und dort hat genau das gefehlt: Der Widerspruch! Die Debatte! Statt dessen immer die gleiche Prantelei vom kalten, aber zu schwachen Staat, immer die gleichen Schmitziaden über die bösen Juden. Ein einziges Mal kam ein israelischer Politiker (Diplomat?) in einem Gastbeitrag zu Wort und verteidigte die Schließung der Grenzen seines Landes zum Schutz vor palästinensischen Terroristen. Die Entrüstung in den Leserbriefspalten war höllisch!

    Die SZ ist ein linkes Einheitsblatt, sie kuschelt mit ihrer Leserschaft und sucht ihr die angenehmsten Bröckchen heraus, und ich bin froh, dass die F.A.Z. dies nicht auf der “bürgerlichen” Seite tut. Da ertrage ich einen blubbernden Dath ebenso wie einen zürnenden Zastrow. Dafür schreibt Eric Pfeil unerreichbar gut über Musik und Patrick Bahners über vieles andere. Ich muss ja nicht jeden Tag alles unterschreiben, was meine Zeitung sagt.

  30. Bernie

    Höh? Mein letzter Kommentar erscheint hier nicht.

  31. Rayson

    Nein, ich lese stattdessen die BNN (und darin meist nur die Seiten mit lokalem Bezug) sowie das Handelsblatt, beide in der Online-Ausgabe. Die NZZ war mir letztlich schlicht zu teuer.

    Für Aktuelles gibt es das Internet, und für Weltpolitik den Economist.

  32. Rayson

    Das habe ich über 25 Jahre auch immer so gesehen. Aber jetzt habe ich eben keine Lust mehr, andere dafür zu bezahlen, dass sie mich “heftyg” ärgern.

  33. Fritz Blitzkrieg

    Schade um die Frakturschrift!

  34. David

    Verstehe ich Ihren intelligenzberstenden Kommentar richtig? Sie assoziieren die Frakturschrift mit denen, die sie einst abgeschafft haben? Verwegen.

  35. Der Umblätterer » Zum Relaunch-Jahrestag der FAZ: Welche Lesertypen sich bei Relaunchs outen

    [...] wurden, so wie Paco & Co. in Madrid, böse überrascht. Die anderen versuchten, den Teufel noch in letzter Minute auszutreiben. Tatsächlich bedeutet so ein Relaunch ja viel mehr als [...]

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