Sicko?
Mehr als 1000 Patienten in drei Kliniken haben sich dem Bericht zufolge in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahren mit dem Bakterium Clostridium difficile angesteckt, das lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen zur Folge haben kann. 90 Menschen seien an der Infektion gestorben.
Ah, es geht doch nichts über staatliche Gesundheitsversorgung. Aber wo ist Michael Moore, wenn man ihn braucht?








Naja, mit dem Träger hat das eher wenig zu tun. Was in manchen Krankenhäusern/Pflegeheimen so abgeht, ist eigentlich schon unerträglich.
Aber da ließe sich durchaus eine sehr interessante abendfüllende Doku drehen. Nur: Erstens wäre das kein fröhliches Ami-Bashing (Mißstände gibt es hierzulande genug) und zweitens will das niemand wissen, denn wer denkt schon darüber nach, wie es ihm selbst mal ergehen könnte (siehe auch erstens)?!
http://www.filmstarts.de/produkt/71607,Sicko.html
Wenn man sich die Bewertungen (am Ende der Seite gibt es eine kleine Auflistung) anguckt, die der Film erhält, muss man sich wirklich an den Kopf fassen. Aber Moore ist offensichtlich sone Art neuer Che . Lügen und Betrügen ist halt OK, wenn einem eine gute Absicht unterstellt wird.
PS: Echt erstaunlich, wie man sich vom Verdacht der Geldgier freimachen kann, wenn man im Schlabberlook rumläuft. Vielleicht sollten Joe Ackermann und Co öfter mal in Unterhemd und Trainingshose auftreten…
Statler, das ist eine keine Frage von staatlicher oder privater Träger, sondern eine Frage der Moral und der Mentalität der Handelnden. Jede Krankenschwester ist über den Zusammenhang zwischen Hygiene und Infektionen informiert.
Wenn du glaubst, solche Mißstände findest du nur in staatlichen Kliniken oder Altersheimen, dann irrst du dich.
Mein Vater kam Ende der sechziger Jahre als technischer Leiter zu einer Mühle im Gutkatholischen. Er wies den privaten Besitzer daraufhin, daß die Hygiene der Mühle zu wünschen übrig liess. Du mußt ja immer mit Ratatouilles rechnen, für die eine Mühle ein Schlaraffenland is. Der Besitzer befand, die Hygiene war ausreichend. 18 Monate später fand eine Kundin eine tote Ratte in einem 1 kg Mehlverpackung. Die Mühle erzeugt heute Futtermittel, da sind die Ansprüche nicht so hoch.
Die Geschichte der handwerklichen und industriellen privaten Lebensmittelherstellung ist reich an Betrügereien und mangelnder Hygiene, die es bereits gab, bevor es irgendeine Form von staatlichem Eingriff gab. Künstliche Eier, die nie eine Henne verlassen haben, wären ein aktuelles Beispiel.