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13.10.2007 12:51 - Statler & Waldorf by Statler

Hat hier jemand Erfahrung im Umgang mit ständig beleidigten Heulsusen? Eine Kindergärtnerin vielleicht? Dann wäre es nett, wenn man mir mal diese bräsige Befindlichkeitssoße hier in einen kohärenten, verständlichen Text übersetzen könnte. Der Name unseres Weblogs kommt vor, aber ich habe keine Ahnung, was der Autor uns da sagen möchte.

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20 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

scipio, 13.10.2007 13:33

Mein lieber Mann, das ist starker Tobak. Ich höre sofort auf, nachts in Gummersbach rumzuschleichen. Vielleicht hilft´s ja.

 
Daniel, 13.10.2007 14:06

“der hat viel, sehr viel falsch gemacht, indem er eine ganzes Land mittels Privatfernsehen und Intellektuellefeindlichkeit auf sein Niveau herunterbrachte, aber…”
Ich schwöre das ist ein Herman-Zitat! Und was er euch sagen möchte ist (auch): Lesekompetenz ist nicht weit gestreut rechts von mir (dem Autor)!

 
jo@chim, 13.10.2007 14:28

Das bräsige Getue nehme ich schon lange nicht mehr ernst. Wirklich heftig verschoben in letzter Zeit, Momos Realität…

 
Lina, 13.10.2007 16:16

Ich bin zwar keine Kindergärtnerin, aber übersetzen kann ich es doch: Hier spricht der pure Neid davon, dass deren Kindergarten nicht so gut besuicht ist wie die renommierteren Einrichtungen nebenan.

btw: Den Kommentaren dazu entnehme ich Bemerkenswertes: “Wir dulden beim BLOG keine Frauen. Naja, eigentlich haben wir keine. Aber so kann ich das dann als konsequente Position verkaufen.” Ein anderer ‘Betreiber’ ergänzt: “Du glaubst gar nicht, wieviele Weiber ich hier schon rausgeschmissen habe!”

Gender Mobbing. Wenn das mal kein Fehler war…

David, 13.10.2007 16:41

Ui, wenn Du da mal nicht gründlich was falsch verstanden hast; Karsten ist dort kein Betreiber. Das mit dem Gender Mobbing stimmt jedoch. Wir alle hassen Frauen. Bedingungslos. ;-)!!!

Statler, 13.10.2007 16:48

Ihr seid eine Schande für alle Neoliberalen. Weltweit.

David, 13.10.2007 16:53

Das aber mit Verve.

Statler, 13.10.2007 17:47

Ihr habt ja auch den Habermas nicht gelesen. Oder nicht verstanden. Könnt Ihr ja auch gar nicht, ohne vorher Adorno verstanden zu haben. Und den kann man nicht verstanden haben, ohne vorher die Ilias im Original gelesen zu haben. Aber könnt Ihr fließend Altgriechisch? Na also. Pah! Banausen. Kein Wunder, daß da nur eine neoliberal-autoritäre Position herauskommen kann.

Lina, 13.10.2007 18:05

Und nicht zu vergessen: Grimms Märchen. Von wegen der Psyche des Autoritären und so…

Gibt’s in Deutsch.

Statler, 13.10.2007 18:16

Genau! Und war nicht schon “Hans im Glück” ein Hinweis auf die Gefahren der arbeitsteiligen Tauschwirtschaft? Darauf, wie multinationale Bösewichte unsere Bedürfnisse manipulieren, damit wir einen schlimmen Warenfetisch entwickeln?

Lina, 13.10.2007 18:47

You’ve got it! Diese Botschaft liegt obenauf. Man braucht hier nicht einmal in die tieferen, verdächtig gewinnsüchtigen Schichten des Unterbewussten einsteigen, um beim (neoliberalen) Sein wieder herauszukommen…

Aber werden sie es verstehen?

 
 
 
 
 
 
 
Karsten, 14.10.2007 11:54

Ja, das mit der Ironie wird auch immer komplizierter.

 
 
TCHe, 13.10.2007 16:16

Ich habs versucht, ehrlich.
Aber nach ein, zwei Absätzen hatte ich genug. Kann doch besseres mit meiner Zeit anfangen.

Irgendwas ist auf jeden Fall nach Meinung des Verfassers nicht OK.

 
Sven, 13.10.2007 19:24

Ist schon seltsam, dass so viele Linke zwar intelligent, aber sehr verwirrt sind. Im uebrigen ist der Typ Rayson-Fan, was allerdings dann nicht so sehr verwundert.

Statler, 13.10.2007 19:28

Nein, das sagt über R. nun wirklich nichts. Wer von dem Verwirrten in die Schublade “guter Liberaler” und wer in die Schublade “böser Liberaler” gepackt wird, das schwankt wöchentlich und hat keinerlei tiefere Bedeutung.

Lina, 13.10.2007 20:08

…vielleicht aber diese (Bedeutung) - wenn ich das noch sagen darf? - dass sich im sog. neoliberalen Denken und Handeln genau das Bahn bricht, was wir an natürlichem individuellen Freiheits- und Gewinnstreben lange anstandshalber (?) zu kaschieren suchten.

Jetzt kommt es unverhohlen zum Ausdruck und schockiert die halbe Welt, die es eher mit dem Teilen hat. Weil es irgendwie doch besser aussieht und besser ankommt. Und das ist auch so, und das wissen die auch. Aber es ist mehr als das: Es ist für Linke ein Problem, es ist ein Konflikt, der schon mal verwirren kann. Mich übrigens auch.

Da bieten sich Schubladen zum Vorsortieren (von Streitwerten) durchaus an. Und da ist dann alles drin…

Statler, 13.10.2007 20:52

Ich hab’s noch nicht gelesen, aber ich habe so eine Ahnung, daß man eine Antwort in Safranskis Buch über die deutsche Romantik finden könnte. Das Weltbild der Anti-Neoliberalen ist doch eigentlich ein durch und durch romantisches Weltbild. Die Vorstellung, daß man ganze Gesellschaften so organisieren kann, wie eine Familie, oder daß man seine Sozialversicherungsbeiträge genauso frohen Herzens zahlen könnte, wie man einem Freund aus der Patsche helfen würde.

Man könnte es sich einfach machen und fragen: Haben die noch nie beobachtet, wie sich zwei Geschwister um eine Tafel Schokolade streiten? Oder später um eine Erbschaft? Würde nicht ein wenig Realismus nahelegen, daß das romantische Weltbild NICHT EINMAL in der Familie zuverlässig funktioniert? Und für die Gesellschaft insgesamt dann schonmal gar nix hergibt?

Lina, 13.10.2007 23:12

Romantiker also? Mag sein. Was Einer tut, ist das Eine, was er glaubt, das Andere. Realismus statt Wunschträume - das befriedigt leider nur die Wenigsten.

Sie gehen von einem atheistischen Weltbild aus, in dem Religionen und Ideologien den Leuten keine theoretischen Vorgaben plus Versprechungen (!) machen. Wie sehr das aber - jenseits aller Realitäten - immer noch zählt, lässt sich leicht am aktuellen Glaubenskrieg ablesen. Ein Rückfall ins Mittelalter, mit Zwischenstopp bei der (politischen) Romantik.

Meines Erachtens wird eine Akzeptanz der Realität erst dann eintreten können, wenn alle genug (Schokolade) für sich allein haben. Wann wird das sein? Erst dann, wenn sie lange genug ihren aufgeklärten Verstand benutzt haben. Können Sie so weit vorausdenken? Ich nicht.

Aber es wäre schön, wenn sie endlich damit anfangen würden…

 
 
 
 
 
Rayson, 14.10.2007 18:06

Es gibt Punkte, an denen man die Grenzen menschlicher Kommunikation einfach erkennen muss. Das ist eine Binse der Management-Ausbildung, die auch hier anzuwenden wäre.

Der großartige ehemalige Trainer der Controller-Akademie, Erwin Küchle, verwendete dazu immer Beispiele wie das Aufeinandertreffen zweier Personen, von denen der eine z.B.

jung, glücklich verheiratet, katholisch, der Jüngere aus kinderreicher Familie, Ingenieur, Hockeyspieler, Rheinpfälzer, politisch interessiert ist,

der andere jedoch

älter, verwitwet, evangelisch, Einzelkind, Jurist, Franke, politisch uninteressiert.

Da spielt soviel rein, dass man schwierig genug noch ein Einverständnis in einer Sachfrage erzielen kann, auf gegenseitiges grundsätzliches Verständnis in der Sache (vielleicht noch in der Motivation) aber nicht mehr zu hoffen braucht.

Sage ich als jemand, der in dieser Frage eindeutig Partei ist (allerdings anders, als hier von einem Kommentator mit nicht näher identifizierbaren Defiziten behauptet wurde…). Ich habe versucht, in einer Reihe Außenstehenden vielleicht kryptisch anmutender Blogeinträge deutlich zu machen, dass auch ich die Grenze sinnvoller weiterer Kommunikation überschritten sehe. Jedenfalls in diesem Medium. Bei einem gemeinsamen Bier könnte das anders aussehen, und schon allein um diese Option offen zu halten, ist manchmal eine blogosphärische Distanz angebracht.

Und mag schon aus Gewohnheitsgründen nahe liegen, wieder mal das zu kommentieren, was da auf dem anderen Ufer zum Besten gegeben wird: Wenn das der einzige Anlass ist, lasse ich es zukünftig lieber bleiben.

 

[...] geplatztes Frankfurter Würstchen so einen Sturm im Wasserglas aufführt. Wo sind jetzt eigentlich die berufsempörten Blogger, die wegen jedem Schwachsinn so einen Alarm machen und wo sind die Übermoralisten von [...]

 

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