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	<title>Kommentare zu: Maskin et al.</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Jul 2010 17:37:21 +0200</lastBuildDate>
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		<title>Von: Libero</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3372</link>
		<dc:creator>Libero</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 09:39:49 +0000</pubDate>
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		<description>Habe ich gesagt, da&#223; ich an die Wirkung von Appellen glaube?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Habe ich gesagt, da&#223; ich an die Wirkung von Appellen glaube?</p>
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	<item>
		<title>Von: Statler</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3367</link>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 09:03:37 +0000</pubDate>
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		<description>Eine Geschichte aus Spanien: Gegen Ende des Franco-Regimes war die Steuermoral dort nicht mehr vorhanden. Es galt gewisserma&#223;en als unschicklich, Steuern zu zahlen. Und das Regime tat auch nicht wirklich viel, um Steuerzahlungen einzutreiben.

Ein paar Jahre nach dem Wechsel zur Demokratie hatten sich die Verh&#228;ltnisse umgekehrt: Die Steuermoral war wieder da. Das galt nicht nur f&#252;r die tats&#228;chlichen Steuerzahlungen, sondern auch f&#252;r die Einstellung der Leute zur Steuerzahlung: Es galt wieder die Regel, da&#223; ein anst&#228;ndiger B&#252;rger auch ehrlich seine Steuern zahlen sollte.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Zwei Dinge: Erstens, die Leute bekamen wieder etwas f&#252;r ihre Steuern. Das Geld wurde nicht von einem kleptokratischen Regime verschwendet, sondern tats&#228;chlich f&#252;r &#246;ffentliche G&#252;ter ausgegeben. Zweitens, es wurde ein ziemlich drakonisches Kontroll- und Strafsystem eingef&#252;hrt. 

Bezogen auf unser Beispiel bedeutet das: Ich glaube nicht, da&#223; man mit Apellen an die Moral der Leute viel erreichen wird. Erst wenn man eine kritische Masse dazu bringt, sich &quot;moralisch&quot; zu verhalten, wird eine Konvention daraus, der auch tats&#228;chlich viele Leute folgen. Und um diese kritische Masse erstmal zu erreichen, k&#246;nnten h&#246;here Strafen durchaus n&#246;tig sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Geschichte aus Spanien: Gegen Ende des Franco-Regimes war die Steuermoral dort nicht mehr vorhanden. Es galt gewisserma&#223;en als unschicklich, Steuern zu zahlen. Und das Regime tat auch nicht wirklich viel, um Steuerzahlungen einzutreiben.</p>
<p>Ein paar Jahre nach dem Wechsel zur Demokratie hatten sich die Verh&#228;ltnisse umgekehrt: Die Steuermoral war wieder da. Das galt nicht nur f&#252;r die tats&#228;chlichen Steuerzahlungen, sondern auch f&#252;r die Einstellung der Leute zur Steuerzahlung: Es galt wieder die Regel, da&#223; ein anst&#228;ndiger B&#252;rger auch ehrlich seine Steuern zahlen sollte.</p>
<p>Was ist in der Zwischenzeit passiert? Zwei Dinge: Erstens, die Leute bekamen wieder etwas f&#252;r ihre Steuern. Das Geld wurde nicht von einem kleptokratischen Regime verschwendet, sondern tats&#228;chlich f&#252;r &#246;ffentliche G&#252;ter ausgegeben. Zweitens, es wurde ein ziemlich drakonisches Kontroll- und Strafsystem eingef&#252;hrt. </p>
<p>Bezogen auf unser Beispiel bedeutet das: Ich glaube nicht, da&#223; man mit Apellen an die Moral der Leute viel erreichen wird. Erst wenn man eine kritische Masse dazu bringt, sich &#8220;moralisch&#8221; zu verhalten, wird eine Konvention daraus, der auch tats&#228;chlich viele Leute folgen. Und um diese kritische Masse erstmal zu erreichen, k&#246;nnten h&#246;here Strafen durchaus n&#246;tig sein.</p>
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	<item>
		<title>Von: stefanolix</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3358</link>
		<dc:creator>stefanolix</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 07:33:04 +0000</pubDate>
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		<description>Es weicht jetzt ziemlich vom eigentlichen Thema ab, aber diese L&#246;sung des Problems scheint mir auch die einzig umsetzbare: Erwachsene m&#252;ssen einfach Zivilcourage zeigen; sie d&#252;rfen als abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte nicht an Minderj&#228;hrige verkaufen und als Kunden nicht dabei zuschauen. Ich w&#252;rde auch dar&#252;ber nachdenken, das Eintrittsalter zu erh&#246;hen und (oder) bei jedem Alkoholkauf junger Menschen den F&#252;hrerschein bzw. Ausweis vorlegen zu lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es weicht jetzt ziemlich vom eigentlichen Thema ab, aber diese L&#246;sung des Problems scheint mir auch die einzig umsetzbare: Erwachsene m&#252;ssen einfach Zivilcourage zeigen; sie d&#252;rfen als abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte nicht an Minderj&#228;hrige verkaufen und als Kunden nicht dabei zuschauen. Ich w&#252;rde auch dar&#252;ber nachdenken, das Eintrittsalter zu erh&#246;hen und (oder) bei jedem Alkoholkauf junger Menschen den F&#252;hrerschein bzw. Ausweis vorlegen zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Libero</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3340</link>
		<dc:creator>Libero</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 20:47:58 +0000</pubDate>
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		<description>@Statler

w&#228;re es da nicht sinnvoller, wenn die Entdeckungswahrscheinlichkeit dadurch steigt, da&#223; die den Verkauf an Minderj&#228;hrige beobachtenden Erwachsenen es eben nicht als Kavaliersdelikt bewerten. Das also nicht erst der Verkauf bestraft wird, sondern der Verkauf in Anwesenheit erwachsener Zeugen verhindert wird. Die Bestrafung w&#228;re vergleichbar der Instandhaltung nach Eintreten eines Schadens, die Aufmerksamkeit der Erwachsenen w&#228;re vergleichbar der vorbeugende Instandhaltung.

Wie ist zu erreichen, da&#223; aufmerksame Erwachsene eingreifen? Mir geht da der Vortrag von Friedrich von Hayek nicht aus dem Kopf

Moralische Grundlagen der Marktwirtschaft 
http://www.vwl-wu.at/images/marktwirtschaft%20und%20moral.pdf

&lt;i&gt;Die wesentliche Regeln unserer Moral, haben sich erhalten, nicht weil Individuen sie rechtfertigen k&#246;nnen, sondern weil jene Gruppen, die sie praktizierten, florierten. &lt;/i&gt;

Er beschreibt, warum die Religion gebundene Moral in einer s&#228;kul&#228;ren Gesellschaft gef&#228;hrdet ist. Als weitere Gefahr der moralischen Regeln sehe ich ihre Substitution durch Gesetze, die den B&#252;rger als Verletzer der moralischen Regeln entlasten. Sowohl als T&#228;ter wie als Zeugen. 

Die Frage ist, wie k&#246;nnen in einer Gesellschaft, in der moralische Regeln  nicht mehr eingehalten werden, wie zum Beispiel du sollst nicht besch&#228;digen oder entwenden anderer Menschen Eigentum (zu der ja auch die Gesundheit geh&#246;rt), diese moralischen Regeln reanimiert werden. 

Ich denke, da&#223; Friedrich von Hayek hat recht mit seiner Beobachtung hat, das die Legitimation moralischer Regeln der praktischer Erfolg der sie befolgenden Gruppen ist. 

Hayek Werk ist ein Gesamtkunstwerk des Denkens. Da kann man sich nicht aussuchen, was einem passt und was nicht. Bei Adam Smith ist das &#228;hnlich</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Statler</p>
<p>w&#228;re es da nicht sinnvoller, wenn die Entdeckungswahrscheinlichkeit dadurch steigt, da&#223; die den Verkauf an Minderj&#228;hrige beobachtenden Erwachsenen es eben nicht als Kavaliersdelikt bewerten. Das also nicht erst der Verkauf bestraft wird, sondern der Verkauf in Anwesenheit erwachsener Zeugen verhindert wird. Die Bestrafung w&#228;re vergleichbar der Instandhaltung nach Eintreten eines Schadens, die Aufmerksamkeit der Erwachsenen w&#228;re vergleichbar der vorbeugende Instandhaltung.</p>
<p>Wie ist zu erreichen, da&#223; aufmerksame Erwachsene eingreifen? Mir geht da der Vortrag von Friedrich von Hayek nicht aus dem Kopf</p>
<p>Moralische Grundlagen der Marktwirtschaft<br />
<a href="http://www.vwl-wu.at/images/marktwirtschaft%20und%20moral.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.vwl-wu.at/images/marktwirtschaft%20und%20moral.pdf'>http://www.vwl-wu.at/images/marktwirtschaft%20und%20moral.pdf</a></p>
<p><i>Die wesentliche Regeln unserer Moral, haben sich erhalten, nicht weil Individuen sie rechtfertigen k&#246;nnen, sondern weil jene Gruppen, die sie praktizierten, florierten. </i></p>
<p>Er beschreibt, warum die Religion gebundene Moral in einer s&#228;kul&#228;ren Gesellschaft gef&#228;hrdet ist. Als weitere Gefahr der moralischen Regeln sehe ich ihre Substitution durch Gesetze, die den B&#252;rger als Verletzer der moralischen Regeln entlasten. Sowohl als T&#228;ter wie als Zeugen. </p>
<p>Die Frage ist, wie k&#246;nnen in einer Gesellschaft, in der moralische Regeln  nicht mehr eingehalten werden, wie zum Beispiel du sollst nicht besch&#228;digen oder entwenden anderer Menschen Eigentum (zu der ja auch die Gesundheit geh&#246;rt), diese moralischen Regeln reanimiert werden. </p>
<p>Ich denke, da&#223; Friedrich von Hayek hat recht mit seiner Beobachtung hat, das die Legitimation moralischer Regeln der praktischer Erfolg der sie befolgenden Gruppen ist. </p>
<p>Hayek Werk ist ein Gesamtkunstwerk des Denkens. Da kann man sich nicht aussuchen, was einem passt und was nicht. Bei Adam Smith ist das &#228;hnlich</p>
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	<item>
		<title>Von: Statler</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3335</link>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 20:16:57 +0000</pubDate>
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		<description>Ich f&#252;rchte, da hat mechanism design nicht so viel zu bieten. Wenn, dann vielleicht im Vorhinein: Wenn man Lizenzen f&#252;r Alkoholverkauf vergibt, m&#252;&#223;te man zwischen ehrlichen und nicht ehrlichen Verk&#228;ufern unterscheiden k&#246;nnen -- aber wie? Einerseits k&#246;nnte man vereinbaren, da&#223; nicht diejenigen eine Lizenz bekommen, die den h&#246;chsten Preis daf&#252;r bieten, denn die Ehrlichen werden einen geringeren Gewinn einfahren, also eine geringere Zahlungsbereitschaft haben. Aber die nicht Ehrlichen k&#246;nnen die Ehrlichen einfach imitieren, indem sie wenig bieten. Es ist schwierig bis unm&#246;glich, hier ein separierendes Gleichgewicht hinzubekommen.

Also hilft nur die gute, alte Abschreckung: Wenn die Entdeckungswahrscheinlichkeit f&#252;r Alkoholverkauf an Minderj&#228;hrige gering ist, dann mu&#223; die Strafe sehr hoch werden. Mit einer sehr hohen Strafe S und einer geringen Entdeckungswahrscheinlichkeit p kann p*S, die erwartete Strafe, immer noch abschreckend sein, auch wenn p ziemlich klein ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich f&#252;rchte, da hat mechanism design nicht so viel zu bieten. Wenn, dann vielleicht im Vorhinein: Wenn man Lizenzen f&#252;r Alkoholverkauf vergibt, m&#252;&#223;te man zwischen ehrlichen und nicht ehrlichen Verk&#228;ufern unterscheiden k&#246;nnen &#8212; aber wie? Einerseits k&#246;nnte man vereinbaren, da&#223; nicht diejenigen eine Lizenz bekommen, die den h&#246;chsten Preis daf&#252;r bieten, denn die Ehrlichen werden einen geringeren Gewinn einfahren, also eine geringere Zahlungsbereitschaft haben. Aber die nicht Ehrlichen k&#246;nnen die Ehrlichen einfach imitieren, indem sie wenig bieten. Es ist schwierig bis unm&#246;glich, hier ein separierendes Gleichgewicht hinzubekommen.</p>
<p>Also hilft nur die gute, alte Abschreckung: Wenn die Entdeckungswahrscheinlichkeit f&#252;r Alkoholverkauf an Minderj&#228;hrige gering ist, dann mu&#223; die Strafe sehr hoch werden. Mit einer sehr hohen Strafe S und einer geringen Entdeckungswahrscheinlichkeit p kann p*S, die erwartete Strafe, immer noch abschreckend sein, auch wenn p ziemlich klein ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Libero</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3328</link>
		<dc:creator>Libero</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 19:11:14 +0000</pubDate>
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		<description>@Statler

wenn ich Sie richtig verstanden habe, ging es um asymmetrische Informationen. Kann man diesen Werkzeugkasten auf den Fall der edlen Frau von Leyen anwenden?

Eigentlich sollte es eine Regel sein, da&#223; Erwachsene Heranwachsende nicht nach ihren Vorstellungen mit Alkohol und nikotinhaltigen Waren versorgen. Auch dann nicht, wenn sie vom Verkauf leben. Die Zielorgane beider Drogen, Lungen und Gehirn sind nun mal w&#228;hrend des Heranwachsens noch schwer besch&#228;ftigt. Das Gehirn wird bekanntlich, nicht bei allen, so doch bei vielen Heranwachsenden neu organisiert. 

Dann gibt es noch das Jugendschutzgesetz. 

Das ist in etwa das, was ein Vater weiss.

Nun zum Verk&#228;ufer

Der weiss, da&#223; es kaum einen Erwachsenen geben wird, der einen Verk&#228;ufer deshalb anmachen wird, weil er in seinem Beisein Alkohol oder Zigaretten an Jugendliche verkauft. Da es ja ein Jugendschutzgesetz gibt, kann er die Verantwortung f&#252;r seine unt&#228;tiges Zusehen ohne Verlust seiner Unbescholtenheit vor sich selbst an die Beh&#246;rden abtreten. Ist ja gesetzlich geregelt und er ist kein Vertreter des Gesetzes

Das weiss also der Verk&#228;ufer. Es gibt ein Gesetz, aber ich werde nicht ertappt, au&#223;er durch mich selbst, durch mein Gewissen und da bin ich fein raus, denn solange ich nicht angeklagt oder gar verurteilt bin, bin ich vor mir selbst unbescholten. Ein ehrenhaft handelnder H&#228;ndler. Obwohl ich genau weiss, da&#223; ich selbst der Zeuge daf&#252;r bin, da&#223; ich ein Gesetz &#252;bertrete und mich selbst verurteilen k&#246;nnte. Aber wie gesagt, es kommt nicht dazu, also bin ich unbescholten, der reinste Engel. Zumindest nach Au&#223;en.

Wie bringt man einen solchen Verk&#228;ufer dazu, sich entsprechend der Erwartungen eines besorgten Vaters zu verhalten, denn das Gesetz wird offensichtlich nicht abschreckend, da die Beh&#246;rden nicht wissen, was der Verk&#228;ufer nat&#252;rlich weiss. 

Haben die Laureaten f&#252;r eine solche Situation Spielregeln vorgeschlagen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Statler</p>
<p>wenn ich Sie richtig verstanden habe, ging es um asymmetrische Informationen. Kann man diesen Werkzeugkasten auf den Fall der edlen Frau von Leyen anwenden?</p>
<p>Eigentlich sollte es eine Regel sein, da&#223; Erwachsene Heranwachsende nicht nach ihren Vorstellungen mit Alkohol und nikotinhaltigen Waren versorgen. Auch dann nicht, wenn sie vom Verkauf leben. Die Zielorgane beider Drogen, Lungen und Gehirn sind nun mal w&#228;hrend des Heranwachsens noch schwer besch&#228;ftigt. Das Gehirn wird bekanntlich, nicht bei allen, so doch bei vielen Heranwachsenden neu organisiert. </p>
<p>Dann gibt es noch das Jugendschutzgesetz. </p>
<p>Das ist in etwa das, was ein Vater weiss.</p>
<p>Nun zum Verk&#228;ufer</p>
<p>Der weiss, da&#223; es kaum einen Erwachsenen geben wird, der einen Verk&#228;ufer deshalb anmachen wird, weil er in seinem Beisein Alkohol oder Zigaretten an Jugendliche verkauft. Da es ja ein Jugendschutzgesetz gibt, kann er die Verantwortung f&#252;r seine unt&#228;tiges Zusehen ohne Verlust seiner Unbescholtenheit vor sich selbst an die Beh&#246;rden abtreten. Ist ja gesetzlich geregelt und er ist kein Vertreter des Gesetzes</p>
<p>Das weiss also der Verk&#228;ufer. Es gibt ein Gesetz, aber ich werde nicht ertappt, au&#223;er durch mich selbst, durch mein Gewissen und da bin ich fein raus, denn solange ich nicht angeklagt oder gar verurteilt bin, bin ich vor mir selbst unbescholten. Ein ehrenhaft handelnder H&#228;ndler. Obwohl ich genau weiss, da&#223; ich selbst der Zeuge daf&#252;r bin, da&#223; ich ein Gesetz &#252;bertrete und mich selbst verurteilen k&#246;nnte. Aber wie gesagt, es kommt nicht dazu, also bin ich unbescholten, der reinste Engel. Zumindest nach Au&#223;en.</p>
<p>Wie bringt man einen solchen Verk&#228;ufer dazu, sich entsprechend der Erwartungen eines besorgten Vaters zu verhalten, denn das Gesetz wird offensichtlich nicht abschreckend, da die Beh&#246;rden nicht wissen, was der Verk&#228;ufer nat&#252;rlich weiss. </p>
<p>Haben die Laureaten f&#252;r eine solche Situation Spielregeln vorgeschlagen?</p>
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	<item>
		<title>Von: Statler</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3325</link>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 17:54:29 +0000</pubDate>
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		<description>Nein, nicht wirklich. Denn ich versuche ja als einzelner K&#228;ufer einen Handelsgewinn f&#252;r mich herauszuschlagen. Wenn ich meine wahre, maximale Zahlungsbereitschaft leiste, dann k&#246;nnte ich genauso gut das Geld in den H&#228;nden behalten oder die Auktion gewinnen. Ich bin sozusagen zwischen beiden Ergebnissen indifferent. Also mache ich zwei Dinge: i) Ich gebe eim Umschlag ein Gebot ab, das zumindest ein wenig unter meiner wahren Zahlungsbereitschaft liegt, damit mir irgendein Handelsgewinn aus der Transaktion bleibt, und ii) ich spekuliere, wie wohl die Zahlungsbereitschaften meiner Mitbieter sind -- und wenn ich die als eher gering einsch&#228;tze, dann werde ich wom&#246;glich sogar einen ziemlich gro&#223;en Abschlag von meiner wahren Zahlungsbereitschaft vornehmen, wenn ich mein Gebot formuliere.

Der Auweg ist eine second-price auction. Da gewinnt derjenige, der das h&#246;chste Gebot abgibt, er mu&#223; dann aber nur einen Preis in H&#246;he des zweith&#246;chsten Gebotes zahlen. Da ist mir also als h&#246;chster Bieter ein Handelsgewinn sicher, auch wenn ich meine wahre Zahlungsbereitschaft angebe. Und andererseits habe ich keinen Anreiz, unter meiner wahren Zahlungsbereitschaft zu bleiben, weil ich damit meine Chancen reduzieren w&#252;rde, die Auktion zu gewinnen. Mit diesen Spielregeln bekomme ich also tats&#228;chlich die wahre Zahlungsbereitschaft der Bieter heraus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, nicht wirklich. Denn ich versuche ja als einzelner K&#228;ufer einen Handelsgewinn f&#252;r mich herauszuschlagen. Wenn ich meine wahre, maximale Zahlungsbereitschaft leiste, dann k&#246;nnte ich genauso gut das Geld in den H&#228;nden behalten oder die Auktion gewinnen. Ich bin sozusagen zwischen beiden Ergebnissen indifferent. Also mache ich zwei Dinge: i) Ich gebe eim Umschlag ein Gebot ab, das zumindest ein wenig unter meiner wahren Zahlungsbereitschaft liegt, damit mir irgendein Handelsgewinn aus der Transaktion bleibt, und ii) ich spekuliere, wie wohl die Zahlungsbereitschaften meiner Mitbieter sind &#8212; und wenn ich die als eher gering einsch&#228;tze, dann werde ich wom&#246;glich sogar einen ziemlich gro&#223;en Abschlag von meiner wahren Zahlungsbereitschaft vornehmen, wenn ich mein Gebot formuliere.</p>
<p>Der Auweg ist eine second-price auction. Da gewinnt derjenige, der das h&#246;chste Gebot abgibt, er mu&#223; dann aber nur einen Preis in H&#246;he des zweith&#246;chsten Gebotes zahlen. Da ist mir also als h&#246;chster Bieter ein Handelsgewinn sicher, auch wenn ich meine wahre Zahlungsbereitschaft angebe. Und andererseits habe ich keinen Anreiz, unter meiner wahren Zahlungsbereitschaft zu bleiben, weil ich damit meine Chancen reduzieren w&#252;rde, die Auktion zu gewinnen. Mit diesen Spielregeln bekomme ich also tats&#228;chlich die wahre Zahlungsbereitschaft der Bieter heraus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: R.A.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3277</link>
		<dc:creator>R.A.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 08:34:12 +0000</pubDate>
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		<description>Vielleicht kann man das ja nicht einfacher erkl&#228;ren - aber meine Oma h&#228;tte den Text eher nicht verstanden. 
Daf&#252;r h&#228;tte sie aber die L&#246;sung gekannt: Einfach die alte Goethe-Methode mit dem Gebot im verschlossenen Umschlag.
Da kriegt man das, was dem K&#228;ufer die Sache wert ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht kann man das ja nicht einfacher erkl&#228;ren &#8211; aber meine Oma h&#228;tte den Text eher nicht verstanden.<br />
Daf&#252;r h&#228;tte sie aber die L&#246;sung gekannt: Einfach die alte Goethe-Methode mit dem Gebot im verschlossenen Umschlag.<br />
Da kriegt man das, was dem K&#228;ufer die Sache wert ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3263</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 18:23:53 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r das hilfreiche Update! &quot;Lets boil the problem down to its essence&quot;, steht da drin, und meine Grossmutter nannte diesen Kochvorgang &quot;Einreduzieren&quot;. Das Wort sagt alles dar&#252;ber, warum sie sich krank ge&#228;rgert h&#228;tte, nicht gleich Tylers Angebot von $ 100k angenommen zu haben , anstatt es sich von nobelpreisw&#252;rdigen Wirtschaftswissenschaftlern per Auktion auf $ 60k einreduzieren zu lassen.

Sorry, wenn ich etwas missverstanden habe; es sind die Gene...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r das hilfreiche Update! &#8220;Lets boil the problem down to its essence&#8221;, steht da drin, und meine Grossmutter nannte diesen Kochvorgang &#8220;Einreduzieren&#8221;. Das Wort sagt alles dar&#252;ber, warum sie sich krank ge&#228;rgert h&#228;tte, nicht gleich Tylers Angebot von $ 100k angenommen zu haben , anstatt es sich von nobelpreisw&#252;rdigen Wirtschaftswissenschaftlern per Auktion auf $ 60k einreduzieren zu lassen.</p>
<p>Sorry, wenn ich etwas missverstanden habe; es sind die Gene&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Statler</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/15/maskin-et-al/comment-page-1/#comment-3260</link>
		<dc:creator>Statler</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 17:59:50 +0000</pubDate>
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		<description>Naja, &quot;tools and methods&quot; ist vielleicht etwas mi&#223;verst&#228;ndlich formuliert, so als ob die drei ein Universalwerkzeug zur Anwendung auf Situationen mit asymmetrischer Information erfunden h&#228;tten. Ganz so ist es nicht. Man kann es vielleicht am ehesten als Erweiterung der traditionellen, nicht-kooperativen Spieltheorie sehen, mit dem Twist anzunehmen, da&#223; Individuen i) hinsichtlich irgendeines &#246;konomisch interessanten Parameters heterogen sind und ii) &#252;ber ihren wahren Parameterwert nur selbst informiert sind.

Die Frage ist dann: Wie setzt man die Anreize, die Spielregeln so, da&#223; diese Individuen sich so verhalten, da&#223; es entsprechend ihrer wahren Eigenschaften effizient ist? Oder anders: Wie bringt man sie (ohne Folter) dazu, durch ihr Handeln Informationen &#252;ber ihre wahren Eigenschaften preiszugeben? Das ist eigentlich der verbindende Grundansatz aller Beitr&#228;ge zum mechanism design, aber wie diese Frage dann beantwortet wird, das ist von Problem zu Problem dann nochmal sehr unterschiedlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja, &#8220;tools and methods&#8221; ist vielleicht etwas mi&#223;verst&#228;ndlich formuliert, so als ob die drei ein Universalwerkzeug zur Anwendung auf Situationen mit asymmetrischer Information erfunden h&#228;tten. Ganz so ist es nicht. Man kann es vielleicht am ehesten als Erweiterung der traditionellen, nicht-kooperativen Spieltheorie sehen, mit dem Twist anzunehmen, da&#223; Individuen i) hinsichtlich irgendeines &#246;konomisch interessanten Parameters heterogen sind und ii) &#252;ber ihren wahren Parameterwert nur selbst informiert sind.</p>
<p>Die Frage ist dann: Wie setzt man die Anreize, die Spielregeln so, da&#223; diese Individuen sich so verhalten, da&#223; es entsprechend ihrer wahren Eigenschaften effizient ist? Oder anders: Wie bringt man sie (ohne Folter) dazu, durch ihr Handeln Informationen &#252;ber ihre wahren Eigenschaften preiszugeben? Das ist eigentlich der verbindende Grundansatz aller Beitr&#228;ge zum mechanism design, aber wie diese Frage dann beantwortet wird, das ist von Problem zu Problem dann nochmal sehr unterschiedlich.</p>
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