Verdammte Besatzer!

16.10.2007 11:17 - Statler & Waldorf by Statler - 46 Kommentare

Warum man so oft versucht ist zu glauben, daß es zwischen doof-links und doof-rechts keinen großen Unterschied gibt: NBFS weiß es.

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46 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

neoliberaler, 16.10.2007 13:14

Nein, wirklich nicht.
Also links ist er, der gute Marcel und doof-links sicher auch. Aber gemäßigt links ?

Der Typ ist einfach ein Verschwörungstheoretiker ersten Grades.
Bei dem ist ja alles eine Verschwörung. Der 2.Weltkrieg, der 11.September, Kommentare die nicht seiner Meinung sind und Rechnungen, die er geschickt bekommt…

Ich würde mal sagen:
Lesen lachen und ignorieren…

Trotzdem danke für den Hinweis, dass er ne neue Paranoia hat…

 
Markus Oliver, 16.10.2007 13:30

Jetzt ist es soweit. Die Alliierten hatten eine moralische Garantenpflicht gegenüber Deutschland.

Im Grunde waren es dann wohl die USA, die Schuld an Ausschwitz waren.

Ich kann Statlers Deutschenhass seit meiner Rückkehr immer besser nachvollziehen.

Statler, 16.10.2007 13:36

Von Deutschenhass kann keine Rede sein, immerhin habe ich ja auch einen hiesigen Reisepass. Ich mag’s nur nicht, wenn sich ausgerechnet Deutsche zu Opfern der Geschichte stilisieren. Oder gar der Alliierten.

FG, 16.10.2007 13:42

“Deutsche” oder “die Deutschen”? (sorry, die Steilvorlage ist zu einfach)

Wobei wir uns in der Bewertung des Herrn Bartels absolut einig sind.

 
Markus Oliver, 16.10.2007 13:55

“Von Deutschenhass kann keine Rede sein, immerhin habe ich ja auch einen hiesigen Reisepass.”

Zu spät. Ich habe bereits Blut geleckt. ;-)

 
Libero, 16.10.2007 16:29

@Statler

Die Deutschen stilisieren sich zu Opfern der Geschichte, oder gar der Allierten?

Alle im Widerstand?

Die Deutschen?
Die Allierten?

Alle Deutschen?
Alle Allierten?

Klingt sehr nach Kollektivismus und nicht nach einem Liberalen

Waren alle damaligen Deutschen Teufel und alle damaligen Allierten Engel?

Nicht jeder, der gegen die Nazis kämpfte, war deshalb ein Engel.

Statler, 16.10.2007 16:35

?

Da steht “ich mag es nicht, wenn ausgerechnet Deutsche…”

und nicht

“ich mag es nicht, wenn ausgerechnet DIE DEUTSCHEN…”

Libero, 16.10.2007 16:53

@Statler

Wie ich bereits schrieb, ist das zuallerst eine innerenglische Kontroverse, die früher nicht begonnen werden konnten, weil viele Dokumente erst nach 1970 freigegeben wurden.
wenn ausgerechnet Deutsche
Wieso eigentlich “ausgerechnet”? Ist das jetzt Sippenhaft? Ein Deutscher während der Nazizeit ist immer ein Nazi, egal, wie er sich während des Krieges verhalten hat. Der kann sich nur teuflisch verhalten haben.

War Eduard Schulte, Wehrwirtschaftsführer und Generaldirektor von Georg Giesches Erben auch nur ein elender Nazi?

 
 
 
 
Marco, 16.10.2007 16:08 Subscribed to comments via email

Ich kann Statlers Deutschenhass seit meiner Rückkehr immer besser nachvollziehen.

Wie dämlich ist das denn? Irgendwelche linken Iddioten plappern irgenwelchen Müll und “die Deutschen” müssen nun dafür gehasst werden. Nimm mal Deine Antikollektivismuspillen.

Markus Oliver, 16.10.2007 16:29

Willst du abstreiten, dass es so etwas wie typisch deutsche Eigenarten gibt?

Marco, 16.10.2007 16:41 Subscribed to comments via email

Ja. Es gibt nur Deutsche, wobei der Begriff des/der Deutschen verschieden definiert wird (ich definiere ihn nach kulturellen Kriterien und anhand der Individuen, womit z.B. der Besitz eines Lappens mit der Bezeichnung “Personalausweis” einen Menschen in meinen Augen nicht zum Deutschen macht, sondern zum Staatsbürger der Bundesrepublik), mit bestimmten Eigenarten.

Markus Oliver, 16.10.2007 16:51

Dann lass Dir von mir versichert sein, dass man Deutsche im Ausland erkennt.

Ich will das überhaupt nicht abwerten, mein Kommentar war in Bezug auf den Deutschenhass auch nicht ganz ernst gemeint.

Wenn es keine nationalen Eigenarten geben würde, wäre es nicht zu erklären warum viele Hoteliers im Ausland (ich nehme jetzt ganz einfach mal Kreta als Beispiel, weiß auch nicht warum… ;-) ) gerne deutsche Gäste haben wollen und Gäste anderer Nationen eher abweisen.

Die Hitliste der griechischen Hoteliers sieht in ungefähr so aus:

1. Skandinavier
2. Deutsche
3. Italiener
4. Franzosen

Die unteren Plätze nenne ich jetzt mal ganz absichtlich nicht.

Und nein, es hat nichts mit dem Geld zu tun. Personen anderer Nationaliäten zahlen nämlich auch gut.

Marco, 16.10.2007 16:59 Subscribed to comments via email

Es gibt schon bestimmte nationale Eigenarten, aber sind diese wirklich auf das Deutschsein zurückzuführen, oder darauf, dass wir einem sehr ausgebauten Erziehungs- und Disziplinierungsapparat des Staates unterworfen sind, der eine gewisse Homogenität erzwingt? Für mich ist ein Deutschschweizer auch ein Deutscher (ich habe es ja schon mal geschrieben, dass ich das für mich kulturell definiere), aber zwischen einem Deutschen aus der Schweiz und einem Deutschen aus der Bundesrepublik liegen wohl trotzdem häufig Welten.

Markus Oliver, 16.10.2007 17:05

Auf das Deutschsein ja.

Vom Rest habe ich nichts behauptet.

 
 
MartinM, 17.10.2007 08:15

Ja, wie diese “Hitliste” zustande kommt, kann ich mir gut vorstellen: nicht aus Kreta, aber aus den Erfahrungen eines befreundeten Hotelkochs, der lange im Ausland, in mehreren Ländern, gearbeitet und gelebt hat, entnehme ich, dass zumindest Schweden und Dänen (als geschätzter Druchschnittswert, mit vielen “Ausreißern) erstaunlich diszipliniert und erstaunlich tolerant (im Sinne von “Leben und Leben lassen”) sind, und nicht zur “nationalistischen Arroganz” neigen und deshalb das Gastland und die dort herrschenden Gebräuche respektieren.
Ich nehme an, dass es genau diese drei Eigenschaften – Selbstbeherrschung, Toleranz und Respekt gegenüber dem Gastland sind, die Skandinavier zu begehrten Gästen machen. Bei Deutschen sah es mal anders aus, aber da haben sich die Defizite an Weltoffenheit inzwischen weitgehend abgebaut. Da sich allerdings einige “alte Unsitten”, vor allen bei Gruppenreisenden, gehalten haben, sind die Deutschen nicht ganz so beliebt wie ihre nördlichen Nachbarn. Italiener gelten zwar nicht als Musterbeispiele an Disziplin, für aber als sehr entspannt und gelassen, und deshalb als angenehme Gäste, wie auch die Franzosen. (Die unteren Plätze der “Hitparade” lasse ich auch besser weg.)

Mag sein, dass es viele dieser “nationalen Eigenschaften” Klischees oder Vorurteile sind, und dafür, dass es so etwas wie einen “Nationalcharakter” gibt, sprechen solche Beobachtungen wirklich nicht. Aber als “groben Richtwert” kann man das durchaus gelten lassen.

Was sich auch immer wieder zeigt: Kulturen sind “wandlungsfähig”: Die Deutschen sind im Schnitt weltoffener geworden.

 
 
 
 
 
 
Paul13, 16.10.2007 13:54

@ neoliberaler

Das “gemäßigt” war natürlich ironisch gemeint (deswegen auch die Anführungszeichen), weil unser Marcel immer so demonstrativ mit dem SPD-Parteibuch wedelt, obwohl er selbst für die PDS inzwischen zu extrem sein dürfte.

neoliberaler, 16.10.2007 14:45

Ich glaube, der gute Bartels hat auf seine Art die üblichen links-rechts-Konventionen geprengt…

 
 
T. Albert, 16.10.2007 14:31

Ist doch alles Quatsch.
Die Schweiz war schuld.

 
Medea, 16.10.2007 14:49 Subscribed to comments via email

Ah ja, Stauffenberg und Co. wollten aber sicher keine Demokratie, sondern weiterhin einen Nazistaat, nur ohne Hitler. Sie wollten z. B. Polen behalten, von Frankreich das Elsass haben etc.

Offiziere sind Stützen der jeweiligen Gesellschaft. Und nach “nur” 12 Jahren fiel ihnen ein, dass es ein Unrechtsstaat war? Es fiel ihnen ein, als der erste Russe seinen Fuß auf ihre Ländereien im Osten stellte.

Die Alliierten haben recht daran getan, nicht mit solchen Leuten zu verhandeln!!!

 
Thorsten, 16.10.2007 14:52

Ein Bartels-Fan bin ich nun sicherlich nicht, aber ihm einfach eine “sarkastische Zusammenfassung” als Zitat in den Mund zu legen wie NBFS das getan hat (mittlerweile korrigiert), das ist auch nicht ganz die feine Art. Und was ist von dem Stauffenberg-Artikel von Wolfgang Eggert und seinen Quellen zu halten, der den eigentlichen Kern von Bartels’ Blogeintrag bildet?

Paul13, 16.10.2007 16:07

Wenn ich es verfälscht hätte, dann würde ich Deine Kritik ja verstehen, aber er hat genau das ja gesagt. Und in den Mund gelegt habe ich es ihm nicht.

 
 
Markus Oliver, 16.10.2007 15:10

Für die Apple-Fans: Das heiß ersehnte Leopard ist seit wenigen Augenblicken vorbestellbar. Yeah!

R.A., 16.10.2007 18:17

> Das heiß ersehnte Leopard ist seit
> wenigen Augenblicken vorbestellbar.
Wie?
Ohne große Ankündigung?
Ohne daß Steve es vorstellt?
Ohne daß gesagt wird, wie es mit der Modellpalette weitergeht (Mini!)?

Egal, die beste Nachricht hier im Thread ;-)

 
stefanolix, 16.10.2007 22:18 Subscribed to comments via email

Für diejenigen, die (wie ich) mit Apple-Computern nur stabil arbeiten wollen: wartet noch eine Weile ab oder installiert Euch eine dual-boot-Lösung ;-)

Statler, 16.10.2007 22:23

Glücklicherweise wird sich wieder Waldorf als early adoptor wie weiland Winkelried in die Bresche werfen und alle verbleibenden Betriebssystemfehler auf sich ziehen. Und dann sehen wir mal.

“Dem Leopard eine Gasse!”, sozusagen.

Markus Oliver, 17.10.2007 09:18

Ich habe es auch sofort bestellt. Hoffentlich tut es nicht dolle weh…

 
 
 
 
Libero, 16.10.2007 15:21

Marcel Bartels ist nicht ernstzunehmen. Der von im zitierte Wolfgang Eggert ist im Umfeld von LaRouche einzuordnen.

Trotzdem gibt es einen wahren Kern dieser Behauptung, selbst dann, wenn man alle am 20.07.1944 Beteiligten als ewiggestrige Antidemokraten und Antiliberale wertet.

Englische Quellen zu dem Sachverhalt

Richard Lamb
The Ghosts of Peace

British Intelligence and the July Bomb Plot of 1944: A Reappraisal 13 (4): 468 — War in History
http://wih.sagepub.com/cgi/content/abstract/13/4/468

aus dem google Cache vom gleichen Verfasser

Churchill, British Intelligence, and the German Opposition Question

Es geht im wesentlichen um ein englisches und amerikanisches Verhalten während des 2. Weltkrieg. Es ist also Sache vor allem der Engländer, das Verhalten zu beurteilen. Im Juni 1996 erschienen tatsächlich Leserbriefe in der Londoner Times, die auf einen Beitrag zum Umgang der Briten mit dem Deutschen aus dem Widerstand reagierten. Es ist Tatsache, das der deutsche Dienst der BBC am 22.07.1944 die Namen der Beteiligten nannte. Leider auch von Menschen, die noch gar nicht verhaftet waren.

Es ist bestimmt nicht die Sache von Deutschen, Engländer zu diktieren, wie Sie das Handeln der damals Verantwortlichen zu beurteilen haben.

Und nach “nur” 12 Jahren fiel ihnen ein, dass es ein Unrechtsstaat war?

@Medea, der Widerstand begann nicht am 20.07.1944. Bücher über den Widerstand scheinst du nicht viele zu kennen.

Sie wollten z. B. Polen behalten, von Frankreich das Elsass haben etc.
Die ersten deutschen Unterhändler waren vor Kriegsausbruch in England.

 
Marco, 16.10.2007 16:05 Subscribed to comments via email

Dass zwischen originär Linken (Sozialisten, Marxisten, Kommunisten) und dem, was heute so unter “rechts” subsumiert wird (Neo-Nazis, nationale Sozialisten etc.) scheinbar kein Unterschied vorhanden ist, liegt vielleicht daran, dass die “Rechten” gar nicht so rechts sind. Überhaupt ist mir kein Dokument bekannt, in dem relevante Exponenten der Nazis bespielsweise sich selbst als “rechts” eingeordnet hätten. Diese These gibt es meines Wissens erst seit den 60er/70er Jahren und etabliert seit den 80ern/90ern. Hingegen kenne ich einige Publikationen, in denen sich führende Nazis (Goebbels, Hitler) als links, marxistisch usw. einordnen und Hitler sogar sein Scheitern gegen Ende des 2ten WK darauf zurückführt, dass er nicht konsequent genug “gegen rechte, reaktionäre Elemente” in Verwaltung, Militär usw. vorgegangen sei. Auch der ital. Faschismus hat seine Wurzeln im linken Arbeitermilieu des Syndikalismus.

Paul13, 16.10.2007 16:28

@ Marco

Da muß ich Dir ausnahmsweise mal teilweise recht geben. Die extreme Rechte ist mitunter weiter links, als es der Rechten wie der Linken recht(s) ist. :-)

 
 
Libero, 16.10.2007 16:14

@Marco

Der Vorbehalt von Hitler war der eines verkrachten Kleinbürgers ohne Arbeitsethos gegenüber Adligen, Berufssoldaten und Bildungsbürgern, aber nicht der eines Linken gegenüber den Konservativen. Die Konservativen haben ihn zu Recht für einen plebijischen ordinären Emporkömmling gehalten.

Markus Oliver, 16.10.2007 16:33

“Der Vorbehalt von Hitler war der eines verkrachten Kleinbürgers ohne Arbeitsethos gegenüber Adligen, Berufssoldaten und Bildungsbürgern, aber nicht der eines Linken gegenüber den Konservativen.”

Ich verstehe diesen Satz nicht. Kannst Du ihn mir bitte noch einmal erklären?

 
 
T. Albert, 16.10.2007 16:46

@Marco, Paul und andere Rinks-Lechts-Historiker in deutschen Küchen
Gruss von meinem Grossvater und einem halbtotgeschlagenen Bruder meiner Grossmutter.
Gruss von der verdächtigen Nase meiner schwarzhaarigen Mutter.

Gruss von den ermordeten Sozialdemokraten, die, wie jeder weiss, Hitler per Ermächtigungsgesetz erst zur Macht verhalfen.

Gruss von Matteotti! Gruss von Antonio Gramsci! Gruss von den Juden des römischen Ghetto.

Grüsse aus Abbessinien!

Marco, 16.10.2007 16:50 Subscribed to comments via email

Was soll das? Versuchte Moralininjektion zur Beendigung einer unangenehmen Debatte? Versuch fehlgeschlagen. Libertäre haben nämlich so die schlimme Eigenart an sich, gern über alles frei zu reden oder die freie Rede zumindest zu tolerieren. Wirklich blöd sowas, nich Genosse?

 
Paul13, 16.10.2007 17:50

@ T. Albert

Habe ich irgendwas zur SPD gesagt? Die Linke ist schon noch ein bißchen breiter gefächert, und ich gehöre bestimmt nicht zu denen, die sie komplett oder ausschließlich kritisieren (sonst würde ich nicht immer wieder die linken Wurzeln beispielsweise der von mir geschätzten NeoCons betonen). Du darfst mir aber gerne erklären, wie weit rechts ein gewisser Mussolini (das ist der mit Abessinien) war, bevor er Faschist wurde.

T. Albert, 16.10.2007 18:28

@Paul,
Der Herr M. war sogar zeitweise Chefredaktor des “Avanti”.
Jeder weiss, dass er aus dem PS kam. Und? Spätestens seit 1920 wollte kein Sozialist mehr mit dem Typ zu tun haben. Weil er und seine Camarilla keine Linken und Demokraten waren, sondern die sozialdemokratische und liberale Kritik missbrauchte, um sie gegen sich selbst zu wenden. Matteotti hat das mit dem Leben bezahlt. Jeder wusste 1920, was er wollte. Abessinien war ein Raubkrieg, für den italienische, katholische Ehefrauen ihre Trauringe gespendet haben.

Hier, ausnahmsweise:
http://shiftingreality.wordpress.com/2007/08/08/matteotti-faszismus-als-retter-europaischer-gesittung-1924-ein-deutsches-zitat-1926/

Und jetzt verzeihen sie mir bitte, dass ich sowas nicht “sachlich” weiterdiskutieren kann. War der König wohl auch ein “Linker”, waren diejenigen Bürgerlichen Gruppen der Gesellschaft, die sofort mitmachten, auch alles “Linke”?