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	<title>Kommentare zu: Nur f&#252;nfzehn Kilometer von den Befreiern entfernt</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 11:56:35 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Von: Verbrochenes &#183; Was ändert sich, wenn die Gräfin es nicht war?</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3784</link>
		<dc:creator>Verbrochenes &#183; Was ändert sich, wenn die Gräfin es nicht war?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2007 15:25:43 +0000</pubDate>
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		<description>[...] kurzem verlinkten wir und andere diesen FAZ-Artikel, in dem es um die Verstrickungen einer Angeh&#246;rigen der Thyssen-Familie in [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] kurzem verlinkten wir und andere diesen FAZ-Artikel, in dem es um die Verstrickungen einer Angeh&#246;rigen der Thyssen-Familie in [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Alrik</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3658</link>
		<dc:creator>Alrik</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 21:28:06 +0000</pubDate>
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		<description>Nur Geraune und H&#246;rensagen ?

N&#246;, der Spiegel gibt Entwarnung.
Die Erschie&#223;ung war kein Partygag, sondern ein ganz normaler Vorgang in den letzten Kriegstagen, wo man halt marschunf&#228;hige Zwangsarbeiter erscho&#223;en hat statt sie den Russen zu &#252;berlassen.

Das man unter den Besuchern der Nazi-Afterworkparty das Erschie&#223;ungskommand  organisiert hat liegt wohl an der Qualifikation der G&#228;ste.
Bei sovielen Massenm&#246;rdern auf einen Haufen w&#228;re das auch f&#252;r mich die erste Anlaufstelle wenn ich ein Massaker organisieren wollte.

Nach dem sich das ja gekl&#228;rt hat, k&#246;nnen die Thyssens und alle anderen Betroffenen ja wieder beruhigt sein.

Ach ja, das dieses Verbrechen immer noch nicht ganz aufgekl&#228;rt ist, das ist der wirkliche Skandal, nicht ob die Opfer als Partygag oder aus eiskalter Berechnung get&#246;tet wurden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur Geraune und H&#246;rensagen ?</p>
<p>N&#246;, der Spiegel gibt Entwarnung.<br />
Die Erschie&#223;ung war kein Partygag, sondern ein ganz normaler Vorgang in den letzten Kriegstagen, wo man halt marschunf&#228;hige Zwangsarbeiter erscho&#223;en hat statt sie den Russen zu &#252;berlassen.</p>
<p>Das man unter den Besuchern der Nazi-Afterworkparty das Erschie&#223;ungskommand  organisiert hat liegt wohl an der Qualifikation der G&#228;ste.<br />
Bei sovielen Massenm&#246;rdern auf einen Haufen w&#228;re das auch f&#252;r mich die erste Anlaufstelle wenn ich ein Massaker organisieren wollte.</p>
<p>Nach dem sich das ja gekl&#228;rt hat, k&#246;nnen die Thyssens und alle anderen Betroffenen ja wieder beruhigt sein.</p>
<p>Ach ja, das dieses Verbrechen immer noch nicht ganz aufgekl&#228;rt ist, das ist der wirkliche Skandal, nicht ob die Opfer als Partygag oder aus eiskalter Berechnung get&#246;tet wurden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3653</link>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 20:30:44 +0000</pubDate>
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		<description>Im Spiegel von heute (Ausgabe 43/22.10.07) steht auf Seite 22 unter dem Titel &quot;Massenmord als Partygag?&quot; ein kurzer Bericht zum Aufsatz von David R. L.Litchfeld. Mehrere Antisemtismusforscher sowie Wissenschaftler des Dokumentationsarchivs des &#246;sterreischischen Widerstandes kritisieren Litchfields Aufsatz. Zitat&quot; Der Engl&#228;nder [Litchfield] verbreite nur &quot;Geraune und H&#246;rensagen&quot;,..&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Spiegel von heute (Ausgabe 43/22.10.07) steht auf Seite 22 unter dem Titel &#8220;Massenmord als Partygag?&#8221; ein kurzer Bericht zum Aufsatz von David R. L.Litchfeld. Mehrere Antisemtismusforscher sowie Wissenschaftler des Dokumentationsarchivs des &#246;sterreischischen Widerstandes kritisieren Litchfields Aufsatz. Zitat&#8221; Der Engl&#228;nder [Litchfield] verbreite nur &#8220;Geraune und H&#246;rensagen&#8221;,..&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3574</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 19:05:18 +0000</pubDate>
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		<description>Ihre pers&#246;nliche Einstellung ist nicht nur grunds&#228;tzlich, sondern auch aus dem sehr grossen Abstand zu Tat und T&#228;tern verst&#228;ndlich. Ich bin da n&#228;her dran. Zu einer Kollektivschuld besteht auch keine Verpflichtung - f&#252;r den Fall, dass ich mich so angeh&#246;rt haben sollte. Ich lehne sie ab, wie Sie wissen, empfinde sie nur.

Ich finde aber, dass wir mit der von Ihnen zuletzt getroffenen Unterscheidung von Schuld, Scham und Verantwortung der Sache rational betrachtet auf den unsinnigen Grund gekommen sind. Sie wussten das f&#252;r sich zuvor, ich weiss es jetzt. Deshalb ersetze ich den Begriff &quot;Kollektivschuld&quot; ab sofort und unwiderruflich mit &quot;Kollektivscham&quot;; sie tr&#228;gt sich leichter, hat aber dasselbe (moralische) Gewicht. Eine Erleichterung, danke!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ihre pers&#246;nliche Einstellung ist nicht nur grunds&#228;tzlich, sondern auch aus dem sehr grossen Abstand zu Tat und T&#228;tern verst&#228;ndlich. Ich bin da n&#228;her dran. Zu einer Kollektivschuld besteht auch keine Verpflichtung &#8211; f&#252;r den Fall, dass ich mich so angeh&#246;rt haben sollte. Ich lehne sie ab, wie Sie wissen, empfinde sie nur.</p>
<p>Ich finde aber, dass wir mit der von Ihnen zuletzt getroffenen Unterscheidung von Schuld, Scham und Verantwortung der Sache rational betrachtet auf den unsinnigen Grund gekommen sind. Sie wussten das f&#252;r sich zuvor, ich weiss es jetzt. Deshalb ersetze ich den Begriff &#8220;Kollektivschuld&#8221; ab sofort und unwiderruflich mit &#8220;Kollektivscham&#8221;; sie tr&#228;gt sich leichter, hat aber dasselbe (moralische) Gewicht. Eine Erleichterung, danke!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Markus Oliver</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3573</link>
		<dc:creator>Markus Oliver</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 18:16:03 +0000</pubDate>
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		<description>Wow, was f&#252;r eine Ehre. Hannah Arendt hatte meine Gedanken... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, was f&#252;r eine Ehre. Hannah Arendt hatte meine Gedanken&#8230; ;-)</p>
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	<item>
		<title>Von: Epameroi</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3572</link>
		<dc:creator>Epameroi</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 18:08:42 +0000</pubDate>
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		<description>Man kann Nachfahren nicht dazu zwingen, sich mit der Schulod der V&#228;ter zu besch&#228;ftigen. Das kann nur ein freiwilliger Prozess sein.

Wichtiger - und leider fast ungekl&#228;rt - ist die Frage, ob man ererbte Verm&#246;genswerte, die z.B. mit unmenschlicher Zwangsarbeit erwirtschaftet wurden, einfach behalten darf. In der Regel ist das so gewesen und die Opfer wurden - wenn &#252;berhaupt - mit vergleichweise l&#228;ppischen Betr&#228;gen entsch&#228;digt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann Nachfahren nicht dazu zwingen, sich mit der Schulod der V&#228;ter zu besch&#228;ftigen. Das kann nur ein freiwilliger Prozess sein.</p>
<p>Wichtiger &#8211; und leider fast ungekl&#228;rt &#8211; ist die Frage, ob man ererbte Verm&#246;genswerte, die z.B. mit unmenschlicher Zwangsarbeit erwirtschaftet wurden, einfach behalten darf. In der Regel ist das so gewesen und die Opfer wurden &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; mit vergleichweise l&#228;ppischen Betr&#228;gen entsch&#228;digt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Björn</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3571</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 17:47:25 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;Und kann es nicht auch sein, dass diese eine unvergleichlich grosse Schuld des nationalsozialistischen gef&#252;hrten Landes sich danach zwangsl&#228;ufig aus kollektiver Scham zu kollektiver Schuld auswachsen musste - die ich im &#252;brigen auch nicht gern trage.&lt;/i&gt;

Nicht soweit es mich betrifft. &quot;Kollektivscham&quot; ist etwas, mit dem ich mich schon eher arrangieren k&#246;nnte. Aber ich sehe nicht, wie daraus &quot;schuld&quot; werden kann. Ich wurde dreieinhalb Dekaden nach dem Ende des zweiten Weltkriegs geboren... ich hatte nie die Chance einen Unterschied zu machen. Weder zum Guten, noch zum Schlechten. Und auch wenn ich mich f&#252;r das Sch&#228;me, was meine Gro&#223;eltern getan haben m&#246;gen, ich sehe nicht wie ich mich da schuldig gemacht habe. Wie aus der Scham f&#252;r etwas das andere getan haben, eigene Schuld entstehen soll.

&lt;i&gt;Ich w&#228;re vielmehr daran interessiert, mich durch individuelle Schuldzuweisungen entlastet zu sehen, wie es das moderne Strafrecht vorgibt, in dem es nur den Grundsatz individueller Verantwortlichkeit gibt. Hier geht das irgendwie nicht und geht nie - vorausgesetzt, man empfindet wie ich, und das tun viele. Kollektiv eben.&lt;/i&gt;

Was auch Ihr gutes Recht ist. W&#228;hrend ich - aus meiner Einstellung heraus - nicht akzeptiere, dass sich jemand &quot;schuldig&quot; gemacht haben kann an einem Verbrechen, dass lange vor seiner Geburt stattfand. Wie gesagt: &quot;Verantwortlich&quot; kann man f&#252;r mich auch als Nachfahre sein, aber eben nicht von Geburt an schuldig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Und kann es nicht auch sein, dass diese eine unvergleichlich grosse Schuld des nationalsozialistischen gef&#252;hrten Landes sich danach zwangsl&#228;ufig aus kollektiver Scham zu kollektiver Schuld auswachsen musste &#8211; die ich im &#252;brigen auch nicht gern trage.</i></p>
<p>Nicht soweit es mich betrifft. &#8220;Kollektivscham&#8221; ist etwas, mit dem ich mich schon eher arrangieren k&#246;nnte. Aber ich sehe nicht, wie daraus &#8220;schuld&#8221; werden kann. Ich wurde dreieinhalb Dekaden nach dem Ende des zweiten Weltkriegs geboren&#8230; ich hatte nie die Chance einen Unterschied zu machen. Weder zum Guten, noch zum Schlechten. Und auch wenn ich mich f&#252;r das Sch&#228;me, was meine Gro&#223;eltern getan haben m&#246;gen, ich sehe nicht wie ich mich da schuldig gemacht habe. Wie aus der Scham f&#252;r etwas das andere getan haben, eigene Schuld entstehen soll.</p>
<p><i>Ich w&#228;re vielmehr daran interessiert, mich durch individuelle Schuldzuweisungen entlastet zu sehen, wie es das moderne Strafrecht vorgibt, in dem es nur den Grundsatz individueller Verantwortlichkeit gibt. Hier geht das irgendwie nicht und geht nie &#8211; vorausgesetzt, man empfindet wie ich, und das tun viele. Kollektiv eben.</i></p>
<p>Was auch Ihr gutes Recht ist. W&#228;hrend ich &#8211; aus meiner Einstellung heraus &#8211; nicht akzeptiere, dass sich jemand &#8220;schuldig&#8221; gemacht haben kann an einem Verbrechen, dass lange vor seiner Geburt stattfand. Wie gesagt: &#8220;Verantwortlich&#8221; kann man f&#252;r mich auch als Nachfahre sein, aber eben nicht von Geburt an schuldig.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gast</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3570</link>
		<dc:creator>Gast</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 17:46:51 +0000</pubDate>
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		<description>Schrecklich natuerlich. Allerdings weigert sich die Vernunft in mir darin &quot;das Boese&quot; zu sehen. Wenn ueberhaupt ist das Boese ein Begriff fuer das was wir uns nicht vorstellen koennen zu tun. Es passiert aber trotzdem immer wieder.

Und Statler, deine situationsbedingte Fassungslosigkeit ist verstaendlich da durch die Beschreibung imFAZ Artikelein starkes, kontrastreiches Bild gezeichnet wird. Aber, wie do schon sagst, die Rote Armee in der Naehe, die Struktur die man fuer sicher angenommen hat kurz vor dem Zusammenbruch. Ich glaube dass in dieser Situationen Menschen sehr dazu neigen irrational zu handeln. 

Aber ob nun das Boese oder nicht. Wiederlich ist es, und aufgeklaert gehoert es. Aber die Nachfahren nun beschuldigen, nein. Zudem muss man gerade in Deutschland immer wieder feststellen, dass die Elite, der Adel, die Wohlhabenderen immer eine beliebte Zielgruppe sind. Ob nun verdient oder nicht. Auf eine ganz andere Weise ist das auch wiederlich und ich bin sehr oft froh wenn ich Deutschland einmal wieder fuer eine Zeit den Ruecken kehren kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schrecklich natuerlich. Allerdings weigert sich die Vernunft in mir darin &#8220;das Boese&#8221; zu sehen. Wenn ueberhaupt ist das Boese ein Begriff fuer das was wir uns nicht vorstellen koennen zu tun. Es passiert aber trotzdem immer wieder.</p>
<p>Und Statler, deine situationsbedingte Fassungslosigkeit ist verstaendlich da durch die Beschreibung imFAZ Artikelein starkes, kontrastreiches Bild gezeichnet wird. Aber, wie do schon sagst, die Rote Armee in der Naehe, die Struktur die man fuer sicher angenommen hat kurz vor dem Zusammenbruch. Ich glaube dass in dieser Situationen Menschen sehr dazu neigen irrational zu handeln. </p>
<p>Aber ob nun das Boese oder nicht. Wiederlich ist es, und aufgeklaert gehoert es. Aber die Nachfahren nun beschuldigen, nein. Zudem muss man gerade in Deutschland immer wieder feststellen, dass die Elite, der Adel, die Wohlhabenderen immer eine beliebte Zielgruppe sind. Ob nun verdient oder nicht. Auf eine ganz andere Weise ist das auch wiederlich und ich bin sehr oft froh wenn ich Deutschland einmal wieder fuer eine Zeit den Ruecken kehren kann.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3569</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 15:33:46 +0000</pubDate>
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		<description>Ich schicke voraus: Ich bin stolz auf meine Oma, die sich nicht schuldig gemacht und ein NS-Mutterkreuz explizit abgelehnt hat, was schon eine Leistung war, f&#252;hle mich deshalb aber nicht davon ausgenommen, mich f&#252;r die zu sch&#228;men, die es angenommen haben. Noch viel mehr sch&#228;me ich mich aber f&#252;r Oma &quot;Margit&quot;, die ein Mordsfest veranstaltet haben soll.

Kommt hier Schuld aus Scham? Kann das sein? Und kann es nicht auch sein, dass diese eine unvergleichlich grosse Schuld des nationalsozialistischen gef&#252;hrten Landes sich danach zwangsl&#228;ufig aus kollektiver Scham zu kollektiver Schuld auswachsen musste - die ich im &#252;brigen auch nicht gern trage. Ich w&#228;re vielmehr daran interessiert, mich durch individuelle Schuldzuweisungen entlastet zu sehen, wie es das moderne Strafrecht vorgibt, in dem es nur den Grundsatz individueller Verantwortlichkeit gibt. Hier geht das irgendwie nicht und geht nie - vorausgesetzt, man empfindet wie ich, und das tun viele. Kollektiv eben.

Den Begriff der Kollektivschuld mit einer klar umrissenen Bedeutung zu f&#252;llen, gelingt mir nicht. Dass seine F&#252;llung im wesentlichen jenseits von rechtlichen aus moralischen Kriterien* besteht, macht es so kompliziert.

*oder besser &quot;moralischer Verwirrung&quot;, wie Laura weiter oben Hannah Arendt sagen l&#228;sst...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schicke voraus: Ich bin stolz auf meine Oma, die sich nicht schuldig gemacht und ein NS-Mutterkreuz explizit abgelehnt hat, was schon eine Leistung war, f&#252;hle mich deshalb aber nicht davon ausgenommen, mich f&#252;r die zu sch&#228;men, die es angenommen haben. Noch viel mehr sch&#228;me ich mich aber f&#252;r Oma &#8220;Margit&#8221;, die ein Mordsfest veranstaltet haben soll.</p>
<p>Kommt hier Schuld aus Scham? Kann das sein? Und kann es nicht auch sein, dass diese eine unvergleichlich grosse Schuld des nationalsozialistischen gef&#252;hrten Landes sich danach zwangsl&#228;ufig aus kollektiver Scham zu kollektiver Schuld auswachsen musste &#8211; die ich im &#252;brigen auch nicht gern trage. Ich w&#228;re vielmehr daran interessiert, mich durch individuelle Schuldzuweisungen entlastet zu sehen, wie es das moderne Strafrecht vorgibt, in dem es nur den Grundsatz individueller Verantwortlichkeit gibt. Hier geht das irgendwie nicht und geht nie &#8211; vorausgesetzt, man empfindet wie ich, und das tun viele. Kollektiv eben.</p>
<p>Den Begriff der Kollektivschuld mit einer klar umrissenen Bedeutung zu f&#252;llen, gelingt mir nicht. Dass seine F&#252;llung im wesentlichen jenseits von rechtlichen aus moralischen Kriterien* besteht, macht es so kompliziert.</p>
<p>*oder besser &#8220;moralischer Verwirrung&#8221;, wie Laura weiter oben Hannah Arendt sagen l&#228;sst&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Laura</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3566</link>
		<dc:creator>Laura</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 14:23:10 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Wo alle schuldig sind, da ist es niemand ... Ich habe es immer f&#252;r den Inbegriff moralischer Verwirrung gehalten, da&#223; sich im Deutschland der Nachkriegszeit diejenigen, die v&#246;llig frei von Schuld waren, gegenseitig und aller Welt versicherten, wie schuldig sie sich f&#252;hlten, wohingegen nur wenige der Verbrecher bereit waren, auch nur die geringste Spur von Reue zu zeigen.&quot;

Hannah Arendt</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wo alle schuldig sind, da ist es niemand &#8230; Ich habe es immer f&#252;r den Inbegriff moralischer Verwirrung gehalten, da&#223; sich im Deutschland der Nachkriegszeit diejenigen, die v&#246;llig frei von Schuld waren, gegenseitig und aller Welt versicherten, wie schuldig sie sich f&#252;hlten, wohingegen nur wenige der Verbrecher bereit waren, auch nur die geringste Spur von Reue zu zeigen.&#8221;</p>
<p>Hannah Arendt</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Björn</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3564</link>
		<dc:creator>Björn</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 13:49:12 +0000</pubDate>
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		<description>Ach, hat sie das? Was denn wie die Oma als Widerst&#228;ndlerin hingerichtet wurde? Ist man dann als Nachfahre von der Kollektivschuld ausgenommen? Oder ist man dann weniger kollektivschuldig? Und &#252;ber wie viele Generationen erstreckt sich die Kollektivschuld? Was ist mit Einwanderern? Die sind von der Kollektivschuld ausgenommen, weil ihre Gro&#223;eltern damals nicht dabei waren? Und Deutsche, die nach dem Weltkrieg nach &#220;bersee siedelten, gilt f&#252;r jene die Kollektivschuld auch noch? Gilt die Kollektivschuld nur f&#252;r Genozide oder auch f&#252;r normalen Mord? Was ist mit den Nachfahren von &quot;normalen&quot; M&#246;rdern? Haben da die Enkel auch eine Schuld an den Taten ihrer Gro&#223;eltern?

Sie merken: Ich bin kein Freund der Kollektivschuld f&#252;r Nachfahren und halte es da eher mit Eli Wiesel. Besonders so lange mir niemand klar erkl&#228;ren kann, wie Kollektivschuld eigentlich genau aussieht. Also, mir den Begriff mit einer klar umrissenen Bedeutung f&#252;llen kann.

Ich akzeptiere, dass ich als B&#252;rger eines Staats der aus dem Dritten Reich hervorging eine andere Verantwortung gegen&#252;ber den damaligen Opfern, ihren Nachfahren und der Geschichte an sich habe. 

Aber in Sachen Schuld w&#252;rde ich gerne nur f&#252;r die Taten zur Verantwortung gezogen haben, die ich begangen habe. Nicht f&#252;r die Taten meiner Eltern, Gro&#223;eltern oder derer Eltern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, hat sie das? Was denn wie die Oma als Widerst&#228;ndlerin hingerichtet wurde? Ist man dann als Nachfahre von der Kollektivschuld ausgenommen? Oder ist man dann weniger kollektivschuldig? Und &#252;ber wie viele Generationen erstreckt sich die Kollektivschuld? Was ist mit Einwanderern? Die sind von der Kollektivschuld ausgenommen, weil ihre Gro&#223;eltern damals nicht dabei waren? Und Deutsche, die nach dem Weltkrieg nach &#220;bersee siedelten, gilt f&#252;r jene die Kollektivschuld auch noch? Gilt die Kollektivschuld nur f&#252;r Genozide oder auch f&#252;r normalen Mord? Was ist mit den Nachfahren von &#8220;normalen&#8221; M&#246;rdern? Haben da die Enkel auch eine Schuld an den Taten ihrer Gro&#223;eltern?</p>
<p>Sie merken: Ich bin kein Freund der Kollektivschuld f&#252;r Nachfahren und halte es da eher mit Eli Wiesel. Besonders so lange mir niemand klar erkl&#228;ren kann, wie Kollektivschuld eigentlich genau aussieht. Also, mir den Begriff mit einer klar umrissenen Bedeutung f&#252;llen kann.</p>
<p>Ich akzeptiere, dass ich als B&#252;rger eines Staats der aus dem Dritten Reich hervorging eine andere Verantwortung gegen&#252;ber den damaligen Opfern, ihren Nachfahren und der Geschichte an sich habe. </p>
<p>Aber in Sachen Schuld w&#252;rde ich gerne nur f&#252;r die Taten zur Verantwortung gezogen haben, die ich begangen habe. Nicht f&#252;r die Taten meiner Eltern, Gro&#223;eltern oder derer Eltern.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Hardy</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3560</link>
		<dc:creator>Hardy</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 11:37:44 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Dann soll sie mal herausr&#252;cken damit, jetzt erst recht.&quot;
Vollste Zustimmung. Aber die Alarmglocken haben doch nicht getrogen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dann soll sie mal herausr&#252;cken damit, jetzt erst recht.&#8221;<br />
Vollste Zustimmung. Aber die Alarmglocken haben doch nicht getrogen.</p>
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		<title>Von: Lina</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3559</link>
		<dc:creator>Lina</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 11:31:56 +0000</pubDate>
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		<description>Danke, Libero, danke &quot;Perlentaucher&quot;!

Erst recherchieren, dann reden, kommt besser. Immerhin bleibt:

&quot;(Historiker) Benz h&#228;lt aber auch fest, dass sich die Familie Thyssen bei der Aufkl&#228;rung ihrer Verstrickung mit den Nationalsozialisten &#039;&#252;berhaupt nicht mit Ruhm bedeckt&#039; und immer noch eine &#039;Bringschuld&#039; hat.&quot;

Dann soll sie mal herausr&#252;cken damit, jetzt erst recht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke, Libero, danke &#8220;Perlentaucher&#8221;!</p>
<p>Erst recherchieren, dann reden, kommt besser. Immerhin bleibt:</p>
<p>&#8220;(Historiker) Benz h&#228;lt aber auch fest, dass sich die Familie Thyssen bei der Aufkl&#228;rung ihrer Verstrickung mit den Nationalsozialisten &#8216;&#252;berhaupt nicht mit Ruhm bedeckt&#8217; und immer noch eine &#8216;Bringschuld&#8217; hat.&#8221;</p>
<p>Dann soll sie mal herausr&#252;cken damit, jetzt erst recht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Libero</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3557</link>
		<dc:creator>Libero</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 10:15:09 +0000</pubDate>
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		<description>Konspirative Vorf&#228;lle - Die FAZ, die Bild und das Massaker von Rechnitz
http://www.perlentaucher.de/artikel/4232.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Konspirative Vorf&#228;lle &#8211; Die FAZ, die Bild und das Massaker von Rechnitz<br />
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	<item>
		<title>Von: JKG</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/10/18/nur-fuenfzehn-kilometer-von-den-befreiern-entfernt/comment-page-1/#comment-3555</link>
		<dc:creator>JKG</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 08:26:38 +0000</pubDate>
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		<description>Zu diesem FAZ-Artikel sollte man wissen, da&#223; es zu diesen Geschehnissen keinerlei handfeste Beweise gibt und vieles auf Ger&#252;chten beruht, der Autor kein Geschichtswissenschaftler ist und &#252;ber ihn sehr wenig bekannt ist, das Buch und der Inhalt von nahezu allen Fachexperten als Spekulation abgewiesen wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu diesem FAZ-Artikel sollte man wissen, da&#223; es zu diesen Geschehnissen keinerlei handfeste Beweise gibt und vieles auf Ger&#252;chten beruht, der Autor kein Geschichtswissenschaftler ist und &#252;ber ihn sehr wenig bekannt ist, das Buch und der Inhalt von nahezu allen Fachexperten als Spekulation abgewiesen wird.</p>
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