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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Wachstum in den USA

Statler, 02.11.2007

mankiw.jpg

(via Greg Mankiw)

Bemerkenswert genug, daß diese Volkswirtschaft trotz der Hypothekenkrise im dritten Quartal 2007 immer noch mit 3,9% p.a. gewachsen ist. Aber ein Wachstumsbeitrag von 2,1% von den Konsumausgaben? Trotz Hypothekenkrise und den damit einhergehenden größeren Schwierigkeiten, privaten Konsum durch höhere Verschuldung zu finanzieren?

Mein Bachgefühl ist, daß man so manchen Mythos wie den, daß Amerikaner ihr Konsumniveau nur durch exzessiven Kreditkartenverschleiß aufrechterhalten, doch mal einer Revision unterziehen sollte.



44 Kommentare zu “Wachstum in den USA”

  1. Markus Oliver

    Liegt das vielleicht daran, das die geplatzten Hypotheken zur Durchführung von Verbraucherinsolvenzen führen, die dann erst – wegen der Pfändungsfreigrenzen – bei diesen Personen zu einem erhöhten und neuerlichen Konsum führen?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wurden die geplatzten Hypotheken doch an Schuldner vergeben, die über nur sehr bescheidene Sicherheiten und niedrige Einkommen verfügten.

  2. Epameroi

    Woher kommen die 2,1% Konsum?

    Pressemeldungen was anderes:

    “Der Wachstumsschub im dritten Quartal kam den Angaben zufolge vor allem vom privaten Verbrauch. Die Konsumausgaben, die für zwei Drittel des Wachstums der US-Wirtschaft verantwortlich sind, stiegen den Angaben zufolge im dritten Vierteljahr kräftig um 3,0 Prozent.”

  3. Statler

    Die 2,1% sind der Beitrag des privaten Konsums zur GDP-Wachstumsrate von 3,9%. Da der Konsum nicht 100% des GDP ausmacht, muß der Konsum selbst dann natürlich um mehr als 2,1% wachsen, um einen 2,1%-Beitrag zum GDP-Wachstum insgesamt zu leisten.

  4. Epameroi

    Die Frage ist doch, wie lange man den angeblichen Kreditkartenverschleiß durchhalten könnte. Sowas funktioniert ja nur kurzfristig, dann machen die horrenden Zinsen weiterem ungezügelten Konsum schnell einen Strich durch die Rechnung.
    Es stimmt, dass man in den USA sehr lange von einer Kreditkarte zur anderen tanzen kann, aber die Schulden wereden dadurch ja nicht weniger.

  5. Florian

    ich bitte um Interpretationshilfe zu dieser Abbildung.

    Wenn jede einzelne Komponente des BIP um weniger als 3% wächst, wie kann dann das BIP um 3% wachsen?
    Scheint mir mathematisch nicht möglich zu sein.

    Oder bedeutet die Darstellung etwa, dass der private Konsum so gewachsen ist, dass die $-Zunahme des Konsums 2,1% des BIP entspricht?
    Falls diese Interpretation stimmt:
    Der Anteil des privaten Konsums am BIP dürfte so ca. bei 40% liegen.
    Demnach wäre der private Konsum also um über 5% gestiegen (= 2,1%/40%).
    Was mir in der jetzigen wirtschaftlichen Situation extrem stark erscheint.

  6. Statler

    Siehe oben, die rechten Balken geben den Beitrag der Komponenten zur GDP-Wachstumsrate an.

    In den USA fließen etwa 3/4 des GDP in privaten Konsum:
    http://www.bea.gov/newsreleases/national/gdp/gdpnewsrelease.htm

  7. Hardy

    Verbraucherinsolvenz und Pfändungsgrenzen? Gibt es die überhaupt in den USA? Und wie hoch sind sie dort sofern vorhanden. Kenne mich in dieser Hinsicht leider nicht aus.

  8. ChristianS

    Ja klar, 3,9% Gesamtwachstum sehen natürlich immer recht beeindruckend aus, insbesondere, wenn man die Komponente namens Zuwanderung konsequent unter den Tisch fallen lässt. Gibt einfach hübschere Zahlen, wenn man die Staaten hochjazzen möchte.

    Was ergibt sich eigentlich, wenn man das Deutsche Pro-Kopf-BIP, kaufkraftbereinigt mit dem Pro-Kopf-BIP der USA, ebenfalls kaufkraftbereinigt vergleicht? Und zwar einmal für BRD-USA 1989, und einmal für BRD-USA 2006?

  9. Statler

    Selber googeln macht schlau: “GDP PPP” und rumklicken. Wird aber eher ernüchternd für Sie.

  10. Parker8

    ChristianS macht den Punkt von Sebastian Dullien:

    According to the IMF figures (table B1), the US economy has produced a real per capita GDP growth of an average of 1.6 percent per year over the period 1999 to 2008 while the Euro economy has produced a real per capita GDP growth of an average of 1.8 percent per year. Interestingly, even Germany which hovered around stagnation for several years at the beginning of the decade, has reached a per-capita-growth rate of 1.5 percent per year, only slightly below that of the US.

  11. Statler

    Da der Dullien-Beitrag passwortgeschützt ist, weiß ich nicht, auf welche Daten er da zugreift. Bis 2008? Spökenkiekerei.

    Also, wenn wir den Penn Word Tables glauben, dann haben wir 1999-2004 ein um etwa 0,7% höheres durchschnittliches reales BIP-Wachstum pro Kopf in den USA als in Deutschland. 2005-2006 sind die USA wenn ich mich recht erinnere pro Kopf auch schneller gewachsen, 2007 — warten wir’s mal ab.

    Nebenbei wäre es wirklich spaßig zu sehen, welchen Einfluß Einwanderung im amerikanischen Maßstab auf das deutsche Pro-Kopf-BIP hätte, i.e. wie die so wunderbar flexible deutsche Volkswirtschaft eine Nettozuwanderung im oberen sechsstelligen Bereich pro Jahr produktiv nutzen würde.

    Die Amerikaner haben immer noch eine hohe Nettozuwanderung UND sie haben ein höheres reales Pro-Kopf-Wachstum als Deutschland. Da ist es dann doch ziemlich offensichtlich, wo hier die Sklerose herrscht.

  12. Parker8

    Pardon, das müsste klappen.

    Einwanderung ist einer der Gründe für das aggregierte US-Wachstum.

  13. Epameroi

    GDP PPP per capita ist nur sehr bedingt aussagekräftig. Da ist ein kleiner Tax Haven immer gut mit dabei.

  14. Epameroi

    Startistiken gibts viele:

    Rank | Country | GDP per hour 2006
    1 | Norway | 39.66
    2 | Luxembourg | 36.56
    3 | France | 35.72
    4 | United States | 35.29
    5 | Ireland | 35.04
    6 | Belgium | 34.17
    7 | The Netherlands | 32.54
    8 | Austria | 31.80
    9 | Sweden | 30.86
    10 | Denmark | 30.66
    11 | United Kingdom | 30.13
    12 | Germany | 29.44
    13 | Finland | 29.17
    14 | Italy | 28.97
    15 | Australia | 27.91
    16 | Canada | 27.90
    17 | Switzerland | 27.44
    18 | Japan | 25.61
    19 | Iceland | 24.60
    20 | Hong Kong | 24.58

  15. ChristianS

    Ein köstlicher Beitrag, Statler, und das auf so vielen Ebenen.

    Nun eine Ergänzung zum kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt. Im Jahr 1989, also vor der Wiedervereinigung, hat ein US-Bürger dort den 1,22fachen Wert eines Westdeutschen erzielt. Dieser Faktor ist heute höher. Er liegt nun bei 1,37 für das Jahr 2006.

    Nur hatten die Deutschen dazwischen eine Wiedervereinigung, in deren Folge eine allgemeine Rezession, eine Krise in der Bauwirtschaft ansonsten reichlich stagnative Phasen mit Mini-Wachstum, sowie nach einem kurzen Zwischenhoch um die Jahrtausendwende erst einen massiven Schock durch die Euro-Umstellung und dann bald darauf einen weiteren harten Schock durch die extreme Aufwertung des Euros gegenüber dem Dollar, bekannterweise pures Gift für eine Exportnation. Und all das gewürzt mit unserem angeblich so drastisch unterlegenem, sklerotisch-sozialistischem Wirtschaftssystem, welches bekanntermaßen mit Stumpf und Stil ausgerottet gehört.

    Die USA hatten nichts von alledem, sondern im Gegenteil einen der längsten Aufschwünge der Geschichte dieses Landes, vor allem aber keine Wiedervereinigung. Sowie natürlich ein drastisch überlegeneres, gottgleiches Wirtschaftssystem. Und hat sich verglichen mit der Bundesrepublik beim kaufkraftbereinigtem Pro-Kopf-BIP vom Faktor 1,22 auf 1,37 verbessert. Mehr nicht. Obwohl es dort keine Wiedervereinigung mit sagen wir mal Mexiko gab. Soviel zum Thema Sklerose.

  16. ChristianS

    Nun noch zum richtig lustigen Teil Ihrer Antwort, Statler – da gibt es nämlich einiges an Erklärungsbedarf. Sie schreiben da ja äußerst fröhlich vor sich hin, ob Deutschland wohl eine Einwanderung im US-Amerikanischen Maßstab ebenfalls so leicht verkraftet hätte. Das wirft bei mir dann doch einige Fragen auf. Ich meine mich nämlich zu erinnern, gerade von Ihnen doch deutliche Forderungen nach im Prinzip unbegrenzter Einwanderung gelesen zu haben. Und zwar nicht, wie im Fall der USA nach streng geregelten Kriterien, nach denen möglichst viele qualifizierte Leute mit guten Englischkenntnissen ins Land kommen sollen, sondern im Gegenteil, bei Ihnen stand doch unter anderem Einwanderung aus Afrika ganz hoch im Kurs, oder? Mit anderen Worten aus Ländern, und von Leuten, um deren Reichtum und Qualifikation es im Vergleich zu zum Beispiel Mexiko richtig schlecht steht – und wir wissen doch alle, wogegen die USA diesen hübschen Grenzzaun im Süden gebaut haben, richtig?

    Außerdem meine ich mich ebenfalls an Äußerungen von Ihrer Seite zu erinnern, die der Einwanderung einen äußerst positiven wirtschaftlichen Effekt beigemessen hat. Gilt dieser Effekt also nicht mehr, wenn es um eine Pro-Kopf-Betrachtung geht? Auch dies meine ich anders in Erinnerung zu haben, aber man kann sich da ja so leicht täuschen in solchen Dingen, Sie wissen ja, wie das ist.

    Dennoch, all dies wirft dann doch Fragen auf. Statler, sind Ihre neuen Aussagen also etwa so zu interpretieren, dass Sie mit Ihrer Forderung nach praktisch unbegrenzter Zuwanderung also offenen Auges etwas gefordert haben, das nach Ihrer eigenen Ansicht richtig miese Auswirkungen auf unser Land haben würde? Denn dass die pro-Kopf-Zahlen nicht gerade irrelevant sind, da sind wir uns doch hoffentlich einig, oder?

  17. Statler

    Genau, Sie haben mich durchschaut, ich lege es darauf an, unser schönes Vaterland durch Masseneinwanderung in den Ruin zu treiben.

    Also nochmals: Einwanderung hat positive Effekte, wenn sie in einen flexiblen Arbeitsmarkt erfolgt.

    Und abgesehen davon: Gewöhnen Sie sich mal einen vernünftigen Ton an, sonst könnte das dort oben Ihr letzter Kommentar hier gewesen sein.

  18. ChristianS

    Nun, Statler, nice try, doch es geht nicht ums “durchschauen” einer bösen Verschwörung gegen das ach so “geliebte Vaterland”. Darüber müssen wir uns nicht unterhalten.

    Der Punkt ist vielmehr, dass ein “Die Grenzzäune der EU sind menschenverachtend, reißt sie ab und lasst sie alle ins Land herein! (Und der Wirtschaft hilft das auch!)” kombiniert mit einem leicht hämischen “Na, ob Deutschland wohl so eine Einwanderung, wie die USA ebensogut verkraften würde?” nicht gerade wie ein Paradebeispiel der Glaubwürdigkeit erscheint. Auch nicht, wenn man noch hinzufügt, dass das mit den positiven Effekten der Einwanderung für flexible Arbeitsmärkte gelten soll. Dann wäre eine vehemente Forderung nach dem Niederreißen aller Zäune für selbst die unqualifiziertesten Menschen aus den allerärmsten Entwicklungsländern für die EU immer noch widersprüchlich, denn unsere Arbeitsmärkte sind ja bekanntermaßen sklerotisch.

    Gerade bei uns in Deutschland sieht man das ja deutlich, so eine Wiedervereinigung und ein paar lächerliche externe Schocks können keine Rechtfertigung dafür sein, dass sich die USA gegenüber uns im kaufkraftbereinigtem Pro-Kopf-BIP vom Faktor 1,22 vor der Wiedervereinigung und den diversen erheblichen Turbulenzen in ihrem Gefolge auf gigantische 1,37 achtzehn Jahre später verbessern konnten.

  19. Markus Oliver

    Die Frage stelle ich mir auch schon seit einiger Zeit. Ohne mit konkreten Zahlen zur Gesamtlage aufwarten zu können, kenne ich aber mehrere Einzelfälle bei denen bei diesen Verhaltensweisen vor allem die Banken enorme Verluste gemacht haben.

    So wie ich das erlebt habe sind die Verbraucher von einer Kreditkarte zur nächsten gesprungen und haben dann auch noch innerhalb der Familien Vermögenswerte verschoben – natürlich unbeweisbar -.

    Die Zwangsvollstreckungen führen regelmäßig ins Leere. Wenn die Banken Glück haben, bekommen sie Immobilieneigentum. In sehr vielen Fällen ist aber leider auch diesen Immobilieneigentum eher eine Last als wirklich eine Befriedigung der Schuldner, weil die Immobilien durch die schlechte Finanzlage der Schuldner schlecht gepflegt wurden und ausgerechnet diese Schuldner natürlich auch nicht die gerade wertvollsten Immobilien ihr Eigentum nennen. Wenn die Leute dann noch so schlau waren ihre Konsumgüter über Kreditkartendarlehen und mit Übereignung des Eigentums (und nicht als Ratenkauf, der einen Eigentumsvorbehalt mit sich bringt), dann bekommen die Schuldner nichts – wirklich gar nichts, nicht einen Cent.

    Und die ganz abgebrühten Schuldner kramen irgendwo in der Verwandtschaft noch einen Behinderten oder Unterstützungsbedürftigen hervor und lassen sich die Pfändungsfreigrenzen anheben. Dann können diese Leute sogar noch ein Zusatzeinkommen haben an das man nicht heran kommt.

    Das Resultat ist dann, dass diese Schuldner mit ihrer Lebensweise manchmal unglaubliche Güter anhäufen konnten und mehre hunderttausend Euro Schulden haben, nach kurzer Zeit im Wege der Verbraucherinsolvenz schuldenfrei sind und sich danach kaputtlachen, dass es so einfach ging.

    Neuerdings muss man für die gefürchtete französische Insolvenz ja nicht einmal mehr seinen Wohnsitz nach Frankreich verlegen, schuldenfrei in 6 Monaten.

    Von daher wäre es interessant zu wissen wie die Handhabung in den USA aussieht. So etwas ähnliches wie die Verbraucherinsolvenz kennen die da drüben schon länger, aber die konkreten Auswirkungen wären höchstinteressant.

  20. Markus Oliver

    Das kann sogar sehr langfristig funktionieren und mit unglaublichen Summen. Vor allem wenn man – sozusagen als Grundlage – eine Immobilie voll finanzieren lässt. Der andere Kommentar ist leider im Fegefeuer gelandet.

  21. Rayson

    Manch angeblicher Widerspruch löste sich von selbst auf, wenn man denn bereit wäre, die Argumentation von anderen erstens zu lesen und zweitens auch zu verstehen… Ist die Sklerose unserer Arbeitsmärkte denn ein uns bisher unbekanntes 11. Gebot?

    Man muss den Spieß mal umdrehen: Was hätte aus der Wiedervereinigung werden können, wenn unsere Wirtschaft auch nur halbwegs so flexibel reagieren könnte wie die der USA? Es ist nur in unserem perversen Bürokratenstaat ein Grund zur Bestürzung, wenn einer Volkswirtschaft das Produktivpotenzial von einer Region mit 17 Millionen Menschen zufließt, mit einem enormen Nachholbedarf an Kapital und Lebensstandard.

    Und wo wir schon bei Humor sind: Witzig, dass gerade die Bush-Basher immer vergessen, dass sie ihren Arsch auf Kosten des US-Verteidigungsetats im Warmen halten…

  22. ChristianS

    Na klar Rayson, sicher doch, die USA hätten einen vergleichbaren Fall wie die Wiedervereinigung gewiss locker weggesteckt. Mal eben ein knappes Drittel mehr Rentner, eine komplett marode Infrastruktur, die saniert werden musste, verkrustete Betriebe, die reihenweise pleite gegangen sind… ja, ich kann mir richtig vorstellen, wie das Pro-Kopf-BIP explodiert wäre, hätte das ganze nicht in Deutschland stattgefunden. Wenn Sie es ganz oft und ganz feste wiederholen, Rayson, dann glauben Sie vielleicht am Ende sogar daran.

    Ach, und später dann die netten Euro-Schocks, kaum nachdem das Gröbste überstanden war. Sicher, eine flexible exportabhängige Volkswirtschaft schafft das natürlich gaaaanz locker, wenn sich Ihre Produkte im Vergleich zur damaligen Leitwährung Nummer eins im Zeitraum vom 1.1.2002 bis zum 1.1.2004 mal eben um schlappe 41 Prozent verteuern, gewiss doch.

    Das sehe ich auch heute, wo es wieder so einen Abwärtungsschock gibt (wenn auch nicht ganz so hart) am Beispiel meiner eigenen Firma. Ja, da stellt so etwas ebenfalls rein gar kein Problem dar, wenn man mal davon absieht, dass der nette US-Konkurrent, den man vor zwei Jahren noch um wirklich hübsche zehn Prozent unterbieten konnte, auf einmal einen besseren Preis machen kann, weil dieser tolle Dollar mal eben um dreizehn Prozent abwertet. Ja, da spürt man sie dann richtig, die tonnenschwere Schuld, die diesem Bürokraten-Staat anzulasten ist.

    Ach ja, und wie konnte ich nur die tollen militärischen Leistungen der Amerikaner vergessen. Die Welt ist ja ein so viel sicherer Ort geworden, seitdem es diesen prima Irak-Krieg gab. Natürlich. Und Schweine können fliegen – wenn ganz fest dran glauben. Aber schon richtig, ein hohes Militärbudget schützt perfekt vor den Gefahren unserer Zeit, auch unter dem Namen Terrorangriffe bekannt. Hätten die USA mal 30% mehr in Ihre Armee investiert, 9/11, Madrid und London wären gewiss nicht passiert, und mein Arsch könnte sich noch sicherer fühlen.

    Ja Rayson, Sie überzeugen argumentativ auf ganzer Linie. Nur eine Frage noch, Sie wissen schon noch, was Ironie ist, oder?

  23. Klaus

    Ich weiß nicht welcher Bush jetzt gemeint ist, aber das mit dem Arsch und den Kosten hat vielleicht mal im kalten Krieg gegolten, aber heutzutage schafft dieser US-Verteidigungsetats mehr Probleme als er löst.

  24. Rayson

    Und du, ChristianS, weißt vielleicht noch, was das ist, ein Thema? Ich meine, wenn du schon nicht weißt, was eine Argumentation ist.

    Aber dennoch vielen Dank für die illustrative Bestätigung der Beschränktheit deiner Sichtweise. Das Mehr an Rentner mag ein Problem für ein Schneeballsystem wie dem unseren sein, für eine gesunde Volkswirtschaft ist es keins, so lange dem ein viel umfangreicheres Mehr an Arbeitskräften gegenübersteht. Natürlich, mit Warten auf Transfers wäre es für die Neubürger nichts geworden, aber das ist eben Teil der Lösung, so unglaublich das für den erscheinen mag, der auf staatliche Alimentation fixiert ist.

    Tja, die Exportabhängigkeit… Schon mal daran gedacht, dass auch die ungesund sein könnte? Es wird niemand gezwungen, Waren gegen Dollars zu verkaufen. Es wird auch niemand gezwungen, lieber im Ausland zu investieren. Doch leider ist genau das deutsche Normalität. Nichts, worauf man stolz sein sollte. Aber wer sich einerseits über Jahre hinweg des Titels “Exportweltmeister” rühmt, aber andererseits jammert, dass die eigene Währung aufwertet, der sollte vielleicht mal ein paar Semester Volkswirtschaftslehre belegen.

  25. Rayson

    Das halte ich, bei aller eigener Kritik z.B. am Irak-Krieg, für eine gewagte Behauptung, Klaus. Zumindest aus europäischer Trittbrettfahrer-Sicht.

    An wem bleibt es wohl wieder hängen, wenn es um den Schutz vor Atombomben der Mullahs geht? Und wie würde wohl Putins Russland mit Europa umgehen, gäbe es die NATO, also die USA-Militärmacht, nicht?

  26. Klaus

    Die Logik der kalten Krieger

  27. Rayson

    Danke für das Lob. Der “kalte Krieg” hat den heißen großen und viele kleinere verhindert und letztlich den Menschen in Ost- und Mitteleuropa Freiheit und Demokratie gebracht.

    Aber Klaus, wenn die Bombe, die dir auf den Kopf fällt, nicht auch gleichzeitig mich umbringen würde, wäre mir dein Geschwätz tatsächlich gut liberal egal.

  28. neoliberaler

    Themaverfehlung!
    Sechs!
    Setzen!

  29. ChristianS

    Ach Rayson, Ihre “Argumentation” hat den Nachteil, dass Sie keine ist, sondern einfach nur permanentes Geschwurbel. Vergleichen wir es doch einfach mal.

    Die Zahlen habe ich auf den Tisch gelegt, indem ich die Pro-Kopf-BIP-Verhältnisse DE-USA 1989 vs. DE-USA 2006 mal nebeneinander gelegt habe. Wenn man mal realistisch bleibt, dann wird einem aus diesen Zahlen klar, dass angesichts des Wiedervereinigungsschocks und jeder Menge anderer Probleme die Daten so schlecht nicht sind.

    Ihre “Gegenargumentation” besteht im Wesentlichen aus einem “Rabäh, die USA hätten es gewiss besser gemacht!” und einem “Rabäh, ohne die US-Militärausgaben wär der böse Mullah gekommen, und hätte die Bombe geworfen”. Hätte, wäre, könnte, Rayson. Argumentation im permanenten Irrealis, eine Ihrer “Spezialitäten”.

    Wissen Sie ich sehe es anders. Die Zahlen liegen auf dem Tisch, Ihre konsequent im Irrealis gehaltene “Gegenargumentation” ebenfalls. Da soll jeder selbst seine Rückschlüsse ziehen; gewiss wird es genügend Fanboys geben, die den Rayson’schen “Hätte-wäre-könnte”-Stil den real auf den Tisch liegenden Fakten vorziehen. Ich jedenfalls verzichte darauf, meine Zeit weiter mit Ihnen zu verschwenden. Außer natürlich, von Ihrer Seite kommt noch mal außer Rabulistik und Geschwurbel über unseren ach so pöhsen Sklerose-Staat was Substanzielles.

  30. Statler

    Eigentlich denke ich, daß Rayson den Nagel auf den Kopf trifft.

    Wie auch immer: In diesem Blog wird normalerweise ziemlich zivilisiert diskutiert. Aber immer, wenn Sie auftauchen, gibt es Gift und Galle. Darauf kann ich verzichten. Genauer gesagt: Auf Ihre Neigung, nicht am Thema zu diskutieren, sondern anderen Leuten irgendwelche “wahren Intentionen” zu unterstellen, oder sonstwelche Metaebenen zu suchen, auf denen sich leicht rumstänkern läßt.

    Ich würde also vorschlagen, daß Sie hier mal eine Pause einlegen. Eine längere.

  31. Rayson

    Werter ChristianS, wie du dich in deiner eigenen Inkompetenz sonnst, ist ein Schauspiel sondergleichen. Aber ich stimme Statler zu: Die Nummer hatten wir schon zu oft.

  32. ChristianS

    @Rayson: Natürlich Rayson, eigentlich ist doch jeder inkompetent, der Ihnen nicht zustimmt. Man ist inkompetent, wenn man nicht die (nur militärisch im Schach zu haltende!) russische Gefahr aus dem Osten sehen möchte, man ist inkompetent, wenn man davon ausgeht, dass man die Mullahs sehr wohl von einem atomaren Holocaust abhalten kann, und man ist inkompetent wenn man mal Zahlen zum Vergleich heranzieht, statt bedingungslos die Behauptungen vom komplett sklerotischen Staatswesen nachzutröten.

    @Statler: Dass ausgerechnet Sie hier die Anstandskarte ziehen möchten und von “zivilisierten Diskussionen” versus “Giftspritzerei” reden, ist der blanke Hohn. Gerade Sie, Statler, sind in Ihren feindseligen Polemiken oft genug mehr als deutlich über jegliches Ziel herausgeschossen. Ihre Beiträge wären lockerst geeignet, um ein Buch namens “Die 100 unfairsten Rhetorik-Tricks” von vorne bis hinten mit Fallbeispielen zu versorgen.

    Sie machen in fast jedem Beitrag von Ihnen ganz deutlich klar, dass sie absolut gar keinen Sinn für auch nur ein Zipfelchen angelsächsicher Sportlichkeit oder Fairness besitzen, sondern den politischen Gegner in absolut jeder wichtigen Frage bis ins tiefste Mark hinein verachten. Und besitzen dann die Frechheit, über die ach so böse Giftspritzerei zu plärren, wenn es mal Widerspruch in gleicher Münze gibt.

    Genau das ist der Grund, warum man Leuten wie Ihnen gegenüber selbst dann unerbittlichen Widerstand gegenüberstellen müsste, wenn Sie in neun von zehn Fällen richtig lägen. Weil Sie nämlich mit Ihrer totalitären Intoleranz gegenüber gegensätzlichen Auffassungen in dem einen zehnten Fall, wo sie falsch lägen, so unglaublich viel Schaden anrichten würden, dass die Gesamtbilanz hemmungslos ins Minus drehen würde.

    Wie dem auch sei, Ihrem Wunsch nach einer Pause meinerseits komme ich hiermit nach. Es ist Ihr Blog, und ich weiß, dass Sie ansonsten entweder pausenlos zensieren oder eine Registrierungspflicht einführen müssten. Dass ich Sie dazu nicht zwingen möchte, können Sie unter genau jenem Sinn für Sportlichkeit und Fairness verbuchen, der Ihnen auch in deutlich wichtigeren Fragen so komplett abgeht. Allerdings bitte ich im Gegenzug darum, dass Sie mal zehn Minuten selbst darüber nachdenken, wie verdammt unfair Sie sich eigentlich aufführen. Ihr Chavez-Artikel und die Behandlung der Linken wäre ein guter Anfang! Zum anderen schlage ich vor, dass sowohl Sie, als auch Rayson jegliches Nachtreten unterlassen, einfach weil ich nicht mehr erwidern kann. In Sachen Fairness wäre das mal ein kleiner Anfang. Vielen Dank.

  33. Lina

    @ ChristianS

    Wenn’s sonst keiner tut: Ich finde, Sie haben sich in dieser langen Diskussion hervorragend geschlagen und behauptet!

    Ihre Sachargumente kann ich leider nicht so gut gegen die der Opponenten abwägen (Materie weitgehend fremd), aber im Umgangsstil tragen Sie meiner Meinung nach den Sieg davon. Nehmen Sie ihn mit – wenn Sie schon gehen.

  34. Steeevyo

    Der Konsumanstieg ist hauptsaechlich meinem zweiwoechigen Kalifornienaufenthalt geschuldet.

    Wenn man in London lebt und ploetzlich alles nur noch die Haelfte kostet dann sollte man zuschlagen while it lasts.

  35. gelegentlicher Besucher

    Ja, und beides deutlich großzügiger als in Deutschland. Bei der Verbraucherinsolvenz kann es wenn dabei wenig rumkommen würde ohne Wohlverhaltensperiode gehen (Chapter 7) außerdem gibt es je nach Staat unteerschiedlich viel von der Ablieferverpflichtung ausgnommenes Eigentum. Lohnpfändungen sind je nach Staat unterschiedlich begrenzt und teilweise ganz unmöglich, auf jeden Fall kann aber per Bundesgesetz nicht mehr gepfändet werden als der Betrag um den der Wochennettolohn den bundesgesetzlichen Mindestlohn für 30h Arbeit übersteigt oder als 25% des Nettolohns (es gilt die jeweils niedrigere Grenze).

    Ob das die von Markus Oliver vermuteten Folgen hat weiß ich allerdings auch nicht.

  36. Markus Oliver

    Ich konnte im Moment nicht mehr finden:
    http://www.springerlink.com/content/lph3740263l58p59/

    Das scheint es da schon ewig zu geben (übrigens ein schönes Beispiel um das antiamerikanische Vorurteil zu widerlegen, in den USA regiere rücksichtsloser Ultrakapitalismus – bei uns kennt man das nämlich noch nicht so lange und man hat hier noch Jahrzehnte später und bis vor kurzem die Schuldner systematisch und rücksichtslos zu Grunde gepfändet). Ob die Wirkungen gleich sind, weiß ich nicht.

    Pfändungsfreigrenzen gibt es mit Sicherheit.

  37. Die Stimme aus dem Off

    Ehemals Markus Oliver:

    Und wenn der gelegentliche Besucher dafür Literaturangabe für mich hätte, dann wäre ich ihm zutiefst zu Dank verpflichtet. Dann könnte ich nämlich endlich mal den einen oder anderen Antiamerikaner so richtig vorführen, das wäre mir ein Fest.

  38. gelegentlicher Besucher

    Zur Lohnpfändung gibt es diese Informationsseite vom Department of Lobor, der Wortlaut der Bundesvorschrift findet sich in 15 U.S.C. §1673. . Ein Extrembeispiel für ein schuldnerfreundlicheres Staatsgesetz wäre z.B. das von Texas (scroll bitte zu §63.004, irgendwie klappt das mit dem Linkanker nicht richtig), wobei das “exept as otherwise provided…” auf Ausnahmen für Kindsunterhalt und Steuern verweist.

    Das amerikanische Insolvenzrecht findet sich in Title 11 U.S.C. Vorsicht, “bankruptcy” ist ein falscher Freund, es geht nicht wie beim deuschen “Bankrott” um betrügerische sondern um die “normale” Insolvenz. Das Gesetz ist sehr kompliziert als Einstieg kann man den Wikipediaartikel Bankruptcy in the United States nehmen. Das Verfahren ohne Wohlverhaltensperiode (und für natürliche Personen mit Schuldbefreiung nach 11 U.S.C. §727 mir Schuldbefreiung) findet sich in Chapter 7, ein dem deutschen sehr änliches Verfahren in Chapter 13. Allerdings kann ein Chapter 7-Verfahren seit einiger Zeit leichter nach 11 U.S.C. §707 abgelehnt werden, wenn die Gläubiger nach Chapter 13 wesentlich mehr bekämen. Trotzdem ist Chapter 7 immernoch der Regelfall, wie in Deutschland der Nullplan ja auch. Zum ausgenommenen Eigntum kann man einfach nach bakruptcy +”exempt property” +name_eines_Bundesstaates googeln, das variiert von Staat zu Staat erheblich.

  39. Die Stimme aus dem Off

    Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort. Ich werde mir die Links am Wochenende in aller Ruhe zu Gemüte führen.

    Wenn eine Entschuldung in vielen Staaten auch ohne Wohlverhaltensperiode und sogar ohne Lohnpfändung möglich ist (das muss mal vorstellen!), dann habe ich mit meiner Vermutung ziemlich sicher Recht.

    Bevor die Immobilieneigentümer nämlich in das Verfahren gehen, versuchen sie oftmals ihre Häuser zu retten. Sie nehmen dann Zumutungen auf sich, die man mit gesetzlichen Mitteln keinem Schuldner auferlegen könnte.

    Das gilt in den Staaten dann umso eher als in Deutschland, wegen der sehr viel schuldnerfreundlicheren Regeln.

    In diesen Fällen ist also GERADE IM INSOLVENZENZVERFAHREN MIT EINEM DEUTLICHEM ANSTIEG DES KONSUMS ZU RECHNEN.
    Schließlich will man sich wieder was gönnen, wenn man denn endlich wieder kann.

  40. Lina

    “Ehemals Markus Oliver”

    Frage: Sollten Sie nicht besser zu ihm zurückkehren? Warum haben Sie ihn eigentlich verlassen – und wie? Einfach ausgefahren? Und jetzt ist nur noch diese eine Stimme übrig, die aus dem Off “Antiamerikaner vorführen” möchte? Wie schade.

    Die Vokabel “Antiamerikanismus” trägt wie andere -ismen ein totalitäres Element in sich – mit dem offenbar jede Abweichung vom Pauschalurteil geahndet werden soll. Mit welchem Recht?. Ich unterscheide in “Für” und “Wider” oder “Soll” und “Haben” und fahre persönlich gut damit.

    Es gibt kaum etwas, das in Totalität abzulehnen wäre oder dem in Totalität zuzustimmen ist. Nur (Vergleichs-) Zahlen sprechen eine klare, totale Sprache. Aber an ihnen lässt sich doch kein mentales Gesamturteil über eine Nation befestigen – und (erst recht nicht!) lassen sie sich zum Vorführen von “Antiamerikanern” verwenden.

    Ich bin nicht gespannt auf Ihr Fest.

  41. Die Stimme aus dem Off

    -Das mit dem Namenwechsel hat Gründe, das sollte bei einem Namen eigentlich ausreichen.

    “Ich unterscheide in “Für” und “Wider” oder “Soll” und “Haben” und fahre persönlich gut damit.

    - Ich handhabe das auch so. Ich kann z.B. die amerikanischen Waffengesetze für blödsinnig halten und andererseits solch Insolvenzregelungen in einigen Fällen und unter bestimmten Bedingungen für nachahmenswert halten.
    Das ist aber nicht unbedingt jedermanns Einstellung. Oder sollte ein gewisser tendenzieller Antiamerikanismus vielleicht nur eine Wahnvorstellung von mir sein? Weil Dir Antiamerikanismus so fremd ist, interessieren mich die von Dir gelesenen Zeitungen. Da müssen ja wahrhaft unerkannte Perlen der bundesdeutschen Presselandschaft existieren. Angesichts einer ständig betriebenen Webseite wie Davids Medienkritik kann ich mir das aber kaum vorstellen. Die Wahrnehmungstörungen scheinen dann wohl doch eher bei anderen zu liegen.

    Dem gilt es konsequent entgegenzuwirken, wobei mein Ansatz die Schocktherapie ist.

    - Das Du (ich erlaube mir das gegenseitige “Du”) nicht darauf gespannt bist, kann ich mir vorstellen. Du bist schließlich auch nicht daran beteiligt, bzw. wirst keine Zuschauerin sein.
    Und keine Angst, ich werde eine Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung nicht dazu benutzen Juristen vorzuführen die sich im Lichte ihre Ämter sonnen. Das wäre die reine Zeitverschwendung, stehen die Ergebnisse solcher Veranstaltungen doch von vornherein fest.

    Mein Fest wird an einem anderen Ort stattfinden.

    Ich gebe zu, dass die intellektuelle Schlachtung eines Gegners nicht gerade höfischen Umgangsformen entspricht und bei zarten Seelen doch schon Schaden anrichten kann, keine Frage.
    Nur sollte man sich das Verletzungsrisiko eben überlegen bevor man in den Boxring steigt. Schlag mich, aber tue mir nicht weh geht eben nicht.

  42. Lina

    Ich erkenne einen hohen Erregungspegel und bedaure, mich in einer Privatsache oder gar -fehde zu Wort gemeldet zu haben; das war zuvor nicht erkennbar und das wollte ich auch nicht. Pardon.

    Mir ist aufgefallen, dass mit dem Namenswechsel auch Inhalt, Form und Stil Ihrer Auseinandersetzung gewechselt haben, und dass mir dabei die Spezies der “Antiamerikaner” in die Quere kam, geht auf das Konto dieser befremdlichen “Stimme aus dem Off”, der es ein Fest wäre, sie vorzuführen. Mir war es eine Aufforderung, gegen die Methodik zu protestieren.

    Vergessen Sie’s. Sie werden Ihre Gründe haben.

  43. Die Stimme aus dem Off

    Kein Erregungsspiegel, absolut nicht. Ich hatte und habe gerade nur wenig Zeit.

  44. Online-Kredite » Blog Archive » Pfändungen und Zwangsvollstreckungen 2007 in den USA

    [...] ist. Eine sehr interessante Grafik dazu liefert das Antibürokratieteam in seinem Blog unter „Wachstum in den USA“. Daten und Zeitreihen zur Inflation in den USA finden interessierte Leser unter anderem auf dem [...]

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