Seit 1848 ist es Schweizern durch die Verfassung verboten, sich als Reisläufer anheuern zu lassen (auf der anderen Seiten stand oftmals dessen deutsche Ausgabe, der Landsknecht).

Bis zu diesem Verbot waren die kampfestüchtigen Söldner, ein Exportschlager der Eidgenossenschaft, begehrt und gefürchtet auf allen europäischen Schlachtfeldern. Heute stehen Schweizer nur noch für den Papst Wache.

Jetzt ermittelt die Militärjustiz in einem heiklen Fall, mit dem sie auch Neuland betritt: Ein Schweizer soll im Irak für den amerikanischen Sicherheitsdienst Blackwater im Einsatz gewesen sein.

Jetzt muss zuerst einmal geklärt werden, ob es sich bei den Blackwater-Mitarbeitern um Angestellte oder Söldner handelt. Ein Sprecher:

Wir klären zurzeit ab, ob das Blackwater-Engagement eines Schweizers als fremder Militärdienst bestraft werden muss.

Blackwater hat es nicht gern, schreibt heute der Zürcher Tages-Anzeiger, wenn man seine Angestellten als „Söldner“ bezeichnet. Das Unternehmen spricht von „Private Military Contractor“. Für den Anwalt des „Söldners“ steht denn auch fest: „Mein Mandant war ein Sicherheitsangesellter.“

Auch Deutsche sind im Irak an Gewehren rumfummelnd unterwegs, schreibt der Spiegel in der aktuellen Ausgabe. Allerdings straffrei.