Bye bye Eifrei

07.11.2007 12:13 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 148 Kommentare

Wenn irgendwann die Reaktion die Staatsmacht übernimmt und ebenfalls dann mit der Zeit totalitäre Züge annimmt, Macht korrumpiert schließlich immer, sollte dann nicht eine Zeitschrift wie eigentümlich frei die Achtundsechziger verteidigen und die Reaktion bekämpfen?

Schreibt André F. Lichtschlag im Editorial der aktuellen Ausgabe des ef-magazin.
Danke für die wirklich aufschlussreiche Klarstellung, André:

Der ehemalige Marktplatz für Liberalismus, Anarchismus und Kapitalismus (das “Marktplatz” entschlief irgendwann still) als Hiwi-Trüppchen an der Seite der konsequentesten Vertreter der vor-bürgerlichen Reaktion, der man an die “Staatsmacht” helfen möchte: Wiederholung als Farce. Denjenigen Liberalen, die in grenzenloser Selbstüberschätzung in den zwanziger und dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts im Eintreten gegen den Totalitarismus der Kommunisten als Steigbügelhalter der rechten Totalitären fungierten, blieb schliesslich nur die Kapitulation – und letztendlich nichts mehr zu verteidigen als das eigene Leben.

Die Kapitulation nehmen AFL, sein Alter Ego Kaspar Rosenbaum, David Schah, Robert Grözinger zusammen mit ihren (inzwischen nicht mehr so) neuen Kameraden ef-Autoren Kubitschek, Wolfschlag, Kositzka, Schüsslburner, etc. aus dem Umfeld des “Institutes für Staatspolitik” (hier im Rahmen einer passenden Linkliste) ganz im Sinne des antidemokratischen Gottes Hans-Hermann Hoppe schon vorweg:

Der – partiell immer auch antiautoritäre! – 1968′er Aufbruch wird zur zentralen Projektionsfläche der Kritik am bürokratischen Umverteilungsstaat, es soll ein paläo-konservativer Wertekanon für Liberale verbindlich etabliert werden.

Anstatt die individualistischen Impulse dieses Aufstandes gegen Obrigkeit und angemasste Autorität(en) wider die autoritäre Volkserziehungsrepublik der im Zentrum der Macht angekommenen “Achtundsechziger” und ihrer Nachgeburten zu wenden, sucht (und findet) ef das Bündnis mit rechten Reaktionären. Anstatt die emanzipativen und progressiven Potenziale der Freiheitsrevolte – die 1968 auch war – gegen den antihumanistischen Geist des Ökologismus (der den gescheiterten Sozialismus als Herrschaftsideologie ergänzen oder ersetzen soll) zu wenden, lässt sich das Magazin in “Anti-Antifa”-Kampagnen der extremen Rechten einspannen und verschafft diesem Spektrum so liberale Reputation.

Der Feind meines Feindes ist mein Freund: schon immer eine dumme (und potenziell gefährliche) Parole. Aus der Befreiungsideologie des Libertarismus wird so platter reaktionärer Antietatismus.

Nur konsequent in dem Zusammenhang, dass jetzt auch das “libertär. kapitalistisch. individualistisch” auf dem Cover der Zeitschrift sang- und klanglos verschwunden ist.

Bye bye Eifrei.

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148 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

jpj, 07.11.2007 13:10

Ich vermag aus der zitierten Aussage Lichtschlags kein Bekenntnis “rechten Reaktionären” — Ihre Wortwahl, nicht Lichtschlags — sondern eine Ankündigung des Widerstandes gegen eine Reaktion gegen die derzeit herrschenden „Antifaschisten“, sobald diese Reaktion selber totalitäre Züge trage. Die Verbündung Lichtschlags mit denjenigen “liberalen” Politikern, welche in den Dreißigern ihre Wähler an Hitler verrieten, ist Ihre Interpretation, es sind nicht Lichtschlags Worte.

Ich vermute, sie lasen “Reaktion” als “Reaktionäre” und sahen nur noch Zigarrenrauchende Raubkapitalisten. Andere aber könnten historisch mit dem Begriff “Reaktion” nicht die Liberalen und Konservativen der Weimarer Republik zu assoziieren, welche den Nazis auf den Sattel halfen. Die Nazis selber verstanden unter diesem Begriff jemand ganz anderes: Die echten Liberalen und Konservativen, welche sich ihrer Bewegung widersetzten.

DDH, 07.11.2007 15:52

Lichtschlag selbst erteilt virtuelle “Hausverbote” und gibt sich als Feind der “offenen Gesellschaft” (Popper) zu erkennen:

Soviel sei an dieser Stelle verraten: Irgendwann in der ersten Hälfte des kommenden Jahres wird ef mit einem runderneuerten Internetauftritt auch wieder ein Freiheitsforum anbieten, jedoch ein Leserforum einer neuen Generation, zu dem unliebsame Gäste keinen Zutritt haben werden. Vor allem wird es dann auch technisch möglich sein, jeden Artikel der gerade aktuellen Druckausgabe gesondert und ausgiebig online unter Freunden und Lesern konstruktiv zu diskutieren.

In der Übergangsphase möchten wir gerne ef-online dazu nutzen, Meinungen zur jeweils neuen ef-Ausgabe in Erfahrung zu bringen. Wir behalten uns dabei vor, Kommentare von Lesern ggf. auch als Leserbriefe zu veröffentlichen. Wer damit einverstanden ist und nicht zum „erlauchten“ kleinen Kreis derer mit Hausverbot gehört, auf dessen Kritik, Hinweise, Lob und Tadel freuen wir uns an dieser Stelle (der Kommentareinträge unten) sehr.

Siehe hier: http://www.ef-online.de/2007/10/29/ef-77-editorial-und-aussichten/

jo@chim, 07.11.2007 16:05

Was regst Du Dich denn darüber auf, Dominik? Dauertrolle und Pöbler fliegen auch hier raus. Und das Niveau im Freiheitsforum war wirklich unter aller Kanone.

 
DDH, 07.11.2007 17:01

Ein schwulenfreundlicher Artikel auf ef-online von einem Autor, der ebenfalls wie bei Orwell plötzlich von der Liste verschwand, meine Rezension des Liberalismus-Jahrbuches ebenfalls, der Rosenbaum-Quark blieb stehen! Sehr selektiv wahrgenommenes Hausrecht, nicht wahr? Gut, Kubitschek löscht auf seinem Spielplatz auch alles Nicht-Rechte (aber auch unwillkomene Kritik von rechts, wie mir Hans-Ulrich Kopp bestätigte), aber AFL trat ja bis dato immer mit dem Anspruch auf, ein Libertärer zu sein. Wer Kritik löscht, simuliert Kritikfähigkeit, die er nicht besitzt.

 
Marco, 07.11.2007 19:16 Subscribed to comments via email

gibt sich als Feind der “offenen Gesellschaft” (Popper) zu erkennen

So was durchgeknalltes. Wenn Du aus fehlgeleitetem Idealismus (das unterstelle ich mal) Unterstützer des herrschenden, tatsächlich freiheitsfeindlichen Regimes suchst, dann schau in den Spiegel.
Den Macher eines kleinen, feinen libertären Magazin als “Feind der offenen Gesellschaft” diffamieren zu wollen, ist entweder niederträchtig oder dumm.

 
 
 
jo@chim, 07.11.2007 13:24

“Zigarrenrauchende Raubkapitalisten” ist ein Bild das die neuen Freunde der ef gerne mal verwenden, lieber jpj, uns hier liegt derlei eher fern :-) Haben Sie die neue eifrei, bzw. wenigstens das Editoral, auf das ich mich mit dem Zitat beziehe, gelesen?

jpj, 07.11.2007 15:23

Hallo ,

ja, das Editoral habe ich gelesen. Sie haben es ja dankenswerterweise verlinkt, so daß jeder sich seine eigene Meinung über Herrn Lichtschlags Aussagen machen kann.

Und ich lese daraus, daß immer mehr den Hinrichtungsjournalismus der neosozialistische Altachtundsechziger satt hätten; daß Lichtschalg damit rechnet, daß jene, die sich an die Spitze dieser Reaktion setzten, irgendwann selber totalitär würden; und daß er diesen dann genauso Widerstand bieten werde, wie er diesen heute den Neosozialisten biete.

Marco, 07.11.2007 19:17 Subscribed to comments via email

Komisch, genau so hab ich’s auch verstanden. Hat möglicherweise ja was damit zu tun, das genau das auch dort geschrieben wurde. Ist wohl wie bei Eva H.: Man will einfach missverstehen.

 
 
 
Dirk, 07.11.2007 13:30

Joachim, lies doch bitte einen Satz weiter:

Wenn irgendwann die Reaktion
die Staatsmacht übernimmt und ebenfalls dann mit der Zeit totalitäre Züge annimmt,
Macht korrumpiert schließlich immer, sollte dann nicht eine Zeitschrift wie eigentümlich
frei die Achtundsechziger verteidigen und die Reaktion bekämpfen? Wir sollten
nicht, wir müssen, wenn wir uns treu bleiben wollen.

Lichtschlag äußert sich noch eindeutiger als Frau Hermann. Es gibt keine Möglichkeit, ihn misszuverstehen und seltsamerweise tust Du es trotzdem.

jo@chim, 07.11.2007 13:37

Ich denke nicht, dass ich das Zitat missverstehe, wenn ich es als Versuch, das aktuelle Bündnis mit der Reaktion zu relativieren sehe, Dirk.

Marco, 07.11.2007 19:19 Subscribed to comments via email

Wenn Lichtschlag mit der “Reaktion” die “Reaktion” gemeint hätte und nicht die Reaktion auf den gegenwärtigen Zustand, dann hätte er auch “Reaktion” geschrieben und eben nicht Reaktion.

 
 
 
Dirk, 07.11.2007 13:48

Der Text sagt klar, dass man die “Dinge beim Namen” nennt und macht klar, dass man nur deswegen ab und zu auf Seiten der Reaktion stehe, weil die 68er gerade herrschen. Würde es irgendwann einmal umgekehrt sein, müsse man die 68er verteidigen. Der Text ist eindeutig.

jo@chim, 07.11.2007 14:09

Von “ab und zu” steht da nichts. Das erhoffst Du Dir nur. Das “Bündnis” mit der Reaktion ist strategisch – und zeugt IMHO von grenzenloser Selbstüberschätzung…

dagny, 07.11.2007 14:48

Das Konservative Buendnis bewirbt Lichtschlag ja nicht erst seit dem letzten Heft.

Im Prinzip halte ich es fuer sinnvoll*, da es derzeit gemeinsame Interessen zwischen Liberalen und Konservativen gibt. Zwischen Liberalen und Sozialisten dagegen am ehesten noch, wenn es um die ‘buergerlichen Freiheiten’ geht.

Es muss sich aber immer wieder klargemacht werden, dass gemeinsame Interessen nicht bedeuten, dass die Motivation hinter den gemeinsamen Zielen die gleichen sind und vor allem Freiheit als Wert an sich nicht geteilt wird. Weder von den linken, noch von den konservatien Mitstreitern.

*auf Zeit. Und darauf spricht das Editorial an.

jo@chim, 07.11.2007 15:07

*auf Zeit

Ja – bis zur nächsten Machtergreifung. Steht ja deutlich da. Auch diejenigen Liberalen der Weimarer Republik, die mit den Faschisten kollaborierten, wollten das nur “auf Zeit”, und mit den “vernünftigen Kräften” unter ihnen deren sozialistisches Potenzial “zähmen”… Fest gelesen?

P.S.: Kubitschek & Konsorten als “konservativ” zu bezeichnen ist Euphemismus. IMHO.

dagny, 07.11.2007 15:19

Hmm.

Wie war das bei den Gummerbacher Blog-Thesen: In einem Blog darf man auch mal unausgegorenes zur Diskussion stellen.

Wuerdest Du denn lieber auf konservativ-liberale Schnittpunkte verzichten und linksliberale suchen? Und ist das (gut, du bist ja eh kein Ankap) radikal-liberale Potential schon ausgeschoepft?

jo@chim, 07.11.2007 16:01

dagny, ich denke, wir verwenden hier verschiedene Definitionen von “konservativ”: ich sehe sehr wohl eine Basis für die Zusammenarbeit mit klassisch Konservativen – die sich z.B. wie Margret Thatcher oder Ronald Reagan positiv auf F.A. v. Hayek bezogen und als Konservative auch lange wirksame liberale Reformen durchgesetzt haben.
Wolfschlag et. al. repräsentieren dagegen ein Spektrum, für das der Liberalismus, Globalisierung und Moderne auf der anderen Seite der Barrikaden stehen. Das sind ideologische Stichwortgeber der (national-)sozialistischen Trottel, die (nicht nur) in Ostdeutschland die Strassen unsicher machen. Mit denen ein “Bündnis” eingehen zu wollen halte ich für daneben. Was übrigens ausdrücklich nicht bedeutet, dass ich deshalb Strafverfolgung oder Berufsverbote wegen “Mind Crimes” für legitim halten würde.
btw: AFL’s Idol Davila hätte sich die Bezeichnung als “Liberaler” oder gar “Libertärer” energisch verbeten.

dagny, 07.11.2007 16:17

Danke fuer die Klarstellung. Ich denke, wir liegen da nicht weit auseinander.

jo@chim, 07.11.2007 16:19

dagny, schickst Du mir mal gelegentlich ne Mail (mit Antwortmöglichkeit)? ;-)

dagny, 07.11.2007 16:33

Ja. *adresse such*

 
 
 
Marco, 08.11.2007 14:24 Subscribed to comments via email

Das sind ideologische Stichwortgeber der (national-)sozialistischen Trottel, die (nicht nur) in Ostdeutschland die Strassen unsicher machen.

Wann warst Du denn das letzte mal in Ostdeutschland? Hier wirst Du eher von Linken oder Russlanddeutschen mit Gewalt konfrontiert. Weniger SZ, Stern und so’n Müll lesen. Ich lade Dich ein, mal ein Wochenende (auf eigene Kosten selbstverständlich) in Dresden oder Leipzig zu verbringen, damit Du mal real einschätzen kannst, ob da Nazis die “Straßen unsicher machen”. Echt, Du bist dermaßen stereoptypenbeladen. Leg doch endlich mal Deine Schablonen beiseite, dann kommt vielleicht auch ‘n konstruktive Diskussion in Gang. Aber wer nicht will …

 
 
 
Marco, 07.11.2007 19:20 Subscribed to comments via email

P.S.: Kubitschek & Konsorten als “konservativ” zu bezeichnen ist Euphemismus. IMHO.

Du kennst Kubitschek? Wie oft bist Du ihm denn persönlich begegnet?

DDH, 07.11.2007 19:51

Ich? Sehr oft! Beim Wartburg-Fest der Deutschland-Bewegung 1997 u.a., später lief er mir öfters in der REP-Fraktion im Landtag in Stuttgart übern Weg, für die er ja auch einen (schlecht gemachten) Wahlspot drehte.

 
jo@chim, 07.11.2007 20:00

Ach Marco, das war ja jetzt wohl doch ein Rohrkrepierer, meinste nich auch? Muss ich ihn denn unbedingt kennen lernen müssen? Womöglich noch meine Frau mitbringen? Nenene…
Im Ernst: was ich aus seiner Feder gelesen habe, in Sezession z.B., genügt mir für meine Urteilsbildung. Ich bin da eben etwas anspruchsloser als Menschen wie Du, die andere ausschliesslich dann politisch kritisieren, wenn sie ihnen vorher persönlich begegnet sind: Respekt Marco!

 
 
 
 
Dirk, 07.11.2007 16:14

Da steht auch nichts von einem Bündnis!

dagny, 07.11.2007 16:18

Das Buendnis ist in der letzten Zeit immer wieder diskutiert worden.

jpj, 08.11.2007 08:04

Aber nicht in besagtem (und verlinktem) Editoral.

 
 
 
 
 
Max, 07.11.2007 14:08

“Aus der Befreiungsideologie des Libertarismus wird so platter reaktionärer Antietatismus.”

Ist Anti-Etatismus jetzt schon nicht mehr freiheitlich? Sind Reaktionäre etwa für weniger Etatismus? Auch falsch, wie also passt dein letzter Satz logisch zusammen, wenn du den “platten reaktionären Antietatismus” kritisierst?!

jo@chim, 07.11.2007 14:19

Ist Anti-Etatismus jetzt schon nicht mehr freiheitlich?

Was heisst “schon”? Blosser Anti-Etatismus ist nicht per se “freiheitlich” – vor allem wenn er lediglich dazu dienen soll, den Status Quo Ante der bürgerlichen Revolution(en) herzustellen.

Gernot Kieseritzky, 07.11.2007 14:40

, Du verrennst Dich da in etwas, Du siehst ja nur noch konservative Verschwörungen um Dich. Vielleicht ist der konservativ-reaktionäre Ruck bei EF ja in Wirklichkeit nur ein Ablenkungsmanöver der Linkslibertären, die einen Linksruck vorbereiten. ;-)

Wenn Dir die Autoren nicht mehr zusagen, dann kannst Du EF ja meinetwegen kündigen, ansonsten solltest Du vielleicht mal selbst einen Artikel schreiben.

jo@chim, 07.11.2007 14:45

ansonsten solltest Du vielleicht mal selbst einen Artikel schreiben.

Hab ich doch gerade getan :-)

dagny, 07.11.2007 14:50

Bei ef-online wird zu leserbriefen und feedback zum Heft aufgerufen, sofern du es nicht eh schon gesehen hast.

DDH, 07.11.2007 15:33

Bei ef-online werden unliebsame Kommentare gelöscht, und der Herausgeber, der das Freiheitsforum dicht gemacht hat, einen schwulenfreundlichen Artikel von ef-online gelöscht hat aber dafür einen Hetzbeitrag der Haßpredigerin Kositza im Heft druckte, schwadroniert von “Hausverboten”. Klingt alles schon so richtig hoppeanisch-hausmeisterfaschistisch, like his Master’s voice!

dagny, 07.11.2007 16:20

Die Kositza-Artikel fand ich recht unterhaltsam und ein Hausverbot als Ausdruck des Eigentumsrecht an seinem Blog wird er noch aussprechen duerfen.

David, 07.11.2007 18:07

Hat doch keiner bestritten. Allerdings sollte DDH davon wohl auch halten dürfen, was er will, oder?

 
 
 
 
 
DDH, 07.11.2007 15:36

@Gernot: AFL schreibt: Leider war von konstruktiver Kritik im Freiheitsforum am Ende kaum mehr etwas zu finden. Wie in anderen Web-2.0-Projekten haben Querulanten, Trolls und Szene-Psychopathen, die teilweise unter Dutzenden Pseudonymen mit sich selbst “diskutierten”, die für Jedermann offene Internet-Demokratie ad absurdum geführt.

Soviel zum Thema Paranoia ;-)

Gernot Kieseritzky, 07.11.2007 15:54

Die Qualität des Freiheitsforums war schon seit längerem fast bis unter die Schmerzgrenze gerutscht, insofern war dieser Schritt überfällig. Der unabhängige Relaunch eines gewisssen J. Guerdon hat an dieser Situation leider nichts geändert.

Insofern würde ich André hier keine Paranoia attestieren — außer es handelt sich um folie à deux. ;-)

DDH, 07.11.2007 16:48

Mir wurde zuerst Paranoia unterstellt, als ich im April/Mai dieses Jahres erster Anzeichen für einen massiven Rechtsrutsch gewahr wurde. Inzwischen ist selbst das “libertär, kapitalistisch, individualistisch” vom Cover verschwunden (vermutlich von Eva gefressen). Alles purer Zufall?

Die Logik meiner Gegner geht so: Erstens driftet eifrei nicht nach rechts und zweitens ist das auf Fühlung mit den Rechten gehen AFLs gutes Recht, wenn er dort Leser findet, ef ist ja schließlich sein Eigentum. Entspricht in etwa dem “erstens hab ich die Tasse nicht genommen und zweitens war sie vorher schon kaputt” eines Dreijährigen.

Der Rechtskurs ist längst manifest und nicht mehr zu leugnen. Die Frage ist bloß noch, ob man ihn für vertretbar/geboten hält (AFL versucht ja in obigem Zitat einen IMHO untauglichen Rechtfertigungsversuch) oder nicht. Aber bitte keine mit gespielter Unschuldsmiene vorgetragenen Hütchenspielereien à la “Wieso, was willst Du denn, es kommen doch auch Linkslibertäre zu Wort?” mehr! Danke!

 
DDH, 07.11.2007 16:51

http://dominikhennig.blogspot.com/2007/05/libertr-konservativen-fusionismus-ad.html

Nur noch mal zur Erinnerung.

@Gernot: Was die Beschreibung des Niveauverfalls in ALLEN libertären Foren angeht: d’accord. Aber das hat eben auch mit der offen ausgesprochenen Einladung von Hoppe (er war der erste, der die Bündnisdebatte ins Rollen brachte) und AFL (remember “Rudi Möllemann”?) zu tun. Und dabei bleibe ich!

Marco, 07.11.2007 21:24 Subscribed to comments via email

Der Niveauverfall innerhalb des winzigen Häufleins der Libertären ist also Schuld der “Rechten”. Tatatatatatatatat….

Mein Gott, schon mal Gedanken gemacht, dass die “Niveaulosigkeit” einfach an den so genannten Libertären selbst liegen könnte, die in Europa eigentlich nur ‘n billige Imitation dessen sind, was Libertarismus heißt?

In (Mittel-)Europa haben “Libertäre” nämlich nichts vorzuweisen: Ein kleiner Zirkel, der seine Unbedeutsamkeit mit Elitestatus verwechselt und sich lieber in Sonstwiebach unter der Aufsicht der Mami FDP zusammenfindet, um sich gegenseitig die Eier zu schaukeln. Das ist echt nur noch peinlich.

Wenn die selbsternannten Libertären (besonders deren Tugendwächter, die bei jedem Schielen nach rechts gleich loshacken) wenigstens noch ‘nen gewissen “Drive” hätten, Esprit, Dynamik, was auch immer. Aber selbst das nicht.

Bodo Wünsch, 07.11.2007 21:56

Aber selbst das nicht.

Was zeichnet _Sie_ denn aus, zu urteilen, oder welches Interesse haben Sie an “den” Libertären, wenn sie für Sie offenbar nicht das sind oder tun, was Sie von ihnen erwartet hätten?

was Libertarismus heißt

Gespannt auf eine Erklärung von Ihnen wartend, was Libertarismus heißt: BW

Marco, 07.11.2007 22:23 Subscribed to comments via email

Was zeichnet _Sie_ denn aus, zu urteilen, oder welches Interesse haben Sie an “den” Libertären, wenn sie für Sie offenbar nicht das sind oder tun,

Mein subjektives Empfinden, das sich ganz stark an Ergebnissen hochzieht. Sonst aber natürlich nichts.

was Sie von ihnen erwartet hätten?

Wie kommen _Sie_ auf die abstruse Idee, ich würde von selbsternannten Libertären was “erwarten”. So naiv bin selbst ich nicht.

Bodo Wünsch, 08.11.2007 11:55

Tja, dann stellt sich die Frage, was _Sie_ ausgerechnet mit _mir_ zu diskutieren haben ;-)

Marco, 08.11.2007 14:27 Subscribed to comments via email

Als Libertärer nehme ich mir die Freiheit, auch mit Pseudos zu diskutieren. Schließlich ist niemand vor Irrtümern oder Fehleinschätzungen usw gefeit.

Bodo Wünsch, 08.11.2007 17:20

Als Libertärer…

Aha. Danke für die Aufklärung^^
Darf ich jetzt wegtreten, Herr Unteroffizier?

Marco, 08.11.2007 17:40 Subscribed to comments via email

Ich bin noch kein Uffz. ;-)

Sadomasochist?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bodo Wünsch, 07.11.2007 18:07

Über ein Jahr ist mein Aufreger inzwischen alt.

Ich hatte damals auf die Klitterung fundamentaler Kategorienverhältnisse reagiert, unter der AFL & Co. (aus zum Teil durchaus nicht zuschreibbaren Gründen) leiden und die sie – dies der Nucleus der berechtigten Kritik von – mit einer allzu großen Gruppe sog. Rechts-”intellektueller”, Neurechter, Paläolibertärer oder z.T. einfach nur urdummer bis völlig talentbefreiten Menschen usw. teilen.

Es ist nicht so, dass sie es (noch) verbergen. Sie kokettieren damit (Beweis: Covergestaltung) recht gern. Da mag ich keine Zufälle mehr unterstellen, und wenn, wie DDH aufmerksam sieht, der Heft-Untertitel “libertär, kapitalistisch, individualistisch” verschwindet, so kann man das nur begrüßen. Es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis der sog. “Redaktionsbeirat” beginnt, sich auszudünnen. Dass dies bisher noch nicht geschehen ist, mag vermutlich daran liegen, dass sich einige gar nicht die Mühe machen, auflagenschwache Heftchen auf Schülerzeitungsniveau zu “lesen”.

JF führt schließlich auch “Freiheit” im Namen. Da finden dann Generalbundesanwälte ihre Nische. Der Freiheit als Idee und als Begriff tut das keinen Abbruch. Sie kann das ab, ebenso, wie die Idee von der Republik nicht dadurch schlechter wird, weil sich ein paar Deppen, unter ihnen SS-Leute, ausgerechnet “Republikaner” genannt haben und nennen.

Nicht anders ist es mit der “ef”. Ob “die Redaktion” so konsequent ist und das “frei” im Titel streicht? Dann würde der Gehalt des Blattes richtig im Titel gespiegelt, und der Unbedarfte am Kiosk sähe sich keiner Täuschung ausgesetzt.

PS: Um beleidigter Leberverwurstung vorzubeugen: Wer austeilt, kann auch einstecken. (Etwa, Mahler, Friedman und den Dresdner Hotelier suggestiv unter ein gemeinsames Prädikat “faschistoid” zu stellen, ist nicht Chuzpe. Die Absurdität ist Zeichen erheblichen Mangels an Urteilskraft, ein Mangel von solchem Ausmaß, dass dem Urheber Lichtschlag alias Rosenbaum schon die Mühen auch nur halbwegs feinerer Unterscheidungen schlicht a. A. vorbei zu gehen scheinen).

PPS: Agenda? Lächerlich. Und unwichtig in diesem Zusammenhang. Wichtig ist und bleibt die hoffentlich härter werdende Auseinandersetzung mit einem sich weiter etablierenden reaktionärem Sozialismus in der BRD. “ef” gehört nicht dazu. Sie ist nicht Teil der Zielgruppe. Sie wird es nie sein.

DDH, 07.11.2007 19:47

@Bodo: Weißt Du noch, wie ich vor einem Jahr auf A-Team schrieb:

“Der ef-online-Artikel war sicher der Tiefpunkt in der gesamten eifrei-Geschichte! Da ich aber im Gegensatz zu so manchen Bloggern nicht immer schon “Feuer” gerufen habe, wo garkein Anlaß bestand und ich insbesondere die ganzen hysterischen Anti-Hoppe-Mätzchen nicht mitgemacht habe, ist mein Einfluß auf den ef-Herausgeber immer noch stark genug, um zu garantieren, daß Derartiges sich fürderhin nicht wiederholt!”

Kommentar von DDH — 03.11.06 21:07 #

Fazit: Damals habe ich sowohl mich als auch Lichtschlag überschätzt. Mea culpa! Du hast früher klar gesehen als ich!!!

 
 
 
JuLis Höchberg, 07.11.2007 21:37
Gernot Kieseritzky, 08.11.2007 11:19

Den Julis war es wohl doch zu heiß bei der Medienhysterie über Eva Hermann, ein Magazin zu unterstützen, dass konsequent gegen den Strom schwimmt. EIn politisch opportuner Schritt, um weniger Angriffsfläche den konkurrierenden Jugendbewegungen zu bieten. Schade, dass die Julis so wenig Rückgrat haben.

Bodo Wünsch, 08.11.2007 11:59

Also Gernot… ts ts ts….

1. ef schwimmt nicht gegen, sondern mit dem Strom. Wir sollten den “Strom” mal genauer unter die Lupe nehmen – exakt dieses und nichts anderes tut hier.
2. Dass die JuLis politisch opportun sind, ist nicht nur kein Argument gegen sie – sie MÜSSEN es sein, sonst verfehlen sie ihren Daseinszweck. Allein die Inhalte, über die gesprochen wird, auf die kommt es an. Das Handeln letztlich steht wieder auf einem anderen Blatt
3. Vielleicht sollten wir nicht ausgerechnet auf die JuLis einhacken.. .sondern eher auf die Jusos? Wäre das ein Vorschlag? ;-)

Marco, 08.11.2007 14:29 Subscribed to comments via email

ef schwimmt nicht gegen, sondern mit dem Strom.

Stimmt. Die Propagierung von Sozialismus, repressivem Multikulturalismus und Politischer Korrektheit durch die ef ist unerträglich geworden.

Bodo Wünsch, 08.11.2007 17:28

Stimmt, ja – aber vielleicht unironisch ausgedrückt: Die unmöglich denkbare normative Zweckhypostasierung empirisch bedingter “Gründe” ins wie auch immer Gemeinschaftliche, die Schuldzuweisung stets an irgendein “Gegenüber” (Klassiker: “die” 68er) und zur politisch-schubladesken Korrektheit beförderte, vermeintliche politische Unkorrektheit, natürlich wie eine Monstranz vor sich her getragen ( = bloßer Traum vom Tabubruch, bloßer Traum!).

Obwohl.., das ist schon wieder so viel Sandkasten (ist “ef” eigentlich Bundeskanzler?), dass ich mich nun gepflegt aus diesem Thread abmelden darf ;-).

 
 
 
 
Gernot Kieseritzky, 08.11.2007 11:31

Dominik, bist Du’s? Naja, da Dominik bei den Julis Höchberg Chefideologe ist, kommt dieser Schritt erst recht nicht überraschend. ;-)

jo@chim, 08.11.2007 14:38

Klar issers. Disclaimer: es ist aber ein Gerücht, dass die Julis sich dort bald in ddh (destroy democracy hoechberg) umbenennen *hmpffffffff….*

 
 
 

Kindergarten: Hetze gegen “eigentümlich frei”…

Da hat sich der Libertäre André F. Lichtschlag aus Sicht der FDP-Vorfeldinquisition tatsächlich "missverständlich" im Editorial der jüngsten Ausgabe seiner Zeitschrift " eigentümlich frei " geäußert, der Böse. Und da dies n…

DDH, 08.11.2007 15:58

Einmal im Jahr mißlingt auch Roger Köppel eine Formulierung, auf die sich dann Lichtschlag stürzt, ja, man kann sagen, da geht ihm voll einer ab, wenn er zitieren darf: „ Genauso wenig wie die jüdischen Gewerbler während der dreißiger Jahre in Deutschland die Verwüstung ihrer Läden ‚auslösten’ sind die SVPler Schuld am Straßenkrieg in Bern.“

Und ein gewisser „Leo Penzenberg“ versteigt sich auf Seite 26 in der ef gar zu folgender Aussage:

„Eva Herman wurde aus demselben Grund abgeschossen (wenn auch „bloß“ medial), aus dem vor ein paar Jahren ein Pim Fortuyn real liquidiert wurde: Weil sie beide eine Gefahr für das System darstellten. Herman vielleicht weniger, weshalb sie noch lebt (oder man hat eben doch mehr Hemmungen, eine Frau abzuknallen)“ Und dann ganz fatalistisch: „Wenn einmal die Türken und Araber das Sagen haben werden, ist ohnehin alles aus.“ Wahnsinn! ef goes JF. Gute Reise!

 
 
Cato, 07.11.2007 23:19

“FDP-Vorfeldinquisition”

Köstlich !!!!
Besser kann man es nicht ausdrücken.

Marco, 08.11.2007 00:10 Subscribed to comments via email

Und ich stell’s sogar aller Welt zur freien Verfügung. ;-)

 
 
Die Stimme aus dem Off, 07.11.2007 23:33

@ Achim: Willkommen im Club.

jo@chim, 07.11.2007 23:45

Welcher Club? Könnte mich nicht entsinnen, in letzter Zeit irgendeine Aufnahmeerklärung unterzeichnet zu haben :-)

btw: dass mein Beitrag als “Hetze” und “Inquisition” angeknurrt wird, zeigt, dass ich mit der Polemik gegen das IfS voll ins Schwarz-Braune getroffen habe…

Marco, 08.11.2007 00:15 Subscribed to comments via email

Welcher Club? Könnte mich nicht entsinnen, in letzter Zeit irgendeine Aufnahmeerklärung unterzeichnet zu haben :-)

, Du enttäuschst. Auch wenn Du FDP-Parteigenosse bist, so solltest Du schon kritisch realisiert haben, dass es in der BRD nicht unbedingt einer freien Willenserklärung des Individuums bedarf, um irgendwo aufgenommen zu werden. ;-)

Die Stimme aus dem Off, 08.11.2007 11:14

Das ist eine Aufnahme durch Realhandeln gewesen…. :-)

jo@chim, 08.11.2007 11:24

Aber welchen Club meinst Du denn, Stimme aus dem off? (Benötige das ggf. für meine Austrittserklärung *g*)

 
 
 
FAB., 08.11.2007 11:02

Eine Detailkritik: daß FDP-kompatibler Linksliberalismus und die nationalkonservative Linie des IfS nicht wirklich zusammengehen – geschenkt. Aber das “braune” des IfS mit einem Link auf eine Seite aus dem NPD-Umfeld zu belegen, auf der irgendein tatsächlich brauner Vollhorst das IfS neben Nazis wie H.Mahler und J.Rieger verlinkt, ist ein bißchen schwach. Man sollte auch politischen Gegnern schon zugestehen, ihre Verortung selbst zu definieren. Nach dem, was ich aus dieser Ecke gelesen habe, stehen IfS, JF und deren Umfeld (ein ja weitgehend deckungsgleicher, sehr überschaubarer Personenkreis) der NPD doch eher kritisch-distanziert gegenüber, auch wenn man die Teilnahme an üblichen Verdammungsritualen verweigert. Ich nehme an, man würde sich auch beim “A-Team” nur höchst ungern dadurch definieren lassen, wer so alles auf die hiesige Seite verweist – es werden schon auch einige Unsympathen dabeisein.

Und grundsätzlich: Die Mitteilung, daß man die redaktionelle Linie einer Zeitschrift zunehmend ablehnungswürdig findet, ist allemal legitim. Bei der Wortwahl “Hetze” möchte ich daher ausdrücklich nicht mitknurren.
Meinerseits halte ich aber das Projekt, eventuell denkbare Überschneidungen zwischen “libertären” und “reaktionären” Ansätzen mal auszuloten, für durchaus faszinierend. Nicht zuletzt, weil das ein Zwiespalt ist, in dem ich mich mit meinen eigenen Sympathien immer wieder selbst vorfinde. Ist es möglich, das Beharren auf den unverzichtbaren Freiheitsrechten des Individuums mit einer kulturell “reaktionären” Einstellung zu vereinbaren? Für den, der letztere selbst nicht teilt, natürlich eine irrelevante Frage. Für andere aber höchst interessant. Die letzte Klärung steht m.E. noch aus.

jo@chim, 08.11.2007 11:19

Ich würde den Metakontext hier nicht als “FDP-kompatibler Linksliberalismus” bezeichnen, FAB :-) Aber geschenkt. Zu Deiner Frage:

Ist es möglich, das Beharren auf den unverzichtbaren Freiheitsrechten des Individuums mit einer kulturell “reaktionären” Einstellung zu vereinbaren?

Ja klar (imho). Ebenso wie es mit einer kulturprogressiven Einstellung zu vereinbaren ist. In dem Beitrag ging es aber nicht darum, wie Hoppe z.B., einen “libertären Wertekanon” vorschreiben zu wollen, sondern darum, ein explizites Bündnis von Libertären mit der extremen politischen Reaktion* zu kritisieren.
(*die einen totalitären Staat errichten will, wie AFL ja auch erkannt hat)

 
Bodo Wünsch, 08.11.2007 12:03

stehen IfS, JF und deren Umfeld (ein ja weitgehend deckungsgleicher, sehr überschaubarer Personenkreis) der NPD doch eher kritisch-distanziert gegenüber

Hahaha… da haben wir nochmal Glück gehabt, hm?

(*gnihihi* ….doch eher… *lol*)

 
 
 
 
Björn, 07.11.2007 23:49

btw: dass mein Beitrag als “Hetze” und “Inquisition” angeknurrt wird, zeigt, dass ich mit der Polemik gegen das IfS voll ins Schwarz-Braune getroffen habe…

Fleißkärtchen gibt’s aber erst wenn du als Sozialist, Linker Vollhorst, 68er-Versteher oder ähnliches ausgemacht wirst. ;)

Marco, 08.11.2007 00:12 Subscribed to comments via email

Fleißkärtchen gibt’s aber erst wenn du als Sozialist, Linker Vollhorst, 68er-Versteher oder ähnliches ausgemacht wirst. ;)

Nur weil einer ‘ne Spießigkeit loslässt, ist er nicht automatisch links. Da muss ich den aber mal ganz klar in Schutz nehmen. ;-)

 
Karsten, 09.11.2007 08:48

Ich hab’s bisher immer nur zum Sozialdemokraten gebracht. Was aber auch immer was ganz Schlimmes zu sein schien… ;)

 
 
Dagny, 08.11.2007 00:11

Mit etwas Absand und dem nötigen Biererst ist es eigentlich tragisch bzw. unterhaltsam was hier gerade diskutiert wird.

Zum einen gibt es dank Internet und Blogs neben der eifrei noch eine ganze Reihe anderer Liberal-Libertärer-Ankap Informationsmöglichkeiten, so dass vermeintlich “rechte” Meinungen im Zentralorgan der Libertären (welch innerer widerspruch) kein grosses Drama sind.

Und zum anderen ist dank des selben Internets eine Lawine ins Rollen geraten, die sich hier Blogtechnisch noch garnicht so richtig wiederfindet. Ron Paul hat am 5.11. (remember, rememer the 5th of novemer) über 4 Mio der Grünen Scheine gesammelt, auf die es im Wahlkampf ankommt.

Nur Hillary hat an einem Tag mehr gesammelt (6 Mio), aber die schafft Ron auch noch.

Björn, 08.11.2007 00:17

Und vor vier Jahren war es Howard Deanes Internetrevolution. Wir haben ja alle gesehen, wie das endete. Das Netz wird Paul nicht zur Kandidatur tragen, prognostiziere ich mal. Da findet gerade ein ziemlicher Echokammer-Effekt statt.

Marco, 08.11.2007 00:22 Subscribed to comments via email

Und das ganze Geld fällt dann vom Himmel, gell?

Björn, 08.11.2007 08:33

Ja. Genau wie die 14 Millionen grünen Scheine (bzw. 39,5 Millionen insgesamt), die vor vier Jahren Howard Deane bekommen hat.

Der ja dann auch – wie kann es bei solchen Nummern anders sein – Präsidentschaftskandidat wurde und Mr. Bush, jr. deutlich schlug. Ich bleibe dabei: Echokammer. Die Internetmillionen und die Internetunterstützung müssen erstmal in Unterstützung in der realen Welt umgewandelt werden, was nicht so leicht ist wie man meinen könnte.

Fabio, 08.11.2007 09:28 Subscribed to comments via email

Red` halt nicht von Dingen, von denen Du keine Ahnung hast. Du schreibst den selben Müll wie irgendein amerikanischer Neocon-Nörgler, bloß weil Du mal “Howard Dean” aufgeschnappt hast.
Lies halt einfach nach, wieviele Menschen zu den öffentlichen Auftritten von Ron Paul kommen, wieviel Anhänger er gerade an den Unis hat.
Ron Paul tut mehr für die Ideen der Freiheit und für den Libertarismus als ihr lächerlichen Kleingeister hier.
Ich nehme da einen Lew Rockwell und sein Team ernster als Euch Pappnasen. Ich mag Bodo und DDH persönlich sehr, aber auch AFL und so langsam geht ihr mir alle miteinander echt auf den Sack mit Eurem hochtrabenden Getue.

By the way: ich hab endlich kapiert, was so wichtig am Ettikett “links” in linkslibertär ist. Ist wie bei der Antifa. Man meint dann scheinbar dieselbe Selbstgerechtigkeit und denselben denunziatorisch-inquisitorischen Tenor wie die angeblichen Gegner anschlagen zu können. Herzlichen Glückwunsch.
Und damit Ihr kleinkarierten Schubladen”denker” nicht gleich wieder “erwischt” krakeelt: NEIN. ICH BIN NICHT RECHTS. Und auch nicht LINKS. WEDER NOCH!

jo@chim, 08.11.2007 10:28

NEIN. ICH BIN NICHT RECHTS. Und auch nicht LINKS. WEDER NOCH!

Nicht eben eine Werbung für Ron Paul, wie Du Dich hier aufführst, Fabio. Hör auf hier rumzuschreien (niemand will Dir oder Deinem Idol etwas Böses tun) und rumzupöbeln (von wegen “Pappnasen”, “Kleingeister” etc.). Wir sind hier nicht im Freiheitsforum oder in den Heise-Grüften. Und verschone mich mit Deinen Projektionen (“linkslibertär”).
Diese unsägliche Personalisierung zeugt von der offensichtlichen Diskursunfähigkeit, an der ein Teil der “libertären Szene” leidet: wenn ich jemand politisch kritisiere (auch scharf oder polemisch) heisst das doch nicht, dass ich ihn als Person in Frage stelle.

Fabio, 08.11.2007 10:53 Subscribed to comments via email

Ach ja? Wer verliert denn jede Beißhemmung, wenn es vermeintlich gegen “rechts” geht?
Wer pöbelt denn hemmungslos ´rum und arbeitet ständig mit Unterstellungen und Verleumdungen? Wer führt sich denn auf wie der letzte Gestapo/Stasi Spitzel? Wer nennet denn Marco von Opponent.de “den kleinen Schlesier”??
Meinst Du, Du beindruckst mich, wenn Du meinst, ich würde hier vielleicht Leute von Ron Paul abschrecken? Kollektivistische Idioten, die so denken können mir gestohlen bleiben!
UND ICH STELLE DICH ALS PERSON IN FRAGE, weil Du FÜR MICH einen niederträchtigen Charakter offenbarst.
Und jetzt feier Dich weiter selber als großen Kämpfer gegen “Rechts”.

jo@chim, 08.11.2007 13:06

Jungejunge – was hast Du denn geschnupft? Ich lass diese Realsatire mal zu Dokumentationszwecken hier stehen. *Kopfschüttel*

Björn, 08.11.2007 13:10

Kann’s sein, dass mein Kommentar wieder im Spamfilter stecken blieb? Und falls ja: Kann ich irgendwelche Worte vermeiden (“Autobahn”) um dem in Zukunft zu entgehen?

jo@chim, 08.11.2007 13:22

Nein Björn – im Spamfilter (Akismet) bleiben Comments sehr selten hängen. Aber meine Standard-Moderationswarteschlange basiert auf einem Algorithmus, der ebenso geheim ist wie der von Google ;-)
Im Ernst: gelegentlich versuchen Trolle hier strafrechtlich Relevantes zu posten, deshalb lässt sich das nicht vermeiden. Sorry an Alle für gelegentliche Verzögerungen!
Die Alternative wäre Registrierung der Kommentatoren (wie bei S&W früher). Damit stehe ich aber ggf. viel stärker in der Haftung, und ich will die Kommentarfunktion auch nicht zu aufwändig gestalten. Wenn ich mal wieder ganz ganz viel Zeit habe (also spätestens zum nächsten galaktischen Expansionszyklus), programmiere ich vielleicht einmal ein Mischung aus beiden Systemen :-)

 
 
Fabio, 08.11.2007 13:30 Subscribed to comments via email

Ja, schüttel Deinen Kopf ein wenig. Das hilft manchmal.
Ansonsten will ich Dich nicht weiter stören, bei Deinem Feldzug gegen “Anti-emanzipative Aktivitäten”.
Danke, Ihr wackeren “Linkslibertären”, daß ihr diese unsinnigen Schablonen ins Lager der Libertären tragt.

jo@chim, 08.11.2007 13:55

Fabio, ich denke, Du verwechselst “Libertär” mit “Pubertär”. Schon wie Du den Begriff “Lager” verwendest, zeigt schablonenhaftes Denken, das eines Liberalen nicht würdig ist (mal ganz abgesehen von den prolligen Umgangsformen, die Du zutage legst). Aber es wird schon noch werden :-)
btw: was würdest Du sagen, wenn bei Dir jemand zu Besuch ist, und sich so benimmt, wie Du hier?

Fabio, 08.11.2007 14:08 Subscribed to comments via email

An welche Anstandsregeln soll ich mich denn gebunden sehen, in einem Blog, wo man Eva Hermann mit Hitlers Schäferhund vergleicht und sich mit Sätzen wie “der kleine Schlesier” benimmt, wie die angeblichen Gegner? Versteck Dich noch nicht hinter geschliffener Sprache. Da “proll” ich lieber.

Und wenn`s Dir nicht paßt, erteil mir Hausverbot.

jo@chim, 08.11.2007 14:32

Ach Fabio, Du erinnerst mich an meinen kleinen fünfjährigen Jungen, der solange rumflegelt, bis er tatsächlich in seinem Zimmer zum Abkühlen verschwinden darf (um sich dann *furchtbar* ungerecht behandelt zu fühlen). Aber wie gesagt: wird schon noch.

Zum “kleinen Schlesier”: versuche Dich an Deine eigene Prämisse zu halten, Dich nicht zu Dingen zu echauffieren, von denen Du nichts verstehst.
Marco weiss sehr genau, wie ich meine Spitze gemeint habe, denke ich: nicht ad hominem (wozu er bisher keinerlei Anlass geboten hat, ganz im Gegenteil zu Dir), sondern “ad Funktion” *fg*

 
 
Marco, 08.11.2007 14:18 Subscribed to comments via email

“würdig”

LOL

Ein “liberaler” Sozialdemokrat quatsch von “Würde”. Also nein, liebe ;-)

“prolligen Umgangsformen”

Also mir persönlich ist ‘n authentischer Typ, der für die Freiheit den Arsch hochbekommt, tausend mal lieber, als FDP-Sozis, die ihre Provinzialität und Unbedeutsamkeit hinter ‘ner lahmen Attitüde verstecken müssen.

Rayson, 08.11.2007 17:34

“der für die Freiheit den Arsch hochbekommt”

Interessierte Nachfrage:

Wie macht man das denn? Ist das Kriterium schon durch Ergebenheitsadressen an Lichtschlag erfüllt? Oder muss man dazu noch rumkrakeelen?

 
 
Marco, 08.11.2007 14:38 Subscribed to comments via email

Schon wie Du den Begriff “Lager” verwendest, zeigt schablonenhaftes Denken,

Wie hat man es denn richtig zu verwenden, Großinquisitor? Dass gerade Du als Schablonenschnitzer Dich darüber aufregst, dass einer hier ‘n Trennlinie für sich zieht, während Du bei jedem Schielen nach rechts am liebsten die Antifa anrufen willst. Lahm.
Selbstverständlich gibt es ein libertäres Lager. Und dieses Lager überschneidet sich hier und da mit dem rechten oder linken Lager. Fertig.

 
 
 
 
Bodo Wünsch, 08.11.2007 17:10

Mensch Fabio, so kenn ich Dich gar nicht… was ist denn in Dich gefahren???

Muss das sein? Was hat “die Person” mit dem zu tun, was sie in die Tasten haut?

Etwas ratlos: Bodo Wünsch

Fabio, 08.11.2007 17:30 Subscribed to comments via email

Für mich ist es schon ein Ausdruck der Person/der Persönlichkeit, “was sie in die Tasten haut”. Gerade Du – und so kannte ich Dich auch garnicht – hast z.B. i.S. EH jede Hemmung verloren (Eva Braun und Blondie) und auch nicht so künstlich zwischem dem, was sie gesagt hat und ihrer Person unterschieden.
Ich kenne hier aus dem Forum glaube ich nur Dominik und Dich persönlich und wollte eigentlich keine Partei ergreifen, weil sich mir die inhatliche Brisanz dieser lechts-rinks-Debatte nicht erschließt und ich Euch auch “anders” kannte. Ihr tut aber André, den ich ebenfalls persönlich kenne, in meinen Augen Unrecht und Ihr habt keinerlei Hemmungen, ihn zu verleumden und “ad hominem” anzugreifen.
Ich habe weder mit dieser lechts-rinks (Haar-)Spalterei noch mit den Unterstellungen und Verleumdungen angefangen und von keinem von Euch brauche ich mir hier in puncto “Stil” und “Anstand” belehren zu lassen. Wenn ich damit aus Eurer Sicht nun auch ein “Schmalspur-Hugenberg” und “rechtslastig” bin: so sei es.
Ich dachte eigentlich, daß das Dach des Libertarismus groß genug ist, um “konservative” und “progressive” Charaktere nebeneinander zu dulden, aber Ihr seid offenbar anderer Meinung und ich kann mich in keiner dieser Schablonen wiederfinden. Wenn “linkslibertär” heißt, sich so zu benehmen wie Ihr, dann will ich das jedenfalls ganz sicher nicht sein.

 
 
 
Björn, 08.11.2007 12:53

Red` halt nicht von Dingen, von denen Du keine Ahnung hast. Du schreibst den selben Müll wie irgendein amerikanischer Neocon-Nörgler, bloß weil Du mal “Howard Dean” aufgeschnappt hast.

Ja, Herr. Danke, Herr. Werde die Ronpaul’sche Revolution nicht mehr in Frage stellen, Herr. Wenn man mir aufoktroyiert, dass ich Ron Paul gut zu finden und blindwütig an seinen Erfolg zu glauben habe, dann werde ich das natürlich auch tun, Herr. So wirbt man für “die Ideen der Freiheit und für den Libertarismus”, indem man reinstürmt und den anderen im Raum den Mund verbietet. Well played, sir.

Ich geh’ dann jetzt mal das Kool Aid trinken.

Fabio, 08.11.2007 13:19 Subscribed to comments via email

Wer hat Dir denn den Mund verboten?
Ich habe Dich aufgefordert, Dich zu informieren, bevor Du den selben Senf abgibst, wie alle anderen die Defätismus und gesunde Skepsis nicht unterscheiden können.

Außerdem schrieb ich, daß Ron Paul für “die Ideen der Freiheit…” wirbt und auch der hat Dir nicht den Mund verboten. Einfach LESEN!

Wenn Du mich als abschreckendes Beispiel siehst, ist mir das herzlich egal.

Björn, 08.11.2007 13:47

Weißt du “red halt nich von Dingen von denen du keine Ahnung hast”, das fasse ich mal als “Mund verbieten” auf. Besonders da Ahnung für dich ja offensichtlich bedeutet, dass ich exakt das Material lesen muss, dass du liest und dann exakt die selben Schlüsse daraus ziehen muss. Darauf habe ich keine Lust.

Defätismus? Mag sein. Ich sehe halt – wie Marco es nannte – “die libertäre Massenbewegung [die] revolutionäre Veränderungen” erzwingt nicht. Und einen Außenseiterkandidaten zum unstürzbaren Favoriten zu erklären, Zweifler anzublaffen und all das noch ehe der Kernwahlkampf begonnen hat, noch ehe die Spitzenkandidaten die schweren Geschütze und die Attack Ads aus dem Keller holen… ach, das erscheint mir einfach ein naiv. Ich würde meine Position als “skeptisch” beschreiben, aber ich habe ja auch – wie du eiskalt diagnostiziert hast – keine Ahnung. Von Ron Paul. Oder Präsidentschfatskampagnen. Oder was auch immer.

Stimmt, Grandmaster P. hat mir den Mund nicht verboten. Aber ich denke, ich nehme dein Angebot an, dich als “abschreckendes Beispiel” anzusehen (da es dir ja eh herzlich egal ist). Weißt du, wenn mir jemand erzählt, dass Person X der geistreichste Spaßmacher der Saison ist, dieser jemand sich dabei aber aufführt wie der Elefant im Porzellanladen, dann frage ich mich halt doch, ob ich seine Meinung einfach so übernehmen wollte.

(By the way: No votes in Bavaria.)

Fabio, 08.11.2007 13:56 Subscribed to comments via email

Wer hat RP zum “umstürzbaren Favoriten” erklärt?
Hör halt endlich auf mir Dinge in den Mund zu legen!

Björn, 08.11.2007 14:07

Wenn schon der bloße Zweifel daran, dass Ron Paul seinen “Internet fame” vielleicht nicht in die Realität wird übertragen können, wie Deizid behandelt wird, dann interpretiere ich das einfach mal… ach, ist okay. Geh schmollen. Ich geb’s auf.

David, 08.11.2007 15:23

Deizid triffts… gibt es eigentlich schon etablierte ‘libertäre’ Hagiographie?

Björn, 08.11.2007 20:22

Glaube nicht, aber der Vorgang der Apotheose ist abgeschlossen.

 
Fabio, 08.11.2007 20:32 Subscribed to comments via email

Eigentlich habt Ihr recht.
Ein “Politiker” der einem Zentralbanker so die Meinung geigt, ist ein Gott…

Ron Paul Schools Ben Bernanke Again
http://www.youtube.com/watch?v=yAwvlDJgJbM

I believe in Ron.

 
Rayson, 08.11.2007 20:39

Bevor ich konvertiere: Was hat der Gute so jenseitig anzubieten?

Ich meine, man mag von Keynes halten, was man will, aber mit seiner Aussage:

“In the long run, we are all dead”

hat er unwiderlegbar Recht.

 
Fabio, 08.11.2007 20:42 Subscribed to comments via email

Was meinst Du mit “jenseitig”?

 
Björn, 08.11.2007 20:47

Neues Jerusalem. 72 Jungfrauen. Biervulkan und Stripperfabrik. Sowas halt.

 
Rayson, 08.11.2007 20:51

@Fabio

Na, nach dem Tod eben. Bevor ich ein “I believe in” zustande bringe, brauche ich mindestens einen Kreuzestod, ersatzweise eine höchst attraktive Jenseitsvorstellung.

@Björn

Also bitte ;-)

 
DDH, 08.11.2007 20:53

Aber da muß ich Fabio Recht geben: dieser Auftritt von Paul war in der Tat göttlich!!! Und vor allem sehr gut argumentiert!!!

 
Fabio, 08.11.2007 21:04 Subscribed to comments via email

@Rayson

Damit kann RP nicht dienen und ich auch nicht.
Mein Glaube beschränkt sich auf das Diesseits. Nämlich daß endlich ´mal ein Politiker libertäre Gedanken verbreitet und dafür auch noch von einer spontanen Graswurzelbewegung gefeiert wird.
Hätte mir das jmd. vor 12 Monaten erzählt, ich hätte geantwortet, daß es dazu eines Wunders bedürfte.

@DDH:

Zum x-ten Mal (sorry, daß ich immer gleich in die Luft gehe…): Friede? Vielleicht erklärst Du mir mal bei einem Bier, inwiefern ef in der Gefahr steht, rechtsradikal zu werden. Spätestens beim 4. kapiere ich`s vielleicht. Und bis dahin rege ich mich über Deine “gewagten” Vergleiche nicht mehr auf, wenn Du lieb zu RP bist, ok? ;-)

 
 
 
 
Marco, 08.11.2007 14:49 Subscribed to comments via email

Ich sehe halt – wie Marco es nannte – “die libertäre Massenbewegung [die] revolutionäre Veränderungen” erzwingt nicht.

Wenn durchschnittlich 2000* Menschen jeden Tag bereit sind, für Ron Paul’s Botschaft von Freiheit, Wohlstand und Frieden zu spenden, dann kann mit Fug und Recht von einer Massenbewegung gesprochen werden. Und die wichtigen libertären Medien der USA teilen diese Einschätzung ja auch.

*) http://www.ronpaulgraphs.com/

 
 
 
 
 
 
 
 
 
jo@chim, 08.11.2007 00:35

Ich sehe einige der Positionen von RP sehr kritisch (Stichworte Migration und War Against Terrorism) – kann mich jedoch einer gewissen Faszination über seine Grass-Roots-Kampagne tatsächlich nicht erwehren: RP wird nicht nominiert werden (setze gerne einen Kasten U darauf). Es wird eine kleine Episode im US-Wahlkampf bleiben – aber ein grosser Schritt der Libertarians weg von sektiererischem Extremismus hin zu pragmatischem Handeln und den Willen zu mehr Einfluss…
IMHO.
Eigentlich wärs einen eigenen Beitrag wert.

Dagny, 08.11.2007 00:48

Halte den Kasten.

jo@chim, 08.11.2007 01:00

Ich würde ihn *gerne* bezahlen :-)

 
 
DDH, 08.11.2007 19:50

Disclaimer: ich bin_nicht_gegen Ron Paul, finde das meiste von dem was er sagt vernünftig&sympathsich und ich unterstütze sogar ausdrücklich seine noninterventionistische Außenpolitik! Seine Haltung aber zu einigen “sex-drugs-rock’n'roll”-Themen und speziell zur Einwanderungsfrage halte ich für inkonsistent. Aber für mich kein Grund, ihm die – wenn auch leidenschaftsgedämpfte – Sympathie zu versagen.

@Jo@chim: Das war jetzt notwendig, sonst krieg’ ich wieder eins drauf, für das was Du gesagt hast. ;-) Differenzierungsvermögen ist nämlich nicht die hervorstechendste Eigenschaft der “Deutschliberalen” (so hießen’s in Österreich zu Zeiten Ritter von Schönerers; wär ein hübsches Label für einige Heißsporne aus dem rechtslibertären Beritt).

Fabio, 08.11.2007 21:17 Subscribed to comments via email

“Sex drugs and Rock`n`Roll”?

Er ist der Liebling der Kiffer, Gamer, Gambler und redet Dir weder bezüglich Deines Musik- noch Deines sexuellen Geschmacks rein.
Wo ist er da inkonsistent?

 
Marco, 08.11.2007 22:09 Subscribed to comments via email

speziell zur Einwanderungsfrage halte ich für inkonsistent.

Erst Sozialstaat abschaffen, dann können die Leute ruhig kommen. Wo ist das inkonsistent?

jo@chim, 08.11.2007 22:46

Lasst die Leute ruhig kommen. Sie werden den Sozialstaat unmöglich machen. Wo ist das inkonsistent?

Marco, 08.11.2007 23:25 Subscribed to comments via email

Lasst die Leute ruhig kommen. Sie werden den Sozialstaat unmöglich machen. Wo ist das inkonsistent?

Weil dies nicht sofort eintritt. Es wird einen längeren Zeitraum brauchen, bis der Sozialstaat “unmöglich” wird. In dieser Zeit sollen dann also Millionen Leistungsträger noch schlimmerer Belastungen ausgesetzt werden, als dies ohnehin der Fall ist? Was Du forderst ist – angesichts der Tatsache, dass dies mit Wissen um die Existenz des Sozialstaates und seiner Mechanismen geschieht – fast schon ein Plädoyer für Beihilfe zur Ausbeutung.

Gegenvorschlag: Grenzen auf bei Beibehalt des Sozialsystems und die Mehrbelastungen – nur die direkten, ich will mal großzügig sein – tragen Du und die anderen Befürworter der Einwanderung zu Lasten der Steuer- und Abgabenzahler. Das ist nur fair.

 
 
 
 
 
 
Marco, 08.11.2007 00:22 Subscribed to comments via email

Mit etwas Absand und dem nötigen Biererst ist es eigentlich tragisch bzw. unterhaltsam was hier gerade diskutiert wird.

Es ist vor allem lächerlich, wenn sich die libertäre Miniszene der BRD in ihrer spießigen Verklemmtheit gegenseitig ankotzt, während andernorts eine tatsächlich libertäre Massenbewegung revolutionäre Veränderungen “erzwingt”.

 
Fabio, 08.11.2007 08:40 Subscribed to comments via email

Herzlichen Glückwunsch…Ich kann echt nur noch den Kopf schütteln…

Als Viertelitaliener erlaube ich mir folgenden Kommentar zu dieser hochwichtigen Debatte: TYPISCH DEUTSCH!

Fröhnt weiter Eurer autistischen Nabelschau und Eurem Antifa-Pathos…

Der Vollständigkeit halber:
Ich bin libertär – ohne lechts und rinks.

DDH, 08.11.2007 15:38

Und ich kann als schwuler Achteljude nur sagen: die libertäre Szene Deutschlands wird, wenn sie sich vom an einem Revival der “Harzburger Front” herumbastelnden Grevenbroicher Schmalspur-Hugenberg nicht bald zu lösen beginnt, bald noch sehr viel DOITSCHER sein! Gute Nacht!

Fabio, 08.11.2007 16:36 Subscribed to comments via email

Sag` ´mal im Ernst, Dominik, Du kennst André und ef und die ganze Szene länger als ich und daher frage ich mich durchaus immer wieder, ob ich naiv hier irgendwelche schlimmen Gefahren übersehe (zB wenn ich den Hugenberg-Vergleich einfach nur irrwitzig finde).
Was genau befürchtest Du denn (außer daß Du Deine Artikel nicht in ef los wirst)?

Frage ich mich als Viertel-Spaghettifresser und Agnostiker.

 
 
 
Fabio, 08.11.2007 09:41 Subscribed to comments via email

PS:
http://www.lewrockwell.com/blog/lewrw/archives/016708.html

Ron Paul, Austrian Economist

“For 94 years, we were supposed to be awed and bored by the central bank, and pay no real attention to the greatest counterfeiting machine in the history of the world. Yet Ron has made a campaign issue, and a huge one, out of the Federal Reserve and its destructivism and business cycles. Last month, 2,000 University of Michigan students cheered his calls for sound money by chanting “Gold, Gold, Gold.” And last night, as he was walking through National Airport, a man with a British accent approached him. “Congratulations on making monetary policy a live issue,” he said. “I never thought it could be done. I’m an economist at the IMF,” he added, “And I also agree with you about this: the IMF should be abolished!”

 
twex, 08.11.2007 11:02

Eure Furcht vor dem Rechten werde ich ohnehin nicht nachvollziehen können, darüber lohnt es sich nicht zu sprechen. Mich interessiert etwas anderes: Es wird hier wie auch anderswo angedeutet und als ‘offenes Geheimnis’ stilisiert, daß ein bedeutender Teil der Blogmannschaft von ef-online Pseudonyme eines Mannes sind, und “Lichtschlag” praktisch täte, was er anderen in seinem Editorial vorwirft: unter vielen Namen mit sich selbst diskutieren. Falls es sich so verhält, fände ich das reichlich irritierend. Gibt es für diese Unterstellung belastbare Anhaltspunkte? Wozu würden so viele Identitäten dienen?

dagny, 08.11.2007 12:47

Ich hoere das in dieser Form zum ersten mal.

Einige der dort genannten Personen hab ich kennengelernt und nehme deshalb an, dass die ihre Artikel selber geschrieben haben, von einigen weiss ich es sicher.

Im alten Freiheitsforum gab es mal eine Diskussion, ob Naomi Braun-Ferenci ‘echt’ ist, ob ein Pseudonym dahintersteckt oder ob es sich um eine komplett erfundene Figur handelt.

Und um den Kreis zu schliessen, Achim kennt mich und ich bin nicht AFL.

DDH, 08.11.2007 15:39

WER IST KASPAR ROSENBAUM?

 
 
 

[...] ich die Diskussion zu diesem Blog-Beitrag beim A-Team lese, fällt mir prompt und unvermeidlich Raysons Lieblingslied ein. Und ich sag [...]

 
R.A., 08.11.2007 15:28

Ich bin mir ja nicht sicher, ob nun genau dieses Zitat der geeignete Aufhänger ist – man kann es tatsächlich in mehrere Richtungen interpretieren.

Aber klar ist: Die eifrei hat sich schon seit einiger Zeit den Kurs in sehr merkwürdiger Weise geändert, mit Freiheit oder libertär hat das oft nur noch äußerlich zu tun (wenn überhaupt).
Mein Abo mußte ich daher schon kündigen.

Insgesamt sehr bedauerlich. Das war eine kleine, aber wichtige Zeitschrift, von deren Autoren ich viel gelernt habe.

 
DDH, 08.11.2007 15:55

Laut Lichtschlag „regieren neosozialistische Altachtundsechziger seit Jahrzehnten das Land“ und „perfektionieren …mit jedem Jahr mehr ihr Machtsystem mit faschistoiden Elementen.“ Soso. Der größte moralische Skandal dieser Republik aber, die Nicht-Abschaffung der Staatssklaverei, des (1935 von Hitler eingeführten!) Wehrzwanges (euphemistisch „Wehrpflicht“ genannt) geht aber auf das Konto der CDU! Die das Staatswachstum zumindest dämpfende (siehe Schweiz!) Direktdemokratie wird uns auch nicht von Dutschkes Jüngern vorenthalten, sondern seit Jahrzehnten (trotz einer Mehrheit in Volk UND Parteien) von dem 35-Prozent-Verein der Kauders, Pastor Hintzes und Pofallas!

Sind es die Altachtundsechziger oder ist es die CDU, die wie wild die Kriegstrompete bläst? Auch wenn es auf beiden Seiten (Cohn-Bendit, Gauweiler) Überläufer gibt, so drehen doch tendenziell eher die Unionsparteien in Nibelungentreue zu Bush an der eskalierenden außenpolitischen Interventionismus-Spirale, als es bei der überwiegenden Mehrzahl der Veteranen der Studentenrevolte der Fall ist, die sich lieber mit unter der PACE-Fahne versammeln.

Wer führt den Milliarden verschlingenden „war against drugs“ in Deutschland: die einstigen Haschrebellen von anno dunnemals oder die gescheitelten Hackfressen mit JU-Biographie? Wer will den Anti-Terrorkampf auf immer mehr Bereiche ausweiten, um damit die eigenen Bürger besser drangsalieren zu können, den Überwachungsstaat ausweiten, E-Mails und Konten ausspähen, Flugzeuge abschießen, Bundeswehr im Innern einsetzen, Geheimdienstkompetenzen ausweiten? Wer kämpfte vor Jahrzehnten (mit ähnlich klugen Argumenten wie heute ef-Autor Schüßlburner) für die Abschaffung des im freien Westen einzigartigen „Verfassungsschutzes“? Die radikale Linke! Und wer verteidigte diese Skandalbehörde wie ein Heiligtum? Die staatstragendste aller staatstragenden Parteien: die CDU!

Wer kämpfte mit Tucholsky-Zitaten für mehr Artikulationsfreiheit und welches politische Lager setzte dagegen gerne auf „Ehrenschutz“, um „Kommunikationsdelikte“ weiterhin hart sanktionieren zu können? Welche Partei, welche politischen Strömungen rufen immer am lautesten nach „hartem Durchgreifen“, wenn sich Menschen nicht entsprechend der Staazi-Norm verhalten? Welche Partei steht immer für eine weitere Einschränkung der Meinungsfreiheit ein? Wer hat wohl 1994 die Verschärfung des „Volksverhetzungsparagraphen“ §130 StGB federführend gestaltet? Ströbele? Nein, es war CSU-Rechtsexperte und Homo-Hasser Norbert Geis!!!

Wer ist eigentlich für die ganzen merkwürdigen Rechtsnormen und absonderlichen Paragraphen gegen Prostitution, Pornographie, Glücksspiel und andere „opferlose Verbrechen“ verantwortlich? Die Hippies von einst? Oder auch hier wieder der wirklich gefährliche, weil im Staat mit Macht ausgestattete „Schwarze Block“ der Unionsparteien? Wer verhindert hierzulande eigentlich eine Legalisierung der Sterbehilfe (dem Doyen der deutschen Libertären, Gerard Radnitzky, war dieses Thema ein Herzensanliegen)? Die CDU, nicht die 68er!

Lichtschlag (oder war es Rosenbaum? Ich verwechsle die zwei immer so leicht) schreibt im aktuellen Heft auch vom Bund Freier Bürger, der 1994 als bürgerliche Protestpartei gegen die Maastrichter Verträge, also die geplante europäische Einheitswährung, gegründet wurde und bei dem ich mich als damals 17jähriger ebenfalls engagierte. Ob der Mehrheit der aus CDU und rechten Kleinstparteien kommenden Mitglieder des BFB damals wirklich nur „die FDP nicht liberal genug war“, will ich mal dahingestellt sein lassen. Aber eines ist klar: nicht die Attacken der autonom-linksextremen Schlägerbanden und Krawallbrüder („Alle wollen dasselbe: Haider in die Elbe“) auf dem Hamburger Gänsemarkt im Europawahlkampf haben dieser Partei das Genick gebrochen, sondern der aus dem Kanzleramt heraus gesteuerte perfide Overkill, den Kohl mithilfe der (jetzt gerade auf die 68er populär eindreschende) Springer-Presse (!) gegen Brunner orchestrierte! Und wer hat eigentlich die von echten Konservativen als Kulturschande zu empfindende Rechtschreibreform mit politischer Brachialgewalt gegen den Volkswillen durchgepeitscht? Eine CDU-beherrschte Kultusministerkonferenz unter Annette Schavan! Welche Partei tritt am entschiedendsten für Kammernzwang und GEZ-System ein? Die Union!

Wenn Lichtschlag wirklich die Dinge beim Namen nennen will und ein „Machtsystem mit faschistoiden Elementen“ enttarnen, dann soll der beim CDU-Staat und seiner (siehe Spendenaffären) offensichtlich über dem Gesetz stehenden Staatspartei anfangen – oder schweigen!

Marco, 08.11.2007 17:38 Subscribed to comments via email

Reichlich selektive Wahrnehmung.

 
 
Gernot Kieseritzky, 08.11.2007 16:48

Sehr bemerkenswerter Artikel aus der “Deutschen Stimme” über EF. Zitat:

Zitat: “»Eigentümlich frei« ist jedoch keineswegs eine nationale oder auch nur rechte Zeitschrift. Die Autoren definieren sich als »libertär«, das heißt, man möchte noch liberaler als die radikalsten Neoliberalen sein, man macht sich für ungebremsten Neoliberalismus, die Freigabe von Drogen-, Waffen- und sogar Organhandel stark und möchte in allen Bereichen deregulieren und liberalisieren. Die Vertreter dieses antisozialen Individualismus huldigen einem naiven Dualismus, nämlich dem Glauben, daß alles Gute nur im Individuum und alles Böse nur in den Kollektiven stecke.”

Hört sich nicht so an, als würde EF viele Abonnenten aus dem Spektrum der Deutschen Stimme erwerben.

Zur Erinnerung: EF hatte seinerzeit die NPD im Verbotsverfahren in Schutz genommen und sogar öffentlich die Abschaffung des StGB-Artikels gefordet, der Auschwitzleugnern ins Gefängnis bringt. Und nachdem die NPD in den Dresdner Landtag eingezogen war, hatte EF in einer grandiosen Aktion vor jeder anderen großen Zeitung ein Interview mit Udo Voigt abgedruckt, während andere Journalisten sich damit begnügten über Lichterketten zu berichten.

Ich erinnere mich nicht, dass damals EF der Vorwurf gemacht wurde, sich mit der radikalen Rechten zu verbrüdern. Im Gegenteil, ich würde behaupten, dass war eher einer der Sternstunden von EF. Und jetzt macht Ihr, lieber , Dominik und Bodo, (schon wieder) ein Fass auf, wenn “Kaspar Rosenbaum” Eva Hermann verteidigt oder Ellen Koszita gegen Feministen ‘hetzt’? Wo blieb Euer Aufschrei beim Udo-Voigt-Interview? Ich bin doch etwas verwundert.

DDH, 08.11.2007 16:59

Zur Erinnerung: DDH hatte seinerzeit die NPD im Verbotsverfahren in Schutz genommen und sogar öffentlich die Abschaffung des StGB-Artikels gefordet, der Auschwitzleugner ins Gefängnis bringt! Und an dieser kompromißlosen Haltung hat DDH auch bis heute kein Jota zu ändern!

Ich erinnere mich nicht, dass damals EF der Vorwurf gemacht wurde, sich mit der radikalen Rechten zu verbrüdern. Im Gegenteil, ich würde behaupten, dass war eher einer der Sternstunden von EF. Und jetzt macht Ihr, lieber , Dominik und Bodo, (schon wieder) ein Fass auf, wenn “Kaspar Rosenbaum” Eva Hermann verteidigt oder Ellen Koszita gegen Feministen ‘hetzt’? Wo blieb Euer Aufschrei beim Udo-Voigt-Interview? Ich bin doch etwas verwundert.

Kositza hat in verklausulierter Weise Schwulen unterstellt, sie würden sich in Osteuropa nur vorderhand für Gay Rights einsetzen, weil sie dort in Wahrheit auf der Suche nach “Frischfleisch” seien! Das_ist_demagogisch!

Und das 8-seitige Voigt-Interview (nebst dieser online-Begleitmusik hier: http://www.ef-online.de/category/rosenbaum-kaspar/) wurde kritisiert. Freundschaftlich, wohlwollend, mit Engelszungen auf André einredend – ABER DAMALS NICHT ÖFFENTLICH, sondern intern! Denn damals hoffte ich noch, André sei nicht beratungsresitent Meine Erwartungen diesbezüglich mußte ich indessen herunterschrauben!

dagny, 08.11.2007 18:04

Vielleicht bin ich da etwas naiv und unbedarft, aber haeltst du den Kositza-Artikel uber die Schwulen fuer rein fiktiv?

(verklausuliert war das nicht, sondern recht eindeutig – allerdings traue ich es -cui bono- dem ein oder anderen mehr als zu)

 
 
Marco, 08.11.2007 17:34 Subscribed to comments via email

Witzig auch die Bezeichnung von ef durch die DS als “liberalextremistische Zeitschrift”. Tja, Sozialist ist eben Sozialist, ob nun völkisch oder international. Da ist “extremistisch” immer alles jenseits der eigenen Position.

 
DDH, 08.11.2007 17:43

Zur Erinnerung: DDH hatte seinerzeit die NPD im Verbotsverfahren in Schutz genommen und sogar öffentlich die Abschaffung des StGB-Artikels gefordet, der Auschwitzleugnern ins Gefängnis bringt. Und DDH hat an dieser Auffassung bis heute kein Jota geändert!

“Ich erinnere mich nicht, dass damals EF der Vorwurf gemacht wurde, sich mit der radikalen Rechten zu verbrüdern. Im Gegenteil, ich würde behaupten, dass war eher einer der Sternstunden von EF. Und jetzt macht Ihr, lieber , Dominik und Bodo, (schon wieder) ein Fass auf, wenn “Kaspar Rosenbaum” Eva Hermann verteidigt oder Ellen Koszita gegen Feministen ‘hetzt’? Wo blieb Euer Aufschrei beim Udo-Voigt-Interview? Ich bin doch etwas verwundert.”

Kositza hat gegen Schwule gehetzt, ihnen unterstellt, daß sie sich in Osteuropa nur deswegen für Gay Rights engagieren würden, weil sie in Wirklichkeit dorthin Bumsreisen unternehmen – wegen dem “Frischfleisch”. Das_ist_demagogisch!

Das 8-seitige Voigt-Interview wurde kritisiert, allerdings freundschaftlich, nicht lautstark, sondern intern. Damals glaubte ich noch, AFL sei gutem Rate zugänglich!

Marco, 08.11.2007 17:48 Subscribed to comments via email

Kositza hat gegen Schwule gehetzt, ihnen unterstellt, daß sie sich in Osteuropa nur deswegen für Gay Rights engagieren würden, (…)

Nach meiner EInschätzung hat sie das nur der wohlfeilen Gang um V. Beck unterstellt und gegen diesen gehetz. Naja, er ist Politiker, hetzt gegen andere und übt via Partizipation im staatlichen Repressionsapparat Gewalt gegen Menschen aus. Da muss er das schon mal aushalten können.

 
 
jo@chim, 08.11.2007 18:07

Wo ist das Problem Gernot? Du wirst unter den Autoren dieses Weblogs keinen finden, der für Parteiverbote oder die Verfolgung von “Mind Crimes” eintritt. Ob das Provointerview mit Herrn Voigt “grandios” war, darüber kann man verschiedener Meinung sein. Ich bin aber auch der Auffassung, dass es sinnvoller ist, Nazis vorzuführen, als sie zu dämonisieren und den Tätern die Gelegenheit zu geben, sich als Opfer zu stilisieren (ob AFL Herrn Voigt vorgeführt hat – darüber kann man allerdings ebenfalls verschiedener Meinung sein…).
Es ist aber immer ein Unterschied, ob ich als Liberaler Freiheit auch für tabuisierte Meinungen fordere oder mich mit den Voigts, Hermanns, Kositzas gemein mache…

DDH, 08.11.2007 18:11

Oder, wie es mein Freund Martin Hagen mal so prägnant formulierte: Viele Libertäre überschreiten in ihrem Kampf für Meinungsfreiheit die Grenze vom “Er hat das Recht, das zu sagen” zum “Er hat Recht mit dem, was er sagt.”

dagny, 08.11.2007 18:25

Oder verwechseln libertaere Zuhoerer das ‘Er hat das Recht dies und jenes zu sagen’ nicht mit ‘Er hat denundden das sagen lassen und unterstuetzt es deshalb’?

 
 
 
 
Henning, 08.11.2007 18:31

Ich würde mir wünschen, dass sich das ef-Magazin im gleichen Maße wie für Eva Hermann mal für linksradikale Totalwehrdienstverweigerer einsetzen würde. Beide sind im gleichen Maße entfernt von libertären Ansichten (und zwar Lichtjahre), aber während Hermann aus einer Talkshow rausgeschmissen wird (ohgottogottogott), darf der Totalverweigerer einige Monate Arrest absitzen, und ist vorbestraft.

jo@chim, 08.11.2007 18:48

A voice of reason amidst the yapping: danke Henning. Das war definitiv der bisher treffendste Kommentar.

 
DDH, 08.11.2007 19:52
Henning, 08.11.2007 20:05

@DDH: OK, deswegen habe ich auch “linksradikal” geschrieben, weil ich in erster Linie an Leute gedacht habe, die totalverweigern, weil angeblich die DDR illegal von der BRD übernommen wurde, etc…
Aber nachdem ich in der letzten Stunden ein wenig zu dem Thema gegoogelt habe, muss ich zugeben, dass es doch auch einige Totalverweigerer gibt, die wesentlich libertärer als Eva Herrman sind (was zugegebenermaßen auch nicht schwer ist ;-)), was wiederum ein Grund mehr für eine libertäre Zeitschrift wäre, sich für diese Leute einzusetzen.

DDH, 08.11.2007 20:57

Auch wenn’s off topic ist, der Hinweis sei gestattet:
http://zwanglos.wordpress.com/

 
 
 
 
Christian Hoffmann, 08.11.2007 19:49

123 Kommentare. Wann gab’s das das letzte Mal? Ich stimme dir, Achim, inhaltlich zu. Bin aber v.a. beeindruckt von der Emotionalität, die eine einfache Aussage wie “Ich halte die Linie von Blatt XY für daneben” hier auslöst.
Das spircht entweder für AFLs Leserbindung. Oder aber für die Notwendigkeit eines alternativen libertären Organs. Je nachdem, aus welcher Perspektive man den Zwist betrachtet.

dagny, 08.11.2007 23:11

Naja, das Alternativorgan ist wohl die Bloggerszene.

Die eifrei als reines Printmedium ist konzeptionell ja doch ein paar hundert Jahre alt (Buchdruck).

JKG, 09.11.2007 10:27

So niedrig die Einstiegsbarrieren beim Bloggen sind, so niedrig ist auch die Aufmerksamkeit.

 
 
 

[...] kommt zu spät und sie kommt vor allem nicht [...]

 
Werner, 09.11.2007 21:13

Nachdem ich die Diskussion hier verfolgt habe , glaube ich dass ich richtig gehandelt habe als ich vor Kurzem ef abonnierte.
Dann weiss ich wenigstens aus erster Quelle worueber Ihr Euch alle aufregt.

 
M.M., 09.11.2007 21:40

Schreibe nur was, damit ich die Nr. 145 sein kann. Wow 145 Kommentare, das ist ja ein Ding.

 
gang, 12.11.2007 21:17

“Als Viertelitaliener erlaube ich mir folgenden Kommentar zu dieser hochwichtigen Debatte: TYPISCH DEUTSCH!”

Wo Fabio Recht hat, da hat er Recht.
Sagt mir bitte Bescheid, wenn Ihr angesichts unserer aller Breitenwirkung beschlossen habt, ob der Minimalstaat doch noch behalten oder gleich Ankapistan eingeführt bzw. ob zuerst der Sozialstaat komplett abgeschafft oder nur die Zuwanderung in diesen verhindert werden soll …

 

[...] hab ja gelegentlich so meine Probleme mit der noien Eifrei. OK, die aktuelle Nummer ist partiell durchaus lesenswert, [...]

 

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