Communist Chic Reloaded

11.11.2007 19:27 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim

“¿Por qué no te callas? - Kannst du nicht die Klappe halten?” Eine angebrachte Aussage, wenn einer, der nicht an der Reihe ist, unter Missachtung jeglicher zivilisierter Umgangsform penetrant dazwischen quasselt. Für mich gut nachvollziehbar, dass da selbst ein Juan Carlos einmal die Contenance verliert.

Es soll wohl Communist Chic Reloaded sein, den Chavez - der sich in Venezuela im unblutigen Übergang in die Dikatur versucht - vorführt: mich erinnert das an Chruschtschow, der auf einer UNO-Vollversammlung einmal mit seinem Schuh herumgefuchtelt hat. Die Ausfälligkeiten (unter anderen gegen den spanischen Ex-Ministerpräsidenten Aznar, den er als “Faschist” beschimpfte) gingen sogar dessen Nachfolger, dem Sozialisten Zapatero, zuweit, der dem zeternden Chavez “Respektlosigkeit” vorwarf. Was SPON daraus macht? Na klar, das hier.

Immerhin - auch aus Ecken der Blogosphäre, aus denen ich das nicht unbedingt erwartet hätte, sind inzwischen nachdenkliche Stimmen zum Caudillo zu vernehmen:
Venezuela am Scheideweg? fragt Balou (dessen Vorwurf der Doppelzüngigkeit an westliche Politiker hinsichtlich deren windelweicher Erklärungen zur Rückkehr in die Militärdiktatur in Pakistan ich hier ebenfalls nicht widersprechen möchte).

Währenddessen setzt Telepolis klar auf Sieg Chavez gegen die “parlamentarisch-repräsentative Demokratie”: Harald Neuber zufolge wird trotz erster Absetzbewegungen nichtrevolutionärer Reformisten die “bolivarische Revolution” immer mehr zu einem Vorbild einer erfolgreichen Reorganisierung des Staates zugunsten aller Bewohner - sofern sich dieser Prozess gegen die internen Widerstände behaupten kann.

Die geplanten “Verteidigungszonen”, in denen der Präsident die Bürgerrechte aussetzen kann, werden sicher ihren Teil dazu beitragen, den Widerstand gegen die Errichtung der sozialistischen Diktatur auszuschalten, keine Sorge Genosse Neuber. Schliesslich läuft die Machtergreifung “Transformation der demokratischen Revolution in den Sozialismus” dort mit deutscher Entwicklungshilfe ab, wie bei Zettel vor einiger Zeit zu lesen war.

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60 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Lina, 11.11.2007 20:10

reloaded: Grossartiger Beitrag, eindrückliche Darstellung - von mehreren Seiten per Links beleuchtet. Wer macht der Blogosphäre so etwas nach? Niemand sonst. - Bravo!

(Das musste mal grundsätzlich gesagt werden.)

 
dagny, 11.11.2007 20:36

Deutsche Entwiclungshilfe???

*nachlesen was Du meinst*

Na, immerhin geht es ‘nur’ um ideologische Hilfe und nicht um Steuergelder.

 
dagny, 11.11.2007 20:50

Mich würde mal die Meinung der Blogosphaere interessieren:

Was tun?

Angenommen, ihr sitzt im Oval Office und lest gerade Achims Kommentar, schaut die Links an und ärgert Euch über Chavez und die anderen Jungs im ‘Hinterhof’. Einmischen und die Strassengang aufmischen oder zusehen, bis der Hinterhof runtergewirtschaftet ist?

Statler, 11.11.2007 21:16

Abwarten natürlich. Jedes Land, das unbedingt den Sozialismus ausprobieren will, soll ruhig erfahren, wie das Leben dann aussieht, im Sozialismus.

Und das Öl in Venezuela ist kein Grund, einzugreifen. Chavez muß das Zeug auf den Markt werfen, sonst ist er schneller pleite, als er “Faschist!” sagen kann. Den Ölpreis durch Angebotsverknappung weiter in die Höhe treiben könnte er also selbst dann nicht, wenn sein Anteil an der weltweiten Förderung größer wäre. Und der von Moskau gesteuerte Weltkommunismus als sich ausbreitende Bedrohung fällt ja nun als Begründung für eine Intervention inzwischen auch weg.

Also — zurücklehnen, abwarten, und sehen, wie der Weg in den Bankrott diesmal aussieht. Dumm nur für die Venezolener, die darunter leiden müssen.

balou, 12.11.2007 10:56

Rein statistisch betrachtet könnten Sie ja durchaus Recht behalten, von drei Ölbooms in Venezuela wurden bisher zwei mehr oder weniger durch einen Kollaps beendet, wären noch die gleichen Leute wie bei den vorhergegangenen Crashs an der Macht, würde ich Ihnen unumwunden beipflichten.

Voll zustimmen kann ich Ihnen im Punkt “Abwarten” und sehen wie sich die Sache entwickelt. Wir werden sehen, zumindest besteht in meinen Augen eine realistische Chance, dass es dieses mal anders läuft auch wenn ich viele Fehler, Versäumnisse und Unwägbarkeiten einräumen muss. Vielleicht ist die jetzige Regierung, im Gegensatz zu Ihren Vorgängern, in der Lage aus den eigenen und den Fehlern anderer zulernen und die richtigen Schlüsse zuziehen. Ich bin verhalten optimistisch.

Henning, 12.11.2007 11:27

Ich entschuldige mich am besten direkt für meine Frechheit, aber über ihren Post kann ich nur zynisch lachen. Man brauch kein Hellseher sein, oder besonders weise, um sich auszumalen, wie der “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” enden wird.

Die “Regierung” soll aus Fehlern lernen? Aus welchen Fehlern denn? Sie sind wohl auch der Ansicht, dass der Sozialismus eine feine Idee ist nur von den falschen Leuten umgesetzt wurde? Wie kommen sie darauf, dass ein Prolet wie Chavez gerade der Richtige ist?

Sozialismus/Kommunismus ist inhärent menschenverachtend und immer zum Scheitern verurteilt, egal ob ein Homer Simpson oder ein Stephen Hawking versucht ihn durchzusetzen.

balou, 12.11.2007 12:01

Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen. Ich sehe das als Meinungsäußerung.

Mit der Hellseherei hab ich es nicht so.

Nur eine Anmerkung:

“Aus Fehlern lernen”, bezog sich auf die Fehler der Venezolanischen Regierungen vor 1999 ebenso wie auf Fehler von Regierungen in anderen ökonomisch derart einseitig strukturierten Nationen.

Selbstverständlich ist der Sozialismus eine feine Idee, eine Idee halt.

 
jo@chim, 12.11.2007 12:31

Sozialismus/Kommunismus ist inhärent menschenverachtend und immer zum Scheitern verurteilt, egal ob ein Homer Simpson oder ein Stephen Hawking versucht ihn durchzusetzen.

“Menschenverachtend” ist eine subjektive Kategorie, und von daher in diesem Kontext nicht angebracht, denke ich. Treffender wäre vielleicht die Formulierung “führt zu menschenunwürdigen Zuständen”. Denn diese Tatsache ist empirisch belegt, nicht nur Spekulation über Motive der Handelnden. Ich unterstelle durchaus vielen (nicht allen) Sozialisten/Kommunisten hochwohllöbliche Motive und ehrliche Empörung über real existierende Ungerechtigkeiten. So ne Art umgekehrtes Mephisto-Prinzip ist das: viel guter Geist - der stets das Böse schafft…

Im konkreten Fall, auf Chavez bezogen, heisst das für mich auch: der Caudillo ist nicht so sehr Ursache, vielmehr Folge der Probleme. Wenn in Venezuela jemals eine tatsächliche freie Marktwirtschaft mit gesicherten Eigentums- und Landrechten* bestanden hätte, würden die einfachen Leute nicht im Traum darauf kommen, paläo-sozialistischen Demagogen hinterher zu laufen.

Und allzuoft haben die USA in Lateinamerika aus Opportunitätserwägungen anti-marktwirtschaftliche Oligarchen gegen anti-marktwirtschaftliche Nationalisten/Sozialisten unterstützt. Ich hatte einmal die Hoffnung, dass sich das unter neokonservativen Vorzeichen ändern könnte, aber diesbezüglich ist ja nun der “Rollback” wieder in vollem Gange…

(*P.S.: zu dem Thema als Empfehlung für kurzentschlossene Hauptstädter heute abend um 19.00 eine Veranstaltung mit dem indischen Ökonomen Barun Mitra beim IUF: Economic Rights and Prosperity)

Lina, 12.11.2007 13:28

“Sozialismus/Kommunismus…führt zu menschenunwürdigen Zuständen”. Zweifellos.

Aber wie darf ich es nennen, wenn hierzulande im heutigen Neokapitalismus per Lohndumping Stundenlöhne von € 3.80 gesellschaftsfähig werden? Unverzichtbare Freiheit gibt’s zwar gratis dazu, aber was daraus konkret entsteht, ist dasselbe: Menschenunwürdige Zustände nämlich.

(Das nur nebenbei.)

Rayson, 12.11.2007 13:52

Endlich mal wieder ein neues Wort mit “Neo”! “Neo” ist doch Latein und heißt “böse, schlimm”, oder?

Den Begriff “gesellschaftsfähig” überlasse ich lieber denen, die damit was anfangen können. Wahrscheinlich ist der Bezug lebenslanger Almosen, die unter Zwang von anderen eingetrieben werden, etwas, das unter diese Kategorie fällt.

Lina, 12.11.2007 14:54

Neokapitalismus - nie gehört? Oder den Begriff Neofeudalismus als Fortschreibung von Neoliberalismus? (Du willst mir am Zeug flicken ;-) und weisst doch genau, was ich meine.)

Von mir gemeint ist jene Spielart des Kapitalismus’, der eigentlich nicht Neo-, sondern besser Retrokapitalismus heissen musste, sofern er an “Chicago” anknüpft, wo jeder sehen musste, wo er (ohne Almosen) bleibt. Es diskreditiert - einstweilen noch in den Köpfen - die Idee des Kapitalismus, wenn er die Gesellschaft derart scharf in Gewinner und Verlierer spaltet - finde ich.

Dabei darf ich aber wohl voraussetzen, dass weder du noch ich theoretisch ein lohnsubventionierendes Almosenwesen des Staates haben wollen. Deshalb muss es letztlich der Markt richten können. Weil er es aber (noch immer) nicht tut, zahlt einstweilen die Solidargemeinschaft (unter Protest) drauf. Das ist nicht wünschenswert, aber doch notwendig, denn von Stundenlöhnen wie dem genannten kann hierzulande keiner leben.

In Venezuela schon, aber das ist wieder die andere Geschichte vom menschenunwürdigen Leben…

.

Rayson, 12.11.2007 15:17

Ich habe schon viele “Neo”s gehört, aber diese Verwendung hat in den wenigsten Fällen Anlass zum Eindruck gegeben, der Verfasser verstehe etwas von dem, was er da schreibt. Das gilt natürlich in erster Linie für “Neo”-Liberalismus, aber auch für diese affigen Versuche, da noch eins draufzusetzen, indem man von “Neofeudalismus” schreibt.

Von “Spielarten” kann ich da auch nichts erkennen. Es gibt eine freie Wirtschaft, in der zwei miteinander einen Stundenlohn von € 3,80 vereinbaren dürfen, und relativ unfreie, in der sie das nicht dürfen, weil derjenige, der dort in die Freiheit eingreift, es besser findet, wenn dann lieber gar nicht gearbeitet wird. Auch da gibt es dann natürlich Gewinner und Verlierer - Verlierer wären z.B. alle diejenigen, die das Produkt oder die Dienstleistung nachgefragt hätten.

Was “Chicago” mit der Forderung zu tun hat, jeder müsse sehen, wo er bleibt, müsstest du mir übrigens mal erläutern…

Lina, 12.11.2007 16:21

Gerne. - Von mir aber nur soviel, dass jeder unter dem Signum “Chicago” mit seiner wirtschaftlichen und sozialen Situation allein fertig zu werden hat, egal, wie er dasteht und ob er es schaffen kann. Puristische Prinzipien wie das von Dir genannte einfache Marktprinzip einer freien Wirschaft verfangen bei mir einfach nicht. Da ist mehr im Spiel als eine Rechnung.

Aber ich verweise lieber der Einfachheit halber auf den sehr lesenswerten Artikel eines Ökonomen, der sich mit Naomi Kleins Buch “Die Schock Strategie” auseinandergesetzt hat und der darüber hinaus für mich als Nichtfachfrau neue, interessante Schlüsse zieht - und nicht nur mich, glaube ich.

“…Und die „Chicago-Ideologie“ des ungeregelten Kapitalismus verursacht diese Katastrophen. Plausibel? Eine Überprüfung.”, heisst es da, und diese Überprüfung hat mich mehr gefühlsmässig als überlegt zum Begriff “Chicago” greifen, ihn gewissermassen als Drohung aufbauen lassen.

http://www.diepresse.com/home/spectrum/literatur/340703/index.do

Rayson, 12.11.2007 18:55

Auch die Rezension liefert mir nichts, was die Verwendung des Begriffs “Chicago” in diesem Zusammenhang rechtfertigt. Oder solltest Du dem platten Schluss aufsitzen “Wer für Deregulierung und Privatisierung ist, der will jeden sich selbst überlassen”?

Lina, 12.11.2007 20:15

Ja, Rayson, genau diesem platten Schluss bin ich aufgesesssen - genauso wie mich einst Oliver M.H. auf Anfrage darüber aufklären musste, dass Wirtschaftsliberale keine kleinen Kinder zum Frühstück verspeisen. ;-))

Und was sagt Dir das? Dass ich nichts dazugelernt habe, seit ich bei Euch Wirtschaftskompetenten vorbeischaue.

Woran das wohl liegt? Ich wage hier den kühnen Schluss, dass Eure Aussagen zum Thema so herzerwärmende wie verbindliche Perspektiven wie die nun oben von Dir inkludierte nur selten hergeben. Es ist ziemlich kalt hier. :-(

jo@chim, 12.11.2007 21:07

Wo is hier “kalt”? Wo doch jede, aber auch jede, Diskussion hier - mehr als mir manchmal lieb ist - von der “Wärme der Horde” (Hayek) geprägt ist. Sie möchten gerne dazugehören? Gehörn’se doch schon ;-)

 
balou, 12.11.2007 21:18

werd mal mit Hugo reden, vielleicht macht der ein paar Liter Heizöl locker, 40% Nachlass und er hat ein großes Herz für die Frierenden in der “Ersten Welt”, weis nur noch nicht wie ich ihm klar machen soll, dass es sich und statler um Opfer des US-Amerikanischen Steinzeitkapitalismus handelt.

 
Lina, 12.11.2007 22:25

Bin durch, War lang und schwer, aber als Lektüre so günstig für mich wie Ihr Begleittext zum Link.:-)

Da steht nämlich (unter anderem…) drin: “Der Organismus handelt aufgrund von Erwartungen. Eine Erwartung, die sprachlich formuliert ist, als Hypothese, Theorie usf., kann, wenn sie ent-täuscht bzw. falsifiziert wird, eliminiert werden, ohne daß ihr “Träger” dabei auch eliminiert wird.” Das macht mich dankbar. :-)

Und viel, sehr, sehr viel weiter unten noch: “Selbstverständlich sind Kleingruppen (ich erlaube mir, auf *non*-face-to-face groups zu korrigieren) in die abstrakte Großgesellschaft eingestreut: Familie, Freundeskreis usf. Offensichtlich ist das für viele nicht genug. Sie sehnen sich nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, nach Identifikation mit einer ‘Sache’.”

Genau so isses. :-)

 
Lina, 12.11.2007 22:35

P.S.: Den vorgreifenden Denkfehler mit der Korrektur auf *non* verzeihe ich mir jetzt nicht mehr; dann sollen Andere tun…;-)

 
jo@chim, 12.11.2007 22:39

Neeeein! Achgottachgott! Lina, Sie haben das jetzt wirklich gleich gelesen? Für soviel positive LeserInnenbindung kann ich nur dankbar sein :-)
Nein, im Ernst, diese Betrachtung Radnitzkis über das evolutionäre Prinzip bei Hayek ist wirklich eines der textuellen Schmuckstücke, die ich horte - nur für Sie! (sonst liest das hier ja eh keiner *g*)
P.S.: warum darf Ray eigentlich “Du” sagen?

 
Rayson, 12.11.2007 22:53

Weil ich gar nicht erst frage, natürlich. Ich weigere mich, Pixelhaufen zu siezen.

 
Lina, 12.11.2007 22:53

P.P.S.: Weil wir’s so ausgemacht haben. Wollen wir auch “Du” zueinander sagen, Achim? Sehr gern!

(Ja, der Text ist grossartig; es war ein Genuss, ihn - exklusiv ;-) - zu lesen.)

 
Rayson, 12.11.2007 23:10

@Lina

Ausgemacht hast du es mit Boche - das ging, denn der hat dich vorher auch gesiezt.

Ich hingegen pflege mich durchs Netz-Duzen bewusst und etwas elitär in die Tradition der alten DFÜ-Haudegen zu stellen und das mit meiner Erfahrung aus der guten, alten Zeit zu begründen, wo man noch versuchte, mittels 300-baud-Akustikkopplern eins der seltenen Freizeichen überlasteter Mailboxen zu erhaschen.

 
Lina, 12.11.2007 23:15

@ Rayson

Stimmt ja! Warum verwechsle ich Euch beide nur immer? Besteht doch gar keine Veranlassung dazu ;-); versteh’ das nicht.

Aber danke auch für die nachgereichte Erklärung bezügl. des Pixelhaufens…

 
jo@chim, 12.11.2007 23:36

300-baud-Akustikkopplern

Ha! Angeber! Wir haben noch selber gepfiffen, damals in den gelben Telefonzellen, während der CL-Wars…

 
Rayson, 12.11.2007 23:43

Auf eine “Wir hatten damals ja gar nichts”-Behauptung folgt das Übertrumpfen im Nichtsgehabthaben mit schöner Regelmäßigkeit ;-)

 
 
 
 
Robert, 12.11.2007 17:05

“Es gibt eine freie Wirtschaft, in der zwei miteinander einen Stundenlohn von € 3,80 vereinbaren dürfen, und relativ unfreie, in der sie das nicht dürfen, weil derjenige, der dort in die Freiheit eingreift, es besser findet, wenn dann lieber gar nicht gearbeitet wird.”

In welchen westlichen Ländern z.B. (außer Deutschland) dürfen solch niedrige Stundenlöhne vereinbart werden? In fast allen westlichen Ländern gelten meines Wissens staatlich verordnete Mindestlöhne.

Lina, 12.11.2007 17:51

@ Robert

Deshalb meine ich, dass ich zu Recht von “heutigem Neokapitalismus” hierzulande sprechen kann, weil es mangels einer solchen Regelung (wie in anderen europäischen Staaten) und im Sinn von Angebot und Nachfrage dazu gekommen ist, dass solche Stundenlöhne für Menschen tolerabel geworden sind.

Für diejenigen, die hierin noch keinen Kapitalismus erkennen können:

Aus der “sozialen Marktwirtschaft”, für die sogar noch die FDP vor dem Kanzleramt vorfährt, ist damit jene “Neue soziale Marktwirtschaft” mit neo-kapitalistischen Elementen geworden.

Oder heisst “neo-” doch was anderes als “neu”?;-)

Rayson, 12.11.2007 19:00

Es entsteht nicht gleich ein neues Wirtschaftssystem, wenn sich relative Preise ändern.

Ich werde allerdings nie begreifen, warum es moralisch die bessere Lösung sein soll, Arbeitslosigkeit zu erzwingen und Produktion zu verbieten.

 
 
Rayson, 12.11.2007 18:57

Google einfach. Nicht alle westlichen Länder haben Mindestlöhne, aber dass es solche gibt, zeigt eben, dass in den westlichen Ländern alles andere als freie Wirtschaften herrschen.

 
 
 
 
Hardy, 12.11.2007 15:08

“Neo” kommt aus dem Griechischen und heißt “Neu”, im Latein gleich “Nov”.
Und das Stundenlöhne von € 3,80 eine Schweinerei sondersgleichen sind, das müsstest doch auch Du einsehen.

Rayson, 12.11.2007 19:02

Danke, Hardy. Was ich hier nicht alles lerne…

Aber klär mich doch mal auf, warum ein freiwillig vereinbarter Lohn eine “Schweinerei” sein soll.

Hardy, 13.11.2007 00:00

Freiwilligkeit setzt die Möglichkeit einer Wahl voraus. Wenn Du jedoch jemandem praktisch die Pistole auf die Brust setzt, ist das keine Freiwilligkeit. Das sind Mafia Methoden!

Rayson, 13.11.2007 09:41

Dann erklär mir doch mal, warum das Angebot, zu einem bestimmten Lohn zu arbeiten, vergleichbar sein soll mit “Mafia-Methoden”. Wie kann ein Unternehmen jemanden zwingen, zu diesen Bedingungen zu arbeiten? Mit der Androhung eines Übels? Mit Gewalt gar?

 
 
Robert, 13.11.2007 08:46

Weil er eben nicht freiwillig vereinbart wurde. Es besteht ein Überangebot an Arbeitssuchenden; an dieser Situation wird sich auch nichts mehr ändern. Da Unternehmer in dieser Situation nun mal a. in einer Vorteilsposition sind und b. es auch in der Unternehmer-Riege Schwarze Schafe gibt, die diese Situation ausnutzen, muss den Dumping-Löhnen ein Riegel vorgeschoben werden. Der Mensch ist keine Ware.

Rayson, 13.11.2007 09:26

Weil er eben nicht freiwillig vereinbart wurde.

Woher weißt du das?

Es besteht ein Überangebot an Arbeitssuchenden;

Damit sagst du, dass die Produktivität der Arbeitssuchenden unter den gezahlten Löhnen liegt. Es gibt zwei Möglichkeiten, das zu ändern.

an dieser Situation wird sich auch nichts mehr ändern.

Woher weißt du das?

Und woher willst du wissen, dass “die Unternehmer” von niedrigen Löhnen profitieren? Das scheint mehr eher genau andersherum zu sein: Die profitabelsten Unternehmen sind oft welche, in denen hohe Löhne gezahlt werden. Natürlich nicht, *weil* das der Fall ist, aber beides hat eine gemeinsame Ursache.

Niedriglöhne hingegen sind meist in Märkten mit hohem Wettbewerb zu finden, so dass es letztlich die Kunden des Unternernehmens sind, die sich an niedrigen Preisen erfreuen können.

Der Mensch ist nicht nur keine Ware, er ist auch kein Objekt sozialistisch denkender Moralapostel.

Robert, 13.11.2007 10:02

“Der Mensch ist nicht nur keine Ware, er ist auch kein Objekt sozialistisch denkender Moralapostel.”
Ein Sozialist bin ich nicht und die Bezeichnung “Moralapostel” aus deiner Feder ist mir ein Kompliment. Deine provokativ gestellten Fragen ziehen bei mir nicht, du weisst genau, wie meine Aussagen gemeint sind.
Beruhigenderweise habt ihr “neoliberalen Weltverschwörer” nicht den Hauch einer Chance, eine tatsächliche Änderung herbeizuführen, dazu ist euer Weltbild viel zu radikal und unpraktikabel. In jeder Hinsicht genauso radikal und unpraktikabel wie der Kommunismus. Mit einem Wort: vernachlässigenswert!

Rayson, 13.11.2007 10:18

Ok, ich nehme zur Kenntnis, dass du deine Behauptungen und Wertungen nicht durch des Gedankens Blässe ankränkeln lassen möchtest.

Deswegen wohl ist es zwar ziemlich inkonsistent, aber eben auch sehr lieb gemeint von dir, dass du dir überhaupt so viel Mühe gibst, in einem Blog zu kommentieren, wo nur “Vernachlässigenswertes” behandelt wird.

die Bezeichnung “Moralapostel” aus deiner Feder ist mir ein Kompliment.

Bitte, den Schuh habe ich zwar nicht unbedingt für dich hingestellt, aber wenn du ihn dir anziehen möchtest: gerne. In diesen harten Zeiten muss man schon mit wenig zufrieden sein.

 
 
 
 
 
 
 
Marco, 12.11.2007 16:28

hierzulande im heutigen Neokapitalismus

Wir haben Kapitalismus? Das wäre mir neu.

David, 12.11.2007 16:40

Deswegen ja auch “neo”.

SCNR

 
 
 
 
 
 
Medea, 12.11.2007 17:25 Subscribed to comments via email

Und wenn Chavez das Land ruiniert hat mit seinem “Experiment”, darf der Westen wieder mit Geld (Steuergeldern) helfen, das Land aufzubauen. So wird es auch mit Mugabes Zimbabwe kommen.

balou, 12.11.2007 18:01

Lassen wir mal Zimbabwe weg - also, was empfiehlst Du mit Blick auf Venezuela?

Medea, 12.11.2007 18:20 Subscribed to comments via email

Ermächtigungsgesetz, Plündern der Bankreserven, da sehe ich halt nur, wie es kommen wird. Was man zur Zeit dagegen machen kann, weiß ich leider auch nicht. Etwas anderes als abwarten, bleibt da wohl nicht.

balou, 12.11.2007 18:45

Ermächtigungsgesetz – ein schweres Geschütz vor allem im Kontext mit der Deutschen Geschichte. Ich schätze mal Du zielst auf die zeitlich begrenzte und vom Parlament erteilte Möglichkeit, innerhalb bestimmter Bereiche mit Hilfe von Dekreten zu regieren. Muss man nicht unbedingt gut finden, ist aber eine viel geübte Praxis, fast alle Vorgänger haben davon Gebrauch gemacht. Allein in der Existenz kann ich keinen Angriff auf die Demokratie sehen und in der Anwendung, bisher jedenfalls, auch nicht.

Bank/Währungsreserven: Lagen Ende 2006 bei 250% des Wertes von 1998, verringerten sich im 1.Quartal 2007 von 37Mrd. auf 25Mrd, auch infolge der Entschädigungszahlungen an Eigentümer von in Staatsbesitz überführte Unternehmen, steigen seit diesem Zeitpunkt wieder kontinuierlich an und übertreffen die Auslandsverschuldung bei weitem. Da kann ich keine Plünderung erkennen. Natürlich hätte man noch mehr aufhäufen können und dafür auf Ausgaben für Bildung, Gesundheit und Soziales verzichten können, nur warum? Wem hätte es genutzt?

 
 
 
 
 
Lina, 12.11.2007 08:05

Ja, was tun?

Es ist ausgesprochen - das muss erst einmal genügen und ist schon die halbe Miete, wie man sagt. Meinungsbildung geschieht durch solche Mosaiksteine, und am Hebel sitzt nun mal kein Blogger.

Spanischsprachige Blogs wären zweifellos näher dran als Bischbacher.

(Das ist leider alles, was ich dazu sagen kann.)

 
 
SaltOfTheEarth, 12.11.2007 11:10

Telepolis schlägt einfach wirklich zu sehr in diese romantische Kerbe.

Es kommt nicht von ungefähr, dass die venezolanische Regierung in den Industriestaaten - den ehemaligen Kolonisatoren - einen negativen Ruf hat.

Die sind seit ca. 1819 unabhängig. Ist schon eine Menge Zeit. Selbst wenn man glaubt, dass Chávez erfolgreich die sozialen Unterschiede auf Grund von Rassenzugehörigkeit mindern wird: Haben unsere Medien irgendein Interesse an der Aufrechterhaltung eines inner-venezoelanischen Rassismuses (den es sicher gibt)?

Im Kern geht es in Venezuela um den Versuch, die postkoloniale Ungleichheit zu überwinden.

Gabs nicht in der 200-jährigen Geschichte des post-kolonialen Lateinamerikas Versuche, diese zu überwinden? Natürlich gabs die und besonders die lautstarken (z.B. Perón, Salvador Allende, Sandinisten) haben sich aus der historischen Rückschau eben nicht als zielführend erwiesen. Diese historischen Erfahrungen werden einfach zugunsten einer unkritischen Haltung gegenüber den von Chavez eingesetzten Mittel ausgeblendet.

 

[...] Viel diskutiert wird ganz aktuell zum Thema Hugo Chavez und Venezuela. Nicht nur bei , sondern auch auf der anderen Seite des Großen Teichs [...]

 
Mike, 13.11.2007 04:41

Für alle die Chavez und den venezuelanischen Weg zum Sozialismus so toll finden:

Gunmen fire on Venezuelan protesters

CARACAS, Venezuela (AP) — Gunmen opened fire on students returning from a march Wednesday in which 80,000 people denounced President Hugo Chavez’s attempts to expand his power.

http://edition.cnn.com/2007/WORLD/americas/11/07/venezuela.protest.violence.ap/index.html

So läuft es anscheinend immer, wenn Kommunisten und Sozialisten an der Macht sind. Aber man will ja nur das Gute.

balou, 13.11.2007 09:33

Mal abgesehen davon, dass es sich sehr großer Wahrscheinlichkeit um Chavezanhänger gehandelt hat, gibt es bei uns einen bestimmten Ablauf für das Verfahren bei Verbrechen: Ermittlung – Anklage – Verfahren, einschließlich Verteidigung – Verurteilung im falle nachgewiesener Schuld. Sehen, verurteilen und hängen in einem Atemzug ist bei uns Gott sei Dank aus der Mode gekommen.

Mal abgesehen davon, dass man eine Gewalttat nicht durch eine andere entschuldigen kann, es sei denn es handelt sich um Notwehr (bleibt allerdings noch die frage nach dem Waffenbesitz), sollte man vielleicht die Gesamtzusammenhänge betrachten die sich über einige Stunden auf dem Gelände der UCV abspielten.

Mal abgesehen davon, dass wir nicht mit dem Aufrechnen von Opfern anfangen sollten, eines sollte nicht unterschlagen werden: Schießen, das kann die Opposition anscheinend auch: Ich komme da über die letzten zwei Wochen auf zwei Tote und fünf leichte bis schwere Schussverletzungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Konto der Opposition gehen. Brandstiftung an Gebäuden und Menschen ist auch nicht gerade ein Kavaliersdelikt.

Mal abgesehen davon, dass auch hier eingangs genannte Verfahrensweise gilt, selbst wenn es sich um Rechte Oppositionelle handelt und man ganz genau weis wo dieses hinführen soll, warum wird darüber nicht berichtet? Passen da vielleicht Opfer und Täter nicht ins Raster?

Mal abgesehen davon, ob man Chavez hasst oder ihn eher positiv betrachtet - wie ich es mit Einschränkungen tue, zumindest ist er mir bedeutend sympathischer als ein Carmona oder Rosales -, glaubst Du wirklich aufgrund dieses Informationsausschnittes, ein Urteil fällen zu können? Bezogen auf die Täter vielleicht aber auf die Gesamtsituation? Hut ab, ich traue mir das nicht zu auch nicht bei Einbeziehung aller Zugänglichen Quelle. Das Einzige was ich wirklich weis, ist dass es immer mindestens zwei Seiten einer Medaille gibt und bei uns die Eine und Venezuela die Andere in den Vordergrund tritt.

Mal abgesehen davon, dass ich die Glaubwürdigkeit keiner der Quellen von VTV bis CNN abschließend beurteilen kann, die Berichterstattung über die Geschehnisse auf dem Gelände der Universität von Zulia im Vergleich zur Berichterstattung auf dem Gelände der UCV zeigen mir, dass die Berichterstattung hier im günstigsten Fall nicht vollständig und im ungünstigen Fall verfälschend ist.

 
 
jo@chim, 13.11.2007 10:06

Interessant wie differenziert und zurückhaltend Du argumentierst Balou. Werde Dich gelegentlich daran erinnern, wenn es um angebliche (oder tatsächliche) Schandtaten z.B. von GI’s im Irak o.ä. geht…
btw:

[...] gibt es bei uns einen bestimmten Ablauf für das Verfahren bei Verbrechen: Ermittlung – Anklage – Verfahren

Gibt es entsprechende Ermittlungen / Verhaftungen auch im gegebenen Fall in V.?

balou, 13.11.2007 11:00

Welch eine Überraschung, auch in Venezuela wird ermittelt. Ist allerdings im Falle von Straftaten auf dem Gelände von Universitäten gar nicht so einfach. Unis sind nämlich autonom und dieses betrifft auch Angelegenheiten der Sicherheit, d.h. die Staatsmacht darf das Gelände nur mit Genehmigung bzw. nach Aufforderung durch die Unileitung betreten. Führte im Falle der UCV zu einer mehrstündigen Verzögerung, die Polizei war zwar vor dem Unigelände durfte aber nicht eingreifen und der Uni-Sicherheitsdienst ließ sich nicht blicken. Von Ergebnissen ist mir noch nichts bekannt, mein letzter Stand ist, dass gemeinsame Ermittlungen durchgeführt werden. Keine Sorge, das wird durchaus von den Medien aufmerksam verfolgt, auch wenn hier bei uns so manch einer davon ausgeht, dass es in V. nur Staatsmedien gibt.

In Zulia scheint die Sache einigermaßen klar, die Toten gab es während der Auseinandersetzung zwischen zwei Oppositionsgruppen wegen verschobener Studentenschaftswahlen. Von der autonomen Unileitung verschoben, diese gehört nicht zum Chavezlager sondern zur Opposition wobei in Zulia die Sache noch etwas komplizierter ist. Hier kommt noch eine Opposition innerhalb der Opposition (gegen Chavez) hinzu, Unterstützer des Rektors stehen in Opposition zum Gouverneur dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Rosales. Wie es aussieht wurde ein Täter galanterweise bei dem Vorfall erschossen, einige Opfer einschließlich eines weiteren Hauptverdächtigen liegen noch im Krankenhaus, der kann zumindest nicht mehr weglaufen. Ansonsten lieber ist es in Venezuela wie überall auf der Welt, die Berichterstattung zu einem Fall tritt sehr schnell in den Hintergrund wenn der Nachrichtenmarkt noch mehr zu bieten hat, es sei denn es herrscht ein Nachrichtenmonopol, dann gibt es während eines Putsches auch schon mal Cartoons in einer Endlosschleife.

Auch hier heißt es ganz einfach abwarten. Ob das ganze dann zu befriedigenden Ergebnissen führt, ist eine völlig andere Sache, nur das rechtfertigt keine Vorverurteilung, in keinem Fall.

Über meine Kommentare zum Verhalten von GIs im Irak und der strafrechtlichen Würdigung unterhalten wir uns wenn Du bei mir etwas findest das Dir ungerechtfertigt erscheint. Dann werde ich Dir allerdings dankbar sein für jede Anmerkung und Korrektur.

 
balou, 13.11.2007 11:08

Hmm, jetzt weis ich nicht wo der Kommentar abgeblieben ist …
Nochmal:

Welch eine Überraschung, auch in Venezuela wird ermittelt. Ist allerdings im Falle von Straftaten auf dem Gelände von Universitäten gar nicht so einfach. Unis sind nämlich autonom und dieses betrifft auch Angelegenheiten der Sicherheit, d.h. die Staatsmacht darf das Gelände nur mit Genehmigung bzw. nach Aufforderung durch die Unileitung betreten. Führte im Falle der UCV zu einer mehrstündigen Verzögerung, die Polizei war zwar vor dem Unigelände durfte aber nicht eingreifen und der Uni-Sicherheitsdienst ließ sich nicht blicken. Von Ergebnissen ist mir noch nichts bekannt, mein letzter Stand ist, dass gemeinsame Ermittlungen durchgeführt werden. Keine Sorge, das wird durchaus von den Medien aufmerksam verfolgt, auch wenn hier bei uns so manch einer davon ausgeht, dass es in V. nur Staatsmedien gibt.

In Zulia scheint die Sache einigermaßen klar, die Toten gab es während der Auseinandersetzung zwischen zwei Oppositionsgruppen wegen verschobener Studentenschaftswahlen. Von der autonomen Unileitung verschoben, diese gehört nicht zum Chavezlager sondern zur Opposition wobei in Zulia die Sache noch etwas komplizierter ist. Hier kommt noch eine Opposition innerhalb der Opposition (gegen Chavez) hinzu, Unterstützer des Rektors stehen in Opposition zum Gouverneur dem ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Rosales. Wie es aussieht wurde ein Täter galanterweise bei dem Vorfall erschossen, einige Opfer einschließlich eines weiteren Hauptverdächtigen liegen noch im Krankenhaus, der kann zumindest nicht mehr weglaufen. Ansonsten lieber ist es in Venezuela wie überall auf der Welt, die Berichterstattung zu einem Fall tritt sehr schnell in den Hintergrund wenn der Nachrichtenmarkt noch mehr zu bieten hat, es sei denn es herrscht ein Nachrichtenmonopol, dann gibt es während eines Putsches auch schon mal Cartoons in einer Endlosschleife.

Auch hier heißt es ganz einfach abwarten. Ob das ganze dann zu befriedigenden Ergebnissen führt, ist eine völlig andere Sache, nur das rechtfertigt keine Vorverurteilung, in keinem Fall.

Über die Gis unterhalten wir uns wenn es soweit ist aber auch in dem Fall wird ich Dir für jede Anmerkung und Kritik dankbar sein.

jo@chim, 13.11.2007 12:17

Danke für die Infos Balou! Dein verschwundener Comment war keine Absicht meinerseits - der Akismet-Spamfilter, der eigentlich immer zuverlässig gearbeitet hat, schluckt zunehmend wahllos Kommentare. Ich habe schon an den Support gemailt, aber noch keine Antwort.

balou, 13.11.2007 12:23

Kenn ich, bei mir teilweise auch sehr willkürlich sortiert und ein System konnte ich noch nicht feststellen. Kannst ja einen Kommentar löschen. Schönen Tag. balou

Mike, 13.11.2007 16:46

@balou

wie bescheuert kann man sein:

“Mal abgesehen davon, dass es sich sehr großer Wahrscheinlichkeit um Chavezanhänger gehandelt hat, gibt es bei uns einen bestimmten Ablauf für das Verfahren bei Verbrechen: Ermittlung – Anklage – Verfahren, einschließlich Verteidigung – Verurt