Nach dem Fingerabdruck jetzt auch noch Arabisch
M.M., 12.11.2007
Böse Überraschung für die Passagiere des Swiss-Linienflugs von Zürich nach Tripolis gestern Sonntag: Sie konnten wieder nach Hause fliegen. Der Grund: Ihre Pässe waren nicht auf Arabisch übersetzt. Auch ein französisches Flugzeug mit 172 Passagieren an Bord konnte wieder umdrehen.
Die neue Einreisebestimmung wurde von Libyen ohne jede Vorankündigung am Sonntagmorgen um 10 Uhr erlassen, wie ein Sprecher der Swiss gegenüber NZZ Online bestätigte. «Auch von den lokalen Angestellten der Airline hat niemand davon gewusst», präzisierte man seitens der Swiss weiter.
NZZ Online: Libyen verweigert Swiss-Passagieren die Einreise
antibuerokratieteam.net





Ich käme gar nicht auf die Idee, nach Libyen fliegen zu wollen. Wer will dahin? Geschäftsleute, was für Geschäfte? Touristen?
Es kommt mir wie Schikane vor, dass ein Pass auf Arabisch übersetzt werden muss. Und wenn ich nach China fahre, muss er doch auch nicht auf chinesisch übersetzt werden.
Ich frag mich, was bezweckt Libyen damit?
Diese Nachricht erstaunt mich etwas. Soviel ich weiss, braucht man für Libyen ein Visum, und das wurde bisher nur erteilt, wenn man eine beglaubigte Übersetzung des Passes in das Arabische vorlegen konnte. Diese Regelung ist bestimmt mindestens 30 Jahre alt.
Anscheinend haben Botschaften Libyens in der letzten Zeit Visa ausgegeben ohne auf der Übersetzung zu bestehen.
Offensichtlich handelt es sich um eine neue Regelung. So steht es zumindest in der Meldung der NZZ.
@M.M.
Diese Neuregelung, übrigens auch das Auswärtige Amt bezeichnet es so, ist nach meinen Informationen schon immer die Altregelung gewesen. Aber anscheinend haben viele Auslandsvertretungen Libyens das in der letzten Zeit etwas locker gehandhabt, und jetzt kommt der Rückschlag.
Hier wurde auch die Frage gestellt, warum Leute nach Libyen reisen. Nun geschäftlich gibt es dort Öl und Gas, damit auch Petro-Dollars, die irgendwie ausgegeben werden müssen.
Touristisch gesehen, gibt es einige der am Besten erhalten Ruinen der Antike z.B. Leptis Magna.
Und man kann dort gewiss auch viele ertragreiche Waffengeschäfte tätigen. Womit ich selbstverständlich keinen Terroristen, oh sorry, ich meinte selbstverständlich Touristen, des Waffenhandels oder Vermittlung des selbigen beschuldigen möchte.
@Medea
“Ich käme gar nicht auf die Idee, nach Libyen fliegen zu wollen. Wer will dahin? Geschäftsleute, was für Geschäfte? Touristen?”
Ein bisserl beschrenkt ist dein Horizont aber schon, gell?
Hardy, die haben aber auch keine Probleme bei der Einreise. :-)
Immer wieder goldig, wenn Menschen Luv-wärts von Bord spucken… :]
Hört sich aber lustig an, das muß neue deutsche Rechtschreibung sein.