Archiv: Dezember 2007

Klimadebatte

31.12.2007 19:15 - Audiovideo, Statler & Waldorf by Statler - 1 Kommentar

Einen schönen Beitrag zur Klimadebatte 2007 von Dirk Maxeiner

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Und jetzt: Guten Rutsch!

Ein Blick in die Glaskugel

Überall gibt es gerade wehmütige Jahresrückblicke. Nicht hier. Liberale schauen nach vorne, denn, wie Thomas Mann in den Buddenbrooks so schön sagte: Für das Gewesene gibt der Kaufmann nichts.

[Nachtrag: Wieso sind Jahresrückblicke eigentlich immer wehmütig, wenn sie auch so sein können, wie der von Reinhard Mohr?

Noch ein Nachtrag: Ah, noch einer. Geht doch.]

Also, hier sind die Prognosen für 2008:

  • Hillary Clinton wird zur nächsten Präsidentin der USA gewählt
  • die Schweiz kommt bei der EM 2008 zumindest ins Halbfinale
  • der DAX wird am 31.12.2008 bei höchstens 7000 Punkten stehen
  • das BIP wird im Jahresdurchschnitt 2008 um höchstens 1,5% wachsen
  • die deutsche Politik wird sich noch viel mehr in völlig irren Gerechtigkeits- und Verstaatlichungsdebatten verstricken, effizienzorientierte Reformen vollständig vernachlässigen und damit die Grundlagen für einen fulminanten Verlauf der nächsten Rezession schaffen
  • die SPD wird in Hessen mit der Linkspartei und den Grünen koalieren und dies damit begründen, daß Hessen ein Ausnahmefall sei und man das schweren Herzens nur deshalb tue, um den rechtslastigen Roland Koch loszuwerden
  • die Bahn-Privatisierung wird aufgegeben

Und die Prognosen für 2015:

  • Unter dem Bundeskanzler Oskar Lafontaine tritt die Bundesrepublik aus dem “neoliberalen Projekt” der EU aus und setzt stattdessen auf ein Bündnis mit Venezuela, Kuba und dem Iran
  • Es heißt jetzt Volksrepublik Deutschland
  • Ausländische Investitionen in Deutschland werden verboten (es sei denn, sie kommen aus Venezuela, Kuba oder dem Iran)
  • Bruttoeinkommen über 50.000 Euro werden mit einem Grenzsteuersatz von 100% belegt (außer für Abgeordnete und Regierungsmitglieder)
  • Damit endlich Transparenz herrscht, müssen alle Bürger alle Einkommen veröffentlichen (außer Abgeordnete und Regierungsmitglieder)
  • Um die Erde zu retten, werden Autos mit mehr als einem Liter Hubraum verboten (außer Abgeordneten- und Regierungsdienstwagen)

Feiertags-Psychose

12:20 - Allgemein, F.M.R. by Bodo Wünsch - 22 Kommentare

Der Einzelhandel schließt heute in den Mittags- oder frühen Nachmittagsstunden seine Geschäfte, wegen Sylvester und Neujahr. Sie werden wieder öffnen in nur ca. 40 Stunden. Doch egal ob beim Bäcker, Metzger, Schlecker oder Tengelmann um die Ecke, bei Lidl drei Straßen weiter: Lange Schlange am Geldautomaten der Sparkasse gegenüber; in meinem ‘Kiez’ geht’s in den Läden zu, als gäbe es kein Morgen. Die Mengen, die die Leute auf’s Band legen, erscheinen mir gewaltig.

Kommt nur mir das so vor, als dränge sich der Eindruck des unmittelbar bevorstehenden Weltuntergangs auf? Was machen die da??

Wie dem auch sei. Ich stand ja mit meiner Milchtüte, ‘nem O-Saft und einer Packung Dickmanns ziemlich dämlich mittendrin…

 Allen Leserinnen und Lesern und Kollegen des A’teams einen “guten Rutsch”! Für die Auseinandersetzung mit meinen 2007er-Beiträgen (Auswahl hier) möchte ich mich herzlich bedanken. Stay tuned!

Bürgerkrieg

30.12.2007 12:39 - Statler & Waldorf by Statler - 33 Kommentare

Die eine Gruppe wird in Kenia damit anfangen, der anderen Gruppe die Köpfe einzuschlagen, weil ihr Kandidat die Wahl nicht gewonnen hat. Als ob es am Ende für die armen Kerle, die sich da gegenseitig umbringen werden, irgendeinen Unterschied machen würde, ob der Kleptokrat an der Staatsspitze Odinga oder Kibaki heißt. Das kommt dabei heraus, wenn man Menschen lange genug einredet, daß sie Opfer für ein höheres Gut bringen sollen, und wenn sie aufhören, an ihrem eigenen Wohlergehen interessierte Individuen zu sein.

Meta-Paul

29.12.2007 11:10 - Statler & Waldorf by Statler - 33 Kommentare

Je mehr man sich mit der aktuellen Diskussion um Ron Paul beschäftigt, desto stärker wird ein Verdacht: Vielleicht ist dieser republikanische Präsidentschaftskandidat ja einfach nur ein weiteres Symptom der völligen Irrationalität von Politik. Oder genauer gesagt: der Irrationalität von Wählern, und zwar auch von eigentlich informierten Wählern. Es geht nicht um Hillbillies, die noch nie im Leben eine Zeitung in der Hand hielten, sondern um Journalisten, politische Blogger und professionelle Kommentatoren.

Ron Paul

28.12.2007 21:01 - Statler & Waldorf by Statler - 43 Kommentare

Okay, okay, ich geb’s ja zu: Ich habe mich geirrt. Er ist doch nicht ernst zu nehmen.

Rudy ’08!

Pakistan

Eine ziemlich plausible Prognose der Auswirkungen des Attentats auf Benazir Bhutto gibt es hinter diesem Link.

Auf SPIEGEL ONLINE reagiert man dagegen weniger analytisch als hämisch auf dieses Attentat und freut sich klammheimlich darüber, daß nun “die Pakistan-Strategie der USA gescheitert” sei. Aber gab es im Hinblick auf Pakistan bis gestern tatsächlich irgendeine bessere Strategie, als darauf zu setzen, daß in einem Bhutto-Musharraf-Bündnis die säkulare Mehrheit und das Militär kooperieren sollen? Ist eine außenpolitische Strategie deshalb falsch, weil sie von einem Mordanschlag durchkreuzt wird? Oder anders gefragt: Welche Strategie für ein Land wie Pakistan wäre derart kugelsicher, daß Terroristen sie nicht stören könnten?

Ostalgie-Welle an Schulen

13:10 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 3 Kommentare

Die ex-SED kann sich freuen: eine Studie der FU über die Einstellungen von brandenburgischen Schülern zur DDR zeigt, dass die DDR  als demokratisches Sozialparadies mit Rundum-Versorgung und brummender Wirtschaft glorifiziert wird!

Die Ergebnisse der Studie der FU sind erschreckend.

  • „Die DDR war keine Diktatur – die Menschen mussten sich nur wie überall anpassen.“ Dieser Aussage stimmten insgesamt 25,3 Prozent aller Schüler zu. 48,6 Prozent lehnten die Aussage ab. Der Rest kreuzte „neutral“ an.
  • „Die Regierung der DDR war durch demokratische Wahlen legitimiert.“ Dieser Aussage stimmten 17,8 Prozent zu und 43,9 Prozent entschieden sich für „neutral“. 38,3 Prozent lehnten die Aussage ab.
  • „Die Stasi (Ministerium für Staatssicherheit der DDR) war ein Geheimdienst, wie ihn jeder Staat hat.“ Dieser Aussage stimmten 37,1 Prozent aller Schüler zu. Ablehnend äußerten sich 45,5 Prozent aller Schüler. Der Rest kreuzte „neutral“ an.
  • „Ich finde es gut, dass in der DDR sich der Staat um alle Bürger kümmerte, auch wenn dadurch der Einzelne weniger Freiheit hatte.“ Dieser Aussage stimmten 31,6 Prozent aller Schüler zu. Ablehnend äußerten sich 34,1 Prozent. Der Rest kreuzte „neutral“ an.
  • „Die Wirtschaft kann nur gut funktionieren, wenn der Staat alles plant und lenkt.“ Dieser Aussage stimmten 32,5 Prozent aller Schüler zu. 40,2 Prozent lehnten die Aussage ab. Der Rest kreuzte „neutral“ an.
  • „Die Todesstrafe gab es bis 1987 in der. ..“ Hier entschieden sich 17,2 Prozent richtig für die DDR. 1,8 Prozent kreuzten die Bundesrepublik an. Allerdings meinten 50,2 Prozent, es habe die Todesstrafe in keinem der beiden Staaten gegeben.
  • „Die Umwelt war sauberer in der. ..“ 41,8 Prozent entschieden sich hier für die DDR und 20,1 Prozent dachten, es habe keinen Unterschied gegeben. 20,5 Prozent kreuzten die Bundesrepublik an. Der Rest sagte „weiß nicht“.

Weihnachten im US-Wahlk(r)ampf

26.12.2007 17:23 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 12 Kommentare

Weihnachten ist großes Thema im US-Wahlkampf. Was dort alles an Wahlspots produziert wird spottet jeder Beschreibung. Wenn Huckabee Romney vorwirft, Mormonen glauben der Teufel sei der Bruder von Jesus und gleichzeitig Videos mit Jesus produzieren lässt hört es doch auf. Die anderen Kandidaten sind leider auch nicht viel besser.

Gysi lobt die gerechte DDR

25.12.2007 19:36 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 45 Kommentare

Zum Thema Managergehälter schwelgt der Vordenker der ex-SED Gregor Gysi in Ostalgie: «Der Abstand zwischen Arm und Reich war damals nicht so groß. Heute liegen zwischen einer allein erziehenden Sozialhilfeempfängerin und dem Chef der Deutschen Bank eine Million Welten.» Das waren noch Zeiten, als es allen schlecht ging und nur einige Parteibonzen aus der Gysi-Vorgängerpartei Geld hatten.