Pennington, die Post und deutsche Mindestlöhne

03.12.2007 20:13 - Statler & Waldorf by Statler - Kommentieren

In den USA hat der oberste Gerichtshof diese Frage bereits vor über 40 Jahren beantwortet und geurteilt, dass die Ausnahme der Tarifautonomie vom allgemeinen Wettbewerbsrecht nicht völlig unbegrenzt ist. Es gibt zumindest in den USA eine Grenze, und zwar genau dort, wo eine Gewerkschaft mit einem Teil der Arbeitgeberschaft Verträge zu Lasten dritter Unternehmen schließt, um diese im Wettbewerb zu behindern, z.B. durch das Festlegen allgemein verbindlicher Mindestlöhne. Im konkret vor dem Supreme Court verhandelten Fall, United Mine Workers vs. Pennington, war die amerikanische Gewerkschaft der United Mine Workers im Jahr 1950 mit den großen amerikanischen Kohleproduzenten übereingekommen, von allen Unternehmen denselben Mindestlohn zu verlangen, um die kleinen, weniger produktiven Unternehmen – so wie das von James M. Pennington – aus dem Markt zu drängen.

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