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	<title>Kommentare zu: Die Wirtschaft ist nicht f&#252;r die Menschen da</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
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		<title>Von: vr</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-9235</link>
		<dc:creator>vr</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 11:06:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ok, dann ziehe ich das mit dem b&#246;sen Staat und der guten Wirtschaft zur&#252;ck. :D
Ich habe Dich jetzt in meinem Feedreader und diskutiere bei Gelegenheit mal wieder mit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, dann ziehe ich das mit dem b&#246;sen Staat und der guten Wirtschaft zur&#252;ck. :D<br />
Ich habe Dich jetzt in meinem Feedreader und diskutiere bei Gelegenheit mal wieder mit.</p>
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		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-9149</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 21:36:48 +0000</pubDate>
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		<description>Nat&#252;rlich ist nicht nur der Staat datengierig. Nur er aber kann Zwangsmittel einsetzen, um seine Gier zu befriedigen. Der Datensammelwut von Privaten kann man sich - leider noch nicht perfekt - prinzipiell entziehen. Dass vielen Menschen Payback-Pr&#228;mien mehr wert sind als ihre Daten, ist deren, subjektiv nicht als solches empfundenes Problem.

Ich stimme dir zu, dass man einen &quot;freien Markt&quot; wohl in absehbarer Zeit nie wird beobachten k&#246;nnen. Es ist auch fraglich, ob er in seiner extremen Form w&#252;nschenswert ist. Aber ich erkenne das Problem nicht: Man kann doch immerhin noch verschiedene Freiheitsgrade unterscheiden. 

Aber bitte tu mir das nicht an, meine Position nach unserem kleinen Austausch zu &quot;b&#246;ser Staat, gute Wirtschaft&quot; zu verballhornen. Es geht nicht um gut oder b&#246;se, sondern um Machtm&#246;glichkeiten. Gesetze und Verordnungen erlassen kann halt nur einer.

Was Linux und XP angeht, brauchst du mich nicht zu missionieren. Ich bin zufriedener Linux-Anwender und Free-Software-Freund. Aber was ich mit Computern tun will, unterscheidet sich dann doch sehr von dem, was so gut wie alle um mich herum damit machen. Hier im Netz ist das nat&#252;rlich eine andere Geschichte, aber eben auch alles andere als repr&#228;sentativ. 

F&#252;r die meisten Menschen ist der Computer eben untrennbar mit Windows verkn&#252;pft. Wenn sie sich &#252;berhaupt f&#252;r Sicherheitsaspekte interessieren, suchen sie dann eben nach den (komplizierteren) Wegen, ihr Windows sicherer zu machen. Aber warum sie alternative Betriebssysteme haben wollen sollten, m&#252;sste ihnen gewaltsam beigebracht werden... Deswegen ist MS eben nicht (nur) da oben, weil es so mean ist, sondern weil es eben auch geschafft hat, das Betriebssystem der bevorzugten Hardware zu liefern. Apple hatte seine Chance, und hat sie eigentlich immer noch. Aber so lange die sich als Hardwareverk&#228;ufer verstehen, wird es nicht Apple sein, das MS vom Sockel st&#246;&#223;t. Sondern vielleicht Google, oder vielleicht gar ein Unternehmen, das noch gar nicht gegr&#252;ndet ist. Allein diese M&#246;glichkeit nicht ausschlie&#223;en zu k&#246;nnen, spricht schon verdammt f&#252;r den alten Herrn Hayek ;-)

Ebenfalls cu, und wenn du magst, kannst du gerne mal bei den &quot;Bissigen&quot; vorbeischauen. Harmoniegefahr besteht nicht, aber gelassen argumentierende Andersdenkende m&#246;gen wir.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nat&#252;rlich ist nicht nur der Staat datengierig. Nur er aber kann Zwangsmittel einsetzen, um seine Gier zu befriedigen. Der Datensammelwut von Privaten kann man sich &#8211; leider noch nicht perfekt &#8211; prinzipiell entziehen. Dass vielen Menschen Payback-Pr&#228;mien mehr wert sind als ihre Daten, ist deren, subjektiv nicht als solches empfundenes Problem.</p>
<p>Ich stimme dir zu, dass man einen &#8220;freien Markt&#8221; wohl in absehbarer Zeit nie wird beobachten k&#246;nnen. Es ist auch fraglich, ob er in seiner extremen Form w&#252;nschenswert ist. Aber ich erkenne das Problem nicht: Man kann doch immerhin noch verschiedene Freiheitsgrade unterscheiden. </p>
<p>Aber bitte tu mir das nicht an, meine Position nach unserem kleinen Austausch zu &#8220;b&#246;ser Staat, gute Wirtschaft&#8221; zu verballhornen. Es geht nicht um gut oder b&#246;se, sondern um Machtm&#246;glichkeiten. Gesetze und Verordnungen erlassen kann halt nur einer.</p>
<p>Was Linux und XP angeht, brauchst du mich nicht zu missionieren. Ich bin zufriedener Linux-Anwender und Free-Software-Freund. Aber was ich mit Computern tun will, unterscheidet sich dann doch sehr von dem, was so gut wie alle um mich herum damit machen. Hier im Netz ist das nat&#252;rlich eine andere Geschichte, aber eben auch alles andere als repr&#228;sentativ. </p>
<p>F&#252;r die meisten Menschen ist der Computer eben untrennbar mit Windows verkn&#252;pft. Wenn sie sich &#252;berhaupt f&#252;r Sicherheitsaspekte interessieren, suchen sie dann eben nach den (komplizierteren) Wegen, ihr Windows sicherer zu machen. Aber warum sie alternative Betriebssysteme haben wollen sollten, m&#252;sste ihnen gewaltsam beigebracht werden&#8230; Deswegen ist MS eben nicht (nur) da oben, weil es so mean ist, sondern weil es eben auch geschafft hat, das Betriebssystem der bevorzugten Hardware zu liefern. Apple hatte seine Chance, und hat sie eigentlich immer noch. Aber so lange die sich als Hardwareverk&#228;ufer verstehen, wird es nicht Apple sein, das MS vom Sockel st&#246;&#223;t. Sondern vielleicht Google, oder vielleicht gar ein Unternehmen, das noch gar nicht gegr&#252;ndet ist. Allein diese M&#246;glichkeit nicht ausschlie&#223;en zu k&#246;nnen, spricht schon verdammt f&#252;r den alten Herrn Hayek ;-)</p>
<p>Ebenfalls cu, und wenn du magst, kannst du gerne mal bei den &#8220;Bissigen&#8221; vorbeischauen. Harmoniegefahr besteht nicht, aber gelassen argumentierende Andersdenkende m&#246;gen wir.</p>
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		<title>Von: vr</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-9143</link>
		<dc:creator>vr</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 19:31:17 +0000</pubDate>
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		<description>Nein, es ist nicht nur der Staat, der Daten sammeln m&#246;chte, schon weil die Daten einen guten Beitrag zur Profitmaximierung leisten k&#246;nnen, abgesehen von den politischen Ambitionen der Monopole, &#252;ber die wir sicher verschiedener Meinung sind.

Wir geraten mangels empirischer M&#246;glichkeiten (nach wie vor fehlt das Beispiel des &quot;wahrhaftig freien Marktes&quot;, wo ein Monopol den Staat nicht missbrauchen k&#246;nnte), allm&#228;hlich in einen nein-doch-Contest, deshalb nur noch ein paar kurze S&#228;tze zum Abschluss. 
Das Auftreten eines &quot;wirklich&quot; freien Marktes, in dem man nicht mit dem Staat verquickte Monopole beobachten k&#246;nnte, erscheint mir f&#252;r die n&#228;chsten Jahrzehnte etwa so wahrscheinlich wie die Abschaffung von Ware, Geld und Lohnarbeit - abgesehen vielleicht von failed states, was man sich jedoch auch nicht wirklich w&#252;nschen kann.

Mein &quot;interessant&quot; meinte nicht &quot;&#252;berrascht&quot;. Ich hatte schon erwartet, dass die liberale Argumentation - ich &#252;berzeichne jetzt - entlang der Linie &quot;gute Wirtschaft, b&#246;ser Staat&quot; verl&#228;uft.

Noch kurz zu alternativen Betreibssystemen: Ich betreue Leute, die Linux laufen haben (denen habe ich das installiert) und Leute, die Windows XP benutzen. Die elenden, kaum l&#246;sbaren Probleme treten fast ausschlie&#223;lich mit Windows XP auf: Viren, Trojaner, Dateisysteminkonsistenzen (schade um pci.sys), wirklich vollst&#228;ndige Deinstallation von Norton etc.pp. Bei den Linux-Rechnern, die ich betreue, installiere ich mal ein paar Codecs oder ein neues Programm, schlimmstenfalls kopiere ich mal ein paar Befehle in die Kommandozeile. Ja, man kann XP relativ sicher machen, man muss daf&#252;r aber viel mehr tun und wissen als bei Linux.

Cu, hat Spa&#223; gemacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es ist nicht nur der Staat, der Daten sammeln m&#246;chte, schon weil die Daten einen guten Beitrag zur Profitmaximierung leisten k&#246;nnen, abgesehen von den politischen Ambitionen der Monopole, &#252;ber die wir sicher verschiedener Meinung sind.</p>
<p>Wir geraten mangels empirischer M&#246;glichkeiten (nach wie vor fehlt das Beispiel des &#8220;wahrhaftig freien Marktes&#8221;, wo ein Monopol den Staat nicht missbrauchen k&#246;nnte), allm&#228;hlich in einen nein-doch-Contest, deshalb nur noch ein paar kurze S&#228;tze zum Abschluss.<br />
Das Auftreten eines &#8220;wirklich&#8221; freien Marktes, in dem man nicht mit dem Staat verquickte Monopole beobachten k&#246;nnte, erscheint mir f&#252;r die n&#228;chsten Jahrzehnte etwa so wahrscheinlich wie die Abschaffung von Ware, Geld und Lohnarbeit &#8211; abgesehen vielleicht von failed states, was man sich jedoch auch nicht wirklich w&#252;nschen kann.</p>
<p>Mein &#8220;interessant&#8221; meinte nicht &#8220;&#252;berrascht&#8221;. Ich hatte schon erwartet, dass die liberale Argumentation &#8211; ich &#252;berzeichne jetzt &#8211; entlang der Linie &#8220;gute Wirtschaft, b&#246;ser Staat&#8221; verl&#228;uft.</p>
<p>Noch kurz zu alternativen Betreibssystemen: Ich betreue Leute, die Linux laufen haben (denen habe ich das installiert) und Leute, die Windows XP benutzen. Die elenden, kaum l&#246;sbaren Probleme treten fast ausschlie&#223;lich mit Windows XP auf: Viren, Trojaner, Dateisysteminkonsistenzen (schade um pci.sys), wirklich vollst&#228;ndige Deinstallation von Norton etc.pp. Bei den Linux-Rechnern, die ich betreue, installiere ich mal ein paar Codecs oder ein neues Programm, schlimmstenfalls kopiere ich mal ein paar Befehle in die Kommandozeile. Ja, man kann XP relativ sicher machen, man muss daf&#252;r aber viel mehr tun und wissen als bei Linux.</p>
<p>Cu, hat Spa&#223; gemacht.</p>
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		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8742</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 12:05:21 +0000</pubDate>
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		<description>Mich wundert, dass dich unsere Positionierung wundert. Wenn wir uns darin einig sind, dass die wesentlichen Probleme von Monopolen durch die Verquickung mit der Staatsmacht entstehen, dann liegt aus liberaler Sicht der L&#246;sungsansatz auf der Hand, n&#228;mlich den Einfluss des Staates zur&#252;ckzunehmen statt ihn auszuweiten. Wo nichts mehr ist, was er missbrauchen kann, schaut der Monopolist in die R&#246;hre. W&#228;hrend ein Staat, der sich Monopolisten an den Hals wirft, auch ohne diese wohl ein Problem darstellen d&#252;rfte.

Du w&#252;rdest meine Position allerdings missverstehen, wenn du sie zu sehr schwarz-wei&#223; maltest. Ich sage nur: 
Nicht alle Monopole sind von vornherein und in jeder Situation schlecht. Wenn die Dynamik im Markt und drumherum gro&#223; genug ist, wird es sinnvoller sein, auf das Entdeckungsverfahren der vielen zu vertrauen als durch staatliche Eingriffe diese Dynamik abzuw&#252;rgen. Ob z.B. Free Software die Bedeutung von heute erlangt h&#228;tte, wenn es den MS-Riesen nicht gegeben h&#228;tte, w&#252;rde ich bezweifeln. Und gerade dieses Modell ist z.B. geeignet, infrastrukturelle Abh&#228;ngigkeiten staatlicher Institutionen von einzelnen Anbietern zu vermeiden.

Es gibt dann noch genug M&#246;glichkeiten, staatlicherseits daf&#252;r zu sorgen, dass M&#228;rkte offen bleiben, z.B. durch die F&#246;rderung offener Standards.

Welche anderen Betriebssysteme &#252;brigens wolltest du denn den Leuten zumuten, die einen m&#246;glichst unkomplizierten Umgang mit ihrer Kiste bevorzugen, keinen &#196;rger mit Hardwareaufr&#252;stungen haben und ohne Probleme bei sich das Programm installieren k&#246;nnen wollen, das Nachbarn und Freunde so toll finden? Linux oder gar ein BSD? Danke, genug gescherzt f&#252;r heute. Eins ist richtig: Alternative Betriebssysteme stehen heute besser da als fr&#252;her, und deswegen kannst du eben inzwischen einen Dell oder ein Thinkpad mit nem Linux drauf kaufen (und beim H&#228;ndler um die Ecke warst du eh nie festgelegt) - aber das ist erstens noch lange nichts f&#252;r jedermann und w&#228;re zweitens vor 10 Jahren wegen der Desktop-Untauglichkeit dieser Systeme noch undenkbar gewesen. Und dass das MS-Monopol jetzt br&#246;ckelt, ist ja gerade meine Behauptung.

M&#246;glicherweise machen Monopole staatliche Datensammelwut einfacher, aber trotz dieser negativen Feststellung verwechseln wir doch nicht Tat und Instrument. Es ist der Staat, der da sammeln will, und genau dem muss man auf die Finger klopfen. 

Im &#220;brigen ist die Sammelwut von Privaten darauf angewiesen, dass Menschen ihnen freiwillig etwas zum Sammeln geben. Und mir w&#228;re es egal, ob das nun ein Mono-, Oligo- oder Polypolist ist, der da Profile &#252;ber mich erstellt. Die werden ja vor allem dann gef&#228;hrlich, wenn sie &#252;bergreifend angelegt werden, also jenseits der Grenzen einzelner M&#228;rkte. Was wiederum nur der Staat erzwingen kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mich wundert, dass dich unsere Positionierung wundert. Wenn wir uns darin einig sind, dass die wesentlichen Probleme von Monopolen durch die Verquickung mit der Staatsmacht entstehen, dann liegt aus liberaler Sicht der L&#246;sungsansatz auf der Hand, n&#228;mlich den Einfluss des Staates zur&#252;ckzunehmen statt ihn auszuweiten. Wo nichts mehr ist, was er missbrauchen kann, schaut der Monopolist in die R&#246;hre. W&#228;hrend ein Staat, der sich Monopolisten an den Hals wirft, auch ohne diese wohl ein Problem darstellen d&#252;rfte.</p>
<p>Du w&#252;rdest meine Position allerdings missverstehen, wenn du sie zu sehr schwarz-wei&#223; maltest. Ich sage nur:<br />
Nicht alle Monopole sind von vornherein und in jeder Situation schlecht. Wenn die Dynamik im Markt und drumherum gro&#223; genug ist, wird es sinnvoller sein, auf das Entdeckungsverfahren der vielen zu vertrauen als durch staatliche Eingriffe diese Dynamik abzuw&#252;rgen. Ob z.B. Free Software die Bedeutung von heute erlangt h&#228;tte, wenn es den MS-Riesen nicht gegeben h&#228;tte, w&#252;rde ich bezweifeln. Und gerade dieses Modell ist z.B. geeignet, infrastrukturelle Abh&#228;ngigkeiten staatlicher Institutionen von einzelnen Anbietern zu vermeiden.</p>
<p>Es gibt dann noch genug M&#246;glichkeiten, staatlicherseits daf&#252;r zu sorgen, dass M&#228;rkte offen bleiben, z.B. durch die F&#246;rderung offener Standards.</p>
<p>Welche anderen Betriebssysteme &#252;brigens wolltest du denn den Leuten zumuten, die einen m&#246;glichst unkomplizierten Umgang mit ihrer Kiste bevorzugen, keinen &#196;rger mit Hardwareaufr&#252;stungen haben und ohne Probleme bei sich das Programm installieren k&#246;nnen wollen, das Nachbarn und Freunde so toll finden? Linux oder gar ein BSD? Danke, genug gescherzt f&#252;r heute. Eins ist richtig: Alternative Betriebssysteme stehen heute besser da als fr&#252;her, und deswegen kannst du eben inzwischen einen Dell oder ein Thinkpad mit nem Linux drauf kaufen (und beim H&#228;ndler um die Ecke warst du eh nie festgelegt) &#8211; aber das ist erstens noch lange nichts f&#252;r jedermann und w&#228;re zweitens vor 10 Jahren wegen der Desktop-Untauglichkeit dieser Systeme noch undenkbar gewesen. Und dass das MS-Monopol jetzt br&#246;ckelt, ist ja gerade meine Behauptung.</p>
<p>M&#246;glicherweise machen Monopole staatliche Datensammelwut einfacher, aber trotz dieser negativen Feststellung verwechseln wir doch nicht Tat und Instrument. Es ist der Staat, der da sammeln will, und genau dem muss man auf die Finger klopfen. </p>
<p>Im &#220;brigen ist die Sammelwut von Privaten darauf angewiesen, dass Menschen ihnen freiwillig etwas zum Sammeln geben. Und mir w&#228;re es egal, ob das nun ein Mono-, Oligo- oder Polypolist ist, der da Profile &#252;ber mich erstellt. Die werden ja vor allem dann gef&#228;hrlich, wenn sie &#252;bergreifend angelegt werden, also jenseits der Grenzen einzelner M&#228;rkte. Was wiederum nur der Staat erzwingen kann.</p>
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	<item>
		<title>Von: vr</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8730</link>
		<dc:creator>vr</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 09:17:01 +0000</pubDate>
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		<description>Oh, die Kommentarebenen sind alle.
Ganz interessant an der Diskussion ist ja, dass hier ein Liberaler kein so gro&#223;es Problem mit Monopolen sieht, w&#228;hrend ein Marxist darin eine Einschr&#228;nkung der (ohnehin sehr begrenzten) Freiheit des Marktes und Probleme demokratischer Natur sieht.

Eines der gro&#223;en Probleme an Monopolen ist politischer Art: Menschen erhalten nicht nur Marktmacht, sondern auch politische Macht, die niemand gew&#228;hlt hat, und von denen die meisten Konsumenten gar nicht wissen, was ihre politische Agenda ist. Der Anteil an Microsoft- oder Google-Konsumenten, die wissen, was Gates oder die Google-Gr&#252;nder politisch wollen, d&#252;rfte recht klein sein (was nat&#252;rlich immer auch eigene Schuld ist, man k&#246;nnte sich ja informieren, wenn man denn nur Zeit h&#228;tte etc.). 

Windows vorinstalliert: Genauso k&#246;nnen auch andere OS vorinstalliert sein, mittlerweile gibt es das auch im begrenzten Umfang. Eher ein Nachteil also, wenn es nur Windows vorinstalliert gibt.

Die Datensammelwut des Staates braucht keine Monopole, Monopole machen die Sache aber bedeutend einfacher, etwa durch Google. Und die Monopole v.a. im IT-Bereich entwickeln ihre eigene Datensammelwut, die braucht kein Staat auf die Idee zu bringen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Oh, die Kommentarebenen sind alle.<br />
Ganz interessant an der Diskussion ist ja, dass hier ein Liberaler kein so gro&#223;es Problem mit Monopolen sieht, w&#228;hrend ein Marxist darin eine Einschr&#228;nkung der (ohnehin sehr begrenzten) Freiheit des Marktes und Probleme demokratischer Natur sieht.</p>
<p>Eines der gro&#223;en Probleme an Monopolen ist politischer Art: Menschen erhalten nicht nur Marktmacht, sondern auch politische Macht, die niemand gew&#228;hlt hat, und von denen die meisten Konsumenten gar nicht wissen, was ihre politische Agenda ist. Der Anteil an Microsoft- oder Google-Konsumenten, die wissen, was Gates oder die Google-Gr&#252;nder politisch wollen, d&#252;rfte recht klein sein (was nat&#252;rlich immer auch eigene Schuld ist, man k&#246;nnte sich ja informieren, wenn man denn nur Zeit h&#228;tte etc.). </p>
<p>Windows vorinstalliert: Genauso k&#246;nnen auch andere OS vorinstalliert sein, mittlerweile gibt es das auch im begrenzten Umfang. Eher ein Nachteil also, wenn es nur Windows vorinstalliert gibt.</p>
<p>Die Datensammelwut des Staates braucht keine Monopole, Monopole machen die Sache aber bedeutend einfacher, etwa durch Google. Und die Monopole v.a. im IT-Bereich entwickeln ihre eigene Datensammelwut, die braucht kein Staat auf die Idee zu bringen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8630</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 12:59:01 +0000</pubDate>
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		<description>Dass Windows auf den meisten Rechnern bereits vorinstalliert ist, d&#252;rften die meisten Menschen da drau&#223;en eher als Segen denn als Fluch empfinden. Es ist in der Regel ein Kaufargument und keine Beschr&#228;nkung.

Die entstandene Monokultur hat eben auch Nachteile, sicher. Aber sie war wegen ihrer Vorteile, auf die auch heute noch kaum einer so richtig verzichten mag, von den Kunden gewollt. Aber die Technik ver&#228;ndert sich. Spambots sind auch erst richtig einsetzbar, seit fast jeder &#252;ber Breitbandanschl&#252;sse verf&#252;gt. Diese wiederum nagen mit ihren M&#246;glichkeiten am Gesch&#228;ftsmodell von MS, und &#252;bermorgen reden wir au&#223;erhalb von Expertenkreisen z.B. schon gar nicht mehr &#252;ber Betriebssysteme.

Klar, MS hat sich auch immer richtig sch&#246;n wie ein Ekel verhalten. Das ist nur kein Gegenargument zur Behauptung, die Vorherrschaft eines Betriebssystems und einer B&#252;roanwendungssoftware sei im wesentlichen auf Kundenentscheidungen statt auf finstere Machenschaften zur&#252;ckzuf&#252;hren. 

Zur Einordnung des Kontakts von Google zur chinesischen Regierung kam es mir darauf an, dass dieser eben nicht zur Aufrechterhaltung der Monopolstellung gesucht wurde. Google wurde ohne Staatshilfe gro&#223;, aber seit es gro&#223; ist, muss es sich mit Staatsinterventionen auseinandersetzen, auch wenn es das nicht will.

Die Datensammelwut des Staates braucht au&#223;erdem keine Monopole.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Windows auf den meisten Rechnern bereits vorinstalliert ist, d&#252;rften die meisten Menschen da drau&#223;en eher als Segen denn als Fluch empfinden. Es ist in der Regel ein Kaufargument und keine Beschr&#228;nkung.</p>
<p>Die entstandene Monokultur hat eben auch Nachteile, sicher. Aber sie war wegen ihrer Vorteile, auf die auch heute noch kaum einer so richtig verzichten mag, von den Kunden gewollt. Aber die Technik ver&#228;ndert sich. Spambots sind auch erst richtig einsetzbar, seit fast jeder &#252;ber Breitbandanschl&#252;sse verf&#252;gt. Diese wiederum nagen mit ihren M&#246;glichkeiten am Gesch&#228;ftsmodell von MS, und &#252;bermorgen reden wir au&#223;erhalb von Expertenkreisen z.B. schon gar nicht mehr &#252;ber Betriebssysteme.</p>
<p>Klar, MS hat sich auch immer richtig sch&#246;n wie ein Ekel verhalten. Das ist nur kein Gegenargument zur Behauptung, die Vorherrschaft eines Betriebssystems und einer B&#252;roanwendungssoftware sei im wesentlichen auf Kundenentscheidungen statt auf finstere Machenschaften zur&#252;ckzuf&#252;hren. </p>
<p>Zur Einordnung des Kontakts von Google zur chinesischen Regierung kam es mir darauf an, dass dieser eben nicht zur Aufrechterhaltung der Monopolstellung gesucht wurde. Google wurde ohne Staatshilfe gro&#223;, aber seit es gro&#223; ist, muss es sich mit Staatsinterventionen auseinandersetzen, auch wenn es das nicht will.</p>
<p>Die Datensammelwut des Staates braucht au&#223;erdem keine Monopole.</p>
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		<title>Von: vr</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8616</link>
		<dc:creator>vr</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 11:28:23 +0000</pubDate>
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		<description>Bei Microsoft etwa, wo mit allen m&#246;glichen manipulativen Tricks gearbeitet wird, relativiert sich das mit der &quot;Entscheidung zum Monopol&quot; IMO doch sehr. Etwa ist Windows auf den meisten Rechnern, die man kauft, vorinstalliert, man muss schon suchen, wenn man die Kiste nicht selbst zusammenbauen will. Einen anderen Weg zu gehen kostet mehr Zeit (suchen, informieren, Mehraufwand beim Vernetzen etc.) oder Geld (Mac kaufen).
Mir f&#228;llt auch kein Beispiel ein, wo die Auswirkungen besonders erfreulich sind. Bei Microsoft hat die Monokultur in Sachen Betriebssystemen zu massiven Sicherheitsproblemen inklusive einer nicht mehr kontrollierten Spamflut beigetragen, die Unternehmen und auch Endanwendern erhebliche Mehrkosten beschert. Gleichzeit &#252;bt die Firma Druck auf Unternehmen und Staaten aus, die auf andere Anbieter wechseln wollen, etwa im Fall von Nigeria und Mandriva Linux.

Google mag den Kontakt zur chinesischen Regierung nicht gesucht haben, sie sind jedoch sicher auch nicht Opfer des chinesischen Staates. Man h&#228;tte ja auch mal nein sagen k&#246;nnen, ohne dass man gleich finanziell am Ende gewesen w&#228;re. So etwas passiert in der Praxis jedoch sehr selten.
Dar&#252;ber hinaus hat Google auf Grund seiner Marktposition einzigartige M&#246;glichkeiten beim Datensammeln, was gerade bei einer N&#228;he zu Regierungen recht unangenehm werden kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Microsoft etwa, wo mit allen m&#246;glichen manipulativen Tricks gearbeitet wird, relativiert sich das mit der &#8220;Entscheidung zum Monopol&#8221; IMO doch sehr. Etwa ist Windows auf den meisten Rechnern, die man kauft, vorinstalliert, man muss schon suchen, wenn man die Kiste nicht selbst zusammenbauen will. Einen anderen Weg zu gehen kostet mehr Zeit (suchen, informieren, Mehraufwand beim Vernetzen etc.) oder Geld (Mac kaufen).<br />
Mir f&#228;llt auch kein Beispiel ein, wo die Auswirkungen besonders erfreulich sind. Bei Microsoft hat die Monokultur in Sachen Betriebssystemen zu massiven Sicherheitsproblemen inklusive einer nicht mehr kontrollierten Spamflut beigetragen, die Unternehmen und auch Endanwendern erhebliche Mehrkosten beschert. Gleichzeit &#252;bt die Firma Druck auf Unternehmen und Staaten aus, die auf andere Anbieter wechseln wollen, etwa im Fall von Nigeria und Mandriva Linux.</p>
<p>Google mag den Kontakt zur chinesischen Regierung nicht gesucht haben, sie sind jedoch sicher auch nicht Opfer des chinesischen Staates. Man h&#228;tte ja auch mal nein sagen k&#246;nnen, ohne dass man gleich finanziell am Ende gewesen w&#228;re. So etwas passiert in der Praxis jedoch sehr selten.<br />
Dar&#252;ber hinaus hat Google auf Grund seiner Marktposition einzigartige M&#246;glichkeiten beim Datensammeln, was gerade bei einer N&#228;he zu Regierungen recht unangenehm werden kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8608</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 10:16:51 +0000</pubDate>
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		<description>Das war eine etwas vorsichtige Formulierung, um bei einigen libert&#228;ren Freunden nicht anzuecken - dort galt er wegen seiner Positionen zur Geldpolitik (Akzeptanz eines staatlichen W&#228;hrungsmonopols, Festlegung des Wachstums der Geldmenge, etc.) als &quot;Free market socialist&quot; oder auch &quot;Gelbsozialist&quot; (eine Bezeichnung, die man in libert&#228;ren Kreisen auch gern auf FDP&#039;ler anwendet). Ich teile diese Einsch&#228;tzung nur bedingt, wollte aber zum Ausdruck bringen, da&#223; es mir bewusst ist, da&#223; es eine von liberalen Mainstream abweichende libert&#228;re Position gibt, die ich zum Teil f&#252;r unrealistisch, aber logisch h&#228;ufig nicht ganz von der Hand zu weisen halte - bitte, bitte jetzt keine &quot;Liberale vs. Libert&#228;re&quot;-Diskussion!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das war eine etwas vorsichtige Formulierung, um bei einigen libert&#228;ren Freunden nicht anzuecken &#8211; dort galt er wegen seiner Positionen zur Geldpolitik (Akzeptanz eines staatlichen W&#228;hrungsmonopols, Festlegung des Wachstums der Geldmenge, etc.) als &#8220;Free market socialist&#8221; oder auch &#8220;Gelbsozialist&#8221; (eine Bezeichnung, die man in libert&#228;ren Kreisen auch gern auf FDP&#8217;ler anwendet). Ich teile diese Einsch&#228;tzung nur bedingt, wollte aber zum Ausdruck bringen, da&#223; es mir bewusst ist, da&#223; es eine von liberalen Mainstream abweichende libert&#228;re Position gibt, die ich zum Teil f&#252;r unrealistisch, aber logisch h&#228;ufig nicht ganz von der Hand zu weisen halte &#8211; bitte, bitte jetzt keine &#8220;Liberale vs. Libert&#228;re&#8221;-Diskussion!</p>
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	<item>
		<title>Von: jo@chim</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8604</link>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 09:53:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Ob Friedman ein Liberaler ist, wei&#223; ich nicht, vielleicht war er es in manchen Facetten.&lt;/blockquote&gt; ?? Was war &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Milton_Friedman&quot;&gt;Milton Friedman&lt;/a&gt; denn, wenn nicht Liberaler?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ob Friedman ein Liberaler ist, wei&#223; ich nicht, vielleicht war er es in manchen Facetten.</p></blockquote>
<p> ?? Was war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milton_Friedman">Milton Friedman</a> denn, wenn nicht Liberaler?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8603</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 09:51:59 +0000</pubDate>
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		<description>Ok, wenn das deine Definition von &quot;freie M&#228;rkte&quot; ist, dann verstehe ich immer noch nicht, warum es in M&#228;rkten, in denen der Staat mehr herumpfuscht als er sollte, keine Kundenentscheidungen geben k&#246;nnen soll, die einen Anbieter zum Fast-Monopolisten machen.

Die von dir genannten Abwehrmechanismen eines Monopolisten sind bis auf die Lobbyarbeit, wo wir wieder den Staat im Spiel haben, nicht immer gut anwendbar. In Zeiten, wo es nicht allzu schwer ist, f&#252;r eine gute Idee Kapital aufzutreiben, besteht f&#252;r den Konkurrenten immer weniger Anlass, sein Gesch&#228;ft an den Monopolisten zu ver&#228;u&#223;ern. Und mit &quot;Dumpingpreisen&quot;, m&#246;gen sie auch noch so vor&#252;bergehend gedacht sein, kann man sich sogar als Monopolist seinen Markt zerschie&#223;en. 

Tats&#228;chlich k&#246;nnen wir beides auch ziemlich selten bei real existierenden Monopolen beobachten, vielleicht auch noch aus anderen Gr&#252;nden.

Was Google und China angeht, so m&#252;ssen wir aber konzedieren, dass diese &quot;Kungelei&quot; sicher nicht von Google gesucht wurde. Und dass gro&#223;e Unternehmen das &quot;Primat der Politik&quot; beachten, wird ja immer gerne gefordert. Da h&#228;tten wir also so ein Musterbeispiel.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, wenn das deine Definition von &#8220;freie M&#228;rkte&#8221; ist, dann verstehe ich immer noch nicht, warum es in M&#228;rkten, in denen der Staat mehr herumpfuscht als er sollte, keine Kundenentscheidungen geben k&#246;nnen soll, die einen Anbieter zum Fast-Monopolisten machen.</p>
<p>Die von dir genannten Abwehrmechanismen eines Monopolisten sind bis auf die Lobbyarbeit, wo wir wieder den Staat im Spiel haben, nicht immer gut anwendbar. In Zeiten, wo es nicht allzu schwer ist, f&#252;r eine gute Idee Kapital aufzutreiben, besteht f&#252;r den Konkurrenten immer weniger Anlass, sein Gesch&#228;ft an den Monopolisten zu ver&#228;u&#223;ern. Und mit &#8220;Dumpingpreisen&#8221;, m&#246;gen sie auch noch so vor&#252;bergehend gedacht sein, kann man sich sogar als Monopolist seinen Markt zerschie&#223;en. </p>
<p>Tats&#228;chlich k&#246;nnen wir beides auch ziemlich selten bei real existierenden Monopolen beobachten, vielleicht auch noch aus anderen Gr&#252;nden.</p>
<p>Was Google und China angeht, so m&#252;ssen wir aber konzedieren, dass diese &#8220;Kungelei&#8221; sicher nicht von Google gesucht wurde. Und dass gro&#223;e Unternehmen das &#8220;Primat der Politik&#8221; beachten, wird ja immer gerne gefordert. Da h&#228;tten wir also so ein Musterbeispiel.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8600</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 09:44:19 +0000</pubDate>
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		<description>Wie gesagt, die Tendenz zur Monopolisierung in einer wirklich freien Marktwirtschaft sehe ich so nicht. Monopole erfodern stets gro&#223;e Betriebe, wenn aber der pauschale Haftungsausschlu&#223; durch den Staat wegf&#228;llt, dann steht der Monopolrente in jedem Fall ein aufgrund der notwendigen Betriebsgr&#246;&#223;e stark erh&#246;htes Haftungsrisiko gegen&#252;ber, das Monopol wird insgesamt unattraktiver. Wenn dazu noch das ganze Patent- und Markenrechtswesen liberaler ausfiele, w&#228;re es gleichzeitig wesentlich leichter f&#252;r Dritte, in den Markt einzutreten und sich die Monopolrente zumindest anteilig &quot;unter den Nagel zu rei&#223;en&quot;, bisher verhindert der Staat das meist. 

Das bisherige Wirken der Kartell&#228;mter hingegen halte ich f&#252;r wenig ergiebig, weil zu starr auf Marktanteile ausgerichtet und dann auch noch regelm&#228;&#223;ig politisch beeinflusst (E.on / Ruhrgas). Insofern gehe ich eher davon aus, da&#223; die oben angef&#252;hrten Ma&#223;nahmen zu einem R&#252;ckgang der Vermachtung in der Produktion f&#252;hren, w&#228;hrend der Wegfall der Kartellkontrolle schon wegen deren bisheriger Wirkungslosigkeit kaum nennenswerte Folgen haben d&#252;rfte.

Ob Friedman ein Liberaler ist, wei&#223; ich nicht, vielleicht war er es in manchen Facetten. Ich w&#252;sste aber auch nicht, inwieweit beim Ende der SU Ideen von Friedman eine Rolle gespielt haben sollten, dies war vielleicht Teil der allgemeinen Rhetorik, aber das Friedman die Zust&#228;nde damals gutgehei&#223;en h&#228;tte, w&#228;re mir ehrlich gesagt neu. Ich will auch nicht behaupten, da&#223; der Liberalismus Rechtstaatlichkeit notwendigerweise f&#246;rdert, aber ich denke, da&#223; Rechtstaatlichkeit (was ist das eigentlich genau?) ohnehin wenig abh&#228;ngig ist vom volkswirtschaftlichen System, sondern vor allem eine Frage der Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung und letztlich der Mentalit&#228;t - das von Soziologen-Seite fr&#252;her gern gebrachte Argument, die Kriminalit&#228;tsbelastung sei vor allem / nur durch Sozialpolitik und Umverteilung zu bek&#228;mpfen, halte ich f&#252;r Schwachsinn und von der Realit&#228;t &#252;berholt. Insofern gehe ich davon aus, da&#223; eine liberale Wirtschaftspolitik Kriminalit&#228;t weder f&#246;rdert noch einschr&#228;nkt.

Gru&#223;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie gesagt, die Tendenz zur Monopolisierung in einer wirklich freien Marktwirtschaft sehe ich so nicht. Monopole erfodern stets gro&#223;e Betriebe, wenn aber der pauschale Haftungsausschlu&#223; durch den Staat wegf&#228;llt, dann steht der Monopolrente in jedem Fall ein aufgrund der notwendigen Betriebsgr&#246;&#223;e stark erh&#246;htes Haftungsrisiko gegen&#252;ber, das Monopol wird insgesamt unattraktiver. Wenn dazu noch das ganze Patent- und Markenrechtswesen liberaler ausfiele, w&#228;re es gleichzeitig wesentlich leichter f&#252;r Dritte, in den Markt einzutreten und sich die Monopolrente zumindest anteilig &#8220;unter den Nagel zu rei&#223;en&#8221;, bisher verhindert der Staat das meist. </p>
<p>Das bisherige Wirken der Kartell&#228;mter hingegen halte ich f&#252;r wenig ergiebig, weil zu starr auf Marktanteile ausgerichtet und dann auch noch regelm&#228;&#223;ig politisch beeinflusst (E.on / Ruhrgas). Insofern gehe ich eher davon aus, da&#223; die oben angef&#252;hrten Ma&#223;nahmen zu einem R&#252;ckgang der Vermachtung in der Produktion f&#252;hren, w&#228;hrend der Wegfall der Kartellkontrolle schon wegen deren bisheriger Wirkungslosigkeit kaum nennenswerte Folgen haben d&#252;rfte.</p>
<p>Ob Friedman ein Liberaler ist, wei&#223; ich nicht, vielleicht war er es in manchen Facetten. Ich w&#252;sste aber auch nicht, inwieweit beim Ende der SU Ideen von Friedman eine Rolle gespielt haben sollten, dies war vielleicht Teil der allgemeinen Rhetorik, aber das Friedman die Zust&#228;nde damals gutgehei&#223;en h&#228;tte, w&#228;re mir ehrlich gesagt neu. Ich will auch nicht behaupten, da&#223; der Liberalismus Rechtstaatlichkeit notwendigerweise f&#246;rdert, aber ich denke, da&#223; Rechtstaatlichkeit (was ist das eigentlich genau?) ohnehin wenig abh&#228;ngig ist vom volkswirtschaftlichen System, sondern vor allem eine Frage der Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung und letztlich der Mentalit&#228;t &#8211; das von Soziologen-Seite fr&#252;her gern gebrachte Argument, die Kriminalit&#228;tsbelastung sei vor allem / nur durch Sozialpolitik und Umverteilung zu bek&#228;mpfen, halte ich f&#252;r Schwachsinn und von der Realit&#228;t &#252;berholt. Insofern gehe ich davon aus, da&#223; eine liberale Wirtschaftspolitik Kriminalit&#228;t weder f&#246;rdert noch einschr&#228;nkt.</p>
<p>Gru&#223;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: vr</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8589</link>
		<dc:creator>vr</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 08:19:06 +0000</pubDate>
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		<description>Da ich nicht glaube, dass freie M&#228;rkte derzeit oder auch nur irgendwann real existierend sein k&#246;nnten, ist meine Definition recht streng, vermutlich kommt sie jedoch dem nahe, was sich die Betreiber dieses Blogs w&#252;nschen. Hier f&#252;r mich wesentliche Punkte sind:
- Staat schafft (gesetzliche etc.) Rahmenbedingungen, greift jedoch nicht ins Marktgeschehen ein.
- Entsprechend werden M&#228;rkte &#252;ber Angebot und Nachfrage reguliert, was nat&#252;rlich auch f&#252;r den grundlegende M&#228;rkte wie den Arbeitsmarkt und den Rohstoffmarkt gelten muss (etwa offene Grenzen f&#252;r alle, um den Preis der Ware Arbeit allein vom Markt bestimmen zu lassen).

Bei den geringer werdenden Marktzutrittsschranken stimme ich Dir zu, dass ist eine der gegenl&#228;ufigen Tendenzen zur Monopolisierung. Gleichzeitig haben Monopolisten gute M&#246;glichkeiten, sich anbahnende Konkurrenz schon im Keim zu ersticken (Aufkauf, tempor&#228;re Dumpingpreise, Lobbyarbeit), wenn diese nicht selbst wenigstens durch Oligopolisten, etwa aus anderen Sektoren, entsteht.

Zu Google: Im Suchmaschinenbereich kann man ihn wohl in einem nicht ganz strengen Sinne als Monopolisten bezeichnen, &#228;hnliches bahnt sich im Bereich der Online-Werbung an. Auch hier deutet sich bereits eine Zusammenarbeit der unerfreulicheren Art mit Staaten an, etwa die Unterst&#252;tzung und Umsetzung von Zensur im chinesischen Web.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich nicht glaube, dass freie M&#228;rkte derzeit oder auch nur irgendwann real existierend sein k&#246;nnten, ist meine Definition recht streng, vermutlich kommt sie jedoch dem nahe, was sich die Betreiber dieses Blogs w&#252;nschen. Hier f&#252;r mich wesentliche Punkte sind:<br />
- Staat schafft (gesetzliche etc.) Rahmenbedingungen, greift jedoch nicht ins Marktgeschehen ein.<br />
- Entsprechend werden M&#228;rkte &#252;ber Angebot und Nachfrage reguliert, was nat&#252;rlich auch f&#252;r den grundlegende M&#228;rkte wie den Arbeitsmarkt und den Rohstoffmarkt gelten muss (etwa offene Grenzen f&#252;r alle, um den Preis der Ware Arbeit allein vom Markt bestimmen zu lassen).</p>
<p>Bei den geringer werdenden Marktzutrittsschranken stimme ich Dir zu, dass ist eine der gegenl&#228;ufigen Tendenzen zur Monopolisierung. Gleichzeitig haben Monopolisten gute M&#246;glichkeiten, sich anbahnende Konkurrenz schon im Keim zu ersticken (Aufkauf, tempor&#228;re Dumpingpreise, Lobbyarbeit), wenn diese nicht selbst wenigstens durch Oligopolisten, etwa aus anderen Sektoren, entsteht.</p>
<p>Zu Google: Im Suchmaschinenbereich kann man ihn wohl in einem nicht ganz strengen Sinne als Monopolisten bezeichnen, &#228;hnliches bahnt sich im Bereich der Online-Werbung an. Auch hier deutet sich bereits eine Zusammenarbeit der unerfreulicheren Art mit Staaten an, etwa die Unterst&#252;tzung und Umsetzung von Zensur im chinesischen Web.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: vr</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8583</link>
		<dc:creator>vr</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 08:00:39 +0000</pubDate>
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		<description>Im Wesentlichen liegen wir da nicht so weit auseinander, denke ich. Der Unterschied, liegt wohl in meiner Annahme, dass bei einem wesentlich freieren Walten der Marktkr&#228;fte Monopolisierung auch stattfinden w&#252;rde, wenn auch nicht aus Gr&#252;nden staatlichen Eingreifens, sondern aus solchen der Marktdynamik und der inneren Widerspr&#252;chlichkeit von Marktwirtschaften.

Dass es mit der Rechtsstaatlichkeit in der SU kurz nach der Abwicklung der SU nicht gut bestellt war, l&#228;sst sich sicher nicht bestreiten. Gleichzeitig fand damals ein Versuch statt, Ideen von Milton Friedman umzusetzen (ich glaube nicht, dass &#246;konomischer Liberalismus Rechtsstaatlichkeit f&#246;rdert, deshalb passte das dortige Ergebnis der Bem&#252;hungen in mein Weltbild).

Gr&#252;&#223;e</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wesentlichen liegen wir da nicht so weit auseinander, denke ich. Der Unterschied, liegt wohl in meiner Annahme, dass bei einem wesentlich freieren Walten der Marktkr&#228;fte Monopolisierung auch stattfinden w&#252;rde, wenn auch nicht aus Gr&#252;nden staatlichen Eingreifens, sondern aus solchen der Marktdynamik und der inneren Widerspr&#252;chlichkeit von Marktwirtschaften.</p>
<p>Dass es mit der Rechtsstaatlichkeit in der SU kurz nach der Abwicklung der SU nicht gut bestellt war, l&#228;sst sich sicher nicht bestreiten. Gleichzeitig fand damals ein Versuch statt, Ideen von Milton Friedman umzusetzen (ich glaube nicht, dass &#246;konomischer Liberalismus Rechtsstaatlichkeit f&#246;rdert, deshalb passte das dortige Ergebnis der Bem&#252;hungen in mein Weltbild).</p>
<p>Gr&#252;&#223;e</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jopa</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8474</link>
		<dc:creator>jopa</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 16:04:36 +0000</pubDate>
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		<description>Die Debatte ist nat&#252;rlich hochtheoretisch, da hast Du sicherlich recht. Da&#223; der Staat ohnehin &#252;berall involviert ist, stimmt sicherlich auch. Ich denke aber dennoch, da&#223; der Staat zu einer gewissen Monopolisierung beitr&#228;gt:

1. &#220;ber das weite Feld des geistigen Eigentums und der Markenrechte, wo durch staatliches Handeln direkt Monopole geschaffen werden (Arzneimittelpatente), die zudem meist nur Gro&#223;betrieben offen stehen (Patentrecht ist ein teuerer Spa&#223;).

2. Durch das Vorschreiben bestimmter Standards, die es gerade Newcomern schwerer machen, sich zu etablieren - die aktuelle Postdebatte geht in diese Richtung.

3. Und durch den weitgehenden Haftungsausschlu&#223; &#252;ber die M&#246;glichkeit der Gr&#252;ndung von Kapitalgesellschaften. Nat&#252;rlich w&#228;re es m&#246;glich, die Haftung &#252;ber die Einlage hinaus auch durch zivilrechtliche Ma&#223;nahmen zu beschr&#228;nken, aber es w&#228;re wohl deutlich schwieriger und risikoreicher. Wenn man davon ausgeht, da&#223; das Risiko einer Unternehmung mit zunehmender Gr&#246;&#223;e der U&#039; (wahrscheinlich sogar exponentiell) zunimmt, der Grenznutzen aus dem h&#246;heren Gewinn dagegen stetig abnimmt, dann folgt daraus:

3.1 da&#223; diese Ma&#223;nahme Gro&#223;betriebe st&#228;rker beg&#252;nstigt als Kleinbetriebe, in denen das Risiko &#252;berschaubar bleibt (man k&#246;nnte sagen, die pauschale Risiko&#252;berw&#228;lzung auf die Kunden ist bei Gro&#223;betrieben mehr wert),

3.2 und dar&#252;ber hinaus zu einer Zunahme der durchschnittlichen U&#039;gr&#246;&#223;e f&#252;hrt.

Nat&#252;rlich sind diese Umst&#228;nde nicht ohne weiteres ab&#228;nderbar. Ich finde es aber problematisch, staatlicherseits Monopoltendenzen zu kritisieren und gleichzeitig direkt &#252;ber die genannten staatlichen Ma&#223;nahmen Monopole zu f&#246;rdern. Ob die Umbruchphase am Ende der SU ein gutes Beispiel darstellt, m&#246;chte ich eher bezweifeln; wenn eine Periode durch den Mangel an liberalen Prinzipien (Rechtsstaatlichkeit, etc.) gepr&#228;gt war, dann diese.

Gru&#223;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Debatte ist nat&#252;rlich hochtheoretisch, da hast Du sicherlich recht. Da&#223; der Staat ohnehin &#252;berall involviert ist, stimmt sicherlich auch. Ich denke aber dennoch, da&#223; der Staat zu einer gewissen Monopolisierung beitr&#228;gt:</p>
<p>1. &#220;ber das weite Feld des geistigen Eigentums und der Markenrechte, wo durch staatliches Handeln direkt Monopole geschaffen werden (Arzneimittelpatente), die zudem meist nur Gro&#223;betrieben offen stehen (Patentrecht ist ein teuerer Spa&#223;).</p>
<p>2. Durch das Vorschreiben bestimmter Standards, die es gerade Newcomern schwerer machen, sich zu etablieren &#8211; die aktuelle Postdebatte geht in diese Richtung.</p>
<p>3. Und durch den weitgehenden Haftungsausschlu&#223; &#252;ber die M&#246;glichkeit der Gr&#252;ndung von Kapitalgesellschaften. Nat&#252;rlich w&#228;re es m&#246;glich, die Haftung &#252;ber die Einlage hinaus auch durch zivilrechtliche Ma&#223;nahmen zu beschr&#228;nken, aber es w&#228;re wohl deutlich schwieriger und risikoreicher. Wenn man davon ausgeht, da&#223; das Risiko einer Unternehmung mit zunehmender Gr&#246;&#223;e der U&#8217; (wahrscheinlich sogar exponentiell) zunimmt, der Grenznutzen aus dem h&#246;heren Gewinn dagegen stetig abnimmt, dann folgt daraus:</p>
<p>3.1 da&#223; diese Ma&#223;nahme Gro&#223;betriebe st&#228;rker beg&#252;nstigt als Kleinbetriebe, in denen das Risiko &#252;berschaubar bleibt (man k&#246;nnte sagen, die pauschale Risiko&#252;berw&#228;lzung auf die Kunden ist bei Gro&#223;betrieben mehr wert),</p>
<p>3.2 und dar&#252;ber hinaus zu einer Zunahme der durchschnittlichen U&#8217;gr&#246;&#223;e f&#252;hrt.</p>
<p>Nat&#252;rlich sind diese Umst&#228;nde nicht ohne weiteres ab&#228;nderbar. Ich finde es aber problematisch, staatlicherseits Monopoltendenzen zu kritisieren und gleichzeitig direkt &#252;ber die genannten staatlichen Ma&#223;nahmen Monopole zu f&#246;rdern. Ob die Umbruchphase am Ende der SU ein gutes Beispiel darstellt, m&#246;chte ich eher bezweifeln; wenn eine Periode durch den Mangel an liberalen Prinzipien (Rechtsstaatlichkeit, etc.) gepr&#228;gt war, dann diese.</p>
<p>Gru&#223;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jana</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/comment-page-1/#comment-8471</link>
		<dc:creator>jana</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 14:44:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/2007/12/11/die-wirtschaft-ist-nicht-fuer-die-menschen-da/#comment-8471</guid>
		<description>Eben. Man mu&#223; sich nur vergegenw&#228;rtigen, wie die Begriffe &quot;Handel&quot; &amp; &quot;Hand&quot; ... &#228;hem ... Hand in Hand gehen. Wir rei&#223;en uns die Dinge, die wir produziert haben, nicht gegenseitig mit den Z&#228;hnen vom Mund des Gegen&#252;bers weg. Statt dessen tauschen wir sie gegen etwas anderes / halten sie so lange in der Hand, bis der andere uns ein annehmbares &#196;quivalent bietet. ... Da ich, k&#246;rperlich, nicht die st&#228;rkste bin, halte ich das f&#252;r die bessere Alternative als den Mundraub. 

&lt;i&gt;Darum sollten auch m&#246;glichst viele Menschen gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Nutzen aus ihr -dem Konstrukt, dem Abstraktum- ziehen k&#246;nnen.&lt;/i&gt;

Vielleicht sollte man statt &quot;Wirtschaft&quot; einfach &quot;Haushalt&quot; sagen - als Hilfe f&#252;r Leute, denen ersteres nicht als etwas einleuchtet, das uns alle - ununterbrochen - angeht. (???)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eben. Man mu&#223; sich nur vergegenw&#228;rtigen, wie die Begriffe &#8220;Handel&#8221; &amp; &#8220;Hand&#8221; &#8230; &#228;hem &#8230; Hand in Hand gehen. Wir rei&#223;en uns die Dinge, die wir produziert haben, nicht gegenseitig mit den Z&#228;hnen vom Mund des Gegen&#252;bers weg. Statt dessen tauschen wir sie gegen etwas anderes / halten sie so lange in der Hand, bis der andere uns ein annehmbares &#196;quivalent bietet. &#8230; Da ich, k&#246;rperlich, nicht die st&#228;rkste bin, halte ich das f&#252;r die bessere Alternative als den Mundraub. </p>
<p><i>Darum sollten auch m&#246;glichst viele Menschen gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Nutzen aus ihr -dem Konstrukt, dem Abstraktum- ziehen k&#246;nnen.</i></p>
<p>Vielleicht sollte man statt &#8220;Wirtschaft&#8221; einfach &#8220;Haushalt&#8221; sagen &#8211; als Hilfe f&#252;r Leute, denen ersteres nicht als etwas einleuchtet, das uns alle &#8211; ununterbrochen &#8211; angeht. (???)</p>
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