Hohe Managergehälter sind in Ordnung

12.12.2007 13:25 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 7 Kommentare

“Gemessen an Managern in manchen Bundesligavereinen sind die Managergehälter im Konzern moderat. Ein Uli Hoeneß hat einfach weniger Verantwortung als der Manager eines internationalen Konzerns.”, sagt der Konzernbetriebsratsvorsitzende der BASF, Robert Oswald.

Mehr Staat und weniger Markt sorgen übrigens für noch größere Disparitäten. Laut SPON sind die Gehaltsunterschiede zwischen Managern und Arbeitern bei den Staatsfirmen Post oder Bahn übrigens besonders hoch. Laut einer Umfrage für den “stern” wünschen sich aber 70 Prozent eine gesetzliche Begrenzung der Managergehälter. Die SPD freut sich, dass Sie die Union nun bei Mindest- und Höchstlohn erfolgreich vor sich her treiben kann. Profitieren von diesem antikapitalistischen Wind wird aber die Linke. 

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7 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Thorsten, 12.12.2007 14:35

Die Verantwortung der Manager wird in diesem Zusammenhang ja öfters beschworen. Da sie aber nur selten zur Rechenschaft gezogen werden, sondern im Zweifelsfall eher noch mit grosszügigen Abfindungen rechnen dürfen, scheint mir ihr persönliches Risiko, das mit dem Begriff Verantwortung impliziert wird, doch eher gering.

LM, 13.12.2007 13:08

Da stimme ich zu.

 
 
Hardy, 12.12.2007 17:19

Das in Staatsfirmen auch besonders große Gehaltsunterschiede herrschen sei unbestritten, jedoch scheinen mir die Zahlen, welche im SPON aufgeführt werden auch nicht gerade korrekt:
“Selbst bei der Deutschen Bank hat sich das Verhältnis nur von 17 auf 41 erhöht”
Danach müssten ja die durchschnittlichen Bezüge eines Angestellten dort über 26.600 € monatlich sein.

 
Florian, 12.12.2007 18:33

“Danach müssten ja die durchschnittlichen Bezüge eines Angestellten dort über 26.600 € monatlich sein.”

Diesen Einwand verstehe ich nicht.
26.600*12*41=13 Mio.€.
Ist denn das durchschnittliche Gehalt eines DB-Vorstands wirklich SO hoch? Erscheint mir kaum wahrscheinlich.

Übrigens gibt es gerade bei der DB einige SEHR gut verdienende Angestellte, die (unterhalb der Vorstandsebene) mehr verdienen als der normale Vorstand.
Entsprechend sind die Durchschnittsgehälter bei der DB sicher ganz ordentlich.

Noch augenfälliger als das Gehalt von Uli Hoeness sind übrigens die Gehälter seiner Angestellten.
Es ist irgendwie schon lustig, dass ein Kurt Beck sich zwar über zu hohe Management-Gehälter mokiert, aber kein Problem damit hat, seinen FCK so mit öffentlichen Mitteln aufzupäppeln, dass sich dieser vergleichbare Gehälter für einfache Sportler leisten kann.

 
 
Florian, 14.12.2007 20:48

Hardy:
Ackermann ist der Vorstandsvorsitzende.
Im Durchschnitt dürfte der Vorstand deutlich weniger verdienen.

 
oliver Luksic, 15.12.2007 11:28

Ich weise mal darauf hin, dass bei der Deutschen Bank mind. 10 Personen viel mehr verdienen. Einige Investmentbanker in London haben bis 130 Mio im jahr verdient…

Die US Vorstände, gerade aus dem Bereich VC/PE/Hedge Fonds lass ich jetzt mal weg…:-)

 

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