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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Ron Paul

Statler, 28.12.2007

Okay, okay, ich geb’s ja zu: Ich habe mich geirrt. Er ist doch nicht ernst zu nehmen.

Rudy ’08!



43 Kommentare zu “Ron Paul”

  1. Sven

    Wie gesagt. Absoluter Vollspast und dumm wie Brot.

    Abgesehen davon: Obama ’08!

  2. maybe

    Von Dummheit würde ich diesbezüglich nicht reden. Vielleicht eher von Ignoranz. Ausschlaggebend hierfür dürfte sein christlicher Glaube sein…als Christ “glaubt” er nicht an die Evolutionstheorie und an die damit erklärte, “zufällige” Entstehung des Lebens. Das Video wurde abgeschnitten, als er über die “Theorien” redete. Wäre interessant, herauszufinden, was da noch alles kam.

    Einfältige Antwort vielleicht…diese Frage hat aber für mich rein gar nichts damit zu tun, ob ich diesem Kerl nun meine Stimme während einer Wahl geben würde. Mir ist ein fundamentalidiotischer Christ, der diesen Glauben aber strikt vom Regieren trennt, lieber, als ein pseudoobjektiver Nichtchrist, der dafür die Evolutionslehre als einzige Wahrheit vertritt und eine Leugnung dieser unter Strafe stellen will.

    Von mir aus kann Ron Paul auch an sprechende Tiere glauben…

  3. twex

    Tja, auf oberflächliche Fragestellungen gibt es eben oberflächliche Antworten.

    Abgesehen davon, was hat die Sache mit dem Amt zu tun, das er anstrebt? Wissenschaftliche Theorien machen niemanden zu einem guten Politiker.

  4. david

    Ich bin ja immer einer der ersten der auf Ron Paul eindrischt. Aber in den letzten Tagen haben sich aber die Kandidaten durch die Bank nicht mit den durchdachten Kommentar und PR-Aktionen bekleckert. Speziell die Religions-, Bibel-, Jesus-PR, sowie die ersten Reaktionen auf die Situation in Pakistan waren nicht berauschend.
    Es kommt wieder alles dazu, zu hoffen, dass man sich mit dem kleinsten Uebel rechnen kann. Und Ron Paul waere wahrscheinlich nicht das kleinste, aber auch nicht das groesste Uebel. Ach, aber ich kann da eh nicht waehlen und wie immer wird sich das Mittelmass durchsetzen. Und trotzdem ist jeden Tag bisher immernoch die Sonne aufgegangen.

  5. Antares

    Von ähnlicher Relevanz wie der Krawattengeschmack oder die bevorzugte Baseball-Mannschaft des Kandidaten. Aber wer seine Wahl davon abhängen lässt, dem ist ohnehin nicht zu helfen.

  6. affenkopf

    Die Frage welche Ansicht ein Politiker über die Entstehung des Lebens hat ist vollkommen irrelevant, die einzig wichtige Frage ist ob er diese Frage anderen über das Bildungssystem aufzwingen will oder nicht.

  7. Rayson

    Für die Amerikaner sind die persönlichen Einstellungen der Politiker nun einmal wichtig, die lassen sich auch von affenköpfen nicht vorschreiben, was für sie relevant zu sein hat ;-)

    Und leider ist es so: Wer die Evolutionstheorie meint aus einer christlichen Einstellung heraus bekämpfen zu müssen, offenbart ein tiefes Unverständnis von beidem, Wissenschaft und Religion.

    Allerdings kann man wohl für alle Paulaner Entwarnung geben: Ihre Lichtgestalt hat anscheinend mittlerweile das Gefühl bekommen, schon zu gut im Rennen zu liegen, um noch das sagen zu dürfen, was er wirklich denkt.

  8. Statler

    Die Frage ist alles andere als irrelevant. Als Wähler interessieren mich nicht nur die Positionen eines Kandidaten zu verschiedenen Themen. Was mich vor allem interessiert, ist seine Urteilsfähigkeit. Und wer, wie Rayson unten so schön andeutet, sein Christentum so falsch versteht, daß er meint, es sei mit Wissenschaft unvereinbar, der hat da offensichtlich ein ziemlich großes Defizit.

  9. jo@chim

    Ron Paul hält Kreationismus also für eine “Theorie” (will ihn ergo im Zusammenhang eines wissenschaftlichen Diskurses sehen). Entweder das ist ihm völlig klar, was darauf hindeuten würde, dass er selbst Kreationist ist – oder es war Wahlopportunismus in Richtung der paläokonservativen Klientel, auf die er ganz offensichtlich zunehmend setzt (mithin eher ein Zeichen von Schwäche, Rayson). Oder er hat nicht geblickt, was er da sagt. So wie er bei dem Foto oben (via LGF) sicher auch wieder mal nicht gewusst hat, mit wem er da posiert. Ist der tatsächlich so naiv oder tut er nur so?
    Als Proteststimme mag der Typ ja wohl noch angehen – ihn zur “libertären Hoffnung” zu erklären sagt allerdings entschieden mehr über den lausigen Zustand der libertären Bewegung aus als über Ron Paul. Gut, dass er nicht die geringste Chance hat.

  10. Statler

    Gnihihi. “White pride worldwide”, und dazu ein Gothic-Outfit. Was für Freaks.

  11. Bodo Wünsch

    “als Proteststimme” – ganz wertlos ist das nicht.

    Ansonsten voll d’accord, , richtig ‘warm’ mochte ich mit RP doch nicht werden, auch wenn ich mich mal dazu habe hinreißen lassen, ihm gelegentlich kleinen Kredit zu geben.

  12. Lina

    Ich frage ja nur: Muss einer wie er wirklich darauf Rücksicht nehmen, mit wem er sich abbilden lässt? Sollte im Libertären an sich prinzipiell nicht das ganze Spektrum an Bildern enthalten sein dürfen? Auch solche mit Gothics & Freaks?

    Ich verfolge die hier immer wieder auflebende Diskussion um Ron Paul als US-Präsidentschaftskandidat nun schon lange und werde nicht schlau aus ihr! Nur eines habe ich begriffen: Ihr wolltet ihn passend anziehen für’s Amt, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten; auf den Kopf kommt es an.

    Und um an schräg vorbei zu sprechen: Ganz egal eigentlich, wenn er sowieso keine Chance hat ;-)…

  13. jo@chim

    Statler, das sieht mir eher nach Südstaaten-Dandy-Outfit aus, als nach Gothics-Masche, was das Söhnchen des Rassenkriegers da präsentiert – würde ja auch passen…

  14. jo@chim

    Mit Verlaub Lina, Ron Paul kandidiert nicht als Local Deputy in Jerusalem, Minnesota, sondern für das Amt des US-Präsidenten. Sich in diesem Kontext mit einem der führenden Neonazis der USA ablichten zu lassen, zeugt schon von unglaublicher Blödheit (und/oder völliger Inkompetenz seines Wahlkampfteams). Mein Glaube an das Gute im Libertären verbietet mir ja immer noch, ernsthaft in Betracht zu ziehen, dass Paul bewusst auf das Bündnis mit den Rassisten setzt…

  15. Statler

    Hmmmm…

    http://youtube.com/watch?v=VzVIMLf0CfM

    ;-)

    Na gut, ob man dort in den Südstaaten die FOTN noch kennt, ist natürlich auch fraglich…

  16. Lina

    Mein Fehler, , weil ich den versteckten “wem”-Link übersehen habe! Ich dachte an ein x-beliebigen Typen (Mitte?) in halbgotischer Gesellschaft.

    Ich würde auf Blödheit tippen – bei ihm (wie bei mir;-)…

  17. Bodo Wünsch

    Jetzt seh ich’s erst: Sind Leute für Dich in Gothic-Outfits ‘Freaks’?

  18. Statler

    Ja, wenn white supremacists so herumlaufen, dann sind das schon Freaks.

  19. jo@chim

    Bei mir hatte er ja auch einigen Kredit, Bodo (trotz aller Kritik von Anfang an unter dem Label “kritische Solidarität”). Aber je mehr ich mir ihn – und seine Unterstützer – ansehe, desto mehr sehe ich, dass ich mich wohl getäuscht habe… Schade! Ein wirklich libertärer Kandidat mit einem “viral Marketing” Wahlkampf in der Tradition von Howard Dean hätte einiges erreichen können. Aber so? Das ist doch nur schlechtes Comix! Shame on Ron!

  20. DDH

    Ich sehe bei der Paulaner-Kampa ja vor allem den Kollateralnutzen der Popularisierung, daß es da vieles zum Kopfschütteln gibt, braucht man mir nicht zu erzählen. Nur: Im Gegensatz zu ALLEN anderen Kandidaten der GOP ist Paul wenigstens kein bigotter Heuchler und auch keine politkrimogene Erscheinung!

    Und: Wenn HIER jetzt schon für Benito Guiliani dreist Werbung gemacht wird, dann nenne ich das einen Pareto-Sprung: vom Liberalismus zum Faschismus mit einem Satz!

  21. DDH

    Vermutlich weiß Paul garnicht, wer da mit ihm aufs Foto wollte?

    Manfred Brunner (Bund freier Bürger-Gründer) ist vom medial-gouvermental-nachrichtendienstlichen Komplex der BRD auch mal durch so ein Foto mit dem ihm unbekannten Neonazi-Führer (und V-Mann!) Bela Ewald Althans komprommittiert worden. Also bei aler Skepsis ggü den Auburnianern: nicht alles ist so, wie es scheint!

  22. LePenseur

    @DDH:
    Im Gegensatz zu ALLEN anderen Kandidaten der GOP ist Paul wenigstens kein bigotter Heuchler und auch keine politkrimogene Erscheinung!

    Goldene Worte!

    P.S.: den Ausdruck “politkrimogen” muß ich mir merken! Vielen herzlichen Dank, Herr Kollege! Sie haben zu meinem Wortschatz einen entscheidenden Beitrag geleistet!

  23. jo@chim

    Lieber Dominik, diese Faschismus-Keule in Richtung Rudy Giuilliani hast Du ja schon mehrfach geschwungen. Machst Du das an irgendetwas Realem fest oder ist das nur klassisches DDH’sches Ramtamtam? :D
    btw: sind für richtige Hardcore-Libertäre Faschismus und Demokratie nicht eh dasselbe?

  24. DDH

    Nun ja, “dasselbe” nicht ganz. Es sind unterschiedliche Stadien. Der Demokrat verhält sich zum Faschisten wie der HIV-Infizierte zum AIDS-Kranken. Früher oder später wird dieser zu jenem.

  25. jo@chim

    Gut, dass die totalitäre Gefahr (nicht nur in der Gestalt des Faschismus, sondern auch des Kommunismus) der Demokratie inhärent ist, darüber sind wir uns ja einig ddh. Das ändert aber nichts daran, dass das “Rule of Law” ganz offensichtlich nicht anders als mit demokratischen Methoden sichergestellt werden kann. Das wäre sicher eine Diskussion, an anderer Stelle und auch einmal weniger polemisch, wert.
    Aber nochmal: was soll das “Benito”-Geplapper in Bezug auf Rudy? In Bezug auf Ron wär’s wohl angebrachter, wenn man Meldungen wie dieser glauben darf (wozu ich mich allerdings noch nicht durchgerungen habe).

  26. Robert Grözinger

    “Freedom is not a concept in which people can do anything they want, be anything they can be. Freedom is about authority. Freedom is about the willingness of every single human being to cede to lawful authority a great deal of discretion about what you do.”
    Rudolph “Benito” Giuliani
    http://www.rmchronicle.com/index.php?option=com_content&task=view&id=1138

    Klingt mir sehr nach: “Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit”, jenem Newspeak-Spruch aus der DDR.

  27. jo@chim

    Robert, Dein Zitat von Giuliani drückt doch lediglich klassischen etatistischen Mainstream aus. “Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, blablabla” sagt auch nichts anderes. Der Rest der Kandidaten aus dem sozialdemokratisch-konservativen Establishment würde das wohl ebenso unterschreiben. Weiss gar nicht, warum ihr Euch so auf Rudy eingeschossen habt? Oder habe ich das Hillary “Evita” Clinton überlesen? Demnächst dann Michael “Berlusconi” Bloomberg?
    Das bringt doch nichts – ebenso wenig wie die (sinnvolle) Unterstützung eines libertären Aussenseiterkandidaten zur “Revolution” hochzustilisieren.

    Das Wort von der Einsicht in die Notwendigkeit ist übrigens keineswegs DDR-“Newspeak”: Engels hat das schon 1878 im Anti-Dühring geschrieben. Die Marxisten haben ihn aus ihrer Sicht von objektiven Gesetzmässigkeiten in der gesellschaftlichen Entwicklung als Legitimation der Unterdrückung der Freiheit durch diejenigen, die meinten eben jene “Gesetzmässigkeiten” entdeckt zu haben, gebraucht.

    Im Grunde, von der Einsicht(sfähigkeit) her betrachtet, ist der Satz aber richtig, denke ich: die Fähigkeit, Notwendigkeiten von aufoktroyierten Zumutungen und Manipulationsversuchen staatlicher oder nicht-staatlicher Natur zu unterscheiden – also mein Selbsteigentum durchzusetzen – bildet die Grundlage individueller Freiheit.

  28. Robert Grözinger

    Achim, Rudy war (!) eine erste Zielscheibe mit solchen Bezeichnungen, weil er der erste war, der vom Establishment gefördert wurde – auf Seiten der Republikaner. Dass er sich von den anderen nicht groß unterscheidet, ist kein Geheimnis. “Hitlery” Clinton bekommt auch ihr Fett weg, keine Sorge. Aber derzeit ist ja zunächst die Nominierung RPs das Ziel der Paulians. Eines nach dem anderen.

  29. david

    Um das nochmal eben fest zu halten: Ron Paul ist weg von Fenster. Ich glaube nach den letzten Enthüllungen und PR-Katastrophen ist sogar seinen treusten Unterstueztern klar geworden, was fuer eine gestoerte Persoenlichkeit er ist. Jetzt warte ich eigentlich noch darauf, dass sich David Duke und seine Truppe von Ron Paul distanzieren und nicht anders herum.

  30. Sven

    “Ron Paul Supporters: You can count on three things uniting the far-left and the far-right: (1) Paranoid distrust of the U.S. government (2) Hatred of Israel (3) Ron Paul. While I personally have no strong feelings about Ron Paul, his campaign has engendered a weird-bedfellows coalition that includes 9/11 truthers, white supremacists, opponents of “world government,” and advocates for a return to the gold standard. I salute you Ron Paul: You’re a uniter, not a divider.”

    http://judeosphere.blogspot.com/2007/12/top-ten-moonbats-of-2007.html

  31. Lydia Krasnic

    @Robert Grözinger: “Hitlery” Clinton ist genial! Wir achten ja bei REP und DEM auf austeilende Gerechtigkeit! ;-)

    Zum wohl begründeten Faschismus-Vorwurf gegen ALLE Interventionisten:

    http://powerofnarrative.blogspot.com/2003/08/in-service-of-new-fascism.html

  32. Lydia Krasnic

    Die Rechtslibertären mit ihrem Guru Hoppe haben jetzt mehr als ein Imageproblem! Immer mehr verständige Leute gehen auf Distanz:

    http://austrianeconomists.typepad.com/weblog/2008/01/should-the-labe.html

  33. gang

    http://www.youtube.com/watch?v=y2iFhGtKO-Q

    Mache sich jeder ein eigenes Bild, wessen Geistes Kind der Herr Giuliani ist.

  34. Fiedler

    Immerhin: In Nevada holte Ron Paul den 2. Platz – und das obwohl Hans-Hermann Hoppe dort mal gewohnt hat, bevor es ihn nach Kärnten und in die Türkei zog, hihi.

    http://www.cnn.com/ELECTION/2008/primaries/results/state/#NV

  35. jo@chim

    In der Tat amüsant, die Bigotterie des paläokonservativen Moralhüters… wenn auch derart was von *OT* hier (hihi)

  36. Fiedler

    Peinlich ist sie allerdings schon, die Medienblockade: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/01/ron-paul-wird-zweiter-in-nevada.html

    Sogar im Mutterland der “gelenkten Demokratie” fällt das inzwischen auf: http://switzerland4ronpaul.blogspot.com/2008/01/russische-medien-berichten-ber-die.html

  37. jo@chim

    Hmm… ich bin ja kein Anhänger von VT, aber das ist wirklich eischenartisch: auf N24 wurden um 20.00 ebenfalls lediglich “Romney, Huckabee und McCain” erwähnt. Keine Silbe über Ron Paul…

  38. DDH

    And even among “movement” conservatives, Huckabee would ban smoking, and McCain is obsessed with steroids and regulating political speech. Giuliani’s record in New York hardly suggests he has an anti-fascist “live and let live” philosophy.

    Faschisten sind sie alle!

  39. DDH

    YES WE CAN!

    Alle Reps außer Paul sind indiskutabel.

    Alle Dems außer Obama sind indiskutabel.

    Bei Obama gegen Paul wäre ich für Paul.

    In allen anderen Fällen bin ich für Obama!

    Barack Obama hat wirklich eine grandiose Rede gehalten. Und dieses Gefühl, da spricht ein neuer Kennedy – ich kann es nicht leugnen, daß es auch mich ergriffen hat. Außerdem kotzt mich der Clintonsche Schmuddelwahlkampf an.

  40. DDH

    Die Stuttgarter Zeitung über Ron Paul

  41. DDH

    Ein recht guter Bericht über Ron Paul im FOCUS!

  42. DDH

    Hehe, man sattelt um:

    http://independentcountry.blogspot.com/2008/02/bob-barr-for-president.html

    Aber das ist natürlich Mumpitz. Realistischerweise gibt es eine Option, um Hitlery Hillary oder DschingisMcCain zu verhindern. Paulistas und LP-Freaks sollten jetzt Obama Platz machen. Von mir aus mit der pathetischen Mitt Romney-Begründung “aus Liebe zu Amerika”, aber Hauptsache sie tun es!

  43. DDH

    Da hat einer richtig nachgedacht:

    http://publiusendures.blogspot.com/2008/02/grading-candidates.html

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