Es gibt sie noch, die guten Nachrichten
Die Mighty Mighty Bosstones machen wieder Musik. Zusammen.
Lausiger Klang im Youtube-Video, aber es ist die Nachricht, die zählt.
The same voices that supported tough macroeconomic policies to deal with the excesses of spending and borrowing in east Asia, Russia and Latin America are today pushing for a significant relaxation in the US to deal with the so-called subprime crisis. Interest rates should be slashed quickly and $150bn put into taxpayers’ pockets by April at the latest, they say. The Fed cut by another half-point on Wednesday.
Das sitzt. Aber richtig.
Die Dezember-Inflationsrate in den USA betrug völlig inakzeptable 4.1 Prozent. Und jetzt legen sie mit einer weiteren Zinssenkung um einen weiteren halben Prozentpunkt nach? Bis Sommer 2009 bekommen die USA ein echtes Inflationsproblem — da erbt der nächste Präsident bzw. die nächste Präsidentin einen schönen Mist.
Die Mighty Mighty Bosstones machen wieder Musik. Zusammen.
Lausiger Klang im Youtube-Video, aber es ist die Nachricht, die zählt.
Eigentlich konnte ich mir nie vorstellen, dass die Abzocke per 0190 / 0900er Nummer wirklich funktioniert. Ich war immer der Meinung, so doof kann niemand sein, da anzurufen.
Nun habe ich aber eine Akte auf dem Tisch, die mich in Erstaunen versetzt und eines Besseren belehrt hat. Innerhalb kürzester Zeit hat in diesem Fall eine Firma mit insgesamt zehn solcher Rufnummern einen hohen fünfstelligen Betrag “erwirtschaftet”, ist nun aber ziemlich böse auf die Telefongesellschaft, die die angefallene Provision aufgrund offensichtlicher Rechtswidrigkeit nicht an die Abzocker weiterleiten will.
Das könnte interessant werden.
P.S., Anmerkung für unsere bayrischen Leser: Falls Eana jemals a Schwarzer weismachen will, dass die gegen Steuererhöhungen sind - vergessts!
„Für mich sind die Zahlen ein historischer Moment: Erstmals seit fast 55 Jahren gibt es in den Ländern der ehemaligen alten Bundesrepublik wieder kommunistische Fraktionen.”
Herr Modrow, ehemals DDR, zum Erfolg der DIE LINKE.
Neben dem Kommunismusschrott finde ich die Formulierung “der ehemaligen alten Bundesrepublik” interessant. Da wird der ehemalige neue Klassenfeind verbal gleich mehrfach versenkt.
Ich wage jetzt einmal einen Tipp: John McCain wird der 44.Präsident der USA. Nach dem Vorwahl-Sieg in Florida wird er den Super Tuesday gewinnen und dann auch die Spendengelder einwerben, die viele Republikaner wegen der großen Unsicherheit bisher noch zurückgehalten haben. Mehrere Gründe sprechen meiner Meinung nach für John McCain. Der Wahlkampf dreht sich um die Themen Sicherheit und Wirtschaft. Zwar ist er auf letzterem Gebiet kein ausgewiesener Experte -Clinton und Obama sind es auch nicht- beide Themen sind aber traditionell eher Kompetenzen der Republikaner.
Eine Anti-Bush Stimmung wird den Demokraten nichts nützen, da McCain ausgewiesener Bush-Kritiker ist und die Lage im Irak sich verbessert. Den Kriegshelden McCain anzugreifen wird für die Demokraten schwierig. Im Gegenteil: mit seinen moderaten Positionen kann McCain in der Mitte stark punkten.
McCain hat 2 Schwachpunkte: sein Alter und die bis dato schwache Unterstützung der konservativen Basis. Gegen einen Demokraten wird sich dies aber relativieren. Gegen Barack Obama, der noch nicht mal eine Amtsperiode im Senat sitzt, kann er seine langjährige Erfahrung ins Feld führen. Die tiefe Abneigung vieler Amerikaner gegen die ehemalige First Lady würde die Republikaner wiederbeleben. McCain kann hoffen, dass diese gemeinsame Feindin die zerstrittenen Reihen hinter ihm noch einmal eint.
Amerika ist politisch ein konservatives Land. McCain hat sehr gute Chancen, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Ich wage an dieser Stelle mal einen frühen Tipp und bin auf weitere Einschätzungen gespannt.
Konservativen Politikern war die Familienpolitik schon immer eine Herzensangelegenheit. Der britische Unterhausabgeordnete Derek Conway (54) hat jetzt allerdings mit einer Neuinterpretation des Begriffes “Familienpolitik” für einigen Wirbel in Westminster gesorgt, was seine politische Karriere wohl beendet haben dürfte.
Wie alle anderen Abgeordneten des Parlaments bezieht Conway eine Abgeordnetendiät von jährlich etwa £60.000. Das reichte ihm allerdings nicht aus, denn schließlich hatte er auch noch zwei erwachsene Kinder zu versorgen, die beide englische Universitäten besuchten. Und das ist teuer. Außerdem war da noch Mrs Conway, die er nicht beschäfttigungslos in seinem Wahlkreis Old Bexley and Sidcup zurücklassen wollte.
Was soll man dazu noch sagen? Ist es eigentlich erwartungstreu, daß das verantwortliche Reisebüro OssiUrlaub heißt?
These three candidates all offer the American public the prospect of experience and ability, and they offer the prospect of a new course for the Republican Party, which risks falling hostage to a bitter minority held together by an unpopular, angry ideology. Messrs. Giuliani, Romney, and McCain are, instead, not particularly ideological, except if ideology means an attachment to limited government and national honor. At their best, they have each espoused an optimistic, appealing worldview that embraces the rich diversity of American talent.
…von Ed Glaeser.
German discussion of economic policy is appallingly demagogic. Neglect of economic reasoning has resulted in the threat of a maximum wage and passage of a minimum wage that will cost thousands of jobs.
…von Michael Burda.
Wenn Politiker und Journalisten versuchen, aus einem Wahlergebnis den fiktiven Gesamtwählerwillen herauszulesen, dann ist das ein wenig so, wie eine Horde Steinzeitmenschen, die ums Feuer sitzt und aus den Knochen eines Eichhörnchens oder Karnickels die Zukunft deutet.
Also, hier ist das Biest:
“Die Wähler haben der CDU das Vertrauen entzogen” heißt es. Nun ja, ich bin nicht verdächtig, Roland Koch zu mögen, aber das ist hanebüchener Blödsinn. Sicher, eine Menge Wähler, die der CDU beim letzten Mal das Vertrauen geschenkt haben, haben es sich diesmal anders überlegt, vermutlich aus guten Gründen. Nur: Es sind zwar nicht viele, aber immerhin 3.595 Wähler weniger vertrauen auch 2008 noch der SPD als der CDU. Wenn der fiktive Gesamtwähler also der CDU das Vertrauen entzogen hat, was hat er dann mit der SPD getan? Sie massakriert?
Na gut, wir sollten es einfach zugeben: Koalitionsbildung in Deutschland macht keinen Spaß mehr. Wer will schon in einer Dreierkoalition mit den ungewaschenen Zotteln von den Grünen sitzen? Eben, niemand. Und die Stalinisten von der Linkspartei sind, wie es scheint, menschlich so unsympathisch, daß Frau Ypsilanti trotz großer materieller Gemeinsamkeiten mit denen nichts zu tun haben will. Was soll man also tun?
Lernen wir doch einfach von der Schweiz und basteln wir uns unsere eigene Zauberformel. Das bedeutet, daß einfach überall und immer, unabhängig vom Wahlausgang, eine große Koalition gebildet wird. Die Transaktionskosten der Politik werden damit erheblich gesenkt. Im Gegenzug werden hier auch obligatorische und fakultative Referenden auf allen Ebenen des Staates eingeführt, so daß wir Opposition einfach per Volksabstimmung machen. Ehrlich — für zersplitterte Fünf- oder Noch mehr-Parteienparlamente mit unkoalierbaren Linksradikalen wäre das der Königsweg!
Zum Thema Hessen-Wahl lasse ich nun mal Franz Josef Wagner sprechen.
Liebe Ypsilanti-Wähler,
ihr habt das Paradies gewählt – Utopia-Hessen. Eure neuen Steckdosen werden Sonne, Wind und Wasser sein. Rentner werden mit ausländischen Jugendlichen in der U-Bahn vertieft in ein intelligentes Gespräch verwickelt sein. Und jeder kann vom Mindestlohn zweimal nach Mallorca fliegen.
Ach, wie wird Hessen schön! Wenn der Wind weiße Schaumkrönchen über den Main bläst. Und der Fernseher zu flimmern beginnt und die Waschmaschine sich nach 48 Stunden wieder bewegt. Und ein Fischotter, was für ein seltener Gast, sich in Frankfurt verläuft.
Diese schönere Welt hat Euch Ypsilanti-Wähler Frau Ypsilanti versprochen. Wer ist Frau Ypsilanti? Frau Ypsilanti hat ein Frauen-Leben, das selbst „Brigitte“, die Zeitschrift für die moderne Frau, nicht besser erfinden hätte können. Vater Opel-Arbeiter, sie Sekretärin, Stewardess, einen Griechen zum Mann, Soziologiestudium. Heute lebt sie mit ihrem neuen Freund und Sohn und einer anderen Familie in einer WG.
Die Hessen haben ihren Engel gewählt. Sie haben das Paradies gewählt. Ich prophezeie den Hessen, dass sie mit der Erkenntnis aufwachen werden, dass es keine Engel gibt.
1500(!) Polizeibeamte haben heute in sechs Bundesländern einen sogenannten “Grow-Shop” - dessen legales Angebot für den ambitionierten Hanfzüchter grösstenteils auch im Baumarkt erhältlich ist, wie das LKA offen zugibt - und die Räumlichkeiten von 214 seiner Kunden durchsucht, meldet die ZEIT.
Mein erster Gedanke war: haben die sonst nichts zu tun? Der zweite: wie und mit welcher rechtlichen Grundlage sind die an die Kundendaten gekommen?
Nein, es ist nicht die neue hessische Ministerpräsidentin in spe, die wirklich mal dringend ihren “ch”-Defekt in den Griff bekommen sollte, bevor sie höhere politische Weihen anstrebt. Das ist ja nicht auszuhalten.
Der Sprachpanscher der Woche kommt vielmehr vom DFB:
Es bleibt eine Mission Impossible, dieses Ticketing zu händeln.
Das ist auch nicht auszuhalten.
Ja was denn jetzt: Koch politisch vor dem Ende oder Das spektakuläre Comeback des Roland Koch?
Man beachte die Bilder und lerne wie einfach es ist, die Leser in die eine oder andere Richtung optisch zu manipulieren.
Dabei ist es doch so: Derzeit weiss niemand wenig bis nichts. (Nobody war übrigens ein unterhaltsamer Streifen.)
Übrigens: ist Hessen etwa Florida? Kritik an schwerwiegenden Wahlcomputer-Problemen
…und dann wird es so kommen. Ende Februar erinnert sich niemand mehr an die Schwüre von heute, nach denen man mit der Linkspartei nichts zu tun haben will. Wetten?
Was soll’s. Hauptsache, die FDP fällt nicht um.
Der Bürger wird demnächst gar nichts mehr selber machen müssen. Der wird geboren, kommt in so einen Karton, fährt durch die Gegend, wird gepflegt, gefüttert, wird geschützt vor allen Dingen.
(via)
Unnötig zu sagen, daß ihm das nicht gefällt. Und ich freue mich schonmal darauf, ihn nächste Woche wieder live zu sehen.
But given where the economy is right now and the best forecasts of where it is heading, the fiscal package seems unnecessary as a short-run measure, while in the long run adding to the debt burden without doing anything to improve incentives for economic growth.
Große Güte, selbst ein Keynesianer, der an die prinzipielle Wirksamkeit expansiver Fiskalpolitik im konjunkturellen Notfall glaubt, hält also das von Bush aufgelegte Konjunkturprogramm für überflüssig. Die Skepsis zieht sich im großen und ganzen quer durch die Zunft.
Das Konjunkturprogramm ist ein politisches Spektakel, es soll dem Wähler signalisieren, daß die Politik handelt. Man möchte sich halt nicht nochmal Vorwürfe der Untätigkeit anhören, wie nach Katrina. Aber ökonomisch ist es, naja, die reine Verschwendung.
Anderes Thema: Einen weiteren Kommentar zum jüngsten geldpolitischen Stimulus gibt es von Thorsten Polleit.