Archiv: Januar 2008

Tiefschlag

31.01.2008 20:05 - Statler & Waldorf by Statler - 22 Kommentare

Ricardo Hausmann:

The same voices that supported tough macroeconomic policies to deal with the excesses of spending and borrowing in east Asia, Russia and Latin America are today pushing for a significant relaxation in the US to deal with the so-called subprime crisis. Interest rates should be slashed quickly and $150bn put into taxpayers’ pockets by April at the latest, they say. The Fed cut by another half-point on Wednesday.

Das sitzt. Aber richtig.

Die Dezember-Inflationsrate in den USA betrug völlig inakzeptable 4.1 Prozent. Und jetzt legen sie mit einer weiteren Zinssenkung um einen weiteren halben Prozentpunkt nach? Bis Sommer 2009 bekommen die USA ein echtes Inflationsproblem — da erbt der nächste Präsident bzw. die nächste Präsidentin einen schönen Mist.

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten

Die Mighty Mighty Bosstones machen wieder Musik. Zusammen.

Lausiger Klang im Youtube-Video, aber es ist die Nachricht, die zählt.

Es lohnt sich also wirklich…

Eigentlich konnte ich mir nie vorstellen, dass die Abzocke per 0190 / 0900er Nummer wirklich funktioniert. Ich war immer der Meinung, so doof kann niemand sein, da anzurufen.

Nun habe ich aber eine Akte auf dem Tisch, die mich in Erstaunen versetzt und eines Besseren belehrt hat. Innerhalb kürzester Zeit hat in diesem Fall eine Firma mit insgesamt zehn solcher Rufnummern einen hohen fünfstelligen Betrag “erwirtschaftet”, ist nun aber ziemlich böse auf die Telefongesellschaft, die die angefallene Provision aufgrund offensichtlicher Rechtswidrigkeit nicht an die Abzocker weiterleiten will.

Das könnte interessant werden.

F.J.S. erklärt die Staatsverschuldung

30.01.2008 21:35 - Audiovideo, Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 9 Kommentare


Jo mei, des worn noch Zeitn… 1980, als Franz Josef Strauss mich einmal “unverschämter kommunistischer Saubub” nannte, Helmut Schmidt noch besser aussah (und wohl nicht im Traum daran dachte, einmal wegen öffentlichen Rauchens angezeigt zu werden)… und Politiker noch rechnen konnten…
(via roxomatic links)

P.S., Anmerkung für unsere bayrischen Leser: Falls Eana jemals a Schwarzer weismachen will, dass die gegen Steuererhöhungen sind – vergessts!

Völker hört die Signale

„Für mich sind die Zahlen ein historischer Moment: Erstmals seit fast 55 Jahren gibt es in den Ländern der ehemaligen alten Bundesrepublik wieder kommunistische Fraktionen.”

Herr Modrow, ehemals DDR, zum Erfolg der DIE LINKE.

Neben dem Kommunismusschrott finde ich die Formulierung “der ehemaligen alten Bundesrepublik” interessant. Da wird der ehemalige neue Klassenfeind verbal gleich mehrfach versenkt.

John McCain wird US-Präsident

15:38 - Liberté d'abord! by Oliver Luksic - 29 Kommentare

Ich wage jetzt einmal einen Tipp: John McCain wird der 44.Präsident der USA. Nach dem Vorwahl-Sieg in Florida wird er den Super Tuesday gewinnen und dann auch die Spendengelder einwerben, die viele Republikaner wegen der großen Unsicherheit bisher noch zurückgehalten haben. Mehrere Gründe sprechen meiner Meinung nach für John McCain. Der Wahlkampf dreht sich um die Themen Sicherheit und Wirtschaft. Zwar ist er auf letzterem Gebiet kein ausgewiesener Experte -Clinton und Obama sind es auch nicht- beide Themen sind aber traditionell eher Kompetenzen der Republikaner.

Eine Anti-Bush Stimmung wird den Demokraten nichts nützen, da McCain ausgewiesener Bush-Kritiker ist und die Lage im Irak sich verbessert. Den Kriegshelden McCain anzugreifen wird für die Demokraten schwierig. Im Gegenteil: mit seinen moderaten Positionen kann McCain in der Mitte stark punkten.

McCain hat 2 Schwachpunkte: sein Alter und die bis dato schwache Unterstützung der konservativen Basis. Gegen einen Demokraten wird sich dies aber relativieren. Gegen Barack Obama, der noch nicht mal eine Amtsperiode im Senat sitzt, kann er seine langjährige Erfahrung ins Feld führen. Die tiefe Abneigung vieler Amerikaner gegen die ehemalige First Lady würde die Republikaner wiederbeleben. McCain kann hoffen, dass diese gemeinsame Feindin die zerstrittenen Reihen hinter ihm noch einmal eint.

Amerika ist politisch ein konservatives Land. McCain hat sehr gute Chancen, die nächsten Wahlen zu gewinnen. Ich wage an dieser Stelle mal einen frühen Tipp und bin auf weitere Einschätzungen gespannt.

Konservative Familienpolitik

11:48 - London Calling by Oliver M.H. - 7 Kommentare

Konservativen Politikern war die Familienpolitik schon immer eine Herzensangelegenheit. Der britische Unterhausabgeordnete Derek Conway (54) hat jetzt allerdings mit einer Neuinterpretation des Begriffes “Familienpolitik” für einigen Wirbel in Westminster gesorgt, was seine politische Karriere wohl beendet haben dürfte.

Wie alle anderen Abgeordneten des Parlaments bezieht Conway eine Abgeordnetendiät von jährlich etwa £60.000. Das reichte ihm allerdings nicht aus, denn schließlich hatte er auch noch zwei erwachsene Kinder zu versorgen, die beide englische Universitäten besuchten. Und das ist teuer. Außerdem war da noch Mrs Conway, die er nicht beschäfttigungslos in seinem Wahlkreis Old Bexley and Sidcup zurücklassen wollte.

Über den Wolken

Was soll man dazu noch sagen? Ist es eigentlich erwartungstreu, daß das verantwortliche Reisebüro OssiUrlaub heißt?

Auch schön gesagt…

29.01.2008 18:56 - Statler & Waldorf by Statler - 2 Kommentare

These three candidates all offer the American public the prospect of experience and ability, and they offer the prospect of a new course for the Republican Party, which risks falling hostage to a bitter minority held together by an unpopular, angry ideology. Messrs. Giuliani, Romney, and McCain are, instead, not particularly ideological, except if ideology means an attachment to limited government and national honor. At their best, they have each espoused an optimistic, appealing worldview that embraces the rich diversity of American talent.

…von Ed Glaeser.

Schön gesagt…

German discussion of economic policy is appallingly demagogic. Neglect of economic reasoning has resulted in the threat of a maximum wage and passage of a minimum wage that will cost thousands of jobs.

…von Michael Burda.