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Zurückkehrendes Selbstvertrauen

10.01.2008 17:48 - Statler & Waldorf by Statler
As Americans, we have repeatedly done what others said was impossible. Gen. Petraeus and his troops are doing that again in Iraq today.

The Surge Worked, von John McCain und Joe Lieberman, im Wall Street Journal.

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9 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

david, 10.01.2008 19:31

Das sind natuerlich erst mal Anzeichen von einem Erfolg. Von so einem wuerde ich aber erst sprechen, wenn die Situation so stabil ist, dass der Irak nicht fuerchten muss, nach einem Truppenabzug sofort wieder von Terroristen ueberrannt zu werden, oder vom Iran kassiert zu werden.

Wahrscheinlich aber denkt das State Department gar nicht so weit. Dort war man ja auch der Meinung, einen “war light” ohne den Konsens des Pentagons fuehren zu koennen. Fuer wen hat sich dieser Rumsfeld damals eigentlich gehalten? Fuer Lawrence of Arabia?

Der momentane Erfolg zeigt, dass die Generaele des Pentagon von Kriegsfuerung einfach mehr verstehen,. Im Nachhinein ist das ein grosser Misserfolg fuers Rumsfeld, der das Pentagon so gerne zusammengestutzt haette.

 
Rayson, 10.01.2008 20:54

Stimmt, Rumsfeld bekommt dermaßen eine Realitätswatschn nach der anderen, dass eigentlich niemand mehr vom “alten” und “neuen Europa” sprechen sollte, selbst ironisch nicht.

Man muss es einfach so sehen: Der Schaden, den die USA mit einem Krieg gegen den Irak anrichten konnten, ist längst geschehen. Wenn sie jetzt aber unverrichteter Dinge abzögen, bliebe es auch dabei. Sie und der Irak haben jetzt nur noch eine Chance zum Guten: Erfolge der Besatzungstruppen im Kampf gegen die Terroristen und “Aufständischen”.

Meiner Meinung nach hat damals einen Fehler gemacht, wer für den Krieg gestimmt hat. Nur simpelste Gemüter können daraus aber schließen, dass ein Abzug die richtige Antwort auf diese Einsicht ist.

 
Gast, 11.01.2008 00:52

Nun ja, der Schaden, den die USA unzweifelhaft angerichtet haben, kann auch unter anderen Gesichtspunkten betrachtet werden.

Ich bin sicher dass dieser haette minimiert werden koennen, waere der Westen gemeinsam in den Irak gegangen. Nicht unbedingt nur aus militaerischer Sicht aber auch um Logistik, Planung und Exekution besser abzustimmen.

Der groesste Fehler der USA war deshalb nicht die internen Abstimmungen zwischen Pentagon und Washington sondern die fehlende diplomatische Bereitschaft die stoerrischen Europaer doch irgendwie an Bord zu bekommen.

Rayson, 11.01.2008 01:05

Das hätte Schaden geteilt, nicht vermieden.

Schlens, 11.01.2008 15:47

Rayson: Das haette den Schaden sicherlich nicht vermieden, allerdings haette staerkerer Rueckhalt im Westen und konstruktive Kritik bestimmt einen anderen Kriegsverlauf bewirkt.
Als sich das “Alte Europe” und die USA gegenseitig zerfleischt haben, waren doch Saddam und spaeter dann die Terroristen die lachenden Dritten.

Rayson, 11.01.2008 16:15

Vielleicht hätte etwas mehr europäische Unterstützung vorher den Krieg sogar vermieden. Kann sein. Aber die Entscheidung, ihn dann doch zu führen, wurde woanders getroffen.

 
 
 
 
Lemmy Caution, 11.01.2008 10:28

Selbst wenn sich die Lage im Irak ein wenig beruhigt, kann die Aktion nicht als Erfolg bezeichnet werden. Dieser Alleingang war an sehr vielen Stellen kostspielig. Für die verschiedenen, oft populistisch daherkommenden Anti-Amerikanismen (europäisch, islamisch, lateinamerikanisch) war es die permanente Steilvorlage.
Wie sehr mich angesichts der eigenen Hilflosigkeit in Nahost, auf dem Balkan und in Afrika der moralische europäische Zeigefinger angeekelt hat, ist der NeoCon Ansatz gescheitert. Ein bischen mehr Bereitschaft zu Kooperation und Respekt für unterschiedliche nationale und regionale Sichtweisen halte ich für erfolgversprechender. Die US-Bevölkerung würde das auf Dauer auch nicht tragen.

 

[...] Westler-Blogosphäre weist mal wieder auf die Verbesserung der Lage im Irak hin. So sehr es mich natürlich freut, wenn im Irak weniger Zivilisten [...]

 
Nummer 6, 11.01.2008 19:01

Der Einmarsch im Irak war vielleicht gar nicht der größte Fehler der USA. Es war die Gleichgültigkeit bis Häme, die die Besatzungstruppen walten ließen, als die Plünderungen und Schleifungen los gingen, und die USA der Welt und sich selbst mit den Bildern des marodieren Volkes beweisen wollten, dass sie recht und im Sinne der Bevölkerung gehandelt hatten. Bilder des Chaos, als dem totalitären System nachgereichtes Quasi-Plebiszit der Iraker. Leider war das extrem kindisch und führte nur zum allumfassenden Dammbruch der öffentlichen Ordnung, der bis heute anhält.

Was soll man da noch sagen? Ich glaube, dass je zivilisierter Staaten sind, desto weniger eignen sie sich für Angelegenheiten wie Krieg oder militärische Befriedungen à la Afghanistaneinsatz. Und wenn mann’s nicht kann, sollte man so klug sein und die Finger davon lassen. Aber das ist dann schon das Erste, was wieder nicht funktioniert …

 

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