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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Loony Pseudo-Austrians?

Statler, 18.01.2008

Die Leute vom Mises-Institut in Auburn, TX könnten ein Problem haben: Es scheint, als hätte ihr Chef Lew Rockwell seinerzeit die Verantwortung für die rassistischen Newsletter des heutigen Präsidentschaftskandidaten Ron Paul getragen.

During the period when the most incendiary items appeared—roughly 1989 to 1994—Rockwell and the prominent libertarian theorist Murray Rothbard championed an open strategy of exploiting racial and class resentment to build a coalition with populist “paleoconservatives,” producing a flurry of articles and manifestos whose racially charged talking points and vocabulary mirrored the controversial Paul newsletters recently unearthed by The New Republic.

Traurig für Ludwig von Mises, daß solche Leute sich in den USA anmaßen, sein intellektuelles Erbe zu verwalten.

Die Quelle ist kein linkes Kampfblatt, sondern das Reason Magazine, eine famose klassisch-liberale Zeitschrift.



3 Kommentare zu “Loony Pseudo-Austrians?”

  1. max

    Wir werden sehen was daraus entsteht und vor allem was Lew Rockwell dazu sagt. Ich wäre eher vorsichtig bei solchen Schmutz-Enthüllungsgeschichten…
    Es wäre natürlich Schade, wenn es tatsächlich so wäre. Denn neben Lew würde es eben auch das Mises Institut und andere Mitsschreiber auch betreffen, die eventuell gar nichts damit zu tun haben…

  2. Dagny

    Mal etwas ketzerisch: Was unterscheidet eine restriktive Einwanderungspolitik in den USA von einer restriktiven Einwanderungspolitk in Israel, welches sich dezidiert als religöser Staat versteht und sich einer ‘Wir-haben-mehr-Kinder-als-Ihr’ Strategie seiner Gegner gegenübersieht?

  3. DDH

    Christian Hoffmann schreibt auf Paxx.tv dazu:

    All dies ist aus einer libertären Perspektive eine sehr traurige Geschichte – sie wirft ein wirklich schlechtes Licht auf ein Institut, das ausgezeichnete Aufklärungsarbeit im Bereich der “Austrian Economics” leistet – und selbst der grosse libertäre Autor Murray Rothbard bleibt hier nicht unbetroffen. Vor allem aber ist nicht ersichtlich, dass bis heute in den genannten Kreisen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wurde (was die Weigerung der Betroffenen, zu einer Aufklärung beizutragen, erklärt). Im Gegenteil, die Strategie des “Flirten mit Rechtsaussen” wurde erkennbar in den letzten Jahren auch nach Deutschland exportiert. Aussagen wie diese sind heute etwa in der deutschen libertären Szene gang und gäbe:

    “State-enforced segregation,” Rockwell wrote, “was wrong, but so is State-enforced integration. State-enforced segregation was not wrong because separateness is wrong, however. Wishing to associate with members of one’s own race, nationality, religion, class, sex, or even political party is a natural and normal human impulse.”

    Beschreibungen wie diese klingen wie eine Blaupause für den aktuellen Kurs etwa von “eigentümlich frei”:

    Anyone with doubts about the composition of the “parasitic Underclass” could look to the regular “PC Watch” feature of the Report, in which Rockwell compiled tale after tale of thuggish black men terrifying petite white and Asian women.

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