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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Helge Schneider hat das Ohr am Zeitgeist

Statler, 26.01.2008

Der Bürger wird demnächst gar nichts mehr selber machen müssen. Der wird geboren, kommt in so einen Karton, fährt durch die Gegend, wird gepflegt, gefüttert, wird geschützt vor allen Dingen.

(via)

Unnötig zu sagen, daß ihm das nicht gefällt. Und ich freue mich schonmal darauf, ihn nächste Woche wieder live zu sehen.



6 Kommentare zu “Helge Schneider hat das Ohr am Zeitgeist”

  1. David

    Immer wieder groß.

  2. nstehlik

    Der Tugendterror wird langsam unerträglich.
    Ähh ist es schon!

  3. N. Neumann

    Ein Berliner Speise- und Kaltgetränkelokal, das ich gelegentlich besuche, könnte die (schon vor der Gesetzesänderung) zur allgemeinen Zufriedenheit räumlich relativ abgetrennten Raucher- und Nichtraucher-Bereiche ohne größeren Aufwand auch baulich abtrennen. Zwei kleine Gipswände, Tür – fertig.

    Würde das Lokal auch machen.

    Darf es aber nicht, weil die Nichtraucher auf dem Weg zur Toilette den Raucherbereich betreten müssten.

    Leider wäre wiederum ein Warnschild “Vorsicht Raucher! Betreten der Toilette auf eigene Gefahr!” verboten und der Bau einer veritablen Nichtrauchertoilette zu aufwändig.

    Wobei es rechtlich betrachtet schon interessant wäre, was passieren würde, wenn der Wirt die Bereiche räumlich trennen, das besagte Schild anbringen und draußen vor der Tür (noch auf seinem Grundstück) zwei Dixi-Klos für Nichtraucher bereitstellen würde.

  4. Statler

    Wenn es so ein Riesenbedürfnis nach Schutz vor Rauch(ern) gibt, dann frage ich mich doch wirklich, wieso es nie besonders viele freiwillige Nichtraucher-Kneipen gab. Rauchfreiheit scheint irgendwie doch immer ein sehr nachgeordnetes Bedürfnis gewesen zu sein.

    Auch von mir übrigens, als lebenslangem Nichtraucher.

  5. SteffenH

    Die Popularität des Rauchverbots scheint ein Ausdruck des Wunsches vieler Bürger nach Maßregelung anderer zu sein. Nur waren vor dem Rauchverbot in der offenen Konfrontation oder durch Abstimmung mit den Füßen die Kosten selbst zu tragen, weil man sich entweder unbeliebt gemacht hätte oder mühsam nach Nichtraucherkneipen hätte suchen müssen. Die Kosten haben Politiker den Leuten abgenommen, so dass jetzt jeder den Trittbrettfahrer spielt, das öffentliche Gut staatlicher Willkür konsumiert, aber die Kosten vermeintlich nicht trägt. Das kommt noch dicke hinterher, wenn es erst einmal möglich wird und im Trend liegt andere Leute für ihr Aussehen, ihre Meinung, Musik und andere Geschmacksfragen vor den Staatsanwalt zu zerren. Intoleranz ist ja bekanntlich nahezu grenzenlos.

  6. Jan Kayser

    Vielleicht liegt es dadran, dass man sich als Nichtraucher auch so zu helfen wusste. Das Problem lag in meinen Augen weniger am Rauchen als der schlechten Belüftung vieler Läden. Die Kneipen und Diskotheken die ich bis zum letzten Jahr wegen des blauen Dunstes gemieden habe, meide ich nun in der Regel wegen des Gestanks nach Schweiss und Urin. Der Qualm hat doch einiges überdeckt…

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