Super Bowl Preview 2

02.02.2008 16:17 - Statler & Waldorf by Waldorf - 13 Kommentare

Ich habe es extra noch einmal gezählt, morgen schauen Statler und ich also zum 18. Mal den Superbowl gemeinsam und wie eigentlich immer sind wir geteilter Meinung darüber, wer die Lombardi Trophy mit nach Hause nehmen soll.

Während Kollege Statler also die Giants bevorzugt, trotz des furchtbaren Traumas Anfang der 90er, bin ich ganz klar für die Patriots. Die Gründe dafür sind einfach:

1. Ich wünsche den Patriots schon deshalb den Sieg und die damit verbundene “perfect Season”, weil sie damit die Miami Dolphins von 1972 ablösen würden. Diese hatten damals immerhin 17 Spiele in Folge gewonnen, allerdings gab es damals noch keine Salary Cap und ein reicher Owner konnte sich so problemlos die besten Spieler zusammenkaufen. Das ist heute anders, die Parität der Teams ist zumindest im Hinblick auf das Potential der Spieler gegeben und somit die sportliche Leistung der Patriots viel höher einzuschätzen. Dazu ertrage ich es auch schon lange nicht mehr zu sehen, wie sich die Spieler der 72er Dolphins jedes Jahr mit Schampus voll laufen lassen, nur weil das letzte niederlagenfreihe Team endlich verloren hat.

2. Die Patriots sind keine Streber. Sie sind nur das mit Abstand am besten gecoachte Team der Liga – und interessieren sich keinen Deut dafür, was man in der Liga über sie denkt. Führen sie mit 20 Punkten, wird weiter kräftig gepunktet und der ganze ungeschrieben Fairplay Quatsch ignoriert. Es geht allein um den Sieg – und wer selbst einmal ernsthaft einen Sport betrieben hat wird wissen, dass es allein darum geht.

3. Quarterback Tom Brady ist so fies, dass es schon wieder cool ist. Während die Manning (Archie, Eli und Peyton) Sippe täglich mit irgendwelchen gutmenschlichen Taten in den Medien erscheint, spricht Brady kaum mit der Presse, hat dafür aber seine Ex Bridget Moynahan (aus I Robot) geschwängert, während er schon mit Gisele Bündchen zusammen war. Sonderlob!

4. Randy Moss, die Spinne, ist einfach der zur Zeit mit Abstand beste Receiver der NFL. Egal ob er von zwei oder drei Gegenspielern gedeckt wird, Randy ist und bleibt zu jeder Zeit gefährlich. Manchmal sieht es fast schon zu einfach aus, wie er die Bälle in der Endzone herunterfischt. Ähnlich gut ist nur noch Wes Welker, der Slot Receiver, den andere Teams wie die Chargers nicht haben wollten und die Dolphins für fast nichts nach New England getradet haben. Nur um mit anzusehen, wie Welker die NFL in Passfängen anführt.

Meine Vorhersage:Die Giants haben nur dann eine Chance, wenn sie mit ihrer Front Seven Druck auf Brady machen können. Das wird ihnen nicht gut genug gelingen.

Deswegen: Patriots 35 – Giants 17.

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13 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

max, 02.02.2008 16:51

Bei dieser ganzen Begeisterung für Football und den Superbowl muss ich mich als Basketball-Fan auch mal als Bremser auftun. Denn letztlich stimme ich doch hier mit George Carlin überein, der eindeutig den Kriegscharakter und Nationalismus im Football hervorhebt ;)

Da lob ich mir doch ein körperloses (wenn nicht gerade die spieler in der Halbzeit sich gegenseitig verprügeln) Spiel wie Basketball, dass von Geschwindigkeit und schnellem Spiel genauso lebt, wie von der richtigen Strategie und zwar ganz ohne eine ganzkörper-kevlar-weste zu tragen =)

Alexander, 04.02.2008 10:26

Aus den gleichen Gründen mag ich einen Sport wie Basketball auch und gehöre nicht einmal zu den schlechtesten, obwohl ich ziemlich klein bin. Wenn ich aufdrehe, treffe ich schon sieben, acht neun Stück in Folge.

Waldorf, 04.02.2008 13:20

Basketball mag ich auch. Jetzt, wo die 30 überschritten sind, halten die Knochen bei mir auch kein Football mehr aus. Aber einmal die Woche Basketball ist drin und macht auch richtig Spass.

 
 
 
Marius, 02.02.2008 17:14

Von der sportlichen Seite mag der gute Waldorf recht haben und bei der Miami Dolphins Sache kann ich auch nicht anders als zustimmen. Aber dennoch kann ich Tom Brady nicht leiden und ärger mich, wenn er schon mit 25 Hall of Fame tauglich ist.

J E T S
Jets
Jets
Jets

Waldorf, 02.02.2008 18:04

Na gut, wirklich leiden kann ich ihn auch nicht. Aber besser als jeder Manning Clone.

 
 
Marius, 02.02.2008 17:19

Wobei eine Sache immer wieder erfreut: Dynasty hin oder her, in Stein gemeißelt ist nichts in der NFL. Wer redet noch von den 49ers und die Cowboys werden auch nichts reißen, solange Tony sich von seiner Freundin verkloppen läßt. Also noch ein paar Jahre den Streber ertragen und dann kommt die nächste Generation von Favres und anderen Haudegen, die Football wieder als Männerspiel begreifen.

 
DDH, 02.02.2008 17:43

Immerhin, hier tut unsereiner (Lebensmotto – frei nach Sir Winston – No Sports) was für seine Allgemeinbildung. ;-)

Noch zur Ergänzung: http://independentcountry.blogspot.com/2008/02/super-bowl-predictions.html

 
sebastian, 04.02.2008 04:05

Was ein Spiel!

Wahnsinn.

Die Patriots haben leider leider leider verloren.

Aber so ein spannendes Spiel auch wenn die Patriots verloren haben, war das Wahnsinn!

 
Alexander, 04.02.2008 10:24

Diese Weicheier tragen ja einen Helm. Beim Rugby gibt’s kein Helm. Ich wette, Sebastian Chabal alleine reicht aus, um die Patriots zu vermöbeln.

Waldorf, 04.02.2008 13:21

Naja, so eine “Was ist härter” Diskussion macht wenig Sinn, deswegen werde ich sie auch nicht führen. Rugby verdient jedenfalls auch eine Menge Respekt.

 
Taylor1944, 04.02.2008 20:10

Na ja,
Chabal muß nicht unbedingt in Aktion treten, seine Präsenz ist vollkommen ausreichend. Nicht umsonst wird er ja auch “das Tier” genannt.
http://tinyurl.com/38fu7c

 
 
Marius, 04.02.2008 13:49

Rugby ist sicher härter. Und da gestern auf DSF Jürgen Klopp Rugby härtemäßig mit Fußball ebenbürtig sah, könne wir feststellen: Fotball ist ein Weibersport, gespielt von Heulsusen und Petzen.

 
benni, 13.02.2008 19:43

Geiels Spiel aber warum nur zu so unmöglichen Zeiten ?

 

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