Jeder ordentliche Katholik fängt am Aschermittwoch mit dem Fasten an. Traditionell, indem er auf Fleisch (und oft auch Alkohol) verzichtet. Modern, indem irgendein anderer Verzicht geübt wird — kein Auto, kein Fernsehen, kein Radio oder: kein Computer.

Na gut, so weit will ich nicht gehen. Aber hier kommen gerade mehrere Dinge zusammen. Zunächst ein genereller Überdruß an der politischen Blogosphäre in Deutschland. Diskussionen wie die dort drüben sind symptomatisch für eine Diskussionskultur, die nervt. Und es sind immer die gleichen Reflexe. Das langweilt. Die Blogosphäre könnte dem zivilisierten Austausch konträrer Standpunkte dienen, stattdessen arten politische Auseinandersetzungen immer schneller zu moralischen Vernichtungsfeldzügen aus, in denen es weniger um Diskussion geht als darum, den „politischen Gegner“ irgendwie zum Schweigen zu bringen.

Dazu kommt noch dies und das außerhalb der Blogosphäre, Dinge, die Zeit beanspruchen und nicht ganz unproblematisch sind. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich gönne mir eine Blogfastenzeit. Und Ostern, oder kurz danach, sehen wir dann mal weiter.