Deutschland, die fiskalische Grossmacht
Die deutsche Steueraffäre ist selbstverständlich auch in der Schweiz ein Thema. Derzeit halten sich zwar alle in Deckung – aber ausser ein paar Sozialdemokraten, die am liebsten schon morgen der EU beitreten würden (okay, das sind noch ein paar von der FDP mit dabei), ist der Ärger über das deutsche Vorgehen gegenüber Liechtenstein doch recht verbreitet.
Die Sache ist ja irgendwie interessant. Denn plötzlich tut Deutschland so, als wäre das Land eine wirkliche Grossmacht (wir hatten ja kürzlich hier eine Diskussion über die Rolle der BRD in Afghanistan). Da tun die Politiker von links bis rechts verbal plötzlich so, als sei man die USA. Gut, der Bonsai-Massstab stimmt ja irgendwie – Deutschland, die fiskalische Grossmacht gegen Liechtenstein, das Land mit Banken of Mass Destruction.
Die Frage ist die, ob das Deutschland auf die Dauer auch durchhält. Und da gibt es doch erhebliche Zweifel. Denn Liechtenstein ist gar nicht das eigentliche Problem. Wenn schon müsste man auf England eindreschen mit seinen vorgelagerten Steuerinseln. Da wird man sich wohl hüten. Oder will man es sich gar mit Luxemburg verscherzen? Oder mit Singapur?
Was wird nach all dem Getöse bleiben? Nichts. Irgendwann kippt die ganze Sache und läuft innenpolitisch aus dem Ruder. Spätestens nach den Wahlen in Hamburg werden sich einige bürgerliche Politiker am Hinterkopf kratzen und laut zu pfeifen beginnen.
Denn wenn da tatsächlich tausend hochkarätige Adressen auf dieser CD sind, dann möchte ich mal erleben, welche Regierung den Mut hat, ein derartiges Erdbeben auszulösen. Gerade dann, wenn auch hochgestellte Staatsdiener oder gar Politiker auf der Liste zu finden sind (beides mit Garantie).
Wenn man also jetzt einen Krieg mit Liechtenstein anzettelt, dann doch vor allem deshalb, weil man von innenpolitischen Problemen ablenken will. Das Problem liegt in Deutschland. Es ist das Steuersystem, das die Leute zum mogeln bringt und nicht das Angebot der Liechtensteiner und Engländer und Luxemburger und Singapurer (und Schweizer).
SPIEGEL ONLINE: Steuerhinterziehung ist längst ein Volkssport?
Schneider: So wird es von drei Vierteln aller Deutschen praktiziert und empfunden. Die meisten haben ja einen offiziellen Job und arbeiten dann eben nach Feierabend oder am Wochenende schwarz. Weil sie in ihrem offiziellen Job Steuern zahlen, haben sie kein Unrechtsbewusstsein.
Nur eine radikale Steuerreform wird diesen Sumpf trockenlegen.








Zum gleichen Thema hatte ich mir auch ein paar Gedanken gemacht…
Langsam mache ich mir wirklich sorgen. Hängt ihr Schweizer auch weiße Bettlaken aus euren Fenstern wie damals die Linken hierzulande?
Ich weiss noch zu wenig über das Thema, als dass ich mir wirklich substantielle Aussagen zutraue, aber irgendwie ist es schon verdächtig, dass dieses erstaunliche Cluster an überlegener Banking Expertise namens Liechtenstein mir ihrem Service für Ausländer offenbar ein bischen so umgeht wie Putins Rußland mit Erdgas: Je nach Ursprungsland des Kunden gelten da andere Regeln.
http://tinyurl.com/2sxpt7
> Nur eine radikale Steuerreform wird diesen Sumpf trockenlegen.
Bitte, bloß keine Steuerreform mehr. Bei der letzten wurde die Mehrwertsteuer auf von 16% auf 19% erhöht. Mag sein, daß in anderen Ländern eine Steuerreform mit einer Steuervereinfachung oder -senkung zu tun hat. Nicht so in Deutschland.
Diese unsägliche Situation, die Arroganz gegenüber der Schweiz und Liechtenstein, haben wir nicht zuletzt auch unseren Neocon-Freunden zu verdanken, die von der Merkel den Hals nicht vollkriegen können:
http://110349.spreadshirt.net/de/DE/Shop
Guckt fast ‘n büschn wie Ayn Rand (nein, ich meine jetzt nicht die Daffy links oben, sondern das Merkel auf den Shirts *wegduck*)
Und, lieber Michael: Du bist ein kollektivisierendes Lästermaul vor dem Herrn. Nicht dass mich das stören würde – aber stört es *Dich* nicht?
:D
Hallo?
Ich hab’ die Teile doch nicht NEOCON-Shirts getauft. Das war David Harnasch.
@Michael: Full Ack!
Und die jetzt antiimperialistische Krokodilstränen vergießen, siehe fdog!
Liechtenstein ist nunmal eines der wenigen Länder, die wir notfalls militärisch niederringen können, ohne uns bis auf die Knochen zu blamieren (vor allem deshalb, weil es über keine Streitkräfte verfügt). Die Schweiz ist da schon ein ganz anderes Kaliber.
Oh my God: Ich stelle mir gerade Manfred vor, wie er mit grimmigem Blick vor Friedlingen zwei Panzerbataillone des bewaffneten Finanzsturms mit Hellebarde und Laptop in Schach hält…
Manfred ist der Erste, der vor dem Anblick einer deutschen Waffen-SF* mit seinem schnellen Wagen Reißaus nähme… ;-)
* = SteuerFahndarte
Aber hallo: Als (fast) richtiger Schweizer habe ich selbstverständlich nach dem Abschied aus dem Militär meine Dienstpistole behalten dürfen. Also nix da von abhauen. (Agesehen davon fahre ich jetzt einen X3 aus dem Hause Bi-em-dabelu.)
Als AUNS-Mitglied würde sogar ich dann eine Knarre in die Hand nehmen! Um die Schweiz gegen die eurofaschistischen Eindringlinge zu verteidigen!
Verletz Dich aber nicht selbst Dominik. Und ist Deine wichtigste Waffe nicht das Zitat? Schleudere den Invasoren Murray entgegen! Sie werden mit filegenden Fahnen umkehren und einer neuen Freiheit entgegenlaufen. Die Offiziere bekommen Hoppe (obwohl: verstösst der nicht gegen die Genfer Konvention?)
(Anmerkung: die Ironie-Tags hast *Du* gesetzt, DDH, mit den “eurofaschistischen Eindringlingen”)
Dass ausgerechnet Statler _jetzt_ blog-fasten muss, ist der Treppenwitz des A’teams ;-))) – das nur mal so OT allgemein eingeworfen.
Fasten? Ha! Neulich erst habe ich ihn im Rotlichtmilieu gesehen, da wo die Realität verschoben ist. Aber gerade diese nicht unsympathische Inkonsequenz zeichnet die Katholen ja auch aus :D
Bald wird man in den Schweizer Banken, Steuerberatungsunternehmen und Vermögenverwaltungsbuden nicht mehr vor der Lohnrunde ganz beiläufig sagen: “Ich hab’ übrigens gestern abend einen Anruf von einem Headhunter gekriegt…” sondern “Hey, gestern hab ich da so ein lustiges Mail vom BND erhalten”…
“Denn wenn da tatsächlich tausend hochkarätige Adressen auf dieser CD sind, dann möchte ich mal erleben, welche Regierung den Mut hat, ein derartiges Erdbeben auszulösen.”
Ich ahne ja wie es in der Schweiz läuft (bestimmt irgendwie concordial ;), in Deutsch aber haben wir eine ziemlich klare Trennung zwischen Politik und Strafverfolgungsbehörden. Wenn da beweisfähiges Material vorliegt, dann fangen die Strafverfolger an zu arbeiten und sind nur noch schwerlich zu stoppen (besonders fleissig hier die Bochumer ;).
Ja, wie lebt es sich denn in einem Land, das einen Großteil seines Vermögens durch diskrete Vermögensverwaltung (indirekt auch auf Kosten anderer) erzielt hat?
Hervorragen. Allein im zweiten Quartal des letzten Jahres – aktuellste Datenerhebung – wanderten 12.000 weitere Bundesbürger in die Schweiz ein. :)
Übrigens, und damit etwas ernsthafter, hat die EU bis heute ein die Dinge regelndes Abkommen mit der Schweiz nicht unterzeichnet. Das Dossier liegt seit gut zwei Jahren in den Schubladen.
So dringlich scheint die Angelegenheit für die anderen doch nicht zu sein.
Heute melden die hiesigen Zeitungen, dass Gelder aus der Schweiz nach Panama und Singapur verlagert werden.
Merke: Geld findet immer einen sicheren Hafen.
Merke zwei: Wer das verhindern will, muss an der Quelle nachbessern.
Merke drei: Bei den Steuern ist es wie beim Preis für irgendeine Ware: Ist er zu hoch, weichen die Kunden auf andere Produkte aus oder die Konkurrenz drückt neue Produkte als Alternative in den Markt.
Aber das kapieren Politiker, die ja ein Monopol bewirtschaften, nie. Die Strategie läuft in Deutschland so, dass alle ins gleiche Kartell eingebunden werden sollen. Das ist die grosse Illusion. Das wird nie und nimmer geschehen. Es wird immer Länder geben, die Ausweichmöglichkeiten bieten. So einfach ist das.
Gibt´s irgendwo eine Quelle für die 12.000 Bundesbürger in einem Quartal? Das wäre auf das Jahr hochgerechnet fast eine Vervierfachung gegenüber 2005 !?
Also nochmals genauer:
Einwanderung von Deutschen Staatsbürgern
2006: 15.000 Personen;
2007: 29′309 Personen
Bevölkerungsanteil aktuell 12,9%
http://www.cash.ch/news/story/450/161310/6/6
http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/6892.pdf
Es wird immer Länder geben, die Ausweichmöglichkeiten bieten. So einfach ist das.
Wenn ich so zurückdenke, wurde ich mit dem System als erstes bei Banditos-Western bekannt. Die Bösewichte kommen über die Grenze, überfallen die amerikanischen Banken und Postkutschenreisenden, um dann in wilder Flucht über den Rio Grande die sichere Zuflucht zu erreichen.
Die Sympathien lagen mal so mal so. Als Alternative für eine gesamte Zivilgemeinschaft eignen sich solche Systeme allerdings nicht. Auch hat es wenig Sinn Bankraub und Gewalttätigkeiten straffrei zu stellen, weil es ausländische Fluchmöglichkeiten gibt.
Speziell fürs Steuersystem muss man nun leider mal zugeben, dass jeder Staat finanziert werden muss und dass es für kleine Staaten sehr verlockend ist, bei den großen Nachbarn den Rahm abzulassen und sich’s von den Ministeuern dann blendend gehen zu lassen.
Die moralischen Verhältnisse sind, wenn man mal das süffisante Verständnis für Geiz weg lässt, klar — denke ich. Dass die kleineren Staaten weiterhin ihre Chancen suchen werden und sie ergreifen, wenn sie billig zu haben sind, ist ebenso klar.
Nun kann jeder seine Sympathien vergeben, wie ihn selber der Geldbeutel drückt. Bei den Meisten wird es aber so sein, dass sie für die Löcher einstehen müssen, die die ins Ausland verbrachten Gelder in der hiesigen Staatskasse hinterlassen. Der Staat hört ja nicht beim betrogenen Finanzamt auf. Der Staat sind ja wir (auch wenn sich die ortsansässige Leserschaft vermutlich sträubt bis ekelt vor solch kollektivistischen Anschauungen).
> Bei den Meisten wird es aber so sein, dass sie für die Löcher
> einstehen müssen, die die ins Ausland verbrachten Gelder in
> der hiesigen Staatskasse hinterlassen.
Aber das will doch niemand, der gegen Steuern ist. Ich will doch nicht, daß irgendjemand anders Steuern zahlt, wenn ich keine zahlen muß.
Niemand soll Steuern zahlen – ausnahmslos. Das ist gerecht.
Die Löcher in der Staatskasse entstehen doch auch nicht, weil Menschen Geld ins Ausland bringen, sondern weil der Staat mehr Geld ausgiebt, als er erpressen kann.
Das ist als würde man dem Pizza-Bäcker vorwerfen, daß sich der Obermafioso seinen Urlaub im Ritz nicht mehr leisten kann, weil er ihm nicht genug Schutzgeld bezahlt.
Und dann on top wirft man dem Pizza-Bäcker auch noch vor, daß sein Kollege deshalb mehr Schutzgeld zahlen mußte.
Ich weiß nicht, wie man auf solch Gedanken kommen kann, aber man muß die Moral auch mal wieder vom Kopf auf die Füße stellen.
Wenn man nicht will, daß die anderen die sog. “Löcher” der Steuermafia stopfen müssen, dann braucht man ihnen lediglich die Steuern zu erlassen.
Und Raub und Diebstahl mit Steuerhinterziehung zu vergleichen, das ist nun wirklich das letzte.
Das ist als würde man jemanden der überfallen wird, auch noch dafür einbuchten, daß er wegläuft.
Es ist doch der Erpresser der hier die Gewalt ausübt und nicht der Erpreßte.
Hier muß man mal klar Täter und Opfer benennen.
Wenn man dich so liest, kann man gut nachfühlen, wie es zu Wildwestzeiten zur Lynchjustiz gekommen ist: Alles was den eigen Interessen zuwiderläuft darf abgeknallt werden. Als Rechtfertigung ist jede Sinnverdrehung gut, wenn sie nur deftig ist.
Es lebe der Rechtsstaat, auch wenn er Geld kostet.
Genau so war es zu Wildwestzeiten nicht. Dazu empfehle ich das Buch
The not so wild wild West
http://www.buchausgabe.de/shoproot/773item.html
Gegen niemanden, der sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, darf Gewalt angewendet werden.
Genau das aber machen die Finanzbehörden. Sie wenden, um Deinen Ausdruch zu benutzen, aus eigenen “Interessen”, oder noch besser, aus niederen Beweggründen, nämlich Geldgier, Gewalt gegen andere an.
Ein Unternehmer, der Geld will, produziert. Eine Finanzbeamter, der Geld will, bedroht.
_Das_ ist moderne Lynchjustiz.
Ich werde jetzt auch bald gelyncht:
Das faschistische Schweinesystem will mir seine SA schicken:
http://www.perspektive2010.org/blog/2008/02/21/doppelauszeichnung-fuer-dominik-hennig-gerbrunn/
Es wird Zeit für einen WEHRHAFTEN Libertarismus!
http://dominikhennig.blogspot.com/2008/02/heil-hubertus.html
Genau so war es zu Wildwestzeiten nicht. Dazu empfehle ich das Buch
Wie’s zugeht, wenn die Ordnungsmacht nicht funktioniert oder nicht funktionieren will, kann man heutzutage gut z. B. in einigen Staaten Afrikas oder im Irak beobachten. Da braucht man keine historischen Betrachtungen aus zweiter und dritter Hand.
Gegen niemanden, der sich nichts zu Schulden kommen lassen hat, darf Gewalt angewendet werden.
Genau das aber machen die Finanzbehörden.
Heute wird niemand Gewalt angetan. Falls du meinst, dass Steuerhinterzieher ins Gefängnis wandern können, das kann auch passieren, wenn man seinem Chef Geld aus der Kasse klaut und andere Rechnungen nicht bezahlt oder gegen andere gesellschaftliche Vereinbahrungen verstößt. Das ist geregelt und nennt sich Rechtssystem.
Wer grundsätzlich die Gesetze eines Landes nicht anerkennen will, sollte auswandern, statt Biertischrevoluzzersprüche zu produzieren und weiterhin gemütlich im gemachten Nest der verabscheuten Zweckgemeinschaft Staat zu hocken.
Wer jegliche Verantwortung und Partizipation anderer menschlicher Individuen entgehen möchte, muss heute nach Kanada, Alaska, Sibirien oder einer ähnlich verlassenen Gegend. Nur dort kann er ganz auf sich selbst gestellt leben und ist niemanden etwas schuldig.
… Geldgier ..
Der Geldgier-Vorwurf funktioniert in beide Richtungen.
_Das_ ist moderne Lynchjustiz.
Wie gesagt, als Bürger eines Landes, ist man immer den gesetzlichen Vorschriften unterworfen. Wenn einem das im einen Land nicht passt, muss man wo anders hin. Diese mein-Staat-behandelt-mich-ungerecht-Weinerei und ich-mag-aber-trotzdem-hier-bleiben-Inkonsequenz ist ziemlich peinlich und infantil.
”
Merke: Geld findet immer einen sicheren Hafen.
Merke zwei: Wer das verhindern will, muss an der Quelle nachbessern.
”
Da liegt ein Widerspruch vor. Wäre die Quelle bspw. mit einem einfachen, praktikablen und akzeptierten Steuersystem ausgestattet, dann würde das Geld also auch abhauen.
”
Merke drei: Bei den Steuern ist es wie beim Preis für irgendeine Ware: Ist er zu hoch, weichen die Kunden auf andere Produkte aus oder die Konkurrenz drückt neue Produkte als Alternative in den Markt.
”
Ja, ist das Risiko null, dann verschwände das Geld in jedem Fall in die Schweiz, nach Monaco, auf die englischen Inseln oder eben nach Liechtenstein.
Es ist zu einfach zu behaupten, dass Deutschland ausschliesslich selbst ursächlich ist an der gegebenen Lage. Selbstverständlich ist das Besteuerungssystem eine Katastrophe, aber was die Schweiz und Liechtenstein tun (“Steuerhinterziehung als Vergehen, daher keine Amtshilfe” u.a.) ist – wie man heutzutage unter Sozen so schön sagt – asozial. Hier müssen also aus deutscher Sicht Regelungen erzwungen werden. Im Sinne guter Nachbarschaft natürlich, also mit wirtschaftlichem Druck hantieren, das wäre dann legitim und würde von den betroffenen Staaten auch akzeptiert und verstanden werden.
Asozial – immerhin hat die Schweiz letztes Jahr fast 30.000 Bundesbürger bei sich aufgenommen. Gut, die arbeiten und liefern Steuern ab (ich denke doch mal, dass die diese schlechten Steuerangewohnheiten nicht auch noch bei uns praktizieren) und machen sich überall nützlich. ;))
Nur mal interessehalber, mein Beitrag oben wurde doch vom System nicht angezeigt, aber auch nicht moderiert (zumindest nicht für mich nachvollziehbar), was ist da passiert?
> in Deutsch aber haben wir eine ziemlich
> klare Trennung zwischen Politik und
> Strafverfolgungsbehörden.
Jetzt haben wir aber alle herzlich gelacht.
Die Staatsanwaltschaft ist in Deutschland weisungsgebunden (im Gegensatz zu den Richtern).
Wenn der Minister es nicht wünscht, gibt es auch keine Ermittlungen.
Und das hat man auch schon an diversen Beispielen in der Praxis gesehen:
Flick hatte an alle drei damalige Bundestagsparteien gespendet. Ermitteln ließ das damals SPD-Ministerium in NRW letztlich nur gegen FDP-Politiker.
Der Skandal um die Berliner Bankgesellschaft wurde nie aufgearbeitet, da hatten CDU und SPD ein gemeinsames Interesse.
Der Skandal um die CDU-Schwarzkonten in Hessen wurde letztlich auf Order des CDU-Ministers unter den Teppich gekehrt.
Und auch jetzt ist auffällig, daß mit Zumwinkel ausgerechnet ein “Täter” vorgeführt wurde, der beim Finanzminister in Ungnade gefallen war.
“Die Staatsanwaltschaft ist in Deutschland weisungsgebunden (im Gegensatz zu den Richtern).
Wenn der Minister es nicht wünscht, gibt es auch keine Ermittlungen.”
Das ist formal richtig, aber ein Minister kann hier nicht eingreifen ohne pol. Selbstmord zu begehen. Insofern ist das Argument an dieser Stelle kraftlos.
“Und auch jetzt ist auffällig, daß mit Zumwinkel ausgerechnet ein “Täter” vorgeführt wurde, der beim Finanzminister in Ungnade gefallen war.”
Richtig, da schimmerte ein Funken Gerechtigkeit auf. ;)
Das Gegenteil ist natürlich richtig, weil kein Minister das so offen macht. Und auch nicht nötig hat. Es reicht völlig seine Meinung in irgendeiner Form dem Staatsanwalt zukommen zu lassen. Und keiner wird dagegen verstossen, die wollen nämlich durchaus auch Karriere machen und haben keine Lust die nächsten 20 Jahre Verkehrsdelikte zu verfolgen.
Und was ist mit der Variante “diskrete Hinweise an die Öffentlichkeit” durch die Angewiesenen?
Es soll ja auch Enttäuschte geben oder Karrieristen mit einer anderen Planung als unter dem gerade gegebenen Minister nach oben zu kommen? Oder ethisch Motivierte?
Mir scheinen die Strafverfolger mit den Medien recht gut vernetzt zu sein.
Was beweist denn ein solcher Hinweis ? Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich der Journalist auf jemanden namentlich berufen kann (unwahrscheinlich genug), dann beweist das immernoch null. Ausser das jemand dumm genug war gerade seine Karriere zu zertrümmern. Ein solcher Hinweis ist nicht mehr wert, als wenn der Journalist sich den einfach ausdenkt, weil er naheliegend ist.
Solange die Exekutive in Deutschland die Justiz besetzt, so lange ist eine Unabhängigkeitsannahme unsinnig. Und sie wird nicht durch die Presse hergestellt.
Der Preis, den ein Minister zahlen müsste um unliebsame Ermittlungen abzublocken kann zu hoch sein. Aus diesem Grund ist es für den Minister oft nicht ratsam das zu versuchen.
Übrigens wäre eine von allem unabhängige Exekutive auch nicht so toll, man stelle sich pol. motivierte (bspw. linke, die tun sowas ;) Ermittler vor, die jahrelang bestimmte Sachverhalte bearbeiten (und dabei die Presse auf dem Laufenden halten). :(
Es ist ja schon teilweise zum Kotzen was die (unabhängige) Richterschaft so abliefert. Da werden Gesetze neu interpretiert, da gibts Beispiele noch und nöcher, schlimm auch gerade das BVG (Gabs da nicht mal die Tendenz der Selbstbeschränkung unter Bender?).
Neskovic und Däubler-Gmelin fallen mir da sofort ein.
> Der Preis, den ein Minister
> zahlen müsste um unliebsame
> Ermittlungen abzublocken kann
> zu hoch sein.
Da bisher noch nie ein Minister einen solchen Preis zahlen mußte, sind Deine Überlegungen einfach realitätsfern.
Es ist gängige Praxis in Deutschland, daß die Politik unliebsame Ermittlungen abwürgt (habe ich übrigens auch schon kommunal erlebt).
Man kann das jetzt gut oder schlecht finden im Sinne Deines letzten Beitrags – aber Deine Eingangsbehauptung oben (verbunden mit halbseidener Beleidigung der Schweiz) war sachlich falsch.
“Man kann das jetzt gut oder schlecht finden im Sinne Deines letzten Beitrags – aber Deine Eingangsbehauptung oben (verbunden mit halbseidener Beleidigung der Schweiz) war sachlich falsch.”
Na gut, ich lass mich da mal überzeugen. Bin vermutlich zu staatsoptimistisch. Das geht dann wohl nicht über Weisungen sondern über bestimmte Sprachregelungen.
Aber die Position der Schweiz habe ich richtig beschrieben.
Nennt mich naiv.
Viele höchst unterschiedliche Individuen treffen die Entscheidung, Geld am Fiskus vorbei zu schmuggeln. Ich vermute, dass durch entsprechende Vereinbarungen mit den zur Zeit in Europa wohl erfolgreichsten Steueroasen und dem aktuellen Diskurs in Deutschland insgesamt weniger Geld rechtswidrig verschoben wird. Europäische Einigungen könnten dann die Basis für Vereinbarungen mit Panama, etc. bzgl. der Kooperation von Banken mit Steuerbehörden bilden.
Ein vollkommener Schutz bietet dies natürlich auch nicht. Darum gehts mir auch gar nicht.
Ist so ähnlich wie bei den geistigen Eigentumsrechten, für die es ja auch internationale Verträge gibt, deren Einhaltung übrigens auch von der Schweiz eingeklagt wird. Wieso eigentlich? Ist es nicht irgendwie unnatürlich, dass man Medikamente nicht einfach analysieren und nachbaeun kann? Die Verträge zu geistigen Eigentumsrechten werden auch in zahlreichen Staaten verletzt, bieten aber eine gewisse Barriere, die bestimmte Aktivitäten eindämmen. So einfach ist das.
Das ist eigentlich eine interessante Frage, ob wirklich weniger Geld verschoben wird. Es spricht einiges dafür. Aber auch einiges dagegen.
Die ganze Debatte der letzten Woche trägt mit Sicherheit nicht dazu bei, dass die “Reichen” sich mehr an irgendeine soziale Verantwortung gebunden fühlen. Das Gegenteil dürfte richtig sein. Wer bisher ehrlich war und öffentlich so gescholten wird, der wird sogar noch weniger Verantwortung emfinden. Und vielleicht jetzt gerade sein Geld (oder auch sich selbst) ausser Landes schaffen. Wer sieht wie sich die letzten 10 Jahre entwickeln und die aktuelle Geschichte ist ein guter Stein in diesem Weg, der kann sich die Zukunft auch sehr schwarz vorstellen, selbst ohne eine Volksfront Regierung 2009. Und dann kann sich ebenso schnell eine “Rette sich, wer kann” Mentalität ausbreiten.
In den letzten 10 Jahren ist der Druck auf den “Steuervermeider” mehr und mehr erhöht worden. Es wäre interessant zu ermitteln, ob die Kapitalströme ins Ausland in dieser Zeit zu- oder abgenommen haben.
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In den letzten 10 Jahren ist der Druck auf den “Steuervermeider” mehr und mehr erhöht worden. Es wäre interessant zu ermitteln, ob die Kapitalströme ins Ausland in dieser Zeit zu- oder abgenommen haben.
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Aua. Das klingt aber nach einem sehr groben Einsatz volkswirtschaftlicher Analysemethoden.
Werd mich hier rar übrigens machen. In irgendeinem der Econtalk Podcast gings mal um eine Untersuchung, dass Diskussionsgruppen mit einer recht einseitigen politischen Ausrichtung zu deutlich radikaleren Ausrichtung gelangen als gemischte Gruppen. Und ich schätze Radikalität mit zunehmenden Alter immer weniger.
Zunächst mal ist es kein Einsatz von Irgendetwas, sondern eine Frage, von Methodik kann da noch keinerlei Rede sein. Trotzdem finde ich den Vorwurf etwas seltsam, weiter oben gibts Du eine Antwort auf diese Frage (allerdings ohne Beleg) und hast auch gleich die Ursache dafür parat. Ich bezweifele das aber. Und deshalb frage ich.
Wenn Du keine Antwort hast ist das für mich okay, ebenso wie die Antwort “ich glaube das es so ist, auch wenn ich es nicht belegen kann” (so verstehe ich deine ursprüngliche Aussage). Nichtsdestotrotz finde ich die Frage spannend.
Es ist durchaus nicht so selten, dass man mit einer gut gedachten Maßnahme genau das Gegenteil vom angestrebten Ziel erreicht. Ob zunehmender Druck auf “Reiche” dazu gehört, weiss ich nicht, ich denke es spricht einiges dafür und einiges dagegen. Die Frage empirisch zu untersuchen erscheint mir daher erheblich zielführender zu sein, als ein “Ich geh jetzt wo anders spielen, weil ihr mir zu gemein seit”.
Mag daran liegen, dass ich, umso älter ich wurde, ein immer grösserer Anhänger von radikaler Wahrheit, radikalen Bürgerrechten und radikaler Freiheit wurde.
> ähnlich wie bei den geistigen Eigentumsrechten
Genau, die sind nämlich genau so ein Blödsinn wie Steuern. Oder wie Pete Seeger mal gesagt hat “Plagiarism is basic to all culture”.
Wenn man nicht will, daß jemand etwas nicht mitbekommt, dann darf man es ihm nicht sagen.
Und das ist vielleicht auch der einzige Vorwurf, den man der LGT machen kann: daß sie einem Mitarbeiter Zugang zu den Daten ihrer Kunden ermöglicht hat.
Da wiederum wäre jedoch eine Angelegenheit, die die LGT mit ihren Kunden auszutragen hat.
Hier geht es nicht irgendwelchen staatlichen Verträge, sondern ganz simpel und das elementare Menschenrecht auf Eigentum.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß Steuern Erpressung sind?
“Hier geht es nicht irgendwelchen staatlichen Verträge, sondern ganz simpel und das elementare Menschenrecht auf Eigentum.
Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß Steuern Erpressung sind?”
Erpressung ist doch eine Straftat. Ich vermute mal, dass das eine libertäre Meinung ist, also eine, die Richtung superschlanker Staat bzw. gar Anarchie geht, korrekt?
Erpressung ist, laut deutschen Steuergesetzen, dann keine Straftat, wenn sie vom Staat begangen wird. Da nimmt sich eine Gruppe von Leute das Privileg raus, das bei anderen unter Strafe steht.
Der Begriff der Straftat versagt hier. Erpressung ist ein Verbrechen. Ich möchte auch nicht, daß irgendjemand _bestraft_ wird. Ich wäre auch schon mit einer Wiedergutmachung zufrieden.
Ob ein Rechtsgrundsatz, der für alle gleichermaßen gilt, als minimalstaatlich oder anarchistisch angesehen wird, ist egal.
Ich halte das Privileg, daß eine Gruppe Menschen eine andere Gruppe Menschen zur Zahlung von Tribut zwingen kann, für ein Relikt aus der Feudalzeit.
> Denn plötzlich tut Deutschland so, als wäre
> das Land eine wirkliche Grossmacht
Das kam mir schon gestern so vor:
http://www.bissige-liberale.com/2008/02/20/neo-imperialismus/#more-1947
Die Steuer(fucht)debatte erscheint mir insoweit vorgeschoben und willkommen, als es im Grunde darum geht, prinzipiell sog. “Reiche” dem Abschuß preiszugeben. Damit hat das Volk seine Spiele und das Brot. Beides lenkt wunderbar vom Kern der staatlichen Ausplünderung aller (!) ab.
Das eigentlich Verwunderliche daran ist nur, mit welchem Masochismus “Reiche” hierzulande ausgestattet sind. Wer also notfalls von seinen Zinsen leben kann (ab ca. 3-4 Mio.) täte gut darqn, dieses Land so schnell als möglich mitsamt seiner Kohle zu verlassen. Erst recht, wenn man noch Eigentümer eines mittelständischen Familienunternehmens ist. Wohn- und Geschäftssitz läßt sich innerhalb weniger Tage verlagern. In solchen Fällen braucht es dann keiner Notwehr mehr, sondern nur noch kühler abwägender Planung.
Würde das konsequent von allen Eigentümern von mehr als 3-4 Mio. so gemacht, wäre dieses Land innerhalb eines Jahres das Armenhaus Europas. Und in diesem können sich dann die braven doofen Leute über das gesamte Ausland wunderbar aufregen. Denn von dort kommen dann die Care-Pakete. Vielleicht langt’s ja dann auch mal zu ‘ner zünftigen Revolution. Mit Straßenlaternen voller Steuerpolitiker.
Immerhin verläßt zur Zeit alle vier Minuten ein sogenannter Leistungsträger (jung gut ausgebildet) das Land. Das ist eine Bilanz, auf die unsere Politiker stolz sein können…
Sicher kommen auch einige zurück, aber selbst wenn nur alle halbe Stunde einer ginge, wäre das schon ein Armutszeugnis für die gegenwärtige deutsche Politik.
Heute macht keine Revolution, man geht einfach.
Hopp, hopp auf geht’s …
Jo, auf gehts. Das war in der DDR Ende der fünfziger Jahre ein durchaus gern genommener Satz. Resultat sollte bekannt sein.
Langsam drehen sich die Vergleiche im Kreise. Wird wohl so enden wie mit dem Guido, der uns erklärte, dass “die Große Koalition die Intelligenz aus dem Land treibe” worauf uns Münte jede Hoffnung nahm und erklärte, dass uns Guido wohl noch lange erhalten bleibt. So wird’s wohl auch mit den hier versammelten Leistungsträgern ablaufen.
Nicht mal unwahrscheinlich. Wieviel Leistungsträger mag es wohl in Deutschland geben ? 2 Millionen ? 5 Millionen ? 10 ?
Nehmen wir mal an, es wären 5. Dann ist eine jährliche Flucht von 150.000 immernoch so um die 3%. Auf die hier versammelten Leistungsträger angewandt (wollen mal unterstellen, dass es 10 sind), bedeutet dass, dass alle 3 Jahre mal einer geht. Und der geht dann natürlich statistisch unter.
So gesehen kann man natürlich jedem, der unzufrieden ist, ein “Geh doch, wenns Dir nicht passt” unter die Nase reiben. Man kann sich des Argumentes vergleichsweise sicher sein, denn 3% sind ja eben nicht viel. Und wenn doch, naja, so what ? Einer weniger.
Die Kurzsichtigkeit dieses Argumentes wird einem erst dann klar, wenn man sich überlegt, dass ein Land meist länger als ein Jahr existieren möchte.
Wenn ich meinen persönlichen Bekannten/Freundes/Familienkreis durchgehe, dann fällt mir auf Anhieb keiner ein, der im letzten Jahre gegangen wäre. Und trotzdem kenne ich mehr als ein Dutzend, die inzwischen fest im Ausland integriert sind. Der Einzelfall fällt nie auf. Eine Bilanz über 10 oder 20 Jahre sieht dann gerne anders aus.
Aber nach 20 Jahren wird man nicht mehr an dummen Sprüchen gemessen, insofern: Hallamarsch.
Dass Andersdenkende nicht zwingend pro domo argumentieren müssen, wäre mal eine Option, mit der du dich anfreunden solltest.
Personen bringen Geld in Aktenkoffern über die Liechtensteiner Grenze, am Fiskus vorbei. Damit gehen sie ein Risiko ein.
Mein Staatsvertrauen würde nicht ausreichen, dass ich glauben würde, der Staat würde nicht vielleicht irgendwann zu möglicherweise unkoscheren Mitteln greifen, um Informationen über diese Straftaten zu erhalten. Diese Leute hatten einfach ein Übermaß an Staatsvertrauen.
Das Problem ist nicht, das die Personen ihr Geld in Aktenkoffern über die Lichtensteiner Grenze bringen.
Das Problem ist, das sie weiterhin in Deutschland wohnen.
Mal ehrlich, was bietet Lichtenstein – oder die Schweiz – für jemand wie Klaus Zumwinkel ?
Im Vergleich zu München, Frankfurt, Berlin, Hamburg, Essen und Stuttgart ist Lichtenstein Provinz.
Schön Strände wie auf Sylt sucht man auch vergebens.
Mangels Landesgröße kann man sein Auto der Oberklasse auf den Straßen Lichtensteins gar nicht ausfahren ohne das Land zu verlassen..
Und wenn man sich mal – wie z.B. in Heiligendamm – mit anderen Größen aus Politik und Wirtschaft treffen will sind die örtlichen Behörden mangels Personal leider nicht in der Lage die ganzen Chaoten zurückzuhalten.
Auch jobmäßig sieht es im Ausland nicht so toll aus – da fehlt das nötige Vitamin B, und die dortigen Eliten ziehen wohl die eigenen Leute vor.
(Mal ehrlich, die Schweizer warten doch nur drauf das ein deutscher Topmanger vorbei kommt und sagt wo’s langgeht).
Ehrlich gesagt, scheinen die deutschen Eliten die BRD zu schätzen – nur wenig wandern aus. Und schon gar nicht in Länder wo kein Staat existiert der sie erpresset (obwohl es da einige gibt, z.B. Somalia absolut kein Fiskus !)
Immerhin bietet die BRD auch einiges, eine gute Infrastruktur, einen Rechtsstaat (wie soll man ohne Gerichte, Mahnverfahren und Gerichtsvollzieher Geschäfte machen ?) Justiz und Strafverfolgungsbehörden.
Die Familie von Metzler hat das übrigens bei der Entführung ihres Sohne (ja, jetzt wird’s zynisch) erfahren können.
Gleichzeitig haben angeblich Angestellte des Bankhauses von Metzler dafür gesorgt das der Fiskus der diese Infrastruktur finanzieren muß ausgetrickst wird…
Im übrigen bin ich erschüttert das soviele Deutsche in der Schweiz Arbeiten und Steuern zahlen müssen !
Die können dort nur Arbeiten, weil sie ihr bereits versteuertes Einkommen in ihren Lebensunterhalt und Fortbildung investiert haben.
Das ist ihr Kapital. Da dieses Kapital aus bereits versteuerten Einkommen stammt, hat kein Staat das Recht die Erträge aus diesem Kapital zu versteuern !!11elf
(hier erwarte ich Zustimmung von den Liberal-Fundamentalisten)
Und nur weil ich über Schweizer Straßen zum meiner Schweizer Arbeitsstelle bretter hat der Schweizer Staat noch lange nicht das Recht von mir Steuern zu erpressen !!11elf
(hier erwarte ich Zustimmung von den “Staatsfeinden”)
Oh, und lange bevor es einen Staat gabe der Steuern erpressen konnte gab es Dorfgemeinschaften – und die haben von ihren Mitgliedern Beiträge zum Gemeinwohl verlangt, z.B. Mithilfe beim errichten eine Palisade die vor Raubtieren schütz.
Da wurde allerdings keiner gezwungen – wer nicht mithalf, mußte halt vor der Palisade wohnen…
Chapeau!
“Mal ehrlich, die Schweizer warten doch nur drauf das ein deutscher Topmanger vorbei kommt und sagt wo’s langgeht.”
So ein Unsinn. Es sitzen inzwischen mehr Ausländer in den Schweizer Topetagen als Schweizer. Und wenn man sich an den Universitäten umsieht und in den Krankenhäusern, dann stellen die Bundesrepublikaner die stärkste Fraktion.
Die Schweiz ist ziemlich international. 2007 waren 876′000 Ausländer mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung in der Schweiz erwerbstätig, von insgesamt 4,1 Mio.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/auslaender_arbeitskraefteerhebung_deutsche_1.674150.html
Zitat aus der NZZ:
Im zweiten Quartal 2007 haben erneut 26′000 Personen mit fremden Pass eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz aufgenommen. Den grösste Anteil mit 12′000 Personen stellten dabei deutsche Staatsangehörige.
Liechtenstein will sein (gerne auch anonymes) Stiftungswesen weiter ausbauen, LOL:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,536922,00.html
Daß ein Staat, der mit den Milliardenwerten enteigneter mitteldeutscher Grundstücke hehlt, auch geklaute Daten kauft, nimmt natürlich nicht wunder.
Doitsche GroßmannSSucht!
“Die Bürger arbeiten die halbe Zeit für den Staat, der Staat überwacht Steuerzahler mittels Geheimdienst: Im Fall Zumwinkel wird das ungesunde Verhältnis der Deutschen zur Obrigkeit sichtbar. Ärgerlich ist, dass die Deutschen ihren Überwachungsstaat auch noch exportieren wollen.” Quelle: http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=18343&CategoryID=66