Bundesverdienstkreuz für Dagmar Metzger
Der Entscheidung von Dagmar Metzger muss man Respekt und Anerkennung zollen. Frau Metzger hat im Gegensatz zu Ypsilanti und Beck der Versuchung widerstanden, Ihre Prinzipien für die Macht zu verraten. Trotz des massiven Druck aus der eigenen Partei steht Sie als Einzige in der SPD zu Ihrem Wort und bewahrt damit das Land vor dem gefährlichen Experiment mit den Neosozialisten. Für diese ehrenwerte Haltung sollte Sie das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen!
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Tags: Dagmar Metzger, Hessen, PDS-ML, SPD













Nichts gegen Fr. Metzger und ihre richtige Entscheidung - aber sind wir wirklich schon so weit, dass man jemanden dafür, dass er sein Wort hält, besonders auszeichnen müssen?
Nicht jemand, eine Politikerin. Das ist schon einzigartiger.
Jawohl! Von dem Schlage einer Dagmar Metzger wünscht man sich doch mehr in der SPD. Auch kann ihr eigentlich sogar die hessische SPD direkt einen Orden mitverleihen: Den “Verhinderung einer hessischen Simonis”-Orden!
Sehr verantwortungsvolle Politikerin, die Frau Metzger.
Und die sollen nicht mehr so mit ihren “Linken Mehrheiten” nerven.
Wer den Sozialismus haben will, kann ja zwischen Nord-Korea, der Bolivarischen Republik Venezuela, Kuba, Nicaragua, Bolivien und Ecuador wählen. Ich schau mir dieses gruselige Szenario lieber interessiert aus der Ferne an.
Apropos linke Mehrheit, gerade habe ich den Herrn Sinn im BR gehört, wie er mit der Lohnsubventionierung die Arbeitslosigkeit (erst mal theoretisch) in Deutschland eliminiert hat. Die Trick geht so:
1. Er sagt nicht, dass man von seiner Arbeit leben können muss sondern von seinem Einkommen und das stockt bei Bedarf der Staat auf.
2. Weil nun auch Arbeit günstiger angeboten werden kann, entstehen viele neue Arbeitsplätze — logisch. Um z. B. eine Briefauslieferfirma zu betreiben, braucht man nun nicht mal mehr Fahrräder für die Austräger, weil man durch die Subvention immer attraktiver als die anderen anbieten kann.
3. Alle, die keine Lust haben zum Briefe austragen, werden in Firmen, die in haushaltsnahen Bereichen aktiv sind, angestellt.
4. Ab da ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ganzen GmbH-Neuanmeldungen durch sind und die ehemaligen Arbeitslosen in den Personalabteilungen registriert sind.
5. Ergebnis, wenn der Bürokram erledigt ist: Vollbeschäftigung.
Herr Sinn hat erzählt, dass er früher selbst linkem Gedankengut nicht abgeneigt war, sein Volkswirtschaftstudium ihn aber wirkungsvoll davon kuriert hätte. Er betont auch, dass es in etwas anödet, dass ständig Leute, die nicht Volkswirtschaft studiert hätten wie er, dem Irrglauben aufsäßen, sie hätten mit ihrer Mindestlohnlösung den marktnäheren Ansatz zur Arbeitsmarktgesundung.
Zugegeben etwas OT aber doch zumindest lehrreich.
@ Nummer 6:
Hast du vielleicht auch einen Beleg für diese Aussagen?
…nicht, dass ich sie nicht glauben (und gutheissen) würde, aber wenn du hier irgendwelche “Zitate” anbringst, darf man doch schon mal nach der Quelle fragen, oder?
Das ist so in etwa das Konzept der “aktivierenden Sozialhilfe” des Ifo - die im Kern aber auch nicht viel anders funktioniert als das ALGII: Niedrige Einkommen werden durch Transferleistungen aufgestockt. Dadurch wird es Arbeitnehmern mit niedriger Produktivität überhaupt erst ermöglicht, erwerbstätig zu werden. Andernfalls müssten sie vollständig von Transfers leben. Nummer 6 glaubt offenkundig nicht, dass Arbeit bei niedrigeren Löhnen auch stärker nachgefragt wird.
Ist jetzt total OT, aber Kathinkas Law gilt wohl auch für Blogs.
Nummer 6 glaubt aber auch, dass Geschäftsmodelle, die nicht rentabel sind, nicht unbedingt subventioniert werden sollten. Seit Jahren ärgern sich alle über die Kohlesubventionen und nun kommt Herr Sinn und will den Subventionsirrsinn auch noch auf Billigbriefträger anwenden. Mit dem Nebeneffekt, dass den bis heute regulär bezahlten Postlern Stück für Stück die Arbeit wegkonkurriert wird. — Echt geniales Konzept.
Vermutlich hat Herr Sinn hat aber auch daran gedacht und ist dafür, dass in Stufe 2 weitere Brigaden dafür vom Staat bezahlt, dass sie sich gegenseitig Briefe schreiben. — Es könnte so einfach sein …
Es geht darum, dass Arbeitnehmer mit geringer Produktivität wenigstens einen Teil ihres Bedarfes selbst verdienen können, statt vollständig auf Transfers angewiesen zu sein. Ich kann nicht erkennen, was an diesem Ansatz falsch sein soll.
Dein Argument leuchtet allenfalls dann ein, wenn die Wertschöpfung der Billig-Arbeitskräfte viel größer ist als deren Lohn. In diesem Fall würden die Arbeitgeber die Subvention - die ja an den Arbeitnehmer geht - abschöpfen.
Aber wenn das so ist, warum werden Geringqualifizierte dann nicht in Scharen eingestellt? Schließlich würden die Unternehmen damit einen Riesengewinn machen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Niedrigproduktive werden seit Jahrzehnten geringer. Zudem müsste der Wettbewerb um diese billigen Arbeitskräfte deren Löhne nach oben treiben. Auch davon ist nichts zu sehen.
Wie definiert sich Produktivität bei Dienstleistungen, die staatlich subventioniert werden müssen? Je mehr sie subventioniert werden desto produktiver? Und wie steht’s mit der Werthaltigkeit der Arbeit derer, die zuvor (ohne die subventionierte Billigkonkurrenz) einigermaßen auskömmlich gearbeitet haben? Das werden nämlich die nächsten Subventionsempfänger, wenn’s nach Herrn Sinn geht. Frei nach dem Motto: subventionier’ einen ALG, erhalte zwei.
Ich versteh’ ja, dass man sich besser fühlt, wenn auch die ALGs für ihr Geld was tun müssen, man sollte sich nebenbei aber schon auch mal angucken, ob das nicht ein ziemlicher Unsinn ist, den man da staatlicherseits in die Wirtschaft implantieren würde.
Am Beispiel PIN sieht man ja ganz wunderbar, dass die Wertigkeit der Arbeit durch die Subventionierung nur nach unten gehen kann. Eine ungute Tendenz für einen Arbeitsmarkt, der eh schon mit Aspiranten für Billigarbeit übersättigt ist. Für die Volkswirtschaft ist die Subventionierung ein Nullsummenspiel minus Reibungsverlust.
Für den Arbeitsmarkt wär’s schon eher vernünftig, wenn es staatliche Anreize gäbe, neue Stellen (auch höherwertige) zu schaffen statt Angestellten in Überstunden zu schicken. Aaah, das nächste Wespennest.
Wieso ist die Arbeit von Postboten werthaltiger, wenn sie mit einem Monopol oder allgemeinverbindlich erklärten Haustarifverträgen vor Konkurrenz geschützt werden? Solche Arbeit wird keineswegs werthaltiger, sondern lediglich teurer. Die Zeche zahlt in diesem Fall der Kunde, der keine Möglichkeit hat, dem staatlichen Konsum- oder Lohndiktat zu entkommen.
Die Sinn’sche Logik sagt dagegen: Lasst uns die Löhne für die Briefträger auf der Höhe festlegen, wo ihre Wertschöpfung ist. Da braucht der Staat gar nicht eingreifen, das passiert von selbst. Wenn sich dann herausstellt, dass das der Lohn nicht zum Leben reicht, stocken wir ihn mit Transfers auf. Subventioniert werden hier keine Dienstleistungen, sondern Arbeitnehmer.
Den PIN-Arbeitnehmern erst per Mindestlohn den Job wegzunehmen ist eine Sache. Ihnen dann auch noch vorzuwerfen, sie würden die Wertigkeit der Arbeit der unkündbaren, besser bezahlten Kollegen der Deutschen Post nach unten ziehen, weil sie es wagen, für weniger Geld zu arbeiten, sollte man denen mal direkt ins Gesicht sagen. Übersetzt lautet diese Argumentation: “Wir wollen nicht, dass ihr für einen geringen Lohn arbeitet, weil ihr damit unsere Besitzstände gefährdet. Seid lieber arbeitslos!” Die Linken setzen dann noch einen drauf und fügen hinzu “wir geben die auch ein höheres Arbeitslosengeld und vielleicht noch einen Job auf dem dritten Arbeitsmarkt”.
Naja, Lohndumping für eine gute Sache zu halten ist Mode, ich weiß. Aber Lohndumping staatlich zu subventionieren, is’ mir einfach zu heavy. Die Geiz ist Geil-Fraktion fände dafür womöglich Steuererhöhungen akzeptabel, wenn sie nur ihre Briefe für 5 Cent weniger verschicken kann.
Was genau ist denn Lohndumping? Ist es Lohndumping, wenn ein staatliches Monopol fällt und die im Wettbewerb entstehenden Löhne niedriger sind? Warum sind denn die staatlich festgelegten Löhne die richtigen? Vielleicht sind ja die Wettbewerbslöhne richtiger. Dann gäbe es kein Lohndumping, sondern allenfalls Lohnpumping seitens der Monopolverfechter.
Sinkende Löhne sind in der Regel nicht das Resultat der Aktivitäten finsterer Mächte, sondern von Marktprozessen. Als die mechanischen Webstühle erfunden wurden, sind die Marktlöhne der Weber vermutlich ins Bodenlose gefallen. Ist das Lohndumping? Wäre es sinnvoll, dagegen ein Gesetz zu erlassen?
Kann ja wohl nicht sein, dass eine Abgeordnete dafür, dass sie sich so verhält, wie es Grundgesetz und Anstand gebieten, den Verdienstorden erhalten soll. Es ist allerdings schlimm, dass die Erfüllung der grundlegenden parlamentarischen Regeln so selten geworden scheint, dass man sofort an solch exponierte Auszeichnung denkt.
Dasselbe habe ich mir auch gedacht - und auch gleich daran, dass diese Frau ein Bundesverdienstkreuz der Selbstverständlichkeit wegen, sich in einer solchen Frage am eigenen Gewissen orientiert zu haben, bestimmt ablehnen würde.
Unfassbar, wie die Frau Metzger der eigenen Partei in den Rücken fällt! Immerhin hat sie es der Partei, der Wahlkampfmaschine, den Mitgliedern und auch Ihrer Vorsitzenden zu verdanken, dass sie gewählt wurde. (Gilt auch fürs Direktmandat - ohne die Partei hätte sie es nicht).
Der Respekt vor der Parteivorsitzenden gebietet es, sich nicht so anstandslos zu verhalten - wer dem Chef nicht vertraut, soll sich eine andere Partei suchen!
*zwinker*
Ihrem Kommentar kann ich nicht zustimmen. Frau Metzger hat ihr Direktmandat gewonnen, weil sie aufrichtig und wahrhaftig handelt und auch unter Druck Rückgrat beweist.
Bedingungslos unterordnen tun sich nur gelernte Abgeordnete, die wirtschaftlich abhängig von ihrem Mandat sind. Davon haben wir leider viel zu viele.
Im Hintergrund spielen da sicherlich auch Machtkämpfe der Netzwerker, der Seeheimer und der PL eine Rolle.
Die SPD ist in Teilen eine bemerkenswert vernünftige Partei geblieben, Leute wie Walter und die “Stones” stehen bereit Yps oder Becks abzulösen.
Man sollte solchen Politikern statt des Bundesverdienstkreuzes gleich das Eiserne Kreuz zuteilen.
Es wäre schön, wenn das Beispiel von Dagmar Metzger Schule machen würde.
Vielleicht gibt es dem Einen oder Anderen den Mut, es ihr in Zukunft gleichzutun.
In jeder Partei…
@ nummer 6:
nee, so geht der Trick nicht… er will wohl einfach ein negative-tax system, welches sowohl Lohnzuschüsse als auch Steuerangelegenheiten einfach lösen könnte…
Geht natürlich nicht, weil das Wort “einfach” dem Konzept der BRD schon mal grundsätzlich widerspricht…
Das Merkeleck findet sicher eine bessere Lösung…
F.A.
Korrigiere: Das MerkelBeck.
…nur der Vollständigkeit halber…
F.A
den Orden wird sie dann sicherlich von der ehemaligen Sekretärin für Agitation und Propaganda der FDJ erhalten, die wir heute Kanzlerin nennen…
wieso eigentlich nicht das eiserne kreuz?
Nein, geben Sie ihr nich das Bundesverdienstkreuz. Wenn Sie in die Liste der Verdienstkreuzträger schauen, werden Sie feststellen, dass es sich um eine Gesellschaft handelt, die nur sehr bedingt als ehrenwert bezeichnet werden kann.
Was ihr Verhalten so lobenswert macht, ist v.a., dass sie ihre Entscheidung Ypsilanti offen und ehrlich ins Gesicht gesagt hat. Sie hätte das Ganze ja auch bequem und ohne Risiko für die eigene (Partei-)Karriere bei der geheimen Wahl erledigen können…
Gerade habe ich übrigens im Radio gehört, wie ihr die Parteigenossen diese Ehrlichkeit danken: SPD diskutiert Ausschluss von Dagmar Metzger.
Na ja, sollen sie doch alle Vernünftigen rausschmeissen und dann den Restverein mit der SED/PDS/KPD/MitLafontaine fusionieren. Dann gibt es wenigstens klare Verhältnisse.
Da schäumt die hessische Sozialdemokratie. Die Courage einer Mandatsträgerin aus den eigenen Reihen hat doch eigentlich nur das wahre Gesicht der SPD gezeigt. Hier ist die Kaderpartei, hier ist das Blockdenken, hier zeigen Politfunktionäre wie Sozialismus richtig funktioniert. Weg mit dieser Frau, ätzen die kampferprobten TV-Sozis. Welches Gewissen? Hier herrscht Parteiräson. Hier sind Personen, die ihrem Gewissen folgen, Verräter. Im Linksjargon nennt der rote Parteitheoretiker diese Genossen dann Rechtsabweichler oder Revisionisten. Die gestylte Dialektik des Hubertus Heil wird das so natürlich nie in den Medien artikulieren. Das überlässt man den roten Stammtischen ….Tschüss demnächst Genosse Clement! Die Jakobiner in der SPD können sich zurücklehnen. Verdiente Sozialdemokraten werden weiter demontiert, der Linksruck ist unumkehrbar.
Vorsicht, Genosse Beck! Die Revolution frisst immer noch ihre Kinder, sagt der Parteitheoretiker.
“Da schäumt die hessische Sozialdemokratie.”
Die Linke um Yps und Scheer, dem Oberquerdenker und Mann fürs Gewissen schlechthin (und Ex-Kandidat für ein Landessuperministerium), schäumt in der Tat. Die Ideale um Basisdemokratie und Gewissensentscheidungen weichen auf einmal recht schnell den Forderungen nach Fraktionsdisziplin und Parteiausschluss. Der Mann fürs Gewissen hält es - wenn man den Zitaten glauben darf - nicht für möglich, dass eine Abgeordnete ihrem Gewissen folgt, wenn sie den MP aus bestimmten klar definierten Gründen nicht mitwählen will, um nicht im Wahlkampf gelogen zu haben.
Und wenn wir schon die linken verlogenen “Menschenrechtler” auf der einen Seite stehen haben, wer steht auf der anderen Seite?
Richtig, da stehen aufrechte Sozen (Walter, die Stones und vielleicht sogar noch Münte).
Ein köstlicher längerandauernder Richtungskampf liegt in der Luft:
PL, die Netzwerker und die weniger bedeutenden Seeheimer voll dabei.
Man darf gespannt sein.
Nachtrag:
Genau wie ich die Dame eingeschätzt habe, der Kampf Ypsilantis um den Posten geht weiter - http://www.n-tv.de/930894.html?080320081655 - und gefährdet damit dauerhaft die Einheit der SPD.
“Die gestylte Dialektik des Hubertus Heil wird das so natürlich nie in den Medien artikulieren.”
Nein, wird sie nicht, weil sie & er nicht glaubhaft sind. Diesen Mann zum Generalsekretär gemacht zu haben, war (nach “Scholzomat” und einem Zweiten, dessen Namen ich seiner Einfalt wegen vergessen habe) eine der grössten Dummheiten, die der SPD unterlaufen konnte - wobei ich die Wahl Kurt Becks zum Parteivorsitzenden von der verbleibenden Dummheit keinesfalls ausnehmen will.
Männer mit einer vertrauensbildenden Programmatik und Rede (!) in die erste Reihe zu stellen - das war einmal! Dass eine Partei, die nur noch mit “Sprachrohren” und Lippenbekenntnissen arbeitet, eine Frau wie Dagmar Metzger nicht länger in ihren Reihen erträgt, ihr sogar den Parteiaustritt nahelegt*, erscheint da nur folgerichtig - als weitere Dummheit…
* und sie ihn auch erwägt, wie meldet!
diese böse frau d. metzger! wegen ihr habe ich eine wette verloren. wie konnte sie nur umfallen. mann! sie ist doch bei den kommunisten. ich verstehe es einfach nüch….
[...] fühlen, sollte sich das Trauerspiel um Frau Ypsilanti und Frau Metzger einmal ansehen. Das mit dem Bundesverdienstkreuz für Frau Metzger wird dann wohl doch nichts. Die Genossen jedenfalls sollten sich mal was schämen. Große [...]
Sehr geehrte Frau Metzger,
einfach bewundernswert, wie Sie demokratische Grundwerte hochhalten und nicht
mit einer Partei paktieren wollen, die aus gescheiderten
Exsistenzen und kommunistischen Fantasten besteht.
Es ist bedauerlich, dass Ihre Partei”genossen” nicht in der Lage
sind einen sachlichen Umgang mit Ihnen zu pflegen und der
Eindruck entstanden ist, dass Sie gemoppt werden.
Ein offener Brief
———————-
“Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.”
Liebe Frau Metzger,
am Freitag machten Sie uns klar, dass Sie zu den Guten gehören.
Ein Mensch, der eine Gewissensentscheidung getroffen hat. So wie es im Grundgesetz Artikel 38 steht: Die Abgeordneten “sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.” Aber auch in der Verfassung des Landes Hessen heißt es in Art. 9: “Glauben, Gewissen und Überzeugung sind frei”. Und in Artikel 76 “Jedermann ist die Möglichkeit zu sichern, in den Landtag gewählt zu werden und sein Mandat ungehindert und ohne Nachteil auszuüben” Ich glaube, dass Sie auch aufgrund Ihrer juristischen Ausbildung bewusst von diesen Rechten Gebrauch gemacht haben. Die Kenntnis dieser “Grundrechte” kann man vielleicht von einer ehemaligen Stewardess nicht verlangen (entschuldigen Sie bitte die Polemik).
Sie werden nunmehr unter Druck gesetzt und von ihren Fraktionskollegen daran gehindert, ihr Mandat frei aus zu üben. Fast ein Fall für den Staatsanwalt!
Frau Ypsilanti – aber auch Politiker wie Hermann Scheer – denen es nur um politische Ämter und die Macht geht, tragen mit ihren offenkundigen Wahllügen zur Politikverdrossenheit bei! Unterstützen Sie nicht Lügen und Intrigen. Sie haben von Ihrem Gewissen gesprochen. Sie haben davon gesprochen, dass Sie ihren Wählern gesagt haben, dass Sie für sie im Hessischen Landtag Politik machen wollen – das spricht eindeutig gegen einen Mandatsverzicht. Und sie haben gleichzeitig betont, dass sie ihren Wählern versprochen haben: nie mit den Linken – und das spricht eindeutig dafür, dass Sie Ihre Stimme in der geplanten Konstellation nicht Frau Ypsilanti geben können und dürfen. Sie haben Glaubwürdigkeit und Mut bewiesen. Beweisen Sie beides auch weiterhin und bleiben Sie bei ihrer Entscheidung von Freitag.
Glaubwürdigkeit und Mut gegen Wahlbetrug und Feigheit. Und das gilt besonders für einen Menschen, der Lügen hast, wie sie über sich sagen. Werden Sie nicht zum Steigbügelhalter von Postenjägern. Lassen Sie sich nicht auch als Wortbrecher vorführen – nach dem Motto: Die ist ja nicht besser, als wir!”
Beherzigen Sie die Weisheit von Edmund Burke (1729-97): Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.
[...] Bundesverdienstkreuz für Dagmar Metzger [...]
[...] http://www.antibuerokratieteam.net/2008/03/07/bundesverdienstkreuz-fuer-dagmar-metzger/ [...]
Ich habe die nachfolgenden Mails an die SPD Hessen, Frau Metzger und Herrn Lafontaine geschickt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich gratuliere Ihnen zu der Entscheidung, keine Zusammenarbeit mit der SED und ihren Nachfolgern einzugehen. Nachfolgend habe ich Ihnen ein Mail kopiert, die ich heute an Hern Lafontaine geschickt habe und die Ihnen zeigen soll, dass die Linke um Herrn Lafontaine keine demokratische Partei sondern ein Betrügerhaufenist
MfG
Uwe Huntenburg
Sehr geehrter Her Lafontaine,
Sie haben als mein damaliger Chef die Arbeit verweigert und haben dafür auch noch Übergangsgeld und Pensionsansprüche abkassiert. Dafür hatte ich schon damals als Angehöriger der Bundesfinanzverwaltung keinerlei Verständnis. Jetzt haben Sie zu meinem größten Entsetzen es auch noch öffentlich als Lüge bezeichnet, dass Ihre Parteigenossen in der Zeit, als sie noch in der Vorgängerpartei der Linken, der SED waren, Gelder veruntreut haben. Sollte dies auf einem Informationsdefizit Ihrerseits beruhen, bin ich in der Lage, Ihnen mit Originalunterlagen der Industrie- und Handelsbank der DDR zu beweisen, dass Ihre Partei ohne meine Zustimmung 27.000 MDN als Hypotheken zum Erhalt meines Hauses aufgenommen hat, davon aber nur 12.000 MDN zweckgerecht verwendet hat. Der Rest ist bis heute verschwunden. Abgehoben wurden die Gelder bei der Bank durch Genossen Ihrer Partei.
Hochachtungsvoll
Uwe Huntenburg
[...] zu “Deutschlands ehrlichster Politikerin”, an anderer Stelle wurde sie gar für das Bundesverdienstkreuz [...]