Schämt Euch, Genossen!

08.03.2008 18:26 - Statler & Waldorf by Waldorf - 30 Kommentare

Andrea Ypsilanti ist gescheitert, weil Dagmar Metzger sich ihrem Gewissen und ihrem Wort verpflichtet fühlt, nicht mit einer Partei zusammen zu arbeiten, die mit unserem Staatssystem nicht viel am Hut hat.

Von ihren Genossen bei der SPD wird sie dafür beschimpft und nun sogar mit einem Parteiausschlussverfahren bedroht.

Vielleicht bekommt ja nun auch der letzte Dummwähler mit, wofür die SPD im Jahr 2008 so steht.

[Post to Twitter]  [Post to Delicious]  [Post to Digg]  [Post to Ping.fm] 

RSS Kommentar-Feed Trackback-URI Druckansicht Tags: ,

30 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

NUB, 08.03.2008 19:00

Einige Libertäre wissen mit unserem Staatssystem auch nicht viel anzufangen. ;-)

Und Marschieren im Gleichschritt wird wohl in allen etablierten Parteien erwartet, Einigkeit zählt, Querdenker sind Störenfriede. Dagegen ist die Blogosphäre ein Hort des Pluralismus.

 
Klaus, 08.03.2008 19:33

Du bist sicher, dass die Mehrheit in diesem Land den solchen Umgang mit “Nestbeschmutzern” wirklich für schlecht hält?

Klaus, 08.03.2008 19:35

s/den solchen/solchen/

 
 
DDH, 08.03.2008 20:33

“Obwohl Ypsilanti eine Mitgliederbefragung im Herbst 2006 gegen den Chef der Landtagsfraktion, Jürgen Walter, verlor, stellte sie sich einer Kampfabstimmung auf einem Landesparteitag und trug einen hauchdünnen Sieg davon.”

1.) Basisdemokratische Entscheidung mit Füßen getreten.

2.) Im Wahlkampf behauptet, Sohn leide unter hessischem Schulsystem und verschwiegen, daß er an Privatschule geht.

3.) Wortbruch

4.) Psychoterror gegen Frau Metzger

Damit es kein 5.) Wahl zur Ministerpräsidentin gibt, brauchen wir jetzt einen Aufstand! Bewaffnet Euch mit Orangen, Mandarienen, Clementinen oder orangenen Schals, geht nach Wiesbaden, macht Wiesbaden zum deutschen Kiew! Besetzung des Landtages! Forderung: Neuwahlen jetzt!

Wenn die Bürgerlichen jetzt ihren feigen Arsch hochkriegen und Hessen in Ausnahmezustand versetzen und Ypsi stoppen – dann erkämpfen sie sich in meinen Augen ihre Ehre zurück.

Hopp oder topp!

 
gs, 08.03.2008 20:43

Wie bei Erich Sozi.

 
NUB, 08.03.2008 20:49

Natürlich will eine Diplom-Soziologin, die den Weg der Parteikarriere gegangen ist, dann auch zum Zuge kommen. Das wäre ja sonst wie ein Azubi, der nicht übernommen wird…

Sky, 09.03.2008 14:50

Phänomenal auch wie diese Dame es in der hessischen SPD geschafft hat. Sie ist ja offensichtlich nicht geeignet. Nur der unbedingte Machtwille ist da.

Nach meinen Erfahrungen scheitern solche Personen recht schnell, möglicherweise wird sie den Beck mitnehmen.

 
 

[...] [SpOn via [...]

 
Nummer 6, 08.03.2008 20:59

“[...] der letzte Dummwähler [...]“

Boah, der war gut!

 
DDH, 08.03.2008 22:02

Die Basisdemokratie hat sie auch schon mit Füßen getreten:

“Obwohl Ypsilanti eine Mitgliederbefragung im Herbst 2006 gegen den Chef der Landtagsfraktion, Jürgen Walter, verlor, stellte sie sich einer Kampfabstimmung auf einem Landesparteitag und trug einen hauchdünnen Sieg davon.”

Dann die Lüge mit ihrem angeblich unter Hessens Schulsystem leidenden Sohn (der Filius geht auf Privatschule), dann der Wortbruch und der Pakt mit Honeckers Erben, jetzt Psychoterror gegen Metzger und Gleichschaltung der Partei mit Verpflichtung aufs Führerinnenprinzip! Stalin läßt grüßen!

Tragen wir die orangene Revolution von Kiew nach Wiesbaden! Jetzt!!!

NUB, 08.03.2008 22:57

Ich weiß gar nicht, was Ihr Euch so ereifert. Falls Ihr von der Sozialdemokratie allgemein nicht so viel haltet, ist die sich da abzeichnende Entwicklung doch quasi ganz in Eurem Sinne; am Ende könnte es sein, dass keiner mehr die SPD braucht, es gibt ja die Linke. Und denen könntet Ihr weiter munter “Ihr Stalinisten” zurufen, während sich die SPD erledigt hätte. Wenn das alles irgendeiner Partei schadet, dann der SPD.

Nummer 6, 09.03.2008 13:10

Erstes oppositionelles Prinzip (oder in Web-2.0-Zeiten: Prinzip der nicht Handlungsbefähigten): Wer nicht positiv Punkten kann, schadet durch Diskurs.

 
 
 
Stefan Weber, 08.03.2008 23:23

Das Problem der SPD: Sie ist innerlich zerrissener denn je – und kann deswegen mit unterschiedlichen, abweichenden Meinungen in den eigenen Reihen nicht umgehen. Einfach nur noch traurig.

 
jo@chim, 09.03.2008 08:43

Sorry an die, die auf meinen virtuellen Aussetzer gestern geantwortet haben: nachdem ich den Kommentar gelöscht* habe, werden die Antworten darauf nicht mehr in der Thread-Hierachie angezeigt. Das ist keine Absicht, es scheint an der Kommentarfunktion zu liegen.

(*ich will hier diesselben Maßstäbe an mich wie an andere anlegen)

Sky, 09.03.2008 14:38

Ausraster sind natürlich zu meiden, bei diesem Thema fällt es aber schwer. ;)
LG, Sky

 
 
 

[...] weder auslagern, noch anderweitig in die Länder delegieren. Aktuell zeichnet sich gerade keine Klärung ab, das Durcheinander geht [...]

 
oliver Luksic, 09.03.2008 22:27

Nach dem beim beispiellosen Wortbruch lässt Andrea Ypsilanti auch nach der Absage der SPD-Abgeordneten Dagmar Metzger nicht locker, eine Koalition mit der ex-SED zu schmieden. Um an die Macht zu kommen ist ihr jedes Mittel recht. Auf Dagmar Metzger wird ein so starker Druck ausgeübt, dass diese gedenkt aus dem Landtag auszuscheiden. Die Methoden der SPD haben viel mit Mobbing, aber wenig mit innerparteilicher Demokratie zu tun. Dummerweise hat aber auch der mögliche Nachfolger von Frau Metzger “Bauchschmerzen” beim Gedanken daran, eine Koalition mit der ex-SED mit seiner Stimme zu unterstützen.

In ihrem Machtdrang lässt Ypsilanti sich weder von ihrem Gewissen und ihren Versprechen, noch von der selbstverschuldeten Blamage durch die Abgeordnete Metzger beeinflussen. Auch die Warnungen einiger Bundespolitiker schlägt sie in den Wind und schadet damit auch dauerhaft der eigenen Partei, welche die von Kurt Beck gestützte Wahllüge der Andrea Ypsilanti noch teuer bezahlen wird. Ypsilanti geht es nur um die Macht: koste es, was es wolle.

 
 
Bodo Wünsch, 10.03.2008 09:19

Verstehe die Aufregung nicht…

Hier ist nicht plötzlich etwas Gutes schlecht geworden – hier zeigt sich das Schlechte als das, was es ist. Vielleicht nur ein klein wenig deutlicher direkter, damit auch Statler’sche Dummwähler was merken.
Und die tun das auch. Die “gehen halt nicht mehr hin”.

 
roland, 10.03.2008 09:39

Hoffentlich bekommt die SPD für ihr unsägliches Verhalten einer direkt gewählten Volksvertreterin gegenüber sowie für ihren Wortbruch in Hessen eine ordentliche Quittung bei der nächsten Bundestagswahl!

 
Llarian, 10.03.2008 11:23

Wirklich überraschen kann das ganze nicht. Man überlege sich, was wohl aus Yps ohne Gimick würde, wenn sie jetzt nicht MP würde ? Schlicht und einfach gar nix. Am Ende müsste sie wohl noch arbeiten gehen und für Soziologen mit gescheiterter politischer Karriere ist der Stellenmarkt durchaus begrenzt.
Man kann das ganze durchaus sehr persönlich sehen, die Frau kämpft ums Überleben und den Unterschied zwischen einer Stellung als kleine Mitarbeiterin irgendeiner SPD-Stiftung und der Möglichkeit Ministerpräsident und damit eventuell später auch mal Bundesminsterin zu werden. Es wäre absurd anzunehmen, dass sie nicht mit allen möglichen Mitteln dafür kämpfen würde. Anstand ist ja was schönes, aber die Menge an Menschen, die ihren Anstand über den Unterschied eines Jahressalärs von 40.000 zu 250.000 Euro stellen, ist bisweilen überschaubar.

 
Stefan, 11.03.2008 01:20

Das Problem ist doch, dass es keine politische Diskussionen in Parteien mehr geben darf. Es gibt immer nur noch “streit”, aber keine Diskussionen…

Und bitte, liebe Kinder, man muss die Linke nicht lieben, aber RK kann man nicht lieben. Weg mit ihm!!

 
Lobenthal, 03.04.2008 21:04

Der demokratische SPD-Flügel verliert in Hessen den Machtkampf, der stalinististische Machtergreifungsflügel setzt sich TOTAL durch:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,545281,00.html

 
macdet, 26.05.2008 20:33 Subscribed to comments via email

Die SPD hat nun doch aber reichlich andere Probleme. Google liefert bei “SPD SEX” und “SPD Mobbing” doch breits genügend MUN :)

Das Projekt 18% schaffen die doch mit LINKS!

 

Beitrag kommentieren

Name (erforderlich)
E-Mail-Adresse (notwendig - wird nicht angezeigt)
URI