Der Bergbau soll weiter gehen im Saarland
Das Saarland wird wohl weiter Kohle abbauen- trotz grubenbedingter Beben, schweren Schäden und hoher Kosten. In seiner außerordentlichen Sitzung am 14. März 2008 in Herne hat der Aufsichtsrat der RAG Aktiengesellschaft beschlossen, dass das Konzept für ein Bergwerk Saar in anderen Abbaufeldern verfolgt wird. Der Beschluss sieht vor, den Abbau im Flöz Grangeleisen so schnell wie möglich wieder aufzunehmen und im Flöz Wahlschied weiter zu verfolgen. Davon wären nicht nur Reisbach und Fahlscheid sowie weitere Ortschaften im Kreis Saarlouis, sondern auch Obersalbach direkt betroffen und damit auch weitere Ortsteile der Gemeinde Heusweiler, in deren Gemeinderat ich Mitglied bin. Ich meine:








“Sozial ist, was Arbeit schafft.”
Oder: Sozialistisch…
“Ich meine: Es darf nicht zu einem unkontrollierbaren Kohleabbau unter bewohntem Gebiet kommen, der eine Gefahr für Leib und Leben darstellt.”
Risiken sind letztlich immer unkontrollierbar. Mit demselben Argument kann man die Atomenergie ablehnen oder den öffentlichen Personentransport.
Die Jahre bis 2012 werden wir ja wohl noch ganz hysteriefrei aushalten, oder?
Genau! Aus diesem Grund halte ich auch nichts von Impfungen und Airbags.
In diesem Fall wäre das Problem kontrollierbar, indem man den Kohleabbau unterlässt. Und es ist ja nicht nur das Problem, dass der Kohleabbau unternommen wird, sondern dass er staatlich subventioniert ist, obwohl alle schon vor dreißig Jahren wussten, dass es besser gewesen wäre, auszusteigen.
Hier zeigt sich doch, wie bescheuert der Spruch “Sozial ist, was Arbeit schafft.” ist. Geradezu zynisch ist es, die dreitausend Arbeitsplätze im Bergbau ins Felde zu führen gegen das Eigentum fremder Leute. Und Subventionen wären die Kohleabbauregionen wesentlich weiter. Subventionen verzögern den Strukturwandel, verhindern ihn nicht. Der Preis ist sehr hoch.
@Alexander
“dass er staatlich subventioniert ist, obwohl alle schon vor dreißig Jahren wussten, dass es besser gewesen wäre, auszusteigen.”
werden nicht noch immer Leute im Bergbau ausgebildet?
Na, du merkst ja selber, dass die Kommentatoren hier wenig auf die Existenzsicherung der Anwohner oder deren Ängste vor Gebäudeschäden oder Schäden an Leib und Leben geben. Deine Begehren gegen eine große Kapitalgesellschaft und dein artiges Aufzählen der Gefahren auf dieser Site ist aber auch all zu rührig. Nur leider juckt das einen Liberalen nicht sehr, ob jemand anders glücklich ist in seiner Situation oder ob sich die Situation womöglich noch verschlimmern könnte, weil ein anderer nicht merkt, dass es genug ist.
Du könntest die Deplatziertheit deines Artikel noch toppen, wenn du im nächsten Artikel zu Sachspenden für einen Osterbasar aufrufst, zu Gunsten der Opfer der letzten Erdverwerfungen.
Würdet ihr in dem betreffenden Gebiet wohnen und ständige Erdbeben, letztens sogar ein recht starkes, erleben, dann würdet ihr anders argumentieren.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort der Bergbau so lange weiter geht, denn die nächsten Beben sind vorprogrammiert. Wahrscheinlich greift dann die dortige Bevölkerung mal zur Selbsthilfe.
Im Prinzip wäre ja nichts gegen den weiteren Abbau zu sagen (von der Subventionsproblematik mal abgesehen).
Nur scheinen aus mir nicht verständlichen Gründen die normalen Schadensersatzregeln nicht zu funktionieren.
Solange die RAG die betroffenen Eigentümer voll entschädigt, oder noch besser, bessere bauliche Vorsorge trifft, um solche Schäden bzw. Entschädigungen zu vermeiden, wäre der Bergbau kein Problem.
Im Prinzip müßte nur die abgebaute Kohle im Volumenverhältnis 1:1 durch anderes Material ersetzt werden – dann krachen auch keine Hohlräume zusammen.
Mit einer ordentlichen liberalen Haftungsregelung wäre alles in Ordnung.
@R.A.
“bessere bauliche Vorsorge trifft, um solche Schäden bzw. Entschädigungen zu vermeiden, wäre der Bergbau kein Problem.”
Offenbar wurde aber genau das bisher nicht getan, ansonsten gäbe es ja nicht solche Beben in dem Gebiet.