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	<title>Kommentare zu: Das t&#228;gliche Brot</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 11:56:35 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: dagny</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34949</link>
		<dc:creator>dagny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 08:11:47 +0000</pubDate>
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		<description>*Kopfschuettel*

Das Wort &#039;Gedankenexperiment&#039; scheint hier Fremd zu sein. Mit der &#039;Gewissenspruefung&#039; hat das nichts zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>*Kopfschuettel*</p>
<p>Das Wort &#8216;Gedankenexperiment&#8217; scheint hier Fremd zu sein. Mit der &#8216;Gewissenspruefung&#8217; hat das nichts zu tun.</p>
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		<title>Von: che2001</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34736</link>
		<dc:creator>che2001</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 17:28:35 +0000</pubDate>
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		<description>@rayson, zum gro&#223;en Teil ist das tats&#228;chlich Subsistenzwirtschaft, zum anderen Teil wurde, was bereits suksessive seit den 1960er zunehmend Ursache des Elends in den Slums der afrikanischen St&#228;dte ist, Subsistenzwirtschaft durch Cash-Crop-Produktion f&#252;r den Weltmarkt verdr&#228;ngt. Landlose Bauern f&#252;hren ein Leben als Almosenempf&#228;nger, Gelegenheitsarbeiter oder Dauerkriminelle zugunsten einer weitaus geringeren Zahl von Farmern, und jetzt sind diese aufgrund der Nichtmehrkonkurrenzf&#228;higkeit ihrer Produkte vom gleichen Schicksal bedroht. Wer &#252;brig bleibt, sind die gro&#223;en Pflanzer, die Kaffee, Kakao, Zuckerrohr produzieren. F&#252;r Nahrungsbauern bleibt au&#223;er der Migration nur die Perspektive, die eigenen Produkte aufzuessen und aus der Geldwirtschaft komplett auszusteigen, f&#252;r Fischer der illegale Fischfang bzw., da anhand des Risikos, erwischt zu werden, die Gewinne h&#246;her sein m&#252;ssen, als Fische hergeben, die Piraterie.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rayson, zum gro&#223;en Teil ist das tats&#228;chlich Subsistenzwirtschaft, zum anderen Teil wurde, was bereits suksessive seit den 1960er zunehmend Ursache des Elends in den Slums der afrikanischen St&#228;dte ist, Subsistenzwirtschaft durch Cash-Crop-Produktion f&#252;r den Weltmarkt verdr&#228;ngt. Landlose Bauern f&#252;hren ein Leben als Almosenempf&#228;nger, Gelegenheitsarbeiter oder Dauerkriminelle zugunsten einer weitaus geringeren Zahl von Farmern, und jetzt sind diese aufgrund der Nichtmehrkonkurrenzf&#228;higkeit ihrer Produkte vom gleichen Schicksal bedroht. Wer &#252;brig bleibt, sind die gro&#223;en Pflanzer, die Kaffee, Kakao, Zuckerrohr produzieren. F&#252;r Nahrungsbauern bleibt au&#223;er der Migration nur die Perspektive, die eigenen Produkte aufzuessen und aus der Geldwirtschaft komplett auszusteigen, f&#252;r Fischer der illegale Fischfang bzw., da anhand des Risikos, erwischt zu werden, die Gewinne h&#246;her sein m&#252;ssen, als Fische hergeben, die Piraterie.</p>
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	<item>
		<title>Von: jo@chim</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34710</link>
		<dc:creator>jo@chim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 15:37:55 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r diesen Ausflug in die Realit&#228;t...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r diesen Ausflug in die Realit&#228;t&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: Llarian</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34700</link>
		<dc:creator>Llarian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 14:45:25 +0000</pubDate>
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		<description>Das ist zu kurz gedacht. Denn dadurch, dass der Bauer jetzt kein Geld verdient, kann er dem Schmied auch seinen Pflug nicht abkaufen. Jetzt hat der Schmied zwar die billige Milch, aber dummerweise kann er selbst die nicht mehr lange bezahlen, weil keiner seinen doofen Pflug kauft und bl&#246;derweise die Europ&#228;er kein Interesse an Pfl&#252;gen haben.
Landwirtschaft findet ja nicht im luftleeren Raum statt, die Bauern erzeugen auch ebenso Nachfrage nach Industrieprodukten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist zu kurz gedacht. Denn dadurch, dass der Bauer jetzt kein Geld verdient, kann er dem Schmied auch seinen Pflug nicht abkaufen. Jetzt hat der Schmied zwar die billige Milch, aber dummerweise kann er selbst die nicht mehr lange bezahlen, weil keiner seinen doofen Pflug kauft und bl&#246;derweise die Europ&#228;er kein Interesse an Pfl&#252;gen haben.<br />
Landwirtschaft findet ja nicht im luftleeren Raum statt, die Bauern erzeugen auch ebenso Nachfrage nach Industrieprodukten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: balou</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34697</link>
		<dc:creator>balou</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 14:27:50 +0000</pubDate>
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		<description>Das stimmt schon und wurde von Degenhardt sicherlich &#252;berzeichnet, das &#228;nderte allerdings nichts an der Sinnlosigkeit vieler Fragen, in den 70ern bei der Anh&#246;rung zu den Gr&#252;nden f&#252;r Kriegsdienstverweigerung und heute halt zu anderen Themen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das stimmt schon und wurde von Degenhardt sicherlich &#252;berzeichnet, das &#228;nderte allerdings nichts an der Sinnlosigkeit vieler Fragen, in den 70ern bei der Anh&#246;rung zu den Gr&#252;nden f&#252;r Kriegsdienstverweigerung und heute halt zu anderen Themen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: David</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34695</link>
		<dc:creator>David</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 14:17:05 +0000</pubDate>
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		<description>Eine Maschinenpistole dabeizuhaben w&#228;re doch illegal!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Maschinenpistole dabeizuhaben w&#228;re doch illegal!</p>
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	<item>
		<title>Von: balou</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34688</link>
		<dc:creator>balou</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 14:01:09 +0000</pubDate>
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		<description>Herr B., stellen Sie sich einmal vor, Sie sind mit Ihrer Freundin im Wald. Pl&#246;tzlich springen 10 Russen auf Sie zu und wollen Ihre Freundin vergewaltigen, was tun Sie? Sie haben ganz zuf&#228;llig Ihre Maschinenpistole dabei ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr B., stellen Sie sich einmal vor, Sie sind mit Ihrer Freundin im Wald. Pl&#246;tzlich springen 10 Russen auf Sie zu und wollen Ihre Freundin vergewaltigen, was tun Sie? Sie haben ganz zuf&#228;llig Ihre Maschinenpistole dabei &#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: dagny</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34678</link>
		<dc:creator>dagny</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 13:31:49 +0000</pubDate>
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		<description>Wie wuerdet Ihr es sehen, wenn es jemandem gelaenge Nahrungsmittel zu einem Preis und ich einer Menge zu produzieren, die alle Bauern in allen Laendern im Preis unterbietet und in der Menge uebertrifft?

Waere das unmoralisch, weil es den Anbau von Nahrung ueberfluessig macht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wuerdet Ihr es sehen, wenn es jemandem gelaenge Nahrungsmittel zu einem Preis und ich einer Menge zu produzieren, die alle Bauern in allen Laendern im Preis unterbietet und in der Menge uebertrifft?</p>
<p>Waere das unmoralisch, weil es den Anbau von Nahrung ueberfluessig macht?</p>
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	<item>
		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34653</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 11:44:23 +0000</pubDate>
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		<description>Erstens hat das keiner behauptet (immer diese R&#228;uberpistolen), und zweitens finde ich es faszinierend, wie 2/3 davon leben k&#246;nnen, dem anderen Drittel Nahrungsmittel zu verkaufen.

Oder sollten wir hier vielleicht gar von gro&#223;en Teilen Subsistenzwirtschaft ausgehen m&#252;ssen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erstens hat das keiner behauptet (immer diese R&#228;uberpistolen), und zweitens finde ich es faszinierend, wie 2/3 davon leben k&#246;nnen, dem anderen Drittel Nahrungsmittel zu verkaufen.</p>
<p>Oder sollten wir hier vielleicht gar von gro&#223;en Teilen Subsistenzwirtschaft ausgehen m&#252;ssen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: balou</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34650</link>
		<dc:creator>balou</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 11:21:13 +0000</pubDate>
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		<description>Was hei&#223;t das f&#252;r eine Gesellschaft in der 2/3 aller Erwerbst&#228;tigen ihr Einkommen aus der Landwirtschaft beziehen? 

Die zahlen auf die ich mich beziehe sind wohl im Spamfilter gelandet aber ist wohl eh wurscht, hier scheint es nicht um L&#246;sungsans&#228;tze sondern lediglich um sture Umsetzung von Ideologien zugehen.

Ich hoffe das soll nun kein allgemein g&#252;ltiges Konzept werden: 1/3 geht es besser und der Rest hat hat halt Pech gehabt. Was ist nur los mit Euch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was hei&#223;t das f&#252;r eine Gesellschaft in der 2/3 aller Erwerbst&#228;tigen ihr Einkommen aus der Landwirtschaft beziehen? </p>
<p>Die zahlen auf die ich mich beziehe sind wohl im Spamfilter gelandet aber ist wohl eh wurscht, hier scheint es nicht um L&#246;sungsans&#228;tze sondern lediglich um sture Umsetzung von Ideologien zugehen.</p>
<p>Ich hoffe das soll nun kein allgemein g&#252;ltiges Konzept werden: 1/3 geht es besser und der Rest hat hat halt Pech gehabt. Was ist nur los mit Euch?</p>
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	<item>
		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34649</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 11:03:48 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;es ist dort &#252;blich, 80% des Monatseinkommens f&#252;r Grundnahrungsmittel auszugeben.&lt;/blockquote&gt;

Eben. Dann sind durch europ&#228;ische Subventionen verursachte Preissenkungen doch noch wirksamer in Form einer Wohlstandssteigerung f&#252;r Verbraucher, die nicht gleichzeitig Bauern sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>es ist dort &#252;blich, 80% des Monatseinkommens f&#252;r Grundnahrungsmittel auszugeben.</p></blockquote>
<p>Eben. Dann sind durch europ&#228;ische Subventionen verursachte Preissenkungen doch noch wirksamer in Form einer Wohlstandssteigerung f&#252;r Verbraucher, die nicht gleichzeitig Bauern sind.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: balou</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34640</link>
		<dc:creator>balou</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 10:22:08 +0000</pubDate>
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		<description>Das holt ja die toteste Leiche aus der Gruft.

Die Anmerkungen beziehen sich nicht speziell auf Boche.

Betrachten wir nur mal die Verh&#228;ltnisse s&#252;dlich der Sahara (SSA). Zeitraum 1999 bis 2004, habe keine Muse nach neueren Daten zu suchen, d&#252;rfte sich aber nur minimal ver&#228;ndert haben. Erster Wert entspricht 1999, der zweite Wert 2004

Anteil der L&#228;ndlichen Bev&#246;lkerung: 68%/64%

Landwirtschaftlichen Bev&#246;lkerung / Gesamtbev&#246;lkerung: 65%/62%

Landwirtschaftlichen Bev&#246;lkerung / L&#228;ndlichen Bev&#246;lkerung: 95%/95%

Wirtschaftlich aktive Bev&#246;lkerung

Gesamte wirtschaftlich aktive Bev&#246;lkerung / Gesamtbev&#246;lkerung: 45%/45%

Landwirtschaftl. wirtschaftlich aktive Bev&#246;lkerung/Gesamten wirtschaftl. aktiven Bev&#246;lkerung:67% / 64%

Rund zwei Drittel aller Menschen beziehen ihr Einkommen aus der Landwirtschaft direkt, hinzukommen vor- und nachgelagerte Bereiche. 

Insofern macht es schon einen gewaltigen Unterschied ob die Produktion von Nahrungsmitteln im Inland stattfindet oder ob die Nahrungsmittel importiert werden und dann rund Zwei Drittel aller Verbraucher &#252;ber nur noch marginale Kaufkraft verf&#252;gen. Dann kann man sich ja mal &#252;berlegen wie diese angesprochen kurzfristigen Nachteile f&#252;r die Verbraucher in entfernten Gebieten ohne Infrastruktur aussehen. Das ist kein Pl&#228;doyer f&#252;r die ewige Festschreibung von Subventionen bei uns, wohl aber f&#252;r den Schutz der Produktion in den betroffenen sich entwickelnden L&#228;ndern auch durch Handelsschranken wie Importz&#246;lle oder Subvention von externem Input in diesen Staaten. Ganz egoistisch empfehle ich mal einen Blick auf einen eigenen Artikel:

http://gebloggtewelten.de/2007/06/11/push-and-pull/

Kein allgemein g&#252;ltiges Patentrezept aber ein Ansatz, ein Ansatz den man im Bericht des Weltagrarrates durchaus erkennen kann.

Eine Anmerkung zu den Agrarsubventionen: F&#252;r eine Mehrzahl sind diese Subventionen lediglich Beihilfe zum Lebensunterhalt, will keiner h&#246;ren, schon garnicht bei den Bauern: 

In der Bundesrepublik erhalten 46,8% aller Betriebe Zahlungen in H&#246;he von weniger als 5.000€

35,6% zwischen 5.000 und 20.000€

16,1% zwischen 20.000 und 100.000€

1,6% (=5.310 von 330.590 Betrieben) mehr als 100.000€, im Schnitt 284.056€.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das holt ja die toteste Leiche aus der Gruft.</p>
<p>Die Anmerkungen beziehen sich nicht speziell auf Boche.</p>
<p>Betrachten wir nur mal die Verh&#228;ltnisse s&#252;dlich der Sahara (SSA). Zeitraum 1999 bis 2004, habe keine Muse nach neueren Daten zu suchen, d&#252;rfte sich aber nur minimal ver&#228;ndert haben. Erster Wert entspricht 1999, der zweite Wert 2004</p>
<p>Anteil der L&#228;ndlichen Bev&#246;lkerung: 68%/64%</p>
<p>Landwirtschaftlichen Bev&#246;lkerung / Gesamtbev&#246;lkerung: 65%/62%</p>
<p>Landwirtschaftlichen Bev&#246;lkerung / L&#228;ndlichen Bev&#246;lkerung: 95%/95%</p>
<p>Wirtschaftlich aktive Bev&#246;lkerung</p>
<p>Gesamte wirtschaftlich aktive Bev&#246;lkerung / Gesamtbev&#246;lkerung: 45%/45%</p>
<p>Landwirtschaftl. wirtschaftlich aktive Bev&#246;lkerung/Gesamten wirtschaftl. aktiven Bev&#246;lkerung:67% / 64%</p>
<p>Rund zwei Drittel aller Menschen beziehen ihr Einkommen aus der Landwirtschaft direkt, hinzukommen vor- und nachgelagerte Bereiche. </p>
<p>Insofern macht es schon einen gewaltigen Unterschied ob die Produktion von Nahrungsmitteln im Inland stattfindet oder ob die Nahrungsmittel importiert werden und dann rund Zwei Drittel aller Verbraucher &#252;ber nur noch marginale Kaufkraft verf&#252;gen. Dann kann man sich ja mal &#252;berlegen wie diese angesprochen kurzfristigen Nachteile f&#252;r die Verbraucher in entfernten Gebieten ohne Infrastruktur aussehen. Das ist kein Pl&#228;doyer f&#252;r die ewige Festschreibung von Subventionen bei uns, wohl aber f&#252;r den Schutz der Produktion in den betroffenen sich entwickelnden L&#228;ndern auch durch Handelsschranken wie Importz&#246;lle oder Subvention von externem Input in diesen Staaten. Ganz egoistisch empfehle ich mal einen Blick auf einen eigenen Artikel:</p>
<p><a href="http://gebloggtewelten.de/2007/06/11/push-and-pull/" rel="nofollow"></a><a href='http://gebloggtewelten.de/2007/06/11/push-and-pull/'>http://gebloggtewelten.de/2007/06/11/push-and-pull/</a></p>
<p>Kein allgemein g&#252;ltiges Patentrezept aber ein Ansatz, ein Ansatz den man im Bericht des Weltagrarrates durchaus erkennen kann.</p>
<p>Eine Anmerkung zu den Agrarsubventionen: F&#252;r eine Mehrzahl sind diese Subventionen lediglich Beihilfe zum Lebensunterhalt, will keiner h&#246;ren, schon garnicht bei den Bauern: </p>
<p>In der Bundesrepublik erhalten 46,8% aller Betriebe Zahlungen in H&#246;he von weniger als 5.000€</p>
<p>35,6% zwischen 5.000 und 20.000€</p>
<p>16,1% zwischen 20.000 und 100.000€</p>
<p>1,6% (=5.310 von 330.590 Betrieben) mehr als 100.000€, im Schnitt 284.056€.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: che2001</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34639</link>
		<dc:creator>che2001</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 10:16:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=626#comment-34639</guid>
		<description>In diesen L&#228;ndern sind jeweils etwa 30-50% der Bev&#246;lkerung Bauern oder Fischer und die Mehrheit von denen ihrer Einkommensquelle beraubt, daher z.Z. in Elendsquartieren ohne regelm&#228;&#223;iges Einkommen lebende Binnenfl&#252;chtlinge. Was die Portemonnaies angeht - es ist dort &#252;blich, 80% des Monatseinkommens f&#252;r Grundnahrungsmittel auszugeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen L&#228;ndern sind jeweils etwa 30-50% der Bev&#246;lkerung Bauern oder Fischer und die Mehrheit von denen ihrer Einkommensquelle beraubt, daher z.Z. in Elendsquartieren ohne regelm&#228;&#223;iges Einkommen lebende Binnenfl&#252;chtlinge. Was die Portemonnaies angeht &#8211; es ist dort &#252;blich, 80% des Monatseinkommens f&#252;r Grundnahrungsmittel auszugeben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Die Stimme auf dem Off</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34436</link>
		<dc:creator>Die Stimme auf dem Off</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 20:37:48 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Als ob eine Liberalisierung hier &#252;ber Nacht den Afrikanern das Getreide vom Teller saugen w&#252;rde.&quot;

Ich denke in ungef&#228;hr dieser Zeit wird es geschehen. Wie lange sollen die Gro&#223;h&#228;ndler auch sonst brauchen, um die Best&#228;nde aufzukaufen? 

Als ich das letzte Mal einen Broker vor einem Monitor gesehen habe, wurden die Gesch&#228;fte jedenfalls noch in ann&#228;hernder Echtzeit abgewickelt (den Smalltalk am Telefon wegen des &quot;Meetings&quot; in der Disse am Wochenende vor der Abwicklung mal ausgenommen). Das ging ungef&#228;hr so, dass das Telefon klingelte und man irgendwelche dubiosen Papiere zu unverst&#228;ndlichen Kursen und Bezeichnungen orderte und der Verk&#228;ufer das quasi sofort best&#228;tigte - wobei allerdings noch eine andere Abteilung den Deal erst noch &quot;checken&quot; musste.

Da viele Lebensmittelproduzenten aber mittlerweile den Gro&#223;handel ausgeschaltet haben und eigene Plantagen in den Anbaul&#228;ndern ihr eigen nennen, gehe ich eher von einer Zeitspanne aus, die in ungef&#228;hr genau dem Verfassen einer kurzen E-Mail an den &#246;rtlichen Repr&#228;sentanten oder aber eines kurzen Telefonanrufes entsprechen d&#252;rfte. 

Schon verschieben sich die G&#252;tertransporte.

Jetzt kommt auch noch hinzu, dass es (wohl) im Moment wieder Transportkapazit&#228;ten bei den Sch&#252;ttg&#252;tern gibt, womit man wohl davon ausgehen kann, dass die ersten Getreidelieferungen nach einer Importbeschr&#228;nkung in ungef&#228;hr drei Wochen aus Afrika in den USA eintreffen w&#252;rden. In Europa sogar noch schneller. D.h. nat&#252;rlich nicht, dass es drei Wochen dauern w&#252;rde, bis die Afrikaner nichts mehr zu bei&#223;en haben, nein, das ginge wesentlich schneller. Denn das Getreide muss ja erst einmal gelagert werden, bevor es verladen werden kann. Just in time funktioniert in Afrika noch nicht so gut und Lagerkapazit&#228;ten sind vergleichsweise g&#252;nstig.

Ganz unber&#252;cksichtigt ist dabei, dass eine Leiter mehr als zwei Sprossen hat. Wenn n&#228;mlich die Nachfrage in den USA und/oder Europa steigt, dann d&#252;rfte der Preis f&#252;r alle anderen steigen. Das bedeutet dann aber auch, dass &#196;gypten vielleicht noch etwas von dem &quot;Stoff&quot; kaufen kann, w&#228;hrend der Senegal ziemlich dumm aus der W&#228;sche guckt und Mozambique wohl bald gar nicht mehr guckt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Als ob eine Liberalisierung hier &#252;ber Nacht den Afrikanern das Getreide vom Teller saugen w&#252;rde.&#8221;</p>
<p>Ich denke in ungef&#228;hr dieser Zeit wird es geschehen. Wie lange sollen die Gro&#223;h&#228;ndler auch sonst brauchen, um die Best&#228;nde aufzukaufen? </p>
<p>Als ich das letzte Mal einen Broker vor einem Monitor gesehen habe, wurden die Gesch&#228;fte jedenfalls noch in ann&#228;hernder Echtzeit abgewickelt (den Smalltalk am Telefon wegen des &#8220;Meetings&#8221; in der Disse am Wochenende vor der Abwicklung mal ausgenommen). Das ging ungef&#228;hr so, dass das Telefon klingelte und man irgendwelche dubiosen Papiere zu unverst&#228;ndlichen Kursen und Bezeichnungen orderte und der Verk&#228;ufer das quasi sofort best&#228;tigte &#8211; wobei allerdings noch eine andere Abteilung den Deal erst noch &#8220;checken&#8221; musste.</p>
<p>Da viele Lebensmittelproduzenten aber mittlerweile den Gro&#223;handel ausgeschaltet haben und eigene Plantagen in den Anbaul&#228;ndern ihr eigen nennen, gehe ich eher von einer Zeitspanne aus, die in ungef&#228;hr genau dem Verfassen einer kurzen E-Mail an den &#246;rtlichen Repr&#228;sentanten oder aber eines kurzen Telefonanrufes entsprechen d&#252;rfte. </p>
<p>Schon verschieben sich die G&#252;tertransporte.</p>
<p>Jetzt kommt auch noch hinzu, dass es (wohl) im Moment wieder Transportkapazit&#228;ten bei den Sch&#252;ttg&#252;tern gibt, womit man wohl davon ausgehen kann, dass die ersten Getreidelieferungen nach einer Importbeschr&#228;nkung in ungef&#228;hr drei Wochen aus Afrika in den USA eintreffen w&#252;rden. In Europa sogar noch schneller. D.h. nat&#252;rlich nicht, dass es drei Wochen dauern w&#252;rde, bis die Afrikaner nichts mehr zu bei&#223;en haben, nein, das ginge wesentlich schneller. Denn das Getreide muss ja erst einmal gelagert werden, bevor es verladen werden kann. Just in time funktioniert in Afrika noch nicht so gut und Lagerkapazit&#228;ten sind vergleichsweise g&#252;nstig.</p>
<p>Ganz unber&#252;cksichtigt ist dabei, dass eine Leiter mehr als zwei Sprossen hat. Wenn n&#228;mlich die Nachfrage in den USA und/oder Europa steigt, dann d&#252;rfte der Preis f&#252;r alle anderen steigen. Das bedeutet dann aber auch, dass &#196;gypten vielleicht noch etwas von dem &#8220;Stoff&#8221; kaufen kann, w&#228;hrend der Senegal ziemlich dumm aus der W&#228;sche guckt und Mozambique wohl bald gar nicht mehr guckt.</p>
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		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/04/13/das-taegliche-brot/comment-page-1/#comment-34427</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 19:09:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=626#comment-34427</guid>
		<description>Besteht denn die Mehrheit aus Fischern und Bauern?
Und was ist dann mit der Minderheit? Kann die nicht profitieren und sich zur Mehrheit mausern?

Wie zu Lina gesagt: Ich finde die Subventionen unsinnig und sie sollten so schnell als m&#246;glich abgeschafft werden. Ich bin auch bereit anzunehmen, dass bei mehrheitlich agrarische &#214;konomien kurzfristig eher die Nachteile &#252;berwiegen.
Das &#228;ndert aber meiner laienhaften Meinung nach nichts am grundlegenden Umstand, dass Subventionen an deutsche Bauern weiterflie&#223;en - n&#228;mlich in die Portemonnaies der K&#228;ufer deutscher Agrarprodukte im Ausland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Besteht denn die Mehrheit aus Fischern und Bauern?<br />
Und was ist dann mit der Minderheit? Kann die nicht profitieren und sich zur Mehrheit mausern?</p>
<p>Wie zu Lina gesagt: Ich finde die Subventionen unsinnig und sie sollten so schnell als m&#246;glich abgeschafft werden. Ich bin auch bereit anzunehmen, dass bei mehrheitlich agrarische &#214;konomien kurzfristig eher die Nachteile &#252;berwiegen.<br />
Das &#228;ndert aber meiner laienhaften Meinung nach nichts am grundlegenden Umstand, dass Subventionen an deutsche Bauern weiterflie&#223;en &#8211; n&#228;mlich in die Portemonnaies der K&#228;ufer deutscher Agrarprodukte im Ausland.</p>
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