Herr Broder war kürzlich in der Schweiz. Er hat dort nicht nur Rösti gegessen sondern auch einen Vortrag gehalten. Über sein zentrales Thema: Der Islam und der lendenlahme Westen.

Nun ist es ja nicht so, dass wir Herrn Broder nicht schätzten. Nein, nein, wir verfolgen hier und hier mit Interesse seine Anmerkungen zur Zeit, wobei wir uns zwischendurch wünschten, er möge sich auch mal einem anderen Thema als immer nur Israel, den Islam und so weiter zuwenden. Er kann ja schreiben, der Mann. Und die Dinge zuspitzen. Was beides dem geneigten Leser durchaus Vergnügen und Erbauung bereitet.

Wir fanden es einfach ein wenig irritierend, von wem sich Herr Broder in die Schweiz einladen liess. Es war der Herr Schlüer, der Chefredaktor von Schweizerzeit, einer ziemlich weit rechts angesiedelten Politzeitschrift, der ihn vor seinen Karren spannte.

Und selbstredend ist der Herr Schlüer im Schweizer Politzirkus ebenso rechtsaussen wie seine Zeitschrift positioniert, so dass es sogar den Zürchern zuviel wurde und den strammen SVP-Mann nicht mehr ins nationale Parlament wählen mochten. Auf die deutsche Politik übertragen könnte man sagen, dass Herr Schlüer am rechten Rand der CSU anzusiedeln ist.

Ich kann mir das nur so erklären, dass Herr Broder wohl denkt, der Feind meines Feindes ist mein Freund. Oder er hat einfach nicht gewusst, von wem er sich da ein Honorar plus Reisespesen bezahlen lässt.

Lieber Herr Broder – rufen Sie mich das nächste Mal an, wenn Sie eine Einladung aus der Schweiz erhalten. Ich kenne mich da ein wenig aus.