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Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Che: ein Sprengstoffgesicht

jo@chim, 02.06.2008

Sein Konterfei ist Sprengstoff betitelt SPON ein Interview mit dem Schweizer Fotografen René Burri, dessen Foto von Ernesto Guevara de la Serna als eine der Ikonografien der von “Che” verführten Generation weltbekannt wurde.

Schon richtig: schliesslich wurden dieses und andere Bilder des Grossbürgersohnes zur Inspiration für Terroristen in aller Welt.

Treffender ist wohl dieses Bild des Stalin-Verehrers Che Guevara, der seine Vision des “neuen Menschen” als Überwinder der verhassten modernen Zivilisation, in der er nicht leben konnte und wollte, notfalls um den Preis des atomaren Genozids zu erzwingen bereit war.

Das Plakat kann über den RCDS bezogen werden.



22 Kommentare zu “Che: ein Sprengstoffgesicht”

  1. Lemmy Caution

    Guevara stammte ganz sicher nicht aus einer “großbürgerlichen” Familie. Der Vater hat sich vielmehr als meistens erfolgloser Geschäftsmann durchgeschlagen. Natürlich hat er keinen Hunger erlitten und auch die recht aufwendige medizinische Betreuung für den kleinen Ernesto (starkes Astma) konnte die Familie finanzieren. Sie war aber in keiner Weise “großbürgerlich”. Während der Kindheit und Jugend Guevaras gehörte Argentinien ja auch zu den eher reicheren Ländern.
    Guevaras Entrüstung über gewisse “Selbstverständlichkeiten” der lateinamerikanischen Klassengesellschaften waren echt. Ich kann das aus eigener Anschauung nachvollziehen.
    Die Theorien und v.a. die Radikalität der Umsetzungen derselben sowie der Hang zur extremen Polarisierung waren sicher nicht zielführend. Dieser ganze heroische Voluntarismus und selbst Fidel Castro sagt heute, dass Guerrilla normalerweise nicht funktioniert und Cuba eine Ausnahme darstellte.
    Und von der “Linken des 21. Jhdts” kann man eh nicht erwarten, dass sie sich kritisch mit den Fehlern ihrer Helden auseinandersetzen. Dazu sind die meisten einfach nicht in der Lage.

  2. Christian

    Mh, RCDS, da war doch was … richtig, richtig, Zwei-Klassen-Wahlrecht, ich erinnere mich. :>

  3. Lemmy Caution

    Immerhin 2-Klassen-Wahlrecht.
    Bei Guevara gibts gar kein Wahlrecht. Wozu auch? Schliesslich gehts um die Erziehung zum neuen Menschen. Gibt dann keinen Grund die noch-umzuerziehenden wählen zu lassen. Immerhin besteht die Gefahr, dass die tumben Toren den Reizen der Konter-Revolution erliegen :-) One never knows.

  4. SKH

    Zwei-Klassen-Wahlrecht?

  5. hessie

    Warum gibt es bloß für diese T-Shirts http://che-mart.com/store.php keinen deutschen Shop…muss man wohl sich selbst was basteln…

  6. Christian

    SKH: Der Bundesvorsitzende des RCDS hat sich ein wenig vertan.

  7. jo@chim

    Das Geblödel mit der unterschiedlichen Gewichtung von Stimmen hört man ja öfter mal auf verschiedenen Seiten des politischen Spektrums – selbst der eine oder andere sich liberal nennende Schwachschwätzer Landespolitiker scheint vor derlei Populismus nicht gefeit.

    Am sympathischsten ist mir da noch die Lichtschlag’sche Variante, das Wahlrecht nach Enteignungsquote (aka Steuervolumen) statt Zeugungsfähigkeit zu gewichten…

    … nein im Ernst: One Man, One Vote – so steht das in unserer Verfassung. Ich sehe da keinen Diskussionsbedarf.

    Aber was hat das jetzt mit der RCDS-Aktion zu tun?

  8. jo@chim

    Herrn Guevaras Umfeld war “eine vermögende Familie, zu deren Vorfahren auch der letzte peruanische Vizekönig gehörte” – so steht’s in der Wikipedia… hab Ähnliches auch schon in anderen Zusammenhängen gelesen, Lemmy…
    (Diese Anmerkung nur wg. Rechthaberei – nicht dass mir die Herkunft eines Menschen mehr bedeuten würde als die Gelegenheit zu einer polemischen Spitze *g*)

  9. Christian

    Aber was hat das jetzt mit der RCDS-Aktion zu tun?

    Im Grunde genommen nichts – aber ich kann doch nicht zweimal in Folge einem Beitrag hier zustimmen. ;)

    Mal ernsthaft: Che Guevara ist eine sehr zwiespältige Persönlichkeit. Einerseits hat er in seiner Jugend als Arzt Leprakranken geholfen, damals war er auch noch geprägt von christlichem Ethos – andererseits ist es nicht zu bestreiten, dass der Che ein brutaler Mörder war, der keinerlei Skrupel kannte. Was wahrscheinlich normal für eine blutige Revolution sein dürfte – bei einem gewaltsamem Umsturz bleiben Opfer nicht aus.

    Richtig ist auch, dass Che Guevara im Gegensatz zu Fidel Castro ein Problem mit Homosexuellen hatte – seine Ideologie des Neuen Menschen ist tatsächlich vor allem eines: menschenverachtend.

    Es ist sicherlich absurd, ihn als Ikone zu verehren – aber man sollte sich auch nicht die Blöße geben und diese schwärmerische Verehrung zu hart zu verurteilen. Wie schon richtig festgestellt wurde, kennen wohl die wenigsten Che-Fans ihren Che richtig, insofern ist die Kampagne des RCDS nicht ganz blöd – aber sie wirkt doch auch sehr gezwungen.

  10. Dagny

    One man – man vote – one and the same amount of taxes möchte man da anfügen.

  11. stefanolix

    Schon die erste Aussage (einige hundert bis mehrere Tausend erschossene Menschen) ist schwammig, wird den historischen Tatsachen nicht gerecht und ist damit natürlich angreifbar. Wer keine genauen Zahlen hat, muss eine neutrale und trotzdem eingängige Formulierung wählen. Wer das nicht kann, sollte keine Plakate entwerfen.

    An einigen Stellen wurden mit traumwandlerischer Sicherheit genau die falschen Worte gewählt. Der folgenden Satz soll die Arbeitslager in Kuba beschreiben:

    Dort mussten Dissidenten, Homosexuelle, Katholiken und andere, die nicht ins System passten, menschenunwürdige Arbeiten ableisten. Viele kamen dabei um.

    Ableisten muss man seinen befristeten Zivildienst oder Wehrdienst. Man zählt die Tage, aber man weiß, wann es zu Ende ist. In Kuba wurden die Menschen ohne Hoffnung auf ein Ende der Gefangenschaft eingesperrt und zu menschenunwürdigen Arbeiten gezwungen. Eine eingängige Formulierung wäre:

    In den Lagern wurden Dissidenten, Homosexuelle und Christen zu schwerer körperlicher Arbeit gezwungen. Viele Gefangene kamen dabei um.

    Und so holprig geht es weiter. »Uneingeschränkt« kann man überhaupt nicht steigern und »unkritisch« sollte man nicht steigern. Schachtelsätze haben auf Plakaten keine Wirkung.

    @joachim: wir haben uns ja neulich am Rande auch über diese »Ikone« Che Guevara unterhalten und waren uns einig, dass der zuviel Beachtung erfährt. Ich kann mich trotzdem mit der RCDS-Aktion nicht anfreunden. Die Aktion wirkt sehr bemüht und ich kann auch keinen Bezug zur Politik in Deutschland erkennen. Hierzulande gäbe es wirklich wichtigere Themen für Plakate.

    Technische Anmerkung: Offenbar wird das Plakat (und das ist denkbar ungünstig) nur als Pixelgrafik zur Verfügung gestellt. Als Vektorgrafik wäre es skalierbar, wesentlich schärfer und wesentlich variabler einsetzbar.

    Auf einer Skala von Null bis Zehn bekäme das Plakat bei mir nicht mehr als drei Punkte, obwohl mir die Menschenrechtsverletzungen in Kuba wichtig sind.

  12. Lemmy Caution

    Es kann ja sein, dass irgendeiner der Vorfahren von Guevaras Mutter mal ein peruanischer VK war. Das war aber schon zu seinen Lebzeiten schon eine Weile her. Der letzte VK hat Peru Anfang der 1820er Jahre verlassen. Der Fußballspieler Claudio Pizarro stammt möglicherweise sogar vom ersten peruanischen VK ab. Da würd aber auch keiner auf die Idee kommen, dass er aus einer großbürgerlichen Familie stammt.
    Der spanische Wikipedia ist genauer. Die sprechen von oberer Mittelschicht und wirtschaftlich erfolglosen Aktivitäten des Vaters. Oberschicht waren die sicher nicht. So hab ich das auch aus meiner Erinnerung der Taibo-Bibliographie hervor.
    Gab ja auch keinen innerfamiliären Bruch wg. Ches mehr sozialistischer Aktivitäten. Die Eltern waren stolz auf ihn. Der spanische Wikipedia spricht von oberer Mittelschicht. Aufgrund der geschäftlichen Probleme des Vaters war das “obere” in “obere Mittelschicht” sehr bedroht.

  13. Lemmy Caution

    Mit der Relevanz sehe ich das auch so. Der RCDS sollte besser überhaupt nicht drauf eingehen. Che Guevara ist heute ein Gespenst aus einer ganz anderen Zeit als unsere globalisierte mit immer mehr potentiellen Standorten für Industrie und viel mehr Automatisierung mit der einhergehenden stärkeren Bedarf an spezialisierter Ausbildung.
    Die angeblich neue Linke ist schwer anzugreifen, weil sie sich überhaupt nicht die Mühe macht rational zu debatieren. Die sind populistisch. Wichtiger als empirische Belege für ihre Thesen ist denen, dass sie für eine möglichst große Menge an potentiellen Wählern plausibel wirken.
    Die Performance entsprechender neu-linker Regierungen in Lateinamerika ist zwar gerade gegenüber wirtschaftsaufgeschlosseneren Linken wie Brasilien und Chile schlecht, aber diese Details sind hier politisch für breite Wählerschichten schwer bis nicht zu vermitteln.

  14. stefanolix

    Die neue Linke trägt auf Plakaten gern vor sich her, was sie als die »guten Seiten« des Che Guevara bezeichnet. Man kann sicher über seinen Einfluss auf die Linkspartei diskutieren, dort gibt es ja richtige Fans des kubanischen Regimes. Ich wollte die Idee des RCDS ja auch nicht ganz vernichtend beurteilen, aber die Umsetzung ist zum Teil einfach Mist.

  15. jo@chim

    Lemmy, Stefanolix: Gespenster gibts nicht. “Che” ist eine real existierende Ikone der radikalen Linken und von daher durchaus relevant (der Rechtsextremismus hat Ähnliches mit Rudolf Hess versucht, aber – gottlob – nicht im Ansatz die Breitenwirkung erzielt).

    Es ist schon bezeichnend, dass die Ikonographie inzwischen aus den Redaktionsstuben (ehemals) bürgerlicher Zentralorgane heraus betrieben wird. Die Idee des RCDS, hier zu dekonstruieren finde ich deshalb umso wichtiger. Ok, besser machen (bzw. sich besser wünschen) kann man natürlich alles…

  16. Sky

    “…sollte keine Plakate entwerfen.”

    Mag ja sein, dass bspw. ein professioneller Werbetexter oder ein sog. Politprofi die Sache besser hätte umsetzen können. Mich hat das Plakat aber schon beeindruckt, schon wegen der Idee.

    “Auf einer Skala von Null bis Zehn bekäme das Plakat bei mir nicht mehr als drei Punkte…”

    Ich glaube darum geht es nicht. Die Idee war gut und die beabsichtigte Wirkung ist erzielt worden. Anders kann ich die vielen Beiträge, die sich im Web mit dem Plakat befassen, nicht interpretieren.

    Lustig übrigens eine Gegenargumentation der Linken, die die Verwendung des Wortes “Konzentrationslager” anmängelt und auf eine Verharmlosung des Holocausts durch den RCDS schliesst.

    M.E. kann nicht genug dafür plädiert werden das Sprachliche auf das Notwendige zurückzufahren und die Sacharbeit in den Vordergrund zu stellen.

  17. john j

    Che Guevara mal wieder…als gaebe es nix wichtigeres in D. Gerade schickt sich die SPD an ausgerechnet mit Hilfe der Linken eine angeblich ach so anti-linke Kandidatin zur B-Praesidentin zu machen…die dann die SPD zur Linken hin abgrenzen soll nachdem sie mit deren Stimmen gewaehlt wurde. Mitten in D leben weiterhin die ex-Menschenschinder der DDR vollversorgt mit Pensionen und Renten und verbreiten ihre Sicht von der DDR in der es gar nicht so schlimm war und jedenfalls besser als in der wiedervereinigten BRD, und der RCDS arbeitet sich an Che ab.

    Und man erregt sich ueber Menschenrechtsverletzungen in Kuba (echte und erfundene und vor allem solche die schon lange her sind), aber hat kein Wort zu China, zu Saudi-Arabien, Iran, Russland oder dem Sudan zu sagen…warum sieht man eigentlich das Konterfei Mao Tse Tung’s so selten in solchen Publikationen wie diesem Plakat? Weil man sich an einem kleinen Inselstaat wie Kuba viel leichter hochziehen kann als am maechtigen China, der (bald) groessten Wirtschaft der Welt, mit der wir alle hoffen noch lange gute Geschaefte zu machen?

  18. stefanolix

    Wir sprechen hier über Botschaften in der politischen Auseinandersetzung und es gibt kaum eine Aufgabe, bei der die Sprache so sehr zur Sacharbeit gehört. Wer ein Plakat entwirft, muss immer besonders auf die Verständlichkeit achten. Das ist ein Teil der Sacharbeit.

    Ich bin kein Werbeprofi. Aber ich arbeite jeden Tag an Fachtexten und werde für Verständlichkeit bezahlt. Ich bin kein Politprofi und auch kein Verbandsfunktionär. Aber wenn ich einer wäre, dann hätte ich mir für dieses Plakat einen kompetenten Rat eingeholt.

    Ich schreibe und kommentiere seit vielen Jahren in liberalen Blogs und die Kollegen kennen mich als »Sacharbeiter«. Auch als Liberaler habe ich viel gegen Che Guevara und die Che-Ideologie zu sagen, aber ich würde es auf andere Weise tun.

    Das Wort »Konzentrationslager« hat in der Tat eine lange Geschichte. Konzentrationslager gab es schon lange vor 1933. Aber seit 1945 muss man sich verdammt genau überlegen, was man mit diesem Wort beschreibt. Deshalb habe ich den Begriff »Arbeitslager« gewählt und die Zustände mit möglichst eingängigen Worten beschrieben.

  19. Lemmy Caution

    Aber der Ché ist vor allem ausserhalb Lateinamerikas nur Hülle. Ein schönes mediteranes Gesicht mit halblangen Haaren. Seine Ideen waren schon in den 60ern des letzten Jahrhunderts nicht besonders originell. Selbst in Kuba hatten seine wirtschaftlichen Ideen seit Mitte der 60er keinen Einfluß mehr. Auf Kuba hatte ich das Gefühl, dass er irgendwie für unzufriedene jüngere Leute ein Symbol einer nach wie vor offenen Option für eine “gute” Wendung der “Revolution” darstellte. Auch so kann das kubanische Regime Leute an der Stange halten.
    Militärisch hat Castro Chés Idee von der Schaffung von mehreren Vietnams in Lateinamerika Ende der 60er aufgegeben. In Afrika später, aber vielleicht hoffte man so die Russen zu Unterstützung zu motivieren (meine Vermutung).
    Und in Europa?
    Seine Kompromisslosigkeit und der Griff zur Waffe. Aber die aktuelle “Neue Linke” erzeugt ja keine Terroristen.
    Er ist eine reine Hülle und die kann man aus meiner Sicht schwer angreifen. Vor allem weil sie viel hübscher ist als Sozialismus. Der schmachtende, entschlossene Blick des schönen Chés überstrahlt einfach für viele Leute als das “kleinliche” anstrengende Gemoser des RCDS.
    Vielleicht sollte man besser alte Bilder über das real sozialistische Aussehen des Ostblocks vor dem Fall der Mauer herauskramen.

    Diese Leute besitzen aus meiner Sicht einfach keine Lösungsansätze und produzieren heisse Luft. Auf Amazon kann man sich Bücher kaufen zur “Linken des 21. Jhdts.” mit Hans Modrow und immer wieder Heinz Dieterich. Gibt auf youtube 2 längere Interviews mit Heinz Dieterich auf Sanisch (ein chilenischer Sender und cnn espanol). Ein entspannt lächelnder Alt-68er, aber was hat er zu sagen?
    - der Sozialismus des 20. Jhdt. fehlte es an den geeigneten Werkzeugen (Computer, Internet)
    - Modelle zur Errechnung des Werts der Arbeit nach Arbeitsstunden, aber dann redet er um den Brei, sobald Umsetzungsfragen kommen.
    - immer wieder Hinweise, dass Dinge im Interesse der USA geschehen, aber insitierende Journalistenfragen danach über welche Kanäle denn die USA konkret z.B. auf die Bombardierung des FARC Camps von Raúl Reyes hingewirkt hat, weicht er aus.
    - das Eingeständnis, dass es mehr Partizipation geben sollte, ohne darauf einzugehen wie dies denn genau geschehen sollte.

    Ist vielleicht schwierig deutschen Wählern an den Beispiel Venezuelas, Bolivien, Ecuadors zu zeigen, dass Sozialismus immer zu den gleichen Problemen führt
    - falsche Anreizstrukturen durch die tiefgreifenden Eingriffe in das System der relativen Preise
    - staatlich gefördertes Denunziantentum
    - eine neue Schicht an unproduktiven Neureichen
    - unlösbare Streitigkeiten durch Polarisierung
    - Negierung von Pluralismus
    - eine sich im Gehalt der Aussage kindlich wiederholende Propaganda

  20. Sky

    Es wird sehr viel am Wort gedreht und gearbeitet, dieses Drehen und Wenden wird von bestimmten Kräften als zwingend erforderlich und alleine erfolgsversprechend verkauft. Der Leser wolle angesprochen werden, der benötige ein spezielles Input, um die Sache gehe es erst an zweiter Stelle. Das campaigning und der Verkauf sind aber nicht erstrangig, der Abnehmer will an erster Stelle immer noch Inhalt.
    Anders sind bspw. bestimmte Wahlergebisse nicht zu erklären und auch die eine oder andere PR-Kampagne soll geschietert sein – am Produkt.

    Das soll jetzt nicht die sprachlich/werbewissenschaftliche Kritik an Einzelpunkten entkräften, diese greift natürlich, “KZ” musste nicht im Text vorkommen, Schachtelsätze sind eher was für Old Sky bei den Antis, aber das aufgestellte Gesamturteil, das Richtung “Taugtnix” ging, muss angezweifelt werden.

  21. stefanolix

    Um den Inhalt geht es zweifellos an erster Stelle. Ich will andere davon überzeugen, dass die Ideologie der (kubanischen) Kommunisten eine Gefahr für unsere Demokratie ist, auch wenn sie eine schöne Ikone vor sich hertragen. Das Plakat des RCDS erfüllt diesen Zweck nur zum Teil. Es kommt vor allem bei denen an, die eigentlich nicht mehr überzeugt werden müssen.

    Unabhängig von der Diskussion um das RCDS-Plakat: ich schreibe wirklich (vorwiegend) EDV-Fachtexte und habe mit diesen »bestimmten Kräften« aus Deinem ersten Absatz überhaupt nichts zu tun. Ich bin kein Werber und ich verkaufe auch keine Beratung. Ich gebe aber zu, dass mich Sprachschlamperei, handwerkliche Fehler und leeres Wortgeklingel stören. Und das wird mit den Jahren nicht besser;-)

  22. jo@chim

    btw, Lemmy: danke für Deine Comments hier, die zwar oft kritisch, aber meist informativ sind :-)
    Der Herr Heinz Dieterich würde wohl einmal eine ausführlichere Betrachtung verdienen…

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