Umwelt (I)
Quando.net berichtet über neue Erkenntnisse zur Funktionsweise des Klimas. Anscheinend wurde ein neuer Regelungsmechanismus im tropischen Atlantik gefunden, wie New Scientist berichtet. In der Nähe der Kapverden bindet der Ozean anscheinend schädliches Zeugs wie Methan und andere Gase in weit grösserem Umfang als angenommen.
Ob die Klimamodelle das alles auch berücksichtigen? Und ob es den Treibhauseffekt überhaupt gibt, ist auch nicht klar.
Im Zweifelsfall bleiben Zweifel. Stört die Politik aber nicht.







Paperdropping, eine der schlimmsten Seuchen der Bloggossphäre. Gibts bestimmt auch eine Untersuchung zu.
Und dass Politik unter Unsicherheiten agiert ist natürlich skandalös.
Und dass Politik unter Unsicherheiten agiert ist natürlich skandalös.
Nein, das ist nicht der Punkt. Der ist vielmehr, dass Politik Unsicherheit wegdefiniert, um erhebliche Eingriffe in das Leben der Bürger zu rechtfertigen. Und Prioritäten, aber das ist eine andere, wiewohl damit zusammenhängende Geschichte…
Eine andere Geschichte, die ich aber weitaus spannender und zielführender finde als sich irgendwelche Paper der theoretischen Physik um die Ohren zu hauen, die von uns dreien wohl sowieso keiner versteht und denen man mit ein wenig.Google-Suche andere Paper entgegenstellen kann, die auch keiner versteht.
Uns drei? FG, Rayson und ich?
Für meine Person muss ich sagen, hab ich kein grosses Problem, die genannten Arbeiten inhaltlich zu verstehen. Aber darum geht es auch nicht: In der Wissenschaft besteht einfach keine Einigkeit über das Ob und Wie der Klimaänderung. Das angegeben Paper ist nicht peer-reviewed, markiert aber dennoch den extremsten Punkt in der Diskussion. (“Den Treibhauseffekt gibt es nicht”). Deshalb habe ich es verlinkt.
Dann halt nur uns zwei (über Deine Ausbildung weiss ich ja nix und wehe Rayson überrascht mich jetzt noch mit ungeahnten Fähigkeiten).
Nö, in Naturwissenschaften traue ich meistens den Experten ;-)
> Aber darum geht es auch nicht: In der Wissenschaft besteht einfach keine Einigkeit über das Ob und Wie der Klimaänderung.
Wäre ja auch schlimm, wenn mit dem Erdklima jetzt ausgerechnet eines der komplexeren Sachverhalte verstanden worden wäre. Die involvierten Burschen, die jetzt die Chance habe i.p. Fördermittel verstärkt mit den Genetikern und den Nanotechnologen konkurrieren haltens einfach mit Popper: Hier ist meine Theorie, bitte falsifizieren!
Und da das keiner kann, sich das Klima nicht zu Wort meldet und einige Jahrzehnte und Jahrhunderte abgewartet werden müsste, gibts halt solche Frösche wie den Rahmstorf, die für Fehlinvestitionen und “Zahl mir meinen Mercedes Benz CLS” stehen.
Es wäre schön, wenn Systemwissen weiter verbreitet wäre, wenns zumindest ansatzweise an den Schulen und Unis gelehrt werden würde, so aber haben wir den Salat: Die Leute wissen nicht einmal was sie nicht wissen.
“Die involvierten Burschen (…) haltens einfach mit Popper: Hier ist meine Theorie, bitte falsifizieren!”
Noch nicht einmal das. Eine grundsätzlich falsifizierbare These stellten sie bisher nicht auf. Stattdessen ergehen sie sich in Vermutungen, Berechnungen, Warnungen und behaupteten Konsensen.
Der Konsens wird von der Politik, etwa dem IPCC (und dessen Bericht ‘fuer Entscheidungstraeger’) behauptet. Einige fuehrende Wissenschaftler haben diesem Konsens laengst widersprochen.
Mehr dazu in einem der naechsten Beitraege.
Aber auswertungsmässig haben wir doch schon etliche hinter uns, hmm? – Ich erinnere mich an einen Faz-Artikel, der mit vergleichbaren Klimaphasen des Mittelalters (Orangenblüte in Köln, etc…) vehement gegen die aktuelle Hysterie argumentierte; ich finde, dass man ihnen, den Klima-Historikern, überhaupt grössere Aufmerksamkeit schenken sollte, um nicht in den Wahn zu verfallen, *wir* hätten es in der Hand…?
Es wird ja so argumentiert, dass gerade jetzt der CO2-Ausstoss die Balance gefährdet. Und abwarten und so ginge auch nicht, denn die Sache ist zu wichtig, LOL.
Hoffen wir mal, dass die denkfähigen Leute das Schlimmste verhindern werden. Fr.Merkel liest hier bestimmt mit, die kann dann mit dem hier verlinkten Papier (ich habs nicht gelesen, aber ich bin ja auch schon aufgeklärt :) ihre Positionen überarbeiten.
Aber auch gut, dass die sich hier nicht zu Wort meldet.
btw: ob Merkel mitliest oder nicht :-D: beim Klima kann sie jedenfalls ein politisches *Matriarchat* ausleben, wie sie es sich vielleicht nicht hat träumen lassen ;-)…
Emo-Politik wie es nur die Frauen können, ein Naturtalent diese Dame. BTW – welche Ausbildung hat die Dame eigentlich genossen? – Was die ist Physikerin? Echt war, boah ey, aber DDR-Diplom bestimmt, oder?
Wenn ich an die ‘Kompromisse’ denke, die Frau Dr. DDR-Physik Merkel geschlossen hat, dann scheint weibliche Fuehrung darin zu bestehen, nicht etwa eigene Inhalte durchzusetzen, sondern zwischen den Interessen (0% Mrwst vs. 2% Mrwsterhoehung) einen Ausgleich (3%) zu finden und diesen dann als eigenen Erfolg zu verkaufen. Kommunikation statt Inhalt.
War jetzt nicht so böse gemeint das mit der DDR-Dimplomatik, LOL, aber ich kenne einige osteuropäische Leichtgewichte, die promoviert haben und auch schon mal Professuren innehaben. Aber sowas gibts “bei uns im Westen” natürlich auch, ich erinnere an die mediokren Akademiker, die in den Siebzigern und Achtzigern hochkamen.
Dennoch enttäuschend, dass die Dame, die ja ein gewisses Minimum an Verständigkeit mitgebracht haben muss, sich in Vorreiterrollen und anderen Bereichen der Beliebigkeit und des Gefallens tunmmelt. Dabei gibts doch ganz andere Probleme. Also, Angie, solltest Du hier mitlesen, stell die Sache mit dem Klima-”Schutz” ein wenig zurück und warte ab, ob die Rahmstörfe und Sauertöpfe auch nur ansatzweise recht haben. Hör mal auf den Dicken, der (u.a. ;) gesagt hat: “Was weiss weiss ich was in 10 Jahren ist!”.
Findest Du? Weil ihre “Emo-Politik” sich in der Moderation ministerieller Vorschläge erschöpft? Ach, lassen wir das… ein zu weites Feld, vor allem substanziell ;-).
Lieber wiederhole ich noch einmal (frei nach dem Soziologen Ulrich Beck), dass Klimapolitik eine der letzten Ressourcen der Politik darstellen könnte; das hat sie erfasst.
Ich halte ‘Klimapolitik’ fuer eine unglaubliche Anmassung an Wissen und ein sehr gefaehrliches troyanisches Pferd.
Du sagst es.
“Das angegeben Paper ist nicht peer-reviewed, markiert aber dennoch den extremsten Punkt in der Diskussion. (”Den Treibhauseffekt gibt es nicht”).”
Ungefähr so, wie “Blutgruppen gibt es nicht” den “extremsten Punkt” in einer “Diskussion” unter Medizinern darstellen könnte. Vielleicht finden Sie ja da auch noch ‘n paar Papers, die Ihnen keine großen Probleme beim inhaltlichen Verstehen bereiten.
Bei aller Skepsis gegenüber den alarmistischen Thesen der Klimahysteriker:
Den Treibhauseffekt gibt es schon – sonst wäre es hier auf der Erde nämlich bitterkalt. Fraglich ist nur, ob das Klimasystem inkl. des Treibhauseffekts insgesamt ein System mit dominierendem positiven Feedback ist, sich also kleine Änderungen im System selbst verstärken und so das – trotz aller belegbarer Klimavariabilität in der Vergangenheit – angenommene Gleichgewicht aus dem Ruder laufen lassen.
Da das Klima in den letzten Jahrmillionen aber auf bemerkenswerte Weise stabil war und trotz Phasen mit enormen CO2-Eintrag (Vulkane etc.) eben *nicht* instabil wurde, darf dieser dominierende positive Feedback angezweifelt werden. Das Klima ist wohl doch stabiler als von vielen AGW-Jüngern geglaubt.
Diese These ‘..sonst waere es auf der Erde bitterkalt’ wird durch Wiederholung ggf. auch nicht richtiger. Das angebene paper ist 120-Seiten lang und deshalb werde ich es hier sicherlich nicht im Detail diskutieren.
Das Hauptargument scheint zu sein, dass es gegen den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verstoesst, wenn ein Reservoir (die Oberflaeche der Erde) durch einen Prozess aufgeheizt wird, der dazu ein anderes Reservoir (die Ozonschicht) abkuehlt.
Fuer die Themperaturverteilung auf der Erde ziehen die Autoren der Arbeit andere Mechanismen heran. etwa das Gasgesetz.
“Sonst wäre die Erde bitterkalt” ist schon richtig. Martin hats doch recht schön erklärt. Die Kernfrage ist, ob das Klimasystem balanciert oder nicht. Bisher hat es balanciert, LOL, zumindest aus Sicht des hervorragend angepassten Lebens auf diesem Planeten.
“Das Hauptargument scheint zu sein, dass es gegen den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik verstoesst, wenn ein Reservoir (die Oberflaeche der Erde) durch einen Prozess aufgeheizt wird, der dazu ein anderes Reservoir (die Ozonschicht) abkuehlt.”
Das ist hochgradiger Bullsh*t, lassen Sie sich’s gesagt sein. Der zweite Hauptsatz sagt bloß. dass der Netto-Wärmefluss von einem wärmeren zu einem kälteren Reservoir laufen muss. Er sagt nicht, dass es nicht auch einen Wärmefluss in die umgekehrte Richtung geben kann. Wenn Sie in ein strahlungsfreies Hochvakuum einen beheizten Körper einbringen, dann erhöht sich dessen Gleichgewichtstemperatur, wenn Sie noch eine nichtreflektive Isolier-Hülle berührungsfrei drum herum packen, auch wenn die Hülle selbst kälter als der Körper (aber wärmer als die Umgebung) ist. Das lässt sich auch ausrechnen, z.B. mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz.
Und der zweite Hauptsatz ist ein statistisches Gesetz, das in elementareren Regeln wie denen zum Strahlungstransport (was bereits für ein grobes Treibhauseffekt-Modell ausreicht) schon implizit drinsteckt, sodass man nur letztere braucht.
Es gab in den letzten 650000 Jahren, wahrscheinlich wesentlich länger, keinen “CO2-Eintrag”, der mit dem des Menschen auch nur annähernd vergleichbar war. Die paar Vulkanausbrüche kann man vergessen. Die einzigen größeren “Einträge” erfolgten bei Kaltzeit-Warmzeit-Übergängen, und die endeten jeweils mit einem CO2-Anteil in der Atmosphäre, der noch gut ein Viertel bis ein Drittel unter dem heutigen Wert liegt (wir leben in einer Warmzeit). Gucken Sie sich die Daten aus Eisbohrkernen an, die sind da durchaus instruktiv.
Das mag ja sein, aber dann muss man deshalb doch nicht gleich doof werden und hysterische Massnahmen ergreifen. Es ist ja gerade dieses Doofwerden, diese Fehleinschätzung von Klimamodellen (man vgl. Ampelschaltungsmodelle in Großstädten, die bereits ein unüberwindbares Mass an Komplexität erzeugen), die vermutlich Kosten in Billiardenhöhe verursachen werden, wobei der “Nutzen” unklar ist und eher in der Verbreitung der Öko-Religiösität zu bestehen scheint.
Huch, ist das dieses Paper das schon seit Wochen bei mir ungelesen herumliegt?