Frauen. Fussball. Grundversorgung.
Lesetipp in der FAZ zum Finale. Zur EM. Zur Grundversorgung. Und zum Thema Sex. Die Nationalhymne kommt auch vor.
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Tags: Euro08, Geschlechterdebatte, Medien, Presseschau, Winkelemente








(Was tätet Ihr Blogger eigentlich – ich muss es wieder mal fragen – wenn ich Ihr nicht echte, gute Journalisten wie Michael Althen und echte Pressemedien hättet, an denen Ihr Euch hochziehen könnt? Was tätet Ihr, wenn Ihr nicht deren Themen zusammen mit Euren Kommentatoren erörtern und variieren könntet? Selber Artikel schreiben? Geht ja kaum, werdet Ihr sagen, wir sitzen ja nicht am Nachrichtenticker wie sie; stimmt sogar, sorry…)
Aber wenn wir schon – wie jetzt wieder – zur Meinungsabgabe aufgefordert sind, dann möchte ich Althens liebevolle Erhebung des Fussballs auf Hollywoods kämpferische Höhen (oder gleich: Wuthering Heights…) doch etwas tiefer hängen: ich sehe dahinter nun auch weiblicherseits nachgewachsene Nachfrage nach sogenannten Events mit Eventcharakter in nach Events süchtigen Jahren: Publik viewing, publik gambling, public drinking, public f…, you know? Oder wie Althen am Ende schreibt: “Am Ende geht es nur darum: Emotionen!” Den cl-Nationalismus im Drink lasse ich mal weg, er könnte den “olympischen Geist” vergiften ;-)…
(Doch, eine Sauerei mit der Ferres – und dass der Waldi so denkt, wie er ist, und dafür auch noch bezahlt wird! Und wenn ich mich jetzt in Euren Augen als Spielverderberin geoutet haben sollte, ist mir das auch egal – so wurscht wie’s mir ist, wer gewinnt; Hauptsache, es war was ;-D…
So gut ist der Artikel nun auch nicht, denn manche Voraussetzungen sind einfach an den Haaren herbeigezogen.
Das Spiel haben sich (hochgerechnet!) etwas mehr als 13 Millionen Frauen angesehen. In unserem Irish Pub lag der Frauenanteil übrigens auch bei bei fast 40%. Aber eine Diskussion über Fußball — irgendwann nach dem Spiel und mit Waldemar Hartmann — sehen sich doch niemals so viele Frauen an.
Dass der Schiedsrichter in Sekundenbruchteilen eine falsche Entscheidung auf der Basis unzureichender Informationen gefällt hat, würde man ohne zehn Kameras und zwei Computer überhaupt nicht merken. Das liegt nicht an der Abseitsregel und der Fußball würde ohne Abseitsregel jeglichen Reiz verlieren. Auch diese Passage ist an den Haaren herbeigezogen. Die Abseitsregel kann man jeder Frau erklären, die sich wirklich dafür interessiert. Und die anderen interessieren sich eben lieber für die hübschen Italiener, die traurigen Russen oder die verwegenen Spanier.
Waldemar Hartmann hat Frau Ferres dem Vernehmen nach unfair, ungeschickt und unverschämt behandelt. Das hätte aber auch jeder Blogger schreiben können, der sich eine Fernsehdiskussion mit Waldemar Hartmann zumutet. Wenn das nicht geschehen ist, dann wird diese Diskussion wohl keinen Blogger interessiert haben. Ich für mein Teil habe vollkommen verdrängt, dass solche Diskussionen überhaupt gesendet werden, ich verlasse den Pub nach dem Abpfiff ;-)
(Starker Artikel, fand ich, der mich immerhin glauben liess, dass die Befassung mit Fussball auch was für nachdenklichere Gemüter ist.)
Das aber nur nebenbei. Wer jedoch (wie Althen) glaubt, dass die hohe Quote weiblicher (Zuschauer auf echtes Interesse am Fussball zurückzuführen ist, dem wollte ich meine Event-Theorie entgegenhalten; ist nicht angekommen? Bedaure.
Glaube ich auch nicht, aber zum “Public viewing” finden sie sich dann doch in grosser Zahl ein. Also ;-)?
P.S.: Wobei ich mich immer noch frage, wie Einschalt-Sex gemessen wird…?
Auf jeden Fall gut, dass die Jungs wieder die Nationalhymne singen und dass die Türken erneut in der Nähe von Wien geschlagen worden sind.
Heute abend gibts aber vermutlich die saftige Niederlage, einfach deshalb weil die Jungs streng genommen nichts drauf haben, natürliche zweite Sieger sind so zu sagen.
Ach, wenn der ewige Zweite der grossen Endspiele verletzt nicht mitspielen sollte, besteht doch eine gute Chance?
Ohne Ballack und Kahn bestände natürlich keine ernsthafte Chance, da ist eigentlich nur noch auf die natürliche Volatilität des Ballsports zu hoffen. Ich zieh mir den Scheiss heute vermutlich wieder im sog. public viewing rein, das letzte mal gings schief (orkanartiges Gewitter , Abbruch der Bildverbindung wg. Ö, andere Fehler).
Ach, du bist auch schon ausgewandert?
“Bist Du schon weg oder zahlst Du noch?”
Fußball *gähn*
Zumindest ne gute Gelegenheit einesvon Orwells besten Essays zu posten: http://www.orwell.ru/library/articles/spirit/english/e_spirit
Mehr kann ich dazu 63 Jahre später auch nicht sagen.
(für allen denen in der Halbzeitpause die Zeit/Lust fehl das zu lesen hier der Hauptpunkt::
If you wanted to add to the vast fund of ill-will existing in the world at this moment, you could hardly do it better than by a series of football matches between Jews and Arabs, Germans and Czechs, Indians and British, Russians and Poles, and Italians and Jugoslavs, each match to be watched by a mixed audience of 100,000 spectators. I do not, of course, suggest that sport is one of the main causes of international rivalry; big-scale sport is itself, I think, merely another effect of the causes that have produced nationalism. Still, you do make things worse by sending forth a team of eleven men, labelled as national champions, to do battle against some rival team, and allowing it to be felt on all sides that whichever nation is defeated will “lose face”.)
http://www.paxx.tv/?p=825