Kirchliche Ehe only?

03.07.2008 13:39 - dagny's tags by dagny t. - 69 Kommentare

n-tv.de berichtet ueber eine anscheinend unbemerkte Konsequenz aus der Aenderung des Personenstandrechts. Eine rein kirchliche Eheschliessung sei demnach ab 2009 moeglich.

Die Trennung von Kirche und Staat ist eine urliberale Forderung und mit der Ermoeglichung der kirchlichen Ehe ohne zivile Hochzeit wird diese Trennung deutlich. Auf der einen Seite die religioese Entscheidung miteinander leben zu wollen und auf der anderen Seite die steuerliche und rechtliche Stellung zweier Menschen zueinander.

Ich warte zwar noch auf den Aufschrei von Bild, Kirche und anderen Verteidigern des staatlichen Hochzeitsmonopols, finde aber dieses Mehr an Freiheit begruessenswert. Eine Flat Tax pro Kopf und ein Minimalstaat ist zwar immer noch in weiter Ferne, aber eine kleine Insel Freiheit gewonnen.

Oder hab ich den Pferdefuss uebersehen?

[Post to Twitter]  [Post to Delicious]  [Post to Digg]  [Post to Ping.fm] 

RSS Kommentar-Feed Trackback-URI Druckansicht Tags: , ,

69 Kommentare » Neuer Kommentar zum Beitrag

Christian S., 03.07.2008 13:47

Wieso sollte ein Aufschrei der Kirche erfolgen, wo sie doch nun an Bedeutung gewonnen hat?

Man wäre allerdings ziemlich blöd, wenn man dieses Angebot annähme – schließlich bringt eine staatliche Eheschließung nicht zu verachtende steuerliche Vorteile.

Dass man nun prinzipiell die Wahl hat, finde ich auch gut – dass diese Änderung völlig unterging, ist allerdings etwas seltsam:

Die Neuregelung, die nicht nur eine kirchliche Voraustrauung, sondern auch eine Nur-Kirchen-Ehe ermöglicht, blieb dem Bericht zufolge weitgehend unbemerkt, weil sie im vergangenen Jahr zu später Stunde im Bundestag beschlossen worden und die Reden nur zu Protokoll gegeben worden seien.

Lina, 03.07.2008 14:22

…schließlich bringt eine staatliche Eheschließung nicht zu verachtende steuerliche Vorteile.

Ist das nicht der Pferdefuss ;-)? Staat trennt sich von Kirche, um den eigenen Klingelbeutel exorbitant zu füllen?

Christian S., 03.07.2008 16:02

Naja, wer diesen Pferdefuß nicht beachtet, der hat es dann aber auch nicht anders verdient. ;)

Lina, 03.07.2008 16:26

Wetten, dass von denen, die hier den liberalen Charakter der Neuregelung als Befreiung feiern, keiner dabei ist, der auf staatlichen Segen verzichten würde…?

Zu feiern ist also eine Formalie mit Symbolgehalt, der etwas abzugewinnen ist. Etwas Bleibendes ;-).

Frank Martin, 03.07.2008 16:38

Ich halte dagegen.

Lina, 03.07.2008 16:55

Tapfer :-D! – Und wie ist es mit dem innovativen Charakter der Neuregelung, bzw. deren Angebot zu freier Polygamie, die unten vermerkt ;-)?

(Ein Unsinn ist das Ganze, finde ich. Eine Mogelpackung für’s liberale Gemüt. Ein Täuschungsmanöver. Ein Flop.)

Frank Martin, 03.07.2008 17:02

Mich reizt Polygamie nicht so sehr.

Veränderungen kommen aber nicht über Nacht, die neue Regelung wird nun von findigen Menschen ausgestaltet und genutzt werden, ganz neue Vertragsbeziehungen zwischen Eheleuten werden möglich und manch einer wird sich wundern, warum das “Standesamt” ignoriert wird und Fragen stellen.

Wo Gestaltungsmöglichkeiten entstehen, da wachsen Freiheit und mit ihnen Verantwortung. Beides ist nur zu begrüßen.

Lina, 03.07.2008 17:59

Das kam von der Kanzel ;-). Waren zusätzliche Eheverträge denn bislang verboten?

Freiheit und Verantwortung am Akt einer Heirat festzumachen, liegt zwar nahe, dass sie aber mit dieser Formalie auch wachsen sollten, sehe ich nicht. Ich bleibe dabei: Kosmetik für den liberalen Geist.

 
 
jo@chim, 03.07.2008 18:01

Das war nicht , sonder Gross-J-achim, Lina!

Lina, 03.07.2008 18:14

Ich unterscheide: Du bist also der, der für Brauchtum statt Theokratie steht und kein grosses *J* vertritt?
Wenigstens das hätte ich wissen müssen…

Kannst Du mir nochmal verzeihen ;-)?

 
 
 
 
Dagny, 04.07.2008 00:31

Es ist bei mir derzeit zwar allenfalls ein Gedankenexperiment, aber mir ist eigentlich nur die kirchliche Ehe wichtg.

 
 
 
 
 
FG, 03.07.2008 14:31

Wieso um Himmels Willen sollten sich die Kirchen beklagen? Aus christlicher Sicht ist die kirchliche Hochzeit die entscheidende während die standesamtliche ein formaler Verwaltungsakt ist. Und: wer nur kirchlich und nicht standesamtlich heiratet zahlt i.d.R. mehr Kirchensteuer…

Ich habe übrigens mal einer schottischen Hochzeit begewohnt. Da wurde der staatliche Verwaltungsakt gleich in der Kirche miterledigt. Sicher nicht im sinne der Trennung von Kirche und staat aber deutlich effizienter als die deutsche Doppelfeierei.

Alexander, 04.07.2008 12:06

Man ist doch nicht verpflichtet, im Standesamt zu feiern, oder? Ich würde nur da hingehen, um zu unterscheiben. Ich will gar kein Aufhebens darum, weil es nur ein Verwaltungsakt ist. Das Entscheidende geschieht dann in der Kirche, Moschee oder Synagoge. Denn Gott ist eine höhere Instanz als der Staat.

 
 
Stefan Sedlaczek, 03.07.2008 14:37

Früher hatte der Staat kein “Recht”, Ehen zu schließen – und selbst bei der kirchlichen Trauung spenden sich die Eheleute selbst die Ehe. Die Kirchengemeinde ist dabei Zeuge und der Priester ist als Stellvertreter Christi segnend dabei.
http://www.vatican.va/archive/catechism/part_2/documents/cathechism_part-2-section-2-chapter-3-art.-7_ge.html
Nachdem im Zuge der Säkularisation auch die Leute vom Staat sich anmaßten “Eheschließungen” vorzunehmen, ging dann sogar die sogenannte Zivilehe der kirchlichen Trauung voraus (im Konkordat von 1933 wurde die Zivilehe obligatorisch), das heißt, das seitdem die Kirche von Staats wegen Trauungen erst dann kirchlich feststellen durfte, wenn zuvor der Kotau vor dem Staat geleistet wurde (dieser wurde und wird allerdings steuerlich usw. begünstigt). Diesem Unrecht aus 1933 wurde jetzt zu Recht abgeholfen. Leider war das zu meiner Zeit noch nicht möglich.
Bewertung: Es mischen sich halt die Leute vom Staat immer in Dinge ein, die sie nichts angehen. Dank intensiven Verhandlungen seitens der Kirchenvertreter konnte diese Regelung und Rechtswiederherstellung den Parlamentsvertretern abgerungen werden. Damit holt sich die Gesellschaft – und die Kirche ist Teil der Gesellschaft – etwas zurück, was die Leute vom Staat sich anmaßten zu verbieten. Natürlich mußte die Rückabwicklung des Unrechts stekum erfolgen. Im übrigen auch seitens der Kirche, die ja ohnehin fast immer sehr sehr diplomatisch ist.

str1977, 07.07.2008 11:53 Subscribed to comments via email

Die Zivilehe war in Deutschland schon seit Bismarcks Zeiten obligatorisch.

Das wurde im Konkordat nur nochmal festgeschrieben und anerkannt. Das Nazi-regime hat nur die Strafen für ein Zuwiderhandeln sehr erhöht.

Wann die bisherigen Ausnahmen dazukamen weiß ich nicht, aber beim Konkordat waren sie schon dabei.

 
 
Frank Martin, 03.07.2008 15:00

Eine sehr interessante und gute Entwicklung. Nun ist es an den Menschen, ihren Familien und Rechtsbeiständen, für eine Ehe einen Rahmen zu schaffen, der beiden Eheleuten gerecht wird.

Auch für die steuerliche Behandlung werden sicher noch kluge und familienfreundlichen Gestaltungen gefunden werden.

 
Sky, 03.07.2008 15:18

So wie ich die Sache verstanden habe, waren die Kirchen in D bisher gesetzlich angewiesen keine Trauungen vorzunehmen ohne Nachweis der “Staatsheirat”.
Das war ohnehin keine effizient vollziehbare Regelung.
Nun darf also jeder privat heiraten wen und was er will, gute Idee eigentlich. Entwertet wird die Ehe _so_ nicht.

 
XiongShui, 03.07.2008 15:30

Den einzigen Freiheitsgewinn, den ich darin sehe ist der, mehr Steuern zu zahlen – und sollte es schiefgehen, mehr Anwaltskosten.

Christian S., 03.07.2008 16:03

Freiheitsgewinn ist Freiheitsgewinn. ;)

XiongShui, 03.07.2008 19:58

Sicher, zur Freiheit gehört auch immer die Freiheit des Irrtums, doch muss man das feiern? ;-)

str1977, 07.07.2008 11:55 Subscribed to comments via email

Höhere Steuerlast wäre ja nur eine mögliche Folge dieser Freiheit (und diese ist jetzt schon gegeben: niemand muß zivil heiraten).

Man könnte ja z.B. auch zuerst kirchlich und dann zivil heiraten.

Und auf welcher Basis man das ganze als “Irrtum” bezeichnen kann, ist mir schleierhaft.

 
 
 
 
Joachim, 03.07.2008 15:44

Seit einigen Monaten habe ich einen Entwurf zu dem Thema bei mir im Blog gespeichert (damals hatte der Focus darüber berichtet), endlich kann ich Ihn löschen, da sich ein anderer des Themas angenommen hat. :-)

Zum Inhalt: Ich erkenne den Gewinn dieser Regelung nicht, weder für den Staat, noch für die Kirche, noch für den Bürger. In Wirklichkeit wird die kirchliche Eheschließung nur aus dem Bereich einer rechtsverbindlichen Stellung herausgehoben.

Denn – anders als in den USA – sind an die kirchliche Trauung auch nach der Reform überhaupt keine rechtlichen Konsequenzen oder Vorteile gebunden.

Für den Staat ist die Änderung also vollkommen egal, für die Kirchen eher ein Rückschritt und für den Bürger eröffnet sich die Möglichkeit, Frau A standesamtlich zu heiraten und für seine Affäre mit Frau B den kirchlichen Segen zu erbitten. Ein zweifelhafter Fortschritt.

Es ist also kaum erstaunlich, dass die Kirchen schon an kirchenrechtlichen Umsetzungen arbeiten, die eine solche nur kirchliche Eheschließung nur in Ausnahmefällen erlauben soll.

Theologisch ist anzumerken: Die evangelische Kirche macht – genaugenommen – sowieso nichts anderes als einen “Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung” – denn ein Ehe-Sakramament kennt die evangelische Kirche nicht. Segensgottesdienste für Paare waren daher auch bisher schon möglich. Bei den Katholiken sieht das ein wenig anders aus. Aber denen wird wegen des Sakramentscharakters der Ehe erst Recht vor der Gefahr der Polygamie grauen.

Ein Fortschritt wäre dieses Gesetz nur gewesen, wenn die kirchliche Trauung der staatlichen Eheschließung gleichgestellt worden wäre. Dann hätte es auch echte Wahlfreiheit für Heiratswillige gegeben.

marc, 03.07.2008 18:37

@Joachim

Ein Fortschritt wäre dieses Gesetz nur gewesen, wenn die kirchliche Trauung der staatlichen Eheschließung gleichgestellt worden wäre.

Das sehe ich auch so. Die jetzige Änderung ist nutzlos. Nur wirkliche Wahlfreiheit zwischen einer staatlichen und einer rechtlich gleichgestellten kirchlichen Ehe wäre ein Fortschritt gewesen. Ein Fortschritt den ich mir sehr gewünscht hätte. … Jedenfalls hätte es meine persönliche Bereitschaft zu heiraten deutlich erhöht. Mir graut vor einer behördlichen Eheschließung.

 
str1977, 07.07.2008 11:59 Subscribed to comments via email

“In Wirklichkeit wird die kirchliche Eheschließung nur aus dem Bereich einer rechtsverbindlichen Stellung herausgehoben. … Denn – anders als in den USA – sind an die kirchliche Trauung auch nach der Reform überhaupt keine rechtlichen Konsequenzen oder Vorteile gebunden.”

Und wo wird die kirchliche Eheschließung nun herausgenommen? Das ist doch schon unter Bismarck passiert.

“… für den Bürger eröffnet sich die Möglichkeit, Frau A standesamtlich zu heiraten und für seine Affäre mit Frau B den kirchlichen Segen zu erbitten. Ein zweifelhafter Fortschritt.”

Vorausgesetzt die (jeweilige) Kirche macht da mit.

“Aber denen wird wegen des Sakramentscharakters der Ehe erst Recht vor der Gefahr der Polygamie grauen.”

Das Problem ist schon lange gegeben. Nichts neues also.

 
 
Christian S., 03.07.2008 16:24

Warum sollte die Neuregelung für Kirchen ein Rückschritt sein? Auf die Idee der kirchlichen Doppelehe bin ich gar nicht gekommen, irgendwie ist das eine lustige Idee. ;)

Joachim, 03.07.2008 17:11

Dem Staat ist es doch grundsätzlich egal, wie du deine Hochzeit feierst und wer in welcher Form Dir dafür noch einen Segen gibt. Die kirchliche Ehe wurde bisher dadurch vom Staat aufgewertet, dass er sie nicht nur als irgendeinen privaten Brauch verstanden hat. Jetzt wird die kirchliche Hochzeit aber genau dazu: Neben Hochzeitsnacht, Hochzeitsreise, Brautentführung und Reiswerfen gibts eben auch noch der Kirchgang.
Das ist für die Kircheein Rückschritt.

jo@chim, 03.07.2008 18:04

Die kirchliche Ehe wurde bisher dadurch vom Staat aufgewertet, dass er sie nicht nur als irgendeinen privaten Brauch verstanden hat.

Genau deshalb ist die Neuregelung in einem säkularen Staat, der nicht Theokratie sein will, ein Fortschritt.

Die Probleme der Kirche(n) interessieren mich (als Staatsbürger) nicht, die sollen die mal schön selbst unter sich regeln.

Joachim, 03.07.2008 18:38

Najaaa… zwischen Theokratie und Staats-Kirchenverträgen liegen ja schon noch einige Welten.

Es ist immer im Interesse des Freiheitsliebenden, wenn möglichst viele Aufgaben, die der Staat nicht übernehmen muss, von anderen Institutioinen übernommen werden. Warum sollte also die Ehe – als rechtsverbindlicher Akt – nur vom Staat gemacht werden, wieso nicht auch von der Kirche? Dafür müsste aber die kirchliche Trauung der staatlichen gleichwertig sein und nicht zu einer lustigen Zeremonie abgestempelt werden.

Und im Übrigen stimmt es nicht, dass ein freiheitlicher Staat auf Institutionen verzichten kann, die für eine freiheitliche Grundordnung eintreten. Es ist ein beliebter liberaler Irrtum, dass Menschen von Geburt an freiheitsliebend sind. Auch deshalb sind die Kirchen als Partner des Staates zu schützen. Aber das ist wahrscheinlich ein anderes Thema.

jo@chim, 03.07.2008 18:57

Warum sollte also die Ehe – als rechtsverbindlicher Akt – nur vom Staat gemacht werden, wieso nicht auch von der Kirche?

Weil seit der Säkularisierung im Gefolge der Aufklärung Staat und Kirche getrennt sind. Keine private Organisation kann (im Sinne von: sollte können) in einem Rechtsstaat für alle rechtsverbindliche Akte vornehmen. Konkordate lehne ich deshalb als Sonderrecht ab. Die Abschaffung der Kirchensteuer ist z.B. eine alte liberale Forderung.

Ich stimme Dir zu, dass Religion für viele – beileibe nicht die Mehrheit – wichtig ist und als Teil tradioneller Lebensweise(n) und Kultur zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt. F.A. von Hayek, über den an anderer Stelle hier diskutiert wurde, hat diese Rolle ja auch sehr betont. Darüber ob die Kirchen Institutionen sind, die per se für die “freiheitliche Grundordnung” eintreten, könnte man freilich streiten – die Debatte würde spätestens dann interessant, wenn man nicht mehr von “Kirchen” spricht, sondern von Religionsgemeinschaften, und z.B. den Islam oder Scientology in die Betrachtung einbezieht…

str1977, 07.07.2008 12:01 Subscribed to comments via email

“Die Abschaffung der Kirchensteuer ist z.B. eine alte liberale Forderung.”

Beinahe so alt wie der (für die Kirchenstauer grundlegende) liberale Diebstahl kirchlichen Eigentums.

 
 
 
 
Christian S., 03.07.2008 18:51

Nein, für die Kirche ändert sich genau gar nichts. In einigen Bundesländern (meines Wissens in Baden-Württemberg) gibt es im (evangelischen) Kirchenrecht eh Vorschriften, dass man vor der kirchlichen Hochzeit staatlich heiraten muss.

 
 
Sky, 03.07.2008 17:32

Das liegt daran, dass die Kirchen auf keine Identifikationssysteme zurückgreifen können, netter Aspekt die Mehrehe hier.
Passt auch zu der deutschen Gesellschaft.

 
 
jo@chim, 03.07.2008 19:49

Es wundert mich etwas, dass hier bisher niemand die naheliegendste Lösung angesprochen hat: nämlich die Ehe zu einer Angelegenheit des privaten Vertragsrechtes zu machen und den besonderen Schutz der Ehe in der Verfassung durch den besonderen Schutz der Familie zu ersetzen.

marc, 03.07.2008 20:05

weißt du, wie oft ich mir das schon gewünscht habe? :-)

…aber das ist leider totale Science Fiction. ich glaube nicht, dass ich noch erleben werde, dass die Ehe wie ein privatrechtlicher Vertrag zwischen den Ehepartnern behandelt wird, der nur diese beiden Leute etwas angeht.

 
Sky, 03.07.2008 20:48

Man muss die Kinder schützen, nicht die Ehen. Früher, also als der bes. Schutz Aufnahme ins GG fand, war das fast gleichbedeutend, man wollte aber zur “wilden Ehe” abgrenzen.
Das ist jetzt natürlich hinfällig und der Kinderschutz geht sogar oft verloren.

Lina, 03.07.2008 21:37

Hier hast Du meine volle Zustimmung, meine Sympathie (und meine LG ;-). Die Frage ist nur, ob der Staat, käme es dahin, in einen privatrechtlichen Ehevertrag eingreifen darf, ohne sie, die Kinder, somit wiederum zu seinen (unfreien) Mündeln zu erklären.

(Wer schützt sie aber sonst, wenn nicht er? Offene Fragen…)

Frank Martin, 04.07.2008 11:39

Die Leute vom “staat” schützen Kinder nicht.
Wer Kindern in Not begegnet, mag selbst mit eigenen Mitteln oder mit Unterstützung anderer helfen. Es ist aber illusorisch zu glauben, andere Leute würden oder müssten das tun, weil sie unter diesem Vorwand Geld erpressen.

Lina, 04.07.2008 12:36

Bislang hat der Staat nicht etwa erpresserisch, wie ich meine, sondern in unser aller Auftrag gehandelt, und der Bedarf an staatlicher Kontrolle, an erhöhtem sogar, erscheint evident.

Einen privaten Serviceleister beauftragen? Bei fragwürdigem Umgang mit den Kleinen Bodyguards zur Aufsicht bestellen? Oder private “Erziehungsanstalten” mit Ü + Fs + Ms + As (sprich: kostengünstige Schichten-Internate) einrichten?

Mir persönlich riecht das zu sehr nach kommunitaristischer Fürsorge, die ich als subjektiv noch enger empfinde, als die Verantwortung an eine mehrheitlich gewählte staatliche “Autorität” auszulagern.

(Eigentlich, wenn ich’s mir recht überlege, ist es in etwa dasselbe wie die Privatveranstaltung, nur geräumiger; vorausgesetzt natürlich, es wird zum Wohl der Kinder gute Arbeit geleistet.)

Frank Martin, 04.07.2008 12:50

Der “staat” handelte und handelt nicht in meinem Auftrag. Wie kommst du nur auf solche Ideen? Wenn Du Hilfe leisten willst, wirst Du Deinen Weg dazu suchen, aber doch nicht auf Kosten anderer Leute, also durch die erpresserischen Leute vom “staat”!

Du kannst keine Verantwortung auslagern, indem Du hoffst, andere würden tun, was Du gut finden würdest.

Lina, 04.07.2008 15:39

Wie ich auf solche Ideen komme, fragst Du? Ganz einfach: Indem ich davon ausgehe, dass der Schutz von Kindern auch im Interesse anderer Leute liegt, sehe ich kein Problem darin, diesen Schutz auch auf deren Kosten zu finanzieren.

Privat, meinst Du, würden eben nur die zusammenlegen (und auch das nicht unbedingt), denen an Hilfeleistung liegt – oder hast Du überhaupt irgend etwas gemeint?

Nein, Du hast nichts gemeint, und willst (wie im Fall der Eheschliessung) bei passender Gelegenheit Deine “Rechtsbeistände” befragen und Dir mit ihnen zusammen ungeahnte Möglichkeiten eröffnen ;-). Unbenommen, aber libertäre Nonchalance scheint mir in diesem Fall ein Problem zu sein.

P.S.: Netter Gag übrigens, “staat” klein zu schreiben…

Sky, 05.07.2008 13:44

>P.S.: Netter Gag übrigens, “staat” klein zu schreiben…

Da hat wohl einer damit Probleme, dass er sich von einem Staat nicht vertreten fuhlt, irgendwo las ich gestern noch einen Text über den sog. Anarcho-Kapitalismus, LOL, der wird hier glaube ich auch gepflegt. Es gibt eben auch liberales Fantatrinkertum, darum musste ich mich auch erst gewöhnen, Hoppisten so zu sagen.

Lina, 05.07.2008 17:24

Hoppisten so zu sagen

Ja, oder *Nichtagressionslibertäre*, die jedwede Berührung scheuen – aber darf man überhaupt so persönlich werden ;-)?

Ach, vertreten fühle ich mich von einem Staat auch nicht, allenfalls benutzt, weshalb ich ihn auch zurückbenutze, wo es geht. Grundsätzlich aber brauche ich ihn weder zum Heiraten noch für den Nachwuchs, wenn er mir nur für kleines Geld und in kleiner Besetzung die Rahmenbedingungen herstellt, die jeder Mensch zu Entfaltung und Entwicklung braucht.
Auch dafür, dass er diejenigen notfalls (!) über Wasser hält, die sich nicht selbst helfen können.

Ich würde ihm auch das Recht einräumen, steuernd in Prozesse einzugreifen, die eindeutig zum Nachteil der Vielen gegenüber den Wenigen laufen, um Härten auszugleichen – aber bei weitem nicht mit dem Unverstand und in dem Ausmass, in dem er das heute tut.

Ich finde, wir bräuchten mal so etwas wie ein Interregnum oder auch nur ein offiziell verlautbartes *Give me a break*, um den Irrsinn herunterzufahren. Anders wird das nie was – es sei denn, konstant weiter steigende Preise für Energie und Nahrung zwingen uns bald zu einem globalen Sit-in; das wäre dann immerhin ein Gross-Event, gegen das die Olympiade blass aussähe; wir vermutlich auch ;-)…

Sky, 05.07.2008 23:25

Selbstverständlich darf man “persönlich” werden, alles was persönlich bearbeitet werden kann sollte erst einmal auch so abgearbeitet werden. Die richtigen Probleme sind wieder ein anderes Thema – so der Polemiker.

Ja, lustig, dass die deutsche Bev. Probleme mit dem Staat und der Demokratie und der Marktwirtschaft (und der Freiheit – um das Fass voll zu machen ;) hat. Ich denke das deutsche Mittelmass geht hier voll auf.

Hab jetzt eigentlich kein Bock die Funktionen des Staates zu erklären, die Verwaltung der Ehen sollte eigentlich schon dazu gehören, aber wenn diese keine Kinder hervorbringen, dann machst auch keinen Sinn mehr.

Dass Rechtspflege und Gewaltmonopol beim Staat (im Dreieck: Marktwirtschaft, Freiheit und Demokratie) ganz gut aufgehoben sind, sollte eigentlich klar sein. Wäre es nicht so, da wette ich, würde sicherlich auch der eine oder andere libertäre Fantatrinker das Bedürfnis verspüren das Vakuum auszufüllen. Gerade den Joes, die einen auf anarchistisch und so machen ist nicht zu trauen.

Ohne Führung gehts halt nicht.

Lina, 06.07.2008 16:06

Btw: wär’ schön, wenn Du mal mit einer Definition Deines *Fantatrinkers* herüberkommen könntest! Der Colatrinker ist bekannt, aber der ebenfalls mit und von Dir eingeführte Fantatrinker bleibt konturlos.

Ist er der Staatsbürger Dummkopf, als Weichling, als Ignorant oder als ambitionierter Gutmensch? Wen genau meinst Du damit? Das würde mich mal *btw* interessieren… zwecks präziser Einordnung, weisst Du ;).

Sky, 06.07.2008 19:15

“Fantatrinker” ist ein Synonym für Phantasten und Utopiker. Nicht bös gemeint, schön griffig aber.

“Gutmenschen” sind hier nicht gemeint, eher kopflastige Denker mit dem Hang zum realitätsfernen Abstrakten.

Klassiker hier: Hoppe, Marx, Todenhöfer.

Markenzeichen: konsistente, oft geistreiche Vorträge bei ansonsten vorhandenen multilateralen Mängeln, so zu sagen.

Lina, 06.07.2008 20:12

Den Marx hättest Du ruhig rauslassen können; Hoppe und Todenhöfer als Exponenten hätten mir genügt. Marx war immerhin ein phantastisch begabter Utopist, dabei Weintrinker; nein, das war schon ein anderes Format… ;).

(Aber ich weiss jetzt Bescheid, danke.)

 
Moe Zilla, 06.07.2008 22:02 Subscribed to comments via email

Sehr spannend, schon rein optisch: oben macht Ihr einen auf hui wie liberal, und dann zieht es den armen Thread vom Bleigewicht Eures wahren Etatismus immer weiter runter, gruselig ;-) Und ob der zugegeben etwas unentspannte Hoppe realitätsferner ist als Ihr, sei einfach mal dahingestellt. Widerlegt habt Ihr ihn jedenfalls nicht ;-)

 
Lina, 07.07.2008 06:42

Oh Schreck am Morgen. – Nein, es ist anders: Purer Realismus, wahre Realitätsnähe zieht den Thread auf den Boden der Tatsachen, der nicht Etatismus, sondern eher Fatalismus heisst – wenn schon ;-)

(Übrigens muss Hoppe – für die Praxis, wohlgemerkt – nicht widerlegt werden, das erledigt er selbst.)

 
Sky, 07.07.2008 08:57

Ich finde Marx ist der Fantatrinker schlechthin, der Prototyp. Netter Kerl eigentlich, talentiert und so, aber dann stellt er eine Sicht auf die Marktwirtschaft und das Zusammenwirken marktwirtschaftlicher und politischer Kräfte dar, die schlicht falsch ist.
Wegen Konsistenz und Akzeptanz dieser schlechtgelaunten Sichtweise (die in der Folge auch Millionen Tote generiert hat, aber dafür kann Marx hat nichts, der hatte halt im Alter so eine Idee) müssen wir uns auch heute damit herumärgern.

Da hilfts auch nicht mit dem rel. Misserfolg marxistisch orientierter Länder zu argumentieren, denn die jeweils zeitgenössische Linke will die Marxschen Ideen noch ein wenig anpassen und verbessern.

Todenhöfer gehört nicht unbedinght auf diese Liste, aber soziale Anwandlungen, die letztlich Konzepte transportieren, vgl. hier auch Blüm, Geisler, Eppler und w.s.a.h., liessen Todie auf diese Liste gelangen.

 
Lina, 07.07.2008 14:46

Danke für Deine Ausführungen zu Herrn Karl Marx als “Fantatrinker”. Leider deckt sich mein Verständnis (wie schon beim Patriotismus) nicht ganz mit dem Deinen. Jenseits von Vergeblichkeit und Last der entstandenen praktischen Projekte, schätze ich das Werk des Denkers durchaus. Als eine über-menschliche Anstrengung sozusagen ;) – anwendbar in der modifizierten Form einer tauglichen Sozialgesetzgebung.

Kann ich “Trial & Error” zu seiner Verteidigung einführen? Nein, kann ich nicht, denn Fanta war’s nicht, die bei der Umsetzung floss…

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sky, 05.07.2008 13:41

Ich sehe da keinen “privatrechtlichen Vertrag”, sondern ein ausserhalb des Rechts stehende Vereinbarung, die auch keine rechtlichen Folgen hat. Nur eine Nuance scheinbar, aber wichtig, wir wollen ja bspw. auch keine Scharia. ;)

Der Staat greift also nicht ein und die bspw. von Bosbach befürchteten Negativfolgen (auch wegen Scharia ;) dürften ausbleiben. Wichtig natürlich, dass der Staat hier konsequent bleibt, sonst hätten wir nämlich irgendwann den Salat.

Der Staat sollte natürlich primär die Kinder unterstützen und fördern als bspw. irgendwelche kinderlosen Ehen oder Pseudo-Ehen (bspw. von irgendwelchen, die die Ehe nachspielen wollen). Effizienz ist hier wichtig, Subventionen dürfen hier aus meiner Sicht durchaus fliessen, es geht ja um den Fortbestand (ich weise in diesem Zusammenhang auch immer gerne auf ein Volk hin, dass ganz arg Angst hat um das Wohlbefinden der Eisbären im Jahr 2100, das aber selbst diese Erlebnisse (und ob sie auch wirklich eintreten werden ;) nur in kleinem Restbestand erleben wird, naja, Hauptsache alles linksgrün-spiessig geregelt denken sich viele, auch die spiessige kinderlose Angie bspw.).

 
 
str1977, 07.07.2008 12:05 Subscribed to comments via email

Artikel des GG werden nicht hinfällig, nur weil jemandem danach ist.

 
 
Dagny, 04.07.2008 00:35

Die Ehe komplett zu entstaatlichen wäre mir am liebsten. Dazu gehört natürlich ein Minimalstaat (wenn überhaupt) mit einer Kopfsteuer. Es darf den Staat nichts angehen, wie die Bürger ihre Beziehungen regeln.

jo@chim, 04.07.2008 07:11

??? Worin “natürlich” der direkte Zusammenhang zwischen privatvertragsrechtlicher Ehe und Minimalstaat plus Kopfsteuer liegen soll erschliesst sich mir nicht wirklich.

john j, 04.07.2008 15:31

Danke…dachte schon ich bin der einzige der den Zusammenhang nicht sehen kann

 
 
XiongShui, 06.07.2008 08:07

Ich kann den Grund der Freude nicht entdecken. Bei der “Neu”regelung ging es doch nur darum, einen sowieso bestehenden Zustand in Rechtsnormen zu fassen (Kirche und Staat sind seit langem getrennt, wie oben schon angemerkt).

“Es darf den Staat nichts angehen, wie die Bürger ihre Beziehungen regeln.”

Dann erhebt sich die Frage, warum auch Liberale dafür gekämpft haben, die “eingetragene Partnerschaft” zu legalisieren. Das bedeutet doch entweder, die private Regelung funktioniert nicht, oder die Menschen stellen das Ritual der Staatsbeteiligung über ihren Drang nach Privatheit.

Dagny, 06.07.2008 21:53

Dann erhebt sich die Frage, warum auch Liberale dafür gekämpft haben, die “eingetragene Partnerschaft” zu legalisieren. Das bedeutet doch entweder, die private Regelung funktioniert nicht, oder die Menschen stellen das Ritual der Staatsbeteiligung über ihren Drang nach Privatheit.

Ich fürchte letzteres.

DDH, 06.07.2008 22:12

Ersteres.

So wie Privatschulen nicht funktionieren, wenn sie staatliche Konkurrenz haben, wie Privatbahnen nicht funktionieren, wenn sie Staatsbahnen als fiskalisch/korporatistisch gedopte Konkurrenten haben.

Da mit der Staatsehe Privilegien verbunden sind, ist nicht einzusehen, auf Besserstellungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu verzichten. Die Abschaffung der Staatsehe machte gleichwohl die unter staatlichem Patronat stehende Homo-Ehe obsolet. Aber noch isses nicht soweit!

dagny, 07.07.2008 12:07

Spricht kirchenrechtlich etwas gegen die Trauung eines gleichgeschlechtlichen Paares?

Der Staat sollte jeden Menschen gleich behandeln, unabhaengig von dessen persoenlichen Verhaeltnissen. (Etwa durch eine Kopfsteuer). Es spielt dann -und nur dann- keine Rolle mehr, wie man seine privaten Beziehungen regelt.

 
str1977, 07.07.2008 12:09 Subscribed to comments via email

Warum sollten Privatschulen wegen staatlicher Konkurrenz nicht funktionieren? Das ist erstens nicht mit der Realität in Übereinstimmung (Privatschulen florieren doch!) und bisher kam dieses Argument nur von der “anderen Seite”: der Kommunismus konnte wegen kapitalistischer Konkurrenz nicht funktionieren oder eben auch Privatschulen entziehen den öffentlichen Schulen die besten Schüler etc.

“Da mit der Staatsehe Privilegien verbunden sind, ist nicht einzusehen, auf Besserstellungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu verzichten.”

Nur handelt es um völlig unterschiedliche Dinge. Der Staat hat kein Interesse daran, homosexuelle Partnerschaften zu fördern. Er hat (qua GG) ein Interesse an der Förderung von Ehe und Familie.

 
 
 
 
 
str1977, 07.07.2008 12:03 Subscribed to comments via email

Dumm nur das genau dann die so hochheiligen deutschen Scheidungsgebräuche hinfällig würden.

 
 

[...] tip to jan und dagny t. « Das missachtete Recht auf den Tod Dieser Eintrag wurde von Benjamin B. verfasst, in [...]

 
Lina, 06.07.2008 10:42

…oder die Menschen stellen das Ritual der Staatsbeteiligung über ihren Drang nach Privatheit.

Ich fürchte, hier handelt es sich um eine der Denk- und Lebenslügen Libertärer, was faktisch zu bedauern ist. Den dort angenommenen Drang nach Privatheit sehe ich inzwischen sogar ersetzt durch den Drang, sich als *zugehörig* zu exponieren – als ein Phänomen, dessen integrative Effekte sich noch dazu breiter medialer Förderung erfreuen.

Neben dem Staat sind doch vor allem sie es, die Medien (allen voran die ÖR als Werkzeug), die Privatheit eliminiert und aus dem staatlichen Reglement das gesellschaftliche Arrangement gemacht haben. Libertärer Denksport kommt dagegen nicht an ;-).

 

[...] 2009 ist demnach die standesamtliche Trauung nicht mehr Voraussetzung für eine kirchliche Trauung. Blogs und Zeitungen diskutieren Fort- oder Rückschritt. Nun fordern Parlamentarier, dass das Gesetz noch [...]

 

[...] war das früher. Mit dem neuen Personenstandsgesetz, das schon dagny beim A’Team nicht ganz koscher vorkam, hat sich das [...]

 
Lina, 10.07.2008 21:34

Ganz übersehen, den Profit zu erwähnen, den unsere Senioren aus der Neuregelung ziehen; br-online dazu:

“Für viele, vor allem ältere Liebespaare geht ein Herzenswunsch in Erfüllung. Nach der neuen Gesetzeslage können sie wieder heiraten und sich vor Gott ihre Treue schwören, ohne ihren Anspruch auf Witwenrente zu verlieren. Denn die Witwenrente wird gestrichen, sobald nach dem Tod eines früheren Ehegatten wieder – standesamtlich – geheiratet wird.”

Und noch eine Replik des br-Magazins “quer” von heute: “(…) Was die Politiker übersehen haben: damit sind mehrere Ehen gleichzeitig möglich. Freie Liebe für alle? Nun fragen sich die Parlamentarier, wie ein solches Gesetz zustande kommen konnte – und wie man es wieder rückgängig machen kann.”

(Beitrag leider, leider (noch?) nicht als Video verfügbar…)

Dagny, 10.07.2008 22:15

Liebe Lina, das ist nichts neues. Nach dem ersten Weltkrieg nannte man sowas ‘Bratkartoffelbeziehung’. Ein Paar lebt zusammen, heiratet aber nicht, um die Wittwenrente nicht aufs Spiel zu setzen. (Ist eine Krux der Umlagerente.)

Lina, 10.07.2008 22:54

Ja, liebe Dagny, der Begriff ist mir auch schon zu Ohren gekommen; heutezutage war’s vielleicht eine “Pastabeziehung”…?

 
 
 
Dr. Strangelove, 22.10.2008 23:09

Eine Entkoppelung von kirchlicher und weltlicher Heirat fände ich positiv, weil dann, um romantischen oder religiösen Bedürfnissen Genüge zu tun, eine rein kirchliche Trauung erfolgen kann, und keine standesamtliche Ehe geschlossen werden muss, deren rechtliche Folgen möglicherweise noch gar nicht überblickt werden.

 

Beitrag kommentieren

Name (erforderlich)
E-Mail-Adresse (notwendig - wird nicht angezeigt)
URI