In der Energiefalle
Oliver Luksic, 09.07.2008
SPD “Vordenker” Erhard Eppler hat mit seiner Bemerkung, längere Laufzeiten für AKW seien denkbar wenn der Ausstieg aus der Kernkraft ins Grundgesetz geschrieben wird den Atomkonsens in der SPD ins Wanken gebracht. 3 Faktoren sind in der Energiepolitik wichtig: Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Umweltverträglichkeit.Ohne Kernkraft sinkt die Versorgungssicherheit in Deutschland, weil erneuerbare Energien (noch) nicht grundlastfähig sind und beim Ausstieg aus der Kernkraft mehr auf Kohle und Gas gesetzt werden muss. Beides ist nicht nur umweltschädlicher, sondern auch versorgungspolitisch (Russland) problematisch. Der zusammen mit dem Öl steigende Gaspreis macht die Rechnung auch nicht billiger- da sind bereits abgeschriebene Kernkraftwerke eben konkurrenzlos billiger. Die hohen Energiepreise schaden nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Bürgern- die sozialen Härten werden gerade der SPD noch Probleme bereiten. Vor allem aber muss Eppler und die SPD bei längeren Laufzeiten sagen, wieso alte Meiler verantwortbar sind, neue Meiler mit besseren Standards aber nicht mehr. Gesine Schwan hat die richtige Antwort auf Epplers Idee gegeben.
antibuerokratieteam.net






Die Argumentation versteh ich jetzt nicht wirklich. War es bisher nicht so, dass Kernkraftwerke als umweltschädlicher eingeschätzt wurden als Kohle- oder Gas-Kraftwerke?
Also schädlicher nicht für den Havarie-Fall sondern ganz normal, wie bei Gas und Öl das CO2 eben die radioaktiven Verbrennungsrückstände/-produkte.
Weil wir nicht wissen konnten, wohin mit dem tödlich strahlenden Abfall, halte ich es noch im Nachhinein für unverantwortlich, überhaupt je Atomkraftwerke gebaut zu und betrieben zu haben. Sonne, Wind und Wasser hätten bei der Forschung nach alternativer Energie absolut Priorität haben sollen, finde ich.
Mir ist sowieso unverständlich, dass es im Laufe von mehreren Jahrzehnten nicht möglich gewesen sein sollte, eine alternative Idee zur Reife zu bringen. Wo haben wir bloss unseren Kopf gehabt, um erst jetzt, wo das Öl immer knapper und teuer wird, nach eiligen Lösungen zu suchen und dabei den alten Irrtum wieder aufzuwärmen? Der jüngste Irrtum, Nahrungs- bzw. Futtermittel zur Energiegewinnung heranzuziehen, zeigt auch schon katastrophale Wirkung. Was kommt da als nächstes?
Ich gebe zu, dass ich ohne eigene sensationelle Entwicklung in der Hand dumm dastehe und leicht reden habe, aber ich bin entsetzt über den Verzug und den Engpass, in den wir forschungsmässig und politisch geraten konnten. (Und den Eppler mit seiner albernen Grundgesetzergänzung vergess’ ich gleich wieder.)
Die Debatte erinnert mich an die 70er als die Physiker einfach erklärten, Energieprobleme gehörten der Vergangenheit an, weil man Strom jetzt bauen könne. Dabei ignoriert man die Kosten der Lagerung, die ungelöste Frage der Endlagerung, die Risiken und die Tatsache, dass Uran nicht auf der Straße liegt (zum Glück). Aber wenn hohe Energiekosten der Wirtschaft schaden, dann kann man ja mal ein bißchen kürzer denken…
Du hast schon Recht, Kernkraft ist nicht unproblematisch und auch nicht *das* Konzept für alle Zeiten, aber dieser Hinweis auf die Physiker, ist es nicht so, dass man in anderen Bereichen die Lösung von Fragestellungen auch Experten überlässt? Mit juristischen Problemen gehst Du nicht zum Bäcker, mit medizinischen nicht zum Juristen, mit Physikkram aber auf einmal zu Politikern, also Anwälten und Lehrern?
Fakt ist: Die vorherige Regierung hat kein schlüssiges Energiekonzept für die Zukunft, Fakt ist: Die jetzige hat keines. Fakt ist weiterhin: Kein Wissenschaftler behauptet meines Wissens, man könne morgen die komplette Energie über regenerative Energien erzeugen, ohne technische und wirtschaftliche Probleme dabei zu haben. Es wird über Energiesparen geredet und weltweit ist die Faktenlage so, dass der Energieverbrauch weiter steigen wird!
Also ist es doch höchst wahrscheinlich, dass Kohle und Atomenergie nicht so schnell vom Tisch sein werden.
Ich gebe zu bedenken, dass “Bio”-Energien in einigen Jahren ebenfalls als unethisch gelten werden, wir haben es ja immerhin oft mit Kohlenwasserstoffverbindungen zu tun. (Zudem wird der Grundsatz “Leben verzehrt Leben.” ethische Zweifel zumindest in der deutschen Bevölkerung (also das was von der in zwei oder drei Generationen so übrig bleibt) hochkommen lassen.)
Und die zurzeit noch pos. gesehenen “regenerativen” Energieformen greifen natürlich direkt in den Energiehaushalt bzw. ins Klimageschehen ein, Sonnenenergie, die einbehalten wird, kann nicht mehr reflektiert werden, einbehaltene Windenergie verändert ebenfalls das Klima. Auch das Spiel mit dem Wasser (Wasserkraftwerke etc.) wird sich in den Augen einiger irgendwann vielleicht als verbrecherisch erweisen.
Kurzum, wir, die Freunde der Eisbären und Deutsche, sind ethisch verloren!
(Die Idee mit dem GG war natürlich auch ein Brenner, ich schlage vor wie schreiben “Eppler” ins Grundgesetz.)
Die Frage ist wer der wichtigste Experte ist. Daher wird das Bäcker-Beispiel erst dann sinnvoll wenn Du Dich fragst, wen Du behelligen willst wenn Du ein butterbeschmiertes Salamibrötchen mit Gurke obendrauf haben willst. Den Bäcker, den Metzger, den Milchbauern oder den Gurkenlandwirt? Physiker – allgemein gesprochen Techniker – haben eben nicht dran gedacht dass Menschen sich fürchten, wenn ein Atommeiler vor der Haustür steht und dass das auch ein ernstzunehmendes Risiko ist, dass der radioaktive Abfall irgendwohin muss und dass die ganze Prozedur eben auch auf einer endlichen Ressource basiert.
Dass Kohle und Atome nicht vom Tisch kommen ist mir klar. Nur kann ich es kaum ertragen wenn ich einen Kommentar lese der diesen “Atomkraft ist DOCH gut” Tenor hat als hätte es die Argumente dagegen nie gegeben.
Welche Argumente gegen die Atomkraft denn? – Also ich kenne keine belastbaren.
Allerdings bin ich auch eher Zukunftsoptimist, Evolutionist so zu sagen. Die weitere Argumentation scheint mir auch etwas zu emo. – Die Menschen fürchten sich also? So what.
Es ist doch die Aufgabe der Politiker irrationale Ängste zu nehmen, das Individuum darf hier auch gerne mitarbeiten, im Prinzip läuft das noch unter “europäische Aufklärung”. Wer Angst hat soll rational seine Ängste bearbeiten, keinesfalls aber einfach so Leute belästigen.
Wer Angst hat soll rational seine Ängste bearbeiten, keinesfalls aber einfach so Leute belästigen.
oder sich auf Gleise legen, um Züge aufzuhalten.
Naja, etwa das Argument, dass man nicht weiß, wohin mit dem Müll. Oder die Angst an Krebs zu erkranken, weil man in der Nähe von einem AKW wohnt. Oder die Angst, dass die Dinger hochgehen weil irgendein 5-Euro-Jobber seinen 5-Euro-Job nicht richtig macht. Es wundert mich aber schon, dass Du keine belastbaren Argumente gegen Atomkraft kennst. Denn Du kennst ja sicher Beispiele für die “Atomkraftwerke sind gefährlich”-Thesen, oder?
Das Tschernobyl-Dingens war doch von RUSSEN. Die sind doch Wodka-besoffene Vollhonks. :-D Und da ist auch der diensthabende Ingenieur 1-Euro-Jobber, weil einfach alle 1-Euro-Jobber sind. :-)
Wie darf ich mir das vorstellen? Ich habe sie für “nachwachsend” gehalten, ebenso den Wind und das Wasser :).
(Besässe ich eine alte Mühle, würde ich sie jetzt wieder anwerfen…)
Die Russen haben aber u.a. wegen des Wodkas keine Angst. Cheers!
Die einbehaltene Sonnenenergie könnte eine Eiszeit auslösen.
Windanlagen könnten zur Aufheizung führen (da die Wärmezirkulation ungünstig beeinflusst wird) oder zur Abkühlung (da Energie dem terranen System entzogen wird).
Eingriffe in die Wasserzirkulation (Staudämme etc.) könnten ebenfalls zur Aufheizung führen.
Auch beim CO2, das nach Angaben des BUA mit etwa 2% anthropogen ist, ist das Problem bekanntlich ganz klein angefangen.
Und jetzt ist die Kacke am Dampfen!
Die Entsorgungsproblematik ist vielleicht nicht so schlimm wie befürchtet immerhin kann man mit Transmutation den Atommüll in eine Form bringen in der er in 200 Jahren die Aktivität von Natururan unterschreitet.
Zur Erklärung: Transmutation ist eine negativ-Energieaufwendiger Prozess der Unmengen an Strom freisetzt, wenn man ihn zuhause mit einer Tafel Schokolade und einem Taschenmesser durchführt.
Häh? Reflektierte Sonnenenergie könnte das allenfalls.
30%.
Wenn du übrigens jedes Problem, das dir ideologisch nicht passt, mit mäßig witzigem Geschwafel weglabern willst, dann bist du kaum besser als die von dir so vehement kritisierten Baumumarmer, “Eisbärenfreunde” und Umweltapokalyptiker. Ihr wärt nur durch ein paar Zufälligkeiten (vermutlich Kindheitserlebnisse) auf entgegengesetzten Seiten des ideologischen Spektrums gelandet.
Hab’ doch gewusst, dass da was faul ist …
(Aber den Anti-Pro-Baumumarmer gleich so in die Zange nehmen? Ich weiss nicht … ;)
Der anthorpogene Anteil liegt nach Angaben des UBA bei ca. 2%, es ist unüblich, Angaben ohne Quellenangabe zu widersprechen.
Davon abgesehen war der Vortrag nicht 100% ernst gemeint, zeigt aber die möglichen Ansatzpunkte zukünftiger Klima-Ideologen.
Ohnehin skandalös, dass dieser Wert nicht allgemein bekannt ist. Die genannten 30% sind eine Frechheit.
Das ist es ja doch, Blue* Sky! Man wartet auf den auch nur einmal zu 100 % ernstgemeinten Vortrag… einfach so, zur besseren Orientierung…
*Man beachtete die doppelte Bedetung und suche sich erst danach eine aus ;)
Aber es ist verstanden worden, dass die Atomenergie vertretbare Risiken mit sich bringt und dass der anthropogene Anteil am CO2-Ausstoss im untersten Prozentbereich ist (was übrigens die Frage aufwirft, warum nun ausgerechnet dieser kleine Anteil die Aufheizung bewirkt – die Antwort lautet natürlich, dass gerade dieser Anteil das Klima aus dem Gleichgewicht bringt und das eine Korrektur gerade dieses kleinen Anteils alles wieder ins Lot bringt, LOL) und das nach dem Klimawandel etwas anderes von der Marke Angst-Religion kommt?
Wichtig ist halt die Sacharbeit, die Botschaft, neiderrangig dagegen die Authentizität, die Sprache und die Form.
von der Marke Angst-Religion
Hab’ Du mal ein Kind oder mehrere und wohne in der Umgebung eines Atomreaktors und warte darauf, bis es wie andere an Leukämie erkrankt.
Dann kannst Du Deiner Religion namens Angst in der nächstgelegenen Klinik nachgehen, wo diese Marke Markenzeichen geworden ist…
Hab ich alles hinter mir: Die Kinder leben noch.
Es besteht ein Bedürfnis nach gepflegter und ritualisierter Angst, ich denke das ist im Menschen angelegt, ich will hier nicht den furchtsamen Deutschen alleinig ins Visier nehmen, und diese Angst ist instrumentalisierbar, stellt einen Wirtschaftswert dar. Was glaubst Du was bspw. die Nanotechnologen auf die Klimatologen fluchen. Die saugen die Forschungsgelder ab wie Lumpi.
Die Ursachen für diese Religiösität liegen im Unverständnis der Realität und (noch schlimmer) darin begründet, dass der Mensch, wie es gut belegt ist, bestimmte Sachverhalte nie gänzlich wird verstehen können.
Angesagt wäre also bspw. statt vor Krankheitsrisiken wegen Atomkraft und Mobilenutzung vor den Ängsten wegen scheinbarer Krankheitsrisiken zu warnen.
Bei Erdstrahlen wäre ich aber auch vorsichtig.
Naja, es ist ja belegt, dass die Krebrate um AKWs höher ist als anderswo. Aber wie kann man das jemandem beibringen der dem ein gepfeffert Maß an Lebenserfahrung “Ich war schon mal…” und 100-x% Humor entgegenbringt…
Die Angst ist übrigens auch noch aus einem anderen grund nicht irrational. Sie bezieht sich nicht auf das Risiko sondern auf die Folgen. Also keine Wahrscheinlichkeitsrechnung sondern eine Folgenanalyse. Aber im Zweifelsfall kann man sich das ja mit einer Verschwörung von einer ritualisierten, instrumentalisierten Angst unterbringen. Das macht vieles einfacher.
Und da will noch einer behaupten, Betrunkene sagen immer die Wahrheit…
Du sagst es.
Aber seinen Hinweis auf die Gefahren aus Erdstrahlen nehme ich schon ernst; da wär’ ich auch vorsichtig, da hätt’ ich schon Angst ;-D…
Solche Aussagen sind ein Beweis, wie geschickt mit Halbwahrheiten Politik gemacht wird. Denn wer weiß schon genug über Statistik, um diesen Satz in eine ähnliche Kategorie zu stecken wie “Nachts ist es kälter als draußen.”
Es gibt Argumente gegen eine Nutzung von Kernenergie, aber ein höheres Krebsrisiko für die Anwohner der Umgebung gehört noch nicht dazu.
Es gibt bzgl. des hier jetzt schon mehrfach behaupteten Zusammenhangs zwischen Leukämie-Erkrankungen von Kindern und der Nähe betriebener Atomkraftwerke keinen wissenschaftlichen Nachweis.
Ist halt Glauben. Die Gläubigen wollens dann auch ins GG schreiben, also schriftlich fixieren (und ggf. die Leugnung strafen). Vorsicht ist hier geboten, Volksverdummung droht.
Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung, der statistische Nachweis ist schon geführt.
http://www.welt.de/wissenschaft/krebs/article1454885/Bundesamt_fuer_Strahlenschutz_im_Zwielicht.html
Aber als Kernphysiker, Atomkraftexperte und Strahlentheologe hast Du bestimmt eine simmelvolle Erklärung ala “Angst essen Seele auf” auf Lager…
Es ist wie beim Handy: die einen sagen so, die anderen so, und elimieren damit die Möglichkeit einer realistischen Einschätzung. Es bleibt die Halbwahrheit, und wir bleiben unwissend – aber bedroht ;-).
Was die Atomkraftwerke betrifft, so steht das Argument des Krebsrisikos obenan, was bedeutet, dass eine diffus erhöhte Gefahr für Leib und Leben mehr Angst macht als der eher unwahrscheinlich eintretende Gau – als geteilte Katastrophe.
Dazu kommt noch die Angst vor der Gefahr von terroristischen Angriffen aus der Luft durch abstürzende Flugzeuge als Nummer 2 auf der Liste meiner Beobachtungen. Am wenigsten Angst scheint man zu haben vor menschlichem Versagen bei den Betreibern vor Ort, was mich einigermassen überrascht. Es wird die ihnen vorgeschaltete Technik sein, die Vertrauen schafft.
Seid Ihr eigentlich alle nach Tchernobyl geboren worden?
Also, ich kann mich noch gut dran erinnern.
Auch die Vertreter des anthropogenen Klimawandels sagen nicht, dass das vom Menschen verursachte CO2 für eine eventuelle Erwärmung direkt verantwortlich ist.
Die Theorie ist, dass das zusätzliche CO2 zu mehr Wasserdampf in der Atmosphäre führt. Wasserdampf ist auch ein Treibhausgas und durch diese “positive Rückkopplung” könnte wenig CO2 zu einer stärkeren Erwärmung führen.
Aber für mich sieht das alles nach Konstrukten aus, um sich auf CO2 als Ursache festlegen zu können.
Persönlich finde ich die Theorie, dass das Erdklima von der kosmischen Strahlung abhängt, am naheliegendsten. Dadurch könnten Klimaschwankungen, die mit Sonnenflecken und dem Durchkreuzen von Galaxie-Spiralarmen korrelieren ebenso erklärt werden, wie die Tatsache, dass der CO2 Gehalt der Atmosphäre eher der Temperatur zu folgen scheint, als umgekehrt.
Es könnte natürlich alles ganz anders sein, aber die Fixierung auf CO2 als Reiter der Apokalypse finde ich fatal.
Der anthorpogene Anteil liegt nach Angaben des UBA bei ca. 2%, es ist unüblich, Angaben ohne Quellenangabe zu widersprechen.
Das Thema hatten wir doch schonmal, nicht war? Man muss halt wissen, wovon die Prozente gemessen sind. Ich meine den anthropogenen Anteil der CO2-Konzentration in der Atmosphäre, du glaubst wahrscheinlich auch, dass du das meinst, meinst aber in Wirklichkeit irgendwas anderes (z.B. Brutto-Emissionen), weil du deine Quelle (BUA? UBA?) fehlinterpretiert hast. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre liegt heute ein Drittel höher als jemals in den letzten 600.000 Jahren, das liest man aus Eisbohrkernen ab. Der Ein-Drittel-Anstieg geschah vollständig in den letzten 200 Jahren, der größte Teil erst in den letzten 50 Jahren. Als Quelle nimmst du einen Plot der CO2-Konzentration aus einem beliebigen Eisbohrkern, beispielsweise aus Grönland oder der Antarktis, und meinetwegen einen durch direkte Messung gewonnenen Plot der CO2-Konzentration der letzten 40 Jahre, beispielsweise den vom Mauna Loa (Hawaii). Google hilft.
Wenn die Menschheit einen antropogenen Ausstoss von 1 Promille hat, finden sich in der Athmosphäre nach 1.000 Jahren auch 30 Prozent behaupteten anthropogenen CO2-Ausstosses.
Du argumentierst – wie aber auch die Meinungsbullen – inkorrekt.
Das ist Dir aber auch bewusst und stört Dich nicht – wie auch die anderen nicht.
Mit Deiner Logik könnte man auch den Hundehusten für den behaupteten Klimawandel für ursächlich erklären.
Den Hundehusten gibt es im Unterschied zum Klimawandel übrigens wirklich.
Deine Meinungen sind nicht aufklärerisch und somit nicht liberal.
Dich interessiert nicht was ist sondern die gefühlte Wahrheit.
Naja, es gibt keine wissenschaftliche ERKLÄRUNG, aber der Zusammenhang besteht. Warum auch immer. Vielleicht macht die Angst krank, vielleicht das K in Kernkraft. Aber der BEFUND, dass das Krebsisiko höher ist, der[url=http://www.welt.de/wissenschaft/krebs/article1454885/Bundesamt_fuer_Strahlenschutz_im_Zwielicht.html] liegt vor.[/url]
Nun kann man das hinnehen oder eben als Teil einer Antikernkraftreligionder angsbesessenheit abtun. Da ich es mit Verschwörungstheorien nicht so habe, entscheidest wohl nur Du, Sky, Dich für letzteres. (Oh sorry Rayson, Du freilich auch)
Wir haben keine wissenschaftliche ERKLÄRUNG für das Krebsding, einen BEFUND haben wir schon. Da wäre ich mal auf die plausible Erklärung gespannt, warum Kinder die um ein AKW herumwohnen häufiger an Krebs erkranken als die, die das nicht tun in der nicht das Wort “Atom-” vorkommt. Und Lina, die Angst vor einem Gau ist ja irgendwie die Angst vor menschlichem Versagen. Der Gau kommt ja nicht einfach so weil grad der 32 Ölfober ist.
Sky, halt Dich fest. Das wird Dich jetzt umhauen: Die Menschheit hat einen anthropogenen CO2-Ausstoß von 100%.
Das habe ich im Physikstudium irgendwie anders gelernt.
Da wäre ich mal auf die plausible Erklärung gespannt, warum Kinder die um ein AKW herumwohnen häufiger an Krebs erkranken als die, die das nicht tun in der nicht das Wort “Atom-” vorkommt.
Wenn die Sache so einfach wäre, wäre das auch längst der Befund. Da dem nicht so ist, ist auch jegliches Anspielen darauf unredlich.
Gerade dieser Krebs tritt übrigens üblicherweise in Clustern auf, und zwar durchaus auch da, wo keine Kernkraftwerke in der Nähe sind.
Moment! Du behauptest hier tatsächlich der BEFUND “Im Radius von 5km um ein AKW erkranken mehr Kinder als Krebs als außerhalb dieses Radius’” existiert nicht?
Ne, Rayson, das was Du hier machst ist unredlich. Einfach BEFUND und ERKLÄRUNG vermengen und dann das andere fordern wo das eine angegeben ist. Ich hab nie bestritten, dass die Ursache irgendwo im diffusen Nebel der Kernphysik liegt – oder auch nicht. Der Zusammenhang von AKW und Krebs scheint aber doch da! Und das unabhängig davon, dass es auch andere Ursachen gibt.
“Befunde” dieser Art sind irrelevant und werden von interessierter Seite bvzgt. öffentlich bearbeitet. Ich zweifle auch die Messungen an.
“Befunde” dieser Art gibt es en masse, bspw. haben viele Kriminelle als Kind mit Lego gespielt und Coca-Cola getrunken.
Leider ist die Öffentlichkeit nicht in der Lage Spekulationen dieser Art zurückzuweisen, die sog. Qualitätsmedien sind mit Genossen durchsetzt und zudem besteht an sachlicher Aufklärung kein gesteigertes öffentliches Interesse, da die Deutschen wie bereits geschildert, ihre Angstkultur gerade bei diesem Thema ausleben.
Es wird sich vermutlich keine Energieform mehr finden lassen, die die Billigung der grossen Mehrheit der deutschen Bev. finden wird. Vermutlich spielen hier im Hintergrund Assoziaotionen der Art Energie-Arbeit-”Kapitalismus” eine Rolle, bestimmte Kreise haben auch Interesse an einer Rückführung der individuellen Mobilität und natürlich am Rückbau der Marktwirtschaft.
Dieser irrational gehaltene Unfug ist übrigens noch wesentlich dümmer als bspw. die marx. Irrlehre, die immerhin noch konsistent war.
Hier ist ein interessantes Interview zu dem Thema mit der Leiterin der letzten Studie, die zu diesem Ergebnis kam (ich gehe mal davon aus, dass sich die Diskussion um diese Studie dreht):
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Atomkraft-Kernenergie;art122,2436768
Mit Statistiken muss man immer vorsichtig sein. Es gibt fast immer irgendwelche Korrelationen, Kausalitäten lassen sich daraus aber nicht direkt herleiten.
Mein Lieblingsbeispiel dazu: In England gab es eine Studie mit dem Ergebnis, dass es in den Gebieten, in denen Störche nisten, mehr Neugeborene gibt. Diese korrelierenden Faktoren würde aber kein vernünftiger Mensch in einen kausalen Zusammenhang stellen.
Genau. Deswegen trennt man Befund und Erklärung ja auch. Sky, das: “Leider ist die Öffentlichkeit nicht in der Lage Spekulationen dieser Art zurückzuweisen, die sog. Qualitätsmedien sind mit Genossen durchsetzt und zudem besteht an sachlicher Aufklärung kein gesteigertes öffentliches Interesse, da die Deutschen wie bereits geschildert, ihre Angstkultur gerade bei diesem Thema ausleben.” ist eine Verschwörungstheorie. “Die” versorgen “die Öffentlichkeit” mit Fehlinformationen. Man muss als Liberaler schon schon auf arg dünnem Eis wandeln um in dieser Form zu behaupten, man sei einfach schlauer als alle anderen. Denn Du fällst auf die Verschwörung ja nicht rein…
Mir ein Rätsel, wie man sich angesichts der Effekte des Tschernobyl-Unfalls darüber streiten mag, ob und inwieweit Atomkraft und Krebsraten einen Zusammenhang bilden; er ist ein Paradebeispiel.
Auch “gefühlte Wahrheit” ist übrigens Wahrheit, genauso wie “gefühlte Bedrohung” Bedrohung ist; andererseits bilden Zahlen und Messwerte ebenfalls Wahrheiten, die der Wahrheit von “Gefühltem” gegenüberstehen, sie (fühlbar) ergänzen oder ablösen können.
Ich gehe auch so weit, den allgegenwärtigen Kult des Messbaren für den Auslöser jener “Angstkultur” zu halten – wie sie hier von einem geprägt wurde, dessen Bezüge ich nur mit gefühlter, aber bestrittener Hilflosigkeit in Zusammenhang bringen kann. (Was btw. übrigens ein vielfach zu registrierendes Phänomen ist ;-).
@Daniel
Vielleicht haben wir verschiedene Definitionen von “Befund”. Ich will mich an dem Begriff auch gar nicht festhalten – ersetze ihn bitte gerne durch einen anderen.
Halten wir aber fest, dass es (noch) keinen “Zusammenhang” zwischen AKWs und Krebs gibt, denn sonst gäbe es auch einen zwischen der Anzahl der Störche und den Geburtenraten.
Etwas anderes zu behaupten ist, und dabei bleibe ich, unredlich.
Und wer raunend “Zusammenhänge” herstellt, wo es sich auch um Dinge handeln kann, die durch Würfeln zustande kommen, der macht mit Halbwahrheiten Politik.
So einfach.
Aber auf einer ganz anderen Ebene. Und zwar auf einer, in der z.B. Rassismus, Antisemitismus und Homophobie auch eine “Wahrheit” sein können.
Da wäre es mir eigentlich lieber, wir inflationierten nach der “Freiheit” nicht auch noch die “Wahrheit” bis zur völligen Wertlosigkeit des Begriffs.
…deren Existenz durch Negierenwollen nicht unfruchtbarer wird, im Guten wie im Schlechten.
Was Du in diesem Zusammenhang die Inflationierung von Begriffen nennst, nenne ich deren Modifikation. Eine Entwertung ist darin weder enthalten noch von mir beabsichtigt. – Nimm es einfach denk-sportlich ;-)!
Wie willst du etwas “modifizieren”, ohne dass es sein ursprüngliche Bedeutung verliert?
Ich hielte es für ehrlicher und sinnvoller, nicht denselben Begriff für Dinge zu verwenden, die sich gegenseitig weitgehend ausschließen.
@daniel:
In den Siebzigern wurde unter “Intellektuellen” diskutiert, ob Journalisten tendentiell berichten sollen. Diese Diskussion, so ehrlich sie auch war, ist mit dem Ergebnis geschlossen worden, dass sie es nicht sollen. Die Konsequenz war, das in den Medien dennoch “für eine gute Sache” falsch wird, dass aber das nicht eingeräumt und auch nicht mehr diskutiert wird. Zumindest ist das bei den Öffentlich-Rechtlichen so und bei einigen Standardmedien (der unselige SPIEGEL bspw.).
Das würde ich nicht für eine Verschwörungstheorie halten, das ist gut belegbar.
Und das Publikum ist ja auch da, jenes, das sich für die “gefühlte Wahrheit” interessiert, das den Schritt zurück in einen voraufgeklärten Zustand gewagt hat bspw. oder der einfache Dumpf.
Hier gäbe es einiges zu tun für Schule und Bildungseinrichtungen aller Art, dummerweise sitzen gerade dort die mit der gefühlten Wahrheit, die, die es “gut” meinen.
@ Rayson
Kann Dir nicht folgen, sorry! Eine Modifikation bezeichnet die verschiedenen Erscheinungsformen, in der eine bestimmte Substanz vorkommen kann, also auch die der Substanz von “Wahrheit” oder “Freiheit” oder sonst irgend etwas.; zu einer Einbusse an “ürsprünglicher Bedeutung” kommt es dabei nicht – IMHO.
Was wäre also an der Modifizierung von Begriffen unsinnig oder gar unehrlich? Behindert sie geradliniges Denken, drückt sie auf’s Tempo, hält sie es auf, ist sie einfach nur lästig ;-)? Könnte ich mir alles viel eher vorstellen als das, was Du substanziell gegen sie vorbringst. – “Tell it like it is!” – please ;-)!
@Säuselerin:
Schau mal, Du kannst Begriffe “modifizieren” indem Du sie auf eine neue Abstraktionsebene stellst.
Dazu gibt es Versuche Begriffe in der Bedeutung umzubiegen (bzw. zu “modifizieren”), ihnen einen Beigeschmack zu geben, was durch bspw. soz. Ächtung oder Aufwertung des Begriff-Nutzers geschieht.
Ersteres ist gut, zweitgenanntes schlecht, denn die Semantik geht vor die Hunde, die Sacharbeit leidet.
Du kannst oder besser Du solltest also Begriffe, gerade auch grosse Begriffe, also welche, die bedeutende Konzepte transportieren, besser nicht modifizieren.
Und gerade bei der “Wahrheit” muss man vorsichtig sein mit dem “Modifizieren” der Wortbedeutung, LOL.
Was wäre also an der Modifizierung von Begriffen unsinnig oder gar unehrlich?
Sie verfälscht.
Gut, das mag vielleicht dekonstruktivistisch gewünscht sein, aber gerade dann ist Vorsicht geboten. Und der Philosoph wird jetzt anführen, dass es ja gar nicht sicher sei, ob es andere als “subjektive Wahrheiten” gäbe, aber damit verlässt er den Kontext.
Der im konkreten Fall lautet: Wenn es wahr ist, dass ein höheres Krebsrisiko bei Kernkraftwerken nicht nachweisbar ist, dann ist eine anderslautende “subjektive Wahrheit” vielleicht ein Fall für den Psychologen, aber nicht für die politische Diskussion, so lange man versucht, sie ehrlich zu führen.
Wobei, der, der nur “subjektive Wahrheiten” kennt, in Erklärungsnöte kommt, wenn es um die Systembetrachtung geht. Nihilismus wäre dann die natürliche Folge, wobei wir wieder bei Lina wären. :)
Ich würde ja saugern die sprachphilosophische Debatte mitführen, denke aber, dass sie uns vom Thema wegführt. Da betrolle ich doch lieber ein anderes Feld…
Nur soviel dazu. Was wirklich unerheblich ist für die politische Debatte ist, ob die Angst Irrational oder übertrieben oder grün ist, da sie als Angst real ist und dieser Angst muss man dann eben Rechnung tragen. Wenn man das nicht (nur) mit Aufklärung sondern auch mit “Abschalten” macht, hat das bei Kernkraft auch damit zu tun, dass wir im Gegensatz zur Storchengeschichte noch garnicht sicher sind, ob wir über Kernkraft so alles wissen oder ob es da nicht noch Sachen gibt, die im Argen liegen.
Und Sky, es bleibt eine Verschwörung, egal wie stark das Gefühl ist, dass das stimmt. Merkt man – das Ding mit Sprache – schon an den Formulierungen. Wenn ich schon von “den Intellektuellen”, “den (Standart-)Medien” lese, brauche ich auf den Inhalt – den ich erfasst habe – kaum noch einzugehen. Mach Dir einfach mal Gedanken darüber 1.) warum Du der Verschwörung nicht aufgesessen bist und 2.) wie der Subtext von der dumpfen Mehrheit mit dem liberalen Grundgedanken vereinbar ist.
…dass wir im Gegensatz zur Storchengeschichte noch garnicht sicher sind, ob wir über Kernkraft so alles wissen oder ob es da nicht noch Sachen gibt, die im Argen liegen.
Wenn “wir” uns hier meint, dann mag der Satz stimmen, aber wenn es sich auf die Wissenschaft bezieht, dann würde mich das sehr wundern. Das Gebiet scheint mir im Gegenteil ausgezeichnet erforscht zu sein.
Wenn die Menschheit einen antropogenen Ausstoss von 1 Promille hat,
1 Promille wovon?
nach 1.000 Jahren auch 30 Prozent behaupteten anthropogenen CO2-Ausstosses.
Mit dem Rechnen hast du’s wohl nicht so. Und einfaches Aufaddieren der (Brutto-)Emissionen geht schonmal sowieso schief, weil es ja auch CO2-Senken gibt, z.B. Vegetation und Ozeane. Nur dass die nicht unbegrenzt aufnahmefähig sind.
Jetzt nochmal nur für dich:
Wenn es die Menschheit nicht gäbe oder wenn sie in den letzten 200 Jahren kein CO2 durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und (indirekt) durch Abholzung emittiert hätte, dann wäre der CO2-Gehalt der Atmosphäre heute etwa 30% niedriger. Das ist gemeint, wenn man sagt, der anthropogene Anteil am CO2-Gehalt der Atmosphäre liege bei 30 Prozent.
Also plädierst Du für das Ende aller Kernphysik weil ja schon alles erforscht ist?
Nö, aber ich bezweifle, dass noch irgendwelche Fragen offen sind, die unsere Diskussion betreffen, dass also bei irgendeinem relevanten Punkt aus der Kernphysik die Antwort käme: “Moment, dazu können wir noch nichts sagen!”
Ob man für den Einsatz von Kernenergie ist oder nicht, ist wohl nur noch eine Frage der Bewertung. Und hier kommt dann die Ökonomie ins Spiel.
Die Ökonomie würd ich da mal rauslassen, wirklich. Weil ich “Fliegt vielleicht in die Luft” so schwer in Euro umrechnen kann…
“If you can’t measure it, you can’t manage it.”
Der Weg über die Ökonomie ist der einzig gangbare für eine solche Bewertung. “Fliegt vielleicht in die Luft” ist zunächst mal eine Wahrscheinlichkeit, die aber aber durch Bewertung erst noch zu einem Erwartungswert werden muss, damit man diesen dem Nutzen, den man sich von der Anwendung dieser Technik verspricht, gegenüberstellen kann. Schließlich ist nicht egal, was und wieviel davon “in die Luft fliegt”.
Tun wir übrigens bei anderen Dingen genau so, wenn auch mitunter etwas verschämt und implizit.
Schlag mal einen Wert vor, der “Fliegt vielleicht in die Luft” oder der Operationalisierung dieses Faktors etwa entspricht:
Dazu müsste man eben wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, wieviel und was betroffen wäre, und das dann auch sinnvoll bewerten. Wenn ich das in fünf Minuten könnte, wäre ich Millionär. Jetzt verrate ich aber ein Geheimnis: Ich bin keiner.
Ich kann nur soviel sagen: Vermutlich muss da eine sehr kleine Zahl (die Wahrscheinlichkeit eines GAU) mit einer sehr großen Zahl (der Schaden eines GAU) multipliziert werden. Hat sicher schon mal irgendwo einer gemacht, so dass man das auch nachlesen kann.
> Nur soviel dazu. Was wirklich unerheblich ist für die politische Debatte ist, ob die Angst Irrational oder übertrieben oder grün ist, da sie als Angst real ist und dieser Angst muss man dann eben Rechnung tragen.
Darauf könne wir uns einigen. :)
Ich würde zwar gerne auf Volksaufklärung setzen und die Sache so vom Tisch kriegen, aber man kann die Sache natürlich auch gay bearbeiten.
Wichtig ist aber am Schluss der Erfolg. Und da sehe ich bzgl. des Angsthabers D zeimlich schwarz.
Du schaust Dir die CO2-”Belastung” der Atmospäre an und errechnest Dir aus dem anthropogenen jährlichen C02-Ausstoss eine “gesamte anthropogene C02″-”Belastung” von 30%.
Und zu dieser Rechnung habe ich – dem vorgefundenen Niveau entsprechend – den Hundehusten eingeführt, der in den letzten Jahrtausenden für eine jetzige Hundehusten-C02-”Belastung” von ebenfalls ca. 30% geführt hat.
Klar, ich weiss worauf Du hinaus willst, der so zu sagen zusätzliche anthropogene jährliche C02-Ausstoss addiert sich auf und wirft auf lange Sicht den CO2-Haushalt der Erde aus dem Gleichgewicht, denn das Ökosystem Erde balanciert (bekanntlich ;) nicht.
Eine gewagte These, aber wie dem auch sei, wir merken uns (für Folgediskussionen zu diesem Thema, ist ja eine wichtige nicht offen kommunizierte Information), dass:
der anthropogene CO2-Ausstoss bei etwa 2% des Gesamtausstosses an CO2 liegt.
@ Rayson
Last Exit ;-)?
Ja, wenn – und wenn diese von Dir so genannte “subjektive Wahrheit” in Wirklichkeit nicht nur eine “subjektive Annahme” wäre, die mit “Wahrheit” nichts zu tun hat.
Wenn es Studien gibt, die ein erhöhtes Krebsrisiko bei Kernkraftwerken nachgewiesen zu haben glauben, und andere, die glauben, dies nicht bestätigen zu können (beides liegt m. W. mehrfach vor) – wo ist die “Wahrheit”? Wahr ist lediglich, dass es Studien gibt, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
P.S: Modifikation “verfälscht”, meinst Du. Kann ich nicht finden. Von der “Modifikation von Begriffen”, die einer den Begriff erweiternden Methode folgt, bis zur “subjektiven Wahrheit”, die einer persönlichen Fixierung entspricht, ist es ein weiter Weg, oder besser gesagt: ein grosser (Gedanken-) Sprung. Sportlich ;-)!
@ Sky
Die natürliche Folge (Deiner auf sie bezogenen Aussagen) ist für Lina, dass sie sich zurücklehnen, vielleicht noch ein wenig im Werk ihres Haus-Nihilisten blättern und ansonsten dazu schweigen kann :)…
Nihilismus ist die reinste Form des Relativismus, wohl bekommts!
(Wenns ausnahmsweise ein bisschen Niveau haben darf, empfehle ich Terry Pratchett. Oder die LTBs, hier entsteht das Niveau aber eher im Vergleich.)
Du schaust Dir die CO2-”Belastung” der Atmospäre an und errechnest Dir aus dem anthropogenen jährlichen C02-Ausstoss eine “gesamte anthropogene C02″-”Belastung” von 30%.
Nein, ich schaue mir den gegenwärtigen CO2-Gehalt der Atmopsphäre an (ca. 380 ppmv) und vergleiche ihn mit dem Wert, der ziemlich konstant vom Ende der letzten Eiszeit (vor etwa 10.000 Jahren) bis zum Begin der Industrialisierung (vor 200 Jahren) vorlag(ca. 280 ppmv). Der Unterschied zwischen diesen beiden Werten beträgt nicht 2%, sondern etwa 30%. Das machen übrigens auch alle anderen Leute so, die auch nur minimal etwas vom Thema verstehen. Diese 30% gehen auf menschliche Einflüsse zurück, daran gibt es keinerlei wissenschaftliche Zweifel, nirgendwo, auch bei “Skeptikern” nicht. Man kann das “menschengemachte” CO2 auch direkt in der Luft nachweisen, weil es eine andere Isotopenzusammensetzung hat (es stammt aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, deshalb enthält es z.B. praktisch kein C14). Nebenbei bemerkt kann man auch leicht die Menge des in den letzten 200 Jahren vom Menschen freigesetzten CO2 abschätzen, abzüglich der von den Ozeanen absorbierten Menge (die sich ebenfalls abschätzen lässt), und das mit der Gesamtzahl der Moküle in der Atmosphäre vergleichen, und man kommt in guter Näherung wiederum auf die besagten 100 ppmv Differenz.
Klar, ich weiss worauf Du hinaus willst, der so zu sagen zusätzliche anthropogene jährliche C02-Ausstoss addiert sich auf und wirft auf lange Sicht den CO2-Haushalt der Erde aus dem Gleichgewicht, denn das Ökosystem Erde balanciert (bekanntlich ;) nicht.
Es balanciert durchaus, nur bei weitem nicht so schnell, wie wir im Moment CO2 nachliefern. Wenn wir auf der Stelle damit aufhören würden, würde es bis zum Wieder-Erreichen des Ursprungszustandes vielleicht 500 Jahre dauern — in geologischen Zeitmaßstäben ein Wimpernschlag, verglichen mit einem Menschenleben eine Menge.
Eine gewagte These, aber wie dem auch sei, wir merken uns [...]
Wenn du dir unbedingt Blödsinn merken willst, wird dich keiner dran hindern können.
> Es balanciert durchaus, nur bei weitem nicht so schnell, wie wir im Moment CO2 nachliefern. Wenn wir auf der Stelle damit aufhören würden, würde es bis zum Wieder-Erreichen des Ursprungszustandes vielleicht 500 Jahre dauern…
Dir fallen anscheinend die Inkonsistenzen Deines Vortrags überhaupt nicht auf, sauertöpfisch-rahmstörfische Argumentationen (mit pol. Ambitionen), auf deren Widersprüche ich gerne aufmerksam mache:
- wenn der anthropogene CO2-Ausstoss jährlich bei 2% liegt und der behauptete Gesamtanteil an CO2 bei 30%, dann belegt das, dass das System Erde weit stärker balanciert als behauptet.
- das System Erde natürlich dadurch balanciert, dass durch das Mehrvorkommen der Ressource CO2 das Pflanzenwachstum begünstigt wird, dasselbe würde bei eintretender Erwärmung geschehen
- der behauptete anthropogene Gesamtanteil von 30% bleibt unbelegt, wie so vieles in dieser unseligen politisch motivierten Diksussion, ohne Belege liegt es auf der Hand, dass ein auf die Vergangenheit angewendetes Klimamodell als Beweis dienen soll die zukünftige Anwendung desselben Klimamodells zu legitimieren
Überhaupt springen gerade bei diesem Thema zu viele Dummbatzen und Öko-Religiöse herum. Wären die doch nur bei der Kernenergie geblieben! Aber nein, die wollen – dem Murphyschen Gesetz folgend – ihre “Kompetenzen” ausweiten.
Lustigerweise sind es wieder mal die Deutschen, die sich in 100 Jahren bei dem jetzigen Geburtendesaster geviertelt bis geachtelt haben dürften, die so zu sagen vom sinkenden Schiff aus Rat geben i.p. Atomenergie und “Klimaschutz”.
Übler Haufen, der von der befürchteten Erwärmung übrigens nur positiv betroffen wäre, “Vorreiter” halt, beware of the german vorreiter.
Selbst wenn das behauptete Szenario eintreten sollte sind die ins Auge gefassten Massnahmen lächerlich, zentralistisch, internationalistisch, die Interessen der Stakeholder missachtend und zum Scheitern verurteilt.
Ich rege an hier erst einmal ganz trocken abzuwarten und die Folgen zu betrachten, sollten irgendwelche festzustellen sein, natürlich nur.
In 100 bis 200 Jahren stehen sicherlich andere technische Mittel bereit als der Rückbau der Wirtschaft und zudem wäre selbst die behauptete Erwärmung vglw. unproblematisch.
Wen meinst Du und wo sind die? Hier im Thread jedenfalls ist mir noch keiner, auch keine (!) von denen begegnet, die man “Dummbatzen” oder “Öko-Religiöse” nennen könnte, sondern nur aufgeklärte und abwägende, vernünftige Menschen.
Verstehe also die Randale nicht, die Du hier machst.
Anwesenende sind doch immer ausgenommen. :)
Und, naja, klar, es war eine “Polemikecke”, gewidmet denjenigen, die alles gleich ins Grundgesetz schreiben wollen und so letztlich alles kaputt machen könnten.
Einfach mehr auf die Sacharbeit achten, bspw. das mit den behaupteten 30% gibt doch zu denken.
Oder das es immer gleich der Rückbau der Industriegesellschaft sein muss, der gefordert wird. Das geht halt auf die Nerven, gerade wenn bspw. die Lehrer die Kinder vers.., äh, desinformieren.
Also, haltet mir den Eppler aus dem Grundgesetz raus und weiterhin Ohren steif halten!
- wenn der anthropogene CO2-Ausstoss jährlich bei 2% liegt
Liegt er nicht. Menschliche Emissionen sind zur Zeit die bei weitem dominierende (eigentlich praktisch die einzige) Netto-Quelle; alle anderen Reservoirs (Ozeane, Biosphäre) sind *Senken* — sie absorbieren Teile des CO2s und verlangsamen dadurch den Anstieg von dessen Konzentration in der Atmosphäre (der sonst wesentlich rasanter wäre). Sowohl Atmosphäre als auch Ozeane als auch Biosphäre zeigen steigende CO2-Konzentrationen, auch dies kann man messen.
Lustigerweise sind es wieder mal die Deutschen, die sich in 100 Jahren bei dem jetzigen Geburtendesaster geviertelt bis geachtelt haben dürften, die so zu sagen vom sinkenden Schiff aus Rat geben i.p. Atomenergie und ÈKlimaschutzÉ. Übler Haufen, der von der befürchteten Erwärmung übrigens nur positiv betroffen wäre, ÈVorreiterÉ halt, beware of the german vorreiter.
Gassner’s Law. You lose.
Die meisten Klimatologen sind nicht Deutsche, sondern (wenig überraschend) Amerikaner; allein die NASA betreibt mehrere große Forschungsstationen und Institute (ein Blick auf die Autorenliste des IPCC-Reports hilft bestimmt). Nachdem dieser Thread nun weitgehend in unsachliches Geblubber abgleitet, sollte ich vielleicht noch die Nazis erwähnen, damit wir die “Diskussion” beenden können. Übrigens witzig, dass jemand wie du, der sich weigert, klarste und seit Jahrzehnten bekannte, weit in die *Vergangenheit* zurückreichende Entwicklungen zur Kenntnis zu nehmen, nur weil sie irgendwie ideologisch nicht passen — dass so jemand auf einmal keine Skrupel hat, sowas unsicheres wie Bevölkerungsentwicklungen und Geburtenraten gleich mal hundert Jahre in die *Zukunft* vorherzusagen :-D
Übrigens bin ich ganz sicher kein Ökofreak, ich bin auch nicht für einen “Rückbau der Wirtschaft” oder anderen Quatsch, der mir hier offenbar unterstellt werden soll. Gerade um einen solchen Rückbau zu verhindern, erscheint es angebracht, sich beizeiten nach CO2-neutralen Energieträgern umzusehen (da kann auch Kernkraft eine Rolle spielen, um mal wieder zum Thema dieses Forums zurückzukehren), weil vollkommen klar ist, dass fossile Brennstoffe endlich sind und irgendwann mal alle und vorher sehr teuer wären, von den klimatischen Folgen ihrer kompletten oder fast kompletten Verbrennung mal ganz abgesehen.
Ach ja: Nachdem ich rausgekriegt habe, dass deine Quellenangabe für die 2%-Angabe — “UBA” — wohl “Umweltbundesamt” heißen soll, habe ich einen Verdacht, was die 2% sein könnten. Vermutlich handelt es sich um den anthropogenen Anteil an der Erwärmung der Erdatmosphäre durch den Treibhauseffekt (über das Niveau, dass bei rein thermischem (Schwarzkörper-)Strahlungsgleichgewicht, abzüglich Reflektionen, herrschen würde). Diese Erwärmung beträgt bekanntlich etwa 33°C und ist damit u.a. dafür verantwortlich, dass die Erde ein bewohnbarer Planet ist und keine Eiswüste. Der vermutete anthropogene Anteil an der Erderwärmung beträgt z.Zt. 0.8°C oder so, was tatsächlich ungefähr 2% von 33°C sind. Faszinierend, wie man eine Quelle so fehlinterpretieren kann. Da du ja so auf Quellenangaben bestehst, hier ein Angebot: Solltest du eine Quelle beim Umweltbundesamt auftreiben können, die behauptet, der anthropogene Anteil am CO2-Gehalt der Atmosphäre betrage 2%, schicke ich dir umgehend 10 Kästen Bier einer Marke deiner Wahl. Prost.
- wenn der anthropogene CO2-Ausstoss jährlich bei 2% liegt
Liegt er nicht. Menschliche Emissionen sind zur Zeit die bei weitem dominierende (eigentlich praktisch die einzige) Netto-Quelle; alle anderen Reservoirs (Ozeane, Biosphäre) sind *Senken* — sie absorbieren Teile des CO2s und verlangsamen dadurch den Anstieg von dessen Konzentration in der Atmosphäre (der sonst wesentlich rasanter wäre). Sowohl Atmosphäre als auch Ozeane als auch Biosphäre zeigen steigende CO2-Konzentrationen, auch dies kann man messen.
Lustigerweise sind es wieder mal die Deutschen, die sich in 100 Jahren bei dem jetzigen Geburtendesaster geviertelt bis geachtelt haben dürften, die so zu sagen vom sinkenden Schiff aus Rat geben i.p. Atomenergie und ÈKlimaschutzÉ. Übler Haufen, der von der befürchteten Erwärmung übrigens nur positiv betroffen wäre, ÈVorreiterÉ halt, beware of the german vorreiter.
Gassner’s Law. You lose.
Die meisten Klimatologen sind nicht Deutsche, sondern (wenig überraschend) Amerikaner; allein die NASA betreibt mehrere große Forschungsstationen und Institute (ein Blick auf die Autorenliste des IPCC-Reports hilft bestimmt). Nachdem dieser Thread nun weitgehend in unsachliches Geblubber abgleitet, sollte ich vielleicht noch die Nazis erwähnen, damit wir die “Diskussion” beenden können. Übrigens witzig, dass jemand wie du, der sich weigert, klarste und seit Jahrzehnten bekannte, weit in die *Vergangenheit* zurückreichende Entwicklungen zur Kenntnis zu nehmen, nur weil sie irgendwie ideologisch nicht passen — dass so jemand auf einmal keine Skrupel hat, sowas unsicheres wie Bevölkerungsentwicklungen und Geburtenraten gleich mal hundert Jahre in die *Zukunft* vorherzusagen :-D
Übrigens bin ich ganz sicher kein Ökofreak, ich bin auch nicht für einen “Rückbau der Wirtschaft” oder anderen Quatsch, der mir hier offenbar unterstellt werden soll. Gerade um einen solchen Rückbau zu verhindern, erscheint es angebracht, sich beizeiten nach CO2-neutralen Energieträgern umzusehen (da kann auch Kernkraft eine Rolle spielen, um mal wieder zum Thema dieses Forums zurückzukehren), da vollkommen klar ist, dass fossile Brennstoffe endlich sind und irgendwann mal alle und vorher sehr teuer wären, von den klimatischen Folgen ihrer kompletten oder fast kompletten Verbrennung mal ganz abgesehen.
Ach ja: Nachdem ich rausgekriegt habe, dass deine Quellenangabe für die 2%-Angabe — “UBA” — wohl “Umweltbundesamt” heißen soll, habe ich einen Verdacht, was die 2% sein könnten. Vermutlich handelt es sich um den anthropogenen Anteil an der Erwärmung der Erdatmosphäre durch den Treibhauseffekt (über das Niveau, dass bei rein thermischem (Schwarzkörper-)Strahlungsgleichgewicht, abzüglich Reflektionen, herrschen würde). Diese Erwärmung beträgt bekanntlich etwa 33°C und ist damit u.a. dafür verantwortlich, dass die Erde ein bewohnbarer Planet ist und keine Eiswüste. Der vermutete anthropogene Anteil an der Erderwärmung beträgt z.T. 0.8°C oder so, was tatsächlich ungefähr 2% von 33°C sind. Faszinierend, wie man eine Quelle so fehlinterpretieren kann :-P Da du ja so auf Quellenangaben bestehst, hier ein Angebot: Solltest du eine Quelle beim Umweltbundesamt auftreiben können, die behauptet, der anthropogene Anteil am CO2-Gehalt der Atmosphäre betrage 2%, schicke ich dir umgehend 10 Kästen Bier einer Marke deiner Wahl. Prost.
Das eine war die Polemikecke, die war doch klar gekennzeichnet. Ein eigener Absatz über die dummen Deutschen, die sich vierteln und achteln, bis es vielleicht zu einer leichten eher günstig zu nennenden Erwärmung kommt oder auch nicht.
Die 2% ist natürlich der anthopoge Anteil am jährlichen C02-Gesamtausstoss, ich dachte, das wäre klar, LOL, so jetzt ist es aber klar. 100%.
Zu dem von mir genannten Widerspruch “2% p.a./30% zurzeit total/500 Jahre” kam, glaube ich, nix mehr.
Wenn Dir dazu nichts mehr einfällt, vielleicht noch ein paar Ideen, was man machen könnte, wenns denn doch wärmer würde (was ich bekanntlich nicht einmal glaube bzw. wozu ich anrate erst einmal abzuwarten, die Klimamodelle bearbeiten einen zu komplexen Sachverhalt, selbst die Ampelschaltungen in Städten sind zurzeit unerforscht, oder auch das eine oder andere Denkspiel wie bspw. Schach oder Go oder Poker).
Der industrielle Rückbau um dann den A. CO2-Ausstoss auf sagen wir mal 1% zu senken, sowas ist ja geplant, LOL, bringts ja wohl nicht.
Also nehmen wir doch einfach mal die krasse Hypothese als wahr an und erörtern. (Eine Sache interessierte mich noch: Wenn die Klimamodelle auf ca. +3 Grad Celsius auf 100 Jahre kommen, auf was kommen die denn über 1.000 oder 10.000 Jahre? Das wird nicht veröffentlicht bzw. ist mir nicht bekannt, ich wittere auch hier Inkonsistenzen und nackte Spekulation.)
[...] In der Energiefalle [...]