Während in Deutschland das Sommerloch ansteht, blickt das UK auf Glasgow East. Hier findet am 24. Juli eine Nachwahl statt, nachdem der bisherige Abgeordnete, David Marshall, aus gesundheitlichen Gründen von seinem Unterhaussitz zurückgetreten ist.

Glasgow East ist eine Labour Hochburg. Eigentlich. 2005 wurde der Wahlkreis von Labour mit rund 60% der abgegeben Stimmen gewonnen, auf Platz 2 die SNP mit rund 17% oder rund 5 000 Stimmen.

Für die Nachwahl dagegen, deutet sich ein Desaster an, denn Labour wird in den Umfragen gleichauf oder nur knapp vor dem Kadidaten der Scottish National Party (SNP) gesehen. Nach dem Rücktritt von Wendy Alexander als Labour Fraktionschefin im Schottischen Parlament scheint ein weiterer Erfolg der SNP möglich.

Der Vorschlag, die Torries mögen einen poshen, milieufremden Zählkandidaten aufstellen um mit einem Erfolg der SNP Gordon Browns Labour eine herbe Niederlage* zu bereiten, scheint nicht umgesetzt worden zu sein. Davena Rankin ist fast die bessere Labour Kandidatin.

Die Nachwahl verspricht zumindest das Sommerloch ein wenig auszufüllen, auch wenn ich selber urlaubsbedingt nicht darüber berichten werde.

(*Soweit sich das aus Schottland beurteilen lässt, würde eine Niederlage Labours die innerparteilichen Gegner Browns aus der Reserve locken. Die Amtszeit des Schotten Browns wäre dann doch kürzer als erwartet.)
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Nachtrag: Freedom and Whisky berichtet von den Wahlkampfanstrengungen in Glasgow Eastend. SNP:Tories:Labour:LibDem würden etwa ein Verhältnis von 500:200:10:10 an Wahlplakaten aufweisen.)