Die ersten Grünen geben offen zu, dass der von der Parteiführung propagierte „doppelte Ausstieg“ aus der Atom- und Kohlekraft völlig unrealistisch ist. Die Grünen werden wohl langsam erkennen, was auch der von Ihnen geschätzte Al Gore oder Greenpeace Mitbegründer Patrick Moore schon erkannt haben: ohne Kernkraft geht es nicht!

Nachdem die Ex-Grüne Margareta Wolf und der Mitbegründer der Grünen und Vordenker Hubert Kleinert den Ausstieg aus der Kernkraft in Frage stellen („Eine Verlängerung der Laufzeiten für moderne Atomkraftwerke scheint mir bei rationaler Risikoabwägung durchaus diskutabel“) befürwortet der OB von Tübingen Boris Palmer modernere Kohlekraftwerke. Die „Riesenlücke“ im Parteiprogramm führt laut Palmer dazu dass man der Bevölkerung weder diesen Doppelausstieg plausibel machen noch erklären, wie man ohne Kohlestrom etwa die Batterien von Elektroautos auffüllen wolle.