antibuerokratieteam.net

Sektion der neoliberalen Weltverschwörung

Die grosse Wirkung von ein paar wenigen Zahlen

M.M., 23.08.2008

Fast 60 Prozent des Stroms werden in Deutschland von Kohlekraftwerken produziert, AKW’s steuern 26 Prozent bei und die Windenergie erreicht einen Anteil an der Stromproduktion von 7 Prozent. Anders als in der Schweiz fristet die Wasserkraft mit 3,5 Prozent ein Schattendasein.

Diese wenigen Zahlen mögen andeuten, was an Diskussionen und Disputen auf die deutsche Öffentlichkeit zukommt, wenn sich einerseits die Klimaerwärmung fortsetzt (womit zu rechnen ist) und andererseits der Energiehunger weiter wächst (was genau so erwartet werden darf).

Schreibt heute die NZZ in einem Leitartikel (noch nicht online). Kann uns das in der Schweiz egal sein? Nein, wir sind weniger eine Insel als es den Anschein macht. Schon gar nicht strommässig.



8 Kommentare zu “Die grosse Wirkung von ein paar wenigen Zahlen”

  1. Max

    Oh ja, die Schweiz ist im Normalfall sogar ein Netto-Importeur von Strom im Winter und in der Nacht. Es ist sogar ein Reger Austausch an Strom zwischen der Schweiz und Deutschland zu sehen.

    2006:

    Import der Schweiz aus D: 13842 GWh
    Export an D: 4152,6 GWh

    Es zeigt sich also, dass man hier durchaus auch ein Auge drauf haben sollte als Schweizer =)

  2. quer

    Der Energiebedarf wächst, weil eine Klimaverschlechterung zu erwarten ist. Abkühlung heißt die eigentliche Katastrophe. Es wäre schön, wenn das Weltklima und besonders in Europa endlich mal das Klima-Optimum des jahres 1200 n.Chr. erreichen würde. davon sind wir aber meilenweit entfernt, zumal seit ca. 10 Jahren eine Tendenz zu neuer “kleinen Eiszeit” festzustellen ist. Die neue Klimareligion wird das nicht übertünchen können. Wer sich den Arsch abfriert braucht nicht mehr zu glauben. Er weiß es.

  3. Reinhold Wahler

    komisch, dass das mit dem “Arsch abfrieren” die Natur weltweit gar nicht merkt, sondern sich gegensätzlich verhält.

    Ein “Einzel-Arsch” ist demgemäß wohl kein so guter Ratgeber.

  4. F.Alfonzo

    Wobei es in der Schweiz (ich kenne den politischen Konsens in der Scheiz nicht) eigentlich relativ einfach sein dürfte, bsp. Wasserkraftwerke zu errichten.

    In Bayern bspw. wird inzwischen ein extrem großer Teil der Stromversorgung durch Wasserkraft produziert…

    Das kann gerade die Schweiz aufgrund der geograpgischen Lage ausbauen. Abgesehen davon könnte man in der Schweiz natürlich auch neue Atomkraftwerke bauen…

    …ist alles eine Frage des nationalen Willens (oder: des Strompreises, den Resteuropa anbietet).
    Die Möglichkeiten zur Strom-Autonomie wären in der Schweiz aber vermutlich vorhanden.

  5. quer

    Wenn ich Sie recht verstehe, dann neigen auch Sie der Klimareligion zu. Damit habe ich keine Probleme. Solange man mir nicht unter Berufung auf diese neue Naturreligion das Geld aus der Tasche zieht. Auch wenn die Welt nicht bemerken sollte, daß es kälter statt wärmer wird, dann irritiert mich doch etwas die Sorge um den Ölpreis für die Heizungen. Dem Verbraucher dürfte es doch egal sein, was das Zeug kostet. Schließlich wird ja (angeblich) im Winter wegen der Wärme erheblich weniger geheizt. Es scheint nur, daß das persönliche Thermometer im Hause erheblich von denen der Klimareligiösen in deren Meßstationen abweicht. Liegen da unterschiedliche Normierungen vor?

  6. NUB

    Das hatte ich auch schon mal, es wird nicht zum Ende der AKW und Kohlekraftwerke (KKW?) kommen, weil das viel zu teuer wäre und den Strom noch weiter verteuern würde als bisher schon.

  7. Medea

    Die Klimaerwärmung ist eine tolle Sache für die Regierung, um die Bürger mit immer mehr Steuern und Abgaben zu belasten. Weiß eigentlich jemand, was aus der Ökosteuer geworden ist bzw. wofür sie verwendet wird?

    Es gibt zwar Wissenschaftler, die sagen, es sei in den letzten 10 Jahren nicht wärmer geworden, aber sowas auch. In den 70er Jahren wurde die nächste Eiszeit vorausgesagt. Ganz bestimmt! Eingetroffen ist sie nicht. Auch das Waldsterben wurde voraus gesagt. Und dann noch die Katastrophe der Vogelgrippe. Und seitenweise wurde das Aussterben der Deutschen beklagt.

    Und nun warte ich in Ruhe die nächste Modewelle der hier ach so beliebten “Katastrophen” ab.

  8. Marion

    Mit dem Energiehunger in Deutschland kann es nicht so weit her sein, wenn der Energieverbrauch gar nicht mehr steigt.

Einen Kommentar schreiben

Copyright © 2012 by: antibuerokratieteam.net • Template by: BlogPimp • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.