LHC und das Schwarze Loch
dagny t., 05.09.2008
Die weltgrösste Maschine, der Large Hadron Collider (LHC) am CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire ) bei Genf ist Lesern von Dan Browns Angels and Demons (dt. Illuminati) nicht unbekannt. Während in Browns Roman das CERN eine Antipode zum Vatikan verkörpert, spielt das CERN in Thomas Lehr’s Roman 42 mit einem Physik-Unfall eine Hauptrollle in einer herrlich abstrusen Story.
Von der Sci-Fi Romanvorlage des Physik-Unfalls zurück in die Realität:
In den nächsten Monaten ist die Inbetriebnahme des Large Hadron Colliders geplant. Das Ziel der Physiker ist Teilchen, wie Bleikerne, stark zu beschleunigen und diese mit sehr hohen kinetischen Energien aufeinander zu schiessen.
In riesigen Detektoranlagen werden dann die Spuren der Teilchenkollisionen registriert und daraus Aufschluss über den Aufbau der Materie gewonnen.
Das sogenannte Standardmodell zur Beschreibung des Teilchenzoos sagt die Existenz des Higgs-Bosons voraus, welches, nach Peter Higgs benannt, erklären soll, warum gewisse Teilchen eine Masse haben. Alle anderen Teilchen und Antiteilchen des Standardmodells wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten nachgewiesen, einzig das Higgs-Boson steht noch aus.
Gegen dieses Vorhaben wurde beim Gerichtshof für Menschenrechte Klage eingereicht. Die Kläger weisen darauf hin, dass bei den zu erwartenden, hohen Energiedichten (Energie / Volumen) Mini-Schwarze Löcher entstehen könnten.
Nach der klassischen (nicht-quantisierten) Allgemeinen Relativitätstheorie krümmt jede Masse den sie umgebenden Raum ein klein wenig und für die extrem hohen Dichten eines Schwarzen Lochs wird diese Raumkrümmung so stark, dass selbst Licht eingefangen bleibt. Photonen, die Lichtteilchen, haben aufgrund der Energie-Masse Äquivalenz E=mc^2 eine (bewegte) Masse und die wird vom Schwarzen Loch angezogen. Die Anziehung ist so stark, dass das Licht, trotz Bewegung mit Lichtgeschwindigkeit den Ereignishorizont, den Rand, des Schwarzen Loches nicht nach aussen verlassen kann.
Würde ein solches Mini-Schwarzes Loch unter der Schweiz entstehen, würde es – so die Befürchtung – nach und nach die Erde verschlucken. Punkt. Aus. Ende.
Um das ganze ein wenig komplizierter zu machen, bringen wir Stephen Hawking ins Spiel. Hawking brachte drei der Säulen der Physik zusammen: Quantenmechanik, Allgemeine Relativitätstheorie und Thermodynamik und berechnete in den 1970er Jahren, dass ein Schwarzes Loch doch nicht so ganz schwarz sein kann.
Dank der Quantenvakuumfluktuationen (das Vakuum ist nicht so richtig leer, wenn man genau genug hinsieht) entsteht am Rand des Schwarzen Lochs die sog. Hawking-Strahlung, die mit einem kleinen Energieverlust des Loches verbunden ist und dem Loch eine Temperatur zuordnet.
Diese Temperatur, und damit die Hawking-Strahlung ist von der Grösse des Loches (bzw. der Raumkrümmung) abhängig und für Mini-Schwarze Löcher soll sie besonders gross sein.
Dieser Mechanismus lässt Mini-Black Holes ganz schnell wieder zerstrahlen.
Auf diesen Zusammenhang weisen die Kläger zwar hin, halten die Existenz der Hawking-Strahlung allerdings für unbewiesen, für Spekulation, für Zweifelhaft.
Der Gerichtshof für Menschenrechte hat die Klage abgewiesen und die Befürchtungen der Kläger damit in die Nähe der eingangs erwähnten Romane geschoben. Aber Spekulationen über das Ende der Welt verkaufen sich eben immer noch am besten.
antibuerokratieteam.net





Nun, an der Sache mag was dran sein, bei physikalischen Modellen und natürlich auch Experimenten muss man vorsichtig sein.
Aber wenn ich lese, dass ein “Gerichtshof für Menschenrechte” sich der Sache annimmt, dann *würg*.
Wäre eher was für die Mandatsträger.
Hoffentlich erwischt es nur die Schweiz.
Vgl. auch:
http://www.jörg-friedrich.de/2008/07/06/monate-vor-dem-urknall/
Oh, bei Experimenten muss man vorsichtig sein… Schade eigentlich, dass das Experiment ‘Sozialismus’ nie im Tierversuch erprobt wurde.
Weisst Du auch, warum? Weil Tiere, insbesondere Primaten, sich von Haus aus sozial verhalten, ohne dass es ihnen beigebracht wurde; wie wir übrigens auch (was eine Banalität ist insofern, als Sozialverhalten jeden Umgang untereinander beschreibt, sorry).
Wir machen nur mehr draus als sie, vor allem mehr Wind und mehr Worte, ja, sogar sogar ein politisches Programm. Und das ziehen wir durch – naturgemäss – solange der Boden unter der Schweiz nicht nachgibt und die Welt noch steht ;-).
Zu Deiner Beruhigung: kann nächste Woche vorbei sein :-D… !!!
Tiere sind Sozialisten, auch und gerade die Fleischfresser, und verhalten sich gemein; es gab da schon längst entsprechende Experimente.
D.B.
*lach* immer wieder herrlich.
Tiere sind Sozialisten
Nö, sie sind Kapitalisten. Wenn sie was erbeutet haben, kommen zwar auch die neidischen Loser, aber dann gibt´s was auf die Griffel.
Ich fands einfach nur hohl, LOL.
Aber irgendwie empfinden wir ja doch die Tiere als ethisch überlegen, die Natur als vor dem Menschen schützenswert und den “Klimawandel” – ob der nun kommt oder nicht und welche Ursachen der hat, selbst wenn die Menschen “schuld” sind – als ungeheuere Bedrohung,
Dass unsere Forscher mal im biologischen oder im atomaren oder in einem anderen Bereich böse danebengreifen könnten, halte ich schon für möglich.
Tiere sind Faschisten?
Nein! Löwen sind Monarchisten, wohingegen Makaken Demokraten sind…
Und was (um wieder Anschluss an oben zu suchen) sind das für welche, die am CERN in Genf an der ultimativen Schraube drehen? Finalisten ;-)?
Mein Kater hat kürzlich mein Kaninchen zu Tode gestresst, neu angeschafft das Tier, 5 Wochen, das Sozialverhalten und die Stabilität des Karnickels überschätzt, Herzinfarkt oder so, armes Tier.
Das aber nur nebenbei, ich finde CERN auch gut. Da wird wichtige Grundlagenforschung betrieben. BTW – ein Kumpel von mir ist Nanotechnologe, der arbeitet an Technologien, die vermutlich in 50 Jahren sehr wichtig werden (und ist sauer, dass die Klimaforscher die Fördergelder wegfressen, der hält von Klimatologie so viel wie ich, früher waren die Kollegen dafür bekannt das Wetter für den nächsten Tag falsch vorherzusagen, heute sind die besser, die nächsten 3 Tage sind oft richtig vorhergesagt).
(Also, das mit Deinem Kater (welcher war’s?) ist ja ein Ding!Und für was brauchst Du eigentlich ein Karnickel? Als Schlachtvieh zu Pommes und Cola?)
Deinen Kumpel kann ich gut verstehen; bräuchten eigentlich keine Fördergelder mehr, die Klimaforscher, wissen doch jetzt schon alles besser. Doch, CERN muss sein, schon des vorgezogenen Nano-Finales wegen…
“Und für was brauchst Du eigentlich ein Karnickel?”
Habe ich mich auch gefragt. Kommt jedenfalls ins Dossier!
Dass Du es wagst, David, schon wieder das DOSSIER anzusprechen…!!!
Das Karnickel war zuerst da, schon seit 2 Jahren, dann kam der Kater.
Du bist aber neugierig.
Ja, der David ist furchtbar neugierig, will immer alles ganz genau wissen. Und Du siehst ja nun, für WAS das gut sein soll….
Statt “Dangerous Beans” hatte ich auch “Silver Karnickel” als Kandidaten für diesen Web-Handle.
Gut, dass Du bei den Bohnen geblieben bist! Die “Rabbits” hätten Dich bloss in Verruf gebracht…
(Warum Du aber den Himmel aufgegeben hast, habe ich nicht verstanden. Zu heiss da oben?)
Er heisst Maurice (auch Morrissey oder Morri), ist jung und unkastriert und wird zum Wachkater ausgebildet.
Eventuell wird ihm noch ein Kläffer zur Seite gestellt, sollte es ein Schweizer Schäferhund werden böte sich bspw. als Name “MM” an.
Wenn er wenigstens CERN heissen würde … !!!
Überleg’ Dir das noch mit “MM”, spricht sich nicht gut, hört er nicht drauf.
(Und jetzt kommt garantiert ein grosses Schwarzes Loch … von mir aus …)
*kritzelkritzel*
Na, vielleicht gibts dank dem CERN so einen Unfall wie in Half-Life mit der Black Mesa facilty…..
Stanislaw Lem im Orginal:
:-)
Btw / OT: Mäuse sind das Forschungsobjekt meines Bruders; er macht sie depressiv, um sie danach davon heilen zu können. Ich werde vorschlagen, es einmal mit Lesungen aus “Das Kapital” zu versuchen; vielleicht zeigen sie heilsame Wirkung auf’s Gemüt…?
Lesungen sind dafür nicht mehr notwendig. Im Rahmen eines Kunstprojekts wurde in Chemnitz das große Marx-Monument verhüllt. Unter der Hülle war eine Hörbuchversion des »Kapitels« zu hören. Sicher stellen die Chemnitzer dieses Hörbuch auch für Versuche an Mäusen zur Verfügung — wenn es die Ethikkommission genehmigt ;-)
Ach, die Labor-Fuzzies – alle unterbezahlt! – übernehmen das sicher mit Interesse, haben ja auch sonst nichts zu tun. (Aber danke für’s Mitdenken und Beisteuern eines so skurrilen Veranstaltungshinweises :-)
Ob die CERN-Physiker mit dem ‘Kapital’ etwas anfangen können? Mein -höchst subjektiver- Eindruck ist, dass die Naturwissenschaftler längst nicht so politisiert (oder links) sind, wie deren Kommilitonen an den Sozialwissenschaftlichen Fakultäten.
Gut, dass Du’s sagst! Wir sind ja beim CERN!!! Ja, wird so sein, wie Du sagst, bestimmt.
(Sorry, Dagny.)
D.B.
Ob Klimawandel oder sonstwas, die Katastrophen-Lust ist hierzulande ungebrochen, egal ob es sich um Waldsterben, Vogelgrippe, “wir sterben aus” oder anderes handelt.
Die Klimaforscher haben sich mit der Politik verbunden, so können sie sicher sein, immer mehr Geld zu bekommen wie das Institut in Potsdam. Dafür ist es natürlich notwendig, eine Bedrohung zu inszenieren, die der Realität aber nicht standhält, wie z. B. “wir werden jetzt immer so heiße Sommer bekommen wie 2003″.
Und weil es nun nicht so heiß ist, wie sie sagen, heißt es nun, bei der Erderwärmung wird es erstmal kälter, aber dann umso heißer.
Mit anderen Worten: Erderwärmung findet statt, auch wenn es kälter wird, wenn es regnet, wenn es schneit, die Sonne scheint etc. etc.
Kann ich als Angehöriger dieser Zunft bestätigen. Das einzige was auffällt ist, dass es unter Naturwissenschaftlern eher weniger Konservative gibt – Neophilie und (natürlich kein blinder ;-) ) Fortschrittsglaube sind ja quasi Berufsgrundlage – aber selbst davon sind einige vertreten, und ansonsten ist, sofern man überhaupt politisch ist, wirklich alles bunt gemischt dabei, von Libertären bis Kommunisten.
Die Leute, die daran scheitern das Wetter vorherzusagen, wie es in drei Tagen ist, erlauben sich die “Jahrhundertprognose”.
Auch wenn es richtig sein muss anzunehmen, dass anthropogene Prozesse die Zusammensetzung der Athmosphäre etwas ändert, wir wissen so gut wie nichts über das Klima, wie es funktioniert, wie es skaliert und balanciert.
Ich betone immer gerne die Tatsache, dass ein Volk ungeheure Ängste vor einer Erwärmung um 2-3 Grad Celsius im Jahr 2110 hat und eine “Vorreiterrolle” (Merkel, Unwort des Jahres für mich, typisch deutsch, typisch deutsch-blöd) spielen will, dieses voraussichtlich nur noch in stark dezimierter Form erleben wird. Um dann von etwas besserem Wetter zu profitieren, LOL.
Das ist Evolution.
Frueher hiess die Vorreiterrolle mal: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.
Hat ja keiner was dagegen, wenn Deutschland bspw. kompetetiv wäre, oder gelegentlich mal eine Extrawurst will, bspw. wenns um nationale Interessen geht (so weit wie F muss mans ja nicht treiben), aber dadurch aufzufallen in einem fälschlicherweise als internationalistisch und superstaatlich verstandenem Weltsystem die uneigennützige Helferrolle zu spielen, au Backe.
Und eigentlich müsste man doch warten bis es ein wenig wärmer geworden ist, um dann ggf. zu diskutieren und eventuell zu handeln. So wäre es doch eigentlich zu erwarten.
Wer aber dieses Kausalitätsdenken einfordert erhält die Antwort: Die Erderwärmung ist schon da.
Und da wirds dann esoterisch.
Hat aber ausser Vaclav Klaus anscheinend kein Politker den Mut die Bevölkerung aufzuklären, die Angst vor einem Karriereende (die oft linke private und staatliche Qualitätspresse kann den Exitus des Politikerdaseins bedeuten, eine Kampagne reicht meist) ist groß.
Wie heisst es doch immer so schön: Wichtig ist nicht die Aussage, sondern wie diese verstanden wird.
Wobei wir schon bei Henk sind:
“Dies sei aus dem Blickwinkel eines unbefangenen und
verständigen Durchschnittslesers zu beantworten, der mit der Materie nicht speziell
vertraut ist.”
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_landgericht_koeln_gibt_bekannt/
DAS ist Gesinnungsstrafrecht.
Gesinnungszivilrecht. LOL
Und genau diese “Vorreiterrolle” (ein bißchen deutscher Größenwahn) ist Frau Merkel dann ja auf die Füße gefallen siehe Autoindustrie.
Mit dieser angeblichen “Klimaerwärmung” in hundert Jahren, kann man schon heute die gesamte Bevölkerung mit höheren Steuern, Klimaabgaben etc. belasten. Und das ist ja wohl auch der Grund, um eine Klima-Katastrophe herbeizureden.
Es kann sein, dass es im Hintergrund nur um die “Sozialisierung” der Gesellschaft geht, Sozialismus halt.
Kann aber auch sein, dass die Bevölkerung genau so doof ist, wie es aussieht.
In der Bevölkerung sehen schon recht viele, dass es sich bei der “Klima-Katastrophe” um eine Steuer- und Abgabenschraube der Politiker handelt.
Ich wickel mir schon mal vorsorglich Alufolie um den Kopf und warte auf mein Alientaxi, das mich ganz weit wegbringt.
Vielleicht hat man auch wegen dem CERN und der Katastrophe, die da stattfinden wird, noch nie einen Zeitreisenden gesehen. ;-)
Das Taxi ist besetzt und bringt Beck ganz weit weg.
Wissenschaftler sind wie andere Spezialisten “Win-Win”-Verhältnisse ungewohnt. Ich erkläre mir so die oft peinliche Linksausrichtung dieser Burschen. Auch im IT-Bereich bspw. ist eine Linksausrichtung zu beobachten (vgl. Heise, SpOn Technik, CCC, etliche “IT-Spitzenblogs”, M$-Bashing, Googlekrakengelaber etc.). Demjenigen, der ein wenig Zeit hat, sei der Heise-Ableger “Telepolis” empfohlen als Beispiel für die Tiefpunkte, die zu setzen der Spezialist anscheinend jederzeit bereit ist.
Kritik an privilegierten Monopolen, Überwachung und Zentralisierung im Allgemeinen und an Microsoft und Google im Speziellen ist nun nicht originär links. Auch als Liberaler muss man es nicht gut finden, wenn MS Rückhalt vom Staat bekommt und Google Chrome die Daten von einem sammelt und verwertet. Nur sind die Schlussfolgerungen eben unterschiedlich; als Liberaler holt man sich eben im Einklang mit den Prinzipien des Marktes einfach einen anderen Browser und fordert die Abschaffung von Sonderrechten, während Linke Google & Co. meist sofort zerschlagen wollen.
P.S. Ich bin Wissenschaftler und nach eigener Ansicht nicht links ;-)
P.P.S. Vielleicht hängts auch mit der jeweiligen Fachrichtung zusammen: Ich bin Biologe, und mit der Symbiose als Mutter aller Win-Win-Situationen sind unsereinem diese vielleicht vertrauter als den Kollegen in anderen Fachbereichen. Wobei ich wie gesagt auch bei denen keine klare politische Präferenz außer vielleicht einer gewissen fortschrittsfreundlichen Grundhaltung zu erkennen vermag.
Biologen und Anwesende waren natürlich sowieso nicht gemeint.
Die Leute, die daran scheitern das Wetter vorherzusagen, wie es in drei Tagen ist, erlauben sich die “Jahrhundertprognose”.
Die Leute, die daran scheitern, einen Münzwurf vorherzusagen, erlauben sich, Aussagen über tausend Münzwürfe zu machen.
Hießen Sie nicht früher mal Sky, LOL? :-D
Ich habes es schon mal bei Zettel geschrieben, ist vielleicht hier auch ganz nützlich:
…ob sich Schwarze Löcher am LHC bilden hängt davon ab ob es Extra Dimensionen des Raumes gibt oder nicht; eine Wahrscheinlichkeit kann man für diese Frage nicht angeben. Wenn Schwarze Löcher entsteht, werden sie nicht stabil sein, denn dann würden wir wegen der kosmischen Höhenstrahlung (mit Energien bis 10^20 eV, LHC nur 10^12 eV) mit Schwarzen Löchern bombardiert werden. Wäre es stabil wäre es zunächst kleiner als ein Proton, genauer es wäre je nach Masse 10^-27 m pro Kilogramm groß, wie es mit der Größe überhaupt wachsen soll ist, schon mal nicht trivial. Würde es zufällig eine positive Ladung ab bekommen würde es sich sehr ähnlich wie ein Atomkern verhalten, also eine Elektronenhülle bilden, die Materie abschirmt. Es laufen Fahndungen nach schwarzen Löchern in gewöhnlicher Materie, bisher erfolglos.
Ich hatte es schon bei Zettel gebracht, vielleicht ist es hier jedoch auch ganz nützlich:
… ob sich Schwarze Löcher am LHC bilden hängt davon ab ob es Extra Dimensionen des Raumes gibt oder nicht; eine Wahrscheinlichkeit kann man für diese Frage nicht angeben. Wenn Schwarze Löcher entsteht, werden sie nicht stabil sein, denn dann würden wir wegen der kosmischen Höhenstrahlung (mit Energien bis 10^20 eV, LHC nur 10^12 eV) mit Schwarzen Löchern bombardiert werden. Wäre es stabil wäre es zunächst kleiner als ein Proton, genauer es wäre je nach Masse 10^-27 m pro Kilogramm groß, wie es mit der Größe überhaupt wachsen soll ist, schon mal nicht trivial. Würde es zufällig eine positive Ladung ab bekommen würde es sich sehr ähnlich wie ein Atomkern verhalten, also eine Elektronenhülle bilden, die Materie abschirmt. Es laufen Fahndungen nach schwarzen Löchern in gewöhnlicher Materie, bisher erfolglos.
[...] alle, die sich nach dagny’s Beitrag zum Large Hadron Collider doch noch insgeheim Sorgen machen hier als Leserservice ein Link zur [...]
Man kann sich einreden, was man will. Fakt ist, dass kein Mensch der Erde auch nur annähernd umschreiben kann mit welchen Größen er sich da anlegt. Klar ist es möglich, dass sich, was immer da auch entstehen mag, in einer 10^-26tel Sekunde wieder zerstrahlt. Doch muss es nicht. Und nur weil es beim ersten Mal vielleicht gut geht, muss das nicht für alle Zeiten so sein.
Am 21.10. um 10:30 Uhr ist es so weit und das Experiment wird gestartet. Entsteht ein ‘Schwarzes Loch’, wird es entweder sofort wieder zerstrahlen oder kohärent bleiben. Bleibt es erhalten, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder frisst es sich linear in den nächsten 50 Millionen bis 5 Milliarden Jahren voll oder es potenziert sich exponenziell, was bedeuten würde, in etwa 50 Monaten ist der Punkt erreicht, an dem für den Menschen keine Umkehr oder Flucht mehr möglich sein wird.
Damit wäre zumindest für die Weltuntergangsverschwörer erklärt warum am 21.12.2012 der Maja-Kalender und somit diese Welt endet. Glauben kann man was man will. Wir werden sehen was passiert. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass die Wissenschaftler bei einem massiven Fehlschlag das sofort jedem erzählen werden. Das dadurch weltweit entstehende Chaos wäre wohl kaum unter Kontrolle zu halten sein.
Na ja, so instabil wie das CERN zurzeit in Betrieb ist – oder eben ausser Betrieb – wird es noch eine Weile dauern bis wir wissen ob die Erde nun tatsächlich in den nächsten 2-3 Millionen – oder waren es Milliarden? – Jahren untergeht.
[...] unbekannt sind. Die beiden haben in ihrer Arbeit gezeigt, dass vom ultrakalten Helium im LHC (hier und hier behandelt) keine Explosionsgefahr ausgeht, sofern man es nicht einatmet und daran [...]