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	<title>Kommentare zu: Umverteiler</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
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		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95197</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 06:17:45 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, und mit den REALEN, inflationsbereinigten Werten traust du dich erstens nicht vor die T&#252;r, und nimmst zweitens sch&#246;n sauber Effekte aus diversen Einheitswirren mit, obwohl viele Kennzahlen erst ab Ende 1992 wieder richtig vorhanden sind. Trotzdem, wer aufpasst, kann sich schon denken, was bei den &#252;blichen Inflationsraten von einem nominalen Plus von 2% &#252;brig bleibt.

Interessant ist allerdings vor allem, was du NICHT sagst. Du sagst n&#228;mlich NICHT, dass meine Zahlen falsch sind. (Wobei es nat&#252;rlich nur ungef&#228;hre Angaben sind, und nicht exakt minus 5% Arbeitnehmereinkommen und plus 25% reales Wachstum.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, und mit den REALEN, inflationsbereinigten Werten traust du dich erstens nicht vor die T&#252;r, und nimmst zweitens sch&#246;n sauber Effekte aus diversen Einheitswirren mit, obwohl viele Kennzahlen erst ab Ende 1992 wieder richtig vorhanden sind. Trotzdem, wer aufpasst, kann sich schon denken, was bei den &#252;blichen Inflationsraten von einem nominalen Plus von 2% &#252;brig bleibt.</p>
<p>Interessant ist allerdings vor allem, was du NICHT sagst. Du sagst n&#228;mlich NICHT, dass meine Zahlen falsch sind. (Wobei es nat&#252;rlich nur ungef&#228;hre Angaben sind, und nicht exakt minus 5% Arbeitnehmereinkommen und plus 25% reales Wachstum.)</p>
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		<title>Von: F.Alfonzo</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95186</link>
		<dc:creator>F.Alfonzo</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 01:41:47 +0000</pubDate>
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		<description>Nun ja, dann ist Sabotage eben nicht marktfreundlich, deshalb auch zurecht verboten. Das ist aber keine Eigenschaft von Instrumenten wie Puts oder Leerverk&#228;ufen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ja, dann ist Sabotage eben nicht marktfreundlich, deshalb auch zurecht verboten. Das ist aber keine Eigenschaft von Instrumenten wie Puts oder Leerverk&#228;ufen.</p>
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		<title>Von: Rayson</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95160</link>
		<dc:creator>Rayson</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 18:50:20 +0000</pubDate>
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		<description>Ein paar Zahlen:

Daten der VGR von 1991 bis 2006 (nominal)

Arbeitsentgelte: +2,03% p.a.
Unternehmereinkommen und Verm&#246;gen: + 3,78% p.a.
Staatsausgaben: +3,58% p.a.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar Zahlen:</p>
<p>Daten der VGR von 1991 bis 2006 (nominal)</p>
<p>Arbeitsentgelte: +2,03% p.a.<br />
Unternehmereinkommen und Verm&#246;gen: + 3,78% p.a.<br />
Staatsausgaben: +3,58% p.a.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95158</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 18:39:34 +0000</pubDate>
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		<description>&gt; Du kannst die Entwicklung in Deutschland in den
&gt; letzten 15 Jahren doch nicht an einer Kennzahl
&gt; (der Staatsquote) festmachen und dann
&gt; beschlie&#223;en, dass wir ein total neoliberales
&gt; Programm gefahren h&#228;tten.

Ich mache es daran fest, dass die Wirtschaft um 25% gewachsen ist, und die Arbeitnehmer (in ihrer Gesamtheit!) 5% weniger Geld in der Tasche haben. Die Staatsquote erw&#228;hne ich nur, um dem Standardargument &quot;Der Staat hat die 25% Wachstum abgesch&#246;pft!&quot; mit einem &quot;Nein, hat er nicht, die Staatsquote ist gesunken&quot; entgegen treten zu k&#246;nnen.

Daniel, mir sind Arbeitslosenzahlen im Prinzip egal, die werden eh manipuliert. Ich will wissen, wie viele Leute arbeiten, und wie viel sie letztlich daf&#252;r bekommen. Diese Zahlen m&#246;chte ich dann noch in Relation zum Wachstum sehen. Das, was ich da zu sehen bekomme, l&#246;st bei mir nur noch blankes Entsetzen aus.

Wir hatten erst die CDU und seit 1998 die rechtsgerichteteste, wirtschaftsfreundlichste SPD aller Zeiten. Die Reformen wurden nahezu ausschlie&#223;lich auf den R&#252;cken der Arbeitnehmer ausgetragen, und heute geht es vielen Leuten dreckig. Eine Umkehr des Trendes ist vollkommen unabsehbar, obwohl es Wachstum gibt.

Ich glaube an ein Gesellschaftsmodell, wo nicht die Herkunft, sondern die pers&#246;nliche Leistung das entscheidende Kriterium sein sollte. Wie man aber an diesen Zahlen sieht, werden die Leute, die f&#252;r Ihr Geld arbeiten m&#252;ssen, so massiv gedr&#252;ckt, dass ihr Einkommen um 5% gesunken ist. Nicht etwa in einer wirklich schlimmen Zeit, sondern bei 25% realem Wachstum. Wie soll ich bei solchen Zahlen noch davon ausgehen k&#246;nnen, dass die n&#228;chste Wirtschaftskrise kein Schlachtfest wird?

&gt;
&gt; Zu den 5% weniger Nettoeinkommen kann ich
&gt; nicht einmal besonders viel sagen. Was ist das
&gt; f&#252;r eine Gr&#246;&#223;e? Das Durchschnittseinkommen
&gt; der Gesamtbev&#246;lkerung?

Nein, sondern das der Arbeitnehmer. ALLER Arbeitnehmer. Alle Quintile au&#223;er dem Obersten haben verloren, und im Durchschnitt haben wir 5% weniger Arbeitnehmereinkommen bei einem gleichzeitigen Wirtschaftswachstum von 25%. Wer kein Geld hat, sondern sich erst ein Verm&#246;gen aufbauen muss, dem geht es heute erheblich schlechter, als vor 15 Jahren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Du kannst die Entwicklung in Deutschland in den<br />
&gt; letzten 15 Jahren doch nicht an einer Kennzahl<br />
&gt; (der Staatsquote) festmachen und dann<br />
&gt; beschlie&#223;en, dass wir ein total neoliberales<br />
&gt; Programm gefahren h&#228;tten.</p>
<p>Ich mache es daran fest, dass die Wirtschaft um 25% gewachsen ist, und die Arbeitnehmer (in ihrer Gesamtheit!) 5% weniger Geld in der Tasche haben. Die Staatsquote erw&#228;hne ich nur, um dem Standardargument &#8220;Der Staat hat die 25% Wachstum abgesch&#246;pft!&#8221; mit einem &#8220;Nein, hat er nicht, die Staatsquote ist gesunken&#8221; entgegen treten zu k&#246;nnen.</p>
<p>Daniel, mir sind Arbeitslosenzahlen im Prinzip egal, die werden eh manipuliert. Ich will wissen, wie viele Leute arbeiten, und wie viel sie letztlich daf&#252;r bekommen. Diese Zahlen m&#246;chte ich dann noch in Relation zum Wachstum sehen. Das, was ich da zu sehen bekomme, l&#246;st bei mir nur noch blankes Entsetzen aus.</p>
<p>Wir hatten erst die CDU und seit 1998 die rechtsgerichteteste, wirtschaftsfreundlichste SPD aller Zeiten. Die Reformen wurden nahezu ausschlie&#223;lich auf den R&#252;cken der Arbeitnehmer ausgetragen, und heute geht es vielen Leuten dreckig. Eine Umkehr des Trendes ist vollkommen unabsehbar, obwohl es Wachstum gibt.</p>
<p>Ich glaube an ein Gesellschaftsmodell, wo nicht die Herkunft, sondern die pers&#246;nliche Leistung das entscheidende Kriterium sein sollte. Wie man aber an diesen Zahlen sieht, werden die Leute, die f&#252;r Ihr Geld arbeiten m&#252;ssen, so massiv gedr&#252;ckt, dass ihr Einkommen um 5% gesunken ist. Nicht etwa in einer wirklich schlimmen Zeit, sondern bei 25% realem Wachstum. Wie soll ich bei solchen Zahlen noch davon ausgehen k&#246;nnen, dass die n&#228;chste Wirtschaftskrise kein Schlachtfest wird?</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Zu den 5% weniger Nettoeinkommen kann ich<br />
&gt; nicht einmal besonders viel sagen. Was ist das<br />
&gt; f&#252;r eine Gr&#246;&#223;e? Das Durchschnittseinkommen<br />
&gt; der Gesamtbev&#246;lkerung?</p>
<p>Nein, sondern das der Arbeitnehmer. ALLER Arbeitnehmer. Alle Quintile au&#223;er dem Obersten haben verloren, und im Durchschnitt haben wir 5% weniger Arbeitnehmereinkommen bei einem gleichzeitigen Wirtschaftswachstum von 25%. Wer kein Geld hat, sondern sich erst ein Verm&#246;gen aufbauen muss, dem geht es heute erheblich schlechter, als vor 15 Jahren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95155</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 18:22:34 +0000</pubDate>
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		<description>&gt; Auch auff&#228;llig ist, dass die Finanzkrise nicht von
&gt; wesentlich riskanteren und unregulierteren
&gt; Hedge-Funds ausgeht, sondern vom good old
&gt; regulierten Banken- und Immobilienmarkt …

Ja, Moment mal: Gestrauchelte Hedgefonds hatten wir auch schon (ebenfalls mit Staatsgeld gerettet, weil &quot;too big to fail&quot;). Und bei den Banken sind wohl gerade in den letzten 10 bis 15 Jahren ganz erheblich Regulierungen abgebaut worden. Macht mich zumindest skeptisch, dass ein &quot;Noch weniger Regulierung&quot; dann funktioniert.

Interessante Links jedenfalls, danke daf&#252;r. Der Vorschlag von Zingales sollte mal &#252;berdacht werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Auch auff&#228;llig ist, dass die Finanzkrise nicht von<br />
&gt; wesentlich riskanteren und unregulierteren<br />
&gt; Hedge-Funds ausgeht, sondern vom good old<br />
&gt; regulierten Banken- und Immobilienmarkt …</p>
<p>Ja, Moment mal: Gestrauchelte Hedgefonds hatten wir auch schon (ebenfalls mit Staatsgeld gerettet, weil &#8220;too big to fail&#8221;). Und bei den Banken sind wohl gerade in den letzten 10 bis 15 Jahren ganz erheblich Regulierungen abgebaut worden. Macht mich zumindest skeptisch, dass ein &#8220;Noch weniger Regulierung&#8221; dann funktioniert.</p>
<p>Interessante Links jedenfalls, danke daf&#252;r. Der Vorschlag von Zingales sollte mal &#252;berdacht werden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95145</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 15:19:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95145</guid>
		<description>Du kannst die Entwicklung in Deutschland in den letzten 15 Jahren doch nicht an einer Kennzahl (der Staatsquote) festmachen und dann beschlie&#223;en, dass wir ein total neoliberales Programm gefahren h&#228;tten. Das haben wir nicht und vor der Wiedervereinigung war die Staatsquote nominell immer noch niedriger als heute (damals um die 44%). Und dabei haben wir genug Rechentricks unternommen, nur damit sie niedriger aussieht. ZB. wer Kindergeld ausbezahlt; oder wie quasistaatliche Konzerne zu z&#228;hlen sind, vor und nach den &quot;Privatisierungen&quot;.

Dazu kommt, dass wir mittlerweise mit dem Geld haupts&#228;chlich andere Sachen machen, der Staat verteilt mehr um und investiert weniger als fr&#252;her. Dabei sind Investitionen meistens eine Sache, von der viele profitieren. Und auf der anderen Seite erlassen wir immer mehr Gesetze und machen es damit gerade Unternehmern immer schwerer &#252;berhaupt irgendwas zu machen und diese Kosten sind komplett verdeckt und tauchen nirgendwo auf aber gerade da hat Deutschland teilweise extreme Defizite, siehe zB http://www.doingbusiness.org/ExploreEconomies/?economyid=75 wo Deutschland in der Kategorie &quot;Starting a Business&quot; im internationalen Ranking auf Platz 102 liegt. Und davon profitiert ja auch niemand wirklich, wie bei den Umlagesystemen: da bekommt wenigstens irgendwer das Geld. Das andere Geld ist nie erwirtschaftet worden und das kann doch eigentlich niemand wollen.

Ansonsten beschreibst Du mit Rente und Gesundheit doch, was in jedem sozialisierten System irgendwann einmal fast zwingend passieren mu&#223;: die Kosten gehen hoch und die Leistung geht runter ...

Zu den 5% weniger Nettoeinkommen kann ich nicht einmal besonders viel sagen. Was ist das f&#252;r eine Gr&#246;&#223;e? Das Durchschnittseinkommen der Gesamtbev&#246;lkerung? Einer bestimmten Quantile davon? Einer gewissen Gruppe (Familien)?
Oft sagen solche Zahlen n&#228;mlich was anderes, als es scheint, insbesondere, weil sich fast immer die Zusammensetzung der Gruppen &#252;ber 25 Jahre hinweg stark &#228;ndert.
Was ich aber sagen kann: der Lebensstandard eines Durchschnittsb&#252;rgers ist trotzdem in den letzten 25 Jahren stark angestiegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du kannst die Entwicklung in Deutschland in den letzten 15 Jahren doch nicht an einer Kennzahl (der Staatsquote) festmachen und dann beschlie&#223;en, dass wir ein total neoliberales Programm gefahren h&#228;tten. Das haben wir nicht und vor der Wiedervereinigung war die Staatsquote nominell immer noch niedriger als heute (damals um die 44%). Und dabei haben wir genug Rechentricks unternommen, nur damit sie niedriger aussieht. ZB. wer Kindergeld ausbezahlt; oder wie quasistaatliche Konzerne zu z&#228;hlen sind, vor und nach den &#8220;Privatisierungen&#8221;.</p>
<p>Dazu kommt, dass wir mittlerweise mit dem Geld haupts&#228;chlich andere Sachen machen, der Staat verteilt mehr um und investiert weniger als fr&#252;her. Dabei sind Investitionen meistens eine Sache, von der viele profitieren. Und auf der anderen Seite erlassen wir immer mehr Gesetze und machen es damit gerade Unternehmern immer schwerer &#252;berhaupt irgendwas zu machen und diese Kosten sind komplett verdeckt und tauchen nirgendwo auf aber gerade da hat Deutschland teilweise extreme Defizite, siehe zB <a href="http://www.doingbusiness.org/ExploreEconomies/?economyid=75" rel="nofollow"></a><a href='http://www.doingbusiness.org/ExploreEconomies/?economyid=75'>http://www.doingbusiness.org/ExploreEconomies/?economyid=75</a> wo Deutschland in der Kategorie &#8220;Starting a Business&#8221; im internationalen Ranking auf Platz 102 liegt. Und davon profitiert ja auch niemand wirklich, wie bei den Umlagesystemen: da bekommt wenigstens irgendwer das Geld. Das andere Geld ist nie erwirtschaftet worden und das kann doch eigentlich niemand wollen.</p>
<p>Ansonsten beschreibst Du mit Rente und Gesundheit doch, was in jedem sozialisierten System irgendwann einmal fast zwingend passieren mu&#223;: die Kosten gehen hoch und die Leistung geht runter &#8230;</p>
<p>Zu den 5% weniger Nettoeinkommen kann ich nicht einmal besonders viel sagen. Was ist das f&#252;r eine Gr&#246;&#223;e? Das Durchschnittseinkommen der Gesamtbev&#246;lkerung? Einer bestimmten Quantile davon? Einer gewissen Gruppe (Familien)?<br />
Oft sagen solche Zahlen n&#228;mlich was anderes, als es scheint, insbesondere, weil sich fast immer die Zusammensetzung der Gruppen &#252;ber 25 Jahre hinweg stark &#228;ndert.<br />
Was ich aber sagen kann: der Lebensstandard eines Durchschnittsb&#252;rgers ist trotzdem in den letzten 25 Jahren stark angestiegen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95143</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 14:45:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95143</guid>
		<description>Hi Christian, ich denke die Kernschmelz-Metapher ist vielleicht gar nicht so schlecht, aber wenn Du dich fragst, was zur aktuellen Situation gef&#252;hrt hat, dann kann man nicht erst da anfangen, wo die Aktienkurse anfangen zu fallen.

Das eigentliche Problem liegt schon im k&#252;nstlichen Boom und dazu haben eben auch Regulierungsma&#223;nahmen nicht unwesentlich beigetragen. Auch auff&#228;llig ist, dass die Finanzkrise nicht von wesentlich riskanteren und unregulierteren Hedge-Funds ausgeht, sondern vom good old regulierten Banken- und Immobilienmarkt ...

Und wenn viel Kapital in faule Anlagen geflossen ist und sich das dann herausstellt, dann ziehen die Investoren ihr Geld ab und investieren es wo anders, wo es produktiver anliegt. Der Crash, den wir beobachten, folgt direkt aus dem k&#252;nstlichen Boom, den nat&#252;rlich alle gro&#223;artig fanden. Es steckte zu viel Geld im Finanzsektor, der Finanzsektor wird schrumpfen.

Die Frage ist nur, wie das am vern&#252;nftigsten (und, wenn wir wieder &#252;ber Leerverk&#228;ufe reden wollen: am schnellsten) geht. Und da denke ich sind Bailouts im gro&#223;en Stil nicht die richtige Idee. Luigi Zingales hat einen ganz vern&#252;nftigen Vorschlag, wie ich finde, n&#228;mlich teilweise Schulden nachzulassen oder zu tauschen, siehe:
http://faculty.chicagogsb.edu/luigi.zingales/Why_Paulson_is_wrong.pdf (keine Angst, der Artikel ist kurz)

Das m&#252;sste einen harten Aufschlag auf dem Boden der Tatsachen etwas abfedern, aber trotzdem noch genug Spielraum daf&#252;r lassen, dass Banken ihre Risiken selber tragen m&#252;ssen und im Zweifelsfall auch wirklich verschwinden.

Ich w&#228;re auch ziemlich skeptisch, wenn man staatlich den Bankensektor weiter regulieren w&#252;rde. 
Jeder Markteingriff hat, das hat doch diese Krise auch wieder gezeigt, unerw&#252;nschte Nebenwirkungen, die alles eher schlechter gemacht haben, siehe zB. http://www.nytimes.com/2008/09/14/business/14view.html
Und nur auf Basis einer diffusen Informationslage und Wishful Thinking in einem eigentlich halbwegs funktionierenden Markt rumzupfuschen, ist normalerweise keine so gro&#223;artige Idee. Aktuell greift der US-Staat so stark in seine Wirtschaft ein, wie es Ethiopien tut ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Christian, ich denke die Kernschmelz-Metapher ist vielleicht gar nicht so schlecht, aber wenn Du dich fragst, was zur aktuellen Situation gef&#252;hrt hat, dann kann man nicht erst da anfangen, wo die Aktienkurse anfangen zu fallen.</p>
<p>Das eigentliche Problem liegt schon im k&#252;nstlichen Boom und dazu haben eben auch Regulierungsma&#223;nahmen nicht unwesentlich beigetragen. Auch auff&#228;llig ist, dass die Finanzkrise nicht von wesentlich riskanteren und unregulierteren Hedge-Funds ausgeht, sondern vom good old regulierten Banken- und Immobilienmarkt &#8230;</p>
<p>Und wenn viel Kapital in faule Anlagen geflossen ist und sich das dann herausstellt, dann ziehen die Investoren ihr Geld ab und investieren es wo anders, wo es produktiver anliegt. Der Crash, den wir beobachten, folgt direkt aus dem k&#252;nstlichen Boom, den nat&#252;rlich alle gro&#223;artig fanden. Es steckte zu viel Geld im Finanzsektor, der Finanzsektor wird schrumpfen.</p>
<p>Die Frage ist nur, wie das am vern&#252;nftigsten (und, wenn wir wieder &#252;ber Leerverk&#228;ufe reden wollen: am schnellsten) geht. Und da denke ich sind Bailouts im gro&#223;en Stil nicht die richtige Idee. Luigi Zingales hat einen ganz vern&#252;nftigen Vorschlag, wie ich finde, n&#228;mlich teilweise Schulden nachzulassen oder zu tauschen, siehe:<br />
<a href="http://faculty.chicagogsb.edu/luigi.zingales/Why_Paulson_is_wrong.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://faculty.chicagogsb.edu/luigi.zingales/Why_Paulson_is_wrong.pdf'>http://faculty.chicagogsb.edu/luigi.zingales/Why_Paulson_is_wrong.pdf</a> (keine Angst, der Artikel ist kurz)</p>
<p>Das m&#252;sste einen harten Aufschlag auf dem Boden der Tatsachen etwas abfedern, aber trotzdem noch genug Spielraum daf&#252;r lassen, dass Banken ihre Risiken selber tragen m&#252;ssen und im Zweifelsfall auch wirklich verschwinden.</p>
<p>Ich w&#228;re auch ziemlich skeptisch, wenn man staatlich den Bankensektor weiter regulieren w&#252;rde.<br />
Jeder Markteingriff hat, das hat doch diese Krise auch wieder gezeigt, unerw&#252;nschte Nebenwirkungen, die alles eher schlechter gemacht haben, siehe zB. <a href="http://www.nytimes.com/2008/09/14/business/14view.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.nytimes.com/2008/09/14/business/14view.html'>http://www.nytimes.com/2008/09/14/business/14view.html</a><br />
Und nur auf Basis einer diffusen Informationslage und Wishful Thinking in einem eigentlich halbwegs funktionierenden Markt rumzupfuschen, ist normalerweise keine so gro&#223;artige Idee. Aktuell greift der US-Staat so stark in seine Wirtschaft ein, wie es Ethiopien tut &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95139</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 13:06:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ach ja, und ich denke in der Tat an Szenarien wie 1929. Unser Land hat eine exzellente Wertsch&#246;pfung pro Kopf. Es ist f&#252;r mich einfach unakzeptabel, wenn hier trotzdem massive Verelendung entsteht.

Daniel, wir haben seit 1992 insgesamt ca. 25% reales Wachstum gehabt. Wir haben seitdem einen R&#252;ckgang der Staatsquote gehabt, der Staat beh&#228;lt also prozentual weniger von dieser Leistung ein. Dennoch haben wir 5% weniger Nettoeinkommen bei den Arbeitnehmern, als vor 15 Jahren. Renten sind ebenfalls gesunken, die medizinische Versorgung ist schlechter, und kostet mehr. Die Arbeitslosenunterst&#252;tzung ist massiv gek&#252;rzt worden, die Anforderungen hingegen wurden deutlich hochgeschraubt. Und nun droht noch eine Weltwirtschaftskrise oder eine Krise japanischen Ausma&#223;es am Horizont. Das kann es nicht sein!

Es IST GENAU in die Richtung gegangen, die hier gefordert wird! Hier wird zwar noch mehr gefordert, aber wer behauptet, es sei andersrum gegangen, der l&#252;gt. Und es hat Wachstum gegeben. Aber selbst diejenigen, die die Arbeitskraft f&#252;r dieses Wachstum bereitstellen, haben weniger in der Tasche als zuvor. Es ist auch nicht beim Staat gelandet, wie gesagt, seine Quote ist kleiner.

Und da soll ich dennoch fr&#246;hlich das hohe Lied auf die Globalisierung und Deregulierung jodeln, und gut gestimmt in die Zukunft blicken? Das kannst du nicht ernsthaft verlangen!

15 Jahre im gleichen Stil, und dieses Land zerbricht. Was ja faktisch der Wunsch diverser Kommentatoren hier ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach ja, und ich denke in der Tat an Szenarien wie 1929. Unser Land hat eine exzellente Wertsch&#246;pfung pro Kopf. Es ist f&#252;r mich einfach unakzeptabel, wenn hier trotzdem massive Verelendung entsteht.</p>
<p>Daniel, wir haben seit 1992 insgesamt ca. 25% reales Wachstum gehabt. Wir haben seitdem einen R&#252;ckgang der Staatsquote gehabt, der Staat beh&#228;lt also prozentual weniger von dieser Leistung ein. Dennoch haben wir 5% weniger Nettoeinkommen bei den Arbeitnehmern, als vor 15 Jahren. Renten sind ebenfalls gesunken, die medizinische Versorgung ist schlechter, und kostet mehr. Die Arbeitslosenunterst&#252;tzung ist massiv gek&#252;rzt worden, die Anforderungen hingegen wurden deutlich hochgeschraubt. Und nun droht noch eine Weltwirtschaftskrise oder eine Krise japanischen Ausma&#223;es am Horizont. Das kann es nicht sein!</p>
<p>Es IST GENAU in die Richtung gegangen, die hier gefordert wird! Hier wird zwar noch mehr gefordert, aber wer behauptet, es sei andersrum gegangen, der l&#252;gt. Und es hat Wachstum gegeben. Aber selbst diejenigen, die die Arbeitskraft f&#252;r dieses Wachstum bereitstellen, haben weniger in der Tasche als zuvor. Es ist auch nicht beim Staat gelandet, wie gesagt, seine Quote ist kleiner.</p>
<p>Und da soll ich dennoch fr&#246;hlich das hohe Lied auf die Globalisierung und Deregulierung jodeln, und gut gestimmt in die Zukunft blicken? Das kannst du nicht ernsthaft verlangen!</p>
<p>15 Jahre im gleichen Stil, und dieses Land zerbricht. Was ja faktisch der Wunsch diverser Kommentatoren hier ist.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95136</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 12:50:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95136</guid>
		<description>OK, danke f&#252;r die Antwort. Ich mache in der Tat mein Seelenheil nicht an den Leerverk&#228;ufen fest. Ich will im Prinzip einfach nur halbwegs Stabilit&#228;t.

Die Frage bei allen Hebelinstrumenten ist doch, ob sich nicht auch die Information durch sie gewaltig verf&#228;lschen kann. In einem Vektor ist neben der Richtung auch die L&#228;nge eine essentielle Information. Es ist ein Unterschied, ob du mit 30 oder mit 200 in eine Kurve f&#228;hrst. 

Wird es denn nicht irgendwann aberwitzig? Sonst w&#228;re doch im Prinzip auch nichts gegen ein Instrument mit einer Hebelwirkung von eins zu einer Million auszusetzen, da ja die Richtung immer noch stimmen w&#252;rde.

Ich mache es nicht an den Leerverk&#228;ufen fest, mich st&#246;rt alles mit zu massiven Hebeln. Wenn eine Bank aus einem Dollar Eigenkapital 50 Dollar sch&#246;pfen kann, bedeutet das einfach nur, dass s&#228;mtliche Bremsen und Sicherheiten f&#252;r schlechte Zeiten au&#223;er Kraft gesetzt sind.

Die Situation und die Diskussion in der wir uns befinden, ist in meinen Augen vom Konzept her mit einer Kernschmelze, einem B&#252;rgerkrieg oder einer gewaltigen Umweltkatastrophe vergleichbar: All diese Dinge haben gemeinsam, dass es f&#252;r sie, wenn sie erst einmal da sind, keine zufriedenstellende L&#246;sung gibt. Die einzige L&#246;sung kann daher nur sein, die Situation zu vermeiden. Bei mir stehen da Instrumente mit zu starker Hebelwirkung ganz weit oben auf der Liste der Verd&#228;chtigen.

Meinetwegen kann es auch was anderes sein, z.B. die Gr&#246;&#223;e der Banken per Gesetz so stark zu beschr&#228;nken, dass ein &quot;too big to fail&quot; nicht m&#246;glich ist. Hast du irgendwelche Vorschl&#228;ge?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>OK, danke f&#252;r die Antwort. Ich mache in der Tat mein Seelenheil nicht an den Leerverk&#228;ufen fest. Ich will im Prinzip einfach nur halbwegs Stabilit&#228;t.</p>
<p>Die Frage bei allen Hebelinstrumenten ist doch, ob sich nicht auch die Information durch sie gewaltig verf&#228;lschen kann. In einem Vektor ist neben der Richtung auch die L&#228;nge eine essentielle Information. Es ist ein Unterschied, ob du mit 30 oder mit 200 in eine Kurve f&#228;hrst. </p>
<p>Wird es denn nicht irgendwann aberwitzig? Sonst w&#228;re doch im Prinzip auch nichts gegen ein Instrument mit einer Hebelwirkung von eins zu einer Million auszusetzen, da ja die Richtung immer noch stimmen w&#252;rde.</p>
<p>Ich mache es nicht an den Leerverk&#228;ufen fest, mich st&#246;rt alles mit zu massiven Hebeln. Wenn eine Bank aus einem Dollar Eigenkapital 50 Dollar sch&#246;pfen kann, bedeutet das einfach nur, dass s&#228;mtliche Bremsen und Sicherheiten f&#252;r schlechte Zeiten au&#223;er Kraft gesetzt sind.</p>
<p>Die Situation und die Diskussion in der wir uns befinden, ist in meinen Augen vom Konzept her mit einer Kernschmelze, einem B&#252;rgerkrieg oder einer gewaltigen Umweltkatastrophe vergleichbar: All diese Dinge haben gemeinsam, dass es f&#252;r sie, wenn sie erst einmal da sind, keine zufriedenstellende L&#246;sung gibt. Die einzige L&#246;sung kann daher nur sein, die Situation zu vermeiden. Bei mir stehen da Instrumente mit zu starker Hebelwirkung ganz weit oben auf der Liste der Verd&#228;chtigen.</p>
<p>Meinetwegen kann es auch was anderes sein, z.B. die Gr&#246;&#223;e der Banken per Gesetz so stark zu beschr&#228;nken, dass ein &#8220;too big to fail&#8221; nicht m&#246;glich ist. Hast du irgendwelche Vorschl&#228;ge?</p>
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	</item>
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		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95133</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 11:48:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95133</guid>
		<description>Hi Christian, ich wei&#223;, was ein Leerverkauf ist, vielleicht habe ich mich da unklar ausgedr&#252;ckt: die Preise k&#246;nnen, wenn man Leerverk&#228;ufe verbietet, nur fallen, wenn Besitzer verkaufen. Ich hatte das vorher andersherum zu erkl&#228;ren versucht (also: erst die Welt ohne Leerverk&#228;ufe und dann die Welt mit Leerverk&#228;ufen, O-Ton: &quot;und da kommen Leerverk&#228;ufe ins Spiel&quot;). Wenn man meine ersten paar Abs&#228;tze nicht unbedingt falsch verstehen m&#246;chte, dann ist das meines Erachtens auch klar.

Und zur&#252;ck zur Regulierung: ich versuche &#252;berhaupt keinen moralischen Punkt zu machen, im Sinne von: ALLE REGULIERUNGEN SIND B&#214;SE, ES LEBE DAS NICHTAGGRESSIONSPRINZIP!!! Ich frequentiere auch nur Fu&#223;g&#228;ngerzonen ohne aktive Hammerwerfer.

Ich versuche einen &#246;konomischen Punkt zu machen, und es ist das Wesen der &#214;konomie, dass sie nicht sagt &quot;Tu das, mach das nicht&quot;, sondern Zusammenh&#228;nge darstellt, im Sinne von &quot;Wenn Du A machst, dann passiert B&quot;.
Ich halte Regulierungen und Gesetze nicht per se f&#252;r falsch, ich denke nur, man sollte versuchen zu verstehen, welche Konsequenzen bestimmte Ma&#223;nahmen haben und dann k&#246;nnen wir uns dar&#252;ber unterhalten, ob die Konsequenzen erw&#252;nscht sind oder nicht.

Okay, zur&#252;ck zu den Leerverk&#228;ufen: Auf Finanzm&#228;rkten geht es im wesentlichen um eine Sache, n&#228;mlich um Informationen, die gehandelt werden. Und Leerverk&#228;ufe bringen zus&#228;tzliche Informationen in den Markt ein, sie decken also Wissen auf, das sonst erst viel sp&#228;ter in den Markt einfliesen w&#252;rde. Darum verl&#228;ngert ein Verbot von Leerverk&#228;ufen eine Fehlinvestition im gro&#223;en Stil (wie eine B&#246;rsenbubble). Wenn die allgemeine Einsch&#228;tzung besagt, dass eine Anlage quasi nichts mehr wert ist, dann ist diese Anlage nichts mehr wert. Und irgendwann wird sie diesen Wert auch erreichen, egal, ob Leerverk&#228;ufe erlaubt sind oder nicht. Die Frage ist nur, wann es passiert.

Es ist einfach nicht die &quot;Schuld&quot; der Short-Sellers, dass jetzt ein paar Banken und Versicherungen in schwierigen Situationen stecken. Die steckten da schon vorher drin, die Leerverk&#228;ufe machen es nur sichtbar. Und DARUM denke ich, es ist keine besonders gute Idee, das zu verbieten. Es ist wie Thermometer zu verbieten, wenn einem die Temperatur nicht gef&#228;llt. Es n&#252;tzt nichts, es schadet eher, weil Informationen fehlen.

Der Hebel, den Du so kritisierst, ist nur f&#252;r die Geschwindigkeit, nicht f&#252;r die Richtung verantwortlich.

Und klar, in der Zeit, die man &quot;gewinnt&quot;, kann sich evtl. die Markteinsch&#228;tzung &#228;ndern. Aber darauf ist offenbar niemand bereit, sein eigenes Geld drauf zu setzen, sondern man wartet auf ein Wunder und so lange l&#228;uft die Blase eben weiter und vernichtet noch mehr Geld ...


BTW: An welche Krisen denkst Du denn, die wir auf der Welt hatten, die vergleichbar sind? Die Great Depression hat m.E. nicht besonders viele Parallelen, am ehesten scheint mir die Japan-Housing-Bubble Anfang der 90er vergleichbar zu sein, wenn auch in kleinerem Ma&#223;stab.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Christian, ich wei&#223;, was ein Leerverkauf ist, vielleicht habe ich mich da unklar ausgedr&#252;ckt: die Preise k&#246;nnen, wenn man Leerverk&#228;ufe verbietet, nur fallen, wenn Besitzer verkaufen. Ich hatte das vorher andersherum zu erkl&#228;ren versucht (also: erst die Welt ohne Leerverk&#228;ufe und dann die Welt mit Leerverk&#228;ufen, O-Ton: &#8220;und da kommen Leerverk&#228;ufe ins Spiel&#8221;). Wenn man meine ersten paar Abs&#228;tze nicht unbedingt falsch verstehen m&#246;chte, dann ist das meines Erachtens auch klar.</p>
<p>Und zur&#252;ck zur Regulierung: ich versuche &#252;berhaupt keinen moralischen Punkt zu machen, im Sinne von: ALLE REGULIERUNGEN SIND B&#214;SE, ES LEBE DAS NICHTAGGRESSIONSPRINZIP!!! Ich frequentiere auch nur Fu&#223;g&#228;ngerzonen ohne aktive Hammerwerfer.</p>
<p>Ich versuche einen &#246;konomischen Punkt zu machen, und es ist das Wesen der &#214;konomie, dass sie nicht sagt &#8220;Tu das, mach das nicht&#8221;, sondern Zusammenh&#228;nge darstellt, im Sinne von &#8220;Wenn Du A machst, dann passiert B&#8221;.<br />
Ich halte Regulierungen und Gesetze nicht per se f&#252;r falsch, ich denke nur, man sollte versuchen zu verstehen, welche Konsequenzen bestimmte Ma&#223;nahmen haben und dann k&#246;nnen wir uns dar&#252;ber unterhalten, ob die Konsequenzen erw&#252;nscht sind oder nicht.</p>
<p>Okay, zur&#252;ck zu den Leerverk&#228;ufen: Auf Finanzm&#228;rkten geht es im wesentlichen um eine Sache, n&#228;mlich um Informationen, die gehandelt werden. Und Leerverk&#228;ufe bringen zus&#228;tzliche Informationen in den Markt ein, sie decken also Wissen auf, das sonst erst viel sp&#228;ter in den Markt einfliesen w&#252;rde. Darum verl&#228;ngert ein Verbot von Leerverk&#228;ufen eine Fehlinvestition im gro&#223;en Stil (wie eine B&#246;rsenbubble). Wenn die allgemeine Einsch&#228;tzung besagt, dass eine Anlage quasi nichts mehr wert ist, dann ist diese Anlage nichts mehr wert. Und irgendwann wird sie diesen Wert auch erreichen, egal, ob Leerverk&#228;ufe erlaubt sind oder nicht. Die Frage ist nur, wann es passiert.</p>
<p>Es ist einfach nicht die &#8220;Schuld&#8221; der Short-Sellers, dass jetzt ein paar Banken und Versicherungen in schwierigen Situationen stecken. Die steckten da schon vorher drin, die Leerverk&#228;ufe machen es nur sichtbar. Und DARUM denke ich, es ist keine besonders gute Idee, das zu verbieten. Es ist wie Thermometer zu verbieten, wenn einem die Temperatur nicht gef&#228;llt. Es n&#252;tzt nichts, es schadet eher, weil Informationen fehlen.</p>
<p>Der Hebel, den Du so kritisierst, ist nur f&#252;r die Geschwindigkeit, nicht f&#252;r die Richtung verantwortlich.</p>
<p>Und klar, in der Zeit, die man &#8220;gewinnt&#8221;, kann sich evtl. die Markteinsch&#228;tzung &#228;ndern. Aber darauf ist offenbar niemand bereit, sein eigenes Geld drauf zu setzen, sondern man wartet auf ein Wunder und so lange l&#228;uft die Blase eben weiter und vernichtet noch mehr Geld &#8230;</p>
<p>BTW: An welche Krisen denkst Du denn, die wir auf der Welt hatten, die vergleichbar sind? Die Great Depression hat m.E. nicht besonders viele Parallelen, am ehesten scheint mir die Japan-Housing-Bubble Anfang der 90er vergleichbar zu sein, wenn auch in kleinerem Ma&#223;stab.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95126</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 10:49:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95126</guid>
		<description>Meine erste Antwort ist mir versehentlich woanders hingegangen, als sie sollte: 

&gt; Solche Entscheidungen m&#246;chte ich nicht treffen m&#252;ssen,
&gt; besonders nicht, mit den Informationen, die ich aktuell hab.
&gt; Es ist sch&#246;n f&#252;r dich, Christian, wenn dir alle Antworten
&gt; sonnenklar sind, aber so einfach ist es eben nicht f&#252;r alle.

Sag mal, hast du keinen Bock, zu lesen? Mir sind die Antworten *NICHT* sonnenklar, aber ich wende mich gegen jene, die sagen “Einfach zusammenbrechen lassen, und gut ist”. Was tun wir, wenn das eine neue Weltwirtschaftskrise als Folge hat? DAS ist die eine Frage, die ich hier all den lockeren Spr&#252;cheklopfern gestellt habe. Leider ist sie komplett unbeantwortet geblieben.

Da ich mich genau gegen dieses Spr&#252;cheklopfen wende, und gegen jene, die es sich meines Erachtens zu leicht machen, finde ich es zum Kotzen von dir, dass du *MIR* nun ausgerechnet das zum Vorwurf machst.

&#220;brigens, es ist ja nicht so, als ob wir entsprechende Krisen NICHT bereits gehabt h&#228;tten.

So, und nun noch mal zu den Leerverk&#228;ufen. Wikipedia definiert es mal wieder: Unter einem Leerverkauf versteht man den Verkauf eines Wertpapiers, &lt;b&gt;welches der Verk&#228;ufer zum Verkaufszeitpunkt noch nicht besitzt.&lt;/b&gt;

Dein &quot;Das geht nur, wenn einige Besitzer jetzt verkaufen, aber warum sollten sie das tun?&quot; ist also komplett unwahr, die Definition ist eben, dass der Verk&#228;ufer das Ding zum Verkaufszeitpunkt NICHT besitzt. Und schon haben wir wieder die Situation, dass ein gewaltiger Hebel entstehen kann, der zu gewaltigen Crashs f&#252;hren kann. Wo dann die Folgen, ganz egal was getan wird, unabsehbar, aber potentiell katastrophal sind.

Es ist doch ganz einfach: Sprengstoffe darfst du auch nur nach bestimmten Regeln lagern. Ganz viel fiese Regulierung haben wir da hierzulande. Und wei&#223;t du was? Ich finde das gut! Weil ich keinen Bock habe, dass auf einmal ein Depot hochgeht, und noch ein paar Wohnblocks mitrei&#223;t. Das ist mir einfach zu teuer, nicht nur monet&#228;r gesehen. Und genau so, wie der Staat das Recht und in meinen Augen die Pflicht hat, Sprengstoffe zu regulieren, hat er in meinen Augen das Recht und die Pflicht, potentiell weitfl&#228;chig gef&#228;hrliche Instrumente oder Konstellationen im Finanzmarkt zu regulieren, wenn diese so m&#228;chtig sind, dass sie extreme Kollateralsch&#228;den ausl&#246;sen k&#246;nnen. So, und DAS ist jetzt mal eine Aussage, von der du zu Recht behaupten kannst, dass ich mir ihrer Sicher bin. Damit mir hier zur Abwechslung mal etwas unterstellt wird, was stimmt.

P.S.:
Falls ich mir danach mal wieder von irgendwem (nicht zwangsl&#228;ufig von dir) anh&#246;ren muss, dass ich Sozialist oder Schlimmeres sei: Hammerwerfen in der Fu&#223;g&#228;ngerzone will ich auch unterbinden, sogar bevor etwas passiert. Ich b&#246;ser, schwuler und gottloser Nazi-Kommunist!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine erste Antwort ist mir versehentlich woanders hingegangen, als sie sollte: </p>
<p>&gt; Solche Entscheidungen m&#246;chte ich nicht treffen m&#252;ssen,<br />
&gt; besonders nicht, mit den Informationen, die ich aktuell hab.<br />
&gt; Es ist sch&#246;n f&#252;r dich, Christian, wenn dir alle Antworten<br />
&gt; sonnenklar sind, aber so einfach ist es eben nicht f&#252;r alle.</p>
<p>Sag mal, hast du keinen Bock, zu lesen? Mir sind die Antworten *NICHT* sonnenklar, aber ich wende mich gegen jene, die sagen “Einfach zusammenbrechen lassen, und gut ist”. Was tun wir, wenn das eine neue Weltwirtschaftskrise als Folge hat? DAS ist die eine Frage, die ich hier all den lockeren Spr&#252;cheklopfern gestellt habe. Leider ist sie komplett unbeantwortet geblieben.</p>
<p>Da ich mich genau gegen dieses Spr&#252;cheklopfen wende, und gegen jene, die es sich meines Erachtens zu leicht machen, finde ich es zum Kotzen von dir, dass du *MIR* nun ausgerechnet das zum Vorwurf machst.</p>
<p>&#220;brigens, es ist ja nicht so, als ob wir entsprechende Krisen NICHT bereits gehabt h&#228;tten.</p>
<p>So, und nun noch mal zu den Leerverk&#228;ufen. Wikipedia definiert es mal wieder: Unter einem Leerverkauf versteht man den Verkauf eines Wertpapiers, <b>welches der Verk&#228;ufer zum Verkaufszeitpunkt noch nicht besitzt.</b></p>
<p>Dein &#8220;Das geht nur, wenn einige Besitzer jetzt verkaufen, aber warum sollten sie das tun?&#8221; ist also komplett unwahr, die Definition ist eben, dass der Verk&#228;ufer das Ding zum Verkaufszeitpunkt NICHT besitzt. Und schon haben wir wieder die Situation, dass ein gewaltiger Hebel entstehen kann, der zu gewaltigen Crashs f&#252;hren kann. Wo dann die Folgen, ganz egal was getan wird, unabsehbar, aber potentiell katastrophal sind.</p>
<p>Es ist doch ganz einfach: Sprengstoffe darfst du auch nur nach bestimmten Regeln lagern. Ganz viel fiese Regulierung haben wir da hierzulande. Und wei&#223;t du was? Ich finde das gut! Weil ich keinen Bock habe, dass auf einmal ein Depot hochgeht, und noch ein paar Wohnblocks mitrei&#223;t. Das ist mir einfach zu teuer, nicht nur monet&#228;r gesehen. Und genau so, wie der Staat das Recht und in meinen Augen die Pflicht hat, Sprengstoffe zu regulieren, hat er in meinen Augen das Recht und die Pflicht, potentiell weitfl&#228;chig gef&#228;hrliche Instrumente oder Konstellationen im Finanzmarkt zu regulieren, wenn diese so m&#228;chtig sind, dass sie extreme Kollateralsch&#228;den ausl&#246;sen k&#246;nnen. So, und DAS ist jetzt mal eine Aussage, von der du zu Recht behaupten kannst, dass ich mir ihrer Sicher bin. Damit mir hier zur Abwechslung mal etwas unterstellt wird, was stimmt.</p>
<p>P.S.:<br />
Falls ich mir danach mal wieder von irgendwem (nicht zwangsl&#228;ufig von dir) anh&#246;ren muss, dass ich Sozialist oder Schlimmeres sei: Hammerwerfen in der Fu&#223;g&#228;ngerzone will ich auch unterbinden, sogar bevor etwas passiert. Ich b&#246;ser, schwuler und gottloser Nazi-Kommunist!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95125</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 10:32:40 +0000</pubDate>
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		<description>&gt; Solche Entscheidungen m&#246;chte ich nicht treffen m&#252;ssen,
&gt; besonders nicht, mit den Informationen, die ich aktuell hab. Es ist
&gt; sch&#246;n f&#252;r dich, Christian, wenn dir alle Antworten sonnenklar sind,
&gt; aber so einfach ist es eben nicht f&#252;r alle.

Sag mal, hast du keinen Bock, zu lesen? Mir sind die Antworten *NICHT* sonnenklar, aber ich wende mich gegen jene, die sagen &quot;Einfach zusammenbrechen lassen, und gut ist&quot;. Was tun wir, wenn das eine neue Weltwirtschaftskrise als Folge hat? DAS ist die eine Frage, die ich hier all den lockeren Spr&#252;cheklopfern gestellt habe. Leider ist sie komplett unbeantwortet geblieben.

Da ich mich genau gegen dieses Spr&#252;cheklopfen wende, und gegen jene, die es sich meines Erachtens zu leicht machen, finde ich es zum Kotzen von dir, dass du *MIR* nun ausgerechnet das zum Vorwurf machst.

&#220;brigens, es ist ja nicht so, als ob wir entsprechende Krisen bereits gehabt h&#228;tten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Solche Entscheidungen m&#246;chte ich nicht treffen m&#252;ssen,<br />
&gt; besonders nicht, mit den Informationen, die ich aktuell hab. Es ist<br />
&gt; sch&#246;n f&#252;r dich, Christian, wenn dir alle Antworten sonnenklar sind,<br />
&gt; aber so einfach ist es eben nicht f&#252;r alle.</p>
<p>Sag mal, hast du keinen Bock, zu lesen? Mir sind die Antworten *NICHT* sonnenklar, aber ich wende mich gegen jene, die sagen &#8220;Einfach zusammenbrechen lassen, und gut ist&#8221;. Was tun wir, wenn das eine neue Weltwirtschaftskrise als Folge hat? DAS ist die eine Frage, die ich hier all den lockeren Spr&#252;cheklopfern gestellt habe. Leider ist sie komplett unbeantwortet geblieben.</p>
<p>Da ich mich genau gegen dieses Spr&#252;cheklopfen wende, und gegen jene, die es sich meines Erachtens zu leicht machen, finde ich es zum Kotzen von dir, dass du *MIR* nun ausgerechnet das zum Vorwurf machst.</p>
<p>&#220;brigens, es ist ja nicht so, als ob wir entsprechende Krisen bereits gehabt h&#228;tten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniel</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95121</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 09:54:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95121</guid>
		<description>Christian, trotzdem ist es doch ein wenig eigent&#252;mlich, Leerverk&#228;ufe zu verbieten, weil das gerade ein Instrument ist, in den in den Markt mehr Informationen einflie&#223;en und damit offensichtlich &#252;berbewertete Anlagen wieder auf ein vern&#252;nftiges Marktniveau herunterkommen.

Mit Leerverk&#228;ufen kann man (und das ist erw&#252;nscht) Blasen fr&#252;hzeitig zum platzen bringen: Blasen entstehen, wenn ein paar Leute der Meinung sind, eine Anlage steigt; dann kaufen sie (Nachfrageanstieg), also steigt der Preis wie erwartet an, also kaufen sie mehr, der Preis geht durch die Decke. Alle Welt sieht dann, dass Anlagen offenbar komplett &#252;berbewertet ist. Wunderbar, nur wie kommt der Preis wieder auf ein vern&#252;nftiges Niveau herunter? Das geht nur, wenn einige Besitzer jetzt verkaufen, aber warum sollten sie das tun? Wenn sie nicht verkaufen, dann l&#228;uft die Blase noch l&#228;nger weiter ... und da kommen Leerverk&#228;ufe ins Spiel und das ist eine gute Sache.

Wenn man also Leerverk&#228;ufe verbietet, dann erreicht man genau das: man verl&#228;ngert die Blase, man schiebt das unvermeidliche nur noch ein bi&#223;chen l&#228;nger heraus. Langfristig kommt niemand an der wirtschaftlichen Realit&#228;t vorbei, auch die US-Regierung nicht, von daher ist die entscheidende Frage, ob die Regulierung &#252;berhaupt etwas bewirkt, so lange sich die Realit&#228;ten nicht &#228;ndern.

Die Idee hinter dem Verbot ist wohl &quot;Wir regulieren den Markt so lange, bis alles wieder ok ist und dann l&#228;uft alles wieder normal.&quot; Es ist doch hochzweifelhaft, ob das funktioniert und nicht alles noch viel gruseliger macht (was f&#252;r Regulierungen nicht so un&#252;blich ist).

BTW, ich bin mir nicht sicher, ob die Rettungen eine gute oder eine schlechte Idee ist. Auf der einen Seite ist es nat&#252;rlich leicht und richtig zu sagen, dass offenbar die Assets abgezogen werden und der Laden berechtigterweise pleitegehen sollte. Creative Destruction, alles gut.

Oder noch leichter: das System ist fundamental kaputt, Fiat Money, &#252;berall Regierung und Zentralbanken, sch&#246;n wenns kaputt ist, der Mist :-)

Und es ist genau so leicht zu sagen, dass das ein Weltuntergang w&#228;re, weil dann das komplette Finanzsystem und damit das Wirtschaftssystem zusammenbricht (besonders, da die US-Regierung durchaus eine Mitverantwortung am Entstehen der Housing-Bubble hat). Ob das wirklich ein Weltuntergang ist, kann &#252;brigens niemand wirklich sagen, nicht mal die &#214;konomen, die sich mit nichts anderem besch&#228;ftigen. Sie vermuten es einfach und was wirklich passiert. Lehman Bros. waren die einzigen, an denen das Systems &quot;wir gucken nur zu&quot; wirklich getestet wurde ... und das, wo man vorher andere gro&#223;e Spieler (Bearn Stearns, FM&amp;FM) gerettet hat, damit das eben nicht passiert. Niemand kann pr&#228;zise vorhersagen, was wirklich passieren w&#252;rde, wenn man die &quot;too big to fail&quot;-Doktrin nicht anwendet. Man kann aber jetzt schon sagen, dass diese Doktrin auch so ihre unangenehmen Konsequenzen hat (Dollarentwertungen, Zinss&#228;tze, neue Blasen, mehr Anreize auch &quot;big&quot; zu werden ...).

Solche Entscheidungen m&#246;chte ich nicht treffen m&#252;ssen, besonders nicht, mit den Informationen, die ich aktuell hab. Es ist sch&#246;n f&#252;r dich, Christian, wenn dir alle Antworten sonnenklar sind, aber so einfach ist es eben nicht f&#252;r alle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Christian, trotzdem ist es doch ein wenig eigent&#252;mlich, Leerverk&#228;ufe zu verbieten, weil das gerade ein Instrument ist, in den in den Markt mehr Informationen einflie&#223;en und damit offensichtlich &#252;berbewertete Anlagen wieder auf ein vern&#252;nftiges Marktniveau herunterkommen.</p>
<p>Mit Leerverk&#228;ufen kann man (und das ist erw&#252;nscht) Blasen fr&#252;hzeitig zum platzen bringen: Blasen entstehen, wenn ein paar Leute der Meinung sind, eine Anlage steigt; dann kaufen sie (Nachfrageanstieg), also steigt der Preis wie erwartet an, also kaufen sie mehr, der Preis geht durch die Decke. Alle Welt sieht dann, dass Anlagen offenbar komplett &#252;berbewertet ist. Wunderbar, nur wie kommt der Preis wieder auf ein vern&#252;nftiges Niveau herunter? Das geht nur, wenn einige Besitzer jetzt verkaufen, aber warum sollten sie das tun? Wenn sie nicht verkaufen, dann l&#228;uft die Blase noch l&#228;nger weiter &#8230; und da kommen Leerverk&#228;ufe ins Spiel und das ist eine gute Sache.</p>
<p>Wenn man also Leerverk&#228;ufe verbietet, dann erreicht man genau das: man verl&#228;ngert die Blase, man schiebt das unvermeidliche nur noch ein bi&#223;chen l&#228;nger heraus. Langfristig kommt niemand an der wirtschaftlichen Realit&#228;t vorbei, auch die US-Regierung nicht, von daher ist die entscheidende Frage, ob die Regulierung &#252;berhaupt etwas bewirkt, so lange sich die Realit&#228;ten nicht &#228;ndern.</p>
<p>Die Idee hinter dem Verbot ist wohl &#8220;Wir regulieren den Markt so lange, bis alles wieder ok ist und dann l&#228;uft alles wieder normal.&#8221; Es ist doch hochzweifelhaft, ob das funktioniert und nicht alles noch viel gruseliger macht (was f&#252;r Regulierungen nicht so un&#252;blich ist).</p>
<p>BTW, ich bin mir nicht sicher, ob die Rettungen eine gute oder eine schlechte Idee ist. Auf der einen Seite ist es nat&#252;rlich leicht und richtig zu sagen, dass offenbar die Assets abgezogen werden und der Laden berechtigterweise pleitegehen sollte. Creative Destruction, alles gut.</p>
<p>Oder noch leichter: das System ist fundamental kaputt, Fiat Money, &#252;berall Regierung und Zentralbanken, sch&#246;n wenns kaputt ist, der Mist :-)</p>
<p>Und es ist genau so leicht zu sagen, dass das ein Weltuntergang w&#228;re, weil dann das komplette Finanzsystem und damit das Wirtschaftssystem zusammenbricht (besonders, da die US-Regierung durchaus eine Mitverantwortung am Entstehen der Housing-Bubble hat). Ob das wirklich ein Weltuntergang ist, kann &#252;brigens niemand wirklich sagen, nicht mal die &#214;konomen, die sich mit nichts anderem besch&#228;ftigen. Sie vermuten es einfach und was wirklich passiert. Lehman Bros. waren die einzigen, an denen das Systems &#8220;wir gucken nur zu&#8221; wirklich getestet wurde &#8230; und das, wo man vorher andere gro&#223;e Spieler (Bearn Stearns, FM&amp;FM) gerettet hat, damit das eben nicht passiert. Niemand kann pr&#228;zise vorhersagen, was wirklich passieren w&#252;rde, wenn man die &#8220;too big to fail&#8221;-Doktrin nicht anwendet. Man kann aber jetzt schon sagen, dass diese Doktrin auch so ihre unangenehmen Konsequenzen hat (Dollarentwertungen, Zinss&#228;tze, neue Blasen, mehr Anreize auch &#8220;big&#8221; zu werden &#8230;).</p>
<p>Solche Entscheidungen m&#246;chte ich nicht treffen m&#252;ssen, besonders nicht, mit den Informationen, die ich aktuell hab. Es ist sch&#246;n f&#252;r dich, Christian, wenn dir alle Antworten sonnenklar sind, aber so einfach ist es eben nicht f&#252;r alle.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95117</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 08:53:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95117</guid>
		<description>&gt; Ich betrachte das als pers&#246;nliche Beleidigung

Ja, ganz klar. Weil mein Ausdruck &quot;in den meisten F&#228;llen&quot; es ja gar nicht mehr zul&#228;sst, dass es auch Leute gibt, die es sich wirklich selbst erarbeitet haben. &quot;Meistens&quot; ist ja eines dieser klassischen W&#246;rter mit einem totalen Absolutheitsanspruch, gerade in unserer Sprache.

Mit meinem Hinweis auf Dietmar Hopp als Gegenbeispiel eines Menschen, der wirklich durch Eigenleistung was geschafft hat, habe ich mich sprachlich nat&#252;rlich nur verheddert. Wenn du meine &#196;u&#223;erung als pers&#246;nliche Beleidigung auffasst, dann ist das selbstverst&#228;ndlich keinerlei grenzdebile Dummheit von dir, sondern du hast nur messerscharf erkannt, dass Dietmar Hopp nur ein billiges Ablenkungsman&#246;ver von mir war, und dass &quot;meistens&quot; im Gegensatz zur Ansicht der unwissenden, sozialistischen Neid-P&#246;bler-Masse eben absolut keinen Raum f&#252;r andere M&#246;glichkeiten mehr l&#228;sst. Das ist so, wie bei Lafontaine und Schr&#246;der: Da geht kein Blatt mehr Papier zwischen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Ich betrachte das als pers&#246;nliche Beleidigung</p>
<p>Ja, ganz klar. Weil mein Ausdruck &#8220;in den meisten F&#228;llen&#8221; es ja gar nicht mehr zul&#228;sst, dass es auch Leute gibt, die es sich wirklich selbst erarbeitet haben. &#8220;Meistens&#8221; ist ja eines dieser klassischen W&#246;rter mit einem totalen Absolutheitsanspruch, gerade in unserer Sprache.</p>
<p>Mit meinem Hinweis auf Dietmar Hopp als Gegenbeispiel eines Menschen, der wirklich durch Eigenleistung was geschafft hat, habe ich mich sprachlich nat&#252;rlich nur verheddert. Wenn du meine &#196;u&#223;erung als pers&#246;nliche Beleidigung auffasst, dann ist das selbstverst&#228;ndlich keinerlei grenzdebile Dummheit von dir, sondern du hast nur messerscharf erkannt, dass Dietmar Hopp nur ein billiges Ablenkungsman&#246;ver von mir war, und dass &#8220;meistens&#8221; im Gegensatz zur Ansicht der unwissenden, sozialistischen Neid-P&#246;bler-Masse eben absolut keinen Raum f&#252;r andere M&#246;glichkeiten mehr l&#228;sst. Das ist so, wie bei Lafontaine und Schr&#246;der: Da geht kein Blatt mehr Papier zwischen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/19/umverteiler/comment-page-1/#comment-95116</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 08:45:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=729#comment-95116</guid>
		<description>Ja, du hast nat&#252;rlich recht! Die Tatsache, dass *DU* von rausgerechneten Vorsorgen f&#252;r Rente und Krankheit redest, obwohl in meinem Text ausdr&#252;cklich und w&#246;rtlich das Gegenteil stand, n&#228;mlich dass ich eine vergleichbare Vorsorge eingerechnet habe, ist nat&#252;rlich *MEIN* Fehler.

Die Tatsache, dass die Belastung eines wirklich einkommensschwachen Menschen (1200 EUR brutto) mit 45% Abz&#252;gen vom Arbeitgeberbrutto ziemlich nah an der prozentualen Belastung eines reichlich einkommensstarken Menschen mit dem zehnfachen Verdienst, aber nur maximal 8% mehr Abz&#252;gen liegt, ist nat&#252;rlich die vollkommen unreflektierte Meinung der Mehrheit, wie sie Tag f&#252;r Tag in der FAZ, Spiegel, Bild und ef gedruckt wird.

Und dass ich einen Unterschied mache zwischen Leuten wie Dietmar Hopp von SAP, die sich ihr Verm&#246;gen selbst aufgebaut haben und den reichlich vorhandenen anderen, die schon von Haus aus gute Verm&#246;genswerte und Beziehungen geerbt haben, das ist nat&#252;rlich schon eine Hammerbeleidigung, klar, dass du dich da echt voll hart von getroffen f&#252;hlst.

Nur damit es mir nicht nochmal passiert, was w&#228;re denn eine gerade noch so akzeptable Aussage gewesen? Vielleicht ein &quot;ALLE Reichen haben ihr Geld nur ihren exorbitanten F&#228;higkeiten und Flei&#223; zu verdanken, die weit &#252;ber das l&#228;cherliche Niveau der p&#246;belnden Masse hinausreichen. Beziehungen und Verm&#246;gen geerbt hat KEINER, andere Behauptungen sind infame L&#252;gen der Neidgesellschaft!&quot; - w&#252;rde dich das dann weniger hart pers&#246;nlich beleidigen?

&#220;brigens, es ist selbstverst&#228;ndlich auch mein Fehler, wenn dein Textverst&#228;ndnis nicht ausreicht um mein &quot;es ist eine Verh&#246;hnung all jener, die wirklich etwas leisten, und auch dank enormer Abz&#252;ge eines ungerechten Systems kaum auf einen gr&#252;nen Zweig kommen&quot; als ausdr&#252;ckliche Kritik sowohl an deiner &#196;u&#223;erung, aber eben auch am Status quo zu begreifen, den ich ja angeblich so fies verteidige. 

Respekt, Respekt. Die Eigenleistung im Textverst&#228;ndnis, die du hier jetzt schon mehrfach aufgebracht hast, ist wirklich enorm, und in keinerlei Hinsicht zu kritisieren. Wenn mal irgendetwas bei dir schief l&#228;uft, dann ist das ausschlie&#223;lich die Schuld der anderen, das sehe ich nun ganz klar. In diesem Fall also meine, was musste ich auch so &lt;strike&gt;eindeutige&lt;/strike&gt; eindeutig missverst&#228;ndliche Formulierungen w&#228;hlen?

Auch die Tatsache, dass ich Leute, die sich ein Verm&#246;gen aufbauen wollen, gerne stark entlasten m&#246;chte, wird durch die &#196;u&#223;erung &quot;[Ich will eine Leistungsgesellschaft], in der es einem leichter gemacht wird, sich ein eigenes Verm&#246;gen aufzubauen, aber sehr schwer, es einfach leistungslos zu &#252;bernehmen.&quot; nat&#252;rlich &#252;berhaupt nicht ad&#228;quat wiedergespiegelt. Mal ehrlich, das KANN man doch nur als Sozialistenpropaganda und typische Tagesmeinung der idiotischen, rump&#246;belnden Bev&#246;lkerung interpretieren. Oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, du hast nat&#252;rlich recht! Die Tatsache, dass *DU* von rausgerechneten Vorsorgen f&#252;r Rente und Krankheit redest, obwohl in meinem Text ausdr&#252;cklich und w&#246;rtlich das Gegenteil stand, n&#228;mlich dass ich eine vergleichbare Vorsorge eingerechnet habe, ist nat&#252;rlich *MEIN* Fehler.</p>
<p>Die Tatsache, dass die Belastung eines wirklich einkommensschwachen Menschen (1200 EUR brutto) mit 45% Abz&#252;gen vom Arbeitgeberbrutto ziemlich nah an der prozentualen Belastung eines reichlich einkommensstarken Menschen mit dem zehnfachen Verdienst, aber nur maximal 8% mehr Abz&#252;gen liegt, ist nat&#252;rlich die vollkommen unreflektierte Meinung der Mehrheit, wie sie Tag f&#252;r Tag in der FAZ, Spiegel, Bild und ef gedruckt wird.</p>
<p>Und dass ich einen Unterschied mache zwischen Leuten wie Dietmar Hopp von SAP, die sich ihr Verm&#246;gen selbst aufgebaut haben und den reichlich vorhandenen anderen, die schon von Haus aus gute Verm&#246;genswerte und Beziehungen geerbt haben, das ist nat&#252;rlich schon eine Hammerbeleidigung, klar, dass du dich da echt voll hart von getroffen f&#252;hlst.</p>
<p>Nur damit es mir nicht nochmal passiert, was w&#228;re denn eine gerade noch so akzeptable Aussage gewesen? Vielleicht ein &#8220;ALLE Reichen haben ihr Geld nur ihren exorbitanten F&#228;higkeiten und Flei&#223; zu verdanken, die weit &#252;ber das l&#228;cherliche Niveau der p&#246;belnden Masse hinausreichen. Beziehungen und Verm&#246;gen geerbt hat KEINER, andere Behauptungen sind infame L&#252;gen der Neidgesellschaft!&#8221; &#8211; w&#252;rde dich das dann weniger hart pers&#246;nlich beleidigen?</p>
<p>&#220;brigens, es ist selbstverst&#228;ndlich auch mein Fehler, wenn dein Textverst&#228;ndnis nicht ausreicht um mein &#8220;es ist eine Verh&#246;hnung all jener, die wirklich etwas leisten, und auch dank enormer Abz&#252;ge eines ungerechten Systems kaum auf einen gr&#252;nen Zweig kommen&#8221; als ausdr&#252;ckliche Kritik sowohl an deiner &#196;u&#223;erung, aber eben auch am Status quo zu begreifen, den ich ja angeblich so fies verteidige. </p>
<p>Respekt, Respekt. Die Eigenleistung im Textverst&#228;ndnis, die du hier jetzt schon mehrfach aufgebracht hast, ist wirklich enorm, und in keinerlei Hinsicht zu kritisieren. Wenn mal irgendetwas bei dir schief l&#228;uft, dann ist das ausschlie&#223;lich die Schuld der anderen, das sehe ich nun ganz klar. In diesem Fall also meine, was musste ich auch so <strike>eindeutige</strike> eindeutig missverst&#228;ndliche Formulierungen w&#228;hlen?</p>
<p>Auch die Tatsache, dass ich Leute, die sich ein Verm&#246;gen aufbauen wollen, gerne stark entlasten m&#246;chte, wird durch die &#196;u&#223;erung &#8220;[Ich will eine Leistungsgesellschaft], in der es einem leichter gemacht wird, sich ein eigenes Verm&#246;gen aufzubauen, aber sehr schwer, es einfach leistungslos zu &#252;bernehmen.&#8221; nat&#252;rlich &#252;berhaupt nicht ad&#228;quat wiedergespiegelt. Mal ehrlich, das KANN man doch nur als Sozialistenpropaganda und typische Tagesmeinung der idiotischen, rump&#246;belnden Bev&#246;lkerung interpretieren. Oder?</p>
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