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	<title>Kommentare zu: Oskars tr&#252;be Truppe</title>
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	<description>Sektion der neoliberalen Weltverschwörung</description>
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	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95842</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 08:34:46 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;
Prima. Wenn sie es weitere 10 Jahre bleiben, werde ich f&#252;r dieses Land von einer dauerhaften &#196;nderung zum Besseren ausgehen.
&lt;/blockquote&gt;
... das wird jetzt ein bischen hochm&#252;tig, oder findest du nicht? 
&lt;blockquote&gt;
Er muss schon f&#252;r die B&#252;rger RICHTIG Schei&#223;e bauen, 
&lt;/blockquote&gt;
Macht er doch st&#228;ndig. Das wurde nur von den sehr hohen &#214;lpreisen &#252;berdeckt. 
- verh&#228;lt sich wie der Anf&#252;hrer einer Kleingangsterbande auf internationalen Konferenzen
- Inflation auf &#252;ber 30% und jetzt hat er noch das Drucken von Lokalw&#228;hrungen erlaubt.
- katastrophale Ergebnisse in der nicht-&#214;l-Wirtschaft. 
- untergraben der venezoelanischen Demokratie. 
- Venezuela inzwischen das Land mit der meisten Kriminalit&#228;t in Lateinamerika
- labert extrem viel Unsinn
- spielt sich als Regionalmacht auf, indem er illegal linkspopulistische Parteien und Regierungen mit viel Geld unterst&#252;tzt. Dieses Geld fehlt dann im eigenen Land. 
- hat die voll-autistische dauerentf&#252;hrende, mordende, in Kolumbien sehr unbeliebte Terror-Truppe namens FARC unterst&#252;tzt

Er kann sich eben - &#228;hnlich wie Hitler - gut mit den Emotionen vieler Venezoelaner verbinden. 


&lt;blockquote&gt;
Es wird hier genau so sein. Etliche W&#228;hler der Linkspartei werden die SPD (geschweige denn CDU und FDP) Jahrzehnte lang nicht mal mit der Arschbacke anschauen, ganz egal, was die Partei tut. Angenommen, ein Lafontaine k&#228;me an die Macht (das passiert nicht, nur theoretisch!), und das Land w&#252;rde nicht total abst&#252;rzen, dann k&#246;nnte der auch locker 13 Jahre durchregieren.
&lt;/blockquote&gt;
Lafontaine wird z.Zt. von 14% der Bundesb&#252;rger gew&#228;hlt. Im Westen ist dieser Prozentsatz deutlich geringer.
&lt;blockquote&gt;
Ich arbeite, und verdiene ganz gut. Trotzdem bin ich absolut davon &#252;berzeugt, dass ich in sp&#228;testens 20 Jahren am Arsch sein werde, wenn ich den schweren Fehler begehe, in diesem Land zu bleiben. Ich halte die Gesamtlage f&#252;r katastrophal.
&lt;/blockquote&gt;
Ich arbeite seit 10 Jahren und verdiene immer besser. Ich halte die Gesamtlage f&#252;r ganz ok. In welches Land willst du auswandern? Venezuela? Nord Korea? Ru&#223;land? Wei&#223;ru&#223;land? Oder doch eher in so bekannt sozialistische Staaten wie Schweiz, &#214;sterreich, UK, USA, Niederlande? Hast du schon mal l&#228;nger im Ausland gelebt? Hast du schon einmal mit potentiellen Arbeitgebern im Ausland Kontakt aufgenommen? Ich schon. Gerade in letzter Zeit haben sich da ein paar Dinge ergeben, die das denkbarer machen. Hat auch was mit Referenzen zu tun und in meinem Berufsumfeld Enterprise Java sind die Fertigkeiten wenig geographisch gebunden. America. West Coast. Santiago de Chile. W&#228;r aber f&#252;r 1 Jahr auf Probe mit klarer R&#252;ckkehroption. Hat in meinem Fall sehr langlaufende pers&#246;nliche und emotionale Gr&#252;nde. Sprachlich geht das. Ausserdem w&#252;rd ich durch den Stunt vielleicht sogar noch bessere berufliche Perspektiven haben. 
Infolge dieser ernsthaften Auseinandersetzung hab ich ein st&#228;rkeres Bewu&#223;tsein f&#252;r die Dinge entwickelt, die hier gut sind.   
&lt;blockquote&gt;
Weil es auch viel mit Entwicklungen zu tun hat. Im Gegensatz zu Politikern m&#252;ssen normale Menschen 40 bis 50 Jahre vorausschauend handeln.
&lt;/blockquote&gt;
Die Prognose-F&#228;higkeiten von Menschen sind ein wenig beschr&#228;nkt. Man kann &#252;berhaupt nicht 40 bis 50 Jahre vorausschauen. 
&lt;blockquote&gt;
Wie ich schon sagte: Ein System mit etwas weniger individuellen Besitz (aber schon deutlich &#252;ber dem Existenzminimum!), daf&#252;r aber guten Aufstiegschancen - auch f&#252;r Habenichtse! - ist einem umgekehrten Szenario deutlich vorzuziehen.
&lt;/blockquote&gt;
Mit den Aufstiegschancen stimme ich zu. Da sollten wir dran arbeiten. Dieses Land war da mal besser. 
H&#246;r aber bitte auf, mich zu ver&#228;ppeln. Ein System mit viel kollektiven Besitz behindert nach aller Erfahrung eine dynamische Entwicklung und f&#252;hrt letztlich in einen bl&#246;den Autoritarismus. Was ist denn im Ostblock, Kuba, China unter Mao passiert?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
Prima. Wenn sie es weitere 10 Jahre bleiben, werde ich f&#252;r dieses Land von einer dauerhaften &#196;nderung zum Besseren ausgehen.
</p></blockquote>
<p>&#8230; das wird jetzt ein bischen hochm&#252;tig, oder findest du nicht? </p>
<blockquote><p>
Er muss schon f&#252;r die B&#252;rger RICHTIG Schei&#223;e bauen,
</p></blockquote>
<p>Macht er doch st&#228;ndig. Das wurde nur von den sehr hohen &#214;lpreisen &#252;berdeckt.<br />
- verh&#228;lt sich wie der Anf&#252;hrer einer Kleingangsterbande auf internationalen Konferenzen<br />
- Inflation auf &#252;ber 30% und jetzt hat er noch das Drucken von Lokalw&#228;hrungen erlaubt.<br />
- katastrophale Ergebnisse in der nicht-&#214;l-Wirtschaft.<br />
- untergraben der venezoelanischen Demokratie.<br />
- Venezuela inzwischen das Land mit der meisten Kriminalit&#228;t in Lateinamerika<br />
- labert extrem viel Unsinn<br />
- spielt sich als Regionalmacht auf, indem er illegal linkspopulistische Parteien und Regierungen mit viel Geld unterst&#252;tzt. Dieses Geld fehlt dann im eigenen Land.<br />
- hat die voll-autistische dauerentf&#252;hrende, mordende, in Kolumbien sehr unbeliebte Terror-Truppe namens FARC unterst&#252;tzt</p>
<p>Er kann sich eben &#8211; &#228;hnlich wie Hitler &#8211; gut mit den Emotionen vieler Venezoelaner verbinden. </p>
<blockquote><p>
Es wird hier genau so sein. Etliche W&#228;hler der Linkspartei werden die SPD (geschweige denn CDU und FDP) Jahrzehnte lang nicht mal mit der Arschbacke anschauen, ganz egal, was die Partei tut. Angenommen, ein Lafontaine k&#228;me an die Macht (das passiert nicht, nur theoretisch!), und das Land w&#252;rde nicht total abst&#252;rzen, dann k&#246;nnte der auch locker 13 Jahre durchregieren.
</p></blockquote>
<p>Lafontaine wird z.Zt. von 14% der Bundesb&#252;rger gew&#228;hlt. Im Westen ist dieser Prozentsatz deutlich geringer.</p>
<blockquote><p>
Ich arbeite, und verdiene ganz gut. Trotzdem bin ich absolut davon &#252;berzeugt, dass ich in sp&#228;testens 20 Jahren am Arsch sein werde, wenn ich den schweren Fehler begehe, in diesem Land zu bleiben. Ich halte die Gesamtlage f&#252;r katastrophal.
</p></blockquote>
<p>Ich arbeite seit 10 Jahren und verdiene immer besser. Ich halte die Gesamtlage f&#252;r ganz ok. In welches Land willst du auswandern? Venezuela? Nord Korea? Ru&#223;land? Wei&#223;ru&#223;land? Oder doch eher in so bekannt sozialistische Staaten wie Schweiz, &#214;sterreich, UK, USA, Niederlande? Hast du schon mal l&#228;nger im Ausland gelebt? Hast du schon einmal mit potentiellen Arbeitgebern im Ausland Kontakt aufgenommen? Ich schon. Gerade in letzter Zeit haben sich da ein paar Dinge ergeben, die das denkbarer machen. Hat auch was mit Referenzen zu tun und in meinem Berufsumfeld Enterprise Java sind die Fertigkeiten wenig geographisch gebunden. America. West Coast. Santiago de Chile. W&#228;r aber f&#252;r 1 Jahr auf Probe mit klarer R&#252;ckkehroption. Hat in meinem Fall sehr langlaufende pers&#246;nliche und emotionale Gr&#252;nde. Sprachlich geht das. Ausserdem w&#252;rd ich durch den Stunt vielleicht sogar noch bessere berufliche Perspektiven haben.<br />
Infolge dieser ernsthaften Auseinandersetzung hab ich ein st&#228;rkeres Bewu&#223;tsein f&#252;r die Dinge entwickelt, die hier gut sind.   </p>
<blockquote><p>
Weil es auch viel mit Entwicklungen zu tun hat. Im Gegensatz zu Politikern m&#252;ssen normale Menschen 40 bis 50 Jahre vorausschauend handeln.
</p></blockquote>
<p>Die Prognose-F&#228;higkeiten von Menschen sind ein wenig beschr&#228;nkt. Man kann &#252;berhaupt nicht 40 bis 50 Jahre vorausschauen. </p>
<blockquote><p>
Wie ich schon sagte: Ein System mit etwas weniger individuellen Besitz (aber schon deutlich &#252;ber dem Existenzminimum!), daf&#252;r aber guten Aufstiegschancen &#8211; auch f&#252;r Habenichtse! &#8211; ist einem umgekehrten Szenario deutlich vorzuziehen.
</p></blockquote>
<p>Mit den Aufstiegschancen stimme ich zu. Da sollten wir dran arbeiten. Dieses Land war da mal besser.<br />
H&#246;r aber bitte auf, mich zu ver&#228;ppeln. Ein System mit viel kollektiven Besitz behindert nach aller Erfahrung eine dynamische Entwicklung und f&#252;hrt letztlich in einen bl&#246;den Autoritarismus. Was ist denn im Ostblock, Kuba, China unter Mao passiert?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: john j</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95724</link>
		<dc:creator>john j</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 02:18:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95724</guid>
		<description>&quot;Aber gerade dieses Blog und viele seiner Kommentatoren lassen geradezu heraush&#228;ngen, wie sehr sie doch dieses Land und diese Demokratie verachten.&quot;

Das sehe ich nicht ganz so eng - jeder hat halt seine Meinung. Man muss auch tolerieren koennen, sogar eine Ueberschrift wie &quot;Maerkte korrigieren Staatsversagen&quot; zur Finanzkrise in den USA - ich frage mich da was die beim IUF rauchen. Muss gutes Zeug sein. Aber dass man hier deswegen die Demokratie verachtet, das sehe ich nicht. 

&quot;Nur l&#228;uft das mit dem Sozialstaat in Skandnavien mindestens seit 1945, teilweise noch fr&#252;her. Die sind im Gegensatz zu Bayern, welches Einiges an Subventionen von Bund und anderen L&#228;ndern kassiert hat, niemals arm gewesen.&quot;

Nun ja, besonders NOR und FL waren ja bis weit in die 50er Jahre hinein (bei FL noch laenger) ziemlich arme Schlucker - daher u.a. auch die Massenauswanderung bspw in die USA und nach Kanada bis vor etwa 30 Jahren. Ich habe auch den Eindruck dass besonders S in naher Zukunft noch harten Zeiten entgegen gehen wird - ABB, Volvo und Saab bspw sind in Schwierigkeiten, und wenn mal die industrielle Basis broeckelt steht auch in S kein Geld mehr fuer die vielen Sozialtransfers zur Verfuegung. Und Arbeitslose koennen keine 50%+ Steuern zahlen. 

Und ja, deine Ideen zur Bekaempfung von Arbeitsplatzabbau und Arbeitslosigkeit wuerden mich schon ernsthaft interessieren. Warum nicht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aber gerade dieses Blog und viele seiner Kommentatoren lassen geradezu heraush&#228;ngen, wie sehr sie doch dieses Land und diese Demokratie verachten.&#8221;</p>
<p>Das sehe ich nicht ganz so eng &#8211; jeder hat halt seine Meinung. Man muss auch tolerieren koennen, sogar eine Ueberschrift wie &#8220;Maerkte korrigieren Staatsversagen&#8221; zur Finanzkrise in den USA &#8211; ich frage mich da was die beim IUF rauchen. Muss gutes Zeug sein. Aber dass man hier deswegen die Demokratie verachtet, das sehe ich nicht. </p>
<p>&#8220;Nur l&#228;uft das mit dem Sozialstaat in Skandnavien mindestens seit 1945, teilweise noch fr&#252;her. Die sind im Gegensatz zu Bayern, welches Einiges an Subventionen von Bund und anderen L&#228;ndern kassiert hat, niemals arm gewesen.&#8221;</p>
<p>Nun ja, besonders NOR und FL waren ja bis weit in die 50er Jahre hinein (bei FL noch laenger) ziemlich arme Schlucker &#8211; daher u.a. auch die Massenauswanderung bspw in die USA und nach Kanada bis vor etwa 30 Jahren. Ich habe auch den Eindruck dass besonders S in naher Zukunft noch harten Zeiten entgegen gehen wird &#8211; ABB, Volvo und Saab bspw sind in Schwierigkeiten, und wenn mal die industrielle Basis broeckelt steht auch in S kein Geld mehr fuer die vielen Sozialtransfers zur Verfuegung. Und Arbeitslose koennen keine 50%+ Steuern zahlen. </p>
<p>Und ja, deine Ideen zur Bekaempfung von Arbeitsplatzabbau und Arbeitslosigkeit wuerden mich schon ernsthaft interessieren. Warum nicht?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95625</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 22:24:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95625</guid>
		<description>&gt; Bleib mal entspannt Christian - fahr
&gt; den Tonfall ein bisschen runter und
&gt; lass die unsinnigen Vergleiche a la
&gt; 1918 und Dolchstoss - die passen
&gt; nun wirklich nicht.

Sorry, auch nach einem knappen Tag nachdenken: Das meine ich ernst. Nicht f&#252;r dich, und nicht f&#252;r jeden. Aber gerade dieses Blog und viele seiner Kommentatoren lassen geradezu heraush&#228;ngen, wie sehr sie doch dieses Land und diese Demokratie verachten. Es sind hier jede Menge Leute unterwegs, die dieses in ihren Augen verrottete System nur allzu freudig implodieren sehe w&#252;rden, weil es ja ein b&#246;ser Sozialstaat ist.

&gt;
&gt; Nein ich finde es nur ermuedend.
&gt; Stell dir mal vor Bayern macht sich
&gt; morgen selbststaendig - glaubst
&gt; du nicht dass das GDP per capita
&gt; in Bayern hoeher waere als im
&gt; Rest von Deustchland

Zugestanden. Nur l&#228;uft das mit dem Sozialstaat in Skandnavien mindestens seit 1945, teilweise noch fr&#252;her. Die sind im Gegensatz zu Bayern, welches Einiges an Subventionen von Bund und anderen L&#228;ndern kassiert hat, niemals arm gewesen.

&gt;
&gt; Das heisst wer vergleichen will
&gt; sollte annaehernd gleiche Staaten
&gt; und Wirtschaften heranziehen -
&gt; und nicht apples und oranges.

Nein. Wenn die Theorien hier richtig w&#228;ren, m&#252;ssten die Skandinavier mausetot sein. Die EU z&#228;hlt auch nicht, denn erstens sind sie da (wenn &#252;berhaupt) noch nicht solange drin, und zweitens nur als Nettozahler.

Sozialstaaten, besonders mit skandinavischen Steuerlasten, sind nach der hier g&#228;ngigen Lesweise  Teufelszeug, und m&#252;ssen unweigerlich &#252;bel implodieren. Genau das tun sie aber dort oben in Skandinavien seit &#252;ber 60 Jahren nicht.

&gt;
&gt; Ich habe von dir noch nicht
&gt; gelesen wie du dem erwarteten
&gt; Abbau von Arbeitsstellen, ueber
&gt; den wir uns weitgehend einig sind,
&gt; begegnen willst.

Ob unsere Sozialsysteme und die Arbeitseinkommen gesichert werden k&#246;nnen, ist unklar. Theoretisch ginge es meines Erachtens, realpolitisch gesehen hingegen eher nicht. Meine Ideen sind alle b&#246;se, willst du die wirklich h&#246;ren?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Bleib mal entspannt Christian &#8211; fahr<br />
&gt; den Tonfall ein bisschen runter und<br />
&gt; lass die unsinnigen Vergleiche a la<br />
&gt; 1918 und Dolchstoss &#8211; die passen<br />
&gt; nun wirklich nicht.</p>
<p>Sorry, auch nach einem knappen Tag nachdenken: Das meine ich ernst. Nicht f&#252;r dich, und nicht f&#252;r jeden. Aber gerade dieses Blog und viele seiner Kommentatoren lassen geradezu heraush&#228;ngen, wie sehr sie doch dieses Land und diese Demokratie verachten. Es sind hier jede Menge Leute unterwegs, die dieses in ihren Augen verrottete System nur allzu freudig implodieren sehe w&#252;rden, weil es ja ein b&#246;ser Sozialstaat ist.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Nein ich finde es nur ermuedend.<br />
&gt; Stell dir mal vor Bayern macht sich<br />
&gt; morgen selbststaendig &#8211; glaubst<br />
&gt; du nicht dass das GDP per capita<br />
&gt; in Bayern hoeher waere als im<br />
&gt; Rest von Deustchland</p>
<p>Zugestanden. Nur l&#228;uft das mit dem Sozialstaat in Skandnavien mindestens seit 1945, teilweise noch fr&#252;her. Die sind im Gegensatz zu Bayern, welches Einiges an Subventionen von Bund und anderen L&#228;ndern kassiert hat, niemals arm gewesen.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Das heisst wer vergleichen will<br />
&gt; sollte annaehernd gleiche Staaten<br />
&gt; und Wirtschaften heranziehen -<br />
&gt; und nicht apples und oranges.</p>
<p>Nein. Wenn die Theorien hier richtig w&#228;ren, m&#252;ssten die Skandinavier mausetot sein. Die EU z&#228;hlt auch nicht, denn erstens sind sie da (wenn &#252;berhaupt) noch nicht solange drin, und zweitens nur als Nettozahler.</p>
<p>Sozialstaaten, besonders mit skandinavischen Steuerlasten, sind nach der hier g&#228;ngigen Lesweise  Teufelszeug, und m&#252;ssen unweigerlich &#252;bel implodieren. Genau das tun sie aber dort oben in Skandinavien seit &#252;ber 60 Jahren nicht.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Ich habe von dir noch nicht<br />
&gt; gelesen wie du dem erwarteten<br />
&gt; Abbau von Arbeitsstellen, ueber<br />
&gt; den wir uns weitgehend einig sind,<br />
&gt; begegnen willst.</p>
<p>Ob unsere Sozialsysteme und die Arbeitseinkommen gesichert werden k&#246;nnen, ist unklar. Theoretisch ginge es meines Erachtens, realpolitisch gesehen hingegen eher nicht. Meine Ideen sind alle b&#246;se, willst du die wirklich h&#246;ren?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95616</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 22:09:32 +0000</pubDate>
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		<description>[Korruption]
&gt;
&gt; Chile befindet sich beispielsweise bereits seit
&gt; mindestens 15 Jahren auf sehr guten Ranking
&gt; in TI Indexen.

Prima. Wenn sie es weitere 10 Jahre bleiben, werde ich f&#252;r dieses Land von einer dauerhaften &#196;nderung zum Besseren ausgehen.

&gt;
&gt; Sicherlich war das System seit sp&#228;testens
&gt; 1982 in einer tiefen Krise. Nur erkl&#228;rt es
&gt; eben nicht, warum eine sich immer mehr
&gt; radikalisierende Katastrophe wie Chavéz
&gt; durch Wahlen 13 Jahre an der Macht
&gt; bleiben kann. Inzwischen gibt es einige
&gt; vielversprechende Politiker, die Kandidaten
&gt; f&#252;r die Regionalwahlen werden per Wahl
&gt; bestimmt, etc. 

Ich finde, das erkl&#228;rt sich sogar ganz ausgezeichnet. Die W&#228;hler sind keineswegs so &quot;vergesslich&quot;, wie es immer behauptet wird. Richtig &#252;bel verzocktes Vertrauen gewinnt man nur &#228;u&#223;erst m&#252;hsam zur&#252;ck, wenn &#252;berhaupt. AUf der anderen Seite hat Chavez dadurch sehr viel mehr Narrenfreiheit. Er muss schon f&#252;r die B&#252;rger RICHTIG Schei&#223;e bauen, und zwar nicht objektiv, sondern subjektiv im Vergleich zu seinen Vorg&#228;ngern, um das Vertrauen wieder zu verlieren.

Es wird hier genau so sein. Etliche W&#228;hler der Linkspartei werden die SPD (geschweige denn CDU und FDP) Jahrzehnte lang nicht mal mit der Arschbacke anschauen, ganz egal, was die Partei tut. Angenommen, ein Lafontaine k&#228;me an die Macht (das passiert nicht, nur theoretisch!), und das Land w&#252;rde nicht total abst&#252;rzen, dann k&#246;nnte der auch locker 13 Jahre durchregieren.

&gt;
&gt; …von einem sehr hohen Niveau. Das ist ja
&gt; keine westeurop&#228;ische sondern eine
&gt; deutsche Entwicklung. Bedenke auch, dass
&gt; Ostdeutschland integriert werden mu&#223;te.
&gt; Also eine v&#246;llig runinierte Region also, von
&gt; deren Einwohner die in einer Marktwirtschaft
&gt; g&#252;ltigen Werte und Normen erst noch lernen
&gt; mu&#223;ten.

Wie gesagt. Es gab Wachstum. In der Lohnsumme hingegen gab es reale K&#252;rzungen. Ebenso in der Staatsquote.

&gt;
&gt;&gt; ob man als Arbeitnehmer in 30 Jahren so
&gt;&gt; an die Wand gedr&#252;ckt ist, dass man nur
&gt;&gt; noch quietscht, 
&gt;
&gt; Arbeitest du? Von Quietschen kann aus
&gt; meiner Sicht keine Rede sein. 

Ich arbeite, und verdiene ganz gut. Trotzdem bin ich absolut davon &#252;berzeugt, dass ich in sp&#228;testens 20 Jahren am Arsch sein werde, wenn ich den schweren Fehler begehe, in diesem Land zu bleiben. Ich halte die Gesamtlage f&#252;r katastrophal.

&gt;
&gt; Das geht vielen Leuten nicht so. 

Mein Beispiel sollte erkl&#228;ren, wieso es trotz kontinuierlicher Einkommenssteigerungen f&#252;r die Mehrzahl zu einer &#252;blen Situation kommen kann. Vereinfacht gesagt ist dass der Fall, wenn alle heute 40-j&#228;hrigen deutlich weniger verdienen, als die gleiche Altersgruppe vor 15 Jahren.


&gt;&gt; “Sollen die Linken doch machen, noch
&gt;&gt; mehr als die anderen k&#246;nnen sie die
&gt;&gt; Arbeitnehmer nicht verarschen.” 
&gt;
&gt; Sehr viele Arbeitnehmer in Deutschland
&gt; f&#252;hlen sich aber nicht verarscht.

Nat&#252;rlich nicht. Aber viel Spa&#223; mit einer Linken von 14 bis 25 Prozent. Reicht vollkommen.

&gt;
&gt; Zumindest nicht soweit, dass sie die LINKE
&gt; w&#228;hlen.

Zum Teil eine Frage der Zeit. Wie gesagt, nochmal 15 Jahre mit einer Entwicklung, wie die letzten 15 Jahre, und ich garantiere f&#252;r gar nichts mehr. Die aktuelle Finanzkrise k&#246;nnte ein guter Startpunkt werden.

&gt;
&gt; Wenn hier schon nach deiner &#220;berzeugung
&gt; die abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten mit roten Fahnen
&gt; rumrennen m&#252;&#223;ten, warum tun es die
&gt; Chilenen nicht?

Weil es auch viel mit Entwicklungen zu tun hat. Im Gegensatz zu Politikern m&#252;ssen normale Menschen 40 bis 50 Jahre vorausschauend handeln. Wenn die dann eine Entwicklung nach unten sehen, wird diese irgendwann auch in die Zukunft projiziert. Vor allem, wenn diese Entwicklung 15 Jahre schon aktiv war.

Wie ich schon sagte: Ein System mit etwas weniger individuellen Besitz (aber schon deutlich &#252;ber dem Existenzminimum!), daf&#252;r aber guten Aufstiegschancen - auch f&#252;r Habenichtse! - ist einem umgekehrten Szenario deutlich vorzuziehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[Korruption]<br />
&gt;<br />
&gt; Chile befindet sich beispielsweise bereits seit<br />
&gt; mindestens 15 Jahren auf sehr guten Ranking<br />
&gt; in TI Indexen.</p>
<p>Prima. Wenn sie es weitere 10 Jahre bleiben, werde ich f&#252;r dieses Land von einer dauerhaften &#196;nderung zum Besseren ausgehen.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Sicherlich war das System seit sp&#228;testens<br />
&gt; 1982 in einer tiefen Krise. Nur erkl&#228;rt es<br />
&gt; eben nicht, warum eine sich immer mehr<br />
&gt; radikalisierende Katastrophe wie Chavéz<br />
&gt; durch Wahlen 13 Jahre an der Macht<br />
&gt; bleiben kann. Inzwischen gibt es einige<br />
&gt; vielversprechende Politiker, die Kandidaten<br />
&gt; f&#252;r die Regionalwahlen werden per Wahl<br />
&gt; bestimmt, etc. </p>
<p>Ich finde, das erkl&#228;rt sich sogar ganz ausgezeichnet. Die W&#228;hler sind keineswegs so &#8220;vergesslich&#8221;, wie es immer behauptet wird. Richtig &#252;bel verzocktes Vertrauen gewinnt man nur &#228;u&#223;erst m&#252;hsam zur&#252;ck, wenn &#252;berhaupt. AUf der anderen Seite hat Chavez dadurch sehr viel mehr Narrenfreiheit. Er muss schon f&#252;r die B&#252;rger RICHTIG Schei&#223;e bauen, und zwar nicht objektiv, sondern subjektiv im Vergleich zu seinen Vorg&#228;ngern, um das Vertrauen wieder zu verlieren.</p>
<p>Es wird hier genau so sein. Etliche W&#228;hler der Linkspartei werden die SPD (geschweige denn CDU und FDP) Jahrzehnte lang nicht mal mit der Arschbacke anschauen, ganz egal, was die Partei tut. Angenommen, ein Lafontaine k&#228;me an die Macht (das passiert nicht, nur theoretisch!), und das Land w&#252;rde nicht total abst&#252;rzen, dann k&#246;nnte der auch locker 13 Jahre durchregieren.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; …von einem sehr hohen Niveau. Das ist ja<br />
&gt; keine westeurop&#228;ische sondern eine<br />
&gt; deutsche Entwicklung. Bedenke auch, dass<br />
&gt; Ostdeutschland integriert werden mu&#223;te.<br />
&gt; Also eine v&#246;llig runinierte Region also, von<br />
&gt; deren Einwohner die in einer Marktwirtschaft<br />
&gt; g&#252;ltigen Werte und Normen erst noch lernen<br />
&gt; mu&#223;ten.</p>
<p>Wie gesagt. Es gab Wachstum. In der Lohnsumme hingegen gab es reale K&#252;rzungen. Ebenso in der Staatsquote.</p>
<p>&gt;<br />
&gt;&gt; ob man als Arbeitnehmer in 30 Jahren so<br />
&gt;&gt; an die Wand gedr&#252;ckt ist, dass man nur<br />
&gt;&gt; noch quietscht,<br />
&gt;<br />
&gt; Arbeitest du? Von Quietschen kann aus<br />
&gt; meiner Sicht keine Rede sein. </p>
<p>Ich arbeite, und verdiene ganz gut. Trotzdem bin ich absolut davon &#252;berzeugt, dass ich in sp&#228;testens 20 Jahren am Arsch sein werde, wenn ich den schweren Fehler begehe, in diesem Land zu bleiben. Ich halte die Gesamtlage f&#252;r katastrophal.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Das geht vielen Leuten nicht so. </p>
<p>Mein Beispiel sollte erkl&#228;ren, wieso es trotz kontinuierlicher Einkommenssteigerungen f&#252;r die Mehrzahl zu einer &#252;blen Situation kommen kann. Vereinfacht gesagt ist dass der Fall, wenn alle heute 40-j&#228;hrigen deutlich weniger verdienen, als die gleiche Altersgruppe vor 15 Jahren.</p>
<p>&gt;&gt; “Sollen die Linken doch machen, noch<br />
&gt;&gt; mehr als die anderen k&#246;nnen sie die<br />
&gt;&gt; Arbeitnehmer nicht verarschen.”<br />
&gt;<br />
&gt; Sehr viele Arbeitnehmer in Deutschland<br />
&gt; f&#252;hlen sich aber nicht verarscht.</p>
<p>Nat&#252;rlich nicht. Aber viel Spa&#223; mit einer Linken von 14 bis 25 Prozent. Reicht vollkommen.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Zumindest nicht soweit, dass sie die LINKE<br />
&gt; w&#228;hlen.</p>
<p>Zum Teil eine Frage der Zeit. Wie gesagt, nochmal 15 Jahre mit einer Entwicklung, wie die letzten 15 Jahre, und ich garantiere f&#252;r gar nichts mehr. Die aktuelle Finanzkrise k&#246;nnte ein guter Startpunkt werden.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Wenn hier schon nach deiner &#220;berzeugung<br />
&gt; die abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten mit roten Fahnen<br />
&gt; rumrennen m&#252;&#223;ten, warum tun es die<br />
&gt; Chilenen nicht?</p>
<p>Weil es auch viel mit Entwicklungen zu tun hat. Im Gegensatz zu Politikern m&#252;ssen normale Menschen 40 bis 50 Jahre vorausschauend handeln. Wenn die dann eine Entwicklung nach unten sehen, wird diese irgendwann auch in die Zukunft projiziert. Vor allem, wenn diese Entwicklung 15 Jahre schon aktiv war.</p>
<p>Wie ich schon sagte: Ein System mit etwas weniger individuellen Besitz (aber schon deutlich &#252;ber dem Existenzminimum!), daf&#252;r aber guten Aufstiegschancen &#8211; auch f&#252;r Habenichtse! &#8211; ist einem umgekehrten Szenario deutlich vorzuziehen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95489</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 12:25:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95489</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;
Erstmals seit etlichen Jahren. Vorher war es Dekaden lang anders. Also sind es bisher noch Gl&#252;cksf&#228;lle. Wenn die Jungs und M&#228;dels beim Antikorruptionsindex ein, zwei Dekaden auf bessere Pl&#228;tze vorr&#252;cken, dann k&#246;nnen wir anfangen, &#252;ber Kontinuit&#228;t zu sprechen.
&lt;/blockquote&gt;
Chile befindet sich beispielsweise bereits seit mindestens 15 Jahren auf sehr guten Ranking in TI Indexen. Von Gl&#252;cksf&#228;llen w&#252;rd ich da auch nicht sprechen, sondern von komplexen, g&#252;nstigen historischen Entwicklungen, die wie vieles auch sehr ambivalent sind und in solchen Indexe nur sehr beschr&#228;nkt aufgefangen werden k&#246;nnen. 

&lt;blockquote&gt;
Fakt ist, in den politisch relevanten Parteien standen solche Leute nicht zur Wahl. So einfach ist das.
&lt;/blockquote&gt;
Sicherlich war das System seit sp&#228;testens 1982 in einer tiefen Krise. Nur erkl&#228;rt es eben nicht, warum eine sich immer mehr radikalisierende Katastrophe wie Chavéz durch Wahlen 13 Jahre an der Macht bleiben kann. Inzwischen gibt es einige vielversprechende Politiker, die Kandidaten f&#252;r die Regionalwahlen werden per Wahl bestimmt, etc. 

&lt;blockquote&gt;
Die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmer ist seit 15 Jahren r&#252;ckl&#228;ufig, trotz steigendem Wirtschaftswachstum, die Sozialleistungen sind ebenfalls gesunken, und der herrschende realpolitische Grundtenor selbst in der SPD ist, dass das alles so schon passt und ok ist.
&lt;/blockquote&gt;
...von einem sehr hohen Niveau. Das ist ja keine westeurop&#228;ische sondern eine deutsche Entwicklung. Bedenke auch, dass Ostdeutschland integriert werden mu&#223;te. Also eine v&#246;llig runinierte Region also, von deren Einwohner die in einer Marktwirtschaft g&#252;ltigen Werte und Normen erst noch lernen mu&#223;ten. 
&lt;blockquote&gt;
ob man als Arbeitnehmer in 30 Jahren so an die Wand gedr&#252;ckt ist, dass man nur noch quietscht,
&lt;/blockquote&gt;
Arbeitest du? Von Quietschen kann aus meiner Sicht keine Rede sein. 
&lt;blockquote&gt;
sein inflationsbereinigtes Einkommen pro Jahr um exakt einen Euro steigt.
&lt;/blockquote&gt;
Das geht vielen Leuten nicht so. Man sollte immer schauen, welcher Bedarf auf seinen Markt zu erwarten ist, sich die entsprechende Kompetenz verschaffen, etc. Ist ja wirklich nicht so, dass man irgendwann einen Job lernt und das dann bis zur n&#228;chsten Auftauchen von Baby Jesus auf unseren Planeten macht. In der Realit&#228;t werden ja Leute ben&#246;tigt, die proaktiv bei der Sache sind.
&lt;blockquote&gt;
Du begreifst es immer noch nicht.
&lt;/blockquote&gt;
Ich sag das auch &#246;fters anderen Leuten: Du kannst von mir nicht immer die F&#228;higkeiten zum Begreifen erwarten, die dir ganz nat&#252;rlich erscheint. 
&lt;blockquote&gt;
“Sollen die Linken doch machen, noch mehr als die anderen k&#246;nnen sie die Arbeitnehmer nicht verarschen.”
&lt;/blockquote&gt;
Sehr viele Arbeitnehmer in Deutschland f&#252;hlen sich aber nicht verarscht. Zumindest nicht soweit, dass sie die LINKE w&#228;hlen. Die LINKE erh&#228;lt deutschlandweit 14%, in produktiven Bundesl&#228;ndern deutlich weniger. 
Ich &#252;berleg beispielsweise z.Zt. relativ ernsthaft mal ein Jahr in Chile zu arbeiten. Fachlich ginge es. Nachfrage existiert auch. Ich w&#252;rd dort nur erstmal Einkommensverluste in Kauf nehmen, die von niedrigeren Steuern und Abgaben sowie geringeren Lebenshaltungskosten eben nicht abgefangen werden. Wenn hier schon nach deiner &#220;berzeugung die abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten mit roten Fahnen rumrennen m&#252;&#223;ten, warum tun es die Chilenen nicht? 
Als EU B&#252;rger kann ich in praktisch allen anderen Nachbarl&#228;ndern arbeiten. Nur verdien ich in vielen auch nicht unbedingt mehr als in Deutschland. Die Ausnahmen sind eher liberale L&#228;nder wie UK, Luxemburg oder die Schweiz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
Erstmals seit etlichen Jahren. Vorher war es Dekaden lang anders. Also sind es bisher noch Gl&#252;cksf&#228;lle. Wenn die Jungs und M&#228;dels beim Antikorruptionsindex ein, zwei Dekaden auf bessere Pl&#228;tze vorr&#252;cken, dann k&#246;nnen wir anfangen, &#252;ber Kontinuit&#228;t zu sprechen.
</p></blockquote>
<p>Chile befindet sich beispielsweise bereits seit mindestens 15 Jahren auf sehr guten Ranking in TI Indexen. Von Gl&#252;cksf&#228;llen w&#252;rd ich da auch nicht sprechen, sondern von komplexen, g&#252;nstigen historischen Entwicklungen, die wie vieles auch sehr ambivalent sind und in solchen Indexe nur sehr beschr&#228;nkt aufgefangen werden k&#246;nnen. </p>
<blockquote><p>
Fakt ist, in den politisch relevanten Parteien standen solche Leute nicht zur Wahl. So einfach ist das.
</p></blockquote>
<p>Sicherlich war das System seit sp&#228;testens 1982 in einer tiefen Krise. Nur erkl&#228;rt es eben nicht, warum eine sich immer mehr radikalisierende Katastrophe wie Chavéz durch Wahlen 13 Jahre an der Macht bleiben kann. Inzwischen gibt es einige vielversprechende Politiker, die Kandidaten f&#252;r die Regionalwahlen werden per Wahl bestimmt, etc. </p>
<blockquote><p>
Die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmer ist seit 15 Jahren r&#252;ckl&#228;ufig, trotz steigendem Wirtschaftswachstum, die Sozialleistungen sind ebenfalls gesunken, und der herrschende realpolitische Grundtenor selbst in der SPD ist, dass das alles so schon passt und ok ist.
</p></blockquote>
<p>&#8230;von einem sehr hohen Niveau. Das ist ja keine westeurop&#228;ische sondern eine deutsche Entwicklung. Bedenke auch, dass Ostdeutschland integriert werden mu&#223;te. Also eine v&#246;llig runinierte Region also, von deren Einwohner die in einer Marktwirtschaft g&#252;ltigen Werte und Normen erst noch lernen mu&#223;ten. </p>
<blockquote><p>
ob man als Arbeitnehmer in 30 Jahren so an die Wand gedr&#252;ckt ist, dass man nur noch quietscht,
</p></blockquote>
<p>Arbeitest du? Von Quietschen kann aus meiner Sicht keine Rede sein. </p>
<blockquote><p>
sein inflationsbereinigtes Einkommen pro Jahr um exakt einen Euro steigt.
</p></blockquote>
<p>Das geht vielen Leuten nicht so. Man sollte immer schauen, welcher Bedarf auf seinen Markt zu erwarten ist, sich die entsprechende Kompetenz verschaffen, etc. Ist ja wirklich nicht so, dass man irgendwann einen Job lernt und das dann bis zur n&#228;chsten Auftauchen von Baby Jesus auf unseren Planeten macht. In der Realit&#228;t werden ja Leute ben&#246;tigt, die proaktiv bei der Sache sind.</p>
<blockquote><p>
Du begreifst es immer noch nicht.
</p></blockquote>
<p>Ich sag das auch &#246;fters anderen Leuten: Du kannst von mir nicht immer die F&#228;higkeiten zum Begreifen erwarten, die dir ganz nat&#252;rlich erscheint. </p>
<blockquote><p>
“Sollen die Linken doch machen, noch mehr als die anderen k&#246;nnen sie die Arbeitnehmer nicht verarschen.”
</p></blockquote>
<p>Sehr viele Arbeitnehmer in Deutschland f&#252;hlen sich aber nicht verarscht. Zumindest nicht soweit, dass sie die LINKE w&#228;hlen. Die LINKE erh&#228;lt deutschlandweit 14%, in produktiven Bundesl&#228;ndern deutlich weniger.<br />
Ich &#252;berleg beispielsweise z.Zt. relativ ernsthaft mal ein Jahr in Chile zu arbeiten. Fachlich ginge es. Nachfrage existiert auch. Ich w&#252;rd dort nur erstmal Einkommensverluste in Kauf nehmen, die von niedrigeren Steuern und Abgaben sowie geringeren Lebenshaltungskosten eben nicht abgefangen werden. Wenn hier schon nach deiner &#220;berzeugung die abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten mit roten Fahnen rumrennen m&#252;&#223;ten, warum tun es die Chilenen nicht?<br />
Als EU B&#252;rger kann ich in praktisch allen anderen Nachbarl&#228;ndern arbeiten. Nur verdien ich in vielen auch nicht unbedingt mehr als in Deutschland. Die Ausnahmen sind eher liberale L&#228;nder wie UK, Luxemburg oder die Schweiz.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: john j</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95461</link>
		<dc:creator>john j</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 02:32:13 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95461</guid>
		<description>Bleib mal entspannt Christian - fahr den Tonfall ein bisschen runter und lass die unsinnigen Vergleiche a la 1918 und Dolchstoss - die passen nun wirklich nicht. Ich habe von dir noch nicht gelesen wie du dem erwarteten Abbau von Arbeitsstellen, ueber den wir uns weitgehend einig sind, begegnen willst.  

&quot;Das geht dir auf den Sack, wie? Gut so. :-)&quot;

Nein ich finde es nur ermuedend. Stell dir mal vor Bayern macht sich morgen selbststaendig - glaubst du nicht dass das GDP per capita in Bayern hoeher waere als im Rest von Deustchland - weil sich in Bayern  geballte Wirtschaftskraft befindet, die nun einer wesentlich geringeren Bevoelkerung zugute kommen wird statt rund 70 Millionen Deutsche ausserhalb Bayerns mitzuversorgen - und dass dann auch mehr Geld fuer eine soziale Marktwirtschaft zuer Verfuegung steht?

Die BRD insgesamt musste mit der ex-DDR einen ehemaligen Staat mit 17 Millionen Leuten - soviel wie in S, DK und NOR zusammen - von Grund auf neu aufbauen. Wo und wann hat ein skandinavischer Staat das jemals leisten muessen? Und dass NOR die Einkuenfte aus dem Oel bunkert weiss ich auch - es ist aber schon eine grosse finanzielle Erleichterung fuer den Staat dass er keine Ruecklagen fuer Renten etc bilden muss - und wieder steht mehr Kohle fuer soziale Transfers bereit. Siehe auch Irland - nachdem die EU dort faktisch alles zahlt was sonst ein Staat zahlen muss kann man eben ein bisschen grosszuegiger sein - weniger Steuern kassieren und mehr auszahlen. Und weil die bevoelkerung dort ebenfalls klein ist machen ein paar Milliarden EUROs eben einen grossen Unterschied - in D waere das der bekannte drop in the bucket. 

Das heisst wer vergleichen will sollte annaehernd gleiche Staaten und Wirtschaften heranziehen - und nicht apples und oranges.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bleib mal entspannt Christian &#8211; fahr den Tonfall ein bisschen runter und lass die unsinnigen Vergleiche a la 1918 und Dolchstoss &#8211; die passen nun wirklich nicht. Ich habe von dir noch nicht gelesen wie du dem erwarteten Abbau von Arbeitsstellen, ueber den wir uns weitgehend einig sind, begegnen willst.  </p>
<p>&#8220;Das geht dir auf den Sack, wie? Gut so. :-)&#8221;</p>
<p>Nein ich finde es nur ermuedend. Stell dir mal vor Bayern macht sich morgen selbststaendig &#8211; glaubst du nicht dass das GDP per capita in Bayern hoeher waere als im Rest von Deustchland &#8211; weil sich in Bayern  geballte Wirtschaftskraft befindet, die nun einer wesentlich geringeren Bevoelkerung zugute kommen wird statt rund 70 Millionen Deutsche ausserhalb Bayerns mitzuversorgen &#8211; und dass dann auch mehr Geld fuer eine soziale Marktwirtschaft zuer Verfuegung steht?</p>
<p>Die BRD insgesamt musste mit der ex-DDR einen ehemaligen Staat mit 17 Millionen Leuten &#8211; soviel wie in S, DK und NOR zusammen &#8211; von Grund auf neu aufbauen. Wo und wann hat ein skandinavischer Staat das jemals leisten muessen? Und dass NOR die Einkuenfte aus dem Oel bunkert weiss ich auch &#8211; es ist aber schon eine grosse finanzielle Erleichterung fuer den Staat dass er keine Ruecklagen fuer Renten etc bilden muss &#8211; und wieder steht mehr Kohle fuer soziale Transfers bereit. Siehe auch Irland &#8211; nachdem die EU dort faktisch alles zahlt was sonst ein Staat zahlen muss kann man eben ein bisschen grosszuegiger sein &#8211; weniger Steuern kassieren und mehr auszahlen. Und weil die bevoelkerung dort ebenfalls klein ist machen ein paar Milliarden EUROs eben einen grossen Unterschied &#8211; in D waere das der bekannte drop in the bucket. </p>
<p>Das heisst wer vergleichen will sollte annaehernd gleiche Staaten und Wirtschaften heranziehen &#8211; und nicht apples und oranges.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95446</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 21:21:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95446</guid>
		<description>&gt;&gt; Wir werden wieder Arbeitspl&#228;tze verlieren,
&gt;&gt; das sind die Aussichten f&#252;r den Moment.
&gt;
&gt; Da stimme ich dir zu. Die Frage ist aber wie
&gt; man es verhindert oder abmildert. Und im
&gt; weiteren Sinne auch was man tun muss um
&gt; neue Arbeitsstellen zu schaffen als staendig
&gt; welche zu verlieren.

Wir haben momentan eine mit 1992 vergleichbare Situation hinsichtlich Anzahl der Besch&#228;ftigten, Arbeitslosenquote und vermutlich sogar bez&#252;glich der Position im Konjunkturzyklus. (Abschwung incoming!)

Allerdings mit 25% mehr Wirtschaftskraft, aber 5% weniger Einkommen. Wieso sollte es so um 2025 nicht nochmals so sein? Nochmal 25% mehr Wirtschaftskraft, nochmal minus 5% Realeinkommen? Und sp&#228;testens dann bricht unsere Gesellschaft auseinander. Der ein oder andere aus diesem Blog wird jubeln, weil sie das ja verdient hat, f&#252;r all den Sozialismus. So wie damals 1918 das im Felde unbesiegte Heer von den verr&#228;terischen Demokraten den Dolchsto&#223; in den R&#252;cken bekam, und es demzufolge nur recht und billig war, dass diese dann in der Weimarer Republik leiden mussten.

&gt;
&gt; Schon, aber es kommt halt auf die
&gt; Fragestellung an: “…als Folge unseres
&gt; Gesellschaftssystems…” impliziert ja
&gt; schon eine politische Richtung. 

&quot;Finden Sie es gut, dass bei uns Leute in M&#252;lleimern nach Verwertbarem suchen oder f&#228;nden sie es besser, wenn diesen Leuten anders geholfen w&#252;rde?&quot;

&gt;
&gt; Die Skandinavier muessen immer fuer alles
&gt; herhalten - Schule, Bildung und auch
&gt; Wirtschaft. 

Das geht dir auf den Sack, wie? Gut so. :-)

&gt; Dazu mal folgendes:
&gt;
&gt; 1. NRW allein hat mehr Einwohner als DK,
&gt; S, NOR, ICL und FL zusammen.

Tja, &#228;hm... schei&#223;egal? Komplett schei&#223;egal? Vollkommen und absolut irrelevant? Es gibt keinen Grund, wieso ein Schulsystem, was in einem Land mit 4 Millionen Leuten funktioniert, nicht in einem Land mit 40 Millionen funktionieren sollte. Ebenso existiert kein Grund, warum ein Sozialsystem, dass in dem Land mit 4 Millionen Einwohnern jetzt seit Jahrzehnten weitgehend rund l&#228;uft, dies im Land mit 40 Millionen nicht tun sollte. Oder auch im Land mit 80 Millionen.

Zum &quot;Sonderthema&quot; Norwegen: Das Norwegische &#214;l steckt nicht in Norwegens Wirtschaft. Die Einnahmen daraus haben die sch&#246;n im Ausland investiert und zur&#252;ckgelegt. Sie tun im Moment gewisserma&#223;en weitgehend so, als g&#228;be es sie nicht. Soll sp&#228;ter die Renten sichern. Aber meinetwegen, rechne sie weg, dann sind die Norweger wunderbar mit den Schweden und Finnen vergleichbar. So war es n&#228;mlich vor den &#214;lfunden weitgehend.

Also, ein &quot;Raw&#228;h, die sind ja so klein, das kann man nicht vergleichen&quot;, ist ein Schei&#223;argument. WIR sollten die Gewinner sein. Weil wir gr&#246;&#223;er sind, und Skaleneffekte nutzen k&#246;nnen sollten. Die hier gerne und laut und oft im Blog vorgetragene Theorie besagt, dass Sozialstaaten Teufelswerk sind, und grunds&#228;tzlich nicht funktionieren. Ich hab bisher nichts davon gelesen, dass das dann all das bei &quot;kleinen&quot; Sozialstaaten mit 4 Millionen Einwohnern oder mehr auf einmal vollkommen egal ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;&gt; Wir werden wieder Arbeitspl&#228;tze verlieren,<br />
&gt;&gt; das sind die Aussichten f&#252;r den Moment.<br />
&gt;<br />
&gt; Da stimme ich dir zu. Die Frage ist aber wie<br />
&gt; man es verhindert oder abmildert. Und im<br />
&gt; weiteren Sinne auch was man tun muss um<br />
&gt; neue Arbeitsstellen zu schaffen als staendig<br />
&gt; welche zu verlieren.</p>
<p>Wir haben momentan eine mit 1992 vergleichbare Situation hinsichtlich Anzahl der Besch&#228;ftigten, Arbeitslosenquote und vermutlich sogar bez&#252;glich der Position im Konjunkturzyklus. (Abschwung incoming!)</p>
<p>Allerdings mit 25% mehr Wirtschaftskraft, aber 5% weniger Einkommen. Wieso sollte es so um 2025 nicht nochmals so sein? Nochmal 25% mehr Wirtschaftskraft, nochmal minus 5% Realeinkommen? Und sp&#228;testens dann bricht unsere Gesellschaft auseinander. Der ein oder andere aus diesem Blog wird jubeln, weil sie das ja verdient hat, f&#252;r all den Sozialismus. So wie damals 1918 das im Felde unbesiegte Heer von den verr&#228;terischen Demokraten den Dolchsto&#223; in den R&#252;cken bekam, und es demzufolge nur recht und billig war, dass diese dann in der Weimarer Republik leiden mussten.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Schon, aber es kommt halt auf die<br />
&gt; Fragestellung an: “…als Folge unseres<br />
&gt; Gesellschaftssystems…” impliziert ja<br />
&gt; schon eine politische Richtung. </p>
<p>&#8220;Finden Sie es gut, dass bei uns Leute in M&#252;lleimern nach Verwertbarem suchen oder f&#228;nden sie es besser, wenn diesen Leuten anders geholfen w&#252;rde?&#8221;</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Die Skandinavier muessen immer fuer alles<br />
&gt; herhalten &#8211; Schule, Bildung und auch<br />
&gt; Wirtschaft. </p>
<p>Das geht dir auf den Sack, wie? Gut so. :-)</p>
<p>&gt; Dazu mal folgendes:<br />
&gt;<br />
&gt; 1. NRW allein hat mehr Einwohner als DK,<br />
&gt; S, NOR, ICL und FL zusammen.</p>
<p>Tja, &#228;hm&#8230; schei&#223;egal? Komplett schei&#223;egal? Vollkommen und absolut irrelevant? Es gibt keinen Grund, wieso ein Schulsystem, was in einem Land mit 4 Millionen Leuten funktioniert, nicht in einem Land mit 40 Millionen funktionieren sollte. Ebenso existiert kein Grund, warum ein Sozialsystem, dass in dem Land mit 4 Millionen Einwohnern jetzt seit Jahrzehnten weitgehend rund l&#228;uft, dies im Land mit 40 Millionen nicht tun sollte. Oder auch im Land mit 80 Millionen.</p>
<p>Zum &#8220;Sonderthema&#8221; Norwegen: Das Norwegische &#214;l steckt nicht in Norwegens Wirtschaft. Die Einnahmen daraus haben die sch&#246;n im Ausland investiert und zur&#252;ckgelegt. Sie tun im Moment gewisserma&#223;en weitgehend so, als g&#228;be es sie nicht. Soll sp&#228;ter die Renten sichern. Aber meinetwegen, rechne sie weg, dann sind die Norweger wunderbar mit den Schweden und Finnen vergleichbar. So war es n&#228;mlich vor den &#214;lfunden weitgehend.</p>
<p>Also, ein &#8220;Raw&#228;h, die sind ja so klein, das kann man nicht vergleichen&#8221;, ist ein Schei&#223;argument. WIR sollten die Gewinner sein. Weil wir gr&#246;&#223;er sind, und Skaleneffekte nutzen k&#246;nnen sollten. Die hier gerne und laut und oft im Blog vorgetragene Theorie besagt, dass Sozialstaaten Teufelswerk sind, und grunds&#228;tzlich nicht funktionieren. Ich hab bisher nichts davon gelesen, dass das dann all das bei &#8220;kleinen&#8221; Sozialstaaten mit 4 Millionen Einwohnern oder mehr auf einmal vollkommen egal ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95443</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 20:50:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95443</guid>
		<description>[Korruption]
&gt; F&#252;r Chile gilt das beispielsweise nicht. Auch in L&#228;ndern
&gt; wie Brasilien und Argentinien existiert ein deutlich
&gt; gestiegenes Anti-Korruptionsbewu&#223;tsein.

Erstmals seit etlichen Jahren. Vorher war es Dekaden lang anders. Also sind es bisher noch Gl&#252;cksf&#228;lle. Wenn die Jungs und M&#228;dels beim Antikorruptionsindex ein, zwei Dekaden auf bessere Pl&#228;tze vorr&#252;cken, dann k&#246;nnen wir anfangen, &#252;ber Kontinuit&#228;t zu sprechen. Ich sag ja nicht &quot;Die sind alle grunds&#228;tzlich korrupt&quot;, sondern ich sage &quot;sie sind es meistens&quot;. Auch Lulas Regierung hatte einen breiten Korruptionsskandal, das wei&#223;t du doch hoffentlich, oder?

&gt;
&gt; Und aus dieser Ober- oder Mittelschicht (ja, die gibts
&gt; da auch) konnten keine politischen Personen mit einem
&gt; &#228;hnlichen Format entstehen. Warum in Chile, Brasilien
&gt; und in Venezuela nicht?

Es ist vollkommen egal, ob es entstehen konnte oder nicht. Fakt ist, in den politisch relevanten Parteien standen solche Leute nicht zur Wahl. So einfach ist das.

Und so einfach wird das auch hier im Land sein. Die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmer ist seit 15 Jahren r&#252;ckl&#228;ufig, trotz steigendem Wirtschaftswachstum, die Sozialleistungen sind ebenfalls gesunken, und der herrschende realpolitische Grundtenor selbst in der SPD ist, dass das alles so schon passt und ok ist. 

Korrupt sind unsere beiden Volksparteien ebenfalls in einem nicht unerheblichen Ma&#223;e, also ist die Versuchung, ihnen mit dem verhassten Lafontaine das F&#252;rchten zu lehren, relativ gro&#223;. Letztlich ist es relativ egal, ob man als Arbeitnehmer in 30 Jahren so an die Wand gedr&#252;ckt ist, dass man nur noch quietscht, oder ob es schlimmstenfalls in 5 Jahren passiert.

&gt;
&gt;&gt; 80% unserer Arbeitnehmerschaft geh&#246;ren zu den
&gt;&gt; Verlierern, trotz Wachstum. 
&gt;
&gt; 80% der Arbeitnehmer besitzen heute weniger
&gt; verf&#252;gbares Einkommen als vor 5 Jahren? Na da hab
&gt; ich ja Gl&#252;ck das ich zu den anderen 20% geh&#246;re. Und
&gt; so wahnsinnig viel verdiene ich auch nicht.

Ja, gut, dass du das erw&#228;hnst, das gibt mir die Gelegenheit, die Natur des Problems zu erl&#228;utern. Auf individueller Ebene hast du n&#228;mlich recht, aber da ist das echte Problem nicht zu erkennen. Stell dir vor, alle Leute, die heute ins Berufsleben einstiegen, bek&#228;men ein Einstiegsgehalt von 1200 Euro. Jeder. Recht wenig, aber in vielen Berufen nicht soooo ungew&#246;hnlich f&#252;r absolute Berufseinsteiger. Das &#228;ndert sich normalerweise recht z&#252;gig und recht drastisch. Aber stell dir nun weiterhin vor, stattdessen h&#228;tte jeder von denen das &quot;Gl&#252;ck&quot;, dass sein inflationsbereinigtes Einkommen pro Jahr um exakt einen Euro steigt. Das hei&#223;t, nach 40 Jahren, so zwischen 60 und 65 Jahren Lebensalter h&#228;tte jeder ein individuelles H&#246;chsteinkommen von (inflationsbereinigt) 1240,- Euro pro Nase. Jeder h&#228;tte jedes Jahr ein h&#246;heres Gehalt bekommen, als im Vorjahr. Es g&#228;be also keinen Verlierer, alles w&#228;re toll. Oder?

Nat&#252;rlich nicht. Es w&#228;re eine Katastrophe. Weil 1200 Euro f&#252;r einen Berufseinsteiger nicht toll sind, aber insgesamt noch in einem akzeptablen Rahmen, wenn es nach wenigen Monaten deutlich mehr wird. Wenn man halbwegs was kann, verdient man 5 Jahre sp&#228;ter nochmals deutlich mehr. Wenn das nicht mehr so ist, &#228;ndert sich alles. Kein Haus, kein Auto, und faktisch auch keine ernsthaft finanzierbare Familie. Der Aufstieg in die Mittelschicht, vorher der Standardweg, w&#228;re komplett verbaut. Es ginge nicht mehr. Obwohl jeder Jahr f&#252;r Jahr &quot;besser&quot; steht, als vorher. Das ist der Punkt. Wer heute im vorletzten Quintil ist, verdient wesentlich weniger, als jemand, der vor 15 Jahren im vorletzten Quintil war. Das ist die Aussage, um die es da geht.

Da aber sowohl unser Lebensstil sehr eng gekoppelt ist, mit einer gewissen durchschnittlichen Gehaltsentwicklung in einer Lebensspanne, und, wesentlich schlimmer, die Sozialsysteme ma&#223;geblich aus diesem Fundus bezahlt werden, bedeutet so ein Szenario eine absolute Katastrophe. Keine Angst, so weit ist es noch nicht. Aber ich hoffe, ich konnte klar machen, was das Problem ist. Wenn du keine Chance mehr hast, von deinen 1200,- Euro Einstiegsgehalt auf deutliche Steigerungen zu kommen, wie es bei der V&#228;tergeneration selbstverst&#228;ndlich war, dann ist der Weg zum sozialen Aufstieg durch Arbeit f&#252;r dich blockiert. Wenn du irgendwann das H&#228;uschen deiner Eltern erbst, ist das alles nicht so tragisch. Kommst du aus einer Familie, die nichts hat, darfst du deine eigene Familie in Neuk&#246;lln gr&#252;nden, wegen der g&#252;nstigen Mieten dort. Viel Spa&#223; dabei, deine Kinder werden in der Schule viele Abenteuer erleben. Darum geht es, wenn ich diese Statistik anf&#252;hre.

&gt;
&gt; Und wenn wir hier eine Wipol a la Chavéz anfangen,
&gt; dann gehts den 80% besser? Das geht h&#246;chstens wenn
&gt; wir pl&#246;tzlich irgendwo unter unseren sch&#246;nen Auen und
&gt; W&#228;ldern doch noch Erd&#246;l finden.

Du begreifst es immer noch nicht. Es geht gar nicht darum, dass die Linken besser w&#228;ren. Das wissen sogar die meisten ihrer W&#228;hler. Es geht darum, dass wenn das System in eine soziale Schieflage ger&#228;t, es f&#252;r immer mehr Leute immer weniger interessant wird, es zu verteidigen. &quot;Sollen die Linken doch machen, noch mehr als die anderen k&#246;nnen sie die Arbeitnehmer nicht verarschen.&quot; Und wenn die Wirtschaft dann in den Arsch geht? &quot;Was interessiert es mich, dann werden zumindest auch jene gefickt, die mich ficken. Die momentan daf&#252;r sorgen, dass ich meine Kinder in Neuk&#246;lln zur Schule schicken muss.&quot;

Beachte bitte, dass das nicht meine Gedanken sind. Aber es wird so kommen. Du kannst nicht auf Dauer von Leuten Solidarit&#228;t und vern&#252;nftiges Verhalten verlangen, denen du sonst immer fr&#246;hlich trompetend langsam aber sicher den Boden unter den F&#252;&#223;en wegziehst. Das geht nicht. Du kommst da zu ganz tief verwurzelten Impulsen. Die Dinger, wo in Experimenten nachgewiesen wurde, dass Leute bereit sind, zwei Euro Verlust zu akzeptieren, um jemanden, der sich unfair verh&#228;lt, einen Euro Schaden zuzuf&#252;gen. Das ist der Effekt, der von dir und vielen anderen &#252;bersehen wird.

&gt;
&gt;&gt; emp&#246;rt die armen Chinesen, denen es ja nun so
&gt;&gt; viel besser ginge, vorzuschieben, 
&gt;
&gt; Aber eine Menge Chinesen besitzen heute viel
&gt; bessere Perspektiven als vor 40 Jahren. Mit den
&gt; Strafgefangenenlagern geb ich dir recht.

Es geht nicht um Perspektiven der Chinesen. Es geht darum, dass die Emp&#246;rung &#252;ber die gierigen Arbeitnehmer, die l&#228;ppische 5% verloren haben und den armen Chinesen ihren gestiegenen Wohlstand nicht g&#246;nnen wollen, reichlich unverfroren ist, wenn man selbst w&#228;hrenddessen seine um 40% gestiegenen Gewinne aus dem Unternehmenseinkommen z&#228;hlt.

Das ist der Punkt. Die Argumentation zieht nicht, weil es 25% Wachstum gab, in unserem Land. Fr&#252;her war die Sache relativ klar, davon hat jede Gruppe was abbekommen. Heute haben die Arbeitnehmer nicht nur nichts abbekommen, sondern mussten sogar noch zus&#228;tzlich was abgeben. Aber als einzige Gruppe, das ist der Punkt!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[Korruption]<br />
&gt; F&#252;r Chile gilt das beispielsweise nicht. Auch in L&#228;ndern<br />
&gt; wie Brasilien und Argentinien existiert ein deutlich<br />
&gt; gestiegenes Anti-Korruptionsbewu&#223;tsein.</p>
<p>Erstmals seit etlichen Jahren. Vorher war es Dekaden lang anders. Also sind es bisher noch Gl&#252;cksf&#228;lle. Wenn die Jungs und M&#228;dels beim Antikorruptionsindex ein, zwei Dekaden auf bessere Pl&#228;tze vorr&#252;cken, dann k&#246;nnen wir anfangen, &#252;ber Kontinuit&#228;t zu sprechen. Ich sag ja nicht &#8220;Die sind alle grunds&#228;tzlich korrupt&#8221;, sondern ich sage &#8220;sie sind es meistens&#8221;. Auch Lulas Regierung hatte einen breiten Korruptionsskandal, das wei&#223;t du doch hoffentlich, oder?</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Und aus dieser Ober- oder Mittelschicht (ja, die gibts<br />
&gt; da auch) konnten keine politischen Personen mit einem<br />
&gt; &#228;hnlichen Format entstehen. Warum in Chile, Brasilien<br />
&gt; und in Venezuela nicht?</p>
<p>Es ist vollkommen egal, ob es entstehen konnte oder nicht. Fakt ist, in den politisch relevanten Parteien standen solche Leute nicht zur Wahl. So einfach ist das.</p>
<p>Und so einfach wird das auch hier im Land sein. Die Einkommensentwicklung der Arbeitnehmer ist seit 15 Jahren r&#252;ckl&#228;ufig, trotz steigendem Wirtschaftswachstum, die Sozialleistungen sind ebenfalls gesunken, und der herrschende realpolitische Grundtenor selbst in der SPD ist, dass das alles so schon passt und ok ist. </p>
<p>Korrupt sind unsere beiden Volksparteien ebenfalls in einem nicht unerheblichen Ma&#223;e, also ist die Versuchung, ihnen mit dem verhassten Lafontaine das F&#252;rchten zu lehren, relativ gro&#223;. Letztlich ist es relativ egal, ob man als Arbeitnehmer in 30 Jahren so an die Wand gedr&#252;ckt ist, dass man nur noch quietscht, oder ob es schlimmstenfalls in 5 Jahren passiert.</p>
<p>&gt;<br />
&gt;&gt; 80% unserer Arbeitnehmerschaft geh&#246;ren zu den<br />
&gt;&gt; Verlierern, trotz Wachstum.<br />
&gt;<br />
&gt; 80% der Arbeitnehmer besitzen heute weniger<br />
&gt; verf&#252;gbares Einkommen als vor 5 Jahren? Na da hab<br />
&gt; ich ja Gl&#252;ck das ich zu den anderen 20% geh&#246;re. Und<br />
&gt; so wahnsinnig viel verdiene ich auch nicht.</p>
<p>Ja, gut, dass du das erw&#228;hnst, das gibt mir die Gelegenheit, die Natur des Problems zu erl&#228;utern. Auf individueller Ebene hast du n&#228;mlich recht, aber da ist das echte Problem nicht zu erkennen. Stell dir vor, alle Leute, die heute ins Berufsleben einstiegen, bek&#228;men ein Einstiegsgehalt von 1200 Euro. Jeder. Recht wenig, aber in vielen Berufen nicht soooo ungew&#246;hnlich f&#252;r absolute Berufseinsteiger. Das &#228;ndert sich normalerweise recht z&#252;gig und recht drastisch. Aber stell dir nun weiterhin vor, stattdessen h&#228;tte jeder von denen das &#8220;Gl&#252;ck&#8221;, dass sein inflationsbereinigtes Einkommen pro Jahr um exakt einen Euro steigt. Das hei&#223;t, nach 40 Jahren, so zwischen 60 und 65 Jahren Lebensalter h&#228;tte jeder ein individuelles H&#246;chsteinkommen von (inflationsbereinigt) 1240,- Euro pro Nase. Jeder h&#228;tte jedes Jahr ein h&#246;heres Gehalt bekommen, als im Vorjahr. Es g&#228;be also keinen Verlierer, alles w&#228;re toll. Oder?</p>
<p>Nat&#252;rlich nicht. Es w&#228;re eine Katastrophe. Weil 1200 Euro f&#252;r einen Berufseinsteiger nicht toll sind, aber insgesamt noch in einem akzeptablen Rahmen, wenn es nach wenigen Monaten deutlich mehr wird. Wenn man halbwegs was kann, verdient man 5 Jahre sp&#228;ter nochmals deutlich mehr. Wenn das nicht mehr so ist, &#228;ndert sich alles. Kein Haus, kein Auto, und faktisch auch keine ernsthaft finanzierbare Familie. Der Aufstieg in die Mittelschicht, vorher der Standardweg, w&#228;re komplett verbaut. Es ginge nicht mehr. Obwohl jeder Jahr f&#252;r Jahr &#8220;besser&#8221; steht, als vorher. Das ist der Punkt. Wer heute im vorletzten Quintil ist, verdient wesentlich weniger, als jemand, der vor 15 Jahren im vorletzten Quintil war. Das ist die Aussage, um die es da geht.</p>
<p>Da aber sowohl unser Lebensstil sehr eng gekoppelt ist, mit einer gewissen durchschnittlichen Gehaltsentwicklung in einer Lebensspanne, und, wesentlich schlimmer, die Sozialsysteme ma&#223;geblich aus diesem Fundus bezahlt werden, bedeutet so ein Szenario eine absolute Katastrophe. Keine Angst, so weit ist es noch nicht. Aber ich hoffe, ich konnte klar machen, was das Problem ist. Wenn du keine Chance mehr hast, von deinen 1200,- Euro Einstiegsgehalt auf deutliche Steigerungen zu kommen, wie es bei der V&#228;tergeneration selbstverst&#228;ndlich war, dann ist der Weg zum sozialen Aufstieg durch Arbeit f&#252;r dich blockiert. Wenn du irgendwann das H&#228;uschen deiner Eltern erbst, ist das alles nicht so tragisch. Kommst du aus einer Familie, die nichts hat, darfst du deine eigene Familie in Neuk&#246;lln gr&#252;nden, wegen der g&#252;nstigen Mieten dort. Viel Spa&#223; dabei, deine Kinder werden in der Schule viele Abenteuer erleben. Darum geht es, wenn ich diese Statistik anf&#252;hre.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Und wenn wir hier eine Wipol a la Chavéz anfangen,<br />
&gt; dann gehts den 80% besser? Das geht h&#246;chstens wenn<br />
&gt; wir pl&#246;tzlich irgendwo unter unseren sch&#246;nen Auen und<br />
&gt; W&#228;ldern doch noch Erd&#246;l finden.</p>
<p>Du begreifst es immer noch nicht. Es geht gar nicht darum, dass die Linken besser w&#228;ren. Das wissen sogar die meisten ihrer W&#228;hler. Es geht darum, dass wenn das System in eine soziale Schieflage ger&#228;t, es f&#252;r immer mehr Leute immer weniger interessant wird, es zu verteidigen. &#8220;Sollen die Linken doch machen, noch mehr als die anderen k&#246;nnen sie die Arbeitnehmer nicht verarschen.&#8221; Und wenn die Wirtschaft dann in den Arsch geht? &#8220;Was interessiert es mich, dann werden zumindest auch jene gefickt, die mich ficken. Die momentan daf&#252;r sorgen, dass ich meine Kinder in Neuk&#246;lln zur Schule schicken muss.&#8221;</p>
<p>Beachte bitte, dass das nicht meine Gedanken sind. Aber es wird so kommen. Du kannst nicht auf Dauer von Leuten Solidarit&#228;t und vern&#252;nftiges Verhalten verlangen, denen du sonst immer fr&#246;hlich trompetend langsam aber sicher den Boden unter den F&#252;&#223;en wegziehst. Das geht nicht. Du kommst da zu ganz tief verwurzelten Impulsen. Die Dinger, wo in Experimenten nachgewiesen wurde, dass Leute bereit sind, zwei Euro Verlust zu akzeptieren, um jemanden, der sich unfair verh&#228;lt, einen Euro Schaden zuzuf&#252;gen. Das ist der Effekt, der von dir und vielen anderen &#252;bersehen wird.</p>
<p>&gt;<br />
&gt;&gt; emp&#246;rt die armen Chinesen, denen es ja nun so<br />
&gt;&gt; viel besser ginge, vorzuschieben,<br />
&gt;<br />
&gt; Aber eine Menge Chinesen besitzen heute viel<br />
&gt; bessere Perspektiven als vor 40 Jahren. Mit den<br />
&gt; Strafgefangenenlagern geb ich dir recht.</p>
<p>Es geht nicht um Perspektiven der Chinesen. Es geht darum, dass die Emp&#246;rung &#252;ber die gierigen Arbeitnehmer, die l&#228;ppische 5% verloren haben und den armen Chinesen ihren gestiegenen Wohlstand nicht g&#246;nnen wollen, reichlich unverfroren ist, wenn man selbst w&#228;hrenddessen seine um 40% gestiegenen Gewinne aus dem Unternehmenseinkommen z&#228;hlt.</p>
<p>Das ist der Punkt. Die Argumentation zieht nicht, weil es 25% Wachstum gab, in unserem Land. Fr&#252;her war die Sache relativ klar, davon hat jede Gruppe was abbekommen. Heute haben die Arbeitnehmer nicht nur nichts abbekommen, sondern mussten sogar noch zus&#228;tzlich was abgeben. Aber als einzige Gruppe, das ist der Punkt!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: john j</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95436</link>
		<dc:creator>john j</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 17:51:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95436</guid>
		<description>&quot;Wir werden wieder Arbeitspl&#228;tze verlieren, das sind die Aussichten f&#252;r den Moment.&quot;

Da stimme ich dir zu. Die Frage ist aber wie man es verhindert oder abmildert. Und im weiteren Sinne auch was man tun muss um neue Arbeitsstellen zu schaffen als staendig welche zu verlieren.  

&quot;Wenn drei von vier Leuten mit “Nein” antworten, ist es ein deutlicher Konsens.&quot;

Schon, aber es kommt halt auf die Fragestellung an: &quot;...als Folge unseres Gesellschaftssystems...&quot; impliziert ja schon eine politische Richtung. 

Die Skandinavier muessen immer fuer alles herhalten - Schule, Bildung und auch Wirtschaft. Dazu mal folgendes:

1. NRW allein hat mehr Einwohner als DK, S, NOR, ICL und FL zusammen. Wenn man mal GPD per capita von Nationen nimmt die sich nicht so extrem von D unterscheiden was die Gesamtbevoelkerung betrifft aber deutlich hoeher als D liegen, dann kommt man auf die USA, GB, Kanada und vllt noch die Niederlande. 

2. NOR ist ein Sonderfall - die grossen Oel- und Gasvorkommen verzerren das Bild der Wirtschaft dort ganz gewaltig - gepaart mit der geringen Bevoelkerung. Wenn D bspw die Foerderrechte in sagen wir mal, Saudi-Arabien, Kuwait und den VAR haette saehe es auch anders aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir werden wieder Arbeitspl&#228;tze verlieren, das sind die Aussichten f&#252;r den Moment.&#8221;</p>
<p>Da stimme ich dir zu. Die Frage ist aber wie man es verhindert oder abmildert. Und im weiteren Sinne auch was man tun muss um neue Arbeitsstellen zu schaffen als staendig welche zu verlieren.  </p>
<p>&#8220;Wenn drei von vier Leuten mit “Nein” antworten, ist es ein deutlicher Konsens.&#8221;</p>
<p>Schon, aber es kommt halt auf die Fragestellung an: &#8220;&#8230;als Folge unseres Gesellschaftssystems&#8230;&#8221; impliziert ja schon eine politische Richtung. </p>
<p>Die Skandinavier muessen immer fuer alles herhalten &#8211; Schule, Bildung und auch Wirtschaft. Dazu mal folgendes:</p>
<p>1. NRW allein hat mehr Einwohner als DK, S, NOR, ICL und FL zusammen. Wenn man mal GPD per capita von Nationen nimmt die sich nicht so extrem von D unterscheiden was die Gesamtbevoelkerung betrifft aber deutlich hoeher als D liegen, dann kommt man auf die USA, GB, Kanada und vllt noch die Niederlande. </p>
<p>2. NOR ist ein Sonderfall &#8211; die grossen Oel- und Gasvorkommen verzerren das Bild der Wirtschaft dort ganz gewaltig &#8211; gepaart mit der geringen Bevoelkerung. Wenn D bspw die Foerderrechte in sagen wir mal, Saudi-Arabien, Kuwait und den VAR haette saehe es auch anders aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95435</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 17:23:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95435</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;
Du kannst die Polemik wieder abschalten. Eine nicht korrupte Regierung ist in diesen L&#228;ndern ein Gl&#252;cksfall. Das ist kein Rassismus, sondern schlicht und einfach die Faktenlage.
&lt;/blockquote&gt;
F&#252;r Chile gilt das beispielsweise nicht. Auch in L&#228;ndern wie Brasilien und Argentinien existiert ein deutlich gestiegenes Anti-Korruptionsbewu&#223;tsein. 

&lt;blockquote&gt;
Standen die in Venezuela zur Wahl? Nein. Und genau darum geht es. Ich hab dort also als W&#228;hler entweder die korrupte Oberschicht
&lt;/blockquote&gt;
Und aus dieser Ober- oder Mittelschicht (ja, die gibts da auch) konnten keine politischen Personen mit einem &#228;hnlichen Format entstehen. Warum in Chile, Brasilien und in Venezuela nicht? 
Im &#252;brigen verliert Chavéz bei allen Schichten Anh&#228;nger. Und es gibt auch unter der Ober- und Mittelschicht Chavistas. 
&lt;blockquote&gt;
80% unserer Arbeitnehmerschaft geh&#246;ren zu den Verlierern, trotz Wachstum.
&lt;/blockquote&gt;
80% der Arbeitnehmer besitzen heute weniger verf&#252;gbares Einkommen als vor 5 Jahren? Na da hab ich ja Gl&#252;ck das ich zu den anderen 20% geh&#246;re. Und so wahnsinnig viel verdiene ich auch nicht. 
Und wenn wir hier eine Wipol a la Chavéz anfangen, dann gehts den 80% besser? Das geht h&#246;chstens wenn wir pl&#246;tzlich irgendwo unter unseren sch&#246;nen Auen und W&#228;ldern doch noch Erd&#246;l finden. 
&lt;blockquote&gt;
Nur leider bekommen die Arbeitnehmer dennoch weniger Geld, als vor 15 Jahren.
&lt;/blockquote&gt;
Sch&#246;n find ich das auch nicht. Ich bin ja einer von denen mit dem 40 Stunden Vertrag und den 30 Urlaubstagen. Nur k&#246;nnte das nicht vielleicht mit dem externen Schock zusammenh&#228;ngen, dass es f&#252;r die Arbeit, die so Leute wie ich anbieten durch einen externen technologischen und politischen Schock pl&#246;tzlich viel mehr Anbieter auf der Matte stehen? Die Preise gleichen sich relativ schnell an. 
&lt;blockquote&gt;
emp&#246;rt die armen Chinesen, denen es ja nun so viel besser ginge, vorzuschieben,
&lt;/blockquote&gt;
Aber eine Menge Chinesen besitzen heute viel bessere Perspektiven als vor 40 Jahren. Mit den Strafgefangenenlagern geb ich dir recht. Da sollten wir mehr Druck machen. Das Gros der Produktion stammt aber eben nicht daher. Selbst die Wanderarbeiter k&#246;nnten in ihren D&#246;rfern weiter in der Subsistenz leben. Sie tun es aber eben gerade nicht. Willst du f&#252;r sie entscheiden? Und S&#252;dkorea und Taiwan waren auch sehr lange Diktaturen. Als sie aber eine gewisse Stufe des Wohlstands erreicht haben, wandelten sie sich zu Demokratien. Chile - das ich gut kenne - war &#252;ber einen langen Zeitraum eine Diktatur, seit 19 Jahren eine Demokratie. Ein Teil unseres Landes war &#252;brigens vor 18 Jahren auch eine Diktatur. Und ganz Deutschland vor 63 Jahren. Meine Eltern sind unter einer Diktatur geboren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
Du kannst die Polemik wieder abschalten. Eine nicht korrupte Regierung ist in diesen L&#228;ndern ein Gl&#252;cksfall. Das ist kein Rassismus, sondern schlicht und einfach die Faktenlage.
</p></blockquote>
<p>F&#252;r Chile gilt das beispielsweise nicht. Auch in L&#228;ndern wie Brasilien und Argentinien existiert ein deutlich gestiegenes Anti-Korruptionsbewu&#223;tsein. </p>
<blockquote><p>
Standen die in Venezuela zur Wahl? Nein. Und genau darum geht es. Ich hab dort also als W&#228;hler entweder die korrupte Oberschicht
</p></blockquote>
<p>Und aus dieser Ober- oder Mittelschicht (ja, die gibts da auch) konnten keine politischen Personen mit einem &#228;hnlichen Format entstehen. Warum in Chile, Brasilien und in Venezuela nicht?<br />
Im &#252;brigen verliert Chavéz bei allen Schichten Anh&#228;nger. Und es gibt auch unter der Ober- und Mittelschicht Chavistas. </p>
<blockquote><p>
80% unserer Arbeitnehmerschaft geh&#246;ren zu den Verlierern, trotz Wachstum.
</p></blockquote>
<p>80% der Arbeitnehmer besitzen heute weniger verf&#252;gbares Einkommen als vor 5 Jahren? Na da hab ich ja Gl&#252;ck das ich zu den anderen 20% geh&#246;re. Und so wahnsinnig viel verdiene ich auch nicht.<br />
Und wenn wir hier eine Wipol a la Chavéz anfangen, dann gehts den 80% besser? Das geht h&#246;chstens wenn wir pl&#246;tzlich irgendwo unter unseren sch&#246;nen Auen und W&#228;ldern doch noch Erd&#246;l finden. </p>
<blockquote><p>
Nur leider bekommen die Arbeitnehmer dennoch weniger Geld, als vor 15 Jahren.
</p></blockquote>
<p>Sch&#246;n find ich das auch nicht. Ich bin ja einer von denen mit dem 40 Stunden Vertrag und den 30 Urlaubstagen. Nur k&#246;nnte das nicht vielleicht mit dem externen Schock zusammenh&#228;ngen, dass es f&#252;r die Arbeit, die so Leute wie ich anbieten durch einen externen technologischen und politischen Schock pl&#246;tzlich viel mehr Anbieter auf der Matte stehen? Die Preise gleichen sich relativ schnell an. </p>
<blockquote><p>
emp&#246;rt die armen Chinesen, denen es ja nun so viel besser ginge, vorzuschieben,
</p></blockquote>
<p>Aber eine Menge Chinesen besitzen heute viel bessere Perspektiven als vor 40 Jahren. Mit den Strafgefangenenlagern geb ich dir recht. Da sollten wir mehr Druck machen. Das Gros der Produktion stammt aber eben nicht daher. Selbst die Wanderarbeiter k&#246;nnten in ihren D&#246;rfern weiter in der Subsistenz leben. Sie tun es aber eben gerade nicht. Willst du f&#252;r sie entscheiden? Und S&#252;dkorea und Taiwan waren auch sehr lange Diktaturen. Als sie aber eine gewisse Stufe des Wohlstands erreicht haben, wandelten sie sich zu Demokratien. Chile &#8211; das ich gut kenne &#8211; war &#252;ber einen langen Zeitraum eine Diktatur, seit 19 Jahren eine Demokratie. Ein Teil unseres Landes war &#252;brigens vor 18 Jahren auch eine Diktatur. Und ganz Deutschland vor 63 Jahren. Meine Eltern sind unter einer Diktatur geboren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95433</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 16:57:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95433</guid>
		<description>Ich zitiere Statistiken vom statistischen Bundesamt. Eine gewisse Verl&#228;sslichkeit sollten die haben. Rayson hat ja schon die nominellen VGR-Zahlen zitiert, da kann man da ja mal die Inflationsraten gegenlaufen lassen, um zu wissen, dass ich so falsch nicht liege.

&gt;
&gt; Aber glaubst du nicht dass es in D post-Agenda
&gt; 2010 IM ALLGEMEINEN besser aussah und
&gt; aussieht als noch in den mittleren bis spaeten
&gt; 90ern, als bspw die Arbeitslosigkeit von Jahr zu
&gt; Jahr anstieg ohne dass sich eine Trendwende
&gt; abzeichnete?

Nein. Das sehe ich NICHT so. Wir sind am Ende eines kurzen Aufschwungs. Die Agenda hat h&#246;chstens 0,25 Prozentpunkte zus&#228;tzliches Wirtschaftswachstum gebracht. Erh&#246;hter Druck auf Hartz-IV-Empf&#228;nger hilft dann, wenn es Jobs gibt. Nicht, wenn sie gestrichen werden, dann ist es pure Schikane. Wir werden wieder Arbeitspl&#228;tze verlieren, das sind die Aussichten f&#252;r den Moment. Und am Ende vom n&#228;chsten Zyklus wird es trotz Wachstum den Arbeitnehmern wieder schlechter gehen.

&gt;
&gt; Der “Grundkonsens” oder “Wert”, dass niemand
&gt; in Muelleimern sucht, den du erwaehnst, ich bin
&gt; nicht sicher ob es den je gegeben hat.

Da bin ich mir sogar ziemlich sicher. Blo&#223;, weil du es nicht so siehst, ist der nicht gef&#228;hrdet. Stell doch mal die Frage: &quot;Finden sie es hinnehmbar, wenn als Folge unseres Gesellschaftssystems B&#252;rger unseres Landes im M&#252;ll nach Verwertbaren suchen m&#252;ssen?&quot;. Wenn drei von vier Leuten mit &quot;Nein&quot; antworten, ist es ein deutlicher Konsens. Und es werden mehr sein.

Dass eine soziale Marktwirtschaft sehr wohl noch machbar ist, demonstrieren die Skandinavier deutlich. Man muss sie anpassen, man muss sie intelligent machen, fehlerfrei ist sie auch nicht, aber es geht. Gut so.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich zitiere Statistiken vom statistischen Bundesamt. Eine gewisse Verl&#228;sslichkeit sollten die haben. Rayson hat ja schon die nominellen VGR-Zahlen zitiert, da kann man da ja mal die Inflationsraten gegenlaufen lassen, um zu wissen, dass ich so falsch nicht liege.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Aber glaubst du nicht dass es in D post-Agenda<br />
&gt; 2010 IM ALLGEMEINEN besser aussah und<br />
&gt; aussieht als noch in den mittleren bis spaeten<br />
&gt; 90ern, als bspw die Arbeitslosigkeit von Jahr zu<br />
&gt; Jahr anstieg ohne dass sich eine Trendwende<br />
&gt; abzeichnete?</p>
<p>Nein. Das sehe ich NICHT so. Wir sind am Ende eines kurzen Aufschwungs. Die Agenda hat h&#246;chstens 0,25 Prozentpunkte zus&#228;tzliches Wirtschaftswachstum gebracht. Erh&#246;hter Druck auf Hartz-IV-Empf&#228;nger hilft dann, wenn es Jobs gibt. Nicht, wenn sie gestrichen werden, dann ist es pure Schikane. Wir werden wieder Arbeitspl&#228;tze verlieren, das sind die Aussichten f&#252;r den Moment. Und am Ende vom n&#228;chsten Zyklus wird es trotz Wachstum den Arbeitnehmern wieder schlechter gehen.</p>
<p>&gt;<br />
&gt; Der “Grundkonsens” oder “Wert”, dass niemand<br />
&gt; in Muelleimern sucht, den du erwaehnst, ich bin<br />
&gt; nicht sicher ob es den je gegeben hat.</p>
<p>Da bin ich mir sogar ziemlich sicher. Blo&#223;, weil du es nicht so siehst, ist der nicht gef&#228;hrdet. Stell doch mal die Frage: &#8220;Finden sie es hinnehmbar, wenn als Folge unseres Gesellschaftssystems B&#252;rger unseres Landes im M&#252;ll nach Verwertbaren suchen m&#252;ssen?&#8221;. Wenn drei von vier Leuten mit &#8220;Nein&#8221; antworten, ist es ein deutlicher Konsens. Und es werden mehr sein.</p>
<p>Dass eine soziale Marktwirtschaft sehr wohl noch machbar ist, demonstrieren die Skandinavier deutlich. Man muss sie anpassen, man muss sie intelligent machen, fehlerfrei ist sie auch nicht, aber es geht. Gut so.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95431</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 16:44:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95431</guid>
		<description>&gt; Achso. Die Regierungen in den Meeren des S&#252;dens sind
&gt; sowieso f&#252;r alle Zeiten und ewig korrupt. Liegt denen einfach
&gt; im Blut.

Du kannst die Polemik wieder abschalten. Eine nicht korrupte Regierung ist in diesen L&#228;ndern ein Gl&#252;cksfall. Das ist kein Rassismus, sondern schlicht und einfach die Faktenlage.

&gt;
&gt;  Da ist es eh egal ob die einen widerw&#228;rtigen, brutalen Idioten
&gt; mit den Manieren eines Vorstadtgang-Anf&#252;hrers w&#228;hlen oder
&gt; Pers&#246;nlichkeiten wie Lula da Silva oder Michelle Bachelet?

Standen die in Venezuela zur Wahl? Nein. Und genau darum geht es. Ich hab dort also als W&#228;hler entweder die korrupte Oberschicht, die mich permanent verarscht, zur Wahl, oder den R&#252;pel, der das vielleicht auch tut, vor dem die Oberschicht aber zumindest Bammel hat? Tja, und da geht sie ab, die Stimme f&#252;r Chavez oder die Linkspartei. Den Mechanismus wirst du hier auch erleben. Der wird eben nicht eingepreist, ist in einer Demokratie aber auf Dauer unvermeidbar. Ich finde das gut.

Nun zu dem Teil deiner Argumentation, den ich viel interessanter finde, n&#228;mlich die Emp&#246;rung dar&#252;ber, dass es ja wohl nicht anginge, zu Gunsten unserer Bev&#246;lkerung zu intervenieren, wo es den Leuten in der Sahelzone doch viel schlechter geht.

Da gibt es gleich mehrere Dinge, die zu beachten w&#228;ren. Erstens, wird gerade auch hier immer wieder lautstark in das Horn getr&#246;tet, dass letztlich alle von der Globalisierung profitieren w&#252;rden. Gerade Statler hat unter lautem Beifall erkl&#228;rt, es sei nicht wie in der Bundesliga, wo andere absteigen m&#252;ssten, sondern alle k&#246;nnten gewinnen. Wir halten schon einmal fest, dass diese Argumentation nicht stimmt. 80% unserer Arbeitnehmerschaft geh&#246;ren zu den Verlierern, trotz Wachstum.

Nun k&#246;nnte man von einem gewissen moralischen Standpunkt immer noch so argumentieren, dass das doch gerecht sei, wenn die einen ab- und die anderen aufsteigen, im Sinne des Ausgleichs zwischen erster und dritter Welt. Nur ist das keineswegs so passiert, dass es bei uns halt ALLE getroffen hat, und wir ALLE den G&#252;rtel enger ziehen m&#252;ssen. Die Leistung unserer Volkswirtschaft hat ja zugenommen. Nur leider bekommen die Arbeitnehmer dennoch weniger Geld, als vor 15 Jahren.

Dann emp&#246;rt die armen Chinesen, denen es ja nun so viel besser ginge, vorzuschieben, w&#228;hrend man selber als Besitzer von Kapital und Produktionsverm&#246;gen beim Geldz&#228;hlen die Dollarzeichen in den Augen hat, ist l&#228;cherlich.

Es gibt noch diverse andere Argumente, aber die f&#252;hre ich sp&#228;ter vielleicht einmal aus. Du kannst dir ja schon mal die Frage stellen, ob es auch fair w&#228;re, Arbeitnehmer einer Demokratie gegen KZ-Zwangsarbeiter antreten zu lassen. Ich pers&#246;nlich, soviel sei gesagt, habe mit der Konkurrenz aus demokratischen L&#228;ndern erheblich weniger Probleme, als mit der aus Diktaturen. China ist f&#252;r mich kein gleichwertiger Handelspartner, sondern ein Feind. Rum&#228;nien hei&#223;e ich hingegen ausdr&#252;cklich willkommen. Das sind nette, flei&#223;ige, kompetente und anst&#228;ndige Leute, mit denen ich gerne zusammen arbeite, und &#252;ber deren Mitgliedschaft als Demokratie in der EU ich hoch erfreut bin. Es gibt f&#252;r mich also durchaus Unterschiede in der Herkunft der Konkurrenz.

Ein Sklavenstaat ist nicht gleichwertig mit einer Demokratie nach westlichem Vorbild.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt; Achso. Die Regierungen in den Meeren des S&#252;dens sind<br />
&gt; sowieso f&#252;r alle Zeiten und ewig korrupt. Liegt denen einfach<br />
&gt; im Blut.</p>
<p>Du kannst die Polemik wieder abschalten. Eine nicht korrupte Regierung ist in diesen L&#228;ndern ein Gl&#252;cksfall. Das ist kein Rassismus, sondern schlicht und einfach die Faktenlage.</p>
<p>&gt;<br />
&gt;  Da ist es eh egal ob die einen widerw&#228;rtigen, brutalen Idioten<br />
&gt; mit den Manieren eines Vorstadtgang-Anf&#252;hrers w&#228;hlen oder<br />
&gt; Pers&#246;nlichkeiten wie Lula da Silva oder Michelle Bachelet?</p>
<p>Standen die in Venezuela zur Wahl? Nein. Und genau darum geht es. Ich hab dort also als W&#228;hler entweder die korrupte Oberschicht, die mich permanent verarscht, zur Wahl, oder den R&#252;pel, der das vielleicht auch tut, vor dem die Oberschicht aber zumindest Bammel hat? Tja, und da geht sie ab, die Stimme f&#252;r Chavez oder die Linkspartei. Den Mechanismus wirst du hier auch erleben. Der wird eben nicht eingepreist, ist in einer Demokratie aber auf Dauer unvermeidbar. Ich finde das gut.</p>
<p>Nun zu dem Teil deiner Argumentation, den ich viel interessanter finde, n&#228;mlich die Emp&#246;rung dar&#252;ber, dass es ja wohl nicht anginge, zu Gunsten unserer Bev&#246;lkerung zu intervenieren, wo es den Leuten in der Sahelzone doch viel schlechter geht.</p>
<p>Da gibt es gleich mehrere Dinge, die zu beachten w&#228;ren. Erstens, wird gerade auch hier immer wieder lautstark in das Horn getr&#246;tet, dass letztlich alle von der Globalisierung profitieren w&#252;rden. Gerade Statler hat unter lautem Beifall erkl&#228;rt, es sei nicht wie in der Bundesliga, wo andere absteigen m&#252;ssten, sondern alle k&#246;nnten gewinnen. Wir halten schon einmal fest, dass diese Argumentation nicht stimmt. 80% unserer Arbeitnehmerschaft geh&#246;ren zu den Verlierern, trotz Wachstum.</p>
<p>Nun k&#246;nnte man von einem gewissen moralischen Standpunkt immer noch so argumentieren, dass das doch gerecht sei, wenn die einen ab- und die anderen aufsteigen, im Sinne des Ausgleichs zwischen erster und dritter Welt. Nur ist das keineswegs so passiert, dass es bei uns halt ALLE getroffen hat, und wir ALLE den G&#252;rtel enger ziehen m&#252;ssen. Die Leistung unserer Volkswirtschaft hat ja zugenommen. Nur leider bekommen die Arbeitnehmer dennoch weniger Geld, als vor 15 Jahren.</p>
<p>Dann emp&#246;rt die armen Chinesen, denen es ja nun so viel besser ginge, vorzuschieben, w&#228;hrend man selber als Besitzer von Kapital und Produktionsverm&#246;gen beim Geldz&#228;hlen die Dollarzeichen in den Augen hat, ist l&#228;cherlich.</p>
<p>Es gibt noch diverse andere Argumente, aber die f&#252;hre ich sp&#228;ter vielleicht einmal aus. Du kannst dir ja schon mal die Frage stellen, ob es auch fair w&#228;re, Arbeitnehmer einer Demokratie gegen KZ-Zwangsarbeiter antreten zu lassen. Ich pers&#246;nlich, soviel sei gesagt, habe mit der Konkurrenz aus demokratischen L&#228;ndern erheblich weniger Probleme, als mit der aus Diktaturen. China ist f&#252;r mich kein gleichwertiger Handelspartner, sondern ein Feind. Rum&#228;nien hei&#223;e ich hingegen ausdr&#252;cklich willkommen. Das sind nette, flei&#223;ige, kompetente und anst&#228;ndige Leute, mit denen ich gerne zusammen arbeite, und &#252;ber deren Mitgliedschaft als Demokratie in der EU ich hoch erfreut bin. Es gibt f&#252;r mich also durchaus Unterschiede in der Herkunft der Konkurrenz.</p>
<p>Ein Sklavenstaat ist nicht gleichwertig mit einer Demokratie nach westlichem Vorbild.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lemmy Caution</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95420</link>
		<dc:creator>Lemmy Caution</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 13:55:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95420</guid>
		<description>&lt;blockquote&gt;
Nat&#252;rlich sind die Chavistas auch korrupt. In solchen L&#228;ndern ist eine nicht korrupte Regierung eine absolute Ausnahme. Aber wie sieht es aus Sicht eines der Menschen am unteren Ende aus, der zugleich wei&#223;, dass das Land &#252;ber einen gewissen Reichtum verf&#252;gt?
&lt;/blockquote&gt;
&lt;blockquote&gt;
Faktisch w&#228;re der weniger globalisierte Zustand von 1992 f&#252;r die meisten Arbeitnehmer besser, als der heutige. Solche Entwicklungen lassen eine Gesellschaft erodieren, und machen damit den Weg frei f&#252;r ETLICHE h&#246;chst negative Entwicklungen. Die Linkspartei und ihre Auswirkungen sind eine davon. Und GENAU DAS wird von den meisten Leuten hier, die das Hohelied auf Globalisierung und co. jodeln, nicht einberechnet.
&lt;/blockquote&gt;

Achso. Die Regierungen in den Meeren des S&#252;dens sind sowieso f&#252;r alle Zeiten und ewig korrupt. Liegt denen einfach im Blut. Da ist es eh egal ob die einen widerw&#228;rtigen, brutalen Idioten mit den Manieren eines Vorstadtgang-Anf&#252;hrers w&#228;hlen oder Pers&#246;nlichkeiten wie Lula da Silva oder Michelle Bachelet?
 
White Boy, das was du das Hohelied der Globalisierung nennst, erm&#246;glicht jetzt Millionen von Kindern in Asien und Lateinamerika vern&#252;nftige Schulen mit didaktischer Kompetenz zu besuchen. Die Mittelschichten in vielen osteurop&#228;ischen, lateinamerikanischen und ostasiatischen L&#228;ndern wachsen. 
Und wir sollen das jetzt regeln? 
Liebe Chinesen, sorry das wir im 19. Jhdt. bei euch einen als Opium-Dealer gemacht haben, aber jetzt destabilisiert ihr einfach unsere sch&#246;nen, unbestimmten solidarischen Gef&#252;hle f&#252;reinander. Wir m&#252;ssen eure Ingenieursabsolventen einfach auf 50.000 beschr&#228;nken. 
Estimados Shilenos, es mag f&#252;r euch sch&#246;n sein, dass ihr aufgrund der hohen Kupferpreise wg. chinesischer Nachfrage,  dem Wein, den Avocados, den Fischfarmen, eurer gut gemanagten in andere s&#252;damerikanische L&#228;nder expandierenden Handelsunternehmen und eurer internen Effizienzgewinne nun viel mehr Geld in den Bildungssektor pumpen k&#246;nnt und die Panamericana jetzt eine Art Autobahn ist. Aber wir m&#252;ssen das jetzt einfach beschr&#228;nken. Nicht so hurtig. Bei uns gibts n&#228;mlich soooo viele Leute, die f&#252;rs nichtstun mehr bekommen als eure ganzen B&#252;rger, die als einfache Verk&#228;uferin oder in einem Sicherheitsdienst arbeiten. Naja. Aber Paula, Marcela, Jaime, Fernando, Francisco sind daran gew&#246;hnt. Tanja, Frank und Thomas leider einfach nicht. Deshalp iest dise Klobalisirung unf&#228;r.  

Ziemlich verr&#252;ckt, oder?  

&lt;blockquote&gt;
GENAU DAS wird von den meisten Leuten hier, die das Hohelied auf Globalisierung und co. jodeln, nicht einberechnet.
&lt;/blockquote&gt;
Nein. Ich rechne das nicht mit ein. Ich lebe mit diesen Bedingungen. Ich arbeite sehr technisch als Enterprise Java Progger (lehne die Berufsbezeichnung Architekt ab) in Projekten mit Rum&#228;nen, Slowaken, Pakistanis und Indern auf Augenh&#246;he. Mein Ast ist doch schon vor 6 Jahren abgefallen, als die ganze Entwiklung nach Indien gehen sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>
Nat&#252;rlich sind die Chavistas auch korrupt. In solchen L&#228;ndern ist eine nicht korrupte Regierung eine absolute Ausnahme. Aber wie sieht es aus Sicht eines der Menschen am unteren Ende aus, der zugleich wei&#223;, dass das Land &#252;ber einen gewissen Reichtum verf&#252;gt?
</p></blockquote>
<blockquote><p>
Faktisch w&#228;re der weniger globalisierte Zustand von 1992 f&#252;r die meisten Arbeitnehmer besser, als der heutige. Solche Entwicklungen lassen eine Gesellschaft erodieren, und machen damit den Weg frei f&#252;r ETLICHE h&#246;chst negative Entwicklungen. Die Linkspartei und ihre Auswirkungen sind eine davon. Und GENAU DAS wird von den meisten Leuten hier, die das Hohelied auf Globalisierung und co. jodeln, nicht einberechnet.
</p></blockquote>
<p>Achso. Die Regierungen in den Meeren des S&#252;dens sind sowieso f&#252;r alle Zeiten und ewig korrupt. Liegt denen einfach im Blut. Da ist es eh egal ob die einen widerw&#228;rtigen, brutalen Idioten mit den Manieren eines Vorstadtgang-Anf&#252;hrers w&#228;hlen oder Pers&#246;nlichkeiten wie Lula da Silva oder Michelle Bachelet?</p>
<p>White Boy, das was du das Hohelied der Globalisierung nennst, erm&#246;glicht jetzt Millionen von Kindern in Asien und Lateinamerika vern&#252;nftige Schulen mit didaktischer Kompetenz zu besuchen. Die Mittelschichten in vielen osteurop&#228;ischen, lateinamerikanischen und ostasiatischen L&#228;ndern wachsen.<br />
Und wir sollen das jetzt regeln?<br />
Liebe Chinesen, sorry das wir im 19. Jhdt. bei euch einen als Opium-Dealer gemacht haben, aber jetzt destabilisiert ihr einfach unsere sch&#246;nen, unbestimmten solidarischen Gef&#252;hle f&#252;reinander. Wir m&#252;ssen eure Ingenieursabsolventen einfach auf 50.000 beschr&#228;nken.<br />
Estimados Shilenos, es mag f&#252;r euch sch&#246;n sein, dass ihr aufgrund der hohen Kupferpreise wg. chinesischer Nachfrage,  dem Wein, den Avocados, den Fischfarmen, eurer gut gemanagten in andere s&#252;damerikanische L&#228;nder expandierenden Handelsunternehmen und eurer internen Effizienzgewinne nun viel mehr Geld in den Bildungssektor pumpen k&#246;nnt und die Panamericana jetzt eine Art Autobahn ist. Aber wir m&#252;ssen das jetzt einfach beschr&#228;nken. Nicht so hurtig. Bei uns gibts n&#228;mlich soooo viele Leute, die f&#252;rs nichtstun mehr bekommen als eure ganzen B&#252;rger, die als einfache Verk&#228;uferin oder in einem Sicherheitsdienst arbeiten. Naja. Aber Paula, Marcela, Jaime, Fernando, Francisco sind daran gew&#246;hnt. Tanja, Frank und Thomas leider einfach nicht. Deshalp iest dise Klobalisirung unf&#228;r.  </p>
<p>Ziemlich verr&#252;ckt, oder?  </p>
<blockquote><p>
GENAU DAS wird von den meisten Leuten hier, die das Hohelied auf Globalisierung und co. jodeln, nicht einberechnet.
</p></blockquote>
<p>Nein. Ich rechne das nicht mit ein. Ich lebe mit diesen Bedingungen. Ich arbeite sehr technisch als Enterprise Java Progger (lehne die Berufsbezeichnung Architekt ab) in Projekten mit Rum&#228;nen, Slowaken, Pakistanis und Indern auf Augenh&#246;he. Mein Ast ist doch schon vor 6 Jahren abgefallen, als die ganze Entwiklung nach Indien gehen sollte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: john j</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95417</link>
		<dc:creator>john j</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 12:38:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95417</guid>
		<description>Ich sage lediglich dass eine Statistik, die sagen wir mal vom DIHK in Auftrag gegeben wurde, etwas ganz anderes aussagen kann als eine Statistik im Auftrag des DGB zum gleichen Thema. Das heisst nicht dass man sich nicht mit Statistiken beschaeftigen sollte - aber man sollte die Methodik jeder Statistik genau pruefen und auch den jeweiligen Auftraggeber im Auge behalten und nicht gleich mit jeder Statisktik wedeln und rufen: Da, ich hab es schon immer gewusst! Und was man selber im persoenlichen Umfeld sieht darf auch ruhig in die Meinung einfliessen. Some things you don&#039;t learn from reading books. 

&quot;...dass bei uns marktliberale Reformen zu einer Gesellschaft f&#252;hren, die ohne extreme soziale Verwerfungen klar kommt.&quot;

Ok, kommt natuerlich darauf an was man mit &quot;extreme soziale Verwerfungen&quot; meint. Aber glaubst du nicht dass es in D post-Agenda 2010 IM ALLGEMEINEN besser aussah und aussieht als noch in den mittleren bis spaeten 90ern, als bspw die Arbeitslosigkeit von Jahr zu Jahr anstieg ohne dass sich eine Trendwende abzeichnete? 

Der &quot;Grundkonsens&quot; oder &quot;Wert&quot;, dass niemand in Muelleimern sucht, den du erwaehnst, ich bin nicht sicher ob es den je gegeben hat. Die soziale Marktwirtschaft hat manches hier einfach abgefedert oder ueberdeckt, aber sie ist halt seit den 80ern durch die Massenarbeitslosigkeit und die Globalisierung (vor allem durch die EU uebrigens) ausgehebelt worden. Ich denke es fuehrt kein Weg in die 60er und 70er Jahre zurueck und man sollte sich schon Gedanken machen wie man in Zukunft Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft vereinen will. Werte von vor 40 jahren, wenn es sie denn so gegeben hat helfen uns da nicht weiter.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sage lediglich dass eine Statistik, die sagen wir mal vom DIHK in Auftrag gegeben wurde, etwas ganz anderes aussagen kann als eine Statistik im Auftrag des DGB zum gleichen Thema. Das heisst nicht dass man sich nicht mit Statistiken beschaeftigen sollte &#8211; aber man sollte die Methodik jeder Statistik genau pruefen und auch den jeweiligen Auftraggeber im Auge behalten und nicht gleich mit jeder Statisktik wedeln und rufen: Da, ich hab es schon immer gewusst! Und was man selber im persoenlichen Umfeld sieht darf auch ruhig in die Meinung einfliessen. Some things you don&#8217;t learn from reading books. </p>
<p>&#8220;&#8230;dass bei uns marktliberale Reformen zu einer Gesellschaft f&#252;hren, die ohne extreme soziale Verwerfungen klar kommt.&#8221;</p>
<p>Ok, kommt natuerlich darauf an was man mit &#8220;extreme soziale Verwerfungen&#8221; meint. Aber glaubst du nicht dass es in D post-Agenda 2010 IM ALLGEMEINEN besser aussah und aussieht als noch in den mittleren bis spaeten 90ern, als bspw die Arbeitslosigkeit von Jahr zu Jahr anstieg ohne dass sich eine Trendwende abzeichnete? </p>
<p>Der &#8220;Grundkonsens&#8221; oder &#8220;Wert&#8221;, dass niemand in Muelleimern sucht, den du erwaehnst, ich bin nicht sicher ob es den je gegeben hat. Die soziale Marktwirtschaft hat manches hier einfach abgefedert oder ueberdeckt, aber sie ist halt seit den 80ern durch die Massenarbeitslosigkeit und die Globalisierung (vor allem durch die EU uebrigens) ausgehebelt worden. Ich denke es fuehrt kein Weg in die 60er und 70er Jahre zurueck und man sollte sich schon Gedanken machen wie man in Zukunft Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft vereinen will. Werte von vor 40 jahren, wenn es sie denn so gegeben hat helfen uns da nicht weiter.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian der II.</title>
		<link>http://www.antibuerokratieteam.net/2008/09/22/oskars-truebe-truppe/comment-page-1/#comment-95410</link>
		<dc:creator>Christian der II.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 09:28:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.antibuerokratieteam.net/?p=736#comment-95410</guid>
		<description>Tolle Idee mit der privaten Situation. Es gibt nur ein gro&#223;es Problem: Wenn der Abw&#228;rtssog um mich herum zu schnell ist, rei&#223;t er alles nach unten, auch mich. Oder halt meine Kinder. Danke sehr, ich werde lieber gehen, statt mich einer m&#246;glichen Argentinisierung des Landes auszusetzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tolle Idee mit der privaten Situation. Es gibt nur ein gro&#223;es Problem: Wenn der Abw&#228;rtssog um mich herum zu schnell ist, rei&#223;t er alles nach unten, auch mich. Oder halt meine Kinder. Danke sehr, ich werde lieber gehen, statt mich einer m&#246;glichen Argentinisierung des Landes auszusetzen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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