Das Heulen der Entsubventionierten
Berlusconi wieder. Seine Mitte-Rechts-Regierung hat das Mediengesetz geändert und Subventionen für “Non-Profit”-Medien gestrichen.
Was sich offensichtlich vor allem auch für die unangenehm auswirkt, denen es nicht nicht nur nicht um Profit, sondern viel mehr um den revolutionären Sturz des verbrecherischen Profitsystems an sich geht: zumindest mit den kostenlosen(!) Abendausgaben der “Liberazione”, dem Zentralorgan des orthodox-kommunistischen KP-Nachfolgers “Rifondazione Comunista” (der erst kürzlich aus dem Parlament hinausgewählt wurde) dürfte es jetzt vorbei sein. Und auch die Macher des linksradikalen “Manifesto” müssen sich nun überlegen, wie sie betriebswirtschaftlich mit der stark rückläufigen Auflage ihres Blättchens umgehen.
Deshalb sind die so richtig bös’ jetzt und bezeichnen die Subventionskappung als eine Art ethnischer Säuberung. Ich liebe das Heulen der Entsubventionierten:
Es sollte uns Ansporn sein, z.B. auch die Parteien- und Stiftungsförderung hierzulande zu thematisieren – die nicht nur ein Selbstbedienungsladen für die im Parlament vertretenen Parteien ist, inklusive FDP, sondern ebenso Extremisten von rechts und links finanziert (so wird z.B. die NPD aufgrund ihres Ergebnisses von 1,2% bei den gestrigen Landtagswahlen in Bayern voraussichtlich mehr als 100.000 Euro aus Steuergeldern erhalten).
“Säuberungsbedarf” also nicht nur in Italien, und nicht zu knapp.







Wohl gesprochen! Alle Subventionen gehören auf den Prüfstand (oder besser Jahr für Jahr zurückgefahren, bis auf Null).
Die Polit- und Kultursubventionen find’ ich ja besonders pervers: das ist so, als wenn der Schiedsrichter auf Kosten der Zuschauer das Doping für seine Präferenzmannschaft bezahlt…
Menschenskinder! Kultursubventionen sind pervers? Ohne sie hätten wir keine – Kultuuur! Wie kannst Du nur so verallgemeinern? Nur Polit-Subventionen sollten entfallen, da gebe ich Dir Recht.
Gefällt es Dir denn, dass der Meinungsmonopolist und Staatschef Berlusconi das Feld in Totalität beherrscht, sich immer mehr Medien zusammenkauft, mittels deren er noch den letzten Italiener, die letzte Italienierin kulturell versaut? Damit, dass sie ihn dreinmal hintereinander gewählt haben, zeigen sie bereits deutliche Selbstauflösungserscheinungen; er hat sie gekauft, sie sind verkauft …
Ich kann es nicht gut finden, wenn Politik und Medien ein derart verderbliches Kartell bilden können, Du etwa?
Du bist eineE MisanthropIN, Lina: ohne kulturbeflissene Bildungspolitiker oder bildungsbeflissene Kulturpolitiker… hätten wir mehr Entscheidungsfreiheit über unsere eigenen Präferenzen (versaut oder nicht). Oder nicht?
Schon gut ;). Zur wahrhaft Liberalen fehlt mir offenbar noch die Bischbacher Chuzpe anzunehmen, dass ohne einen gewissen Sockel an Bildung, also Kultur, Zusammenleben funktionieren kann.
Der fromme Wunsch, jeder möge nach seiner Facon, nach seinen Präferenzen glücklich werden, wird spätestens dann problematisch, wenn man sich die Gartenzäune einreisst und die Köpfe einschlägt, und ich wüsste noch mehr, zum Beispiel das Abfackeln von Müllbergen gleichermassen wie das von Behelfsunterkünften für Zigeuner in Neapel etc.pp., weil’s bei wachsender Verrohung eben keinen Unterschied mehr macht, was oder wer dran glaubt; hat alles mit Kultuuur zu tun …
Ach Lina, natürlich braucht es einen gewissen Sockel an Bildung, also Kultur, Zusammenleben… Du willst das erkaufen, noch dazu von meinem Geld? Vergleichst Abendländisches! Christliches! Kultuuurgut! mit dem Abfackeln von Müllbergen?
Wenn ich Dir folgen könnte, würde ich verzweifeln – an der Menschheit, den Roma (ungefördert), Sinti (ungefördert), etc. pp. (leider viel zu viel gefördert) …
Kein Anlass, Nur echt Misanthrope tun das, aber immer auf eigene Rechnung, füllen ihr Material in Flaschen, um ab und zu mal die Korken knallen zu lassen – rein funktional, you know? Ansonsten sind sie nette Menschen, vergehen sich nur gezwungenermassen an anderer Leute Geldbeutel, machen ansonsten die Sache mit sich selber aus oder schreiben Bücher darüber, wenn sie Schopenhauer oder Bernhard heissen oder sonstwie. Ätzend sind bloss diese Molière-Typen, die anderen gehen, finde ich …
Und ein Gutes haben sie bestimmt: von den Anderen subventionieren, bzw. kaufen lassen wollen sie sich nicht; die sind ihnen nämlich in ihren Absichten viel zu suspekt :-) …
Es sit mir nicht klar, wie diese unfrewillige “Kulturföderung” rechtfertigt werden soll.
Es ist gerecht, für selber jene “Kultur” zu zahlen, die man auch selber zu konsumieren wünscht. Es ist auch gerecht, selber für jene “Kultur” zu zahlen, die man einfach nur fördern will.
Wer mir jedoch unter Androhung von Gewalt das Geld abnehmen lässt für “Kultur”, die ich nicht konsumieren mag, hat keinen Anspruch, als kultiviert angesehen zu werden. Auch nicht mit der Begründung, dass ich diese “Kultur” nach Meinung einiger Privilegierter konsumieren sollte.
Operngänger und andere “Kultur”beflissene sollen die vollen Kosten ihrer “Kultur”[1] selber tragen. Sie haben das genauso zu tun wie der friedliche Ignorant, der lieber ungeförderten seichten Kitsch konsumiert.
[1] http://www.theaterkanal.de/theater/deutschland/thueringen/erfurt/413/maskenball-auf-den-truemmern-von-ground-zero—kresniks-verdi-inszenierung-in-erfurt
Niemand hat gesagt, Schulen gehören abgeschafft und dort beginnt (wenn schon nicht im Elternhaus) die Kulturvermittlung. Bildung ist eine genuin staatliche Aufgabe.
Allerdings ist die Kulturpolitik, die in Deutschland betrieben wird, eher eine Kulturverhinderungspolitik in die man keine müde Mark stecken sollte.
Und italienische Verhältnisse werden hier von einer Kartellbehörde weitgehend verhindert. Das hier ein Murdoch Fuß fassen konnte ist auch eher einer zu illiberalen, als einer zu liberalen Poltitk anzurechnen. Hier wird nämlich der Mittelstand gehindert, auf breiter Basis vielfältige und hochwertige Angebote zu machen. Stattdessen wird gebündelt und werden “Synergieeffekte” gefördert, die sich im Grunde allein tragen könnten.
Ah, er wird “gehindert”! Nein, er steckt sein Geld verständlicherweise lieber in Projekte, wo auch was für ihn herausspringt. Kultuuur zahlt sich nicht aus, das weiss jeder, eine “sogenannte” vielleicht am Broadway oder bei ‘Angelika Kalwass’ und Konsorten, weshalb die andere, die echte, eben doch heraus-gebildet und öffentlich gefördert werden muss – IMHO.
Ich höre es nicht ungern, wobei das “staatlich” (weil es nach Diktat klingt) gern durch ein “öffentlich” zu ersetzen wäre; oft hängt es am Wort, wie ein Produkt einzuschätzen ist: Es stimmt natürlich, dass inhaltlich und funktional vieles im Argen liegt – vermittlungsmässig, meine ich; da könnten Private im Auftrag und unter Vorgabe gewisser Standards sicher einiges verbessern, wenn man sie gut dafür bezahlt.
Zunächst mal ist alles das Kultur, was durch Menschen geschaffen, also “kultiviert” wurde. Es gibt keine gute oder schlechte Kultur. Seltsamerweise verkommt unsere Kultur (wenn man darunter verfeinerte Lebensart versteht) immer mehr, während sie in Ländern, in denen es keine Subventionen gibt, blüht. In den Niederlanden z.B. gibt es für Künstler und Theater nur ganz spärliche Zuschüsse, wenn überhaupt, doch dort blüht die Szene. Wer meint, Kultur gehört an den Tropf des Staates, versteht nicht was Kultur bedeutet: sie kann sich nur zu etwas Eigenem und einem Anliegen der Menschen entwickeln, wenn diese auch etwas dafür leisten müssen.
Der Staat, das wird oft vergessen, sind wir alle. M.a.W. Bildung ist ein Anliegen, welches die gesamte Gesellschaftschaft betrifft. Darum ist Bildung auch unmittelbar aus Steuermitteln zu finanzieren (und nicht zu subventionieren). Das die “staatliche”, also von staatlichen Einrichtungen vermittelte, Bildung versagt hat dokumentiert die PISA- Studie stets aufs Neue, ebenso die boomenden privaten Schulformen. Wir haben hier in Düsseldorf eine japanische Schule, in die zunehmend deutsche Schüler gehen, ebenso wie die internationale Schule, ebenso wie das französische Gymnasium. Alle diese Einrichtungen sind Dauerbaustellen, weil sie sich ständig erweitern (müssen). Das spricht für sich.
Übrigens, noch was zur “öffentlichen” Kulturförderung:
Ende Oktober gibt es in Düsseldorf eine Woche chinesischer Kultur. Wir haben hier ein von der Stadt eingerichtetes Marketingbüro. Im Rahmen dieser Kulturwoche werden hochwertige chinesische Filme gezeigt, aus denen man vieles über chinesische Kultur lernen kann.
Ich hatte vor eine kleine Serie darüber zu machen und habe Anfang September um einen Termin oder Material gebeten. Keine Reaktion. Dann habe ich Mitte September eine Dankesemail für die “hervorragende Serviceleistung” geschickt. Worauf eine verschreckte Antwortmail des Chefs der Einrichtung kam, um was es sich denn gehandelt hätte (der Mitarbeiter sei nicht mehr da) – ich schickte die Anfragemail, samt einer weiteren freundlichen Erklärung, worum es geht und bat nochmals um einen Termin oder Material…
Nachdem bis jetzt wieder keinerlei Rektion kam, habe ich mein Projekt gestrichen und die Kontaktadressen auch.
Allerdings bin ich sicher, das diese Herrschaften ein fettes Salär aus Steuerzahlerhand beziehen und, das ist kein Einzelfall einer völlig fehlgeleiteten Subvention – denn Leute für Nichtstun zu bezahlen, ist eine Art von Subvention.
Hmm, was genau würde sich dann bei uns ändern? Ach ja, man würde einfach Subventionen auf alle Parteien begrenzen, die eine gewisse Grundideologie verfolgen.. Also, alles ausser scharf rechts oder links.. An den Subventionen würde wieder nicht geknabbert…
Abschaffen. Komplett. Ist das so schwierig? (Hoffentlich beantragt jetzt die gute Gisela nicht meinen Parteiausschluss im Namen der Thomas-Dehler-Stiftung…)
In jeder Gemeinschaft finden sich Idealisten, die bereit sind, aus altruistischen Motiven etwas für diese Gemeinschaft zu tun.
Das hat zwei Vorteile: wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird und, es gäbe keine Verwässserungen an sich guter Ideen, weil einem sonst der Fördertopf gedeckelt würde.
Ausserdem hätten Bürger dann eine wirkliche Wahl, was sie konsumieren und was sie evtl. durch Beiträge fördern wollen.
Passend dazu heute morgen die (kostenlose, anzeigenfinanzierte) Zeitung im Bus:
Die reichen Grossgrundbesitzer im UK (die königliche Familie und ein paar andere) bekommen von der EU Millionen an Subventionen, die für die Erhaltung der Landwirtschaft ..bla … bla besonders wichtig sind. (Was das mit dem Bau eines geförderten Touristenzentrums an einem der Landsitze Ihrer Majestät….)
Der Artikel hat die genannte Summe nicht mit der Gesamtsumme verglichen, aber passt in die Diskussion.
Das erklärt, warum dieser seltsame Prinz Dingens-Charles-Bums permanent Inkompetentes zum Thema Biolandwirtschaft absondert…
Ja, alle Subventionen müssen auf den Prüfstand – soweit richtig.
Insbesondere im Agrar-Bereich aber auch in der Politik (man nehme zum Beispiel die vom Bundespresseamt in Zusammenarbeit mit den Abgeordneten veranstalten “Bildungsreisen” nach Berlin) gibt es einiges sehr fragwürdiges.
Gleichzeitig sollte man jedoch auch so ehrlich und realistisch sein um zu sagen das bestimmte Förderungen und Subventionen, auch bei “Streuverlusten” (und solang die NPD und die Linke nicht verboten sind, zählt das unter Streuverluste), nötig sind um eine halbwegs brauchbare Parteien- und Kulturlandschaft zu erhalten bzw. zu pflegen.
Besondere Schwerpunkt sehe ich hier in Bereichen wie den Jugendorganisationen der Parteien und Kulturangeboten für Jugendlichen (wie das klassische Jugend-Theater oder ein kommunales Kulturzentrum). Wenn wir hier mit der Kahlschlag Methode alle Subventionen abschaffen, vernichten wir aktiv Kultur und vor allem überlassen wir Jugendliche noch viel stärker Populisten.
Blabadablabablah. Wer definiert denn, was eine “halbwegs brauchbare Parteien- und Kulturlandschaft” ist? Oskar Lafontaine? Angela Merkel? Günther Schreckstone? Cornelia Pieper? Du? Die Mehrheit derer, die keine Kanaker in Doitschland sehen wollen? Irgendwelche RAF-affine Kulturkretins?
Bezahlt das mal alle selbst. Und ich bezahle meine Präferenzen. Ok? Und unterstelle mir bitte nicht, ich würde etwas “vernichten” wollen, wenn es mir Wurst ist (oder nicht genug wichtig). Ok?
Ich unterstelle dir gar nichts Ich empfinde nur deinen befürworteten kompletten Kahlschlag als zu heftig.Falls das anders rüber kam, war das nicht beabsichtigt.
Ich weiß nicht wo genau du politisch stehst, aber es klingt recht libertär was du grade so schreibst (das ist keine Wertung über libertäres Gedankengut). Ich persönlich sehe mich jedoch mehr als jemand der dem Staat bestimmte Aufgaben zugesteht und erwartet das er diese gut erledigt – und dazu zähle ich auch die politische Bildung. Wie habe ich letztlich so schön gelesen: “Kein Mensch wird als Demokrat geboren.”
Und die meisten politischen Jugendorganisationen vertreten im großen und ganzen demokratische Grundwerte (nur weil einige wenige, wie z.B. solid, dieses Bild beflecken, lasse ich nicht einfach allen (Jugend-)Organisationen diesen Anspruch absprechen). Und auch wenn diese Organisationen nie alle erreichen werden, so erreichen sie doch einen Teil und sensibilisieren pro Demokratie. Und eine Demokratie die niemanden hat der gewillt ist diese zu verteidigen, wird die längste Zeit eine Demokratie gewesen sein.
Im kulturellen Bereich ist es in meinen Augen weniger das Betreiben von Kultur (wie Theater u.ae.) was vom Staat unterstützt gehört, sondern viel mehr das erhalten von Kulturellen Gütern wie z.B. den Inhalten von Bibliotheken und Museen. Quasi in der Hoffnung das mittelfristig privates Kapital diese Aufgabe übernimmt, bis dahin aber nicht kulturelle Errungenschaften verloren gehen.
> Ich weiß nicht wo genau du politisch stehst, aber es klingt recht libertär was du grade so schreibst …
Ja, auch das ist Deutschland: Das Land des Gesinnungsdünkels.
;-)
Manchmal will man sich doch einfach etwas anschauen. Und da schau ich mir doch oft lieber fett subventioniertes arte, 3sat oder phönix an als irgendwelche fiesen stories über irgendwelche Looser, die planlos im Ausland herumirren oder Exhibitionisten, die sich im Dschungel quälen lassen. .
Das Problem ist nur, das die “Loser” und “Exhibitionisten” ebenso subventioniert werden, nämlich von zwangsweise eingetriebenen Gebühren und Steuergeldern.
Auf der anderen Seite existieren Produkte, wie GEO oder Nature ohne jede Subvention, weil Leser bereit sind, für Qualität zu zahlen.
Würde man die Zwangsalimentierung des Fernsehens aufheben, würde sich da auch sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen. Gerade das Fernsehen ist ein denkbar schlechtes Beispiel, um pro Subvention zu plädieren.
Ganz meinerseits, denn ohne die fetten Subventionen würde ich ganz schön in die Röhre schauen – mit schlechtem Gewissen natürlich, weil auch dafür aufkommen muss ;-) …
Mit dem Fernsehen ist es so eine Sache: vieles halte ich für absolut verzichtbar, würde statt dessen gebührenpflichtige Nachrichten- und Bildungskanäle (Schule, Hochschule) bevorzugen; dass aber die ÖR auf meine Kosten i. p. Entertainment zunehmend mit den Privaten um Quoten konkurrieren wollen, sehe ich nicht ein – und protestiere dort ständig.
[...] Partei hat zwar nicht ein einziges Mandat errungen, darf aber aufgrund ihrer errungenen Stimmen mit über 100.000 Euro bayrischem Steuergeld [...]
Die Subventionen für sozialistische Propaganda in Italien waren pervers…Der Staat hatte Wühlarbeit gegen die Freiheit bezahlt…Berlusconi sorgt jetzt endlich für Marktverhältnisse…Beim Staat ist die Kultur in den schlechtesten Händen…Ohne Staatsbegünstigung sind die Linken in Italien nicht mehrheitsfähig…Das ist ein großer Schritt für ein gesundes Italien…Berlusconi ist kein Meinungsmonopolist…Er errang seine Erfolge mit fairem Unternehmergeschick…Die Italiener können ihre Pressepräferenzen nun freier wählen…Der sozialistische Pressesumpf wird ausgetrocknet…Das ist ein bedeutender Sieg für die Freiheit.
Ja, für Marktverhältnisse sorgt jemand, der sich seine privaten Gesetze macht, wahrscheinlich auch unheimlich liberal, so etwas…… Gesundes Italien, das ist wie gesunder Geist in einem gesunden Körper, da wollten früher ja mal auch welche einen erbgesunden deutschen Volkskörper herstellen…Die Italiener können ihre Pressepräferenzen nun auf Berlusconi-Produkte beschränken… Das ist ein bedeutender Sieg für den Faschismus.
So ein Quatsch. Die Italiener können genau das kaufen, wonach ihnen der Sinn steht. Werden denn bei uns “taz” und “Junge Welt” subventioniert? Es gibt in Italien etwa 50% Mitte/Links-Wähler, da werden sich doch wohl genug Leserinnen und Leser finden, die für ihre Zeitung(en) den realen Marktpreis zahlen wollen.
…wenn er ihnen nach Berlusconi steht, der sich bekanntlich auch gern mal Gesetze auf den Leib schneidert ;-), aber das nur nebenbei …
Ich finde es ausdrücklich richtig, Subventionen an Presseorgane einzustellen, aber ganz falsch, einem Medienmonopolisten zu gestatten, auf der Regierungsbank zu sitzen. Jetzt kannst Du einwenden, dass sie es per Stimmzettel so gewollt haben. Ich wende ein, dass sie zu ihrem Nachteil auf ein Kartellrecht verzichten, das diesen Irrsinn hätte verhindern können.
Solange knapp unter oder knapp über 50% der Wähler gegen Berlusconi sind, kann ja die Demokratie wohl nicht in Gefahr sein. Und da jeder weiß, wo »Berlusconi« drin steckt, kann auch jeder für sich entscheiden, ob er das Zeug kauft. Ich kaufe schließlich auch nichts vom »Springer«-Konzern.
Ich entscheide auch jeden Tag am Kiosk, dass ich bestimmte Produkte kaufe oder nicht kaufe. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass ein Italiener das nicht tun könnte ;-)
Ich habe mich auch noch nie durch die »Medienmacht« eines Konzerns eingeengt gefühlt. Solange das Grundgesetz gilt, solange ich noch klar denken kann, solange es für mich Lesestoff gibt und solange ich Internetzugang habe, sehe ich da keine Gefahr ;-)
Zunächst wohl nur eine neue Spielart des Totalitarismus* (im experimentellen Stadium), die den “neuen Menschen” als Adressaten, bzw. Konsumenten gleichgeschalteter und gleichmacherischer Infiltrationen in Form von TV- und Print-Messages nimmt. Berlusconis “Ideologie” heisst “Konsumediamaf”, intern auch “Friss-oder-stirb-Doktrin” genannt. (Auch uniformer medialer Konsum-Terror ist eine Form von Terror.)
*Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hinein zu wirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen (…) / Wikipedia.
Subventionsstopp für ein paar KP-Nostalgiker ist also “ein bedeutender Sieg für den Faschismus”. Was für ein dämliches G’schmarr… wie war das nochmal mit den unzulässigen Faschismusvergleichen, Netbitch?
btw.: Subventionen für erbauliche Nationalkultur sind überhaupt eine Erfindung der nationalen Rechten. Erstaunlich ist, daß “Linke” so stockkonservativ sind, an diesem Irrsinn festzuhalten!
@netbitch: Und was der Führer nicht alles gefördert hat (Riefenstahl, Breker etc.)! Den Berlusconi der damaligen Zeit – Alfred Hugenberg – hat man schließlich ganz faschistisch-demokratisch enteignet (nachdem er zuvor treue Dienste als Steigbügelhalter geleistet hat, aber Bürgerliche sind ja eh Deppen, wisse mer ja).
Kultursubventionen sind eine raffinierte Methode des Staates sich der Loyalität der Künstler und Kulturschaffenden zu versichern und kritische Dissidenz schon im Keime zu ersticken.
“Kultursubventionen sind eine raffinierte Methode des Staates sich der Loyalität der Künstler und Kulturschaffenden zu versichern und kritische Dissidenz schon im Keime zu ersticken.”
Was ist mit dem Denkmalschutz?
Denkmalschutz:
Die Bauvorschriften, wonach das Ortsbild erhalten bleiben muss, etc, bla bla, verhindern regelmaessig bautechnischen Fortschritt.
Ist eine Art Neidsteuer um zu verhindern, dass der Nachbar eine groessere, modernere Bude hochzieht.
Auch wird nur unnoetig die Vergangenheit verklaert – frueher war alles besser, auch die Bausubstanz. Wers glaubt, der soll sich mal das UK ansehen.
Neidsteuer ist das wohl nicht. Oder schon mal versucht in München oder Frankfurt eine 3-Zimmer-Altbauwohnung zu kaufen, die unter Denkmalschutz steht? Da KLOPPEN sich die Leute drum. Und wer verliert, der zieht in die 4-Zimmer-Butze aus den 60ern.
Schaffts Ihr mal lieber die österreichische Presseförderung ab – ein Relikt aus Zeiten des Austro-Faschismus! Erst dann darfst Du den Stinkefinger übern Brenner zeigen! :-P
Du meinst ne andere “netbitch” ddh, denke ich: die hier heisst nicht Laura und ist auch nicht linkslibertär, sondern linksfossil ;-)
Laura? Ich dachte, die Österreich-Netbitch hieße Ricarda. Da haben wir dann schon 3, in Anbetracht der ökonomischen Lage wohl Vorzeichen einer Inflation. Ich würde allerdings die Österreich-Netbitch als rechtslibertär und die Hessen-Netbitch als linkslibertär einordnen.
Das “Linkslibertär” gibt’s nur im Austausch für’s “Neoliberal” zurück, Che ;-) Aber selbst in der ursprünglichen Wortbedeutung würde ihr dieses Kleidchen nicht passen, IMHO.
Im Ernst: ich mag ja Berlusconi auch nicht. Aber dieses Faschismus-Geheule, um zu zeigen, dass man/frau jemand ganz! besonders! nicht! abkann! (in diesem Fall noch dazu garniert mit unappetitlichen Eugenik-Vorwürfen) ist nicht nur albern. Es kann auch den Blick auf tatsächliche Gefahren für den Rechtsstaat, die von Typen wie dem oder seinen Anhängern/Koalitionspartnern möglicherweise ausgehen, verstellen.
Ich kenn die ja ganz gut und würde das jetzt als bissige Ironie bezeichnen. Aber togal: Der Feind steht rechts. Ob Berlusconi, Haider & Konsorten oder Schäublesche Bespitzelungsparanoiafantasien, ich würde das Augenmerk gerne auf den Staats-Überwachungskomplex richten, und allerdings auch, auf alles, was diesem ideologisch zuarbeitet. Da haben wir dann durchaus so etwas wie einen Minimalkonsens.
Der Feind steht natürlich nicht lechts oder rinks, sondern da wo der Staatsapparat, gleich mit welcher Begründung, immer weiter aufgeblasen werden soll.
Und auch da wo sich linke oder rechte Narren rechtsstaatliche Regelungskompetenz anmassen.
Bist dann, lieber Che, eigentlich auch gegen die progressive Einkommensteuer?
Die macht es naemlich noetig, dass der Schnueffelstaat Dir und mir in die Tasche schaut, ob da nicht ein schwarzer Euro zu holen ist.
Ich würde mich mal als linkshedonistisch einordnen.
Wo kämen wir hin, wenn sich hier alle selbst einordnen würden? — Nachdem weder »links« noch »hedonistisch« wirklich scharf definiert sind, können wir uns also auch weiterhin alles vorstellen ;-)
Genau! Im Ungefähren bleiben dürfen nur wir Liberallalas :D
Ich erinnere mich noch an eine Diskussionsrunde, wo ein eifriger rotgesichtiger Jungunionler über “selbsternannte Autonome” giftete und ihm nichts einfiel, als ich in frug: “Wer ernennt die denn sonst?” :-)
Ganz so abwegig ist das ja nicht: in freier Wildbahn wurden auch schon Autonome gesichtet, die sehr gern von der Knete des »Scheißstaats« gelebt und diesen trotzdem aus tiefstem Herzen verachtet haben. »Autonom« kann, so wie »liberal«, »links« und »hedonistisch«, eben auch mehrere Bedeutungen haben ;-)
Mal ernsthaft Stefanolix: ich kenne ja noch einige aus diesem Spektrum von früher. Ein Teil von denen hat den Sprung an die Fleischtröge des verhassten “Schweinesystems” geschafft – was ich ihnen ja nicht einmal missgönne. Ihr “Linkshedonismus” hindert sie wenigstens daran, weiterhin gröberen Unfug anzustellen. Aus Lotta Continua wurde Lotta C4… nennen wir es einmal “die Integrationskraft des Kapitalismus” ;-)
Es gibt aber auch einige, die aus ihrem Hass und ihrer Verblendung nicht mehr herausfanden, wg. Berufsrevoluzzertum ihr Studium geschmissen haben (aus der “proletarischen” Ecke kamen ja nur die allerwenigsten) und sich jetzt ohne Ausbildung und Perspektive als Gelegenheitsjobber durchschlagen oder ihr Dasein komplett staatsalimentiert fristen. Inzwischen in den 40ern oder gar 50ern, und meistens mit heftigen Alkohol- und/oder sonstigen Drogenproblemen.
Arme Suppen: “der Fundamentalismus kotzt seine Kinder aus” hat das einer von denen in einem helleren Augenblick mal genannt. Wie treffend.
… auch der kapitalistische Fundamentalismus, lieber , dessen Abgänger man neuerdings weltweit in den Pfützen ihrer Inkontinenz vor den Staatströgen liegen sieht ;-)…
Die liegen da nicht, Lina, die Herren der faulen Kredite halten nach der Schrecksekunde fröhlich die Hand auf – können sich allemal darauf verlassen, dass die Herren der Staatströge ihnen Zugang zum steuerfinanzierten Risikoausgleich gewähren…
Die fröhlichen “Herren der faulen Kredite” schon, aber nicht die kleinen Broker mit ihren Hire & Fire-Pappschachteln allüberall im angelsächsischen Raum … die hatte ich vor Augen; auch sie greifen ab … wenngleich “regulär” …
Hätten die was Anständiges gelernt. Klar habe ich Mitleid mit denen: ebenso wie mit einem Zeitschriftendrücker.
Der Witz ist aber ein rein sprachlicher: Übersetz mal “autonom” ins Deutsche und reflektiere dann noch mal “selbsternannt” und “wer ernennt die denn sonst”.
Hm: ich hatte den Witz und die Komik der Situation verstanden, danke für den Hinweis ;-)
Es bleibt nur die Frage, in welcher Hinsicht jemand wirklich »autonom« ist, der sich als »autonom« bezeichnet und gleichzeitig vom Staat bezahlen lässt. Möglicherweise sind andere Personen in ihrer Autonomie viel weiter fortgeschritten, obwohl sie sich selbst nicht als Autonome bezeichnen.
Aber an dieser Stelle müssten wir uns vielleicht erst mal auf eine gemeinsame Definition des »Autonomen« einigen, sonst besteht die Gefahr von Missverständnissen. Und mein Treppentraining war anstrengend genug, ich kann jetzt keinen Stress mehr vertragen ;-)
Das ist wirklich schwierig, da würden mir ja gleich 3 Definitionen einfallen. Staatsschutz und Bürgerpresse nennen meist alle, die im Schwarzen Block mitlaufen so oder alle Steinewerfer auf Demos mit global linkem Anliegen. Die sich selbst Autonome nennen sind eine bestimmte, ziemlich heterogene Szene und Subkultur. Da stellt sich zum Beispiel die Frage, inwieweit das mit der Antifa-Szene identidsch ist oder nicht und ob die Antideutschen da auch zugehören. Und dann bezeichnet “autonom” einen bestimmten linksradikalen Theorieansatz, so zwischen Anarchismus, Marx´scher Wert- und Kapitalismuskritik, meiner skeptischen Sicht der weltweiten Gültigkeit des westlichen Begriffs der Moderne
“einer” skeptischen Sicht, nicht “meiner” :-)
(Teil2) und Antiimperialismus. Die Mehrzahl der sich selbst so nennenden Autonomen hat von dieser autonomen Theorie aber nie etwas gehört.
Du nimmst mir den Kommentar von der Tastatur netbitch – ein Gutteil dieser Helden bewegen sich im Spektrum zwischen Theorieferne und völliger Gehirnbefreiuung. Ich habe im autonomen Antifa-Umfeld auch erlebt, dass die meist extrem hierarchisch strukturiert sind. Von “persönlicher Autonomie” bleibt da nicht mehr viel. Jede DGB-KV-Sitzung ist ein Hort von Basisdemokratie gegen autonome Plena. Eigentlich ein interessantes Thema, das aber wohl den Thread (und das Medium) sprengt.
P.S.: ob sich das seit den 90/91ern (dem Ende meiner linken Organisierung) geändert hat, weiss ich nicht. Gehe aber nicht davon aus.
Doch, ist aber so. Hat sich ganz eklatant verändert. Das hängt damit zusammen, dass mit den Sexismus- und Selbstverständnisdiskussionen, die um 1990 einsetzten, dominantes Gesprächsverhalten bei Männern in autonomen Gruppen kaum noch geduldet wurde (jetzt mal abgesehen von der Antia(M)/B0) und sich ein Stil des “alle hören allen bis zuende zu” durchsetzte. Wie das heute ist, kann ich nicht sogar genau sagen, aber wenn ich Antifas auf Plena erlebe, haben die zumeist auch einen defensiven und “lieben” Diskussionsstil. Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich 1992 die studentisch geprägte autonome Szene verlassen und mich in Gruppenzusammenhänge begeben habe, in denen damals unter 25jährige kaum und über 40jährige durchaus vertreten waren, und deren Themenschwerpunkte sich von der üblichen Trias Antifa/Anticastor/Hochschulpolitik wesentlich unterschieden. Das waren die Organisation von Solidaritätsnetzwerken für Flüchtlinge und das Einsammeln von Spendengeldern, die in heimlichen Missionen in den Nordirak geschafft wurden. Man kann auch sagen, private Hilfsorganisationen am Rande der Legalität. Und das war zugleich die Art von Autonomen, die netbitch als Drittes beschreibt. Heute sind die Leute zwischen 40 und 60, haben aber so etwa zur Hälfte immer noch die gleiche politische Grundhaltung und sind großenteils auch noch aktiv, wenn auch eher in Menschenrechtsorganisationen und NGOs.
Jaja Che, die “Kürdistan Soli”: einige haben sich dann vor Ort die Eier abschiessen lassen für “Apo” (kannte jemand persönlich). Ich kann da vom motivationstheoretischen Ansatz her nicht allzuviele Unterschiede zu denen die heutzutage für Osama ins Camp gehen erkennen…
Aber ich will das hier nicht zu sehr heruntermachen. Viele Aktivitäten waren/sind ja schlicht sinnvolle soziale Arbeit bzw. international(istisch)e Caritas in Ideologie verpackt… und privat organisiert ist mir sowas allemal lieber, als wenn das Sozialstaatsbüropädakratiegogen übernehmen :-)
P.S., wg. “Antisexismus”: die “Vergewaltigerkampagnen” habe ich in greulicher Erinnerung. Faschistoide Hetzjagden gegen politische Gegner bzw. interne Kritiker oft genug…
P.P.S.: heisst es “Plena” oder “Plenas”?
Ja nicht Apo, sondern Talabani, unsere Leute sind in den Nordirak runter (wirklich unter Lebensgefahr), um da Schulen und Brücken wiederaufzubauen.
@”“Antisexismus”: die “Vergewaltigerkampagnen” habe ich in greulicher Erinnerung. Faschistoide Hetzjagden gegen politische Gegner bzw. interne Kritiker oft genug…” Gab es. Aber auch das Andere, das wirklich gut zuhören und vernünftig miteinander reden wollen. Beides war ungefähr gleich häufig.
Habt Ihr also sozusagen einem späteren Bündnispartner der USA die soziale Infrastruktur mit aufgebaut. Lobenswert!
Hattest Du ihm vielleicht den Rücken zugewandt, netbitch? Vielleicht ist er deshalb errötet… manche Konservative vertragen wahre Grösse nicht… ^^
Vielleicht wird das ja bald Mode in den Blogs: die Rückansicht als Avatar-Bildchen.
/schrieb es und ging zum Treppentraining/ ;-)
*kicher*
Hmm, also ich meine bei Netbitch ja deutlich männliche Gesichtszüge zu erkennen. Kann es sein, dass das ein Ehemaliger ist?
Das war der Arsch, was ich verlinkt habe, nicht das Gesicht!
Hehehe
Abschaffen, komplett. Macht endlich die Scheiß-Theater, Opernhäuser, Stadthallen und Dorfgemeinschaftshäuser dicht. Und keine öffentlichen Gelder für private Unternehmungen mehr, wenn eine Bank Pleite geht, müssen dann eben die Anteilseigner persönlich belangt werden, über die Privatinsolvenz hinaus bis zur Zwangsarbeit ;-)
Das Schließen von Staatsopern kann kein Fehler sein…Die Blüte der Oper lag in der Zeit privater Opern…Stadthallen brauche ich nicht…Soll der Staat auch Trinkhallen subventionieren?…Die staatlichen Unterstützungen in der Finanzkrise sind nur das Gegenstück zu den staatlichen Regulationen im Bankwesen…Beides hängt zusammen…Das billige Geld vom Staat an die Banken und für soziale Schwächlinge im Immobilienbereich war die Krisenursache… Ohne die Staatseingriffe im Finanzwesen hätte es kaum Probleme gegeben…Der Staat ist eben keine Lösung.
Warum soll man eigentlich Dorfgemeinschaftshäuser nicht als Genossenschaft und Stadthallen nicht in freier Trägerschaft betreiben? Wie war das noch mal mit dem Subsidiaritätsprinzip?
Opern und Orchester gibt es seit jeher in staatlicher Hand. Die Staatskapelle Dresden besteht beispielsweise seit 1548, sie wurde von einem sächsischen Kurfürsten gegründet. Daran würde ich auch nichts ändern wollen, allerdings sollte ein solches Orchester den Hauptteil seiner Einnahmen am Markt erwirtschaften.
Aber viele andere Einrichtungen sollten aus dem Willen der Bürger und mit direkter Unterstützung der Bürger bestehen. Diese Unterstützung muss nicht immer nur aus Geld bestehen.
Ich kommentiere mal den gesamten Thread mit “Au Weia!” ;-)
Das kann ich bei Deinen Threads aber auch oft sagen! ;-)
Und weil es so schön passt: Wie sich die EU Berichterstattung einkauft.
Hedonisten gehören eigentlich zu den Menschentypen, die ohnehin wenig Schaden anrichten. Die Linkshedonisten im öffentlichen Dienst gehören in vielen Fällen dazu, nämlich dann, wenn der Hedonismus über die Ideologie siegt. Im anderen Fall sieht’s nicht so gut aus.
Es gibt so viele Formen des Hedonismus, dass ich mich auch in irgendeiner davon wiederfinden könnte, aber ganz sicher nicht in der Kombination mit »links« ;-)
Was die gestrandeten Autonomen betrifft, möchte ich fairerweise dazuschreiben, dass es wohl überall ideologisch oder weltanschaulich Gestrandete gibt. Und auch die Probleme mit Alkohol, Drogen & Co. sind nicht auf diese eine Gruppe beschränkt.