Frau Merkel trickst die Schweiz aus
M.M., 07.10.2008
Übrigens, was ich noch sagen wollte: Frau Merkel hat geschafft, was mit all den Steueramnestien in der Vergangenheit nicht vollbracht werden konnte. Dass nämlich die vermögenden Privatkunden ihre Barschaften aus den Bankgeheimnisländern Österreich und der Schweiz in die Bundesrepublik zurücktransferieren.
Und das erst noch mit einem geradezu genialen Trick: Sie garantiert allen Spareinlagen in unbegrenzter Höhe Staatsschutz vor dem Totalverlust. Eigentlich erstaunlich, dass noch kein Regierungschef vor ihr auf diesen Spekulationsbonus für Banken gekommen ist, um die ins Ausland verschobenen Vermögen nach Hause zu locken. Da hat doch die Frau Merkel die Schweiz glatt ausgetrickst.
antibuerokratieteam.net





Das ist das erste Mal, dass ich das lese. Weisst Du wie hoch die Transfermengen so ca. sind?
Bei der Verschwiegenheit der Schweizer Banker – keine Ahnung. Aber Österreich will reagieren und ihre Staatsgarantie auf das deutsche Niveau heben.
In der Schweiz gelten derzeit 30’000 Franken. Doch die Kantonalbanken kennen eine Staatsgarantie. Die Schweiz wird den Sparerschutz wohl auch erhöhen, aber sicher nie in unbegrenzter Höhe.
PS: Ist doch schön, dass man auch in Blogs hin und wieder mal was Neues erfährt.
Hat sie denn auch ihr Ehrenwort gegeben?
Also lieber M.M., ich glaube nicht, dass deswegen irgendjemand sein Schwarzgeld jetzt repatriiert.
Dann doch lieber Vreneli kaufen und ins Schließfach legen
Was denn, die haben den Zaster in der Schweiz auf Sparbüchern liegen und transferieren den jetzt auf patriotische Sparbücher? Netter Scherz, aber unschweizerisch.
Die Briten waren stinkesauer, weil die Insulaner ihr Geld jetzt aus dem Pfund abziehen und in Deutschland anlegen.
Das ist ja die Crux mit der Politik. Es wird zwar auf den status quo reagiert, aber Politik kann niemals die Dynamik antizipieren, die sie selber ausloest.
Wer Frau Merkel ernsthaft glaubt, die Spareinlagen würden im Fall der Fälle tatsächlich vom Staat garantiert, hat sie ja nicht alle. Wieviel Billionen Spareinlagen gibt es denn? Und das Geld hat der Staat zur Sicherheit?
Im übrigen heißt es auch nicht “grenzenlos”, sondern ich las “bis 50.000″.
Sollten tatsächlich die Schweizer Banken, nur mal angenommen, zusammen brechen, dann brauchen wir uns gar nicht aufzuregen, denn dann rettet uns gar nichts mehr.