Den Kärntnern mangelt es traditionell an Selbstvertrauen, sie begreifen sich als Underdogs. Haider weiß das und inszeniert sich einerseits als “einer von ihnen”, also als vom bösen Wiener Establishment verhöhnt und missverstanden, andererseits lebt er die Träume der sich zu kurz gekommen Fühlenden aus, indem er stets die teuersten Klamotten trägt, die schärfsten Autos fährt und sogar soweit geht, stellvertretend die latenten homsexuellen Neigungen vieler Kärntner zu praktizieren, wenn er etwa in Provinzdiskotheken vor laufenden Kameras jungen Burschen an die Wäsche geht. Die Kärntner sind außerdem das sprechfaulste Volk in Österreich. Schweigen ist hier immer noch Gold, über Dinge, die in ihnen vorgehen, zu reden, fällt den meisten Kärntnern extrem schwer (es ist kein Zufall, dass Kärnten viele Schriftsteller hervorgebracht hat, aber keine erfolgreichen Kabarettisten). Daher bewundern sie großmäulige Typen wie Haider einer ist, denn selber kriegen sie die “Pappn” ja nicht auf.

Kärntner: Was ist eure primäre Fehlfunktion?

Erst jetzt gefunden, aber nach den Nationalratswahlen umso aktueller – ein tiefer Einblick in die Psychologie des Österreichischen, en Detail Kärntnerischen, an sich und der Versuch, das „Phänomen Haider“ zu erklären, beim Kollegen Lindwurm.

Mei, können Österreicher bös‘ zu sich selbst sein…

Hoffen wir mal, dass es nicht sobald Anlass gibt, einen adäquaten Kommentar über die Saarländer und seine grossmäuligen Typen zu verfassen.